Die Todesopfer der GNM: Hamer, wie er wirklich war

Erwartungsgemäß wird der verstorbene “Dr. Scharlatan” Ryke Geerd Hamer von seinen Anhängern klangvoll betrauert – “brillanter Wissenschaftler” und “Streiter für die Wahrheit” gehören noch zu den gemäßigten Superlativen in den Nachrufen.

Dabei ist Hamers Germanische Neue Medizin eine “Todesfalle”.

Stellvertretend für die mindestens 140 Opfer (wahrscheinlicher sind weit mehr als 500) von Hamers Umtrieben möchten wir an den tragischen Fall von Hans-Ullrich Leupold erinnern, über den wir im Skeptiker 3/2015 berichteten. Hier ist die ganze Geschichte:

Ein frisches Grab auf dem Städtischen Friedhof Görlitz. Ein Blumenkranz auf der aufgeschütteten Erde umschließt ein Foto des Verstorbenen. Dahinter steht eine junge Frau, mit schwarzen Handschuhen hält sie ein beschriftetes DIN-A-4-Blatt: „Dank Dir, Ryke Geerd Hamer“.

„Dank Dir, Ryke Geerd Hamer“

Der bittere Sarkasmus dieser Trauerszenerie erschließt sich nur Eingeweihten. Hier wird kein aufopferungsvoller Hausarzt von den Angehörigen mit einer Danksagung bedacht – Jacqueline Klaus klagt an. Der Tote war ihr Vater. Dass er am 20. März 2015 im Alter von 66 Jahren starb, ist den kruden Thesen des ehemaligen Arztes Ryke Geerd Hamer geschuldet, der die Germanische Neue Medizin (GNM) begründet hat.

„Dank Dir, Ryke Geerd Hamer“: Es war dieser Satz, der den verstorbenen Hans-Ullrich Leupold in die Fänge der pseudowissenschaftlichen Außenseiterlehre trieb.

Krebs als „Konflikterlebnisschock“

„Er las ihn auf einer Visitenkarte“, erzählt Jacqueline Klaus. Das war vor sieben Jahren. Leupold hatte gerade einen operativen Eingriff hinter sich, bei dem ein winziges malignes Lymphom am Hals entfernt worden war. Die Heilungschancen standen gut, eine Strahlentherapie sollte den Lymphdrüsentumor unterhalb des linken Ohres vollständig zerstören.

Dann aber traf Hans-Ullrich Leupold einen alten Studienfreund wieder. B., wie Leupold Diplom-Militärwissenschaftler in der ehemaligen DDR, betreibt eine Einrichtung für „natürliche Selbstheilung“ unweit der deutsch-polnischen Grenze.

Psiram zufolge hat er „keinerlei Ausbildung auf dem Gebiet der Medizin“ und ist auch kein Heilpraktiker, nennt sich aber „Bioenergetiker“ und „Umweltberater“. Auf der Rückseite seines Kärtchens entdeckt Leupold noch etwas anderes: eine Huldigung an den Erfinder der Germanischen Neuen Medizin.

B. gibt sich als Anhänger von Ryke Geerd Hamer zu erkennen, der in Krebserkrankungen lediglich einen „Konflikterlebnisschock“ sieht. Die beiden Freunde tauschen sich intensiv über Leupolds Non-Hodgkin-Lymphom aus. Ein „Konflikt“ als Ursache dafür ist schnell gefunden: Kurz zuvor hatte sich der 60-Jährige nach jahrzehntelanger Ehe von seiner Frau getrennt.

Ablehnung der „Schulmedizin“

Hans-Ullrich Leupold beginnt daran zu glauben. Er, der sich nach der Wende als Praxisberater für Ärzte selbstständig gemacht hat, liest nun bereitwillig die Bücher und Infos, mit denen B. ihn versorgt: Tiraden gegen die „Krebslüge“ der „Schulmedizin“, Anekdoten von angeblichen Heilerfolgen der GNM und das Postulat der „5 Biologischen Naturgesetze“, die Hamers verschrobene Ideen theoretisch verbrämen und so fundiert sind wie Einhornenergie.

In Leupolds Nachlass stößt Jacqueline Klaus später auf eine ganze Bibliothek zur Germanischen Neuen Medizin. Viele Broschüren tragen B.‘s Stempel oder persönliche Widmungen.

„Geschenkt hat er meinem Vater dieses Zeug sicher nicht“, ist Jacqueline Klaus überzeugt. Offenbar zog B. sich systematisch einen zahlungskräftigen Kunden heran. Mit Erfolg, denn Leupold lehnt jede weitere onkologische Behandlung ab. In einer Kurzinformation von Hamer heißt es, „die Wirkung von Chemo und Strahlung auf das Gehirn“ sei „dumm und grausam“ und komme einer „Teufelsaustreibung“ gleich.

Dauerstress und Lebensenergie

Im Februar 2009 fliegt Leupold mit B. nach Norwegen und lernt dort Hamer persönlich kennen, der sich auf der Flucht vor den deutschen Behörden in Sandefjord aufhält. Im Hirn-CT des tumorkranken Patienten identifiziert der mehrfach verurteilte Ex-Arzt einen „Konfliktherd“, hervorgerufen durch ein „Schockerlebnis“.

Leupolds malignes Lymphom sei nichts weiter als eine Lokalisation des seelischen Konflikts auf Organebene. Entscheidende Bedeutung für den Heilungsprozess habe daher eine „Konfliktolyse“, das Hamersche Kunstwort für Konfliktlösung: „Gelingt dem Patienten die Lösung des Konflikts nicht, bleibt er weiter in der Dauerstressphase“, liest man auf der Webseite neue-medizin.de: „Dieser Dauerstress verbraucht seine Lebensenergien.“

Tatsächlich scheint Hamers eigenwillige Erklärung des Krankheits- und Heilungsverlaufs mit Leupolds Lebenswirklichkeit übereinzustimmen. Der Unternehmensberater trifft eine neue Liebe, heiratet ein zweites Mal und tritt in den finanziell auskömmlichen Ruhestand. Die Krebserkrankung scheint vergessen. Der Kontakt zum lokalen GNM-Dozenten B. bleibt indes bestehen.

Der Krebs kommt wieder

Dass die Beschwerdefreiheit keineswegs Heilung bedeutet, wird 2012 dramatisch offenbar. Jacqueline Klaus bemerkt, dass ihr Vater eine schnell wachsende Verdickung am linken Ohr unter längeren Haaren zu verbergen sucht. Bei Familienfeiern drückt er ein Taschentuch gegen die nässende Beule. Aber die Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes ist nicht mehr zu kaschieren: „Seine linke Gesichtshälfte sah dadurch immer wie geschwollen aus“, erzählt Klaus.

Von der „Schulmedizin“ will Leupold nach wie vor nichts wissen. „Rausschneiden und Chemo draufknallen“ sei doch alles, was den Ärzten einfiele, erinnert sich Jacqueline Klaus an die Einwände ihres Vaters. Gespräche zwischen den beiden hinterlassen bei ihr nur noch Hilflosigkeit. Die Argumentation des nunmehr 63-Jährigen oszilliert zwischen berechtigter Kritik an den Schwächen evidenzbasierter Medizin und haltlosen Verschwörungstheorien.

Die Chemotherapie gilt in der GNM als „größter Betrug in der ganzen Medizin“. Hinweise auf die Gerichtsverfahren gegen Hamer, sein braunes Gedankengut oder die Todesopfer der Germanischen Neuen Medizin lehnt Leupold als „Pharma-Propaganda“ ab.

„Bei jedem Treffen, bei jedem Telefonat kam die Rede auf eine weitere Verschwörungstheorie“, sagt Klaus, „von den Bilderbergern über die Krebs-Mafia bis zur Klimalüge“. Seine Tochter hat bald nur noch die Wahl, einen Kontaktabbruch zu riskieren – oder sich mit Kritik zurückzuhalten.

Unverdaulicher „Brockenkonflikt“

Leupolds Gesundheitszustand verschlechtert sich rapide. Im Frühjahr 2014 kann er kaum noch laufen, offenbar streut das aggressive Lymphom bereits im ganzen Körper. Ein großes Fest zum 60. Geburtstag seiner Frau verfolgt er nahezu unbeteiligt, ein Sommerurlaub in Kroatien hat lediglich noch den Charakter eines Krankentransports.

Doch der GNM-Eiferer B. sieht weiterhin keinen Anlass zur Besorgnis. Immer öfter sucht B. seinen alten Freund von der Militärakademie zu Hause auf, lässt ihm „bioenergetische“ Behandlungen angedeihen (gegen „Bargeld ohne Quittung“, wie Klaus berichtet) und erklärt, die Symptome stünden im Einklang mit den verschiedenen Heilungsphasen der Germanischen Neuen Medizin.

Als Leupold weder sprechen noch schlucken kann, zieht B. einen neuen „Konflikt“ aus dem GNM-Repertoire hervor: einen „Brockenkonflikt“, also eine „unverdaute“ seelische Belastung, die der Patient zwar „geschluckt“, aber sich nicht wirklich einverleibt habe.

Das „Studentenmädchen“ soll heilen

Statt wirksamer Hilfe bekommt Leupold den absurden Höhepunkt der Scharlatanerie verabreicht: eine musikalische Eigenkomposition Hamers mit dem Titel „Mein Studentenmädchen“, die auf einer „archaischen Zaubermelodie“ basiere und „ganz neue therapeutische Dimensionen“ aufstoße:

„Wenn man Mein Studentenmädchen nachts (mit Endlosschleife) hört, kommen nachts keine Konfliktrezidive (im Traum) mehr in unsere Seele. Patienten, die auf Nummer sicher gehen wollen, hören es durchgängig“, schreibt der GNM-Erfinder dazu.

Nur eine Begrenzung gebe es für diese „therapeutische Sensation“: „Zusammen mit Schmerzmitteln und Chemo ist es wirkungslos.“

Leupold lässt das volkliedhaft schlichte, dunkel timbrierte, operettenähnliche Gesangsstück Tag und Nacht laufen. Seine Ehefrau zieht aus dem gemeinsamen Schlafzimmer aus. Elke M. ist praktizierende Zahnärztin und „Schulmedizinerin“ durch und durch. Aber auch sie kann dem fatalen Einfluss des Hamer-Adepten B. auf ihren Mann kaum mehr etwas entgegensetzen.

Nach Leupolds Tod schildert sie Jacqueline Klaus die zahllosen Streits, die sie deswegen vergebens mit ihrem Mann ausgefochten hatte.

„Warten auf bessere Zeiten“

Erst viel zu spät wird auch Hans-Ullrich Leupold gewahr, dass etwas schiefläuft.

In einem Brief an Hamer äußerst er leise Zweifel an den immer neuen „Konflikten“, die ihm eingeredet werden:

Seit 2013 ist alles finanziell entspannt … Ich habe mit meiner Ex-Ehefrau schriftlich vereinbart, ihr nochmals 3000 Euro zu zahlen, und damit ist auch alles Zukünftige abgegolten. Damit ist meines Erachtens ein Schlussstrich gezogen. Ich habe dabei ein gutes Gefühl … Leider habe ich vor zirka drei Wochen einen Selbstwerteinbruch im rechten Knie erlitten … Nun liege ich da und warte auf bessere Zeiten. Lieber Dr. Hamer, was raten Sie mir, was sollte ich tun?“

Nach einem kurzen Klinikaufenthalt im Dezember 2014 ist Leupold bettlägrig. Auch dieses „tiefe Tal“ gehört angeblich zum Genesungsverlauf gemäß der „5 Biologischen Naturgesetze“.

In der Infoschrift „Die Neue Medizin nach Dr. med. Ryke Geerd Hamer“ heißt es:

In der Mitte der konfliktgelösten Heilungsphase finden wir die sogenannte epileptoide Krise, den Umschlagpunkt. Der Umschlagpunkt kann bei einigen wenigen Konflikten problematisch ausfallen, mit Heilungskrisen, die auch tödlich enden können.“

B. wirkt auf den Sterbenskranken ein, konsequent auf dem eingeschlagenen Weg zu bleiben.

Auf der Palliativstation

Am 12. März 2015 wird Hans-Ullrich Leupold von einem Krampfanfall geschüttelt. Der Notarzt lässt ihn ins Malteser Krankenhaus St. Carolus bringen. Es ist das Ende. Leupold kommt auf die Palliativstation. „Sein Gesicht war linksseitig extrem angeschwollen und er siechte die letzten Tage seines Lebens qualvoll vor sich hin“, steht in Jacqueline Klaus‘ Aufzeichnungen, die sie später der Staatsanwaltschaft übergibt.

Ungeniert sucht B. täglich das Sterbezimmer auf, mokiert sich über die palliativmedizinische Versorgung und gibt dem Pflegepersonal Anweisungen, etwa ein striktes Morphium-Verbot – denn dieses Opiat verändert laut GNM „die gesamte Hirnschwingung in einer furchtbaren Weise und nimmt dem Patienten seine Moral vollständig“.

B. aggressives Auftreten spiegelt offenbar seine Wut über den Kontrollverlust wider. In seiner Heiler-Sekte sollen Patienten „vor gutgemeinten Ratschlägen der Angehörigen abgeschirmt“ werden. Wahrheitswidrig behauptet er sogar, eine Betreuungsvollmacht für Leupold zu besitzen. Die Schwestern werfen den GNM-Dogmatiker schließlich raus.

Das Ende vom Lied

B. hinterlässt einen Zettel mit der Verhaltensmaßregel, die „archaische Melodie“ sei in einer Endlosschleife abzuspielen. Hans-Ullrich Leupold schaltet Hamers „Studentenmädchen“ eigenhändig aus. Stattdessen hört er seine Lieblingsmusik: Beethoven.

Am Nachmittag des 20. März stirbt Leupold. Der 66-Jährige „war bis auf das Skelett abgemagert und sah aus wie ein Mann von 90 Jahren“, hält seine Tochter schriftlich fest.

Täter und Opfer der GNM

Vom GNM-Verfechter B. hat Jacqueline Klaus seitdem nichts mehr gehört. „Warum sollte er auch Kontakt suchen? Die Einnahmequelle ist doch weg.“ Vorträge und Behandlungen biete er jedoch weiterhin in der Gegend an. Eine Vorstellung, die der 49-Jährigen unerträglich ist. „Vielleicht sitzt dieser Mann jetzt gerade wieder irgendwo bei einem Schwerkranken und weckt falsche Hoffnungen.“

Der Ex-Kommilitone ihres Vaters behauptet bei XING, seine Frau sei durch Hamers Methoden von Darmkrebs geheilt worden:

2005 schickte man meine Partnerin mit angeblich unheilbaren Darmkrebs austherapiert nach Hause. Was sollte ich tun? Sollte ich sie einfach sterben lassen? Nun ich lehrte (soweit ich das damals schon konnte) ihr die Germanische Heilkunde des Dr. Hamer, die ich dankbar und liebevoll auch Göttliche Heilkunde nenne, was das Gleiche ist, nur tiefer in die Erkenntnis geht. Sie konnte erkennen warum sie Darmkrebs hatte, welcher Brocken-Konflikt sie quälte, sie konnte das Problem auflösen und dann sind wir beide mutig durch die oft nicht bekannte und unterschätzte Heilphase gegangen.“

Auch eine gewisse Kerstin G. propagiert in dem Faltblatt „Meine Erfahrungen mit der Neuen Medizin“ die Genesung von einem Milchgangskarzinom nur mit Quarkumschlägen und Kohlblättern:

Es ist wunderbar, immer wieder zu sehen, wie exakt sie [Die Neue Medizin] funktioniert: bei mir selbst, meiner Familie, bei Freunden und Bekannten.“

In der Realität listet Psiram „mehr als 140 Tote nach GNM-Behandlungen“ auf.

Im Februar 2015 zum Beispiel verurteilte das Landgericht Hannover ein Elternpaar wegen fahrlässiger Tötung zu Bewährungsstrafen. Im Glauben an die Germanische Neue Medizin hätten die beiden ihre diabeteskranke Tochter nicht ausreichend mit Insulin versorgt und dadurch den Tod der Vierjährigen verursacht.

Aufklärung gegen Lügen

Hamer selbst lässt sich in einem Flyer als „der beste Arzt auf dieser Erde“ feiern und nennt es eine „Lüge“, dass er Patienten „von der Schulmedizin weggelockt“ habe: „Richtig ist, dass fast nur Patienten, die von der Schulmedizin austherapiert und oft aufgegeben sind, zu Dr. Hamer kamen, die bei ihm einen letzten rettenden Strohhalm suchten.“

Der Fall Hans-Ullrich Leupold beweist das Gegenteil:

Der Tumor meines Vaters ist in einem frühen Stadium entdeckt worden und hätte gut behandelt werden können – wäre ihm nicht ein Agitator der Germanischen Neuen Medizin über den Weg gelaufen.“

Seitdem hat sich Jacqueline Klaus der Aufklärung und Warnung vor der GNM verschrieben. Sie hat hautnah miterlebt, wie stark die Bestimmtheit von pseudomedizinischen Verheißungen verfangen kann, wenn persönliche Betroffenheit das Immunsystem des eigenen Verstandes heruntergefahren hat.

Gefühl und Ratio

Dass Leupold als kritisch-naturwissenschaftlich denkender Mensch Hamers Nonsens-Thesen aufsitzen konnte, erklärt Klaus mit einer Art Schlüssel-Schloss-Effekt:

Die einfachen Antworten der GNM passten genau zur richtigen Zeit auf die vielschichtige Bedürfnislage meines Vaters.“

Gesundheit betrifft vor allem emotionale Motive, die nicht nur rational gesteuert werden können. Und gerade deshalb „darf man solche Leute nicht gewähren lassen“. Ihrem verstorbenen Vater ist diese Erkenntnis wohl erst ganz am Schluss reingetropft, vermutet Klaus:

Er kann nichts mehr ändern. Aber ich kann versuchen, etwas zu ändern.“

Zum Weiterlesen:

  • Ryke Geerd Hamee ist tot, GWUP-Blog am 4. Juli 2017
  • “Wunderheiler” Ryke Geerd Hamer ist tot, derStandard am 4. Juli 2017
  • Ryke Geerd Hamer ist tot, Belltower am 6. Juli 2017
  • Mein Studentenmädchen gegen Krebs: Neues Todesopfer der Germanischen Neuen Medizin, GWUP-Blog am 21. September 2015
  • Zynisch, schwachsinnig, tödlich: „Germanische Neue Medizin“, GWUP-Blog am 15. April 2015
  • Wenn Pseudomedizin auf Antisemitismus trifft: Germanische Neue Medizin, Astrodicticum simplex am 27. Mai 2010
  • Die “Germanische Neue Medizin” von Ryke Geerd Hamer, Sekten-Info NRW am 13. April 2016
  • „Typisch ungelöste Konflikte“: Youtuber nimmt Germanische Neue Medizin aufs Korn, GWUP-Blog am 1. März 2016
  • Die absurden Lügen der GNM: “Praktisch kein jüdischer Patient stirbt an Krebs”, GWUP-Blog am 18. Februar 2016
  • Germanische Neue Medizin und das „Studentenmädchen“-Opfer bei exakt im MDR, GWUP-Blog am 4. November 2015
  • Das Goldene Brett 2016: And the winner is … Ryke Geerd Hamer, GWUP-Blog am 11. Oktober 2016
  • “Lautsprecher des Wahns” will 100 Millionen Entschädigung für Ryke Geerd Hamer, GWUP-Blog am 18. Februar 2017
  • “Neue Germanische Medizin”: Es gibt keine Krankheiten, nur seelische Konflikte! derStandard am 16. Februar 2016
  • Mein Vater, ein Opfer der Germanischen Neuen Medizin – Erfahrungsbericht, Sekten-Info NRW am 13. April 2016

9 Kommentare zu “Die Todesopfer der GNM: Hamer, wie er wirklich war”


  1. 1 Ben 7. Juli 2017 um 09:25

    Was Hamer angeht: Good riddance, wie man auf Englisch sagt. Ich muss an das Lied aus dem Zauberer von Oz denken: “Ding-Dong! The Witch Is Dead”. Wobei ich keinen Wiccans zu nahe treten will.

    Eine Anmerkung: Im letzten Screenshot sind Name und Kontaktdaten einer Person zu erkennen, die anscheinend Hamers Missfallen geweckt hat. Diese Person könnte für uns ein Held sein, aber da auch GNM-Verwirrte hier vorbei kommen könnten, wäre eine Unkenntlichmachung vielleicht vorteilhaft?

  2. 2 Bernd Harder 7. Juli 2017 um 10:45

    @Ben:

    Danke für den Hinweis.

  3. 3 RPGNo1 7. Juli 2017 um 16:01

    Heiler-Sekte – was für eine treffende Definition! Und wird Helmut Pilhar jetzt der neue Prophet, Messias, Guru, oberste Priester?

  4. 4 WolfgangM 10. Juli 2017 um 15:10

    Ach du liebe Zeit

    Hier ein Nachruf für Hamer. Begräbnis am 14.7.2017 in Erlangen.

    http://drrykegeerdhamer.com/de/index.php

    “Der größte Entdecker der Menschheitsgeschichte ist von uns gegangen”

    Unterzeichnet hat ein Werner von der Mühle.

    Klapsmühle wär wohl eine korrektere Bezeichnung.

  5. 5 Bernd Harder 17. Juli 2017 um 14:23

    Liebe Hamer-Verehrer und GNM-Anhänger,

    bitte sparen Sie sich Ihre geballte “Kommentar”-Flut, mit der Sie versuchen, die Hamer’sche Scharlatanerie gegen verstorbene Patienten in der evidenzbasierten Onkologie aufzurechnen.

    Ihre Argumentation ist schlichtweg falsch und zeugt von vollständigem Unverständnis medizinischer Zusammenhänge.

    Zudem sind Ihre Anmerkungen hier im Kommentarbereich bereits x-mal erschöpfend beantwortet worden, der Einfachheit halber kopiere ich einige der entsprechenden Kommentare noch einmal ein:

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    – “Die Schulmedizin” hat keine Krebsopfer zu verantworten, sondern die Krankheit Krebs hat diese Opfer zu verantworten.

    – “warum es nach zig jahren Forschung und Milliarden von Forschungsgelder noch kein Mittel gegen Krebs gibt” liegt daran, dass Krebs eine überaus komplexe Erkrankung ist und zudem lediglich ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von individuellen neuen Zellen, die sich autonom reproduzieren und sich der Wachstumskontrolle des Organismus entziehen.

    Man müsste eigentlich von “Krebsen” sprechen.

    Ich empfehle Ihnen, einen Blick in dieses allgemeinverständliche Buch zu werfen:

    http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/krebsbuch-der-koenig-aller-krankheiten-demut-vor-dem-tumor-1.1369322

    Und sehr viele Experten empfinden die gegenwärtige Situation als unbefriedigend, z.B.:

    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/63912/Lauterbach-veroeffentlicht-Buch-Die-Krebs-Industrie

    und arbeiten an neuen Ansätzen und Verbesserungen der Krebstherapie:

    http://www.spiegel.de/spiegel/krebs-biontech-plant-individuelles-medikamente-fuer-jeden-patienten-a-1156957.html

    Diese Menschen stehen aber fest auf dem Boden der medizinischen Wissenschaft, bauen auf den vorhandenen Erkenntnissen auf und entwickeln diese immer weiter, während Hamer in einer frei schwebenden Wahn- und Phantasiewelt abseits jeder Realität lebte.

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    Die Heilungsrate von Hamer betrug genau Nullkommanullnix. Die Heilungsrate der wissenschaftsbasierten Medizin liegt derzeit – je nach Tumor – bei bis zu 90%.

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    Man darf ja auch nicht so tun, als ob in der Krebsmedizin nichts weiter geht.

    Die Überlebensraten haben sich drastisch verbessert, ebenso die Früherkennung zB bei Brustkrebs oder Prostatakrebs. Und auch die Heilungsschancen sind gestiegen.

    Beispielsweise bei Leukämien durch Stammzelltransplantation.

  6. 6 crazyfrog 17. Juli 2017 um 14:35

    Gilt genau 1:1 auch für die Germanischen neuen Quacksalber:

    “Bei schweren Krankheiten sind Homöopathie und Geistheilung ein Schuss in den Ofen.”

    http://www.watson.ch/Blogs/Sektenblog/493466267-Wenn-Heiler-die-H%C3%A4nde-auflegen

  7. 7 Raabe Barbara 26. Juli 2017 um 14:05

    Ulrich Leupold war ein Freund von uns genau so wie B.

    Was er mit unserem Freund gemacht hat haben wir bis zum heutigen Tag nicht so richtig begriffen ,sowas kann man einfach nicht begreifen …………….!

    Ulli hatte viele Freunde zog sich aber zurück und hörte nur noch auf B,so haben wir ihn alle verloren .Hätten wir gewusst nein auch nur geahnt was B mit Ulli tat wir wären dazwischen gegangen .

    Leider war es schon viel zu spät als wir von den Abscheulichkeit unseres sogenannten Freundes B auf Anweisung eines Scharlatans erfahren haben ,leider .

  8. 8 R.Z. 18. August 2017 um 11:27

    Gegen den “Freund” von Herrn Leupold ist laut Psiram im November 2016 ein Strafbefehl ergangen. Ich wünsche der Staatsanwaltschaft Görlitz allen Erfolg in dieser Sache.

    https://www.psiram.com/de/index.php/Benno_Quix

  9. 9 Bernd Harder 30. August 2017 um 20:27

    Für alle Hamer-Fans:

    “Dass psychische Belastungen eine maßgebliche Rolle bei der Krebsentstehung spielen, konnte bislang wissenschaftlich allerdings nicht überzeugend bestätigt werden.”

    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/77888/Psyche-und-Krebs-Viele-glauben-an-Zusammenhang

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