
Warum glauben manche Menschen an Geister, Telepathie oder andere paranormale Phänomene? Dieser Frage geht Lilian Schröder in ihrem Radio-Feature „Zwischen Zweifel und Spuk“ nach.
Zu Gast ist Prof. Dr. Christoph Bördlein, Psychologe an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt und Mitglied im Wissenschaftsrat der GWUP.
Bördlein erklärt, warum außergewöhnliche Behauptungen besonders sorgfältig geprüft werden müssen: Wären sie wahr, könnten sie mit gut etabliertem Wissen über die Welt in Konflikt geraten. Zugleich macht er deutlich, weshalb persönliche Erlebnisse so überzeugend wirken können – auch dann, wenn sie keine verlässliche Erklärung für das Erlebte liefern.
Ein zentraler Punkt: Wahrnehmung ist kein bloßes Abbild der Wirklichkeit. Erwartungen, Erfahrungen und Erzählungen beeinflussen, welche Bedeutung wir Geräuschen, Schatten oder Zufällen geben. Gerade an vermeintlich „spukenden“ Orten können solche Deutungsmuster besonders wirksam werden.
Auch die soziale Bestätigung spielt eine Rolle: Wenn andere von ähnlichen Erlebnissen berichten, kann dies die Überzeugung verstärken, tatsächlich etwas Paranormales erfahren zu haben. Skepsis heißt dabei nicht, Menschen ihre Erfahrungen abzusprechen, sondern Erklärungen kritisch zu prüfen.
Zum Feature: „Zwischen Zweifel und Spuk“ auf YouTube
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