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Katastrophe am CERN: Zombies durch Teilchenkollision

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An Halloween hatten wir (und davor schon Astrodicticum simplex) über einen Zombiefilm berichtet, den Doktoranden des CERN drehen – am CERN.

Jetzt ist das Teil fertig:

Worum geht’s in „Decay“?

Der Streifen hat eine eigene Homepage und einen (englischen) Wikipedia-Eintrag.

Auch Wired und Discovery berichten darüber.

Der Standard schreibt:

Im Zentrum des Films steht der Large Hadron Collider (LHC), der stärkste Teilchenbeschleuniger der Welt.

Die Maschine, die sich 100 Meter unter der Erdoberfläche befindet, gerät in „Decay“ außer Kontrolle und erzeugt eine Strahlung, die das Gehirn von Menschen angreift und sie in Zombies verwandelt. Die fünf Helden des Films bleiben im Untergeschoß des Instituts stecken und irren durch ein Labyrinth von dunklen Gängen, in denen die Zombies ihnen nachstellen, um sie zu verschlingen.

Der Grund für das Debakel hat einen Namen: Das Higgs-Boson, jenes unfassbare Teilchen, hat sich als tödliche Gefahr entpuppt.“

Und in der Welt lesen wir:

Luke Thompson, Doktorand an der Universität Manchester und Mitarbeiter am Cern, flachste während seiner Forschungszeit mit zwei Kommilitonen über die gruselige Kulisse des Kernforschungsinstituts mit seinem weit verzweigten, unterirdischen Tunnelsystem. Perfekt für einen Horrorfilm, dachten sich die drei Wissenschaftler […]

Den großen Durchbruch erhofft sich der Physik-Doktorand damit jedoch nicht. Vielmehr will Thompson die Aufmerksamkeit nutzen, die der Physik in den letzten Jahren entgegengebracht wurde, um sich auf cineastische Weise der naturwissenschaftlichen Disziplin zu nähern und mit dem Zombie-Genre zu verbinden.

„Es ist schön, auf diese Weise etwas für die Physik zu tun“, sagt der Doktorand. „Wir lieben unsere Jobs und wollen zeigen, dass Physiker nicht einfach nur langweilig sind.“

Na ja.

Wir dachten eigentlich, dass den CERN-Leuten „Illuminati“ schon gereicht hat.

Zum Weiterlesen:

  • CERN & Illuminati: Dichtung und Wahrheit, GWUP-Blog am 20. Mai 2009
  • Bernd Harder: Sie sind mitten unter uns. Herder-Verlag, Freiburg 2012
  • Angst vorm CERN: Mein Feind, der Forscher? GWUP-Blog am 2. Juni 2008
  • Experimente am CERN: Weltuntergang? GWUP-Blog am 29. Mai 2008

 

17 Kommentare

  1. He he, da weiß ich was ich heute anschaue…;-) na ja, mal sehen.

    Interessant ist, daß bei dem ersten Romero-Zombie-Film – The Night Of The Living Dead, sich man noch bemühte eine halbwegs plausible Erklärung für den „Zombie-Virus“ zu präsentieren. Schuld daran war die Venus (ich müsste jetzt den Film nochmal sehen um es genau zu erläutern)…später sind die Erklärungen für den „Zombie-Virus“ langsam zur Nebensächlichkeit „mutiert“. Erst mit „28 Days Later“ wurde der „Wut-Virus“ geboren, der die Infizierten zu „Killermaschinen“ werden lässt.

    Ich finde, in „Decay“ handelt es sich um eine innovative Erklärung, die auch der Tradition der Horror-Filme folg, nämlich dass Zombie-Filme aktuelle Ängste wiederspiegeln.

  2. Apropos: Das Genre wird in diesem Jahr vermutlich um ein paar neue Zombie-Eigenschaften erweitert: In „28 Days Later“ wurden sie plötzlich schnell, jetzt legt „World War Z“ noch eine Schippe drauf, wenn man sich den Trailer so ansieht. Ich bin gespannt! :)

    http://trailers.apple.com/trailers/paramount/worldwarz/

  3. @Stefan
    Schon bei dem Remake von „Dawn Of The Dead“ waren die Zombies schnell…bei „Land Of The Dead“ entwickelten sie sogar ihre eigene Intelligenz…kann man bei dem Zombie-Genre von einer „Evolution“ sprechen?

  4. Muss ich sehen. Als Skeptiker wie als Zombiefreak.

  5. …Experts, scientists and military are not sure of the cause of the reanimation, but one scientist is certain that it is the result of radiation emanating from a Venus space probe that exploded in the Earth’s atmosphere…

    Zitat aus dem Living-Dead-Wiki
    …und da sind wir genau an der Parallele…damals hatte man Angst vor den Proben, die aus dem „schrecklichen“ Universum zur Erde gebracht wurden…heute ist es CERN…

  6. @Ralf: „28 Days Later“ ist aber früher erschienen als das spätere „Dawn of the Dead“-Remake, d.h. die schnellen Zombies kommen aus London. :)

    Seit dem Serienstart von „The Walkind Dead“ (in USA ist gerade die erste Hälfte der dritte Staffel gelaufen) hat das Genre jedenfalls wieder ein guten Lauf. Ich empfehle dann allerdings die englische Original-Tonspur, denn die deutsche Synchronisation ist grauslig.

  7. OMG…ich habe jetzt eine Viertel-Stunde gesehen, der Film ist so schlecht, daß mir auch schlecht wird…aber ich schaue ihn bis zum Ende…

  8. He he, ab Mitte wird er langsam gut…

    ja, was soll ich sagen, gegen Ende war er eigentlich ganz gut…

    Mein Tipp: Am Anfang sollte schon ein „harter“ Gore-Effekt eingebaut werden…er kann auch im Off passieren. Gore-Hounds kann man nicht über eine halbe Stunde auf die Folter spannen (lustiges Wortspiel)…man muß in der ersten Viertelstunde schon etwas andeuten.

    Die Charaktere hatten NULL Charakter…das muß ich leider so sagen…man konnte kein Mitgefühl oder Identität mit den Schauspielern aufbauen (so schlecht war ihre Leistung, sorry). Die Gore-Effekte, waren alle sehr gut und darauf hätte der Film aufbauen müssen, das war die Stärke.

  9. sorry…meine Kritik war wohl etwas zu hart, für ein ambitioniertes Hobby-Projekt, ist es wirklich gut. Zuvor hatte ich etwas DSDS gesehen und da wurde der kleine „Dieter“ in mir wach und außerdem hatte ich vielleicht ein Bierchen zu viel ;-)

  10. @Stefan
    Die schnellen Zombies sind aber auch schon in den „Return Of The Living Dead“-Teilen zu bestaunen.
    das wurde hier schon diskutiert.

  11. Oh je, ich habe mir den Anfang eben noch mal angeschaut…man hat alles richtig gemacht, der Security-Mann wurde recht blutig „weggepustet“…sorry…anscheindend hatte ich das am Ende des Films wieder vergessen.
    Man hat also seine „Hausaufgaben“ gemacht…

  12. @Bernd Harder
    Der „Heise-Link“ ist natürlich besser, da er einen Mittschnitt der Meldung zeigt…ein gelungener Gag, der aber wahrscheinlich zu einigen Panikreaktionen geführt hat.

  13. Nach einiger Zeit habe ich wieder „Black Sheep“ gesehen und möchte ihn hier als Film-Tipp ‚reinstellen…in ihm wird auch die Esoterik so schön auf’s Korn genommen…aber richtige Horror-Fans kennen den sowieso…;-) Wer „Braindead“ mag, wird auch „Black Sheep“ mögen, wobei natürlich „Black Sheep“ niemals an „Braindead“ herankommt…aber einen Versuch ist es wert… :-)

    Trailer:
    http://www.youtube.com/watch?v=0gEDUDmZkyc

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