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Politologe Christian Stecker unter Beschuss: Worum wird hier eigentlich gestritten?

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Ein neues Video von Nikil. Er beginnt mit den Worten:

Carl Schmitt. Das war einer der maßgeblichen juristischen Apologeten des NS-Regimes. Und sein Name wird nun verknüpft mit einem in Deutschland lehrenden Professor. Und zwar nicht irgendwo, sondern auf einer renommierten Plattform für Rechtswissenschaft und Gesellschaft.

Worum es genauer geht, zeigt die Videobeschreibung:

Nach seinem Auftritt bei Caren Miosga gerät der Politikwissenschaftler Christian Stecker (TU Darmstadt) scharf in die Kritik. Auslöser ist seine Aussage, dass neben einem multikulturellen auch ein „ethnopluralistischer“ Gesellschaftsentwurf Teil des demokratischen Pluralismus sein könne.

Später präzisiert Stecker, dass er damit nur Positionen zum demokratischen Pluralismus zählt, die staatsbürgerliche Realitäten anerkennen und ihrerseits andere Gesellschaftsentwürfe als legitime Positionen akzeptieren. Dennoch wird er danach scharf angegriffen. Der Freiburger Professor für Öffentliches Recht Fabian Michl kritisiert ihn im Verfassungsblog, die Autorin Annika Brockschmidt im Freitag.

In diesem Video schauen wir uns Christian Steckers Position an, die Kritik an ihm – und die Methoden, mit denen seine Kritiker weit über legitime Sachkritik hinausgehen.

Warum ein Politologe plötzlich in der Nazi-Ecke steht

Inhalt:

  • 0:00 Intro
  • 0:38 Christian Stecker
  • 1:18 Miosga Ep. 2
  • 2:05 „Ethnopluralismus“
  • 2:33 Die Neuen Rechten
  • 3:24 Steckers Begriff
  • 4:16 Demokratischer Streit
  • 4:44 Legitimer Ethnopluralismus
  • 5:32 Verfassungsblog
  • 5:54 Michls „Kritik“
  • 9:00 NPD-Urteil
  • 10:27 Diskursverschiebung
  • 11:41 Wissenschaft vs. Aktivismus
  • 12:51 Brockschmidts „Kritik“
  • 15:36 Kontaktschuld
  • 16:33 Pseudo-Dissens
  • 17:13 Antipluralismus
  • 19:05 Diskurskultur
  • 20:15 System „Cancel Culture“
  • 21:25 Meine Lösung

Ebenfalls hat Holger Marcks die Kontroverse in einem ausführlichen Artikel aufgearbeitet:

Zum Thema:

  • Artikel: Faktencheck zu Caren Miosga vom 06.09.2026, NDR am 10.09.2026
  • Video: Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt, Caren Miosga am 06.09.2026
  • Kommentar: Christian Stecker auf LinkedIn

Hinweis:

Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org

2 Kommentare

  1. Annika Brockschmidt kann man nicht als seriöse Kritikerin ernst nehmen. Ich habe schon einige ihrer Artikel und Kommentare gelesen. Mein Eindruck war sehr oft, dass es ihr vorrangig darum geht, die „Marke Brockschmidt“ (Bücher, Podcasts) zu pushen. Sie emotionalisiert sehr stark in ihren Texten, verwendet des Öfteren zweifelhafte Quellen und ist zudem eine Befürworterin von Intersektionalität und Identitätspolitik, welche dementsprechend auch ihre Analysen prägen. In einem Artikel, der mir in Erinnerung geblieben ist, hat sie Behauptungen aufgestellt, die nur noch als Verschwörungsmythen bezeichnet werden können.

    Annika Brockschmidt hat die Mechanismen der modernen Kommunikation sehr gut verinnerlicht. Sie versteht es geschickt, über soziale Medien oder wohlgesonnene Medien, die sie gerne als Expertin für rechte Gruppierungen oder Parteien verkaufen, Aufmerksamkeit zu erregen und eine korrekte Haltung aggressiv einzufordern. Sie betreibt ein „Moralspektakel“, um den Philosophen Philipp Hübl zu zitieren.

    Zum Abschluss noch (für manche Leser sicherlich provozierender) Denkanstoß: Annika Brockschmidt ist insoweit eine Expertin für rechte Gruppen, wie die Journalistin Gabriele Krone-Schmalz eine Russlandexpertin ist.

  2. Eine Ergänzung zu meinem vorherigen Kommentar. Ich habe Nikil Mukerjis Video NICHT gesehen.

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