Auf dem Community-Kanal der GWUP ist bereits vor einer Woche ein Video zum Themenkomplex Bildung erschienen. Wir wollen es hier auch noch kurz im Blog verlinken.
Darum geht es:
Das sogenannte 4K-Modell — Kreativität, Kommunikation, Kollaboration, Kritisches Denken — gilt in Bildungsdebatten als Schlüsselkompetenz für das 21. Jahrhundert. Eine Studie, die Teil des Lupe²-Projekts ist, das von der Bertelsmann Stiftung mit dem Change Learning Award ausgezeichnet wurde, will belegen, dass sich diese vier Kompetenzen messen und fördern lassen.
Benedikt Wisniewski hat gemeinsam mit Tanja Fritz und Martin Daumiller eine kritische Replik verfasst. Darüber spricht er im Video mit André Sebastiani.
Der Psychologe Benedikt Wisniewski hat zusammen mit Tanja Fritz und Martin Daumiller eine Replik verfasst. Ihr Befund ist ernüchternd: Die Studie strotzt vor Mängeln. Die Faktoren des Modells lassen sich mit den erhobenen Daten nicht voneinander trennen, die Stichprobe für das eingesetzte Verfahren viel zu klein. Das Modell wurde nachträglich so angepasst, dass es zu den Daten passte. Eine Kontrollgruppe fehlte. Die gemessenen Effekte selbst gehen gegen Null.
Steht ein preisgekröntes Bildungsprojekt auf pseudowissenschaftlichem Fundament?
Inhalt:
- Einleitung und Thema [ab 0:00 min]
- Das 4K-Modell und die prämierte Studie [ab 1:00 min]
- Was zeigt die Replik methodisch [ab 7:27 min]
- Post-hoc Model-Fitting und Bestätigungslogik [ab 10:10 min]
- Wo verläuft die Grenze zu Pseudowissenschaft [ab 12:44 min]
- Stichprobengröße und Fit-Indizes [ab 15:32 min]
- Fazit [ab 32:38 min]
Zum Thema:
- Artikel: Die 4K im Gewand empirischer Forschung: Eine Antwort auf Albrecht et al. (2025), Benedikt Wisniewski, Tanja M. Fritz, Martin Daumiller
- Podcast: Psychologie fürs Klassenzimmer (von Benedikt Wisniewski)
Hinweis:
Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org.
