Kuschelweiches Weltende

Auch die Kreativen in den Werbeabteilungen der Großkonzerne haben das Thema Weltuntergang entdeckt. Das wiederum bleibt dem aufmerksamen, skeptischen Verbraucher nicht verborgen. Als Skeptiker-Autor Sebastian Bartoschek  im Supermarkt neuen Weichspüler kaufen wollte, fiel ihm ein Produkt  namens Lenor “Maya” in die Hände.  Zeit für eine Nachfrage bei der PR-Abteilung von Procter & Gamble.

Nun wissen wir mehr: Ok, der “Maya”-Weichspüler gehört zur Produktlinie “Lenor Mystery”, die Exotik, Sinnlichkeit und – wer hätte das gedacht – “Mystery” verströmen soll. Aber warum ausgerechnet  “Maya” ? Gibt es da einen Zusammenhang mit dem von Parawissenschaftlern avisierten Apokalypseszenario?

Dazu Procter & Gamble:

Als die Mystery-Serie vor gut sechs Jahren gelauncht wurde, war das derzeit aktuelle Apokalypseszenario kaum bekannt. Entsprechend steht auch hier der Name des Produkts in keinem Zusammenanhang mit den Weltuntergangs-Prophezeihungen der Maya. Der Produktname “Maya” bezieht sich dagegen viel mehr auf die geheimnisvolle Kultur und die Mysterien, die sich um das indigene Volkes aus Südamerika ranken. Und keine Sorge: Für Lenor geht die Welt Ende 2012 nicht unter.

Da sind wir ja beruhigt. Übrigens: eine Antwort von Axe zur eigenen Kampagne steht noch aus. Hinweise auf ähnliche Produktkamapgnen gerne an den Autor.

2 Kommentare zu “Kuschelweiches Weltende”


  1. 1 jemseneier 25. Februar 2012 um 20:43

    … auch “Softlan” soll angeblich gar nicht gegen Netzwerkprobleme helfen:-)
    Die Welt der Werber und Weichspüler ist schon schräg manchmal.

  2. 2 Gernot Buth 20. Juli 2012 um 14:41

    Hab’ mir grad’ die aktuelle Version von Linux Mint (www.linuxmint.com) eingespielt. Bislang wurden auf dem Standardhintergrund immer die Versionsnummern hochgezählt. Diesmal wäre die Version “13” an der Reihe gewesen, aber das darzustellen hat man sich wohl nicht getraut. Anstelle dessen erscheint jetzt der Codename der Distribution “Maya”. Ob das besser ist? Immerhin wird ein Langzeitsupport bis April 2017, also weit jenseits des Weltuntergangs versprochen.

    Bislang konnte ich nicht feststellen, dass das System instabiler wäre als die Version 12, im Gegenteil, einiges läuft sogar stabiler, insbesondere scilab :-))

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