gwup | die skeptiker

… denken kritisch seit 1987.

Prognosen-Check 2020: Corona stand nicht in den Sternen

| 10 Kommentare

Schon im März wollten Astro-Gläubige uns weismachen, dass eines ihrer Idole die Corona-Krise in den Sternen vorausgesehen hätte – hielt aber keiner Überprüfung stand.

In der Tat:

Es hätte das Jahr der Hellseher sein können,

schreibt unser Prognosen-Auswerter Michael Kunkel in seinem aktuellen Review:

Hätten Vertreter dieser Zunft Anfang des Jahres in ihren Prognosen Stichworte wie Lockdown oder Maskenpflicht erwähnt, man hätte sie zwar anfangs belächelt, aber bereits im Frühjahr hätten sie stolz auf ihre Prognosetreffer verweisen können.

Aber:

Die weltweite Corona-Pandemie und ihre Folgen sucht man in den esoterischen Zukunftsprognosen vergeblich.

An Nachher-Sagen mangelt es natürlich keineswegs:

So sah Elizabeth Teissier für den 12. Januar ein „schlimmes Ereignis“ voraus und deutete das ebenso als Hinweis auf Corona wie Dr. Christoph Niederwieser, der in einem seiner Texte aus dem Jahr 2016 schwammig von Krisen und möglichem Wandel geschrieben hatte. „Wenn man einen Prognosetreffer nachträglich wortreich erklären muss, dann kann die Prognose nicht so toll gewesen sein“, erläutert Kunkel.

In Sachen Naturkatastrophen, Sport oder US-Präsidentschaftswahl wurde wie üblich „jedes denkbare Szenario vorhergesagt“. In der Regenbogenpresse dominierten bei den dort üblichen Promiprognosen die Standardthemen Liebe, Gesundheit und Karriere mit den unvermeidlichen Zufallstreffern.

  • Die vollständige Auswertung gibt es hier als PDF.

Mal sehen, wann die ersten „Seher“ sich im neuen Jahr mit Prognosen zum weiteren Corona-Verlauf aus der Deckung wagen. Aber Vorsicht: In zwöf Monaten werden wir darüber berichten.

Zum Weiterlesen:

  • Wenn Astro-Fans Dinge hören und sehen, die gar nicht da sind, GWUP-Blog am 20. März 2020
  • In der Krise sind wieder einmal die alten „Volksseher“ gefragt, GWUP-Blog am 8. Juli 2020
  • Nostradamus, Baba Wanga, Stephen King, Simpsons und Co: Die Corona-Propheten, GWUP-Blog am 27. März 2020

10 Kommentare

  1. „Kölner Wirte toben! Verbot gilt bereits ab Donnerstag!“

    https://www.express.de/koeln/koelner-wirte-toben-stadt-verbietet-alkohol-ausschank-in-der-oeffentlichkeit-37796234
    ______________________________

    „Schlimmes Ereignis!“

    Was hat das mit Hellsehen zu tun?

    Lachhaft!

  2. Pingback: Fail des jahres | Schwerdtfegr (beta)

  3. Corona stand nicht in den Sternen – und darum wird Corona geleugnet!

    So einfach ist das! ;-)

  4. https://www.gwup.org/infos/nachrichten/2227-prognosencheck-2020-corona-stand-nicht-in-den-sternen

    „Eher überraschend war für Kunkel ein Treffer des Vorsitzenden des Deutschen Astrologenverbands: Klemens Ludwig hatte sich Ende 2018 festgelegt, dass der deutsche Aktienindex DAX bis 2024 „auf mindestens 8500 Punkte fallen“ würde.“

    Immerhin!

  5. das ovale GWUP assoziere ich mit dem FSM Symbol :) das ist doch beabsichtigt – oder ?

  6. @otto:

    Wir waren zuerst da.

  7. @Bernd Harder

    „Wir waren zuerst da.“ das ist Blasphemie :)

  8. Sorry, wenn das hier nicht so zum eigentlichen Beitrag passt – jedoch möchte ich es „unterbringen“:

    Es geht um die sogenannten Glühweinwanderwege. Hier ein Pro- und Contra-Kommentar:

    https://www.express.de/koeln/gluehwein-verbot-schlag-ins-gesicht—haessliche-arroganz-schadet-zu-vielen-koelnern-37800686

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.