Nikil Mukerji hat einen eigenen YouTube-Kanal gestartet. Unter dem Namen System 2 möchte er nach eigener Aussage
[k]lare Gedanken zu aktuellen Themen für Deine intellektuelle Selbstverteidigung
liefern.
Da kam jetzt diese Woche das erste Video:
Was die kranke Debatte über Apollo News zeigt
Nikil steigt ins Video ein:
Ein Reporter liegt am Boden. Um ihn herum Menschen, die ihn verfolgt und bedrängt haben. Dann Tritte gegen den Kopf. Das war am letzten Wochenende in Erfurt. Drei Reporter von Apollo News wurden bei Protesten gegen den AfD-Parteitag körperlich angegriffen. Polizei ermittelt und das Netz kocht.
Für Nikil ist dabei nicht nur der Vorfall selbst bemerkenswert, sondern vor allem die Art, wie anschließend darüber diskutiert wurde:
Diese Debatte ist krank.
Warum? Er macht drei Mechanismen aus, die aus seiner Sicht eine rationale Auseinandersetzung erschweren:
- Morality binds (Gruppensolidarität kann uns den Blick auf die Wirklichkeit verstellen.)
- Morality blinds („Was muss wahr sein, damit meine Seite Recht hat?“ statt „Was ist wirklich passiert?“)
- Morality ‚kills‘ (Moral teilt Menschen in Freund und Feind ein.)
Gerade weil moralische Fragen aber wichtig sind, müsse man sich dieser Mechanismen bewusst werden:
Und deswegen ist es wichtig, dass wir, wenn wir über moralische Fragen reden, genau diejenigen Module abschalten, die automatisch anspringen, wenn es um moralische Fragen geht.
Zum Schluss beschreibt Nikil noch, was er unter intellektueller Selbstverteidigung versteht. Entscheidend sei die richtige Reihenfolge bei der Urteilsbildung:
Erst die Tatsachen, dann die Bewertungsmaßstäbe und dann aufbauend darauf das Urteil.
Alles Weitere im Video.
Zum Thema:
- Artikel: Pressefreiheit gilt auch für Rechte, Leon Holly via taz am 06.07.2026
- Artikel: Auf die Fresse, Stefan Niggemeier via Süddeutsche Zeitung am 06.07.2026 (Bezahlschranke)
Hinweis:
Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org.

12. Juli 2026 um 14:45
Puh, jetzt muss ich noch ein Lesezeichen setzen. ;)
14. Juli 2026 um 08:17
Es ist gut, dass politische Äußerungen dann, nach diesem Artikel, nicht mehr unter das Dach der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchungen von PARAWISSENSCHAFTEN gepresst werden.
14. Juli 2026 um 18:04
@Sebastian Bartoschek
1) Warum kann nicht beides geschehen, dass Themen sowohl bei GWUP als auch auf einem privaten Kanal thematisiert werden?
2) Politische Äußerungen? Echt jetzt?
3) PARAWISSENSCHAFTEN. Dieser Verweis ist so alt, dass sein Bart von Hamburg bis nach München reicht.
15. Juli 2026 um 10:29
Es ist gut, dass der Kommentar von Herrn Bartoschek freigeschalten wurde.
Schließlich sollen auch eventuell neu Hinzugekommene sehen, wie der Herr tickt.
16. Juli 2026 um 08:29
@RainerO
Danke, sehe ich genauso, vor allem auch für die Mitglieder, die dadurch sehen, dass sie noch nicht alleine sind. Es gibt selbst in der GWUP noch Mitglieder, die da sind, weil sie Parawissenschaften betrachten wollen, und nicht um Politik zu machen. Durchhalten!
@RPG..
Zu 2) ja.
Zu 3) der Umstand, dass etwas alt und bekannt ist, macht es nicht falsch. Als wissenschaftlich Interessierter ist mir das klar.
16. Juli 2026 um 08:36
Nochmal
@RainerO
Natürlich wurde der Kommentar freigeschaltet, deine Aussage impliziert aber, dass du dafür bist, dass bestimmte Meinungen im verein nicht stattfinden dürfen.
16. Juli 2026 um 09:31
Wer sich mit Parawissenschaften beschäftigen möchte, kann sich mit der „Dokumentation“
Dem Okkulten auf der Spur – Die Erforschung des Paranormalen in Séancen von Prof. Dr. Eckhard Kruse (Informatiker) und Dr. Heike Bauder (Psychologin) beschäftigen (https://www.youtube.com/watch?v=Rj3PePr4Gxs). Dort wird das Medium Kai Mügge beworben und der „berühmte“ PSI-Forscher Lucius Werthmüller wird genannt. Soweit ich es beurteilen kann, liefert diese „Doku“ allerdings nichts Neues.
„In 100 Jahren wird die Forschung akzeptiert sein, und in den Lehrbüchern stehen. Es passt nur nicht in das derzeitige Weltbild.“ Ich bin mir sicher, dass die Behauptung auch schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts getätigt wurde.
16. Juli 2026 um 12:39
@Sebastian Bartoschek
>> deine Aussage impliziert aber, dass du dafür bist, dass bestimmte Meinungen im verein nicht stattfinden dürfen.
Unsinn! Das impliziert meine Aussage definitiv nicht.
Was soll dieser billige Provokationsversuch?
16. Juli 2026 um 17:35
@Sebastian Bartoschek
Ich finde es sehr ironisch (und auch amüsant), dass ein ehemaliges (?) Mitglied der GWUP, welches sich vor gar nicht langer Zeit eifrig bemüht hat, die GWUP ins öffentliche Abseits zu führen, nun Durchhalteparolen im Blog für „unterdrückte“ Mitglieder postet und Aussagen verdreht muss. Spüre ich da einen gewissen Frust, dass die vor zwei jahren lauthals verkündeten Untergangsparolen für den Verein nach dessen Neuausrichtung sich als veritabler Reinfall erwiesen haben?
16. Juli 2026 um 19:37
Wieso dankst du dann für eine Freischaltung? Egal. Ich habe nicht das Gefühl, dass du da ehrlich für dich was hinterfragen möchtest. Belassen wir es dabei dann doch :)
16. Juli 2026 um 22:23
@ Sebastian Bartoschek
>> Belassen wir es dabei dann doch…
Ja, besser so, denn du redest wirr. Gehört auch nicht zum Thema.
Nachträglich tut es mir leid, dass ich auf das wiederholte frustrierte Sticheln eingestiegen bin.