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Gastbeitrag: Ein interstellarer Komet und verzerrte Wissenschaft in der Astrophysik

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Ein Gastbeitrag von Stefan Uttenthaler

Außerirdisch? Harvard-Professor warnt vor mysteriösem Kometen 3I/ATLAS – Fremde könnten den Rätsel-Riesen im All steuern!“ – so titelte die Bild am 21. Juli und stellte dazu noch einige sehr ungewöhnliche (und für viele vielleicht beunruhigende) Fragen wie z.B., was es mit Mini-Sonden auf sich hat, die von dem Kometen gestartet werden könnten. Die Antworten darauf sind leider nur hinter einer Paywall zu bekommen. Es ist nicht das erste Mal, dass dieser Harvard-Professor Aufmerksamkeit von der Bild und vermutlich auch von anderen (Boulevard-)Medien bekommt: Nur wenige Wochen zuvor hat sie ihn zum Thema außerirdisches Leben und Raumsonden interviewt.

Sowohl den Harvard-Professor als auch den „mysteriösen“ (da interstellaren) Kometen gibt es tatsächlich. Der Professor ist Avi (Abraham) Loeb von der renommierten Harvard University und der Komet 3I/ATLAS ist ein interstellares Objekt, das am 1. Juli entdeckt wurde und aktuell unser Sonnensystem durchquert. Der jüngste Bild-Artikel bezieht sich auf eine Veröffentlichung Loebs am Preprint-Server arXiv, der die These behandelt, ob es sich bei 3I/ATLAS um außerirdische Technologie, also um eine Raumsonde einer extraterrestrischen Zivilisation handelt, die uns potentiell feindlich gesinnt ist. Prof. Loeb ist in dieser Hinsicht kein unbeschriebenes Blatt und sucht schon seit Jahren nach außerirdischen Zivilisationen und möglichen Spuren davon auf der Erde. Er betreibt diese Forschungsarbeiten mit Leidenschaft, aber leider nicht immer mit der gebotenen Rationalität und Seriosität. Unter anderem wird über ihn berichtet, dass er eine Art Verschwörung der „Regierungs-Astronomen“ vermutet und diese nicht frei und unabhängig denken und arbeiten würden. Aufgrund der bereits bekannten Neigung soll sich dieser Blogartikel nicht damit auseinandersetzen, was die Bild-Zeitung schreibt, sondern was Prof. Loeb insbesondere in diesem arXiv-Artikel scheibt, also damit, wo das Problem beginnt.

3I/ATLAS

Der Komet 3I/ATLAS ist, wie seine Bezeichnung andeutet, das dritte jemals in unserem Sonnensystem nachgewiesene interstellare Objekt und wurde nach dem astronomische Frühwarnsystem Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System benannt, auf dessen Aufnahmen es entdeckt wurde. Die beiden anderen Objekte waren 1I/ʻOumuamua (entdeckt 2017) und 2I/Borisov (entdeckt 2019). Dass es solche Objekte geben müsste, wurde schon lange vermutet. Sie entstehen so wie Kometen und Asteroiden unseres Sonnensystems als „Nebenprodukt“ der Stern- und Planetenentstehung, werden anschließend durch dynamische Interaktionen mit größeren Körpern wie etwa (Exo-)Planeten aus ihrem Sonnensystem geschleudert und driften dann durch den interstellaren Raum unserer Galaxis, bis sie zufällig durch unser Sonnensystem fliegen. Diese Objekte sind für die Wissenschaft selbstverständlich hochinteressant, weil sie einen Einblick in die Prozesse und die Eigenschaften anderer Sonnensysteme geben können. Da erst drei Objekte bekannt sind, kann man leider noch nicht sehr viel sagen, außer, dass es diese Objekte gibt und sie durchaus ungewöhnliche Eigenschaften haben können wie z.B. die langgezogene Form von 1I/ʻOumuamua. Sowohl die ungewöhnliche Form als auch die (für Kometen aber normale) geringe beobachtete nicht-gravitative Bahnabweichung veranlassten Loeb bereits damals, in 1I/ʻOumuamua ein Sonnensegel einer außerirdischen Zivilisation zu erkennen.

Unter dem Titel “Is the Interstellar Object 3I/ATLAS Alien Technology?” stürzt sich Loeb mit zwei Kollegen eben auf 3I/ATLAS und geht der Hypothese nach, ob der Komet ein technologisches Artefakt mit einer aktiven Intelligenz an Bord sein könnte, die noch dazu von einer böswilligen Zivilisation stammt. Die Autoren geben zwar an, dass sie selbst nicht notwendigerweise dieser Hypothese anhängen und die Arbeit eine spaßbringende „pädagogische Übung“ sei, aber manche GWUP-Mitglieder würden sie wohl zurecht als „steile These“ bezeichnen. Was führt die Autoren zu dieser These und was bringen sie vor, um sie zu stützen? Zu den neun vorgeblichen Indizien gehören u.a. die Tatsache, dass 1) die Bahn von 3I/ATLAS nahe an der Ekliptik (Erdbahnebene) liegt, die Bewegung allerdings retrograd (entgegengesetzt der Bewegungsrichtung der Planeten) verläuft; 2) 3I/ATLAS zu groß für einen Asteroiden ist; 3) keine spektralen Anzeichen des Ausgasens vorliegen, wie es für Kometen üblich ist; 4) 3I/ATLAS den Planeten Venus, Mars und Jupiter ungewöhnlich nahekommt, und 5) er seinen sonnennächsten Punkt (Perihel) ausgerechnet auf der der Erde gegenüberliegenden Seite der Sonne erreicht und dann von der Erde aus unbeobachtbar ist.

Die Indizien im Einzelnen

Zum ersten Indiz berechnen die Autoren, dass die Wahrscheinlichkeit für die beobachtete Ausrichtung der Kometenbahn relativ zur Erdbahn nur 0,2% beträgt und sie deshalb so ungewöhnlich „gewählt“ sein könnte, dass es der Menschheit möglichst schwierig gemacht werden würde, selbst eine Sonde zu starten, die sich an 3I/ATLAS annähern und ihn untersuchen oder gar abwehren könnte. Außerdem würde diese Bahn eine besonders genaue Messung der Orbits und Massen der Planeten im Sonnensystem erlauben. Meiner Meinung nach wird hier jedoch unterschlagen, dass interstellare Objekte aufgrund ihrer hohen Relativgeschwindigkeit zum Sonnensystem generell schwierig mit Weltraummissionen zu untersuchen sind (wären sie langsamer, wären sie keine interstellaren Objekte!), da eine Sonde eben auf eine sehr hohe Geschwindigkeit beschleunigt werden müsste. Freilich gilt das besonders für Objekte mit retrograder Bewegungsrichtung, aber eine solche muss a priori genauso wahrscheinlich wie eine prograde Bewegung sein.

Zum zweiten Punkt berechnen die Autoren einen Durchmesser von 3I/ATLAS von 20 km. Aufgrund der (vermuteten) Größenverteilung interstellarer Objekte ist die Wahrscheinlichkeit für einen so großen Durchmesser sehr gering (die Autoren errechnen einen Wert von 10-6), um Größenordnungen niedriger als für die viel kleineren Maße von 1I/ʻOumuamua und 2I/Borisov. Andere Autoren (Hopkins et al. 2025) schätzen für 3I/ATLAS eher eine Größe von ≤10 km, möglicherweise ist er nur 4-5 km groß. Wie groß nun 3I/ATLAS genau ist, ist unerheblich, denn wir wissen auf Basis von drei bekannten interstellaren Objekten einfach zu wenig über die tatsächliche Größenverteilung dieser Objekte. Aber was sagt das über die Hypothese eines technologischen Artefakts? Dazu schweigen sich die Autoren aus. Selbst wenn 3I/ATLAS nur 5 km groß sein sollte, wäre es auch für eine hochentwickelte Zivilisation enorm aufwendig, eine so große Raumsonde zu bauen und auf eine Jahrtausende (!) dauernde Reise zu einem anderen Planetensystem zu schicken. Wäre es nicht deutlich effizienter, eine viel kleinere Sonde zu bauen und zu beschleunigen?

Loeb und Mitautoren schreiben auch, dass es keinen spektralen Nachweis einer kometaren Aktivität von 3I/ATLAS gäbe. Eine solche Aktivität der Oberfläche würde einen kleineren Durchmesser implizieren. Die Abwesenheit einer Evidenz ist jedoch nicht die Evidenz einer Abwesenheit, denn das Objekt ist derzeit noch selbst für die größten Teleskope zu lichtschwach für spektroskopische Beobachtungen mit ausreichend hohem Signal-zu-Rausch-Verhältnis, um Signaturen einer schwachen gasförmigen Koma zu detektieren, der nebulösen Kometenhülle aus Gas und Staub. Die erste Version des arXiv-Artikels erschien gerade einmal 16 Tage nach der Entdeckung – es wäre angebracht, etwas länger auf entsprechende Daten zu warten, bevor so weitreichende Spekulationen geäußert werden. Es ist zu erwarten, dass sublimierendes Wasser demnächst nachweisbar werden wird, wenn sich 3I/ATLAS der Sonne weiter annähert. Außerdem zeigen die Bilder sehr wohl eine für Kometen in dieser Sonnenentfernung typische Koma. Dass die Koma ein Artefakt durch die Eigenbewegung des Objekts während der Belichtung ist, wie die Autoren mutmaßen, ist außerdem sehr unwahrscheinlich, da moderne Teleskopmontierungen sehr genau auf eine bereits bekannte Bahn nachführen können.

Zur starken Annäherung von 3I/ATLAS an die Planeten Venus, Mars und Jupiter berechnen die Autoren eine kombinierte Wahrscheinlichkeit von 0,005% (die einzelnen Wahrscheinlichkeiten liegen zwischen 2% und gut 5%). Vermutlich kann man für jede x-beliebige Bahn durchs Sonnensystem gering erscheinende Wahrscheinlichkeiten für dieses Ereignis oder jene Ausrichtung berechnen. Solche isolierten Wahrscheinlichkeiten sagen noch nichts über kausale Zusammenhänge aus. Wie bei einer medizinischen Studie können bei vielen untersuchten Parametern einige aus purem Zufall eine signifikante Korrelation aufweisen, was nichts über die Kausalität sagt.

Auch für das folgende Indiz, dass das Perihel von 3I/ATLAS von der Erde aus hinter der Sonne liegt und der Komet genau dann unbeobachtbar ist, berechnen Loeb & Co. eine Wahrscheinlichkeit von nur 7%. Und sie finden dazu sogar eine „Motivation“: Das wäre der ideale Ort, um unbemerkt ein Bremsmanöver durchzuführen und die „Sonde“ gravitativ an das Sonnensystem zu binden. Dies würde auch einen „Überraschungsbesuch“ auf der Erde ermöglichen. Weshalb die Sonde dann mutmaßlich so gestaltet wurde, dass sie bereits Monate zuvor und in 4,4 astronomischen Einheiten Entfernung im äußeren Asteroidengürtel entdeckt werden konnte, erscheint dann aber doch etwas widersprüchlich. Eine hochtechnisierte Zivilisation hätte die Oberfläche auch so gestalten können, dass die Sonde gar nicht oder zumindest viel schwieriger zu entdecken wäre. Zugegeben, die Entdeckung war dennoch zu spät, um von der Erde aus eine potentielle Mission zur Abwehr von 3I/ATLAS zu starten, aber dafür gibt es auch keine Garantie für die extraterrestrische Zivilisation. Überhaupt müsste die Zivilisation schon beim Start der Sonde vor vielleicht hunderten oder gar tausenden Jahren vorhersehen müssen, wozu die Menschheit bei Ankunft der Sonde imstande sein würde. Wie soll das gehen?

Des Weiteren führen die Autoren als Indiz an, dass sich 3I/ATLAS uns aus dem Sternbild Schütze nähert, in dem auch das Zentrum der Milchstraße liegt. Dies ist eine relativ helle Himmelsregion mit hoher Sterndichte, was ebenfalls die Entdeckung erschweren würde. Diese Anflugrichtung (Radiant) wäre also mit Absicht gewählt worden. Zunächst ist ein Radiant im Sternbild Schütze für Objekte, deren Bahnebene nahe der Ekliptik liegt, nicht ungewöhnlich, da unser Sonnensystem zufällig die Voraussetzung erfüllt, dass die Richtung zum galaktischen Zentrum nahe der Ekliptik liegt (nicht umsonst ist Schütze eines der Tierkreiszeichen!). Tatsächlich zeigen Modellrechnungen wie etwa von Hopkins et al. (2025) zu den vermuteten Eigenschaften interstellarer Objekte, dass der Radiant von 3I/ATLAS ungewöhnlich, aber nicht ganz aus der Welt ist. Die meisten Objekte werden aus der Richtung erwartet, in die sich die Sonne relativ zu den Sternen in der näheren Umgebung bewegt. Diese Richtung nennt sich Sonnenapex und liegt im Sternbild Herkules, um einiges weiter nördlich als der südlich gelegene Schütze. Die „Wahl“ des Radianten würde jedenfalls bedeuten, dass entweder ein Heimatstern der fremden Zivilisation von der Sonne aus gesehen in Richtung des Milchstraßenzentrums liegt und die Sonde von dort aus losgeschickt wurde, oder aber die Sonde von einem anderen Ort aus zuerst in dieser Richtung platziert und von dort aus auf uns losgeschickt wurde. Wie oben angedeutet, hätte die Zivilisation die Sonde von vorne herein wesentlich unauffälliger gestalten können, was eventuell viel Aufwand erspart hätte. Es erscheint auch nicht besonders logisch, dass die Außerirdischen einerseits einen solchen Aufwand um Richtung und Timing der Sonde betreiben, andererseits aber die Bahnen und Massen der Planeten in unserem Sonnensystem nicht genau kennen und diese erst vermessen müssten (siehe Kommentar zum ersten Indiz). Mir scheint das nicht sehr konsistent zu sein.

Allgemeine Anmerkungen

Es fällt auf, dass zwar im Abstract des Artikels erwähnt wird, dass 3I/ATLAS anomale photometrische und astrometrische Charakteristika aufweisen würde. Im Artikel geben die Autoren jedoch zu, dass noch keine nicht-gravitative Beschleunigung, wie sie bei Kometen durch das Ausgasen der Oberfläche verursacht wird, bekannt ist. Eine nicht-gravitative Beschleunigung würde durch astrometrische Messungen, also exakte Ortsvermessungen, festgestellt werden können. Was dann daran „anormal“ sein soll, wird nicht erläutert. Auch finde ich keinen Hinweis, was die anomalen photometrischen Charakteristika sein sollen. Bestenfalls könnte man sagen, dass die Bahncharakteristika „anormal“ sind. Sehr viel mehr als die Bahn und dass er eine kometenhafte Koma hat, ist von 3I/ATLAS bisher nicht bekannt.

Mehrfach kommt im Artikel das Wort „intent“ oder „intention“ vor, sogar in Kombination mit „malign intent“, also bösartige Intention. Meiner Meinung nach sollte in einem wissenschaftlichen Artikel möglichst nicht von Intentionen die Rede sein, da dies Spekulationen und Fehlinterpretationen Tür und Tor öffnet.

Die im weiteren Verlauf des Artikels angestellten Bahnberechnungen, die auf der Annahme beruhen, dass 3I/ATLAS ein sehr dünnes und leichtes Sonnensegel sein könnte, fußen auf keiner mit Daten unterlegten Begründung und sind rein spekulativ. Genauso spekulativ sind die Berechnungen, wie von 3I/ATLAS aus Mini-Sonden zu den Planeten Venus, Mars und Jupiter gestartet werden könnten. Die Berechnungen mit etablierten Software-Paketen sind sicherlich nicht falsch, aber eben auch grundlos.

Erst drei interstellare Objekte sind bekannt und es wird aus guten Gründen schon lange vermutet, dass es viele solche Objekte natürlichen Ursprungs geben müsste. Weshalb sollte ein erheblicher Anteil ausgerechnet der ersten drei je von der Menschheit entdeckten interstellaren Objekte technische Artefakte einer außerirdischen Zivilisation sein? Das erscheint doch alles ziemlich abwegig, und das merken offenbar die Autoren selbst, wenn sie schreiben: „… it should be noted that for interstellar objects, we have a sample size of only 3, therefore rendering an attempt to draw inferences from what is observed rather problematic.” Genau!

Fazit

Der arXiv-Artikel ist nicht referiert und es ist unklar, ob er in einem Fachjournal eingereicht wurde oder werden soll. Den Weg in den Boulevard haben die Autoren immerhin schon geschafft. Sollte so eine Arbeit in einem referierten Journal veröffentlicht werden? Würde ich es als Referee bekommen, würde ich die Arbeit vermutlich ablehnen, da es zu viele Ungereimtheiten gibt, ohne guten Grund nur einer einzelnen Hypothese nachgegangen wird und der Wunsch Vater des Gedankens ist – kurz, der Artikel ziemlich verzerrt ist.

Den Namen Avi Loeb sollte man sich jedenfalls merken, denn er steht hinter fast jeder sensationellen Nachrichtenmeldung über angebliche außerirdische Technologie oder Spuren davon in unserem Sonnensystem. Wie ich versucht habe hier herauszuarbeiten, ist an den meisten dieser Meldungen nicht sehr viel dran. Interstellare Objekte natürlichen Ursprungs in unserem Sonnensystem sind aufregend und faszinierend genug, ganz ohne erfundene Alien-Raumschiffe!

5 Kommentare

  1. Avi Loeb ist eine schillernde Persönlichkeit, um es milde auszudrücken. Bettina Wurche hat auf ihrem Blog „Meertext“ in 2018 einen Artikel über Oumuamua und in 2023 einen Artikel zum Alien-Mumien-Hoax veröffentlicht und sich dabei sehr kritisch über die Vorgehensweise von Loeb geäußert.

    https://scilogs.spektrum.de/meertext/alien-mumien-hoax-wie-koennte-man-ausserirdische-ueberhaupt-erkennen/
    https://scienceblogs.de/meertext/2018/11/08/mythbusting-ist-oumuamua-ein-sonnensegel-einer-interstellaren-zivilisation/

  2. @RPGNo1

    Versteh ich einfach nicht warum das nicht sein kann…oder sein darf.

  3. @Lemurian

    ?? Den Kommentar verstehe ich wiederum nicht.

  4. Es bleibt spannend.
    Ari Loeb auf seinem Blog (https://avi-loeb.medium.com/the-imminent-solar-conjunction-of-3i-atlas-264a6ccd441c) zu möglichen Auswirkungen bezüglich der bevorstehenden Sonnenkonjunktion von 3I/ATLAS.

  5. Neues von Raumschiff Enterprise, Verzeihung, den kleinen grünen Männchen.

    Erinnert Ihr Euch noch an den Kurzbesuch des neu entdeckten interstellaren Kometen 3I/ATLAS? Er war das erst das dritte interstellar Objekt, das von irdischen Teleskopen jemals beobachtet wurde. „3I“ steht für 3. Interstellares Objekt. Die beiden anderen sind 1I/ʻOumuamua im Jahr 2017 und 2I/Borisov im Jahr 2019.

    Kommen wir zur neuen ESA-UFO-Story.

    Das Planetary Defence Office der ESA kümmert sich um die Beobachtung und Entdeckung von Asteroiden, die der Erde gefährlich nahekommen könnten, ich habe persönliche Kontakte zu dieser Arbeitsgruppe. Gestern ließ das Team die Korken knallen, denn sie sind nun als wirklich global wichtige Akteure im Weltraum ausgezeichnet worden: Sie haben jetzt ihre eigene UFO-Verschwörungsgeschichte. Ein angeblicher ESA-Whistleblower behauptet, ESA hätte Hinweise auf ein interstellares Raumschiff und würden es vor der Weltöffentlichkeit geheim halten!

    Diese Ehre war bisher nur der NASA zuteilgeworden.

    https://scilogs.spektrum.de/meertext/interstellarer-komet-3i-atlas-ufo-warnung/#respond

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