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Skeptitalk mit Stefan Uttenthaler: „Beweist ein Artikel die Existenz von Alien-Sonden?“

| 2 Kommentare

Mit dem Astrophysiker Stefan Uttenthaler geht Onkel Michaels GWUP-Podcast Skeptitalk diesmal diesem Thema nach:

Die UFO-Community geht steil, denn angeblich beweist ein wissenschaftlicher Artikel die Existenz von Alien-Sonden im Erdorbit. Stimmt das so? Was ist tatsächlich dran? Ich habe mich mit dem Astrophysiker Stefan Uttenthaler von den Wiener Skeptikern unterhalten, denn der kennt sich aus.

Inhalt:

  • Einleitung + Vorstellung von Stefan Uttenthaler [ab 0:00 min]
  • Heutiges Thema: Wissenschaftliches Paper, das Lichterscheinungen am Himmel auswertet. [ab 2:50 min]
  • Die UFO-Community zeigt sich interessiert. [ab 11:30 min]
  • Natürliche Erklärungen für diese Erscheinungen [ab 13:50 min]
  • Erdschatten-Test [ab 20:40 min]
  • Kritik an dem Artikel [ab 24:40 min]
  • Stefans Blogbeitrag zu Avi Loeb [ab 35:50 min]
  • Zeitliche Korrelation der Lichterscheinungen mit Atombomentests [ab 38:10 min]
  • Fazit [ab 41:20 min]

Fragen, Anmerkungen, Themenvorschläge oder Beschimpfungen gerne an skeptitalk@gwup.org

Neben Transistor.fm ist der Podcast auch auf weiteren Plattformen verfügbar: Apple PodcastSpotifyOvercastPocket CastsAmazon MusicYouTubeCastroGoodpodsMetacastCastboxPodcast AddictPlayer FMDeezer.

Zum Thema:

  • Artikel: Kaspar Hauser im Skeptitalk: Rätsel, Theorien und homöopathische Experimente, GWUP-Blog vom 28.10.2025
  • Artikel: GWUP-Podcast Skeptitalk: Von den Pocken bis Corona – „Impfgegner gestern und heute“, GWUP-Blog vom 13.10.2025
  • Artikel: Skeptitalk: Der neue GWUP-Podcast ist da! Erste Folge mit dem Vorsitzenden André Sebastiani, GWUP-Blog vom 30.09.2025
  • Artikel: Gastbeitrag: Der mögliche Einfluss des Mondes auf die menschliche Biologie und astrophysikalische Argumente dagegen, GWUP-Blog vom 19.09.2025
  • Artikel: Gastbeitrag: Ein interstellarer Komet und verzerrte Wissenschaft in der Astrophysik, GWUP-Blog vom 31.07.2025
  • Artikel: Forschung zu UAP: IFEX eröffnet Meldestelle für Sichtungen, GWUP-Blog vom 29.07.2025

Hinweis:

  • Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org.
  • Wenn ihr noch nicht im Skeptischen Netzwerk angemeldet seid, möchten wir euch herzlich dazu einladen. Dort finden GWUP-Mitglieder und Interessierte eine Plattform für Diskussionen und Austausch rund um skeptische Themen:

2 Kommentare

  1. Sehr interessantes Thema, danke an Michael & Stefan, dass sie es aufgegriffen und verständlich präsentiert haben.

    Ein wichtiger Punkt ist natürlich: selbst wenn sich bestätigt, dass da oben im geostationären Orbit schon vor unserer Raumfahrt etwas „echtes“ war, heißt das noch lange nicht, dass es außerirdische Besucher oder deren Satelliten waren/sind.

    Insgesamt finde ich es eine sehr gute Sache, dass die alten Fotoplatten mit moderner Technik systematisch auf solche Auffälligkeiten durchforstet wurden. Das gehört daher auch (sofern es kompetent gemacht wurde) selbstverständlich publiziert, damit die wissenschaftliche Community als ganzes sich die Zähne daran ausbeißen kann.

    Beim Hören sind mir einige Fragen gekommen – vielleicht könnt ihr darauf eingehen, oder die Position der Autoren dazu wiedergeben?
    – Wenn es reflektiertes Sonnenlicht von Objekten in hohem (z.B. geostationären) Orbit wäre, dann müsste es doch auch in den Blau-Platten sichtbar sein? Sonnenlicht enthält genügend blau-Anteile und Metalle (sowie das meiste andere Zeug) reflektieren breitbandig… Wäre also das Fehlen der zugehörigen Punkte im blauen Kanal ein Hinweis auf Artefakte (Fehler beim Kopieren?), oder ist die Empfindlichkeit im Blauen so viel schlechter?
    – Ist umgekehrt die Beobachtung, dass im Erdschatten keine verdächtigen Transienten zu sehen sind, nicht ein starkes Indiz für ein echtes Phänomen?

  2. Hallo Philippe! Danke für deine Fragen. Hier meine Antworten:

    – Die erste Frage habe ich so ähnlich der Erstautorin auch gestellt. Das Autorenteam hat sich für diese Arbeit mal nur auf die rotempfindlichen Platten konzentriert, weil so ein Survey ein ziemlich großer Aufwand ist. Die blauempfindlichen Platten nehmen sie sich offenbar für die Zukunft vor. Es ist auch noch wichtig zu wissen, dass die roten und blauen Platten zwar mit den gleichen Einstellungen aufgenommen wurden, aber nicht gleichzeitig. Soweit ich das verstehe, konnte (kann?) die Kamera immer nur eine Platte aufnehmen; diese sind ja recht groß. D.h., wenn die Lichtpunkte tatsächlich von kurzzeitigen Lichtreflexen stammen, würden sie immer nur auf einer Platte an einer bestimmten Stelle auftauchen, nicht jedoch in einer kurz davor oder danach belichteten Platte der andern Farbe. In der zugehörigen Platte der anderen Farbe sind die Transienten daher an anderen Stellen. Jedenfalls haben die Autoren für diese Arbeit die blauempfindlichen Platten nur an den Stellen inspiziert, an denen Transienten auf den rotempfindlichen Platten aufscheinen, um eben diese Ghosts (Reflexe im Strahlengang des Teleskops selbst) auszuschließen.

    – Aus der Analyse kann man offenbar nicht schlussfolgern, dass *gar keine* Transienten im Erdschatten auftreten. Allerdings folgt aus ihr sehr wohl (sofern das handwerklich und zahlenmäßig alles korrekt gemacht wurde, was für mich unmöglich im Detail prüfbar ist), dass die Transienten den Erdschatten mit tw. sehr hoher Signifikanz *meiden*. Laut Autoren folgt aus der Analyse auch, dass ca. ein Drittel der Transienten auf Reflexe von Sonden zurückzuführen sein müsste. Das bedeutet allerdings auch, dass zwei Drittel anderen Ursprungs sein müssen. Wie man diese auseinanderhalten kann, wurde allerdings nicht thematisiert.

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