gwup | die skeptiker

… denken kritisch seit 1987.

Was ist noch echt? – ARTE-Video zum Thema Desinformation

| 3 Kommentare

ARTE hat ein halbstündiges Video zum Thema Desinformation veröffentlicht:

Deepfakes, Fake News und KI-generierte Inhalte stellen die Realität infrage. Täuschend echte Falschinformationen machen es schwerer denn je, zwischen Fakt und Manipulation zu unterscheiden. Manipulierte Videos, gefälschte Stimmen und gezielte Desinformation untergraben das Vertrauen in Medien, Politik und Wissenschaft. Welche Auswirkungen hat das auf Gesellschaft und Demokratie?

Welche Macht hat Desinformation? | 42 – Die Antwort auf fast alles | ARTE

Im Video erklären sie uns u. a. die Unterscheidung zwischen Fehlinformation und Desinformation:

Wir können unterscheiden zwischen Desinformation und Fehlinformation. Desinformation besteht aus Informationen, die absichtlich in Umlauf gebracht werden, um zu täuschen. Sie ist darauf ausgelegt uns in die Irre zu führen. Fehlinformationen sind zwar Informationen, die falsch sein mögen, aber ohne die Absicht, uns zu täuschen.

Die Desinformation unterscheidet sich aber von der klassischen Lüge:

Jemand, der Desinformation verbreitet, zielt auf eine breitere Öffentlichkeit. Der lügt jetzt nicht einzelne Personen an oder eine kleine Gruppe, sondern man würde diesen Begriff eher im Zusammenhang mit sowas wie öffentlicher oder medialer Kommunikation, Kampagnen verwenden.

Die Gefahr von Desinformationen:

Was Desinformation im Grunde ist, ist so was wie das Falschgeld des öffentlichen Diskurses. In dem Moment, in dem ich mir nicht mehr sicher sein kann, ob all die 20er, die mir gerade in die Hand gedrückt werden, echt sind, wird mir das Einkaufen im Supermarkt auch zunehmend schwer fallen.

Zum Thema:

  • Artikel: Trump: US-Medien als Zielscheibe | Desinformation: Sanktionen gegen „Red“, Sebastian Wellendorf (Deutschlandfunk) vom 02.07.2025

Hinweis:

  • Falls ihr Ideen, Anregungen oder Empfehlungen habt bzw. selbst ein Gastkapitel für den GWUP-Blog schreiben möchtet, kontaktiert uns unter: blog@gwup.org.
  • Wenn ihr noch nicht im Skeptischen Netzwerk angemeldet seid, möchten wir euch herzlich dazu einladen. Dort finden GWUP-Mitglieder und Interessierte eine Plattform für Diskussionen und Austausch rund um skeptische Themen:

3 Kommentare

  1. Gegen immer perfektere Deepfakes hilft nur Originalbilder eindeutig per Kryptografie zu identifizieren. Schon die Kamera müsste ein Bild mit einem Wasserzeichen versehen, das Ort, Zeit und Fotograf (anhand dessen Schlüssel) eindeutig identifiziert. Damit wären Originalbilder gegen jede Manipulation abgesichert.
    So etwas kann man im professionellen Bereich relativ leicht einführen.

  2. @Semon
    Für einen Laien klingt das nach einer interessanten Idee. Gestatten Sie mir zwei unbeholfene Fragen: 1. Ist es technisch möglich, ein Wasserzeichen nachträglich einzufügen? 2. Diese Authentifizierung betraefe, wenn ich es recht verstehe, den professionellen Fotojournalismus, vermutlich auf der Grundlage einer Selbstverpflichtung, was geschieht mit den selbst ernannten Journalisten, Bloggern, Meinungsmachern und Kommentatoren?

  3. Deren Bilder sind dann nicht verifiziert. Allerdings kann auch heute schon jeder Bundesbürger auf seinem Personalausweis auch einen persönlichen Schlüssel speichern, der rechtlich einer Unterschrift gleichgestellt ist. Wenn die Kamera bereits bei der Aufnahme ihren eigenen Schlüssel und den Schlüssel des Fotografen an das Bild hängt, ist sichergestellt, dass genau diese Kamera an genau diesem Ort mit genau diesem Fotografen das Bild erzeugt hat.
    Auch das könnte man vermutlich fälschen, so wie Geldscheine auch, mit sehr viel Aufwand.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.