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Weltsensation bei Jugend forscht: Homöopathie hilft kranken Bienen

| 25 Kommentare

Goldjubiläum für „Jugend forscht“: Ende Mai kam zum 50. Mal die Jury zusammen, um die Bundessieger zu küren.

Der Stern, dessen damaliger Chefredakteur Henri Nannen 1965 den Nachwuchswettbewerb ins Leben rief, gratuliert in der aktuellen Ausgabe (23/2015):

Jugend forscht inspirierte Schüler zu den verrücktesten Ideen – sie alle funktionierten.“

Den Glückwünschen für das großartige Langzeitprojekt schließen wir uns gerne an.

Der Behauptung

Sie alle funktionierten“

widersprechen wir allerdings.

Wäre dem so, müsste in diesem Jahr eine „Jugend forscht“-Preisträgerin direkt an das Nobelpreis-Komitee weitergereicht werden. Denn ihr wäre gelungen, womit Generationen von Homöopathen sich seit 1835 vergebens abgemüht haben – nämlich die Wirksamkeit der Schüttel-Methode zu belegen.

Die 18-jährige Abiturientin, die zu den sieben Landessiegern in Niedersachsen gehört, gewann beim Bundesfinale in Ludwigshafen einen Sonderpreis für ihr Projekt „Kampf gegen die Milbe“.

In der Beschreibung heißt es:

Weltweit sterben unzählige Honigbienen durch die Varroa-Milbe. Nora Willmaring wollte wissen, ob homöopathische Mittel die Widerstandskraft der Bienen gegen die Schädlinge erhöhen.

Die Jungforscherin fütterte rund ein Jahr lang drei Bienenvölker mit einem Gemisch aus Zuckerwasser und dem homöopathischen Präparat T100, drei weitere Völker erhielten nur Zuckerwasser.

Alle vier Tage zählte sie die toten Milben, die aus den Stöcken gefallen waren. Außerdem erfasste sie das Gewicht der Völker und den Honigertrag.

Ihr Schluss: Das homöopathische Präparat kann Vitalität und Abwehrkraft der Honigbienen tatsächlich stärken.“

Schöner Versuch, tolles Engagement der jungen Frau für eine wichtige Sache.

Aber was sagt das über „Jugend forscht“ aus, insbesondere über den Wissenschaftlichen Beirat, wenn bei dieser Weltsensation niemand aufmerkt und sich die Methodik mal näher anschaut?

Zunächst einmal: Was ist ein „homöopathisches Präparat T100“?

Anscheinend handelt es sich um eine der Fachwelt bislang unbekannte Eigenproduktion, und zufällig lesen wir bei Welt-Online, dass der Onkel der „Jugend forscht“-Preisträgerin homöopathische Mittel herstellt.

Nun ja, was auch immer das mysteriöse „T100“ sein soll und was da genau drin ist – einen Placebo-Effekt hält die Bersenbrückerin für ausgeschlossen, weil:

Eine Biene versteht nicht, dass sie ein Präparat bekommen hat.“

Das mag schon sein, aber dafür krankt die „Kampf gegen die Milbe“-Arbeit an ganz anderen simplen Voraussetzungen:

Wissenschaftliche Projekte zur Zucht resistenter Bienenvölker laufen über Jahrzehnte und benötigen Tausende Völker.

Zu glauben, man findet die Lösung in einem Jahr und mit insgesamt sechs Völkern, ist mehr als naiv“,

erklärt GWUP-Mitglied Dr. Erich Eder, Zoologe an der Universität Wien.

Mit dieser Grundgesamtheit (je drei Bienenvölker, zwölf Monate) sei der Versuch indiskutabel, zumal man Bienen über das Jahr nicht mit Zuckerwasser füttere, nur vor dem Einwintern.

Im Archiv der Osnabrücker Zeitung findet sich ein Artikel von 2013, nach dem die jetzige Landessiegerin bereits vor zwei Jahren mit einem „theoretischen Projekt“ zur Stärkung geschwächter Bienen mit homöopathischen Mitteln einen zweiten Platz bei „Jugend forscht“ errang.

Und auch da fragen wir uns: Was ist theoretische Homöopathie?

Und hat sich bis zu Vorstand, Kuratorium und Beirat von „Jugend forscht“ noch nicht herumgesprochen, dass Homöopathie wissenschaftlich widerlegt ist, da naturgesetzlich unmöglich?

Zurzeit sind diese Fragen bei „Jugend forscht“ anhängig, ebenso wie eine Anfrage bei der Preisträgerin nach dem Volltext ihrer Arbeit.

Schade, dass „Jugend forscht“ sich ausgerechnet im Jubiläumsjahr …

… auf geradezu schmerzhafte Weise lächerlich macht“,

wie eine Bloggerin den Fall kommentiert.

Zum Weiterlesen:

  • Homöopathie, Honig und Humbug, dieausrufer am 31. Mai 2015
  • Jugend forscht – ganz unwissenschaftlich, grabbelkiste am 1. Juni 2015
  • Homöopathie wirkt doch – nicht, GWUP-Blog am 30. Mai 2015
  • Homöopathie ist „Scharlatanerie im weißen Kittel“ – und wirkt auch nicht bei Tieren, GWUP-Blog am 28. April 2015

25 Kommentare

  1. Wie auch die Bloggerin finde ich es sehr schade wie das gelaufen ist. Was kommt es als nächstes… Gottesbeweise ?

  2. Bisschen peinlich für jugend forscht:

    Hier noch ein passendes Zitat: „Die Jugendlichen sind am Puls der Zeit mit ihrer Forschung“, sagt Sven Baszio, Vorstand der Stiftung Jugend forscht.

    http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article141573538/Niedersaechsin-behandelt-Bienen-homoeopathisch.html

    Früher hatte jugend forscht mal den Ruf für Naturwissenschaften, Technik und Wissenschaft begeistern zu wollen…

  3. Hier z.B. Das wäre mir so peinlich als Veranstalter von jugend forscht:

    DIE WELT 28.05.15 Niedersächsin behandelt Bienen homöopathisch

    http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article141573538/Niedersaechsin-behandelt-Bienen-homoeopathisch.html

    Nächstes Jahr bei jugend forscht?

    Titel: „Schülerin findet Gold mit Wünschelrute“ oder „Schüler entwickelt in der Garage ein Perpetuum Mobile“.

    Wie war das: Für Naturwissenschaft, Technik usw?

  4. @ skeptikus
    „Schülerin findet Gold mit Wünschelrute”

    Würde mich nicht wundern, wenn es das nicht schon gegeben hätte…

  5. „Jugend forscht“ ist doch Kinderkram. Besonders in dem Bereich Naturwissenschaften.

    Ich erinnere mich vage an den behaupteteten Zusammenhang von Musik (Komponisten-spezifisch) und Milchmenge. Viele experimentelle Ansätze sind, altersbedingt, kindlich naiv und haben, wegen fehlender finanzieller Mittel,keine Aussagekraft. Bei Mathematik, Physik und im Ingenieurbereich wird aber zumindest das Talent einiger Teilnehmer erkennbar.

    Sollten sich tatsächlich verzweifelte Imker dieses Produkt aufschwatzen lassen, dann wünsche ich viel Spass bei der Erstverschlimmerung im Frühling und Sommer und der Heilungsphase während des Winters. Bienen sind nämlich unbestechlich bzgl. Placebo, nicht so devot, wie Hund und Katz.

    P.S. War schon jemand erfolgreich, die Zusammensetzung des wissenschaftlichen Beirats zu den Lebenswissenschaften herauszufinden? Sponsoren a la Heel etc.?

  6. Ich meine mich zu erinnern, dass vor ein paar Jahren bei „Jugend forscht“ auch mal eine Arbeit zu Akupunktur bei Pflanzen ausgezeichnet wurde… ist also nichts Neues, dass die Leute, die da bewerten, offensichtlich wenig Ahnung von Wissenschaft haben.

  7. Wenn ich mich daran erinnere wie unsäglich unwissenschaftlich ich bei meiner Facharbeit in der 12. Klasse vorgegangen bin und zu Recht nur 7 Punkte bekommen habe… weil man es in der Schule einfach nicht gelernt hat, wie Wissenschaft funktioniert.

    Man hat eine naive Vorstellungen und es ist irgendwas mit Vergleichen.

    Man ist schon etwas stolz, wenn man selsbt etas auf die Beine stellen kann, das scheinbar „Wissenschaft“ ist.

    Ich hoffe nur für das Mädel, dass man ihr auf Augenhöhe begegnet und sie versucht, auf gewisse Dinge hinzuweisen, und nicht verkehrt wie mit einem erfahrenen Doktoranden, dem man dessen Fahrlässigkeit in seiner Arbeit um die Ohren haut.

    Das Mädel hat eine Vorstellung höchst wahrscheinlich aus dem Familienkreis übernommen und ist damit groß geworden.

    Dass einzelne Völker schon unterschiedlich wirksame Anti-Milbenstrategien an den Tag legen, hat sie evtl vorher nicht untersucht; ebenso wie andere Faktoren. Ich hoffe, dass man behutsam auf sie zugeht und nicht sofort das Bashen beginnt.

    Abgesehen von dem Wiss.Beirat würde ich dem Mädel erstmal keinen Vorwurf machen. Und wenn die GWUP nun als der große Buhmann auftritt, verhärtet das nur die Fronten bei all denjenigen, die sich positiv von der Arbeit überrascht fühlen.

    Am Ende ist der Effekt in Homöo-Kreisen nämlich der: Die GWUP will nicht wahrhaben, dass ein kleines Mädchen die Homöopathie bewiesen hat… Alles Dogmatiker.

    Die Nachicht über den „Erfolg“ wird sowieso schon seine Kreise in besagten Kreisen gezogen haben. Die erwarten doch nur, dass die GWUP dagegen schießt.

    Meiner Meinung nach sollte man sich an den Beirat wenden… nur der kann das auf neutrale Art und Weise aufklären.

    Das soll nich heißen, dass die GWUP sich in Zukunft aus allem raushalten soll, was ihrer Vorstellung widerspricht… aber in diesem Fall hätte man eben die Möglichkeit dazu, sich nicht als Buhmann in Szene setzen zu müssen.

  8. @Christian:

    < < Abgesehen von dem Wiss. Beirat würde ich dem Mädel erstmal keinen Vorwurf machen. << Wo tun wir das denn? << sich nicht als Buhmann in Szene setzen zu müssen. << Wenn's sonst keiner macht ... Eine erste Anfrage erbrachte nur das übliche genervte Bla Bla: https://www.facebook.com/groups/wissenschaft.und.pseudogedoens/permalink/300480696742503/?comment_id=301177920006114&offset=0&total_comments=69&comment_tracking={%22tn%22%3A%22R8%22}

  9. Ich bin nicht der gleiche Christian wie oben… nur so als Nebenbemerkung.

    Als ich von dem Bienenprojekt und dem damit verbundenen Preis gelesen habe, war ich auch etwas überrascht.

    Ich dachte auch, aber da kann ich falsch liegen, dass ein Befall mit der Milbe gemeldet und behandelt werden müsse, um die weitere Verbreitung einzudämmen. Wenn man nun die 2 Kontrollgruppen nicht behandelt, die Verumgruppe (wenn man das mal so nennen will) dagegen mit einem Mittel, das nur vielleicht wirkt, ist das doch irgendwie grob fahrlässig.

    Aber man sollte jetzt das ganze auch nicht zu hoch hängen. Ich glaube kaum, dass irgendwer diese Arbeit ernsthaft als Argument nehmen wird.

  10. die ganze sache ist schwachsinn hoch drei,

    was ist denn t100 ? wenn es nicht erklärt wird, ist alles dummes zeug.

    abgesehen davon daß ja nun wirkliche fachleute über dieses thema seit langem forschen.

    aber auch da bin ich mir nicht sicher, denn milben gibts ja in bienenstöcken nicht erst seit der „panik“ .

    wobei ich sowieso keinen honig mag, schmeckt mir nicht.

    nehme lieber richtigen zucker, ja den dürfen diabetiker essen.
    bienen nur im winter.

  11. Ich habe die junge Frau nicht gebasht. Ich weiß, dass es bei Jugend forscht einige Einschränkungen gibt; es ist eben ein Laienwettbewerb und keine wissenschaftlich fundierte Forschung – im besten Wortsinne.

    Mein Vorwurf richtet sich eindeutig an die Jury.

    DIE hat das Projekt auf Landesebene im Biologiesektor gewinnen lassen. Und die Jury wars, die völlig neben der Spur gelaufen ist.

    Die Schwächen in der Studie sind recht klar zu sehen, wenn das mir schon auffällt (und ich bin wissenschaftlich nicht vorgebildet), dann müsste das der Jury doch erst recht auffallen.

    Hinzu kommt, dass einem gerade bei Diskussionen mit Homöopathen immer und immer wieder das „Big Pharma“-Argument begegnet: Homöopathie ist gut, weil es der geldgierigen Pharmaindustrie kein Geld in den Rachen wirft.

    Und die Konstellation in der Studie ist so klassisch „BigPharma“, klassischer gehts nicht mehr.

  12. Weltsensation
    Bienen kennen einen Placebo-Effekt :-)
    …wobei nicht einmal das aus der Mikroben Studie abzuleiten.
    (Man verzeihe mir das schlechte Wortspiel)
    Ich weiß nicht, was die Juroren damit bezwecken wollten…vielleicht die Fleißarbeit – denn allein der Gedanke zählt ;-)

  13. Man sollte „Jugend forscht“ allerdings zugute halten, das es keine fest definierten Kriterien für die Arbeiten sowie deren Bewertung gibt. Nirgendwo steht, das sich diese an Naturgesetze zu halten haben. Es gelten lediglich „profane“ Ausschlussbedingungen wie z.b. gewaltverherrlichend, gesundheitsgefährdend, etc.

    Auch wie sich die Jury zusammensetzt, ist völlig offen. Nirgends steht, das es Experten auf dem jeweiligen Gebiet sind.

    Desweiteren ist offen, welche anderen Arbeiten im Bereich Biologie dagegen standen. Möglicherweise gab es nur wenige, schlechte Alternativen, und irgendwer muss halt den Preis bekommen. Besser homöopathische Bienen als pendelnde Ameisen – so mag man vielleicht argumentiert haben.

    „Jugend forscht“ ist jedenfalls eher ein Kuriosenkabinett denn ein Trittbrett zur Karriere als Naturwissenschaftler oder Ingenieur.

  14. @Steffen
    Dann kann man „Jugend forscht“ nicht als das sehen, als das man es vielleicht verstehen würde…
    Es scheint vielmehr die Bereitschaft „wissenschaftlich“ zu arbeiten oder vielleicht besser: die Bereitschaft zu forschen, bewertet zu werden…ja, in der heutigen Zeit scheint das schon lobenswert zu sein, sich für wissenschaftliche Fragen zu interessieren und nicht hinter einem Bildschirm Zombies abzuknallen…ja, wenn man es so sieht, dann kann man das „Bienenprojekt“ liken ;-)

  15. Das neue „Bravo-Girl“:
    http://www.bravo.de/diese-11-jaehrige-studiert-jetzt-harvard-355830.html
    Was soll man davon halten? Das ist wohl „Jugend forscht“ der besonderen Art…bemerkenswert finde ich, daß das nur in den „Staaten“ passiert..na ja, es gibt viele gehypte „Wunderkinder“, von denen man im Erwachsenenalter nichts mehr hört.
    Der ganze Vortrag ist so was von eingespielt und mit bekannten „Fakten“ gemischt…das ist auch eine Form von „Jugend forscht“ – nur trauriger für die Kinder…

  16. Ich glaube so richtig begriffen wie man wissenschaftlich arbeitet habe ich auch noch nicht begriffen.

  17. Gibt es da irgendwo Quellen wo ich mich informieren kann?

  18. “Das homöopathische Präparat kann Vitalität und Abwehrkraft der Honigbienen tatsächlich stärken”.

    Tatsächlich? – Wo ist der Beweis? Es wurde doch nur eine Mikro-Studie gemacht…
    „tatsächlich“ ist eine fast schon „dogmatische“ Feststellung eines Faktum, das eine Wahrhaftigkeit hat und das ist wirklich nicht mit so einer kleinen Studie zu beweisen, selbst wenn es stimmen würde, wäre dies absolut unwissenschaftlich.

  19. Ah, sehr interessant. Kaum einer sagt, spannend, vielleicht steckt da ja was dahinter, wir schauen genau nach. Nein, es wird erstmal drauflosgehauen. Haben wirklich alle Skeptiker eine profunde Ausbildung in klassischer Homöopathie und mindestens 5 Jahre Praxis? Toll. Dann kann man das gut beurteilen.
    Und was soll der Satz: „Wissenschaftliche Projekte zur Zucht resistenter Bienenvölker laufen über Jahrzehnte und benötigen Tausende Völker.“ Ich dachte es geht um Behandlung der Milbenplage und nicht um die Zucht eines neuen Bienenstammes??

  20. @Klaus Schleusener:

    << Ah, sehr interessant. Kaum einer sagt, spannend, vielleicht steckt da ja was dahinter, wir schauen genau nach. << Genau das war eben *nicht* Zielsetzung und Konzept der Arbeit. << Nein, es wird erstmal drauflosgehauen. << Wo genau wird auf wen oder was "drauflosgehauen"? << Haben wirklich alle Skeptiker eine profunde Ausbildung in klassischer Homöopathie und mindestens 5 Jahre Praxis? Toll. Dann kann man das gut beurteilen. << Was kann man dann "gut beurteilen"? Wie viele Bienen haben Sie denn so als Patienten? "Ausbildung" und "Praxis" in einem Fach, das auf falschem bzw. längst widerlegtem Wissen basiert, ist schlicht Pseudo. Sie können auch fünf Jahre Einhornkunde studieren und es bleibt trotzdem Humbug. << Und was soll der Satz: “Wissenschaftliche Projekte zur Zucht resistenter Bienenvölker laufen über Jahrzehnte und benötigen Tausende Völker.” Ich dachte es geht um Behandlung der Milbenplage und nicht um die Zucht eines neuen Bienenstammes?? << Hier geht es grundsätzlich um die Frage einer wissenschaftlichen Versuchsanordnung, um Größenordnungen, Vergleichs- und Kontrollgruppen etc. Ich dachte, Sie hätten eine "profunde Ausbildung"?

  21. @Klaus und Trixi:

    Vier Wochen später immer noch keine Antwort – „natürlich“! (T´schuldigung, der mußte raus, auch wenn mir klar ist, daß homöoidiotisch nicht natürlich ist)

  22. Seltsames Argument, wenn man Astrologie, Homöopathie, Bachblüten, und was es da noch so Schönes gibt nur kritisieren darf, wenn man darin erst eine Ausbildung absolviert haben muss, auch wenn es vorher schon klar ist, dass es nicht funktionieren kann, allein schon wegen des zwar phantasievollen aber trotzdem unsinnigen Wirkprinzips.

    Wenn dann auch noch nachgewiesen es, dass Homöopathie nur Placebowirkung hat, warum sollte man sich das antun.

    Nächstens erwarte ich von meinem Vermögensberater, dass er die Karten legt, um mich zu beraten.

  23. Gemäß einer Homöopathie-Grundannahme müßte also die Gabe der T100-Urtinktur Milbenplagen bei den gesunden Bienenvölkern auslösen. Das hat die Schülerin sicherlich in ihrer Arbeit gezeigt.

    Und da der Onkel dieses T100 anscheinend entwickelt hat, würde ICH ja auf den Gedanken kommen, der Onkel hätte etwas mit der weltweiten Milbenplage zu schaffen, um dann durch Herstellung und Vertrieb eines hochpotenzierten Mittelchens aus T100 ordentlich Reibach zu machen.

  24. @Klaus:

    “Haben wirklich alle Skeptiker eine profunde Ausbildung in klassischer Homöopathie und mindestens 5 Jahre Praxis? Toll. Dann kann man das gut beurteilen.”

    Ich kenn noch einen:

    Selbst wenn ich eine profunde Ausbildung in klassischem Exorzismus mit fünfjährigem Praktikum genieße, werde ich hinterher keine leibhaftigen Teufel austreiben können. Oder müssen wir hierüber ernstlich streiten?

    Die „Ausbildung“, die Sie meinen, ist ein inhaltsleerer Ritus, ein Cargo-Kult, denn ihm fehlt eine solide Theorie und empirische Evidenz. Es ist die einzige und wahre „SCHUL“-Medizin, die diesen Namen verdient: gegründet auf Lehrsätzen statt auf Belegen.

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