In den BMJ-Journals hat eine Autorengruppe einen Essay („Harms of the current global anti-FGM campaign“) zum Thema Genitalverstümmelung veröffentlicht.
GWUP-Mitglied Alexander Wolber hat den Text analysiert und dazu einen Artikel geschrieben. Der Beitrag erschien zuerst beim hpd und ist jetzt auch auf der GWUP-Website zu lesen:
Ein kürzlich veröffentlichter Essay über weibliche Genitalverstümmelungen sorgte für Aufregung und Diskussionen, denn die Autoren relativieren in ihrem Text die Gefahren und Folgen, die von ihr ausgehen. Maßnahmen zur Eindämmung von FGM werden zudem als “rassistisch” beschrieben. Der Essay weist einige gravierende Mängel auf.
Der Essay beschäftigt sich kritisch mit aktuellen globalen Bestrebungen und Ansätzen, über female genital mutilation (FGM, weibliche Genitalverstümmelung) aufzuklären. Wobei “kritisch” in diesem Zusammenhang nicht meint, dass blinde Flecken aufgezeigt werden sollen, die die Effektivität bisheriger Maßnahmen beschränken. Ganz im Gegenteil wird argumentiert, dass Aufklärungs- und Prohibitionskampagnen im Grunde rassistisch seien und die Empörung über FGM lediglich das Resultat hegemonialer Erzählungen des globalen Nordens über den Süden darstelle. Beschreibt dieser Essay also ein grundsätzliches Problem in der Art und Weise, wie wir das Thema FGMgegenwärtig behandeln? Zur Beantwortung dieser Frage wird der Essay zunächst in seinen zentralen Argumenten wiedergegeben und anschließend kritisch gewürdigt.
Zum Thema:
- Artikel: SkepKon-Video: Verschwörungsdenken verstehen – Vortrag von Alexander Wolber, GWUP-Blog vom 15.12.2025
- Artikel: Zwei hpd-Beiträge zu kontroversen Themen: Kritik an Ritueller-Gewalt-Doku und Proteste gegen Univortrag, GWUP-Blog vom 06.11.2025
- Artikel: Ein neuer Ort für Aufklärung und Austausch: Das Humanistische Bildungs- und Begegnungszentrum Konstanz, GWUP-Blog vom 19.04.2025
Hinweis:
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15. Januar 2026 um 12:48
Alexander Wolber hat Fantasy geschrieben: mit dem wissenschaftlichen Artikel „Harms of the current global anti-FGM campaign“ hat Wolbers Rezension nichts zu tun. Peinlich, dass die gwup das bewirbt.
15. Januar 2026 um 17:21
@Hermann Kleinert
Könnten Sie bitte sachlich darlegen, an welchen Stellen Alexander Wolber den Artikel missverstanden hat oder um Ihre Worte zu benutzen, sich etwas zusammenfantasiert? Dann gäbe es die Möglichkeit die „Peinlichkeit“ zu korrigieren, andernfalls wäre es nur die wiederholte Emotionalisierung gegen „die“ GWUP.
15. Januar 2026 um 18:21
@Carsten Ramsel
Ich denke nicht, dass eine sachliche Erklärung kommen wird. Beim hpd-Artikel ist es ähnlich. Eine Kommentatorin (?) hat sich dort über die Kritik Wolbers echauffiert, aber auf konkrete Nachfrage folgten nur die üblichen Worthülsen a la „nicht kompetent“ oder „lesen Sie den Artikel“.
15. Januar 2026 um 18:31
@ Carsten Ramsel Lesen Sie den Original-Artikel „Harms of the current global anti-FGM campaign“ und dann Alexander Wolbers Rezension – dann wissen Sie, was ich meine.
Alexander Wolbers Überschrift ist schon maximal irreführend: „Wissenschaftler rechtfertigen weibliche Genitalverstümmelung“. Das konnte ich nirgendwo entdecken, Sie vielleicht?
Für wie wahrscheinlich halten Sie es, dass in einem peer-reviewten Artikel zur Medizin-Ethik weibliche Genitalverstümmelung gerechtfertigt wird?
15. Januar 2026 um 18:40
@RPGNo1
Q.E.D.
15. Januar 2026 um 19:24
@Hermann Kleinert
Sie haben behauptet, es sei Fantasy. Dann ist es auch Ihre Aufgabe zu zeigen, wo sich Alexander Wolber irrt. „Lesen Sie richtig, dann sehen Sie es auch so wie ich.“ ist eine schöne rhetorische Figur, aber nun mal kein Argument. Und selbstverständlich können Sie eine Unterhaltung durch Fragen dominieren. Das führt aber auf keiner Seite zu einem Erkenntnisgewinn. Wo also irrt begründet Alexander Wolber?
Nachdem ich den Artikel und die Rezension ein zweites Mal wohlwollend gelesen habe, würde ich nicht von Rechtfertigung sondern von Verharmlosung sprechen. Die Betonung des Artikels liegt darauf, dass die Kritik an der FGM nur aus dem Westen komme, die autochthonen Lesarten nicht ausreichend gewürdigt würden, was für autochthone Kritiken für den Artikel selbst gilt und im Westen selbst an Genitalien herumgeschnitten wird, ohne das dieser es ausreichend kritisiert. Letzteres ist mir als Tuquoque-Argument bekannt. Denn ich muss nicht über FGM in anderen Kulturen schreiben, wenn ich die Doppelmoral der Gentialverstümmelung „des“ Westens hervorheben möchte.
In Ermangelung besserer eigener Worte möchte ich hier einen Auszug aus dem Kommentar von Udo Endruscheit zitieren:
Nach den ethischen Grundsätzen der ärztlichen Weltgemeinschaft (u. a. Nicht-Schadens-Prinzip, Autonomie, medizinische Indikation) sind medizinisch nicht indizierte, irreversible Eingriffe am Körper nicht einwilligungsfähiger Menschen unzulässig. Punkt.
Vor diesem Hintergrund wirkt der Essay argumentativ überfrachtet und teilweise widersprüchlich, weil er versucht, eine klare ärztlich-ethische Verbotsnorm in eine abwägbare kulturpolitische Frage umzudeuten. (https://hpd.de/comment/99227#comment-99227)
15. Januar 2026 um 20:12
@ Carsten Ramsel
(was der Kommentar mit „Q.E.D.“ sein soll, können Sie erklären, müssen Sie aber nicht)
Carsten Ramsel: „Dann ist es auch Ihre Aufgabe …“
meine Aufgaben suche ich mir selber aus. Sie sind wohl kaum derjenige, der hier irgendwen beauftragt.
Carsten Ramsel: „In Ermangelung besserer eigener Worte …“ Dass Sie keine eigenen Worte finden, sondern Udo Endruscheit zitieren, finde ich ja mal super beeindruckend.
Zu guter Letzt: Falls die GWUP meint – namentlich Sie, Carsten Ramsel -, Alexander Wolber habe eine adäquate, wissenschaftliche Rezension zu einem wissenschaftlichen Artikel geschrieben, bitte. Nicht (mehr) mein Problem.
15. Januar 2026 um 21:48
@ Hermann Kleinert
>> meine Aufgaben suche ich mir selber aus. Sie sind wohl kaum derjenige, der hier irgendwen beauftragt.
Wer hier mit “ der schreibt Unsinn“ (verdichtet) aufschlägt und das nicht begründet und auf die höfliche Bitte (kein(!) Auftrag), das doch zu tun, nur ein patziges „ich schreibe wann/was ich will“ (wiederum verdichtet) antwortet, schießt sich selbst aus einer wertschätzenden und fruchtbaren Diskussion. Dafür gibt es sinnvolle Grundregeln. Wenn Sie diese nicht beachten (wollen), ist das Ihr Problem.
Sie können natürlich der Meinung sein, dass Wolbers Artikel schlecht ist. Andere daran teilhaben zu lassen, warum Sie das so sehen, dürfte Ihnen aber nicht so wichtig sein. Schade.
15. Januar 2026 um 23:01
@Hermann Kleinert
Sie haben heute Abend Ihre Aufmerksamkeit bekommen und jetzt ist Schluss.
19. Januar 2026 um 17:00
Die Autoren führen in der Box 1 sieben Behauptungen auf und machen sich diese zu eigen, was man über FGM wissen müsse. U. a. dass FGM i. d. R. weder gesundheitsschädlich ist noch sexuelle Aktivitäten negativ beeinflußt. Dass FGM vielfach als ästhetisch bereichernd gesehen wird.
Das sind Behauptungen, die in ihrer wilden Pauschalität nicht nur weit an der Sache vorbei gehen (wer empfindet Beschneidungen als ‚aesthetic enhancement‘?), sondern v. a. ohne jeden Beleg angeführt werden.
Das sind nämlich sieben Dinge, die man einfach wissen muß! Glauben muß! Friß es, oder Du redest Unsinn!
Lieber Hermann, wie kann man Genitalverstümmelung denn noch schöner rechtfertigen?
19. Januar 2026 um 17:12
@ schorsch
Frag Carsten Ramsel, der hat hier das Sagen, und hat meinen vorherigen Kommentar gelöscht …
Gute Nacht Schorsch, Gute Nacht GWUP!
19. Januar 2026 um 17:23
@Hermann Kleinert
Ich habe Ihren Kommentar gelöscht, weil Sie an einer höflichen und sachlichen Diskussion nicht interessiert sind.