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Ein Ei drüber: „Peng! Collektive“ sprengt Live-Sendung von AstroTV

| 38 Kommentare

Grandios:

Das Peng! Collektive hat eine Live-Sendung von „AstroTV“ gesprengt, ein Ei auf dem Kopf des Moderators zerdeppert und die Abschaltung des Senders gefordert:

Zu der Aktion heißt es auf der Webseite „Zum Teufel mit AstroTV“:

Zunächst mag man denken, „Ach, diese Esoterik-Spinner tun doch niemandem weh“. Das dachten auch wir.

Doch so harmlos, wie gedacht, ist die Sache nicht!

AstroTV gehört zu einem millionenschweren Firmen-Netzwerk der Adviqo AG, in dessen Hintergrund der Risikokapitalgeber Wellington Partners mit einem Anteil von 55,48 Prozent steht.

Die Firmen leben vor allem davon, dass Menschen von ihren Heilsversprechen abhängig gemacht und dann finanziell ausgenutzt werden.

Dabei bauen sie auf Naivität: “Egal ob Fragen zu Liebe, Partnerschaft, Beruf oder Finanzen, allen Anruferinnen und Anrufern wird sofort mit einer schnellen Antwort geholfen.“, wird auf ihrer Webseite suggeriert.

Konkret bedeutet das: Tarot-Karten legen, Pendeln, Kontakt zu Engeln aufnehmen oder auch Wahrsagungen durch ein Medium.

Sogenannte LebensberaterInnen suggieren mit diesen fragwürdigen Methoden auf Basis esoterischer Weltbilder schnelle Hilfe für jedes Problem und bieten vermeintlich einfache Antworten für Menschen, die sich in Krisensituationen befinden.

Die Auswirkungen sind jedoch denen einer Suchterkrankung sehr ähnlich.

Der erste Anruf ist kostenlos, um den Einstieg zu erleichtern. Ein “Zufallsgenerator” entscheidet, ob man in die Sendung durchgestellt oder zu BeraterInnnen verwiesen wird. Alle folgenden Anrufe sind dann kostenpflichtig.

Für diese Art von Lebensberatung am Telefon wird bis zu 5 Euro pro Minute verlangt. Auch gibt es diese Beratung per Chat und E-Mail.

Das ist weder Entertainment noch Lebensberatung. Das ist Glücksspiel!

Während die Telefonabzocker nicht davor zurück schrecken, Menschen in den finanziellen und emotionalen Ruin zu treiben, macht das Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 100 Mio USD (ca. 90 Mio Euro).

All das mit der lizensierten Unterstützung der Medienanstalt Berlin-Brandenburg.“

Die Kommunikations-Guerilla-Gruppe „Peng! Collective“ will mit kreativen Aktionen provozieren und auf Missstände in Politik und Gesellschaft aufmerksam machen.

Unterstützt wurde die Aktion „Zum Teufel mit AstroTV“ von Skeptikern der Hamburger GWUP-Regionalgruppe.

Update vom 15. Februar: „AstroTV will PENG-Video aus dem Netz haben“.

Zum Weiterlesen:

  • Berliner Aktionskünstler sprengen AstroTV-Livesendung, Berliner Zeitung am 12. Februar 2015
  • Ei auf dem Kopf, hpd am 13. Februar 2015
  • Clown und Astro-Heiler Piotre Wasabi hackt Esoterik-Sender AstroTV, Blogrebellen am 13. Februar 2015
  • Astro-TV: Das Geschäft mit dem Glück, Astrodicticum simplex am 22. November 2013
  • Das Geschäft mit der Astrologie: Die Seelenverkäufer, FAZ am 24. Juli 2007
  • Eso-Lifestyle: „Skrupellose und verachtenswerte Veranstaltung”, GWUP-Blog am 1. September 2013
  • Kein Stern für AstroTV, GWUP-Blog am 22. November 2013
  • Astro-TV: Auf dem Straßenstrich der Astrologie, GWUP-Blog am 23. Dezember 2009
  • Wir haben mit dem falschen Clown gesprochen, der AstroTV sabotiert hat, Vice am 13. Februar 2015

38 Kommentare

  1. Zweifellos gehört ASTRO TV zu dem Widerlichsten, was uns im Fernsehen begegnet. Menschen derart abzuzocken, ist unbeschreiblich schlimm. Ich frage mich immer, haben die Moderatoren, Möchtegernlebensberater usw. keine Familie?

    Schämen sie sich nicht vor der eigenen Mutter? Wie rechtfertigen diese Gestalten ihr “Arbeit”? Mit der gut klingenden Kasse?

    Wie ich schon vor Jahren an anderer Stelle schrieb: Viele der Hellseher, Kartenleger, Wahrsager, Lebensberater oder wie man die Abzocker sonst nennen mag, waren früher Prostituierte (sowohl die Frauen als auch die Männer). Das sagt doch schon vieles aus…

    “All das mit der lizensierten Unterstützung der Medienanstalt Berlin-Brandenburg!”

    Nun, oft ist es auch so, dass Geschäftsführer unseriöser Firmen in den Reihen derer sitzen, die darüber entscheiden, was erlaubt wird oder nicht. Oder man baut “freundschaftliche Kontakte” auf.

    Denke da gerade an die Gauselmann-Gruppe. Die hat durch solche Kontakte (mit Spenden) geschafft, dass die FDP verhinderte, dass die Spielhallenbestimmungen (zum Schutz der Spieler) weiter verschärft werden.

  2. @Pierre
    „… waren früher Prostituierte. Das sagt doch schon vieles aus…“
    Äähm, ich verstehe nicht – was soll das denn aussagen?

  3. Nein, Pierre.
    Meinen Sie, Prostituierte sind eine bestimmte Sorte Menschen?
    Wollen Sie hier eine Schublade aufmachen?
    Klären Sie mich auf.

  4. @ vincent

    Ach, vincent, bin gerade nicht in der Laune, Sie aufzuklären.

  5. Na ja, so wirklich grandios fand ich die Aktion nicht. Ein Aktionskünstler zerschlägt ein Ei auf einem Astrologen und verlangt, dass man Astro-TV die Lizenz entzieht. Da gab es schon spannendere Sachen.

    Astro-TV ist schon durch das schiere Ausmaß seines Unfugs geschützt. Es liegt einfach zu weit jenseits der Verstandesgrenze, dass man bei denen irgend etwas bewirken könnte.

    Ich hätte es spannender gefunden, wenn die Aktionskünstler etwas in der Grauzone unternommen hätten – zum Beispiel einem Dutzend VHS die Abhaltung von Seminaren über ein besonders abgefahrenes Thema anbieten und schauen, wie viele darauf reagieren.

    In diesem Bereich kann man vielleicht etwas ausrichten – aber Astro-TV bashen, das hat einfach einen Bart.

  6. Zitat Pierre Castell: „Wie ich schon vor Jahren an anderer Stelle schrieb: Viele der Hellseher, Kartenleger, Wahrsager, Lebensberater oder wie man die Abzocker sonst nennen mag, waren früher Prostituierte (sowohl die Frauen als auch die Männer). Das sagt doch schon vieles aus…“

    Ersetze Prostituierte gegen Manager, genau so hohlsinnig.

    Dann dazu noch das arrogante „…bin gerade nicht in der Laune, Sie aufzuklären.“

    Nein, @Pierre Castell, Du musst hier niemanden aufklären, das sagt mehr über dich aus als über Prostituierte.

    Ich geh‘ solchen Narzisten wie dir aus dem Weg, schont die Nerven.
    Schönen Tag noch…

  7. Zitat kauszwingenberger

    …aber Astro-TV bashen, das hat einfach einen Bart.

    Wenn das einen „Bart“ hat, wieso rufen dann noch so viele Menschen dort an?
    Ich finde die Aktion gut und das sollte man auch unterstützen, auch wenn das nichts „hyper-sensationelles“ war, so ist jede Aktion, die vielleicht Menschen zum nachdenken bringt, zu begrüßen.

  8. Die Aktion ist doch jetzt schon medial ein Erfolg, wenn jetzt noch der Streisandeffekt bisschen nachwirkt.Immerhin hat AstroTV jetzt anscheinend ne Abmahnung verschickt.

    bei Twitter und i. Video wird immer von Betrug gesprochen. Ist das belastbar? http://www.rechtswoerterbuch.de/recht/b/betrug/

  9. Dann lieber Kalkofe ;)

    Aber so hatte auch der Clown mal etwas Fame.

    Ich hab von der Aktion nichts mitbekommen und glaube auch kaum das sie groß etwas bewirkt. Kalkofe führt den Irrsinn besser vor

  10. Mich erinnern die AstroTV-Moderatoren immer an Mr. Santer von Winnetou:
    „Ich will nicht ein paar lumpige Dollar, ich will Geld machen, viel Geld! Wie das ist mir egal. Und wer mich daran hindern will … (lacht) wir haben uns verstanden.“ Bancroft: „ja“. So wie AstroTV umgeht mit Menschen würd jeder menschlichen Seele erstmal den Atem wegziehen sodass man nur mit einem „ja“ entgegen kommen würde.

    Echt zum Kotzen dieses menschenverachtende System.

  11. @Pierre:
    „waren früher Prostituierte (sowohl die Frauen als auch die Männer). Das sagt doch schon vieles aus…“

    Widerlich!

    Allerdings sollte man sich vor Bühnen-Taschendieben (fahrendes Volk, Jahrmarkt-Künstler, Gaukler!) vorsehen.

    Na, geschnallt?

  12. @ der eine Andreas:

    „Na, geschnallt?“

    Nicht so ganz. Wollen Sie mir das freundlicherweise bitte etwas näher erläutern?

  13. @ schrauber2

    Noch nie habe ich in diesem Blog etwas von Ihnen gehört bzw. gelesen. Sie sind hier plötzlich aus dem Nichts erschienen und schaffen es, in Ihren wenigen Zeilen gleich dreimal Polemik gegen mich zu versprühen.

    Alle freuen sich, wenn neue Leser kommentieren. Nur finde ich Ihr plötzliches Erscheinen gekoppelt mit diesem speziellen Kommentar recht auffällig.

    Für mich bedeutet das mutmaßlich:

    Entweder Sie sind hier wirklich neu, dann haben Sie aber aus meiner Sicht einen etwas polternden Opener an den Tag gelegt. Man hätte eine Ansicht sicher auch höflicher äußern können.

    Oder aber, Sie schreiben hier sonst unter einem anderen Namen und besitzen nicht den Mut, Ihre Ansichten unter dem hier allen bekannten Nicknamen zu schreiben.

    „Dann dazu noch das arrogante “…bin gerade nicht in der Laune, Sie aufzuklären.”

    O.K., das hätte ich anders formulieren können. Gestern fühlte ich mich nicht gut, was ich mit „bin gerade nicht in der Laune“ etwas unvorteilhaft ausgedrückt habe.

    Wenn mich prinzipiell jemand höflich bittet, meine Ansichten näher zu erklären, dann mache ich das auch in der Regel.

    Morgen werde ich vincent und somit auch Ihnen meine Ansicht erläutern.

    Heute schaffe ich es nicht mehr, da ich einen anstrengenden Tag hatte und jetzt sehr müde bin.

    Ich bitte um Ihr Verständnis!

  14. @Pierre:

    Nun, SO schwer kann das doch nicht sein:
    So, wie Sie Vorurteile gegen Prostituierte haben, haben andere Leute Leute Vorurteile gegen Bühnen-Taschendiebe.

    Also sollte man vor solchen Äußerungen eben mal nachdenken.

  15. @ der eine Andreas

    Schreibe gerade an einem längeren Kommentar an Vincent, den Sie später hier lesen können.

    Nennen Sie mir dann auch Ihre Vorurteile zu Bühnen-Taschendieben, die auf Bühnen eine Unterhaltungsshow darbieten?

  16. @Pierre/Andreas:

    Ich habe den Eindruck, es geht letztendlich um eine angenommene Kategorisierung von Menschen („Schubladendenken“), ohne dass tatsächlich eine konkrete Personengruppe mit konkreten Vorwürfen bedacht wird, weder Prostituierte nach Manager noch Bühnen-Taschendiebe.

  17. @ vincent

    Ja, aus meiner Sicht sind Prostituierte eine „bestimmte Sorte Mensch“.

    Ob positiv oder negativ wird jeder für sich selbst entscheiden müssen.

    Obwohl ich nicht dazu befähigt bin, eine Doktorarbeit zu Thema Prostituierte zu schreiben, versuche ich kurz, Ihnen den Begriff Prostituierte und den Mensch dahinter näherzubringen. Es gibt unter den Oberbegriff Prostituierte verschiedene Sorte von Menschen, die dieser Tätigkeit aus den verschiedensten Gründen nachgehen.

    Auf die Zwangsprostitution möchte ich an dieser Stelle mal nicht eingehen.

    Die „Billig-Nutte“ arbeitet an Bahnhöfen, auf bestimmten Straßen oder auch in Billig-Kneipen, die Prostituierte, die in ihrer privaten Wohnung ihre Dienste anbietet und die Damen, die in kleinen Clubs oder Nachtclubs/Animierlokalen arbeiten.

    Weiter gibt es die großen Häuser, auch Laufhäuser genannt (mit mehreren Abteilungen), Groß-Bordelle, in denen sich die Damen auf Tagesbasis gewerbliche Zimmer anmieten.

    Und es gibt die Edel-Prostituierte, die sich entweder über gehobene Agenturen vermitteln lässt oder sich zwecks gutsituierter Kunden in 5 Sterne-Hotels an der Bar aufhält (und/oder von Hotelangestellten direkt vermittelt wird).

    Um das Ganze komplett zu machen, möchte ich auch noch die unausgesprochene Prostitution erwähnen, bei der sich Damen oder auch Herren von so genannten Sugar-Daddys gezielt in oft länger dauernden Beziehungen aushalten lassen.

    Egal, was auch die Motivation zur Prostitution ist, ob pure Geldnot aufgrund von Drogensucht, Geldnot als Resultat ungünstig gelaufener Zufälle die zu einer Notsituation führten, das Bedürfnis sich öfter mal was Ausgefallenes kaufen zu wollen wie z. B. Luxusschmuck usw. oder auch, weil gewisse Menschen einfach keine Lust auf konventionelle Arbeit haben, alle diese Prostituierten stecke ich (wie Sie es ausdrücken) in eine Schublade.

    Denn sie haben alle eins gemeinsam: Sie haben entweder nicht die Kraft oder nicht die Lust dazu, sich den gesellschaftlichen Formen/Normen anzupassen.

    Sich der Gesellschaft aber anzupassen, ist aus meiner Sicht deshalb erforderlich, weil sonst das ganze System ins Wackeln gerät. Machen wir uns doch nichts vor. Leute aus diesem Milieu zahlen keine oder nur minimale Steuern (der größte Teil wird schwarz an der Steuer vorbei verdient).

    Dieses Gewerbe muss in Deutschland grundsätzlich niemand aus Geldnot nachgehen, weil das Sozialsystem dafür sorgt, dass jeder Bürger eine(kleine) Wohnung, genügend zu Essen, nötige Elektrogeräte wie Kühlschrank, Fernsehgerät oder Radio, Taschengeld und eine Krankenversicherung hat.

    Wer sich dennoch für die Prostitution entscheidet, wählt – wie gesagt – in den allermeisten Fällen bewusst den Weg, keiner „normalen“ Arbeit nachzugehen und sich nicht dem System unterwerfen zu wollen.

    Diese Personen sind oft unzuverlässig, dem Kriminellen nicht abgeneigt und machen sich ihre eigene Welt zurecht. Gegen letzteres wäre nichts einzuwenden, wenn Sie korrekt ihre Steuern zahlen würden und sich vor allen Dingen ihren „Kunden“ gegenüber korrekt und ehrlich verhalten.

    In keinem anderen Metier wird so viel gelogen und betrogen wie in diesem Gewerbe (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel).

    Meine Vorurteile gelten also nicht der Tätigkeit selbst (obwohl ich niemals verstehen werde, wie wenig für manche Menschen das Wort Würde bedeutet), sondern den Charakteren der Personen, die diesen Job ausführen.

    Macht jemand seinen Job gut, zahlt dafür seine Steuern, betrügt niemanden und macht sein Gegenüber mit dem was er tut, glücklich, ist kaum was dagegen einzuwenden.

    Eigentlich sollte dieser Kommentar viel länger und ausführlicher werden, aber ich habe glücklicherweise Wichtigeres zu tun, als noch umfangreicher zu erklären, wieso ich Vorurteile gegen Prostituierte habe.

  18. @Pierre/Andreas/Vincent/Schrauber etc.:

    Mir ist klar, dass „Esoterik“ (also im weitesten Sinne alles, worum es hier im Blog geht) ein hoch emotionales Thema mit ganz unterschiedlichen Abstufungen von persönlicher Betroffenheit, individuellem Engagement etc. ist.

    Gerade im Kommentarbereich ist schnell mal etwas hingeschrieben, das vielleicht nicht völlig bis ins letzte Detail argumentativ ausgereift ist – muss es ja auch nicht sein, es geht ja um „Meinungen“ von möglichst vielen und ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten.

    Deshalb finde ich es grundsätzlich gut, wenn etwaige Missverständnisse angesprochen und möglichst zeitnah geklärt werden.

    Angesprochene Kommentatoren, die diesem Wunsch nachkommen, handeln aus meiner Sicht sehr respektabel.

    Suboptimal fände ich – und wir hatten in den vergangenen Wochen bei einigen Threads diese Tendenz -, wenn daraus endlose persönliche Streitereien werden, die keinerlei Bezug zum Thema mehr haben, alle Beteiligten mit der Zeit nerven, immer weiter ausfransen und auch die gutwilligsten Diskutanten irgendwann verprellen.

    Das würde ich gerne vermeiden und appelliere daher an *alle*, dies ab und an zu berücksichtigen, auch wenn die Tastatur noch so verlockend aussieht.

    Danke!

  19. Auch mein letzter Kommentar von mir ist eigentlich wieder nicht so gelaufen, wie ich ihn eigentlich schreiben wollte.
    Momentan weiß ich nicht, wo mir der Kopf vor Arbeit steht, bin einfach nicht richtig konzentriert.

    Dass ich z. B. schreibe, dass diese Damen höchst unzuverlässig und verlogen sind, wird sicher wieder bei einige Lesern auf Unverständnis stoßen (ich meine damit übrigens das Verhalten nicht während deren Arbeitszeit dem Kunden gegenüber, sondern in ihren privaten Lebensweisen, wo solche Damen ja auch Umgang mit Menschen im Alltag haben).

    Auch wenn meine Worte angezweifelt werden sollten, sind sie dennoch wahr, was die allermeisten Herrschaften aus diesem Milieu betrifft. Das wird Ihnen jeder bestätigen, der näheren Umgang mit solchen Personen hat (nicht im Freier/Hure Verhältnis), sondern in Alltagsituationen.

    Sicher ist alles zunächst pauschalisiert, aber so ist das doch – wenn wir ehrlich sind – bei den meisten Beurteilungen von Personen/Berufsgruppen.

    Und mir ist auch durchaus bewusst, dass es ganz liebenswerte tolle Menschen mit großem Herz unter den Huren gibt.
    Sah die Tage noch einen Bericht über eine „Miss Molly“ (eine sehr dicke alte Hure, die am Ende ihres Lebens noch mit 67 Jahren für Minipreise arbeiten musste), und sogar noch arbeiten musste, als sie schwer an Krebs erkrankt war.

    Diese Dame machte auf mich einen solchen Eindruck; den Eindruck, dass sie sowohl privat und auch geschäftlich ein großes Herz hatte und eine ganz lieber Mensch war.

  20. @ Bernd Harder: Das würde ich gerne vermeiden und appelliere daher an *alle*, dies ab und an zu berücksichtigen, auch wenn die Tastatur noch so verlockend aussieht.

    Das ist bildschön formuliert, wirklich gelungen :)

    Was AstroTV angeht: Um da als Präsentator zu arbeiten muss man doch entweder ziemlich arglos (um nicht zu sagen: dämlich) oder ausgesprochen zynisch drauf sein, oder? Pierre Castells Meinung zu Prostitution hin oder her, sich bei AstroTV vor die Kamera zu stellen ist ziemlich unterste Schublade.

    (@ Pierre Castell: Woher stammt eigentlich die Erkenntnis, dass die AstroTV-Leute großenteils Prostituierte waren?)

  21. @ gnaddrig

    Ich meinte dies allgemein bezogen auf Wahrsager, Hellseher, Kartenleger. Also nicht speziell auf Astro-TV bezogen.

  22. @ pierre

    die dame hieß nicht miss molly, sondern molly luft. wenn du hier schon namen nennst, dann bitte die richtigen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Molly_Luft

  23. @ Pierre Castell: Ok, ich wäre trotzdem an einer Quelle interessiert.

    Und um ehrlich zu sein, ich bezweifle, dass gerade Prostituierte im Schnitt unehrlicher, amoralischer oder betrügerischer drauf sind als andere. Sicher mögen viele schwarz arbeiten, Steuern hinterziehen und was weiß ich, aber das tun auch Fußballmanager, Untermehmer, kleine Handwerker und was weiß ich wer noch.

    Prostitution ist sicher ein Geschäft in der Grauzone, immer halb illegal, aber ich weiß wirklich nicht, ob das wirklich so relevant ist. Mit der Geisteshaltung und den Geschäftspraktiken von Zuhältern, auf Abmahnungen spezialisierten Anwälten, Immobilienhaien oder schwarzarbeitenden Handwerkern habe ich mehr Probleme als mit denen von Prostituierten.

    Das mag Geschmackssache sein (und Sie haben natürlich ein Recht auf Ihre Meinung zu egal was), aber AstroTV-Gesicht zu sein ist verwerflich, auch ohne dass man sich irgendwann mal prostituiert hat.

  24. @ gnaddrig
    Quelle?

    Ok, fragen Sie Polizisten, Rechtsanwälte, Staatsanwälte, Richter und Personen wie Nachbarn, Familienangehörige, Bekannte dieser Damen (die aber selbst nicht aus dem Milieu kommen) sowie sämtliche Menschen, die mit Prostituierten zu tun haben (aber keine Freier der Damen).

  25. @ Pierre Castell
    Ich teile Ihre Art von Schubladendenken überhaupt nicht und damit ist dazu alles gesagt.
    Kleider machen Leute – NICHT!

    @Bernd Harder
    Ihre Art der Moderation ist sehr gut und angemessen.

  26. @ Pierre Castell: Und Sie haben tatsächlich Nachbarn, Bekannte und Kunden einer ernstzunehmenden Zahl von Wahrsagern, Hellsehern, Kartenlegern befragt, um so eine allgemeine Aussage über diese Leute machen zu können? Haben Sie auch Polizisten, Anwälte, Staatsanwälte oder Richter zu konkreten Wahrsagern, Hellsehern, Kartenlegern befragt? Dürfen die Ihnen überhaupt Auskunft geben?

  27. @ gnaddrig
    Nicht befragt, ERFAHREN!

    Selbstverständich dürfen die aufgezählten Personen Auskünfte geben, sofern sie keinen Namen nennen.

  28. @ vincent
    So hat jeder seine eigene Meinung (und Erfahrungen).

    „Kleider machen Leute – NICHT!“
    In diesem Punkt stimme ich Ihnen voll zu!

  29. Liebe Leute, ich möchte jetzt gerne das Thema „Prostitution“ für Off-Topic erklären und also abschließen.

    Vielen Dank für den engagierten Meinungsaustausch.

  30. Hallo,

    mal die Frage in die Runde. Wird jetzt alles was mit ASTRO zu tun hat verteufelt? Oder geht es eher um das Abzocken der Hilfesuchenden?

  31. @Jaroslav:

    Wenn Sie mit „ASTRO“ Astrologie meinen:

    „Verteufelt“ wird hier überhaupt nichts, Astrologie ist schlicht und belegbar faktischer Unsinn und so etwas wie „seriöse“ Astrolgie gibt es nicht:

    http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/01/07/astrologie-ist-unsinn/

    https://blog.gwup.net/2011/01/03/seriose-und-unseriose-astrologie/

  32. @Jaroslav

    Die „Astrologie“ hatte früher ihre Bedeutung und war wie auch die „Alchemie“ ein Motor für die wirklichen Wissenschaften, Astronomie und Chemie.
    Diese „Wissenschaften“ stammen aus der Übergangszeit vom (Aber-)Glauben zu dem, was wir heute als Wissenschaft kennen.

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