gwup | die skeptiker

… denken kritisch seit 1987.

„Schwarze Salbe“ – klingt unheilvoll, ist es auch

| 2 Kommentare

Man wagt es eigentlich kaum, über das Selbstmord-, pardon „Krebsheilungsmittel“ Schwarze Salbe zu berichten – wegen der grauenvollen Fotos, zum Beispiel bei diesem jüngsten Fall in den USA.

Einen Beitrag dazu (ohne einschlägige Bilder) gibt’s jetzt bei Apotheke adhoc:

Haut- und Brustkrebs kann man durch eine Entzündungsreaktion des Immunsystems selbst heilen, lautet das Dogma. Dazu muss man nur eine selbst angemischte Salbe auftragen, die unter anderem aus Zinkchlorid, kanadischem Blutwurz, Spitzwegerich, Calendulaöl und Aktivkohle besteht. Das klingt zu gut, um wahr zu sein? Ist es auch. Trotzdem hält sich seit vielen Jahren im esoterischen Milieu fest der Glaube an sogenannte „Schwarze Salbe“.

Zum Weiterlesen:

  • „Schwarze Salbe“ gegen Krebs: Alternativer Tod, apotheke adhoc am 20. Juli 2018
  • Keine gute Idee: Schwarze Salbe gegen Hautkrebs, GWUP-Blog am 1. Juni 2016
  • „Anti-Krebssalbe“ bei Psiram
  • Woman Dies After Trusting “Black Salve” Fake Cancer Cure Over Real Medicine, patheos am 14. Juli 2018

2 Kommentare

  1. Der Glaube versetzt vielleicht manchmal Berge, aber er heilt nicht Krebs. Den verzweifelten Patienten kann man den Glauben daran nicht vorwerfen, den alternativen Heilern das Ausnutzen und Bestärken dieses Glaubens dagegen sehr wohl.

    Die Politik sollte sich daran erinnern, dass der Kampf gegen das Quacksalbertum an der Wiege des ÖGD stand. Es ist eine Daueraufgabe der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen.

  2. Ergänzend: Im Apotheke-adhoc-Artikel wurde der Fall einer australischen Patientin mit Eierstockkrebs erwähnt. Ein Artikel hierzu findet sich hier: https://www.theage.com.au/national/victoria/she-was-a-nurse-so-why-did-helen-shun-conventional-cancer-treatment-20180519-p4zgbo.html und wurde auch in „respectfulinsolence“ besprochen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.