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Neues Buch von Ben Goldacre: „Bad Pharma“

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Über den englischen Arzt und Medizinjournalisten Ben Goldacre und sein Buch „Die Wissenschaftslüge“ haben wir im GWUP-Blog einige Male berichtet, zum Beispiel hier:

Klar, dass auch Goldacre sich nach seiner Kritik an der rosaroten Homöopathen-Phantasiewelt mit dem gängigen Vorwurf  der „Pharma-Hörigkeit“ auseinandersetzen musste.

Eine Antwort gab er seinerzeit im Stern:

Die Pharmaindustrie ist böse. Sie unterdrückt unvorteilhafte Informationen. Wenn Sie zehn Tests mit einem Medikament machen und davon nur zwei zu dem Ergebnis kommen, dass es wirksam ist, werden nur die zwei veröffentlicht. Das ist in bösartiger Weise irreführend …

Viele Menschen entwickeln eine kindische Haltung: Die Pharmaindustrie ist böse, also lasse ich mein Kind nicht impfen. Die Pharmaindustrie ist böse, deshalb nimm lieber Vitaminpillen oder geh zum Homöopathen. Nur weil Big Pharma böse ist, heißt das noch nicht, dass Zuckerpillen wirken.”

Jetzt hat Goldacre ein ganzes Buch zu diesem Thema geschrieben:

Bad Pharma: How drug companies mislead doctors and harm patients.“

Leider gibt es das Ganze vorerst nur auf Englisch.

Worum es geht, beschreibt der Autor ausführlich in seiner Guardian-Kolumne:

The doctors prescribing the drugs don’t know they don’t do what they’re meant to. Nor do their patients. The manufacturers know full well, but they’re not telling.

Eine Lese-Empfehlung findet sich auch in dem Schweizer Blog Patientensicht.

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