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SinansWoche: „Es ist so ermüdend.“ – Christfluencer, Doppelstandards und Lagerdenken

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Sinan blickt auf die vergangene Woche zurück:

In dieser Sendung heute geht es um Religion, ganz viel Schwurbel, Adolf Hitler im Fußballstadtion, komplett humorbefreiten Queerfeminismus und zum Schluss um das Einzige, was mich überhaupt noch beruhigen, besänftigen oder glücklich machen kann: die schönsten Geschöpfe auf unserer schönen Erde – Katzen.

Christfluencer-Wahnsinn und feministische Psychose | Social Media am Limit

Ausgangspunkt ist der Fußballprofi Felix Nmecha, der nach einem WM-Spiel öffentlich über seinen christlichen Glauben sprach. Dagegen hat Sinan grundsätzlich nichts einzuwenden:

[N]atürlich dar jeder Mensch glauben, was er möchte. Er darf an Horoskope, Homöopathie, Hokuspokus, Zauberer oder auch an einen Gott glauben.

Kritisch sieht er allerdings die unterschiedlichen Maßstäbe, mit denen religiöse Überzeugungen in der Öffentlichkeit bewertet werden:

Mich irritiert, wie unterschiedlich wir Schwurbel bewerten. Wenn Felix Nmecha öffentlich Jesus abfeiert und alle sagen: „Oh, wie schön, oh voll brüderlich und so.“, dann müssen wir diesen Maßstab auch bei allen anderen anlegen. Dann ist auch Rüdigers durchgepeitschter Islam genauso okay, dann ist aber auch Scientology okay. Horoskope, Homöopathie, Energieheilung und der ganze andere Hokuspokus – das ist alles dann gleich okay. Also entweder alles oder eben nichts davon.

Dabei erkennt Sinan auf unterschiedlichen politischen Seiten jeweils eigene blinde Flecken:

Die Rechtspopulisten finden natürlich immer sehr deutliche Kritik bezogen auf den Islam, sind aber bei christlichem Glauben in der Regel völlig blind und unkritisch. Bei den woken Linken ist es genau andersrum: Sie erkennen sofort, wenn ein Christfluencer homophob oder queerfeindlich ist, sind dann aber erstaunlich still bezogen auf den Islam.

Als Beispiel dient ihm ein Gespräch zwischen einem christlichen Influencer und dem rechtskonservativen YouTuber Boris von Morgenstern. Dort vermisst Sinan die gleiche kritische Distanz, die andernorts häufig eingefordert wird:

Boris erkennt Ideologie offenbar sehr zuverlässig, aber nur wenn sie von links kommt. Wenn ein queerer Aktivist mit der Moralkeule auftritt, ist sofort Kulturkampf. Wenn aber dann ein christlicher Pastor mit derselben missionarischen Gewissheit erklärt, wie Menschen zu leben und vor allem zu lieben haben, ja, dann wird einfach nur brav genickt. Und dieses Muster sieht man mittlerweile überall. Viele kritisieren nicht Dogmatismus; sie kritisieren nur den Dogmatismus der anderen.

Alles Weitere im Video.

Zum Thema:

  • Artikel: Innerchristlicher Kulturkampf: Seb Schnelle mit Beiträgen zur religionspolitischen Strategie der AfD, GWUP-Blog am 05.03.2026
  • Artikel: Mit Gott siegen? – Wie der Fußball zur Missionsbühne wird, Ralf Nestmeyer via hpd am 03.11.2025

Hinweis:

Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org.

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