In einer zweiteiligen Reportage beschäftigt sich das Y-Kollektiv mit der Frage: Was hat es mit Geistern, dem Jenseits und der angeblichen Kommunikation mit Verstorbenen auf sich?
Teil 1: Wer glaubt an Geister? Wissenschaftler will Jenseits sichtbar machen | Y-Kollektiv
Mit Toten sprechen. Ist das wirklich möglich? Einige glauben daran. Darunter ein True Crime Medium und ein Professor für Informatik, der nach dem Tod einer Bekannten eine übersinnliche Erfahrung gemacht haben will. Dr. Lena Mazanek, Spukforscherin und Medium, behauptet, regelmäßig mit Opfern von Gewaltverbrechen in Kontakt zu treten. Besonders aus dem Bereich True Crime. Sie will Botschaften aus dem Jenseits empfangen und gibt sie an Hinterbliebene weiter. Dr. Oliver Lazar, Informatiker und Autor, ist überzeugt. Das Leben endet nicht mit dem Tod. Nach einem persönlichen Verlust beginnt er, sich intensiv mit Jenseitsforschung, Medialität und paranormalen Erfahrungen zu beschäftigen.
Neben den beiden Geistergläubigen spricht Moderatorin Carolin von der Gröben auch mit Nikil Mukerji. Er kommentiert den Studienaufbau von Lazars Untersuchung kritisch (Minute 14:30 – 16:00). Leider ist sein Auftritt mit rund anderthalb Minuten deutlich kürzer als der der beiden Jenseits-Gläubigen.
Für den zweiten Teil muss man in die ARD-Mediathek:
Teil 2: Ruf ins Jenseits: Ist da wer? | Y-Kollektiv
Mit Toten reden – es gibt Menschen die versprechen das vermeintlich Unmögliche. Wie funktioniert der Kontakt zu Verstorbenen im Jenseits? Mit Toten sprechen? Das geht, sagen sogenannte „Jenseitsmedien“. Über eine besonders feine Wahrnehmung würden sie mit Verstorbenen Kontakt aufnehmen können. Und das sei für alle erlernbar. Reporterin Carolin von der Groeben begibt sich auf eine ungewöhnliche Entdeckungsreise.
Wieder darf Nikil einordnen. Er taucht zweimal auf:
- bei 9:30–10:55 Minuten
- und von 26:25–29:50 Minuten (Reaktion auf die Sitzung der Reporterin bei einem Medium)
Auch hier: Viel Raum, dass sich Nikils Argumente entfalten können, gibt es nicht.
Es ist begrüßenswert, dass in dieser Reportage mit Nikil Mukerji eine kompetente skeptische Stimme berücksichtigt wird, aber im Vergleich zur ‚Pro-Geister-Seite‘ geht sie aufgrund der zu kurzen Sendezeit deutlich unter. So bleibt der Eindruck, dass die kritische Perspektive eher Beiwerk ist als echtes Gegengewicht.
Zum Thema:
- Artikel: Abschied von einem Meisterdetektiv des Paranormalen: Zum Tod von Joe Nickell, GWUP-Blog vom 01.04.2025
- Artikel: „Aufregend, aber ereignislos“: Geisterjagd mit IFLScience, GWUP-Blog vom 03.11.2024
- Artikel: Die Gefahren von Ghosthunting, GWUP-Blog vom 19.09.2024
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6. September 2025 um 15:17
Eine zu starke Betonung der Skepsis wäre eine false balance. Wenn die Medienkritik am Y-Kollektiv richtig ist, handelt es sich dabei eher um Geschichtenerzähler*innen als um seriösen Journalismus.