Die Gentechnik-Sicherheitsdebatte ist vorbei

von Mark Lynas

Die Gentechnik-Debatte ist vorüber – wieder einmal. Die renommierten US-amerikanischen Nationalen Akademien der Wissenschaft, Ingenieurwissenschaften und Medizin haben den bisher weitreichendsten Bericht veröffentlicht, der jemals in der Wissenschaft über genetisch veränderte Lebensmittel und Nutzpflanzen zusammengestellt wurde.

Die Schlussfolgerung ist eindeutig: Nachdem sie hunderte wissenschaftliche Publikationen zum Thema bewerteten, stundenlang die Aussagen von Aktivisten anhörten und hunderte Kommentare aus dem allgemeinen Publikum in Betracht zogen, schreiben die Autoren, dass sie keine  fundierten Belege dafür finden konnten,  dass gentechnisch veränderte Erzeugnisse weniger sicher als nicht gentechnisch veränderte Erzeugnisse sind.

Der Prozess der Nationalen Akademien war beeindruckend umfassend und einvernehmlich. Wie im Vorwort zum Bericht vermerkt wurde, nahmen die Wissenschaftler „alle Kommentare“ als „konstruktive Herausforderungen“ auf und zogen sie sorgsam in Betracht.

Geduldig räumte das Expertenkomitee dem vom yogischen Flieger zu Anti-Gentechnik-Aktivisten mutierten Jeffrey Smith großzügig 20 Minuten ein, in denen er seine übliche Aussage verbreitete, dass genetisch modifizierte Lebensmittel für so gut wie jede denkbare moderne Erkrankung verantwortlich seien.

Auch Greenpeace machte auf Einladung eine Aussage, ebenso Giles-Eric Séralini. Dem französischen Professor widerfuhr die ultimative Demütigung, dass er seine Publikation über eine erhöhte Tumorrate bei GVO-gefütterten Ratten 2013 zurückziehen musste.

Jede Behauptung wurde einzeln untersucht. Verursachen gentechnisch veränderte Lebensmittel Krebs? Nein: In den USA, wo genetisch veränderte Lebensmittel häufig sind, kommt es über die Jahre ebenso zu Schwankungen der Krebshäufigkeit wie in Großbritannien, wo genetisch veränderte Lebenmittel fast unbekannt sind.

Wie steht es mit Nierenleiden aus? Die Häufigkeit in den USA hat sich kaum verändert. Starkes Übergewicht oder Diabetes? Es gibt es keine publizierten Belege für die Hypothese eines Zusammenhangs zwischen ihnen und gentechnisch veränderten Lebensmittel. Zöliakie? Wieder kein bedeutender Unterschied zwischen den zwei Ländern.

Allergien? Das Komitee fand wiederum keinen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von gentechnisch veränderten Lebensmitteln und einen Anstieg bei der Prävalenz von Lebensmittelallergien. Autismus? Auch hier gab es  im Vergleich zwischen den USA und Großbritannien keine Belege für die Hypothese eines Zusammenhangs.

In einer rationalen Welt wäre jeder, der zuvor Befürchtungen über die gesundheitlichen Auswirkungen von GVOs hatte, nun erleichtert und würde beginnen, nach wissenschaftlich begründeten Erklärungen für besorgniserregende Tendenzen bei gesundheitlichen Problemen wie Diabetes, Autismus und Lebensmittelallergien suchen.

Doch sind psychologische Assoziationen, die sich über Jahre gebildet haben, schwierig zu lösen.  Eine Umfrage des Pew Research Center aus dem Jahr 2010 ergab, dass nur 37 Prozent der US-Bevölkerung gentechnisch veränderte Lebensmittel als sicher einschätzen. Unter den Wissenschaftlern der US-amerikanischen AAAS (American Association for the Advancement of Science) sind es dagegen 88 Prozent.

Die Kluft ist größer als bei anderen kontroversen Themen der Wissenschaft, etwa Klimawandel, Evolution und Impfungen für Kinder. Diese eingefahrenen Einstellungen werden nicht über Nacht verschwinden, insbesondere, weil sie dauernd von einer lautstarken und gut finanzierten Anti-GMO Lobby verstärkt werden.

Es gibt auch Abhängigkeiten von politischen Entscheidungen. Das Gentechnik-Kennzeichnungsgesetz von Vermont in den USA wird ab 1. Juli Lebensmittelhersteller und Händler in ein Chaos stürzen, da dort explizit davon ausgegangen wird, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel unsicher sein können. In der Präambel steht:

There is a lack of consensus regarding the validity of the research and science surrounding the safety of genetically engineered foods, [such foods] potentially pose risks to health [and] safety.”

Übersetzung:

Es fehlt ein Konsens bezüglich der Validität der Forschung und der Wissenschaft um die Sicherheit von genetisch veränderten Lebensmitteln; solche Lebensmittel können ein Risiko für Gesundheit und Sicherheit darstellen.”

Werden die Gesetzgeber von Vermont ihr Gesetz nun revidieren, da sie ganz klar am falschen Ende des wissenschaftlichen Konsenses stehen? Natürlich nicht.

Der Bericht der Nationalen Akademien dürfte für die Umweltbewegung besonders unangenehm zu lesen sein. Viele der führenden Gruppen, die dort organisiert sind, zeigen eine ausgeprägte Leugnung der Wissenschaft in dieser Frage.

Eine führende Sprecherin von “Friends of the Earth” (in Deutschland vom BUND vertreten) tat den Bericht als irreführend ab, noch bevor sie ihn überhaupt gelesen hatte. Die Website der Gruppierung behauptet,  „viele Studien“ würden zeigen, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel „erhebliche Risiken“ für die Gesundheit von Menschen darstellen.

Eine andere Umweltorganisation – “Food and Water Watch” – veröffentlichte eine Widerlegung noch vor der Veröffentlichung des Berichtes. Im Sinne einer Verschwörung warf sie den Nationalen Akademien vor, unaufgedeckte Verbindungen zu Monsanto zu haben, bevor sie nochmals ihre Ansicht bekräftigte:

There is no consensus, and there remains a very vigorous debate among scientists […] about the safety and merits of this technology.”

Übersetzung:

Es gibt keinen Konsens und es bleibt eine lebhafte Debatte unter Wissenschaftlern über die Sicherheit und Vorzüge dieser Technologie.”

Trotz dieser scharfen Leugnungen ist es eine Tatsache, dass über die Sicherheit von gentechnisch veränderten Lebensmittel nicht mehr debattiert wird als über die Realität des Klimawandels, wo grüne Gruppen den wissenschaftlichen Konsens aggressiv verteidigen.

Die Ironie der ganzen Affäre geht tiefer: Viele Strategien, die zur Verteuflung von GVOs angewandt werden, könnten direkt aus dem Klimawandel-Leugnungs-Drehbuch stammen. Es gibt dort genau die gleichen „Kein-Konsens“-Aussagen von selbsternannten Experten.

Nun, mehr als 300 „Wissenschaftler und juristische Experten“ hätten ein „Kein-Konsens-zur-GVO- Sicherheit“- Statement unterschrieben, wie uns Greenpeace erinnert.

Dies hört sich viel an, bis man es mit den 30.000 „amerikanische Wissenschaftlern“ vergleicht, die eine Petition unterschrieben haben sollen, der zufolge es keinen überzeugenden wissenschaftlichen Beweis für die Verbindung zwischen CO2 und Klimawandel gibt. Diese Petition wird von Greenpeace (in meinen Augen zu recht) ignoriert.

Es gibt auch einen besorgniserregenden Trend zur Belästigung von Wissenschaftlern, die in gutem Glauben handeln. Genauso wie führende Republikaner auf schändliche Art und Weise Klimaexperten mit politisch motivierten Vorladungen drangsalieren, hat eine Anti-GVO-Gruppe namens “US Right to Know” Dutzende Genetiker und Molekularbiologen an öffentlichen Universitäten mit wiederholten „Freedom of Information Act“-Anfragen zur Herausgabe privater Emails aufgefordert.

In einigen Fällen erhielten Wissenschaftler aufgrund entsprechender Kampagnen Todesdrohungen. Ihre Labor- und Privatadressen wurden über soziale Medien verbreitet.

Es gibt im Übrigen durchaus Raum für echte Differenzen. Der Bericht der Nationalen Akademien war bemüht, auch auf Schwierigkeiten und Nachteile von GVOs hinzuweisen.

Die übermäßige Anwendung von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen hätte zur Evolution von Resistenzen geführt, sowohl bei Unkräutern als auch bei Insekten. Auch könnte die Dominanz der Industrie dazu führen, dass der Zugang von kleinen Bauern in ärmeren Ländern zu verbessertem Saatgut behindert würde. Die GVO-Kennzeichnung könnte das Vertrauen in ein transparentes Lebensmittelsystem steigen.

Aber diese echten Debatten stehen außerhalb der Debatte über die Sicherheit von GVOs. Letztere ist nun definitiv ad acta gelegt worden.

Halten wir also nochmals klar fest: Die Sicherheitsdebatte ist vorbei. Wenn Sie ihre Kinder impfen lassen und glauben, dass der Klimawandel stattfindet, sollten Sie aufhören, Angst vor genetisch veränderten Lebensmitteln zu haben.

Zum Autor:

Mark Lynas ist Autor und ein Vorkämpfer in Sachen Klimawandel und ein Visiting Fellow an der Cornell Alliance for Science. Er ist Autor von “Six Degrees: Our Future On A Hotter Planet”

Dieser Artikel erschien am 23. Mai 2016 auf Englisch bei der Cornell Alliance for Science (Cornell Allianz für Wissenschaft). Wir danken Mark Lynas dafür, dass er die deutsche Version für den GWUP-Blog freigegeben hat.

Falls Sie möchten, dass Mark Lynas direkt antwortet, schreiben Sie bitte Ihre Kommentare auf Englisch. Fragen auf Deutsch beantwortet Amardeo Sarma ggf. in Absprache mit Mark Lynas.

20 Kommentare zu “Die Gentechnik-Sicherheitsdebatte ist vorbei”


  1. 1 mike 27. Mai 2016 um 22:12

    weil sie dauernd von einer lautstarken und gut finanzierten Anti-GMO Lobby verstärkt werden

    Geht’s nicht ‘ne Nummer grösser? So a la “die tausendköpfige Krake der versifften Gutmenschen” oder so die Art? Fände ich irgendwie seriöser formuliert.
    dass nur 37 Prozent der US-Bevölkerung gentechnisch veränderte Lebensmittel als sicher einschätzen
    Was ist denn sicher? Eine “Technologie”, die aufm Acker ausnahmslos alles kaputtmacht, was nicht manipuliert ist? Aber aufm Teller dann macht’s kein Alzheimer (etc. was auch immer)? Und 3 Äcker weiter nimmt sich der Bauer oder der Imker und was da alles dranhängt, nen Strick, weil er sein “gutes” Zeug nicht verkauft bekommt?
    Und was hat das widerwärtige “nur” hier verloren?

    Was ist denn mit Resistenzen, die sich nach und nach aufbauen. Da machen wir dann ne weitere “sichere” Manipulation? Wie bescheuert ist das denn? So ein lobbyistischer Scheissdreck wird hier verbreitet?

    (Disclaimer: Ich sehe wohl die wissenschaftlichen Grundlagen. Ich sehe aber auch, dass sich hier Grundlagen nach Gusto herausgepickt worden.)

  2. 2 Ralf in Altersteilzeit 27. Mai 2016 um 22:52

    Pflanzen können sich nicht evolutionär so schnell an das Glyphosat anpassen…anders ist es im Mikroben-Bereich, da können Antibiotika sehr schnell Resistenzen hervorbringen.

    Die Angst, daß schnell resistente Pflanzen entstehen, ist also unbegründet; natürlich ist das nicht auszuschließen, wenn ein das Herbizid über einen langen Zeitraum verwendet wird, daß sich dann auch Resistenzen bilden.

    Gerade, weil es so lange dauert, hilft man mit Gentechnik nach und erzeugt (Nutz-)Pflanzen, die gegen dieses Herbizid resistent sind.
    Die Angst, gegen diese innovative Technik, resultiert auch aus der widersinnigen Meinung, die Natur wäre per se “gutartig”.

    Was spricht dagegen, wenn man die Mechanismen der Natur erforscht hat, diese auch “technisch” anzuwenden?
    Die Frage ist: Wollen wir uns, in unserem Handeln, durch Ängste leiten lassen, oder durch die Vernunft?

  3. 3 youtubegucker 28. Mai 2016 um 06:19

    Thank you very much for your effort, we need it really. However, as i can see reports on tv “sceptical” on ttip – because it will damage our high european standards, whereas days later there are reports on how new medical products like artificial joints are tested first in europe due to the lack of high standards.. well, what can we expect?

  4. 4 StephanCGN 28. Mai 2016 um 08:27

    @mike

    “”So ein lobbyistischer Scheissdreck wird hier verbreitet?””

    Geht’s nicht noch ‘ne Nummer größer?
    So a la “die tausendköpfige Krake der Gentechnikbefürworter?”

    ^^

  5. 5 Maggi 28. Mai 2016 um 09:09

    @mike: “Und 3 Äcker weiter nimmt sich der Bauer oder der Imker und was da alles dranhängt, nen Strick, weil er sein “gutes” Zeug nicht verkauft bekommt?”

    Boah, hey Mann, – wasn das fürn blödes Zeuch aber auch, ey? Kannste man nich besseres Zeug schreiben, ey?

  6. 6 Werner 28. Mai 2016 um 09:53

    @Mike
    Hey Mike,
    wohl zu viele Gene gegessen;-)

  7. 7 noch'n Flo 28. Mai 2016 um 15:44

    @ mike:

    “Was ist denn mit Resistenzen, die sich nach und nach aufbauen.”

    Was hat das denn mit gentechnisch manipulierten Pflanzen zu tun? Wer ist da gegen was resistent? Mir scheint, Du bringst hier ein paar Dinge ganz gehörig durcheinander.

    “Und 3 Äcker weiter nimmt sich der Bauer oder der Imker und was da alles dranhängt, nen Strick, weil er sein “gutes” Zeug nicht verkauft bekommt?”

    ‘Ne Nummer kleiner hast Du es wohl nicht?

    Sorry, aber Du äffst hier nur unkritisch die Polemik der sog. “Umweltschutzorganisationen” nach.

  8. 8 Karl-Heinz 29. Mai 2016 um 17:33

    Leider hat sich in Deutschland die Debatte über GMO von allen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen entfernt. Wer behauptet, es handele sich hier um eine “Eine “Technologie”, die aufm Acker ausnahmslos alles kaputtmacht, was nicht manipuliert ist”, zeigt damit nur, dass er keine Ahnung hat.

    Weltweit in größerem Umfang werden zwei Arten von gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut:

    (1) Pflanzen, in die ein Gen implanitiert wurde, dass sie gegen bestimmte Herbizide resistent macht.

    (2) Pflanzen, in die ein Gen einer Bakterienart (Bt – ) eingebaut wurde, dass die Produktion eines für bestimmte Fraßinsekten giftigen Proteins bewirkt; damit können die Pflanzen selbst diesen von dem Bt-Bakterien produzierten Wirkstoff bilden, der sie davor schützt, diesen Fraßinsekten zum Opfer zu fallen.

    Der Wirkstoff an sich ist ungiftig und wird erst im Darm der Fraßinsekten in eine giftige Variante umgewandelt, die über spezifische Rezeptoren an die Darmwand der Insekten bindet und diese zerstört. Da der aus den Bakterien gewonnene Wirkstoff als für den Menschen harmlos gilt, ist er sogar im Ökologischen Landbau als biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel zugelassen.

    Bt-Baumwolle wird z. B. in Indien verbreitet angebaut; die Baumwollbauern dort profitieren davon, dass sie beim Anbau dieser Pflanzen auf den aufwendigen Einsatz von Insektiziden verzichten können.

    Leider hat die Studie der NAS in der deutschen Öffentlichkeit noch kein Echo gefunden, was angesichts der hierzulande herrschenden ideologischen Voreingenommenheit gegen die Gentechnik auch nicht verwunderlich ist. In Kenntnis gesetzt wurde ich erst über die sehr informative Darstellung auf der amerikanischen Nachrichtenwebseite Vox

    http://www.vox.com/2016/5/18/11690992/gmos-review-evidence-safety-health

    Es wäre schön, wenn ein vergleichbarer Bericht auch in der deutschen Medienlandschaft erscheinen würde.

  9. 9 Bernd Harder 29. Mai 2016 um 18:49

    @alle:

    Vielleicht mal ein allgemeiner Hinweis:

    Ich korrigiere gerne den einen oder anderen Tippfehler in Kommentaren, sofern ich welche sehe, und haue auch den einen oder anderen Absatz rein (das ist die “Enter”-Taste).

    Das darf man aber auch sehr gerne selber tun, vor allem längere Kommentare gewinnen ungemein, wenn man nicht alle Sätze ohne Absätze aneinander klebt.

  10. 10 2xhinschauen 30. Mai 2016 um 11:31

    Karl-Heinz hat recht, dass man verschiedene Arten und Ziele des Eingriffs unterscheiden muss: Resistenz gegen Chemikalien, Resistenz gegen tierische Fressfeinde, Vitaminzusatz oder sonstige Anreicherung, Wachstumsfaktoren undwasnoch. Das ist keineswegs alles ein Topf: Man kann für das eine und gegen das andere sein.

    Ferner ist die Debatte um die befürchtete Schädlichkeit von GMO-Lebensmitteln für die Konsumentengesundheit schon allein angesichts der intensiven Tests zumindest in der EU (siehe z.B. Skepkon-Video https://www.youtube.com/watch?v=DqMlUmQw1lk) m.E. ganz klar eine Leer- oder Strohmanndebatte.

    Was aber das gesamte Kriterienspektrum (Biodiversität, Eingriffe in Ökosysteme, Versorgungssicherheit, Auswildern von Genen, Wirtschaftsethik/Patentierbarkeit/Monopolgefahren u.a.) angeht, fühle ich mich nach wie vor nicht kompetent genug für eine umfassende eigene Meinung.

    Punktuell bin ich für den Einsatz von GMO, namentlich Golden Rice, in vielen anderen Fragen muss ich skeptisch bleiben (in dem Wortsinne, wie er hier üblich ist).

  11. 11 Bernd Harder 24. Juni 2016 um 11:57
  12. 12 noch'n Flo 29. Juni 2016 um 19:20

    Tja, und heute hat die EU (die ich zwar sonst nicht leiden kann – aber das ist ein anderes Thema) die Verwendung von Glyphosat in ihren Mitgliedsländern für weitere 18 Monate genehmigt. Unter Enthaltung der Bundesregierung in dieser Sache.

    Darf man das nun als Sieg der Vernunft verbuchen?

  13. 13 gnaddrig 29. Juni 2016 um 21:07

    @ noch’n Flo: Sieg der Vernunft würde ich nicht sagen. Eher, dass die Unvernunft erstmal nicht gesiegt hat und für die Vernunft noch Hoffnung besteht. Denn in 18 Monaten geht der Zirkus ja wieder los bei gleichem Sachverhalt, und die Argumente werden nicht besser oder schlechter sein als diesmal…

  14. 14 RainerO 30. Juni 2016 um 10:28

    Ich sehe die – kurze, temporäre – Verlängerung quasi als “Lasst uns mit dem Scheiß einmal ein paar Monate in Ruhe!”

    Wie soll man in 18 Monaten final klären, wie schdlich Glyphosat wirklich ist? Mit neuen Studien hat man da keine Chance, viel zu wenig Zeit.

    Und was soll man an der bestehende Studienlage anders interpretieren, als es die jeweilige Seite jetzt schon tut? D.h., in gut einem Jahr geht das Ganze mit praktisch unveränderten Voraussetzungen wieder los.

  15. 15 Brigitte Götz 30. Juni 2016 um 11:42
  16. 16 Brigitte Götz 10. Juli 2016 um 11:22

    “110 Nobelpreisträger fordern von Greenpeace ein Ende der GMO-Ablehnung”

    https://blog.psiram.com/2016/07/110-nobelpreistraeger-fordern-von-greenpeace-ein-ende-der-gmo-ablehnung/

  17. 17 Bernd Harder 10. Juli 2016 um 15:36
  18. 18 crazyfrog 17. Juli 2016 um 15:23

    Applaus:

    Der Traum vom gentechnikfreien Land

    http://www.pnn.de/campus/1090742/

  19. 19 crazyfrog 10. August 2016 um 22:26

    Psyche und Wissenschaftskritik: Warum diese Angst vor Gentechnik – trotz ihrer Unbedenklichkeit?

    http://www.spektrum.de/news/warum-diese-angst-vor-gentechnik-trotz-ihrer-unbedenklichkeit/1361504

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