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Homöopathie-Schadensfälle gesucht: Krankheit verschleppt? Ausgeleitet statt ausgeheilt?

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Das „Netzwerk Homöopathie“ auch im aktuellen Spiegel (7/2016):

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Gründungsmitglied Dr. Wolfgang Vahle erklärt auf Seite 103 die Ziele der Initiative.

In dem Interview sagt der HNO-Arzt unter anderem:

Der Glaube an sogenannte sanfte Alternativen kann sogar von einer frühzeitigen wirksamen Therapie abhalten.“

Darum geht es auch bei Homöotology. Für das „Netzwerk Homöopathie“ sucht Homöotology genau solche Fälle.

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In dem Artikel heißt es:

Auf dem Informationsnetzwerk soll es ebenfalls eine Informationsseite  geben, auf der auch von negativen Fällen berichtet werden kann oder auch, wie die Homöopathie die familiären Verhältnisse beeinflusst hat und zu welchen Folgen es dadurch kam, Verschleppung von Krankheiten, negative Erfahrungen etc. Das Ganze natürlich vollkommen anonym.

Daher hier meine dringende Bitte an Sie: Teilen Sie diesen Artikel unter ihren Freunden, auf Facebook, wo immer Sie möchten.

Schreiben Sie Ihre persönlichen Erfahrungen hier auf diesem Blog oder kontaktieren Sie mich unter der im Impressum angegebenen Emailadresse, Sie brauchen Ihren Namen nicht zu nennen, einzige Bedingung ist das Hinterlassen einer gültigen Emailadresse, bei der man Sie bei Rückfragen evtl. kontaktieren könnte.

Gerne dürfen Sie mich auch auf Facebook per Privatnachricht kontaktieren, sämtliche Daten und Geschichten werden vollkommen vertraulich behandelt. Bitte keine Phantasiegeschichten, dafür ist die Sache zu ernst.“

Offenbar trifft unsere Homöopathie-Kritik einen Nerv.

Auch die Deutsche Apotheker Zeitung greift die Petition gegen die politische Schirmherrschaft des Homöopathie-Kongresses im Mai in Bremen auf.

Zum Weiterlesen:

  • Wanted – so kann es leider auch gehen. Und jetzt Sie. Homöotology am 12. Februar 2016
  • „Wir sehen mit Sorge …“: Gründungsmitglied Dr. Vahle zum Netzwerk Homöopathie, GWUP-Blog am 8. Februar 2016
  • Das „Netzwerk Homöopathie“: die offizielle Presseerklärung, GWUP-Blog am 1. Februar 2016
  • Petition gegen die politische Schirmherrschaft des deutschen Homöopathie-Kongresses, GWUP-Blog am 26. Januar 2016
  • Jens Wurster, die Dritte, Gesundheits-Check am 12. Februar 2016
  • Gesundheitssenatorin im Homöopathie-Widerspruch, DAZ.online am 12. Februar 2016
  • Comment: Spending NHS cash on homeopathy is unforgivable folly, news.stv.tv am 10. Februar 2016
  • Homöotology – das Interview, GWUP-News am 7. Februar 2016
  • Veterinary homeopathy? No thanks, edzardernst am 13. Februar 2016
  • This will make you laugh, I promise … it’s from a homeopath, edzardernst am 11. Februar 2016
  • Dr. Wurster und das rhethorische Simileprinzip, dieausrufer am 14. Februar 2016

13 Kommentare

  1. Im Spiegel?

    Die Wellen werden größer…

  2. Ich fürchte, solche Aufklärungsarbeit wird bei vielen die gegenteilige Reaktion auslösen und wie eine Werbeaktion für diese Mittelchen wirken, weil sie Wunder versprechen.

  3. Im Prinzip spricht ja gar nix dagegen, Globuli einzunehmen. Ausser: man glaubt es ist ein Medikament, es kommt aus der Apotheke, oder man ist Diabetiker.

    Das gilt auch für Heilige FSMoPathika.

    Ramen.

  4. Meine Kritik an der Homöopathie richtet sich nicht an deren Wirkungslosigkeit. Schließlich gibt es die Placebo Wirkung. Vielmehr stört mich die Dummheit der Ärzte, die sie einsetzen.

    1. Homöopathie erzieht zur Pillenmedizin. Heilen per Rezeptblock. Nimm ein Kügelchen und alles wird gut.

    2. Sie bringt wirksame Medikamente Misskredit, wenn sie einmal nötig werden. Es gibt auch das Gegenteil von Placebo.

    3. Wie kann ein Arzt gleichzeitig aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Homöopathie im Kopf haben? Diese Schizophrenie ist doch der direkte Pfad zu fachlichen Fehlern.

  5. ich wünsche Herrn Dr. Vahle und dem von ihm mitbetreuten Netzwerk alles Gute und viel Erfolg. Homöopathie ist zumindest Humbug, das sage ich als diplomierter Chemiker.

  6. @Rene:

    < < Wie kann ein Arzt gleichzeitig aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Homöopathie im Kopf haben? << Gute Frage: https://blog.gwup.net/2012/10/15/wissenschaftlich-denkende-homoopathische-arzte/

  7. Zwar nicht mehr ganz aktuell- aber da gibt es ein paar Fälle

    http://whatstheharm.net/homeopathy.html

    und kaum verdünnte Zubereitungen von Penicillin gegen Penicillin Allergie- kann schon mal ordentlich ins Auge gehen.

    http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=41359

    und das Komplexmittel Meditonsin entält ja auch mehr Quecksilber als in Trinkwasser erlaubt ist. Immerhin als Quecksilberzyanat in D8 – das kann man noch messen.

    http://www.meditonsin.de/service/packungsbeilage/packungsbeilage-meditonsin.pdf

  8. Heute war ein BR Tagesgespräch zum Thema Homöopathie. Leider erst in den letzten 20 Minuten eingeschaltet. Eine Katastrophe! Als „Expertin“ eine Homöopathin eingeladen. Und jede Menge Anrufer mit Anekdötchen… Da muss noch nachtarockt werden. Ich war zu spät dran zum Anrufen.

  9. Auch wenn ich verstehen kann, daß man „Schadensfälle“ sucht, so sollte man anmerken, daß diese Methode schon einen Schaden an der Wissenschaft darstellt, da sie eklatant gegen Naturgesetze verstößt, die gut erforscht und bewiesen sind.
    Der Schaden an Patienten ist natürlich höher zu bewerten, aber der Schaden, der der wissenschafts-basierten Medizin zu Teil wird ist auch nicht zu verachten.

  10. @Ralf:

    Das ist richtig, darauf verweisen wir auch ausdrücklich:

    „Das Gefahrenpotenzial der Homöopathie liegt darin, dass sie unser wissenschaftlich-rationales Denken und Handeln untergräbt. Promovierte Ärzte bieten voller Überzeugung ein Verfahren an, das auf „geistartigen Heilkräften“ basiert: Welche Kriterien haben wir dann noch, um wahr von unwahr zu unterscheiden?

    Wenn man spezifische Wirkungen von Homöopathie, obwohl unmöglich, für möglich hält, verliert man die verlässlichen Kriterien, die uns die Naturgesetze, die Mathematik und die Logik vorgeben – wir verlieren damit die einzige, allgemeingültige und objektive Entscheidungsgrundlage. Wir müssen uns stattdessen auf subjektive Kriterien verlassen, auf unser Gefühl, auf das Hörensagen, auf unsere Erfahrung.

    Und damit werden wir manipulierbar. Wer an Homöopathie glaubt, kann kein übersinnliches Phänomen, keinen faulen Zauber, kein rhetorisches Blendwerk und keine Verschwörungstheorie argumentativ entkräften, weil er nicht sagen kann, warum die Homöopathie glaubwürdiger sein soll als jene Behauptungen.“

    https://blog.gwup.net/2012/12/23/die-homoopathie-luge-ein-interview-teil-2/

  11. @Bernd Harder
    Danke, ja, das sind Argumente, die vernünftig sind…und ich weiß auch, daß das ein großer Antriebsmotor der „Skeptiker“ ist.
    Leider muß man für den „Mainstream“ nach „Leichen“ suchen, bis gehandelt wird.

  12. Homöopathie statt Rettungswagen:

    < < Homebirth death of Caroline Lovell preventable, coroner finds: Caroline Lovell was given a homeopathic remedy for anxiety when she begged for an ambulance following a homebirth << http://www.abc.net.au/news/2016-03-24/homebirth-death-of-caroline-lovell-preventable/7273950

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