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Evelyn Störzner: Die Vermisstenhellseherin wütet gegen die Skeptiker – und präsentiert „Beweise“

| 37 Kommentare

Testimonials gelten im Marketing als „Indikator für Einfallslosigkeit“, „kreative Bankrotterklärung“ oder bestenfalls als „Notlösung“.

Wer mit Testimonials wirbt, gibt daher in erster Linie seine Inkompetenz zu erkennen.

Und das bringt uns auf direktem Weg zu der „Vermisstenhellseherin“ Evelyn Störzner.

Nachdem der GWUP-Blog, der Wahrsagerchecks-Blog, Lorenz Meyer und die Kriminalpsychologin Lydia Benecke vom GWUP-Wissenschaftsrat auf eine Pressemitteilung der Dame mit der Behauptung

Ich kann sehen, wo die vermissten Kinder Inga oder Elias sind“

aufmerksam gemacht hatten, war Störzner die vergangenen zwei Tage damit beschäftigt, Hunderte kritische Kommentare auf ihrer Facebook-Pinnwand zu löschen.

Der wiederholten Aufforderung, sich einem wissenschaftlichen Test unter kontrollierten Bedingungen zu stellen, entwand sie sich mit verschwurbelten Erotemata wie zum Beispiel

Ja mit den beweisen ist das so eine Sache. Manche möchten am liebsten Tests mit mir durchführen, jedoch inwieweit ist sowas wirklich ok?“

oder

Du willst das ich mich testen lasse? Ich stehe nicht für Tests zur Vefügung, ich mag auch keine Tierversuche, nur weil du der Meinung bist ein wenig rumzuexperimentieren.“

Vorhaltungen, vermisste Kinder für „schamlose und zutiefst zynische Werbung“ zu missbrauchen und auf den Gefühlen von verzweifelten Eltern herumzutrampeln, ließ Frau Störzner unbeantwortet.

Einen Bericht von Betroffenen, die vor „Medien“ und „Sensitiven“ warnen, ignorierte sie.

Das Einzige, was ihr zu der ganzen Angelegenheit einfällt, ist – ein Testimonial.

Bei Facebook präsentiert die Frau „Hellseherin & Medium“ ungeniert dieses Posting:

Hell1

Und verbindet damit völlig ernsthaft die Forderung:

hell2

Ah ja.

Wir haben es also mit einer unzweifelhaft „echten Hellseherin“ zu tun.

„Beweise“ dafür hinterlegt sie auf einer Webseite, wo sie das Verschwinden des besagten Florian Stahl am Karnevalssamstag 2014 breittritt. Die Leiche des 19-Jährigen wurde drei Wochen später an der Dattelner Schleuse gefunden.

Damit geht Störzner nun also öffentlich hausieren, um die angebliche „Rufmordkampagne“ gegen sich zum Verstummen zu bringen.

Eins vorweg: Der Schwester des Verstorbenen ist keinerlei Vorwurf zu machen.

Dass Angehörige in einer emotionalen Ausnahmesituation die Puzzlestücke der traumatische Ereignisse sehr selektiv zu einem harmonischen Bild zusammenfügen, das ein wenig Ordnung ins Gefühlschaos bringen soll und nachträglich Trost vermittelt, ist uns Skeptikern nur allzu bekannt.

Niemand käme daher auf die Idee, eine solche Dankesmail überzubewerten – nur die Frau „Hellseherin & Medium“

Warum, bleibt indes völlig rätselhaft.

Hat Evelyn Störzner den Auffindort mental genau vorausgesehen und der Polizei mitgeteilt, die dann aufgrund ihrer Angaben den Toten gefunden hat?

Anscheinend nicht.

Alles, was wir dem Posting von Daniela Stahl entnehmen können, ist:

Sie hatte uns damals eine Skizze zukommen lassen, die mit dem genauen Fundort übereinstimmte.“

Und das ist alles? Verstehen wir das richtig?

Störzner hatte eine Skizze angefertigt, die im Nachhinein irgendwie zum Fundort des Toten passte, aber nicht das Geringste zu seiner Auffindung beitrug?

Hmmm.

Und was macht die Frau „Hellseherin & Medium“, wenn sie um eine Spende für den Brunnenbau in Afrika gebeten wird?

Zeichnet sie dann einen krakeligen Brunnen, schickt den Verantwortlichen das Blatt Papier – und wenn irgendwo in Afrika eine Quelle gefunden wird, behauptet sie, diese via Fernwahrnehmung entdeckt zu haben?

Außerdem schauen wir uns die Zeichnung mal näher an (zum Vergrößern anklicken):

hell3

hell4

Wie bei zwei weiteren Fällen, die Störzner online beschreibt, hat die Frau „Hellseherin & Medium“ offenkundig eine Vorliebe für Wasser.

Das erinnert uns spontan an einen Dialog in der „Akte X“-Folge „Der Hellseher“:

Cline: „Der Unglaubliche Yappi hat gesagt, die Leiche des ersten Opfers hätte man irgendwo deponiert. Und jetzt finden wir sie tatsächlich auf einer Mülldeponie.“

Mulder: „Da läuft es mir ja kalt den Rücken herunter …“

Oder:

Mulder: „Yappi hat behauptet, die Leiche würde bei einem Wasser gefunden. Eine Kirche oder eine Schule wäre in der Nähe. Und er hätte einen kurzen Blick auf den Buchstaben ,S’ oder die Zahl ,7’ erhaschen können.“

Cline: „Und was wollen Sie damit sagen?“

Mulder: „Seine Hinweise sind so vage, dass sie praktisch nutzlos sind, lassen sich aber nach dem Fund dann leicht als zutreffend interpretieren.“

Auch hier bei uns in Deutschland dürfte es außerordentlich schwierig sein, eine Stelle zu finden, die nicht in der Nähe von „Hügel oder Berg, Fluss, Wasser“ oder „Bäumen“ liegt.

Zudem gibt Störzner in allen drei Fällen den Auffindort „ca. 3-5 km vom Wohnort entfernt“, „näher am Wohnort“ und „max. 20-25 km weg“ an:

hell5

 

Klar, denn die meisten Vermissten werden im Todesfall in der Nähe ihres Wohnorts aufgefunden.

Nein, tut uns Leid, Evelyn Störzner: Das überzeugt uns kein bisschen.

Auch Lydia Benecke hat ein aktuelles Statement zu Störzners Behauptungen veröffentlicht:

Mit ein wenig Übung in Black Stories zum erfolgreichen Hellseher?“

Darin heißt es:

Evelyn Störzner (die Person hinter Vermisstensuche durch Hellsehen) versucht intensiv, durch die Fälle der beiden vermissten Kinder für sich zu werben.

Ihre Behauptung, sie könne die Kinder durch übernatürliche Fähigkeiten „sehen“, widerspricht allen fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen, und auch von der Polizei selbst dazu veröffentlichten Erfahrungsauswertungen.

Mitglieder der GWUP haben Evelyn Störzner daher aufgefordert, sich dem wissenschaftlichen Test der angeblichen Fähigkeiten zu unterziehen, der Welt zu beweisen, was sie angeblich kann, und die eine Million Dollar dann z.B. für wohltätige Zwecke zu spenden oder was auch immer damit zu tun.

Nebenbei würde sie damit auch einen bisher als nicht real geltenden Ermittlungsansatz „beweisen“, wodurch viele Fälle ja – wenn es stimmen würde – schneller aufgedeckt werden könnten.

Sie weigert sich jedoch, ihre angeblichen Fähigkeiten einer wissenschaftlichen Überprüfung zu unterziehen. Warum wohl?

Zu ihrem Bericht im Fall des verschwundenen jungen Mannes: Bitte die dort gepostete Dankes-E-Mail mit klarem Verstand lesen!

Da werden alle nicht passenden Angaben (die Mehrzahl) einfach relativiert. Es wird also so gerade gebogen, dass es passt.

In dem Fall war die erste bekannt gewordene Version, dass der junge Mann vermutlich betrunken irgendwo hineingefallen und dabei ertrunken ist. Diese Version wurde so auch von den Medien frühzeitig berichtet.

Es war also logisch, zu vermuten, dass er irgendwann, irgendwo aus dem Wasser gezogen wird.

Außerdem war er zu Fuß unterwegs, was den Radius seines Verschwindens schon deutlich einkreiste, weil es keinen Anlass gab, von einer Entführung auszugehen.

Wenn man sich dann über Google Maps die Gegend anschaut, ist es sehr einfach, sich davon inspirieren zu lassen und eine entsprechende Beschreibung abzugeben.

Hinzu kommt, dass einige Angaben nicht stimmten, von der dankenden Dame in ihrer Mail allerdings „zurechtgebogen“ wurden, weil es ja gaaaaanz grob passte.

Diese Vorhersage hätte jeder, der die Berichterstattung zum Fall gesehen hat und geübt in „Black Stories“ ist, machen können.“

Genau so sehen wir das auch.

Evelyn Störzner – bitte zum Test!

Update vom 8. August: „Immer mehr Beweise von der Vermisstenhellseherin – und der Dritte Weltkrieg“

Zum Weiterlesen:

  • Wenn „Hellseher“ vermisste Kinder finden wollen, GWUP-Blog am 5. August 2015
  • Psychic Detectives: Was können “übersinnliche” Ermittler? GWUP-Blog am 12. August 2010
  • „Psychic detectives“ auch in Deutschland? kriminalpolizei.de
  • Wahrheit und Vision: Test eines “Mediums” bei Todesfällen, Skeptiker 1/2011
  • Sind Hellseher seriös? GWUP-Blog am 1. Oktober 2012
  • Leute, die Eroterik kommt! FSMoSophica am 7. August 2015
  • Die Scharlatanin und die vermissten Kinder – Teil 2 (lächerlich und immer noch widerlich), Wahrsagerchecks-Blog am 5. August 2015
  • Eine Scharlatanin wirbt mit vermissten Kindern: WIDERLICH! Wahrsagerchecks-Blog am 5. August 2015
  • Kritik an den Behauptungen von Evelyn Störzner, sie könne verschwundene Menschen, u.A. Inga und Elias, „sehen“, Lydia Benecke am 7. August 2015
  • Warum ich so deutlich und aktiv gegen diesen Hellseher-Quatsch argumentiere, Lydia Benecke am 5. August 2015
  • Falsche Versprechungen und das Spiel mit dem Leid von Angehörigen: Selbsternannte Hellseherin will Inga und Elias finden, Lydia Benecke am 4. August 2015

37 Kommentare

  1. Das widerliche an der sache sind noch die „Gläubigen“ die sich zu Mittätern machen.

    Die dame hat auch meine Kommentare gelöscht. Ich habe ihr mal den Fall von Amanda Berry geschildert, ein Opfer des Entführungsdramas aus Cleveland.

    Das bekannte US Medium Sylvia Browne hat der Mutter von Amanda Berry den Tod ihrer Tochter mitgeteilt. Live im TV. 2013 wurde Berry befreit, einzig ihre Mutter hat das nicht mehr erlebt.

    Sie starb, „wissend“ ihre Tochter sei tot.

  2. Evelyn Störzner kann am Dienstag den Mittwoch voraussehen – ohne Kalender! BAM! In your face, skeptics! #unglaublicheEva

  3. @ trixi, meine Rede. Der Ertrinkungsunfall war hier ein wahrscheinliches Szenario. Heute kann man über Google Maps ein Gebiet schön überschauen und markante Punkte mitaufnehmen. Dazu noch eine Skizze die auf so ziemlich alle 50-100km eines Gewässers zutrifft und man hat seine Voraussage.

  4. Schreckliche Facebookseite der Frau Störzner. Das Klischee von den dummen, egomanischen und ignoranten Esoterikern wird zu 100 % erfüllt.

    Scharlatanerie im Zeitalter des Internets ist leider viral.

  5. Mir ist vor allem Frau Störzners Auftreten in der entsprechenden Facebook Diskussionen übel aufgefallen.

    Von scheinbar kaum zu bändigender Wut erfasst, postete sie sieben mal hintereinander den Wikipedia-Artikel zum Begriff „Denunziation“ in die Kommentarspalte unter Lydia Beneckes oben zitiertes Statement.

    Was das sollte, kann man nur dunkel erahnen.

    Vielleicht dachte Frau Störzner, man müsse für jeden Diskussionsteilnehmer einzeln den Link posten?

    Vielleicht wollte sie mit diesem Wut-Spam die gesamte Diskussion sabotieren?

    Vielleicht ist sie aber auch nur mit der Bedienung von Facebook überfordert.

    Wie auch immer:
    Wer Frau Störzner bisher nicht kannte, weiß jetzt mit wem er es zu tun hat.

    Ich habe daraus gelernt, dass bei manchen Schwurblern das Ego scheinbar dermaßen dünnhäutig ist, dass schon ein kleiner verbaler Nadelstich ausreicht, um das Fass zum überlaufen zu bringen.

    Ein paar direkte Worte und die narzisstische Wut bricht sich ihre Bahn.

  6. Aber sie scheint ja die Aufmerksamkeit zu bekommen die sie haben möchte. Und das System Facebook spielt ihr dabei noch in die Hände.

    Wenn es nicht gerade um die Suche nach Vermissten geht sondern „die Alltagsproblemchen“, mit denen man sich an eine Hellseherin wendet.

    Sie kann jetzt sicher noch gezielter die Profile ihrer Kunden durchleuchten und ihre „heiß gelesenen“ Informationen in ausgeschmückte Wahrsagungen verwandeln.

    Kritische Stimmen werden weiter abgewürgt und ein bisschen Opferrolle schadet ihr auch nicht vor ihren Anhängern.

  7. Wie müsste denn so ein Hellseher-Test aussehen? Ein „Hellseher“ kann sich ja immer darauf zurückziehen, dass ihm seine „Gabe“ nicht uneingeschränkt zur Verfügung steht, er also nicht auf Kommando hellsehen kann.

  8. Ich hatte noch vergessen zu erwähnen, dass sie tatsächlich in der Diskussion bei Facebook allen Beteiligten mit rechtlichen Schritten gedroht hat.

    Ein paar ihrer Claqueure halfen eifrig beim Sammeln der „Beweise“.

    Frau Störzner glaubt also allen Ernstes, sie könne Skeptiker rechtlich belangen, weil diese nicht ihrer Meinung sind und sie kritisieren.

    Was muss man für ein schlechtes „Medium“ sein, um auf diese Weise seine Glaubwürdigkeit zu verteidigen, anstatt mit einer Demonstration der vermeintlich übersinnlichen Fähigkeiten zu überzeugen?

    Als Frau Störzner dann eröffnet wurde, dass sie ein entsprechendes juristisches Echo zu erwarten hätte, schwand ihre Klagefreudigkeit zusehends.

  9. @pelau:

    Da gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Wir testen das, was der Kandidat selbst behauptet, mit einem Design, mit dem er/sie sich ausdrücklich einverstanden erklärt und das geeignet ist, die angebliche „Gabe“ zu testen, z.B.

    http://wiki2.benecke.com/index.php?title=2011_Skeptiker:_Wahrheit_und_Vision:_Test_eines_Mediums_bei_Todesf%C3%A4llen

    Ausreden fürs Scheitern finden sich natürlich immer, die von Ihnen genannte ist die häufigste.

    Zieht aber nicht, da wir ja erst einmal unverblindete Vortests am selben Ort zur selben Zeit unter denselben Bedingungen machen. Spätestens dann müsste er/sie ja spüren, dass es hier/heute nicht geht und er/sie könnte um Vertagung bitten.

    Das ist aber noch nie passiert – die unverblindeten Vortests klappen immer, der Haupttest nie:

    https://blog.gwup.net/2013/09/02/interview-zu-den-psi-tests-vorher-und-nachher-klappts/

  10. Ich habe mal eine Sendung gesehen mit Frau Lilo von Kiesenwetter. Angesprochen auf die Million Dollar Challenge von James Randi wurde die gute frau recht aggressiv und schilderte das Testverfahren als besseres Hütchenspiel.

    Man sollte Bälle unter Gläsern finden und da sie nur mit Menschen arbeiten kann wäre die Teilnahme sinnlos. Ein anderer Humbukianer unter den Talkgästen winkte ebenfalls sofort ab.

    Schade, dass Philipp Möller, der James Randi ins Spiel gebracht hat, da nicht konsequent nachgegangen ist.

    Entweder hat sich Frau Kiesenwetter noch nie wirklich mit dem Testvefahren von James Randi beschäftigt oder schlicht gelogen. Nun ist sie ja auch keine kleine Kinterhofhexe sondern eine „Seherin“ mit entsprechender Reputation und wäre für Randis Test schon interessant.

    Hellseher verlangen immer „ihre Gabe“ stumm zu akzeptieren, aber sie scheuen sich jeder Überprüfung. Auch in dem sie schon vorher ausreden finden warum der Test scheitern muss.

    Wenn Frau von Kiesenwetter doch Menschen lesen kann, wieso nimmmt man keine Gruppe von Personen, lässt diese ihren Lebenslauf aufschreiben mit ein paar persönlichen Eigenarten und Frau von Kiesenwetter muss diese dann zuordnen.

    Das entspräche ihrer Behauptung und hat nichts mit Hütchenspiel zu tun.

  11. @Tony: Ich hatte selbst mal in einer Talkshow mit ihr zu tun, da hat sie „argumentiert“, sie brauche keine Million-Dollar.

    Auf meine Nachfrage, sie könne das Geld doch spenden, konnte sie nicht mehr antworten, weil das Publikum zu laut applaudierte …

  12. Interessant sind auch die sogenannten „Prophezeiungen“, die Frau Störzer auf ihrer Webseite vom Stapel lässt:

    http://www.evelyn-stoerzner.de/prophezeiungenseherin.htm

    Wenn man sich durch die Tafeln klickt, umweht einen ein Hauch von reaktionärer Einfältigkeit, teils ist man gar geneigt den Aluhut aufzusetzen.
    Gerne wettert Frau Störzer auch über „die da oben“, die den „kleinen Mann“ unterdrücken.

    Sozialkritik als übersinnliche Nonsene-Orgie? Check!

    Man kennt es von vielen dumpfen Facebook-Postings und Gruppen, a la „Hey, Frau Merkel!“ oder „Deutschland steht auf gegen…“, aber aus der Paranormalen Ecke ist mir so etwas neu.

    Man könnte Frau Störzer in der Tat unterstellen, dass diese „Prophezeiungen“ lediglich darauf ausgelegt sind, in sozialen Netzwerken geliked und geteilt zu werden.

  13. Oh, Frau von Kiesenwetter arbeitet also auch ehrenamtlich? Aber selbst wenn das Geld nicht zählt, wäre es nicht einfach reizvoll diese bösen bösen Skeptiker mundtot zu machen?

  14. Auf ihrer zweiten Facebook-Seite „Prophetische Texte“, prophezeit uns Frau Störzer gar den Dritten Weltkrieg:

    https://www.facebook.com/ProphetischeTexte/photos/pb.563444890340434.-2207520000.1439042845./646107562074166/?type=3&theater

  15. Warum sollte sich Frau Kiesewetter oder andere Seher auch testen lassen, wenn ihr die Kundschaft so schon die Bude einrennt. Das sind ja keine Menschen auf der Suche nach Erkenntnis und an Forschung interessiert.

    Die verdienen damit ihre Kohle, so ist das. Die schlaue Variante weiß, dass sie keine Fähigkeiten haben, aber sie beraten, gestalten Beziehungen zu ihren Kunden, helfen denen, geben den ein gutes Gefühl usw.

    Ich würde mich auch nicht testen lassen, wenn alles super läuft. Die armen Leutchen bei den Psi-Tests sind meist männlich, älter und machen was mit Wünschelrute oder Pendel….oder täuscht der Eindruck.

  16. Sie helfen und geben ein gutes Gefühl?

    Ich möchte nicht wissen wieviele Omas ihr rente vertelefonieren bei Astrohotlines oder bereitwillig Unsummen zahlen damit, Ldy Cleopatra ihren verblichenen Walter channelt. Und wenn dann irgendwann die Kohle weg ist, dann ist es auch die Astrofreundin.

    Das ist keine Hilfe, das ist im Grunde eine Droge. Sie hangelt sich von kurzen Hochs und lässt die Opfer noch tiefer fallen. Wer seine fähigkeiten abietet, der sollte auch nachweisen können, sie zu besitzen.

  17. Och menno, hackt nicht so auf der Frau rum, immerhin hat sie mit ihren Prophezeiungen Recht:
    https://www.facebook.com/ProphetischeTexte/photos/a.564992456852344.129074.563444890340434/646107562074166/?type=1
    „Eine Frau wird uns in düstere Zeiten führen“

    Ich prophezeie mal, dass die Frau den Vornamen „Evelyn“ trägt :-)

  18. Das ist doch ein Fall für eures „Goldene Brett“.

    Gibts das eigentlich auch als Handy mit Scheuklappen?

  19. @Gotlieb Reupler
    Nun ja, für ein „Goldenes Brett“ ist Jemand prädestiniert, der sich „bewußt“ einer irrsinnigen Deutung unterwirft, deshalb halte ich Fr. Störzner für nicht qualifiziert.
    Zitat Gotlieb Reupler

    Gibts das eigentlich auch als Handy mit Scheuklappen?

    Jetzt glaube ich, daß nur wenige diese Frage verstehen – so richtig sicher bin ich mir auch nicht…aber das will nichts heißen ;-)
    Inwieweit hat denn ein „Handy mit Scheuklappen“, etwas mit einem „Goldenen Brett“ zu tun?
    Irgendwie finde ich Ihren Vergleich witzig, aber den vollen Sinn erschließt sich mir nicht.

  20. Handy mit Scheuklappen soll eine Spezial-Ausführung fürs Channeling sein!
    Man muss sich doch dabei voll konzentrieren – also vorne Brett, seitlich Scheuklappen – und für den Empfang ein Handy! Wer will kann es patentieren lassen! :-)

  21. @Gotlieb Reupler
    Super, endlich mal ein Handy, das macht, was es soll…nämlich telefonieren….
    mein Handy kann nur Google usw, aber zum telefonieren taugt es wenig…das Internet der Dinge, ist mir ein Graus….und die Hacker warten schon…leider ist es nicht mehr möglich, daß „Internet der Dinge“ zu verwirklichen, da uns die Hacker mindestens einen Schritt vorraus sind.

  22. Hier läuft gerade ein interessantes Scharmützel zum Thema (nicht über die Störznerin, sondern allgemein):

    https://www.gutefrage.net/frage/gibt-es-hellseher-fuer-die-aufklaerung-einer-straftat

    Meiner Meinung nach solltet ihr / sollten wir uns mehr um solche Seiten kümmern, da ihr / wir da noch was bewirken und Aufklärungsarbeit leisten könnt / können. Auf solchen Seiten treiben sich zehntausende von Leuten rum, die sowas dringend brauchen könnten.

    Eine Seite wie eure hier dient doch mehr der Selbstbespiegelung und der Eitelkeit von Leuten, die eh schon durchblicken.

  23. @Herbert:

    Danke für den Hinweis.

    << Meiner Meinung nach solltet ihr / sollten wir uns mehr um solche Seiten kümmern, << Dann fangen Sie doch schon mal damit an. << Eine Seite wie eure hier dient doch mehr der Selbstbespiegelung und der Eitelkeit von Leuten, die eh schon durchblicken. << Ich halte Ihnen mal zugute, dass Sie vermutlich keine Ahnung haben, wie viel Zeit Leute wie Lydia Benecke, ich und andere in den vergangenen Wochen in - z.T. geschlossenen - Vermissten-Foren und -Gruppen mit Aufklärung verbracht haben.

  24. Heribert – nicht Herbert. Soviel Genauigkeit muss sein ;-))

  25. @Heribert:

    Und der Nachname ist vermutlich auch echt?

  26. @Heribert Ochsi-Moron

    „Eine Seite wie eure hier dient doch mehr der Selbstbespiegelung und der Eitelkeit von Leuten, die eh schon durchblicken.“

    Ich würde eher sagen, hier finden Leute Basisinformationen, die sie (Sie) auf entsprechenden Seiten posten können.

  27. @Martina Rheken

    Das sehe ich ähnlich, schließlich ist es nicht leicht zu argumentieren.

    Außerdem hat es auch eine Entlastungsfunktion, wenn im Umfeld eine nicht unbeträchtliche Esoterikaffinität besteht bzw. Meinungen unhinterfragt übernommen werden und höher gewertet werden als belastbare Sachinformationen und man argumentative Eiertänze vollbringen muss (oder lieber gleich zu etlichen Themen den Mund hält) tut es einfach gut, die Artikel hier zu lesen.

    Die vermeintliche Überlegenheit liegt nicht selten auf der anderen Seite (schließlich ist man schnell böse, blickt es noch nicht oder wird von der Pharmalobby bezahlt ;-)

  28. Gewisse Kommentatoren bringen mich echt zum Lachen. Entertainment pur.

    Ja, Herr Ochsi-Moron. Sie gehören auch dazu;-)

  29. Mein „Vertrauen“ in die Hellseherei ist sprichwörtlich grenzenlos.
    Trotzdem habe ich bisher noch nicht versucht, diese exklusive Ressource für mein höchstpersönliches Glück auszunutzen.

    Mit der folgenden Ausschreibung möchte ich nun den „Durchbruch“ für mein finanzielles Schicksal anpeilen:

    „Hellseher/in zwecks konkreter Vorhersage der richtigen Lottozahlen für eine Samstags-Ziehung im ersten Halbjahr 2017 gesucht.
    Zahle großzügiges Erfolgshonorar in Höhe von 10 % von dem tatsächlich realisierten Jackpot für mich!

    Alle Kosten/Aufwendungen für die Vorbereitung und Durchführung nebst Einsatz sind von dem/der Hellseher/in zu übernehmen.
    Ernstgemeinte Zuschriften auf mein vorstehendes Angebot sind zunächst indirekt über diesen Blog abzugeben.

    Ergreifen Sie Ihre Chance und prophezeien Sie mir die sechs Richtigen mit Superzahl!
    Mit freundlichen Grüßen und in Erwartung einer fruchtbaren Geschäftsverbindung…“

    Nach Filterung und Prüfung der Seriosität werde ich mich gegebenenfalls bei meinen potentiellen „Reichmachern“ melden.

  30. @ „Vertrauender“: Grundsätzlich gut gedacht, das werden die Hellseher_innen aber mit dem Hinweis kontern, man wolle ja Menschen mit echten Problemen helfen (also Entführte/Verschwundene/Verschollene aufspüren, Kranke heilen, Trauernde trösten, Verzweifelte aufrichten usw.), nicht irgendwelchen Schlaumeiern zu schnellem Geld verhelfen.

    Das ist ein gar nicht so schlechter Einwurf, auch wenn er sicher nicht aus ethischen Beweggründen gebracht wird sodnern als Ausrede, um nicht liefern zu müssen bzw. um bei dem Versuch nicht zwangsläufig als Scharlatan aufzufliegen. (Dass so viele „Medien“ so viel Charakterstärke beweisen, dass sie noch nie sechs Richtige oder einen Jackpot zum eigenen Nutzen vorausgesagt haben, fällt mir schwer zu glauben.)

    Um den Einwand aus dem Weg zu räumen, schlage ich vor, die Ausschreibung dahingehend zu verändern, dass der erzielte Lottogewinn nicht Ihnen zugute kommt sondern für einen vorher zu vereinbarenden gemeinnützigen Zweck gespendet werden soll.

  31. @gnaddrig
    Schön gedacht, aber die höheren Mächte die Hellseherei ermöglichen lehnen auch Gewinne für gemeinnützige Spenden ab… sagen jedenfalls die Hellseher im Allmysteryforum… und Hellseher würden doch nieeeeee eine billige Ausrede bringen.

  32. @ rambaldi: Mist, die sind immer einen Haken voraus. Wenn aber nun das Geld für eine dringende Operation benötigt wird? Für ein Kind, das sonst stirbt (aus der Internetwerbung bekannt)?

    Also: Hellsehen -> Jackpot -> Operation -> Kind überlebt + Skeptiker steht doof da + Hellseher erhält volle Vermarktungsrechte an der Geschichte.

    Das wäre doch 1-a-Marketing, da müssten die Hellsehen-ermöglichenden-Mächte doch ein Einsehen haben?

  33. @“Vertrauender“
    Oooohm…die Geistige Welt verbietet Glücksspiel, sie erlaubt nur das Ziehen von Tarot-Karten auf „Gut Glück“.

  34. @ Ralf i. V.: Jaha, aber das hat ja nichts mit Glück zu tun, das ist ja gesteuert, strippengezogen…

  35. Den Folgekommentaren auf meinen Kommentar vom 27. Dezember 2016 kann ich inhaltsmäßig keine Hinweise auf Interessenten zum konkreten Angebot entnehmen.
    Trotzdem vielen Dank für die Hinweise.

    Bisher hat sich noch kein Hellseher gemeldet, der sich meiner Herausforderung zur Beweisführung seiner hellseherischen Professionalität gewachsen fühlt.
    Es steht noch in den sprichwörtlichen Sternen, ob ich die erhofften Lotto-Tipps zu meinen Gunsten erfolgreich testen kann.

    Ich werde voraussichtlich (!) nicht 1000x reicher als Dagobert Duck!

    Meine Ausschreibung gilt trotzdem noch unverändert bis zum 30. Juni 2017!

  36. Bisher hat sich noch kein Medium auf meine Ausschreibung vom 27. Dezember 2016 gemeldet.

    Ich wage die „Prophezeiung“, dass ich nach diesem Versuch nicht 1000x reicher sein werde als Dagobert Duck!

    Trotzdem gilt mein Angebot noch weiter bis zum 30. Juni 2017.

    Es geschehen angeblich noch Zeichen und Wunder, Vieles steht laut Astrologie in den Sternen…
    Bisher hat mich partout niemand von übersinnlichen Begebenheiten überzeugt.

  37. @Vertrauender
    Ich habe noch nie erlebt das sogenannte Hellseher eine bessere Trefferquote als 50% hatten.
    Hier zum Vergleich die quasi Mutter aller Wetten ;)
    http://www.lep.co.uk/news/1-000-1-moon-landing-bet-success-1-95408

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