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SkepKon-Video: Osteopathie – was (nicht) geht

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Das zweite SkepKon-Video zum Thema „Osteopathie“ ist jetzt online (ein Film von Andreas Weimann):

Dr. Matthias Keilich arbeitet in einer privatärztlichen Praxis in Berlin:

Es gibt viele Ärzte, vornehmlich Orthopäden, die Osteopathie anbieten. Was aber verbirgt sich eigentlich dahinter? Was war die Osteopathie ursprünglich im Sinne ihres Erfinders Arzt Andrew Taylor Still und hat sie sich hiervon weg oder nur weiterentwickelt?

Heute wird Osteopathie für eine Vielzahl an Erkrankungen angeboten. Doch kann man wirklich alles mit Osteopathie heilen oder möglicherweise gar nichts? Ist vielleicht die Osteopathie hilfreich, eventuell aber gar nicht in dem Sinne, wie es die Osteopathie vorgibt zu sein? Wie steht die Schulmedizin dem Thema gegenüber?

Auf all diese Fragen soll der Vortrag Antworten liefern. Darüber hinaus soll ein strukturierter Überblick aus medizinischer Sicht gegeben werden, was Osteopathie ist, was sie möglicherweise imstande ist zu leisten, wo ihre Grenzen erreicht sein könnten und stellt diese in den Kontext der damaligen Zeit, als sie entwickelt wurde.“

Zum Weiterlesen:

  • SkepKon-Video: „Osteopathie – was sagt die Evidenzbasierte Medizin?“, GWUP-Blog am 13. August 2018
  • Nachgefragt 016: „Osteopathie“ vom 31. Juli 2018
  • Das „Phantom“ Osteopathie, GWUP-Blog am 12. Juni 2018
  • Patienten in guten Händen? Eher nicht – Die Zeit berichtet kritisch über Osteopathie, GWUP-Blog am 2. September 2016
  • Osteopathie bei Psiram
  • Osteopathie: Eine Heilmethode auf dem Prüfstand, Skeptiker 3/2015
  • IGeL-Monitor: Osteopathie bei unspezifischen Kreuzschmerzen

10 Kommentare

  1. „Erklärtes Ziel der Osteopathie ist es, ganzheitlich zu behandeln. Während die Technik in Frankreich bereits staatlich anerkannt ist, steht dies in Deutschland noch aus. Wie effektiv kann Osteopathie sein? Dr. Gabriele Rotter an der Charité Berlin versucht, dies herauszufinden. „Xenius“ trifft darüber hinaus den Ruderer und Olypiasieger Andreas Kuffner und seinen Therapeuten.“

    https://www.spektrum.de/video/osteopathie-wie-wirksam-ist-die-therapie/1589428

  2. Es ist unglaublich, wie hier versucht wird, die Osteopathie für lächerlich zu erklären! Meiner Meinung nach hat er schlecht recherchiert.Seine Behauptungen sind entsprechen nicht der Realität! Die Ausbildungsstunden z.B. betragen keine 33 Tage, ich weiß nicht, woher er diese Zahl hat? Festgelegt sind 1350 Stunden,diese sind auch durch die WHO vorgeschrieben!
    Die Behandlung sei ein Risiko….
    Der Therapeut im Video stellt die HWS in den Kopfgelenken in Behandlungsrichtung ein – die untere HWS ist durch die Flexion fixiert – er setzt am Ende einen kurzen Impuls. Dies als brutale ( laut Aussage des Herrn Doctor : das soll sanft sein ?)Tat am Patienten darzustellen, ist gewollt und hat System, denn die Zuhörer sollen glauben : Osteopathie ist schädlich!!Wer keine Ausbildung in Manueller Therapie hat, kann auch nicht beurteilen, was der Therapeut hier im Video macht.

    Die Osteopathie heilt keine Krankheiten!Es wird in der Therapie die Funktion untersucht und bei Bewegungseinschränkungen und Spannungsstörungen, diese Funktion – also die Beweglichkeit hergestellt und die Spannungen im Gewebe reguliert.Dies verbessert den lymphatischen, venösen Abfluss und Verbessert die Versorgung der verschiedenen Strukturen wie Muskeln, Bindegewebe, Faszien.Es geht nicht um das Heilen von Krankheiten,die kann nur der Körper von selber regulieren!

  3. @Smok:

    a) „Da es den Beruf [Osteopath] hierzulande noch nicht gibt, kann sich auf Grund fehlender gesetzlicher Vorgaben nahezu jeder Osteopath nennen und ohne ein qualitatives Mindestmaß an Ausbildungsinhalten und -stunden praktizieren.“

    b) „Osteopathische Behandlungsmethoden sind nicht risikofrei. Insbesondere vorgeschädigte Körperstrukturen können dabei weiter geschädigt werden.“

    c) „Die Osteopathie behandelt keineswegs nur Beschwerden des Bewegungsapparates, da nach Stills Lehre letztlich nahezu alle Arten von Krankheiten auf die eingeschränkte Beweglichkeit bestimmter Körperpartien zurückgehen.“

    https://blog.gwup.net/2018/06/12/das-phantom-osteopathie/

  4. @ Smok:

    Allein schon die „splenic pump“ zeigt sehr schön, dass Osteopathie nichts als Voodoo ist.

  5. @ Smok
    „Es ist unglaublich, wie hier versucht wird, die Osteopathie für lächerlich zu erklären! “

    Das sehe ich aber ganz anders. Hier werden wissenschaftliche Fakten aufgeführt.

    Smok, nennen Sie mir bitte die Aussagen, in denen Ihrer Meinung nach etwas „für lächerlich“ erklärt wird.

  6. Naja. Hier kann man ziemlich deutlich Futterneid feststellen.
    Es stimmt z.B. nicht, dass man nur 33 Unterrichtstage absolviert.
    Alleine 28 Tage werden in 1 Jahr absolviert. Das dann mal 5 Jahre. Hinzu kommen die Präperationskurse. Also, der Dozent hat sehr schlecht recherchiert.
    Vielleicht war es aber auch Absicht.

    Erwähnt hat er auch nicht, dass der wissenschaftliche Nachweis in der Schulmedizin bei unter 20% liegt.
    Aber von anderen Disziplinen 100% verlangen. Fiinde ich persönlich mehr als schäbig.
    Auch hat er nicht erwähnt, dass die Ärzte mit wenigen Fortbildungsstunden sich als ärztl. OSTEOPATHEN bezeichnen dürfen. Die Frage sei erlaubt, warum eigentlich?
    Inzwischen hört man sogar immer wieder, dass an den Universitäten die Anatomie gestrichen werden soll. Warum auch nicht?
    Welcher Arzt kennt denn nach 10 Jahren noch die Anatomie?
    Und junge Ärzte sind heute kaum in der Lage Organe zu palpieren. Warum????
    Weil man sich nur auf die Gerätemedizin und Pharma verlässt. Eigentlich braucht man sen Patienten gar nicht zu sehen
    Einfach eine Anamnese machen, dann direkt an die Geräte hängen und Medikamente verschreiben.
    Arzt in Deutschland bedeutet einen Freischein für Alles zu besitzen. Erhaben über alles.
    Das haben die Patienten auch schon gemerkt und haben einfach die Nase voll. Verständlich!
    Das gesamte Gesundheitssystem müsste reformiert werden. Und Privilegien für Ärzte verschwinden

    Kann man nur hoffen, dass seine Ehefrau ihn zukünftig auf den Boden zurückholt.

  7. @stern:

    Naja. Hier kann man feststellen, dass Sie nicht mal die vorherigen Kommentar-Antworten gelesen haben, sondern wieder dasselbe runterbeten.

    „Es stimmt z.B. nicht, dass man nur 33 Unterrichtstage absolviert.“

    Lesen Sie die Kommentar-Antwort davor:

    Da es den Beruf [Osteopath] hierzulande noch nicht gibt, kann sich auf Grund fehlender gesetzlicher Vorgaben nahezu jeder Osteopath nennen und ohne ein qualitatives Mindestmaß an Ausbildungsinhalten und -stunden praktizieren.

    „Erwähnt hat er auch nicht, dass der wissenschaftliche Nachweis in der Schulmedizin bei unter 20% liegt.“

    Vermutlich hat er das deswegen nicht erwähnt, weil diese Behauptung Blödsinn ist:

    https://blog.psiram.com/2011/09/wieviel-medizin-ist-evidenzbasiert/

    Aus dem ganzen Rest Ihres Kommentars kann man ziemlich deutlich Neid auf Leute, die ein Medizinstudium geschafft haben, feststellen.

  8. @ smok

    Das war mir ziemlich klar, dass ich von Ihnen keine sachliche Antwort erhalte werde.

    Immer das gleiche Schema:
    Zuerst poltern und Aufmerksamkeit erzielen wollen und kurz danach wieder spurlos verschwinden, weil kein Fachwissen vorhanden und man der Diskussion nicht gewachsen ist.

  9. @ stern

    „Arzt in Deutschland bedeutet einen Freischein für Alles zu besitzen!“

    Diesen angeblichen „Freischein“ hätten SIE wohl zu gerne, stimmt´s?

    Entsetzlich, wie Sie Ärzte derart pauschal herabwürdigen.

  10. Arzt zu werden, scheint für manche Menschen so begehrenswert zu sein, dass, wenn sie nicht das Studium schaffen (vielleicht auch gar nicht erst beginnen) und die entsprechenden Fähigkeiten nicht dazu aufbringen, sie sogar zum Betrüger werden.

    https://web.de/magazine/panorama/betrueger-arztkittel-falsche-mediziner-problem-kliniken-33846388

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