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Video: Alles schlichtmachen

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Tja, da kann der Herr Liefers „die aufkeimende Nähe zu Querdenkern u.a.“ noch so vehement zurückweisen – das macht es nicht besser.

Tatsache ist:

Denn was er und seine #allesdichtmachen-Kumpels nicht begreifen:

Oder um mit dem Schauspieler Florian Hacke zu sprechen:

Ich könnte berechtigte Kritik äußern, ohne die Narrative der Querdenker zu bedienen. Aber differenziertes Denken emotionalisiert halt nicht so schön. Warum soll es auf komplexe Fragen keine einfachen Antworten geben? Ich wünsche mir das, und ich bin es gewohnt, dass ich bekomme, was ich möchte.

Ein Interview zu #allesdichtmachen mit Alexander Waschkau von Hoaxilla gibt’s bei Watson.

Update von 19.30 Uhr:

Jan Josef Liefers im WDR-Interview:

Mit der Aktion #allesdichtmachen​ haben 53 Schauspieler*innen viel Kritik geerntet und hitzige Diskussionen ausgelöst. Jan Josef Liefers stellt sich den Fragen der Aktuellen Stunde.

Zusammenfassung:

Eine seltsame Netzkampagne hat die deutsche Promi-Welt in Brand gesetzt. In mehreren Videos kritisieren bekannte Gesichter die Corona-Maßnahmen und geraten dabei beinahe ins Schwurbeln. Was und WER dahintersteckt, wie krass Deutschland darauf reagiert hat und warum einige schon einen Rückzieher gemacht haben.

Zum Weiterlesen:

  • Experte für Verschwörungs-Mythen kritisiert #allesdichtmachen: „Hier nutzen bekannte Menschen ihren Status und höhlen weiter die Demokratie aus“, watson am 23. April 2021
  • Stars gegen den Lockdown: Warum die Aktion „Alles dichtmachen“ eine Verhöhnung der Corona-Toten ist, rnd am 23. April 2021
  • „Alles dicht machen“ ist so schäbig, dass es weh tut, tagesspiegel am 23. April 2021
  • Völliger Reinfall: Warum #allesdichtmachen so von Nazis & Querdenkern gefeiert wird, volksverpetzer am 23. April 2021
  • Schauspieler-Aktion gegen Coronapolitik: „Echt ja, Leude? Unfuckingfassbar“, Spiegel-Online am 23. April 2021
  • Aktion „Alles dicht machen“: Schützen Sie unsere Stars! taz am 23. April 2021
  • Klinikpersonal würde Schauspielern gerne für ihren Mut applaudieren, hat aber leider VERFICKT NOCHMAL ZU VIEL ZU TUN!!!!!, der postillon am 23. April 2021
  • Nicht mehr ganz dicht, djv am 23. April 2021
  • Schauspieler reagieren auf „Alles dicht machen: „Heute bisschen für Kollegen schämen“, tagesspiegel am 23. April 2021
  • Meret Becker über #allesdichtmachen: „Ich möchte auch nicht mit Aluhütchen oder dergleichen verglichen werden“, Spiegel-Online am 23. April 2021
  • Alle nicht mehr dicht, Zeit-Online am 23. April 2021
  • Mehrere Schauspieler distanzieren sich von eigener Aktion, Zeit-Online am 23. April 2021
  • Eine „Querdenken“-Analyse: Strippenzieher, Ideologen und Medizinverächter – Bündnisse von aggressivem Misstrauen, GWUP-Blog am 19. April 2021
  • #allenichtganzdicht

108 Kommentare

  1. Florian Hacke ist genial. Ich möchte ihn umarmen und abknutschen. ;)

    Aber ganz im Ernst: Was hat Liefers, Tukur. Makatsch und Co. bloß geritten, VT-Narrative zu bedienen und so geradezu Applaus von der Coronaleugnerszene herauszufordern?

    Sie sind doch nicht dümmer als Tschirner, M’Barek oder Tobi Schelgl, welcher eine sehr passende Antwort gegeben hat (er ist schließlich ausgebildeter Rettungssanitäter): „Die Schauspieler*innen von #allesdichtmachen können sich ihre Ironie gerne mal tief ins Beatmungsgerät schieben.“

    https://twitter.com/TobiSchlegl/status/1385334435353088010

  2. Doch wer ist eigentlich der Kopf hinter der umstrittenen Aktion? Investigativjournalist Daniel Laufer klärt bei Twitter auf: „Der laut Impressum für #allesdichtmachen Verantwortliche hat die Pandemie, die rund 3 Millionen Menschen das Leben gekostet hat, schon im Mai 2020 (!) verharmlost und mit einer Grippe gleichgesetzt.“

    https://www.fr.de/panorama/allesdichtmachen-schauspieler-prominente-deutsche-corona-politik-satire-video-bernd-w-laufer-twitter-zr-90472261.html

  3. War Jan Josef Liefers nicht auch Teil der Gruppe, die öffentlich dem armen, heftig kritisierten Xavier Naidoo zur Seite standen (mit Til Schweiger und anderen)? Irgendwie scheint er solche Ansichten leider doch verteidigenswert zu finden.

  4. Bezüglich Liefers: Bei der Absolutionserteilung von Xavier Naidoo in 2015 haben sich sehr viele auch links stehende namhafte Künstler nicht mit Ruhm bekleckert. Weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte.

    PS: Schweiger nehme ich sowieso seit Jahren nicht mehr ernst mit allem, was er außerhalb seiner Schauspielerei oder Regietätigkeiten von sich gibt.

    Ansonsten: Der Volksverpetzer hat eine Sammlung von Reaktionen auf die Kampagne veröffentlicht.

    https://www.volksverpetzer.de/social-media/allesdichtmachen-kampagne-reaktionen/

  5. „Schauspieler Jan Josef Liefers ist heute um 22 Uhr zu Gast bei 3nach9 im Radio Bremen Fernsehen.“

    https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/jan-josef-liefers-dreinachneun-bremen-100.html

  6. @Martina:

    „Darüber hinaus könnte es zu einer Diskussion zwischen CDU-Chef Armin Laschet und Liefers kommen.“

    Ich würde auch sehr gerne mal mit Herrn Laschet oder Herrn Spahn über die Corona-Maßnahmen sprechen:

    https://www.rnd.de/politik/spahn-reagiert-auf-alles-dicht-machen-und-bietet-schauspielern-gesprach-an-HKRQAVSWDBBPHBBHI7SWVATFW4.html

    Muss ich dafür erst so ein Video drehen?

    Halte ich für ein fatales Signal der Politik, anscheinend nur noch auf massive, unterkomplexe (und prominente) Provokationen zu reagieren.

  7. „#AllesDichtMachen: Die Mär von den Untertanen und Gleichgeschalteten“:

    https://www.zeit.de/kultur/film/2021-04/allesdichtmachen-schauspieler-corona-massnahmen-pandemie-politik

  8. Prominente stellen sich mit sarkastischen Clips gegen die Coronapolitik der Regierung. Die Psychologin Tabea Scheel erklärt, woher solcher Humor kommt, warum er schadet und wie es besser geht.

    https://www.spiegel.de/psychologie/psychologin-ueber-allesdichtmachen-die-videos-sind-zynisch-und-hinter-zynismus-steht-meist-frust-und-resignation-a-24fe3906-9a59-456c-8e43-981fe6b8af42

  9. Richy Müller ist einer von 50 Schauspielern, die bei der Aktion #allesdichtmachen die Lockdown-Politik der Bundesregierung verspotten. Nach massiver öffentlicher Kritik hat er sein Video inzwischen zurückgezogen. Im Gespräch mit ntv.de schildert Müller, wie er zu dem Engagement gekommen ist.

    https://www.n-tv.de/leute/Ich-war-blauaeugig-article22511095.html

  10. „Auch Meinungsäußerungen aus der Wissenschaft werden diskutiert und abgewogen.“

    Da bin ich aber froh, dass der Spahn, zwischen all dem Geplärre, auch ‚Meinungen‘ aus der Wissenschaft hört.

    Herr Harder, wenn ihnen die Kontaktaufnahme gelingt, fragen sie von mir, ob man noch alle Latten am Zaun hat.

    Ausserdem möchte ich gerne das Video sehen, das ihnen den Zugang zu Spahns Ohr sicherte. ;)

  11. @Martina:

    Das kommt auch in dem Zeit-Artikel gut zum Ausdruck:

    Nicht weil sie die Corona-Politik kritisieren, spielen diese Leute mit dem Feuer, das irgendwann jeden demokratischen Diskurs verbrennt. Nein, fast im Gegenteil: Sie sind deshalb Brandstifter, weil sie eine ernsthafte kritische Auseinandersetzung so unendlich viel schwerer machen.

  12. Ich finde ja, wir sollten grundsätzlich alle mal wieder etwas vom Emotionspedal runterkommen. Und vielleicht neben lockdown auch gleich noch mindestens zwei Wochen Schweigen verordnen (ist unrealistisch, ich weiß, das würde in unserer sprachdurchfälligen Gesellschaft ohnehin kaum einer aushalten ;) ), damit die Menschheit mal wieder zu Sinnen kommt- der Emotionswahnsinn und der damit verbundende Lärm um oftmals nichts, scheint in alle Richtungen zu grassieren.

    Das ist ja durchaus auch verständlich angesichts der aktuellen Lage und trotzdem so wenig hilfreich.

    Das Projekt wird meiner Meinung nach zu Recht kritisiert und gleichzeitig finde ich den Empörungsausschlag in die Dämonisierung bis hin zu den Verbannungsrufen (nie wieder Auftritt bei öffentlich Rechtlichen und überhaupt am besten gleich gänzlich hängen) fast noch bedenklicher. Außerdem schließt sich damit der Kreis und den in den Videos dargestellten gesellschaftlichen Zuständen wird damit dann ja durchaus doch eine Entsprechung in der Realität gegeben.

    Ich habe mir nicht alle Videos angeschaut aber die, die ich gesehen habe, fand ich erschreckend platt und irgendwie so überhaupt nicht auf den Punkt gebracht (auch wenn sie schauspielerisch durchaus gut vorgebracht waren)…und ja, ich kann alle verstehen, die darin die typischen „Querdenker“ Mantras wiedererkennen, denn mein 1. Gedanke war auch: „Oh nee, jetzt quaken die auch noch solches Zeugs“.

    Trotzdem, auch wenn es da individuell unterschiedlich gelagert sein kann, glaube ich den Teilnehmenden, dass sie damit grundsätzlich eine positive Absicht verfolgt haben. Die Schilderungen von Richy Müller halte ich für ziemlich authentisch und ich vermute mal, dass es einigen- wenn nicht allen- so ergangen ist und ja, das ist das eigentlich erschreckende daran und auch verwunderliche: diese merkwürdige Naivität und Kurzsichtigkeit.

    Als Außenstehender fragt man sich, wie können die denn genau dasselbe quasseln, wie es nun seit über einem Jahr von jeder Querdenkerdemo, unter jedem Video, Artikel usw.. was zum Thema Corona erscheint zu lesen ist und das nicht bemerken? Aber es ist dasselbe Phänomen, wie man es bei vielen Menschen aus der sogenannten gesellschaftlichen Mitte momentan erlebt.

    Emotionen bringen einen zu Quellen, die dann überhaupt nicht näher beleuchtet werden (in diesem Fall den Betreiber des Projektes) und schwuppdiwupp befindet man sich in der braunen oder sonstigen Schwurbelkurbel Sch…

    Wenn dann noch alle Videos so losgelöst voneinander aufgenommen wurden, jeder das dann irgendwie aus seiner individuellen Filterblase macht (also kein wirklicher Austausch darüber stattfindet), dies vielleicht auch nur als Randprojekt beachtet, dann kann man durchaus ja vielleicht auch mal den Gesamtüberblick verlieren.

    WIe auch immer, mein Eindruck ist: inhaltliche Kritik ist angebracht, Totschlagverdammung in die rechte und/oder coviditiotische Ecke nicht. Irrungen und Wirrungen, besonders in dieser Zeit, seien jedem zugestanden, darüber braucht sich keiner moralisch erheben . Also nicht zu streng sein an dieser Stelle! ;)

    Und nun der nächste Wahnsinn bitte! :)

  13. @Kathleen Schubert:

    Ich teile die „Dämonisierung“ auch nicht, wie m.E. aus der Auswahl der Reaktionen oben im Beitrag deutlich wird.

  14. @Bernd Harder

    Ja, das habe ich schon bemerkt ;) – aber so im Gesamten betrachtet, schlägt der gesellschaftliche Reaktionspegel schon ganz schön weit ins Hysteriefeld. Als würde man nur drauf warten, die nächste „Sau“ durch’s Dorf zu jagen, um sie dann schlachten zu können.

    Das sind auch keine guten Entwicklungen zeigt aber eben auch wie angespannt die Situation ist.

    Bei Herrn Liefers habe ich den Eindruck, dass er gerade in einer Art Retraumatisierungszustand lebt. Ist schon merkwürdig, dass er so gar nicht nachvollziehen kann, dass seine Kunst so aufgefasst werden kann, wie es im Moment passiert.

    Er scheint schon irgendwie auf „rebellischer Mission“ zu sein mit entsprechendem Tunnelblick. Irgendwie sieht er auch echt fertig aus…puh.

  15. Ob es sein kann, dass hier eine Truppe Nichtsahnender, sich jedoch als eine Art Elite Verstehender schlicht einem Schwurbelscharlatan auf den Leim gegangen sind, der das Ganze nicht nur organisiert, sondern auch die Plots geliefert hat?

    Ja, kann sein.

    Was waren das noch für Zeiten, als es den Begriff der Intellektuellen (für Spätgeborene: so was wie denkende Promis…) noch gab und die selbstverständlicher Teil des öffentlichen Diskurses waren.

  16. Womit man fast jeden drankriegt, der mal eher links empfunden hat oder das weiter tut: Solidaritätsdruck.

    Mit der Gruppe der Schauspieler, der Künstler, der Freunde, der Kollegen. Da fällt es vielen ganz ganz schwer nein zu sagen oder mal kritisch zu hinterfragen, auch wenn diese Solidarität für Schwachsinn eingefordert wird. Das habe ich im täglichen Leben schon bei einigen Leuten erlebt. Es war sehr schwer, denen klarzumachen, dass Solidarität zwar eine tolle Sache ist, aber leider nicht immer gerechtfertigt.

    „Du musst da mitmachen, du kannst uns doch nicht völlig unsolidarisch alleine machen lassen und dadurch einen Spalt (im Sinne von XYZ) in die Gruppe treiben.“

    Das wurde einer guten Freundin so gesagt. Aber so deutlich muss man es meistens gar nicht sagen.

  17. Die Mehrheitsgesellschaft hat, man reibt sich ungläubig die Augen, in einer einzigen Woche gleich zwei großangelegte dumme Ideen abgeräumt: Die Superleague und die Wardochnursatiredichtmacher.

    Auch vorher gelang es gelegentlich, Shit- in Candystorms zu verwandeln.

    Sollte man nicht mal herausarbeiten, wie das gelingt? Welche Voraussetzungen und Rahmenbegingungen es braucht? Und warum das – nur mal als Beispiel für andere großangelegte dumme Ideen – bei den Querdenkern oder bei den Homöopathen bisher nicht geklappt hat?

    Und wie man das besser machen kann?

  18. @ 2xhinschauen

    Der Gesellschaft mit Mitteln aus dem Community-Management begegnen? Spannende Frage! Das würde mich auch interessieren. Danke für diesen Impuls.

  19. Florian Aigner bringt die Kritik an #allesdichtmachen gut auf den Punkt.

    Die ganze Aktion hätte wertvoll und schön werden können: Es wäre nämlich eine sehr gute Idee gewesen, auf den Wert der Kultur hinzuweisen, und darauf, dass die Branche in der Corona-Krise viel mehr Unterstützung benötigt hätte. Mich wundert sehr, dass das so misslungen ist.

    Was ich hier sehe, sind erfolgreiche, berühmte Leute, die nichts zu befürchten haben, und sich beklagen. Warum reden sie nicht über weniger bekannte TheaterkollegInnen, die derzeit wirklich nicht wissen, wie sie die Miete bezahlen sollen? Wo bleibt die Solidarität?

    https://threadreaderapp.com/thread/1385752301495783425.html

  20. „Ich lasse nicht zu, dass meine Arbeit derart bagatellisiert wird!“

    Ricardo Lange arbeitet als Intensivpfleger auf Covid-Stationen in Berliner Krankenhäusern. Hier spricht er über die Aktion „Alles dicht machen“. Ein Protokoll.

    https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/intensivpfleger-zu-alles-dicht-machen-ich-lasse-nicht-zu-dass-meine-arbeit-derart-bagatellisiert-wird/27125154.html

  21. @ RPGNo1:

    Der im Tagesspiegel kommentierende Intensivpfleger weist auf einen wichtigen Punkt hin:

    „Alle, die jetzt ihre Videos zurückrufen, machen das nur, weil es Kritik gibt. Sollen sie doch zu ihren Aussagen stehen.“

    In der Tat. Da kritisieren privilegierte Kulturleute zuweilen undurchdachte Maßnahmen der Politik durch eine völlig undurchdachte Aktion. Und sie machen sich über angeblich unkritisches Mitläufertum durch ebensolches lustig. Peinlich.

  22. Pingback: Alles dichtmachen: Kann man angeblich unkritisches Mitläufertum performativ zum Thema machen? – Gesundheits-Check

  23. Überraschte Agenten und Absprachen „unter der Hand“: Zur Entstehung der #allesdichtmachen-Aktion werden immer mehr Details bekannt – auch zu den angeblichen Machern und Köpfen hinter der Kampagne.

    https://www.stern.de/kultur/-allesdichtmachen–was-zur-entstehung-und-vermeintlichen-machern-bekannt-ist-30497088.html

  24. Abgesehen davon daß dieses Machwerk für Betroffene einen sehr bitteren Beigeschmack hat, läßt es auf sehr wenig Hirn der Schauspieler schließen (auch auf die welche inzwischen zurückgerudert haben).

    Aber speziell auf JJ Liefers der ja immer noch nicht gemerkt hat daß „seine Fragen“ (der Nobelpreisträger, die Professoren……) alle wirklich alle schon von den covidioten gestellt und durch sachlichen Faktencheck komplett beantwortet und widerlegt sind.

    Und nur zur Ergänzung : wer sich von der braunen Soße distanzieren will sollte sich nicht derer dümmlichen Polemik bedienen.

  25. „Alle, die jetzt ihre Videos zurückrufen, machen das nur, weil es Kritik gibt!“

    Und weil sie Angst haben, dass sie zukünftig weniger engagiert werden oder Werbepartner abspringen könnten.

    Was für eine Heuchelei!

  26. @Pierre Castell

    Da sollte man Jan Josef Liefers beinahe dankbar sein, dass er immer noch hinter der Aktion steht und sie trotz des Schadens, der angerichtet wurde, verteidigt. Ob er diese Ironie versteht? Oder einer der anderen Künstler?

  27. Super Aktion… und dann wundert man sich über Applaus aus der rechten Ecke und Querdenkern, wenn man deren Narrative bedient.

    Zum Glück finde ich schon seit Jahrzehnten den Tatort total bekloppt und diese Schauspieler interessieren mich einen Scheiß, aber ich weiß, daß das schon einen Impact hat, aber anscheinend nicht so, wie diese es vorhatten.

    Wir müssen doch nur noch eine kurze Zeit durchhalten und diese Zeit wäre kürzer, wenn wir jetzt konsequent handeln würden und dann helfen uns die Impfungen, die Seuche so einzudämmen, daß wir wieder langsam öffnen können. Mit diesem Zynismus und Sarkasmus ist niemanden geholfen, auch nicht den Kulturschaffenden, die wirklich keine Einkünfte haben und nicht weiter den Tatort drehen können.

    Ihr habt euren Kollegen einen Bärendienst erwiesen!

  28. Eine Mitteilung an den Schreiberling und den „Schauspieler“ der den Beitrag mt der „Angst“ gebracht hat–> ausdrücklich, NEIN nicht eine Mitteilung aus der Regierung hat mir Angst gemacht.

    —Angst hat mir dieser Beitrag gemacht, denn vor der braunen Pest(afd) da habe ich Angst, ich habe meinen Vater in einem völlig sinnlosen Krieg verloren dieses Schicksal möchte ich meinem Sohn ersparen. (nein wir brauchen keine Wehrpflicht wir wollen niemanden angreifen)

  29. @diabetiker:

    und den „Schauspieler“ der den Beitrag mt der „Angst“ gebracht hat

    Für mich war dieser „Vortrag“ eine nahezu eins-zu-eins-Kopie von Ken Jebsens „Joker“-Video, nur ohne Schminke.

    Aber das hat derjenige ja ganz sicher nicht gewusst …

    Außerdem wird die ganze Geschichte immer aburder:

    https://twitter.com/search?q=Publikumsbeschimpfung&src=trend_click&vertical=trends

  30. Die Sache war auch am Freitagabend in der Talkshow „Kölner Treff“ ein Thema.

    https://www.ardmediathek.de/video/koelner-treff/talk-mit-musiker-h-p-baxxter-und-schauspielerin-susan-sideropoulos/wdr-fernsehen/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLThiY2QwMGE

    Mit hat die Sendung von vorgestern besonders gut gefallen!

  31. Kölner Kultband „Höhner“ feuert wegen Corona-Eklat ihren Gitarristen.

    Das nenne ich – falls die Darstellung der Höhner im vollen Umfang den Tatsachen entspricht – vorbildlich.

    https://www.express.de/koeln/riesen-zoff-im-hoehner-stall-corona-eklat–koelsche-kult-band-feuert-gitarristen–38323716

  32. Auch Martin Brambach hat zum Video sein Bedauern zum Ausdruck gebracht.

    DIESEM Schauspieler nehme ich sein Fehler-Eingeständnis ab!

  33. Lese gerade, dass Martin Brambach der Bruder von Jan Josef Liefers sein soll. Das wusste ich nicht.

    Stimmt das etwa?

  34. @Lisa-Marie:

    Stiefbruder.

  35. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich mich zuletzt so sehr fremdgeschämt habe.

    Wenn es wenigstens Kritik gäbe, aber nein: Hier wird ja bestenfalls mit einem monströs aufgeblasenen Feigenblatt der „Ironie“ vor der Anatomie einer Barbiepuppe herumgewedelt. Und wenn darauf hingewiesen wird kommt das übliche eingeschnappte „tut mir ja sooo leid, dass euch meine Tiefigkeit jetzt überfordert hat“.

    Da danke ich vielmals Tommy Krappweis & co., dass sie das nicht unkommentiert stehen lassen.

  36. Mehrmals angeguckt, immer noch denselben Eindruck behalten: hier versucht eine Handvoll Talkshow-erprobter Wichtigtuer, von den gerade richtig Wichtigen die gesellschaftliche Deutungshoheit zurückzuerobern.

    Und was die Peinlichkeit auf die Spitze bringt, ist erst so richtig das Ducheinandergackern der Beteiligten, was das Ganze denn nun eigentlich sein sollte.

    Mal behauptet einer, es sei ja nur Scherz, Satire, tiefere Bedeutung gewesen.

    Dann jammert ein anderer, „inhaltliche Kritik“ sei nicht unberechtigt, wenn sie von rechts beklatscht werde, und ein dritter findet’s im Grunde völlig in Ordnung, ungeprüfte und sachlich geradewegs falsche Behauptungen nochmal lustick aufzubrühen.

  37. Die schärfste (und beste) Antwort auf die #allesdichtmachen-Künstler bisher:

    Die Notärztin und Bloggerin Carola Holzner, im Netz bekannt als „Doc Caro“, rief die an der Aktion beteiligten Künstler dazu auf, mal für eine Schicht im Rettungsdienst oder auf einer Intensivstation mitzuarbeiten. „Ihr habt eine Grenze überschritten“, sagte Holzner, Leitende Oberärztin am Universitätsklinikum Essen, in einem Instagram-Video. „Und zwar eine Schmerzgrenze all jener, die seit über einem Jahr alles tun.“

    https://www.stern.de/gesundheit/-allesdichtmachen–aerztin-fordert-schauspieler-auf–im-krankenhaus-mitzuarbeiten-30497752.html

    https://www.instagram.com/tv/CODm1LYq09d/?utm_source=ig_embed

  38. Der „Tatort“-Regisseur Dietrich Brüggemann steht im Zentrum der Kampagne.

    https://netzpolitik.org/2021/allesdichtmachen-auf-die-fresse

  39. Pingback: Wolfgang Wodarg tritt für die Partei „Die Basis“ an – Gesundheits-Check

  40. Zum Artikel auf Netzpolitik: Brüggemann wiegelt ab, relativiert und stellt sich als eher weniger wichtiges Zahnrad im großen Ganzen von #allesdichtmachen da. Warum steht er nicht dazu, einer der Hauptinitiatoren der Aktion gewesen zu sein?

    Brüggemann ist meiner Ansicht nach kein Rechter, vertritt aber Einstellungen, die bei neo- und wirtschaftsliberalen Gegnern der Coronamaßnahmen zu finden sind. Wäre er in der wissenschaftlichen Welt zuhause, hätte er wohl die Great-Barrington-Erklärung unterzeichnet.

  41. Ich weiß, es ist nix neues und überraschendes aber muss dieses kleine bezeichnende Anekdötchen trotzdem kurz loswerden ;)

    Hatte heute morgen den sadomasochistischen Drang mir mal ein paar Reaktionen aus der Querdenkerfraktion anzuschauen und bin relativ willkürlich hier gelandet:

    https://www.youtube.com/watch?v=vis5-4VV35E&t=199s

    Die Logik da (natürlich), weil sich der mainstream hysterisch aufregt, muss da ja an den Inhalten der Kritik was dran sein …..habe daraufhin mal u.a. wagemutig festgestellt, dass es nach dieser Logik auch bedeutet, dass Querdenker Nazis und Verschwörungstheoretiker sind, schließlich würden die ja auch immer Schnappatmung bekommen, wenn man sie so bezeichnet…

    ….Kommentar, oh Wunder, war natürlich in Sekundenschnelle gelöscht und ich gesperrt…… jo, Meinungsfreiheit und offener Diskurs forever aber natürlich nur für paranoid querdenkende Narzissten…ach, es ist doch immer wieder „lustig“ .

    Nein, natürlich erschreckend. Auch wie da über andere Menschen gesprochen wird. Die Schauspieler sind „Schranzen“, die aber doch ganz nützlich gewesen sind und oh Wunder, man solle doch auch ein bisschen Nachsicht mit ihnen haben und ihnen die Möglichkeit der Erkenntnis/Erwachungsentwicklung geben, dann bräuchten sie auch keine Fegedienste machen, wenn die Machtverhältnisse mal anders sind. Natürlich aber nur, wenn sie den gewünschten Erkenntisgewinn gewonnen hätten.

    Wieso gibt es bloß so viele Menschen, die da nicht die Diskrepanz zwischen Forderung und eigenem Handlungsduktus des Forderndern erkennen?

    Und von solchen Menschen nun instrumentalisiert zu werden ist ja schon ein Horror.

    Da können einem die 50 SchauspielerInnen ja fast schon leid tun, aber letztlich war es wohl selbstgewähltes Unglück, durch das sie nun durchmüssen.

  42. Am Besten fand ich ja den Regisseur Adolf Winkelmann: „So was passiert, wenn man den Schauspielern das Drehbuch wegnimmt.“

  43. @Michael Fischer

    Die Aussage von Adolf Winkelmann ist inzwischen nicht mehr korrekt.

    Viele der Künstler, wie z.B. Richy Müller, haben zugegeben, dass sie ihre Texte nicht selbst verfasst haben, sondern sie aus einer Reihe von Vorschlägen auswählen konnten, die Brüggemann ihnen zugeschickt hat. Liefers ist wohl einer der wenigen, der selber etwas erstellt hat.

    Besser ist daher folgender Satz: „So was passiert, wenn die Schauspielern nicht erkennen, dass das Drehbuch nach dem Lesen ins Altpapier gehört.“

  44. Mit Verlaub, Prof. Streeck kommt mir immer mehr wie ein Idiot vor. Der hat doch null geschnallt, worum es in der Video-Aktion geht.

    https://www.berliner-zeitung.de/news/allesdichtmachen-virologe-streeck-aeussert-verstaendnis-fuer-video-aktion-li.155249

  45. Warum wundert es mich nicht, dass Streeck sich einmischt und anscheinend nicht versteht/verstehen will, was das Problematische an der Aktion #allesdichtmachen ist?

    https://www.berliner-zeitung.de/news/allesdichtmachen-virologe-streeck-aeussert-verstaendnis-fuer-video-aktion-li.155249

  46. @Kathleen Schubert: Jawohl, dem kann ich mich nur voll anschließen. Das wäre ein umgekehrtes Argumentum ad Populum, einer der klassischen Trugschlüsse.

    Was mich dabei so aufregt ist, dass es ja tatsächlich keinerlei inhaltliche Kritik gibt, mit der man sich auseinandersetzen könnte (zumindest ist mir jetzt keine aufgefallen). Alles ist nur hohle Attitüde und bedeutungsschwangerer Zynismus. In dieses Vakuum kann dann wieder jeder reininterpretieren, was ihm selber gerade genehm ist.

    Da würde ich mir doch mal wünschen, dass jemand diese Leute dazu drängt klipp und klar zu sagen, was genau ihnen jetzt nicht passt. Und wenn dabei dann nicht mehr rauskommt als „Ich finds halt doof, dass ich nicht mehr zu meinem Lieblingsitaliener kann“ wäre auch solchen Leuten schnell der Wind aus den Segeln genommen.

  47. Anfangs noch ein Fan von dem gutaussehenden Streeck, bin ich mittlerweile von seinem Geschwafel und seiner Selbstdarstellung immer mehr enttäuscht. Inzwischen könnte man vermuten, dass es ihm eher darum geht, ein – überspitzt formuliert – Kultstar anstatt „Menschenhelfer“ zu werden.

  48. Die genialen Schauspieler hätten sich vorher bei Dr. Prosten informieren sollen, um ihren Kopf ein wenig klarer zu bekommen:

    https://youtu.be/Ndmonv6nCtQ

  49. Lässt sich aus der Video-Aktion ableiten, dass Brüggemanns Ziel war, dass sich Coronaeindämmungsmassnahmenablehner offen zu erkennen geben, indem er diese mit vermeintlichen massnahmeablehnenden und verschwörungsraunenden Schauspielern ködert, damit man weiß, wer die bösartigen Idioten sind, er aber in Wirklichkeit für Optimierung und Verschärfung der Massnahmen ist?

  50. @RPGNo1: Ja, das entlastet unsere Künstler zumindest teilweise.
    In punkto mangelnde Kreativität scheint es Winkelmann aber nur zu bestätigen.

  51. @Lisa

    gerade Brambachs Video finde ich richtig daneben. Er freut sich, wenn er einen ohne Maske trifft, den er richtig fertigmachen kann? Es sind schon Leute gestorben dafür.

    Ich selber durfte vor kurzem im ÖPNV mir auf den höflichen Hinweis, die Maske nicht unter dem Kinn zu tragen, anhören: „Fick Dich“.

  52. @Tizian

    Die Message von Brambachs Video ist, dass Menschen, die die Massnahmen einhalten und andere um die Einhaltung dieser bitten, das nicht etwa machen, weil Massnahmen notwendig sind und Leben retten, sondern einzig, weil sie geil sind, anderen Menschen sinnlose Massnahmen aufzuzwingen und gegebenenfalls Gewalt zuzufügen.

  53. „…anderen Menschen sinnlose Maßnahmen aufzuzwingen und gegebenenfalls Gewalt zuzufügen!“

    Das hatte ich bisher allerdings eher genau umgekehrt erlebt. Mehrmals war ich Zeuge und zweimal auch selbst betroffen, dass ich – als ich andere darum bat, eine Schutzmaske aufzusetzen – Prügel angedroht bekam.

    Die Aggressivität der Maskenverweigerer und Corona-Leugner sowie Ignoranten ist aus meiner Sicht so schlimm, dass man mittlerweile wirklich Angst vor ihnen bekommen kann. Aber diese Angst darf man nicht zeigen, denn das ist genau ihr Ziel, dass man Angst bekommt und ihnen das Wort und Handeln überlässt.

    Wohin so etwas führen kann, wissen wir alle!

  54. Der verschwurbelte Tenor in den Kommentarsektionen der ‚Zeit‘ bei Artikeln zu diesem Thema ist geradezu erschreckend.

    Es wird massenhaft mit Strohmännern um sich geschleudert (‚die bösen Medien, die linken Mobs, die Hörigen die das ja alles gar nicht verstehen weils ja soo ein tolles abstraktes Kurst-Machwerk ist).

    Die Tatsache, dass nur ein allzu verschwindend geringer Teil der ‚Masse‘ explizit (oder implizit) ein ‚canceln‘ der SchauspielerInnen fordert(e), wird gekonnt und mit kindlicher Sandkasten-Mentalität ingoriert.

  55. Im Kern ist das Problem von Jan Josef Liefers offenbar, dass er von der medialen Berichterstattung über die Corona-Krise völlig überfordert war und ist:

    https://twitter.com/reimwerker/status/1387406565867769864/photo/1

    Kurz vor Weihnachten habe ich die Reißleine gezogen und alles abbestellt, einfach nichts mehr angeguckt oder gelesen. Und schon ging es mir besser.

    Kann man machen.

    Aber sich dann Ende April hinzustellen und „alle Medien unseres Landes“ als quasi gleichgeschaltet und Panikmacher zu „kritisieren“ und diese Wahrnehmung als richtig und allgemeingültig auszugeben – das ist schon arg.

    Sorry, aber spätestens jetzt kann ich den Herrn Liefers nicht mehr ernst nehmen. Ich hatte heute einen Schulvortrag mit 18- bis 20-jährigen Schülerinnen und Schülern, die weitaus reflektierter waren.

  56. Bei ironisch-kritischen Corona-Filmen dagegen vermutetet man eine Absicht. Und nicht einfach nur »Kunst«, wie es einer der Köpfe hinter der Aktion, der Münchner Produzent Bernd K. Wunder, gegenüber dem SPIEGEL sagte.

    Wenn das Ziel war, eine Debatte in der Bevölkerung anzustoßen, die die Corona-Maßnahmen kritisiert und diskutiert, muss man sagen: 0 Punkte erreicht. Diskutiert wird kaum, zumindest nicht über das Thema Corona-Maßnahmen. Dieser Humor lenkt von den vielen akuten und wichtigen Themen ab. Deswegen provozieren die Filme so viel Widerstand. Beschämt werden lediglich die beteiligten Schauspieler:innen, die einige möglichst sofort entlassen wollen.

    Andere, die nicht beteiligt waren, bieten bereits auf Facebook ihre Dienste für neu zu besetzende Rollen an.

    https://www.spiegel.de/psychologie/allesdichtmachen-wie-die-aktion-ein-erfolg-haette-werden-koennen-gastbeitrag-a-73cf9a88-8ef5-43bc-90ac-3955509b3ac6

  57. Und was wird denn nun konkret vom achso linken Mob falsch verstanden? Ich werde da nicht schlau draus.

    Entweder hat die Aktion wirklich nur das Ziel, Massnahmen und Massnahmenbefürworter zu bashen, oder eben, Massnahmengegner zu ködern, sich und ihre Denke zu offenbaren.

    Mehr ist da für mich nicht wirklich rauszuholen.

  58. @grmlzz

    Das sehe ich ganz genau so, eine Konstruktivität erschließt sich mir nicht.

    Ich nehme hauptsächlich auf die Kommentare unter diesem Artikel Bezug, falls sich jemand selbst ein Bild verschaffen möchte:

    https://www.zeit.de/kultur/film/2021-04/allesdichtmachen-schauspieler-corona-massnahmen-pandemie-politik?utm_referrer=https%3A%2F%2Fblog.gwup.net%2F&page=13#comments

  59. https://www.youtube.com/watch?v=PebsFjx9zxw (Brüggemann -die message, die vermittelt werden sollte)

    Also, wenn er es so erklärt, verstehe ich so langsam den Standpunkt, der vermittelt werden sollte. Hat er ja gar nicht mal so unrecht mit (wobei ich nicht den Eindruck habe, dass die Bundesregierung vermittelt, dass der lockdown was chilliges ist, aber eine Abgehobenheit und Realitätsferne gibts definitiv).

    Zu erwarten, dass sich diese message auf diese Art der „Kunst“ auf eine breite Bevölkerungsgruppe kommuniziert ist schon sehr abgehoben und realitätsfern, oder? Zumal entsprechende populistische Narrative ja auch so präsent sind gegenwärtig- das muss er doch mitbekommen haben und ihm klar gewesen sein, dass dies so verstanden werden kann?

    Sind wir alle nicht mehr schwingungsfähig für Kunst?

    Ich kann die hier geäußerte message jedenfalls nicht aus diesem Projekt herauslesen.

  60. @Kathlenn Schubert:

    ist schon sehr abgehoben und realitätsfern, oder?

    Ja. Wenn das wirklich sein Standpunkt sein sollte, hätte er bisschen länger drüber nachdenken müssen:

    Diese Aussagen von Brüggemann sind schwer belegbar. So wenig sortiert er sich durch den Sturm der Kritik laviert, so diffus und konzeptionslos war auch das Videoprojekt angelegt. Bei einem solch sensiblen Thema mit dem anspruchsvollsten Instrument politischer Kommunikation – Satire und Ironie – ohne ein kohärentes Drehbuch oder ein gemeinsam erarbeitetes Koordinatensystem an die Öffentlichkeit zu gehen, mit Schauspieler*innen, die aufgrund ihrer Prominenz eine dezidierte Sprecher*innenrolle inne haben, wo Millionen Menschen hinhören, da ist die Fallhöhe enorm.

    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/warum-ging-diese-aktion-nach-hinten-los

    Fakt ist wohl anscheinend auch, dass bei „Querdenken“-Demos eine Gruppierung namens „Freie Linke“ auftaucht, die von Herrn Brüggemann promotet wird.

  61. Ich habe den Eindruck, Brüggemann versucht jetzt nachträglich, sich eine seichtere, harmlosere message der Aktion zurechtzuschustern :D

    Die angebliche Parodie auf Bundeslockdownkampagnen ist doch an den Haaren herbeigezogen.

    Erstens wurden diese selbst schon direkt nach Veröffentlichung von allen Seiten zerrissen und hatten nie Relevanz und zweitens lässt sich halt keine Parodie darauf in den Videos finden. Nirgends. Das Aufgreifen von Kommunikationsproblemen sehe ich auch nicht.

    Eher sehe ich dann schon Menschen, die völlig überfordert sind mit der Situation Corona und vor allem mit Begriffen und deren Definition und Bedeutung. Das ist dann aber eher ein Seitenhieb auf Sozialisierung, Bildungsniveau und Bildungssystem :D

    Zum Schluss vom Interview wird er dann aber wieder ehrlicher. Öffnet alles, wir ignorieren das Virus und die Auswirkungen, wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt. Was für ein egoistischer Dummschwätzer.

  62. Auch „heilende“ Quer-Eso-Frauen sind gerade wieder total unterdrückt – wie die armen Schauspieler – und wollen höchstens mal ein bisschen töten:

    https://www.rnd.de/politik/bka-warnt-bundestagsabgeordnete-vor-todesliste-EF4LXA4XQRDYTOH3Y7MFDU4TQY.html

  63. Wie die Diskussion um Schauspieler-Videos jetzt komplett entgleist | WALULIS DAILY

    https://www.youtube.com/watch?v=ssx0JnioPmg

  64. Je länger ich über diese ganze Aktion nachdenke, desto mehr komme ich zu der Auffassung, dass Brüggemann in Wirklichkeit nicht weiß, wozu die Eindämmungsmassnahmen dienen, wie diese konkret aussehen und warum sie ergriffen werden und welche realen Auswirkungen diese auf die Lebenssituation der Menschen haben.

    Und ganz besonders nicht hat er sich mit den Menschen beschäftigt, die sich trotz aller Widrigkeiten gegen die Ausbreitung der Pandemie stemmen.

    Und zwar aus dem einfachen Grund, weil ihm das von Anfang an völlig am Arsch vorbeigeht, er sich nicht beteiligt und er sich offensichtlich nur selbst leid tut.

    Er hat doch anscheinend nur mal von Begriffen wie Inzidenz, Kontaktbeschränkung, angeblich unterdrückten Meinungen und Widrigkeiten während eines Lockdowns grob etwas gehört und fantasiert sich nun darum eine Scheinrealität. Nur so ist zu erklären, dass er meint, Massnahmenbefürworter seien privilegierte Menschen, die sich faul zu Hause bedienen lassen aber irgendwie ganz dolle Angst haben und Lockdowns geil finden.

    Nur so ist das komplette Nichtbegreifen z.B. rund um den Inzidenzwert zu erklären (Nein, der Inzidenzwert ist nicht willkürlich, beeinflusst nicht das heimische familiäre Leben, und ist nicht schwer Kindern zu erklären). Nur so ist das Herbeifantasieren gleichgeschalteter Medien zu erklären. Nur so ist zu erklären, dass er nicht weiß, dass Menschen während eines Lockdowns nicht eingesperrt sind, sie können raus, mit einfach umzusetzenden Auflagen.

    Ganz besonders peinlich ist seine Privatdefinition von Meinungsfreiheit (Nein, Meinungsfreiheit heisst nicht, dass Meinung richtig oder gleichberechtigt ist. Sie heisst auch nicht, dass man sie sich anhören muss, oder einen Schutz vor Gegenrede hat. Und ganz besonders heisst sie nicht, dass man seine Meinung in die Tat umsetzen darf, wie man lustig ist. Meinungsfreiheit heisst nur, dass man dafür nicht in den Knast kommt.)

    Ich würde mir in Interviews mit Brüggemann mehr Verständnisfragen an ihn wünschen, vielleicht auch eine Durchinterpretation eines Videos, die Brüggemann als das entlarven, was er ist: ein dummer, planloser, ignoranter und bösartiger Selbstdarsteller.

  65. „#allesdichtmachen = Querdenker? Jein.“:

    https://www.buntdenker.de/post/allesdichtmachen-querdenker-jein

  66. Noch immer beschäftigt #allesdichtmachen die Öffentlichkeit. Nun zeigt sich: Die Aktion war ähnlich akribisch geplant wie eine Tatort-Produktion

    https://www.tagesspiegel.de/kultur/wer-steckt-hinter-allesdichtmachen-eine-spur-fuehrt-ins-querdenker-milieu/27140704.html

  67. @Martina Rheken

    Die Recherche von Lutz Jäckel gefällt mir ausnehmend gut. Ich habe ganz ähnliche Überlegungen angestellt, aber Jäckel hat doch einiges ausgebuddelt, das mir zu denken gibt.

    @Bernd Harder

    akribisch geplant

    Das erinnert mich an die Querdenkeraktion, Maskenverboten in der Schule von geneigten Familienrichtern durchzudrücken.

    Ich würde mich nicht wundern, wenn die Querdenkerszene in den nächsten Wochen und Monaten Aktionen in weiteren Lebensbereichen startet wird. Wie viele scheinbar kluge Leute werden dann darauf noch reinfallen?

  68. So, liebe Schauspielerinnen und Schauspieler von #allesdichtmachen, geht Satire und Ironie. Ist es euch nicht peinlich, dass euch das ein „systemunterstützender Journalist“ beibringen muss?

    https://twitter.com/JohannesHano/status/1385653044252184576

  69. @RPGNo1:

    wenn die Querdenkerszene in den nächsten Wochen und Monaten Aktionen in weiteren Lebensbereichen startet wird.

    Ist heute schon passiert:

    https://twitter.com/scheitruster/status/1387729328662892548

  70. Wollte mal noch diesen jungen Mann in die Runde bringen. Finde, er macht seine Analyse zu den einzelnen Videos auch ganz gut ;) (fehlen aber einige )

    https://www.youtube.com/watch?v=YOVXRpl6YYM&t=1346s

    Ein Video, was ich persönlich ja mit am krassesten finde ist dieses

    https://www.youtube.com/watch?v=qOKZ9-kpWEI

    Wenn ich es wohlwollend betrachte, dann könnte man denken, es soll darauf aufmerksam machen, dass Kinder mit dem lockdown viel stärker häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, was ja durchaus stimmt.

    Da ich selber im Kinder und Jugendhilfebereich arbeite, weiß ich, dass es teilweise sehr schwer ist, die Maßnahmen mit anderen fachlichen Notwendigkeiten in Einklang zu bringen. Sicher ist da vieles nicht bis zum Ende durchdacht bzw. auf jeden Lebens/Fachbereich genau abgestimmt aber trotzdem ist doch nicht die Bundesregierung daran schuld, wenn Eltern ihre Kinder schlagen.

    Das Problem ist doch nicht der lockdown sondern bleibt die häusliche Gewalt an sich. Verantwortung für sich und sein Handeln trägt immer noch jeder Mensch selbst. Insofern finde ich es echt abscheulich, wie hier Verantwortlichkeiten verzerrt dargestellt werden. Davon mal abgesehen, dass es mit Sicherheit auch Zuschauer gibt, die keine Satire verstehen und das als guten Tip verstehen, wie man seine Kinder besser schlagen kann.

    Oder verstehe ich hier irgendwas nicht?

  71. @Bernd Harder

    Schiffmann-Klone? Und dann noch in weiblicher Form? ;)

    BTW, der eine Doc ist Homöopath (yeah), der zweite Psychologe, der Dr. rer. nat ist Apotheker. Und ein paar andere sehen so aus, als ob man sie aus dem Unruhestand erweckt hat.

    Das who-is-who medizinischen Expertentums. Lol!

  72. Ein bisschen saß [Liefers] da im Fernsehstudio wie die Verkörperung jener Déformation professionelle, die offensichtlich mit dem Job als erfolgreicher deutscher Fernsehschauspieler kommt, dass man nämlich glaubt, zu allen möglichen Dingen etwas zu sagen zu haben, einfach nur, weil man eben Schauspieler ist und die Leute einem deshalb ja zuhören. Ohne aber etwas zu sagen zu haben.

    https://www.spiegel.de/kultur/maybrit-illner-zu-allesdichtmachen-herr-liefers-welche-botschaft-wollten-sie-eigentlich-aussenden-a-49bf55ff-2c22-47a8-be88-dd8bc7ad3e70

  73. k.o in der 1. Runde. Liefers ist auf der Intensivstation der Essener Uni-Klinik nicht willkommen.

    Klinikchef Professor Jochen A. Werner erteilte entsprechenden Plänen eine deutliche Abfuhr. »Für uns definitiv kein Thema«, sagte er im Podcast »19 – die DUB Chefvisite«. »Wer bis heute nicht begriffen hat, was in Krankenhäusern geleistet wird, der begreift es auch in einer Schicht nicht«, so Werner. Er halte eine Inszenierung wie »Bergdoktor im Ruhrgebiet« für »undenkbar«.

    https://www.spiegel.de/kultur/tv/jan-josef-liefers-nicht-willkommen-auf-intensivstation-a-53de2a2d-c768-4980-bf18-524cd2340c8d

    Ob Liefers jetzt in die Opferrolle schlüpft? Ist dann natürlich alles nur geschauspielert. ;)

  74. @RPGNo1:

    Liefers mit seinem penetranten Diktatursprech liefert ständig der rechtsextremen Szene Munition. Der Kerl ist für mich sowas von gestorben.

    Und einen neuen hochdotierten Vertrag bei der „Lügenpresse“ (Joseph Goebbels) hat er auch noch lachend in der Tasche.

  75. Ist der Mensch so masslos überheblich, dass er denkt, auch nur einen einzigen Handgriff auf einer ITS machen zu dürfen und zu können?

    Dem musst du doch 2 Leute an die Seite stellen, dass der keinen Blödsinn macht und höchstens nur im Wege rumsteht. Und nach der Schicht wird er rumkrakeeln, dass Menschen auf der ITS mit böser Chemie behandelt und ruhig gestellt werden und deswegen sterben.

    Was für eine peinliche Farce, mittlerweile von allen Seiten.

  76. @grmmlz

    Zur Verteidigung von Liefers muss man sagen, dass er sich nicht selbst eingeladen hat, auf der ITS Dienst zu tun.

    Die Notärztin und Bloggerin Carola Holzner, im Netz bekannt als „Doc Caro“, rief die an der Aktion beteiligten Künstler dazu auf, mal für eine Schicht im Rettungsdienst oder auf einer Intensivstation mitzuarbeiten. „Ihr habt eine Grenze überschritten“, sagte Holzner, Leitende Oberärztin am Universitätsklinikum Essen, in einem Instagram-Video. „Und zwar eine Schmerzgrenze all jener, die seit über einem Jahr alles tun.“

    https://blog.gwup.net/2021/04/23/video-alles-schlichtmachen/#comment-144115188075943400

    Liefers hat daraufhin geantwortet, dass er das Angebot annehmen würde.

    https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/aerztin-carola-holzner-wird-zur-wichtigen-stimme-in-corona-krise-17318623.html

    Dem aber hat der Klinikchef jetzt eine Absage erteilt.

  77. Ich habe das verfolgt. Ich habe allerdings die Aufforderung von „Doc Caro“ als ironisch-sarkastisch aufgefasst. Sollte Liefers etwa am Ende keine Ironie und Sarkasmus verstehen? :D

    Er wird doch nicht im Ernst glauben, er wäre befähigt, irgendetwas auf einer ITS richtig machen zu können. Das wäre ja ein weiterer Schlag ins Gesicht des hochausgebildeten medizinischen Personals. Völlig zu Recht muß solch ein Ansinnen vom Klinikchef abgelehnt werden.

    Vernünftig wäre gewesen, Liefers hätte gesagt, das würde seine Kompetenzen bei Weitem überschreiten, er wäre aber bereit, seine Fähigkeiten in zB Altenheimen einzusetzen, als Unterhalter oder ähnliches. Ich könnte mir das sogar wirklich gut vorstellen, bei alten Menschen ist er ja beliebt.

    Aber auf solche Dinge kommt man ja als realitätsverweigernder, sich grenzenlos überschätzender Schaumschläger nicht.

  78. Jan Josef Liefers zeigt mangelnde MEDIENKOMPETENZ | SinansWoche DIE SHOW

    https://www.youtube.com/watch?v=0FzwU5rP7CA

  79. Bei Illner sagt Liefers ab 11:20 etwas teilweise verworrenes:

    „Wenn jemand in einer Bubble ist und ihn vernichten will“.

    Ich glaube eher, daß er in einer Bubble ist und langsam abdriftet, vielleicht hören wir ja bald Grüße von ihm aus dem Ausland ;-)
    Das FDP-Geraune von Grundrechten, kann ich auch nicht mehr hören, das stört meine Bubble :-)

  80. Alles dicht machen? Zum Teufel mit der Wissenschaft!

    https://www.youtube.com/watch?v=VJp8jqH_MFI

  81. Das Video von Liefers war Mist, seine Auftritte danach nicht viel besser, aber man sollte jetzt mal aufhören, ihn über diesen Mist hinaus als Menschen insgesamt zu dämonisieren. Diese billige Schwarz-Weiß-Moral kotzt mich an.

  82. @Joseph Kuhn
    Der Liefers „dämonisiert“ sich selbst… mir ist der Typ sowas von scheißegal und ich würde niemals auch nur eine Silbe über ihn schreiben, wenn er es nicht selbst angeschoben hätte.

  83. @Joseph Kuhn

    Liefers ist es ja, der immer wieder mit den DDR-Vergleichen auffällt, um sich dann selber vom AfD-Sprech loszusprechen. Das darf man ihm nicht durchgehen lassen. Die neurechte Szene arbeitet an der Zerstörung kognitiver Strukturen, also sich sprachlich festlegen, um sogleich das Gegenteil zu tun.

  84. Das Problem ist, daß die Frauen und Herren in diesen Videos gedacht haben, sie seien so beliebt, daß sie das machen können und auch dadurch das erreichen können, was sie wollen… und jetzt sind sie zum ersten Mal, wahrscheinlich in ihrem Leben damit konfrontiert, daß das eben nicht so ist…
    So letzter Kommentar hier, denn ich will die Harmonie nicht stören, mit meinen negativen Schwingungen… nur noch mal kurz: Ich werde auch die zweite Impfung überleben, auch wenn man nichts mehr von mir hört.

  85. @Ralf: Ich glaub ja nicht, dass die groß etwas gedacht haben bei ihren Filmchen…

    Was Liefers angeht hat Joseph Kuhn sicher nicht ganz unrecht. Allerdings scheint mir Liefers die öffentlichen Auftritte regelrecht zu suchen. Vielleicht sollte er ja langsam einfach mal abtauchen, dann läuft sich auch die Diskussion über ihn tot.

  86. @ Peter Friedrich:

    Gibt es denn konkrete Hinweise, dass Liefers einer „neurechten Szene“ angehört? Wenn dem so ist, muss man die Sache sicher neu bewerten.

    Ansonsten finde ich, ist zu der blöden Aktion inzwischen eigentlich alles gesagt. Indem man die (völlig berechtigte) Kritik an seinem Video stereotyp wiederholt, wird gar nicht mehr darüber nachgedacht, dass Kritik an der Corona-Berichterstattung der Medien und auch an konformistischer Nachbeterei von Agentur- oder Uni-Pressemeldungen manchmal durchaus berechtigt ist.

    Dabei könnten auch Medien ohne eigene wissenschaftsjournalistische Ressourcen z.B. beim Science Media Center auf Material für eine gute und differenzierte Berichterstattung zurückgreifen.

  87. https://anonleaks.net/2021/optinfoil/allesdichtmachen-mit-brueggemann-und-brandenburg-zum-1-bis-19-e-v-und-querdenken/

    Die Herrschaften werden sich wohl die Kritik an ihrem Treiben gefallen lassen müssen. Das gehört dazu. Klatsch und Tratsch scheint mir ein großer Motivator zu sein. Die Presse lebt davon, dass wir anderen gern am Hintern schnüffeln. Allerdings empfinde ich die Empörung über die Liefersche Arroganz auch ziemlich gerechtfertigt.

    Ähnlichen Rückhalt würde ich mir auch für andere Themen wünschen.

  88. @ Joseph Kuhn

    Die boshaften Hintergründe der Aktion werden in dem Link zu anonleaks von dalbert Hichel gut erklärt.

    Wie mehr und mehr Personen aus hochverantwortungsvollen Positionen die Querquarkthesen unkritisch anpreisen, sieht man bspw an diesem unfassbaren Beispiel:

    https://youtu.be/xsy5RgeI7qg

    „… Von 2002 bis zum Ende meiner Tätigkeit im Öffentlichen Dienst leitete ich die Sektion Psychotraumatologie am Zentrum für Psychosoziale Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg. Diese Sektion besaß eine große Traumaambulanz und war eingerichtet worden auf dem Hintergrund umfangreicher Drittmitteleinwerbungen. Eine Spezialisierung entwickelte sich bezüglich von Großschadensereignissen und Akut-Psychotraumatologie. Neben der fachlichen Zusammenarbeit mit psychoanalytischen und psychotherapeutischen Instituten und Einrichtungen in anderen Universitäten bestand auch regelhaft eine praktische Kooperation mit Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz. …“

    aus:

    https://www.guenter-seidler.de/

  89. @ Peter Friedrich:

    Ich habe nicht nach irgendwelchen Hintergründen der Aktion gefragt, sondern danach, ob es Hinweise darauf gibt, dass Liefers einer „neurechten Szene“ angehört. Darauf kann man „ja“ oder „nein“ sagen und falls „ja“, die Quelle angeben.

    Was sonst irgendwelche Leute tun, ist in Bezug auf diese einfache Frage Whataboutism.

  90. @ Joseph Kuhn

    Nein, ich weiß von keinen amtlich-verbindlichen Belegen, dass Liefers bei der neurechten Szene gelistet wäre.
    Das spielt für mich allerdings keine Rolle, ich versuchte es darzulegen…

  91. Getäuschte Schauspieler:innen, ein Versuch, gegen die vermeintliche „Propaganda“ der Regierung zu kämpfen, Kritiker:innen als „Cancel Culture“ zu brandmarken und Zusammenarbeit mit Verschwörungsideolog:innen: Jetzt lasst uns mal selbst konspirativ reden, reden wir von der „Brüggemann-Verschwörung“.

    Die Aktion #allesdichtmachen war wohl doch nicht so unschuldig wie zuerst gedacht. Die „Satire“ ist offenbar nicht einfach nur missverstanden worden und hat nicht einfach so versehentlich heftigen Applaus von „Querdenken“ und Rechtsextremist:innen erhalten, sondern sie sollte gezielt Verschwörungsideologien mit Hilfe von “bekannten” Gesichtern normalisieren. Wir haben die neuesten Enthüllungen gesammelt.

    https://www.volksverpetzer.de/aufklarer/brueggemann-allesdichtmachen/

  92. »Lindenstraße«-Darsteller Christian Kahrmann lag drei Wochen wegen einer Covid-19-Erkrankung im künstlichen Koma. Sein Vater überlebte die Infektion mit dem Virus nicht.

    https://www.spiegel.de/panorama/leute/christian-kahrmann-lindenstrassen-schauspieler-lag-wegen-covid-19-drei-wochen-im-koma-a-d2304f38-26de-45b9-a0fd-2f0405bbc1ca

    Liebe Künstlerinnen und Künstler, die ihr #allesdichtmachen geschaffen habt: Dieser Bericht eines Kollegen sollte ein Denkanstoß für euch sein.

  93. Volker Bruch stellte Mitgliedsantrag bei Querdenker-Partei

    https://netzpolitik.org/2021/allesdichtmachen-initiator-volker-bruch-stellte-mitgliedsantrag-bei-querdenker-partei-babylon-berlin/

    https://www.volksverpetzer.de/aktuelles/volkerbruch/

    Okay. Damit hat ein #alledichtmachen-Akteur den Rest seines „ichbinjanursatirisch“-Schafspelzes von seinem Querdenker-Äußerem runtergezogen.

  94. Warum gibt es eigentlich hier keinen Aufschei der „Gutmenschen“, wenn im Münster-Tatort die Assistentin des Liefers als „Alberich“ genannt wird, nur weil kleinwüchsig ist? – Wie gesagt, ich interessiere mich nicht für den Tatort, aber infolge der Aktion, habe ich mich etwas „kundig“ gemacht.

  95. @ Ralf fast voll geimpft:

    Der Aufschrei wäre vielleicht Billig-Gutmenschentum: https://www.n-tv.de/leute/Urspruch-verteidigt-Tatort-article6608196.html

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