Zwei Termine in der kommenden Woche:
Postfaktische Narrative von Links – Von der Alten bis zur Neuesten Linken
Mit dem Thema, das er vor ein paar Wochen bereits bei den Skeptics in the Pub München vorgestellt hat, kommt Holger Marcks nächsten Mittwoch (21. Januar, ab 19:00 Uhr) nun auch zu den SitP nach Hamburg:
Postfaktische Narrative von Links – Von der Alten bis zur Neuesten Linken Von der Revolutionsmythologie bis zum woken Bullshit – postfaktische Dynamiken kommen nicht nur von rechts. Das zeigt das Buch »Zurück nach vorn« (Alibri-Verlag 2025), das sich zentral um Irrungen und Wirrungen der (radikalen) Linken dreht. Co-Autor Holger Marcks erläutert in dem Vortrag die epistemischen Probleme linker Politik, aufgezeigt an konkreten Beispielen. Holger Marcks ist Sozialwissenschaftler mit Schwerpunkt auf Radikalisierung und Polarisierung, insbesondere im digitalen Kontext. Er arbeitet zu Rechtsextremismus und Islamismus, aber auch zur Phänomenologie der radikalen Linken. Zuvor studierte er Islamwissenschaft, Soziologie und Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin.
Cancel the Game
Ideologischer Aktivismus und sein Einfluss auf die Gaming-Kultur
Am darauffolgenden Tag geht es weiter mit einem neuen Vortrag aus der Reihe Humanistischer Campus von Kortizes. Alexander Wolber referiert am Donnerstag, 22. Januar, ab 20:15 Uhr über ideologische Strömungen in der Gamingszene.
Diese Veranstaltung findet live online über diesen Zugangslink statt (Meeting-ID: 845 2070 4889). Die Teilnahme ist kostenfrei.
Videospiele haben eine kurze, aber rasante Geschichte. Noch in den 1950er Jahren wurde eifrig an der digitalen Umsetzung »realer« Spiele geforscht. Nur knapp 40 Jahre später explodierte der Absatzmarkt für Videospiele, und eine exponentiell wachsende Zahl von Menschen wurde zu »Gamern«. Heute sind Videospiele ein fester Bestandteil des Alltags und Teil des Kulturguts.
Während man sich damals noch an der technischen Innovation erfreute, bekannte Spiele und Sportarten wie Dame oder Tennis digital darstellen zu können, bieten moderne Videospiele deutlich mehr Gestaltungsraum für grafische Details und komplexes Storytelling. Dadurch können kulturelle, politische und weltanschauliche Überzeugungen in Videospielen vermittelt werden, was in manchen Fällen zu einer ideologischen Vereinnahmung des Spiels führen kann. Gleichzeitig gibt es »Gaming-Aktivisten«, die gegen Inhalte einzelner Videospiele Stimmung machen, wenn diese nicht ihren eigenen ideologischen Vorstellungen entsprechen. In einigen Fällen sind die ideologischen Fronten sogar so verhärtet, dass es zu realen Gewaltandrohungen kommt – wie die »Gamergate«-Kontroverse im Jahr 2014 zeigte.
Der Vortrag skizziert zunächst die geschichtliche Entwicklung von Videospielen und verdeutlicht den zunehmenden Komplexitätsgrad der inhaltlichen Darstellungen. Anschließend werden einige ideologisch motivierte Aktivitäten aus den Bereichen Rechtsextremismus, Religiosität, Wokeness und Feminismus anhand konkreter Beispiele vorgestellt und diskutiert.
Zum Thema:
- Artikel: Skeptische Gesellschaft: Die Brandmauer-Debatte unter der Lupe, GWUP-Blog vom 16.02.2025
- Buch: Holger Marcks/Felix Zimmermann: Zurück nach vorn. Ein sozialrepublikanisches Panorama, Alibri-Verlag, 3 Bände, 470 Seiten, 39,00 €
- Homepage: Skeptics in the Pub Hamburg
- Artikel: Alexander Wolber analysiert umstrittenen Essay zu weiblicher Genitalverstümmelung, GWUP-Blog vom 15.01.2026
- Artikel: SkepKon-Video: Verschwörungsdenken verstehen – Vortrag von Alexander Wolber, GWUP-Blog vom 15.12.2025
- Artikel: Zwei hpd-Beiträge zu kontroversen Themen: Kritik an Ritueller-Gewalt-Doku und Proteste gegen Univortrag, GWUP-Blog vom 06.11.2025
- Artikel: Ein neuer Ort für Aufklärung und Austausch: Das Humanistische Bildungs- und Begegnungszentrum Konstanz, GWUP-Blog vom 19.04.2025
Hinweis:
- Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org.
- Wenn ihr noch nicht im Skeptischen Netzwerk angemeldet seid, möchten wir euch herzlich dazu einladen. Dort finden GWUP-Mitglieder und Interessierte eine Plattform für Diskussionen und Austausch rund um skeptische Themen:


16. Januar 2026 um 18:34
Für die Lesung in Hamburg haben wir nun einen Raum: es wird wieder die Bar Oorlam (https://share.google/SxxxGy8kqKlz244np). Dort treffen wir uns hinten im „Philosophen-Zimmer“
Wer einen Freund mitbringt, der noch nie dabei war, erhält von mir ein Bier ausgegeben.
16. Januar 2026 um 19:33
@ Holger Marcks
Warum macht ihr das nicht auch online und ortsunabhängig, dann wäre ich zB als Neu dabei.
Virtuelle Pubs wären mal eine Anpassung an die Neuzeit :-)
16. Januar 2026 um 19:51
@zimtspinne
Die Skeptics in the Pub haben erst einmal die Idee, Menschen vor Ort zusammenzubringen, und gemeinsam auf das Leben anzustoßen. Holger Marcks war u. a. 2x bei Sebastian Schnelles Podcast „Vorpolitisch“ zu Gast, hier und hier.
Der Holger, der den Veranstaltungsort angekündigt hat, ist nicht Holger Marcks.
16. Januar 2026 um 22:22
Hat sich erledigt.
6. Februar 2026 um 14:45
Alexander Wolbers Vortrag als Video:
https://www.youtube.com/watch?v=jMif77juYVU