65 Jahre Ufologie: Woher kommen die Fliegenden Untertassen?

Wieso eigentlich “fliegende Untertassen”?

Das hat sich auch Harald Lesch schon mal gefragt:

Da fliegen Außerirdische mit Untertassen …

Warum das Untertassen sein sollen, habe ich bis heute nicht verstanden. Denn es gibt keinen Grund, im Universum eine bestimmte Form anzunehmen, denn es gibt keine Luft, also kein Trägermedium im Universum. Eine Scheibenform ist nur dann interessant, wenn man in der Atmosphäre fliegt.

Aber die Untertassen fliegen ja meistens durch das Universum, also die Raumschiffe der Außerirdischen können alle möglichen Formen haben, das spielt überhaupt keine Rolle.”

Man darf mithin getrost davon ausgehen, dass die “fliegenden Untertassen” unserer menschlichen Phantasie entspringen.

Und genau so ist es auch.

Es war heute vor 65 Jahren, als der Privatpilot Kenneth Arnold über dem Mount Rainier im US-Bundesstaat Washington eine unheimliche Begegnung in 2800 Metern Höhe hatte: Eine Formation von neun im Aussehen identischen Objekten schoss über die Gipfel des Hochplateaus und kam immer näher.

Was Arnold am meisten irritierte, war die Tatsache, dass er kein Höhenruder oder sonstige Auswüchse an den Flugkörpern ausmachen konnte – und dass sie sich mit ungewöhnlicher Geschwindigkeit zu bewegen schienen. Nach etwa drei Minuten verschwanden die Objekte hinter dem Mount Adams.

Nach seiner Landung in Yakima sagte Arnold einem Reporter der Presseagentur UPI:

Sie können mich einen Flash Gordon oder einfach einen Spinner nennen, aber ich weiß, was ich gesehen habe. Die Dinger sahen aus wie Unterassen und flogen, wie wenn man Steine übers Wasser schlittern lässt.“

Der Journalist Bill Bequette machte daraus „flying saucers“, zu Deutsch: fliegende Untertassen.

Heute gilt als sehr wahrscheinlich, dass Arnold Zeuge eines streng geheimen Testflugs neuer Kampfjets geworden war: der Jagdbomben- und Erdkampfflugzeuge Republic F-84 “Thunderjets“.

Trotzdem ist heute inoffizieller “Welt-Ufo-Tag”.


Direktlink zum Video auf Youtube


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Zum Weiterlesen:

 

 

28 Kommentare zu “65 Jahre Ufologie: Woher kommen die Fliegenden Untertassen?”


  1. 1 Ralf 24. Juni 2012 um 19:39

    Naja, das mit der Form könnte aber auch sein, weil bei einer hohen Geschwindigkeit jedes kleine Partikel, wie ein Geschoß wirkt und man die “Angriffsfläche” so klein wie möglich halten will…

  2. 2 Bernd Harder 24. Juni 2012 um 19:46

    @ Ja, sieht man schön hier (ab Minute 3.36 ff.):

    http://www.youtube.com/watch?v=7g9E-bIfqDs

  3. 3 Björn 24. Juni 2012 um 20:13

    Ralf: Da gibt es eine viel günstigere Form. Man nennt diese Form im allgemeinen “Rakete” ;-)

  4. 4 Ralf 24. Juni 2012 um 20:29

    genauso ist es, das sollte ein Lehrfilm für angehende Raumfahrer sein…;-)
    Das in dem “Lehrvideo” dargestellte Szene, ist eine “Maßstabsgetreue Abbildung”, d.h. man muß sich die Sektflasche als kleiner Staubpartikel denken und das Raumschiff ist nicht aus Papier, sondern aus Titan…wenn man eine Geschwindigkeit von 80% der Lichtgeschwindigkeit nimmt, entspricht es genau “Sektflasche auf Papier” und das Ergebnis ist in dem “Lehrvideo” deutlich zu erkennten.

  5. 5 Ulrich Berger 25. Juni 2012 um 01:31

    Warum die Dinger Scheibenform haben? Was für eine Frage! Die Außerirdischen wissen ja, dass die Erde eine Atmosphäre hat, in der es sich scheibenförmig besser fliegt. Ist ja logisch, dass sie Untertassen bauen, wenn sie uns besuchen wollen.

  6. 6 Thomas A 25. Juni 2012 um 06:49

    @Ralf: Denke dann würde man wohl eher auf eine sehr spitze Kegelform zurückgreifen als auf eine Form die eine Flache Kante in Flugrichtung aufweist.

    Gab es nicht einen Versuch diesen Flug nach zu stellen bei dem man erkannte dass Arnold sich in Distanz und Geschwindigkeit maßlos verschätzt haben soll und in Wirklichkeit einen Vogelschwarm in großer Entfernung beobachtete?

  7. 7 Ralf Bülow 25. Juni 2012 um 08:44

    Also ich weiß nicht… ein streng geheimer Testflug, und dann gleich mit neun Jets in Formation ? Außerdem hob die F84-Version mit gepfeilten Flügeln – nur die würde irgendwie zur Arnold-Sichtung passen – erst 1950 zum Erstflug ab; die früheren F84-Typen hatten alle normale gerade Flügel. Ich will Kenneth Arnold und seine Untertassen nicht groß verteidigen, aber die sog. skeptische Erklärung geht wie so oft bei UFOs meilenweit am beobachteten Phänomen vorbei.

  8. 8 Bernd Harder 25. Juni 2012 um 10:32

    Hallo Herr Bülow,

    Sie wissen doch genau, dass die Aufklärung einer Ufo-Sichtung mit den Zeugenangaben steht und fällt. Und Sie wissen auch, wie unzuverlässig diese sind, und dass es unmöglich ist, nach 65 Jahren eine “Ufo-Sichtung” hieb- und stichfest aufzuklären.

    Sie wissen fernerhin, dass die Thunderjets nur eine von vielen möglichen Erklärungen sind, oder?

    http://en.wikipedia.org/wiki/Kenneth_Arnold_UFO_sighting

  9. 9 trixi 25. Juni 2012 um 10:51

    @Ralf Bülow:

    Sie zitieren (natürlich ohne Quellenangabe) die skeptische Literatur zu dem Fall:

    << Im Oktober 2001 zeichnete sich aber eine neue Entwicklung ab, als unser Leser Claus Lammers aus Hameln mit historischen Daten aufwartete. Die F-84 und die F-84F mit gepfeilten Flügeln
    scheiden definitiv aus, weil die gepfeilten Maschinen erst ab dem 3.Juni 1950 in den Einsatz kamen.

    http://ufo-information.de/images/PDF/Artikel/arnold_fallklassiker.pdf <<

    und werfen gleichzeitig den Skeptikern Befangenheit und Unfähigkeit vor? Seltsames (eher tendenziöses) Vorgehen …

  10. 10 Ralf 25. Juni 2012 um 13:43

    @Björn & Thomas A
    Naja, wenn man aber in allen Richtungen fliegt, dann ist die Untertasse die “beste” Form; eine “Rakete” oder “Kegel” müsste in die zu fliegende Richtung ausgerichtet werden, eine “Untertasse” kann sehr schnell die Richtung ändern und bietet immer eine kleine “Angriffsfläche”.
    Man hat aber auch schon UFOs in Form einer Zigarre gesehen…;-)

  11. 11 Carsten 25. Juni 2012 um 14:03

    Für einen stabilen Flug müsste die Scheibe aber rotieren (siehe Frisbee), was eine Richtungsänderung wohl sehr erschweren würde, da kennt man effektivere Methoden.
    Außerdem wissen wir doch, dass seit Perry Rhodan die Kugel die optimale Form für ein Raumschiff ist -> größtmögliches Volumen im Vergleich zur Oberfläche -> kleinste Angriffsfläche aus allen Richtungen bei gleichem Rauminhalt :)

  12. 12 Pierre Castell 25. Juni 2012 um 14:26

    @ Ralf Bülow

    “…aber die sog. skeptische Erklärung geht wie so oft bei UFOs meilenweit am beobachteten Phänomen vorbei.”

    Ist diese Aussage Ihr Ernst, Herr Bülow?

  13. 13 Ralf 25. Juni 2012 um 14:32

    @Carsten
    << Für einen stabilen Flug müsste die Scheibe aber rotieren (siehe Frisbee), was eine Richtungsänderung wohl sehr erschweren würde, da kennt man effektivere Methoden.
    …das gilt aber doch nur für einen Flug innerhalb einer Atmosphäre…

    Eine Kugel wäre die optimale Form, wenn sich das UFO in allen drei Dimensionen bewegen würde, aber es hat doch eine größere "Angriffsfläche" als eine "Untertasse". Eine Richtungsänderung in der dritten Dimension ist durch "Kippen" möglich.

    Außerdem, wer ist "Perry Rhodan" im Vergleich zu ALF? ALF hatte "Untertasse".

  14. 14 Statistiker 25. Juni 2012 um 14:57

    Fliegende Untertassen gibt es doch zuhauf auf der Erde.

    Kommt in jeder besseren Ehe mal vor, dass diese Dinger gesichtet werden….

  15. 15 Pierre Castell 25. Juni 2012 um 16:23

    @ Statistiker

    Der war gut;-)))

  16. 16 Ralf Bülow 25. Juni 2012 um 21:21

    Lieber Herr Harder, lieber Herr Castell,
    ich deutete bereits an, dass ich kein Kenneth-Arnold-Fan bin, und seine Story zählt sicher zu den schwächeren UFO-Berichten, d.h. daraus würde ich keine außerirdische Deutung ableiten. Meine “meilenweit vorbei”-Kritik möchte ich bei der zitierten F84-Hypothese aber aufrecht erhalten. Es gibt selbstverständlich UFO-Experten aus dem skeptischen Lager wie Werner Walter, deren Arbeit ich absolut anerkenne.

  17. 17 Andreas Müller 26. Juni 2012 um 09:12

    vielleicht sollten sich lesch & co mal folgendes video anschauen… ;)

    http://www.nasa.gov/multimedia/videogallery/index.html?media_id=146903741

    grüße
    a. müller
    http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de

  18. 18 Pierre Castell 26. Juni 2012 um 10:39

    Würde es ein sehenswertes Video geben, das wirkliche Beweise und nicht nur BlaBlaBla in typisch amerikanischer Art liefert, dann hätten es Lesch & Co mit Sicherheit schon gesehen.

    Sich dieses Video anzuschauen, ist reine Zeitverschwendung!!!

    Ich kann diesen ewigen Mist und das hohle Gerede nicht mehr ertragen.

  19. 19 Andreas Müller 26. Juni 2012 um 11:22

    @pierre: du solltest das video vielleicht doch mal schauen. ich habe das gefühl, dass du denkst, dass das video etwas anderes ist als es ist…

  20. 20 Bernd Harder 26. Juni 2012 um 11:32

    @Andreas Müller: Vermutlich bin ich etwas schwer von Begriff – aber worauf willst Du hinaus?

  21. 21 Andreas Müller 26. Juni 2012 um 11:37

    …na auf leschs zitiertes kommentar in sachen untertassen/scheibenform von UFOs und die behauptung, dass diese doch für das reisen im all quatsch wäre. das verlinkte video zeigt, dass selbst wir bzw.die NASA diese form für interplanetare reisen und die erforschung fremder planeten bevorzugt. der link bzw. das video ist also als analogie gemeint.

  22. 22 Bernd Harder 26. Juni 2012 um 11:40

    Ach so – ich hatte jetzt echt die Hoffnung, da sei vielleicht ein Ufo zu sehen …

    Aber geht es in dem Video nicht primär um Landefähren, also gewissermaßen nur um die “Beiboote” großer Raumschiffe?

  23. 23 Roland 26. Juni 2012 um 11:54

    warum die UFOs aussehen sollen wie Untertassen? Ist doch einfach zu erklären. Als der Begriff von einem Medienschaffenden in die Welt gesetzt wurde, gab es wenig später überall in den USA plötzlich Zeitungsberichte über diese Scheiben die ja zuerstmal Sicheln waren. Jede Zeitung wollte solche berichte haben. Schließlich war man im kalten Krieg und die Russen drohten das Land rot zu färben.

    Schon daran wird deutlich, dass UFOs und Co. ein Medien gemachtes Phänomen waren und sind.

    Für die Arnold Sichtung gibt es mehrere Erklärungsmöglichkeiten. Denkbar wären auch Nurflügler die zur selben Zeit getestet wurden. Allerdings wohl nicht in dem Gebiet. Eine weitere Möglichkeit wäre, nach den Recherchen von Rudolf Henke, dass es sich nur um Vögel (Pelikane [glaub ich]) gehandelt haben könnte, deren Zugrichtung über das Gebiet geht.

  24. 24 Andreas Müller 26. Juni 2012 um 11:58

    …soweit ich weiß, nicht. das ding reist mehr oder weniger in der form durch den interplanetaren raum und landet dann auch so auf dem mars, bevor es kurz vor bodenkontakt den lander absetzt und dann in den mars-himmel schießt.

    das ganze hat scon was von einer ufo-sichtung… ;)

    nur ein ringförmiges marschflug-modul liegt um die “untertasse” wird vor dem eintritt in die mars-atmosphäre abgetrennt. sieht man aber auch alles im video.

    mir ging es um den bezug zum lesch-zitats, das durch das video und die msl-mission irgendwie adabsurdum geführt wird – und das von der NASA.

    die ufos, die auf der erde gesichtet werden (was imemr sie auch sind), könnten schließlich auch solche objekte vom (um jetzt mal augenzwinkernd in der analogie zu msl zu bleiben) mars sein…

    aber ich bin kein ufo-forscher… ich fand aber, dass sich leschs aussage und die technik und hardware der msl-mission eben widersprechen.

    grüße
    andreas müller
    http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de

  25. 25 Pierre Castell 26. Juni 2012 um 11:58

    @ Andreas Müller

    Bevor ich eine Meinung zu einem Video schreibe, schaue ich mir natürlich das Video vorher an (in diesem Fall aber extrem widerwillig). Und danach hatte ich meine Meinung (siehe letzter Kommentar von mir) geschrieben.

    NOCHMAL: ICH BEREUE, DASS ICH 5 MINUTEN MEINER ZEIT FÜR DIESES VIDEO INVESTIERT HABE!!!

  26. 26 Andreas Müller 26. Juni 2012 um 12:04

    @pierre: wo liegt denn das problem mit dem video?

  27. 27 Andreas Müller 26. Juni 2012 um 13:41

    schlussendlich auch gleich…

    - hier wurde ein blogbeitrag an einem lesch-zitat aufgebaut, der (zusammengefaßt) danach fragt, warum ufos eigentlich unterassenförmig sind und dann erklärt, diese form wäre ja für den flug um all unnötig – weswegen auch außerirdische fahrzeuge nicht “untertassenförmig” sein müssten.

    - dieses zitat wird auch jesneist jeglich pro-und-kontra-diskussion um ufos (um die es mir hier gar nicht geht!)von einem video der nasa, in dem es um die technische seite der aktuellen mars-mission (msl) geht, wiederlegt, da das msl-raumschiff selbst die klassische ufo-form hat und die animationen der landung, des absetztens des rovers und dem wegflug sehr stark an eine moderne ufo-sichtungsschilderung erinnern.

    - die analogie und den widerspruch zwischen leschs populär-argument und der aktuell sich auf dem weg zum mars befindlichen irdischen technologie (die ja zumindest auch ein gedankespiel über eine ähnliche forschungsmission sozusagen aus der gegerichtung zuläßt…), wollte ich nur kurz aufzeigen.

    beste grüße
    andreas

  28. 28 Bernd Harder 26. Juni 2012 um 14:14

    @Roland: Ich glaube, Gänse stehen/standen da relativ hoch im Kurs.

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