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Verschwörungsmythen und Corona-Demos: Widersprechen? Zuhören? Oder auslachen?

| 16 Kommentare

Gestern Abend im Ersten:

Hier geht’s zum Video (zirka 45 Minuten).

Das Ganze ist die neu bearbeitete TV-Version eines Youtube-Films, über den wir im Januar schon berichtet hatten.

Allerdings ist dazu gestern noch ein interessantes Interview mit dem Macher Dennis Leiffels erschienen:

Wir sehen gerade, dass die Verschwörungstheorien anfangen, die Gesellschaft zu vergiften. Und sie ploppen überall auf. Es sind Filterblasen entstanden, in denen Leute von einem unterschiedlichen Stand der Dinge ausgehen. Menschen, die längst in einer Parallelwelt leben.

Fakten haben nicht mehr die Wucht, wie sie sie vielleicht früher mal hatten. Jeder reimt sich so ein bisschen seine eigene Wahrheit zusammen.

Auch in vielen anderen Medien geht es derzeit um das Thema Verschwörungstheorien, zu Teil noch unter dem Eindruck der Corona-Proteste vom Wochenende.

Der Politikwissenschaftler Claus Leggewie, der selbst ein Buch über „Opposition, Protest, Widerstand“ geschrieben hat, geht mit den Demonstranten hart ins Gericht – meint damit aber ausdrücklich nicht Gastronomen und Kinobesitzer, sondern Teilnehmer, die eine „diffuse Verschwörung“ attackieren:

Das ist eine Usurpation des Widerstandsrechts, eine Art „Fake-Ziviler-Ungehorsam“. Die Voraussetzungen, um zivilen Ungehorsam zu reklamieren, sind überhaupt nicht gegeben, schon gar nicht das Recht auf Widerstand nach Artikel 20.4 Grundgesetz, mit dem die radikale Rechte schon seit Langem operiert.

Menschen, die gerade von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch machen, das ihnen die vermeintliche Merkel-Diktatur angeblich genommen hat, widerlegen diese Behauptung ja selbst. Erst recht, wenn gedankenlose Superspreader den Protest zur gemeingefährlichen Angelegenheit machen.

Es ist schon zur Redensart geworden, man könne in diesem Land „nicht mehr alles sagen“.

So ein Unsinn: In den Massenmedien sind von Beginn an kritische Stimmen zu Wort gekommen. Es wurde immer gefordert, dass die Einschränkung von Grundrechten gut befristet und begründet sein muss. Daran hat sich die Bundesregierung auch bislang gehalten. Niemand hindert die Demonstranten daran, eine abweichende Meinung zu vertreten, und die Debatte findet auch im Parlament statt. Schon deshalb gibt es keinen Grund, Widerstand auf der Straße auszurufen.

Das Demonstrationsrecht ist bei Gerichten eingeklagt worden und wird unter Auflagen wahrgenommen. Die Covidioten haben den antiautoritären Gestus gekapert, sie sind prinzipiell gegen alles, was eine Regierung tut oder unterlässt, und deklarieren das als Freiheitsdrang. Mit den aktuellen Einschränkungen haben diese Proteste meines Erachtens wenig zu tun.

Hier versammeln sich Menschen, die schon immer gegen politische Eliten waren […] Ich rede von Impfgegnern, Reichsbürgern, Pegida-Leuten, Rechts- und Linksradikalen, die schon immer in der militanten Auseinandersetzung mit der Staatsmacht standen und diese Gelegenheit nutzen, das fortzuführen, weil sie unter diesem Vorwand neue Mitstreiter zu mobilisieren hoffen.

Die Demonstrationen sind legal, ob sie legitim sind, darüber sollte intensiv nachgedacht werden. Wenn ich mir die Form und den Inhalt ansehe, würde ich es verneinen […]

Und ganz allgemein wird ein Hass genährt auf die Wissenschaft, die Medien und auf die Gerichtsbarkeit. Mit anderen Worten, auf sämtliche Institutionen, die in einer Gesellschaft unabhängige Urteilsbildung ermöglichen.

Leggewie ist der Überzeugung, dass „diese Sorte von Paranoia komplett aufklärungsresistent“ sei [allerdings passen hier weder die Begriffe „Wahn“ noch „Paranoia“]: „Es ist außerordentlich schwierig, etwas dagegen zu tun.“

Das Problem des Umgangs mit Verschwörungsgläubigen bringt Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow in der Süddeutschen ganz gut auf den Punkt:

Wie soll ich denn auf diese haltlosen Verschwörungen reagieren? Wie soll ich auf Impfgegner reagieren, wenn es gar keine Debatte über einen Impfzwang gibt, oder überhaupt erst ein Impfmittel?

Das fragen sich viele.

Der Sozialwissenschaftler Nils Markwardt warnt vor einem „plumpen Positivismus“, der sich ausschließlich auf die Kraft der Fakten, die Legitimität wissenschaftlicher Verfahren sowie der sich daraus ergebenden Autorität der Wissenschafts­gemeinde stützt.

Aber was dann?

Ganz konkret bedeutet das Folgendes: In öffentlichen Debatten käme es nicht einfach nur darauf an, was die Wissenschaft sagt, sondern viel stärker auch darauf, wie und vor allem warum sie es tut.

Und im persönlichen Umgang?

Die Süddeutsche zitiert in diesem Zusammenhang die Aluhut-Gründerin Giulia Silberberger:

Ruhe bewahren. Das sei erst mal das Wichtigste, wenn man bemerke, dass ein Freund oder Verwandter anfängt zu spinnen. Bei ihr heißt diese Person stellvertretend „Tante Hilde”. Vielleicht sei Tante Hilde ja nur einem Fake aufgesessen. Von denen gebe es zurzeit besonders viele, weil „echte Wissenschaft Zeit braucht, um Wissen zu schaffen” […]

Es helfe daher, sich darauf zu besinnen, dass „Tante Hilde”eigentlich gern verlässliche Informationen hätte, nur habe sie vielleicht nie gelernt, Quellen zu checken. „Wahrscheinlich meint es Tante Hilde nur gut. Sie glaubt wahrscheinlich, ihre Lieben vor den Verschwörern zu beschützen. Vielleicht ist sie einsam, sucht deshalb Halt im Glauben an eine höhere Macht, die alles lenkt.”

Dort liege wahrscheinlich das eigentliche Problem. Dort müsse man es lösen.

Bei ihrem re:publica-Vortrag letzte Woche riet auch die Autorin Katharina Nocun („Fake Facts“) dazu, erst einmal einfach zuzuhören:

Die Fragen, die hinter den Verschwörungstheorien stehen, nicht mit eigenen Antworten, mit Faktenchecks oder Gegentheorien zuschütten – sondern „Tante Hilde” zu ermutigen, weitere Fragen zu stellen.

Zum Beispiel die, was denn das für mächtige Verschwörer sind, wenn Menschen wie der vegane Koch Attila Hildmann oder der ehemalige Soulsänger Xavier Naidoo, zwei der derzeit prominentesten Verschwörungstheorie-Verbreiter, ihnen so schnell auf die Schliche kommen können.

Bei phoenix sagte Nocun gestern, dass es wichtig sei, Verschwörungserzählungen im Familien- und Freundeskreis sofort zu widersprechen und nicht lange abzuwarten, am besten in einem Vieraugengespräch.

Der Tagesspiegel-Reporter Sebastian Leber hält allerdings wenig davon, daraus ein Gespräch „auf Augenhöhe“ zu machen („Verschwörungsgläubige werten jede Diskussionsbereitschaft als Zugeständnis ihres Gegenübers und Anerkennung, ja als Indiz dafür, ihr Unsinn wäre eine akzeptable Position“) und hat auch volles Verständnis für jeden, der sich eine solche Auseinandersetzung nicht antun mag:

Es gibt keine moralische Verpflichtung, sich das anzuhören. Es ist erlaubt, Verschwörungsgläubige abzukanzeln, sogar auszulachen, ihnen auch zu entgegnen: „Erzähl das der Parkuhr, Onkel!“ oder „Geh weg, du bist peinlich.“ Meinungsfreiheit bedeutet, dass man fast alles behaupten darf. Es bedeutet nicht, dass sich jemand den Mist anhören muss.

Nocuns Koautorin Pia Lamberty wurde zum selben Thema von der FAS befragt:

Es kommt darauf an, um wen es gerade geht. Wenn jemand in sozialen Netzwerken Verschwörungstheorien verbreitet, die vielleicht sogar noch menschenfeindlich sind, kann man die Person wahrscheinlich nicht vom Gegenteil überzeugen. Dann sollte die Strategie eher sein, diese Erzählung für die Leute, die mitlesen, einzuordnen. Humor kann auch eine Option sein, damit umzugehen.

Außerdem gab sie ein Interview in der SWR-Landesschau:

Ergänzend hat die Sozialpsychologin noch einige Zahlen getwittert:

Dr. Holm Hümmler von der GWUP erklärte in der Hessenschau:

Man muss klarstellen, dass es Widerspruch gibt – nicht unbedingt für die Verschwörungstheoretiker, aber für die, die mithören oder mitlesen, egal ob an Omas Kaffeetisch oder auf Twitter und Facebook. Es darf nicht der Eindruck entstehen, es gebe keine Gegenargumente.

Dabei sollte man sachlich bleiben und nicht, wie in vielen Twitter-Threads nachzulesen ist, beleidigen. Beleidige ich jemanden, hat der doch keine Lust, sich mit mir auseinanderzusetzen.

Wenn ich zum Beispiel auf Faktenchecker-Seiten verweise und sachlich Informationen anbiete, die die kruden Konstrukte auseinandernehmen, erreiche ich womöglich diejenigen, die beginnen, die Widersprüche der Verschwörungstheoretiker wahrzunehmen, oder sich an ihren Gewaltfantasien stoßen.

Naidoo, Hildmann und den Tanztrainer Detlef D Soost nennt Hümmler „Wichtigtuer in eigener Sache“.

Das ist auch für das Redaktionsnetzwerk Deutschland (rnd) einer von sechs Gründen, warum gerade „so viele Promis durchdrehen“.

Eine weltweite Pandemie bedeutet auch für die Hildmanns, die Schweigers, die Soosts Kontrollverlust, unsichere Zeiten, möglicherweise Angst vor der Zukunft – egal, wie voll das Bankkonto ist. Dass sich der ein oder andere etwas zu sehr hineinsteigert, ist daher ein erwartbarer Nebeneffekt.

Und:

Laut Wissenschaftlern haben Verschwörungstheorien einen ähnlichen Effekt wie der Populismus: Sie ziehen Menschen an, die sich marginalisiert fühlen. Überträgt man das auf Deutschlands Promis, klingt die These zunächst etwas fragwürdig. Wo sollen denn Prominente in Deutschland marginalisiert werden? Doch mit Logik haben ja auch Verschwörungstheorien und Populismus nichts zu tun.

Möglicherweise fühlen sich die genannten Akteure, als liefen sie nur noch unterm Radar. Plötzlich sind es die Drostens und Merkels und Spahns, an deren Lippen das Land hängt – und nicht mehr die eines nuschelnden Schauspielers. Vielleicht knickt da das Ego ein, egal wie erfolgreich man auch ist.

Bento schließlich sprach mit dem 23-jährigen Ruben Gerczikow von der der Jüdischen Studierendenunion Deutschland, der „sein ganzes Leben lang mit antisemitischen Verschwörungsmythen konfrontiert“ wurde:

In Chatgruppen und unter YouTube-Videos habe ich in letzter Zeit oft etwas über den Mythos des Großen Austausches gelesen. Da heißt es dann: Die beschlossenen Corona-Maßnahmen seien ein Deckmantel der „globalistischen Eliten“, um den Großen Austausch voranzutreiben, die Meinungsfreiheit einzuschränken, die Demokratie auszuhebeln und die europäische Rasse zu zerstören. Diese ganze Pandemie werde vom Staat dafür genutzt, die Bevölkerung mundtot zu machen.

Ich glaube, gerade in sozialen Medien ist es wichtig, diesen Aussagen in eigenen Kommentaren mit Fakten zu widersprechen und damit Gegenrede zu betreiben. Man könnte zum Beispiel zu den Seiten von Correctiv verlinken, weil das gemeinnützige Recherchezentrum Verschwörungsmythen aus sozialen Medien aufgreift und faktenbasiert aufklärt.

Nicht wegen der Leute, die diese Verschwörungsmythen verbreiten, sondern wegen derer, die mitlesen. Wenn Nutzer einfach ohne Widerrede und Gegenargumente Verschwörungsmythen rezipieren, dann können sie viel empfänglicher dafür sein.

  • Update:

Von Katharina Nocun gibt’s heute auch einen Twitter-Thread zum Thema:

Und Giulia Silberberger erklärt im WDR den Unterschied zwischen Kritik und Verschwörungstheorie:

Wir sind in einer absoluten Ausnahmesituation und da ist es ganz wichtig, als Zivilgesellschaft die richtigen Fragen zu stellen. Aber es kommt dabei auf die Quellen und die Verarbeitung der Information an.

Verschwörungstheorien und Verschwörungsmythen arbeiten mit einem geschlossenen Weltbild. Da steht von Beginn an schon fest, dass der Staat der Böse ist, oder dass Bill Gates seine Finger mit im Spiel hat und dass ihm die WHO gehört. Da wird schon im Vorfeld das Feindbild festgelegt und die Fakenews rundherum sollen dieses Weltbild dann bestätigen.

Bei sachlicher und konstruktiver Kritik ist das Weltbild eben nicht festgelegt. Sie ist ergebnisoffen, weil sie evidenzbasiert ist, wissenschaftlichen Tatsachen gegenüber offen ist und keinem klaren Ziel folgt.

Zum Weiterlesen:

  • Corona-Proteste: Impfgegner, Verschwörungsideologen – und ganz normale Bürger, GWUP-Blog am 11. Mai 2020
  • Politikwissenschaftler Leggewie: „Wir haben es hier mit einem kollektiven Wahn zu tun“, Welt+ am 11. Mai 2020
  • Wie die AfD mit den neuen Verschwörungstheoretikern anbandelt, Welt+ am 11. Mai 2020
  • Was Wissen schafft, republik am 7. Mai 2020
  • Corona-Verschwörungstheorien: „Ich dachte, du bist doch ganz vernünftig“, SZ+ am 8. Mai 2020
  • Warum Corona-Verschwörungsgläubige keine Rücksicht verdienen, tagesspiegel am 11. Mai 2020
  • Corona-Verschwörungstheorien: „Die Menschen fürchten den Kontrollverlust“, FAZ+ am 11. Mai 2020
  • Demos gegen Corona-Lockdown: „Verunsicherte suchen etwas, an dem sie sich abarbeiten können“, SRF am 11. Mai 2020
  • „Verschwörungstheoretiker lassen nicht mit sich reden. Man sollte es dennoch tun“, hessenschau am 10. Mai 2020
  • Corona-Verschwörungen: Warum drehen so viele Promis durch? rnd am 11. Mai 2020
  • Ruben ist Jude. Wir haben ihn gefragt, wie er mit Verschwörungstheoretikern umgeht, bento am 11. Mai 2020
  • Verschwörungs-Mythen und Coronavirus: Weltherrschaft und versklavte Kinder, Deutschlandfunk Nova am 5. Mai 2020
  • Coronakrise 2020: Die Herdendummheit wächst rapide, fr am 11. Mai 2020
  • Verschwörungstheorien: Datenlücken und Unsicherheiten sind Fakt – gezielte Komplotte und Marionetten nicht, GWUP-Blog am 11. April 2020
  • Verschwörungstheorien: Was ist eine legitime wissenschaftliche Position und was ist Nonsens? GWUP-Blog am 2. April 2020
  • Verschwörungstheorie oder Kritik: Interview zu den „Hygiene-Demos“ in Berlin, GWUP-Blog am 2. Mai 2020

16 Kommentare

  1. An dieser Stelle mal ein herzliches und riesengroßes Dankeschön an Sie Herr Harder.

    GWUP ist meine erste Adresse um mich über den grassierenden Verschwörungswahn auf dem Laufenden zu halten. Keiner berichtet darüber in dieser Breite und Frequenz, wie Sie das tun. Das ist ein Haufen Arbeit, den Sie sich da machen.

    Dafür nochmal und von ganzem Herzen Danke!

    Ihr stiller Mitleser

    Fjord Springer

  2. @Fjord Springer:

    Ich danke Ihnen und allen Leserinnen und Lesern.

  3. Dem Dank von Fjord Springer kann ich mich nur anschließen.
    Man braucht im Netz Seiten, von denen man weiß, man kann ihnen vertrauen. Die GWUP gehört für mich dabei zu den ersten Adressen.

  4. Das Beste wäre wohl, könnte man all diese Marktschreier in eigener Sache völlig ignorieren (ganz und vor allem: in allen publikumswirksamen Medien). Dann hätte man den Sachverhalt „vor dem Netz“ erreicht: Spinner gabs seinerzeit auch reichlich(st), ihre Wirkung „beschränkte“ sich jedoch auf ihre lokalen „Stammtische“.

    Das wäre schön.

    Aber durch die ausentwickelte Netzlandschaft mit ihren Verbreitungsmöglichkeiten von content für Bots, virtual agents, Marktschreier, Spinner, Eigenverwerter, Publizisten (ok, das ist eine Wiederholung… ;-) ) ist das leider eine Illusion.

    Es ist vielleicht im Zusammenhang viel, viel, viel….. wichtiger (sich selbst) daran zu erinnern, wie eigentlich die tatsächlichen Zahlenverhältnisse bestellt sind: wie speziell diese „Krise“ zeigt, verhält sich die völlig überwiegende Zahl der Einwohner (weit jenseits der „90%“, wahrscheinlich(st) sogar jenseits „99%“) völlig unauffällig und „vernünftig“, ohne großartiges Lamento irgendeiner Art.

    *Das* ist das eigentlich Auffällige.

  5. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, haben wir gefühlt die gesamte Wirtschaft runtergefahren, nehmen vielfache Existenznot und die Einschränkung der Grundrechte in Kauf.

    Im Vergleich dazu wäre es geradezu minimalinvasiv, zur Bekämpfung der Infodemie einfach mal Facebook und Whatsapp für ein paar Wochen (lieber: Monate oder Jahre) abzuschalten: „Dieses Angebot ist in Deinem Land nicht verfügbar“. Der Nutzen würde den Schaden bei weitem überwiegen.

    Alternativ könnte bzw sollte man mit dem Wettbewerbsrecht gegen die vorgehen. Um seriöse und daher leider kostenpflichtige Nachrichtenanbieter vor ausländischem Dumping zu schützen, werden FB & WA zukünftig kostenpflichtig, oder jeder Post kostet zukünftig 10 Cent.

    Das war nicht ironisch gemeint. Zefixnochamoi.

  6. Ich habe momentan einige „Hellseher“ (ich bin das Schlafschaf) in Bekanntenkreis und Familie.

    Überraschend tauchen die auf einmal auf. Alles was zum Umgang damit hier erklärt wird, erweist sich als nutzlos weil: „denk doch mal selbst, du bist doch schon gleichgeschaltet“. Jeder Einwand findet eine Abweisung.

    Besonders zwecklos sind Versuche mathematischer (e-Funktion) und naturwissenschaftlicher Art. Sogar wie die wissenschaftliche Gemeinschaft funktioniert wird bestritte: „die sind alle von irgendwem gekauft“. Wer das denn sein soll? ..wird verschwurbelt: Verschwörung, das sieht man doch, du mußt nur mal selber denken.

    Mir fällt nur verbieten ein. Holla, das ist dann aber der Beweis für die Zensur, wäre fatal. Aber warum haben wir eine rechtliche Regelung f. den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, ich glaube Mißbrauch soll da vermieden werden. Wieso gibt es kein Recht, das auch ausländische Anbieter einbindet, sie verantwortlich macht und Algorithmen offenlegt.

    Ebenso sollten „alternative“ Medien in ihrer Hetze verantwortlich gemacht werden für Falschmeldungen. Und in der Datenübertragung muß immer der Absender erkennbar sein. Ach je, geht auch nicht wegen Dissidenten in Diktaturen.

    Was kann man tun?

  7. @uhr:

    Gewiss, das ist auch das, was der Tagesspiegel-Autor schildert.

    Die Erfolgsaussichten solcher Gespräche sind natürlich massiv vom Überzeugungsgrad des Gegenübers abhängig.

  8. @RPGNO1
    Sido? War das nicht der, der vor Corona mit einer Maske herumrannte? ;))

  9. In Deutschland regt sich unkoordinierter Protest gegen die Corona-Auflagen. Gleichzeitig machen Verschwörungstheorien die Runde. Beides birgt aus Sicht der Virologin Melanie Brinkmann vom Helmholtz-Zentrum enorme Gefahren.

    https://www.stern.de/gesundheit/virologin-ueber-corona-zweifler—die-demonstranten-erreichen-genau-das-gegenteil–9265174.html

  10. In der Union ist eine Debatte über den Umgang mit den Corona-Protesten entbrannt. ­Friedrich Merz, Kandidat für den CDU-Vorsitz, fordert eine härtere Abgrenzung gegenüber radikalen Kritikern des Kurses der Bundesregierung. “Ich finde den sich andeutenden ­Stimmungswechsel sehr beunruhigend”, sagt Merz dem “Spiegel”. “Viele Menschen finden kaum noch Institutionen, an denen sie sich festhalten können. ­Gerade deshalb darf die Politik jetzt nicht zu defensiv kommunizieren. Wir alle müssen denen, die jetzt versuchen, mit kruden Verschwörungstheorien verunsicherte Milieus ein­zufangen, viel klarer und härter entgegentreten.”

    https://www.welt.de/vermischtes/live206935325/Corona-live-Merz-will-Verschwoerungstheoretikern-haerter-entgegentreten.html

  11. Die Verschwörungstheorien zum Ursprung des Coronavirus würden immer wieder mit rassistischer und antisemitischer Hetze verbunden, warnt die Bundesjustizministerin Lambrecht. Dennoch soll die gezielte Verbreitung von Falschinformationen auch künftig nicht belangt werden.

    https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/lambrecht-das-leugnen-von-fakten-kann-in-der-pandemie-leben-gefaehrden-16771278.html

  12. @RPGNo1:

    Mir wird nicht klar, was der Herr Blome mal wieder will.

    Überschrift: „Nehmt die Irren ernst“

    Dann aber distanziert er sich von den „Verschwörungsirren“ als eh „überhaupt nicht zu bekehren“ und spricht plötzlich von der „verunsicherten Mittelschicht“.

    Ja – dass man deren Sorgen erst nehmen muss, bestreitet doch niemand. Deshalb muss man trotzdem gerade nicht „die Irren ernstnehmen“.

    Also wovon redet der Mann?

  13. @Bernd Harder

    Also wovon redet der Mann?

    Das frage ich mich auch schon seit einiger Zeit. Dem Spiegel gereicht es jedenfalls nicht zum Vorteil, dass sie Blome eine Kolumne angeboten haben. Statt Fleischhauer nun Blome, was für ein toller Wechsel.

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