Was ist dran an „Elektrosensibilität“?

Was ist dran am Phänomen der “Elektrosensibilität”? Können Menschen zum Beispiel die elektromagnetische Strahlung von Handymasten spüren?

esmog

Eher nein, schreibt medizin-transparent:

Alle derzeitigen gesammelten Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Symptome, über die elektrosensible Menschen klagen, eher ein solcher Nocebo-Effekt sind. Wer mit der Überzeugung ins Bett geht, dass der neue Handymast am Hausdach gegenüber die Nachtruhe stört, wird wahrscheinlich wirklich schlechter schlafen, egal, ob der gerade strahlt oder nicht.”

Zum Weiterlesen:

  • Elektrosensibilität – ein Gesundheitsproblem? medizin-transparent am 27. Mai 2017
  • Video: Krank durch Bluetooth, WLAN & Handy? Biologische Wirkungen des Elektrosmogs, GWUP-Blog am 20. September 2016
  • Skeptics in the Pub in Köln: „Krank durch Bluetooth, WLAN und Handy?“ GWUP-Blog am 3. September 2016
  • “Elektrosmog” bei Psiram
  • “Elektrosensibilität” bei Psiram

11 Kommentare zu “Was ist dran an „Elektrosensibilität“?”


  1. 1 Ralf im Vollrausch 30. Mai 2017 um 17:10

    Interessant ist auch, daß viele, die noch vor wenigen Jahren gegen “Handy – Masten/Strahlung” waren, jetzt glühende Verehrer des Smartphones sind und natürlich überall WLAN haben :-)

    Mittlerweile hat sich aber auch etwas getan, die Röhrenfernseher waren schon “Kathodenschleuderer”, die heutigen LED-Monitore strahlen einen Bruchteil dessen ab.

    btw: Die “Handystrahlung” ist höher, wenn weniger Funkmasten im Umkreis vorhanden sind, denn dann muß das Handy stärker senden – das sollte man auch bedenken ;-)

  2. 2 noch'n Flo 30. Mai 2017 um 17:54

    Ich erinnere da einen Fall, bei dem ein angeblich “Elektrosmogsensibler” einen nahen Handymast für seine diversen (unspezifischen) Symptome verantwortlich gemacht und darüber sogar genau Tagebuch geführt hatte. Bei einer näheren Überprüfung stellte sich dann allerdings heraus, dass der Sendemast den grössten Teil der Zeit, in der der “Betroffene” Symptome verspürt haben wollte, gar nicht in Betrieb gewesen war.

    Ein anderes interessantes Erlebnis hatte ich mal 2009 im Rahmen einer ärztlichen Schulung: da klagten auch mehrere Teilnehmer immer wieder über Kopfschmerzen, die von den Schulungsleitern (allesamt selber Ärzte!) auf die auf dem Dach des Gebäudes, in dem die Schulung stattfand, befindliche Handyantenne geschoben wurde.

    Dass sich im Erdgeschoss eine Druckerei befand (die Schulungsräume befanden sich im 2. Stock) und die dort entstehenden Ausdünstungen permanent durch die ständig “auf Kipp” gestellten Fenster (das Ganze ereignete sich im Hochsommer) in die Schulungsräume gelangen konnten, wurde geflissentlich übersehen… ebenso wie der Umstand, dass direkt neben dem Gebäude eine 6spurige Autobahn verlief…

  3. 3 gnaddrig 30. Mai 2017 um 20:38

    Und mir hat mal wer erzählt, dass er wegen Elektrosmog keinen Funkwecker mehr benutzt. Echt wahr! (Stirn -> Tischplatte, volle Hämmer)

  4. 4 noch'n Flo 31. Mai 2017 um 15:17

    @ gnaddrig:

    Da hat der Gute doch vollkommen recht gehabt: der Funkwecker misst permanent die lokale Zeit und schickt diese Daten an ein riesiges Funkwecker-Netzwerk, so dass sich alle Funkwecker einer Zeitzone immer genau auf den Durchschnittswert einstellen können. Dafür sind enorme Sendeleistungen notwendig, schliesslich muss ja auch ein Fukwecker in Flensburg mt seinem Kollegen in Garmisch in Verbindung bleiben.

    Und dann immer die Turbulenzen bei Funkweckern von Dauer-Kiffern, bei denen sich im ständigen THC-Dunst ständig die Zeit ins Unendliche dehnt. Oder in Universitäten zur Prüfungszeit – wo 3 Stunden mal eben schnell auf 20 Minuten zusammenschrumpfen können.

    Durch all diese Störfelder muss das Zeitsignal trotzdem immer noch uneingeschränkt durchdringen können, das geht nur mit hochgeheimen Hochleistungssendeanlagen.

  5. 5 gnaddrig 1. Juni 2017 um 18:53

    @ noch’n Flo: Ah, jetzt verstehe ich das. Wahrscheinlich muss die Zeitinformation auch mehrfach redundant gesendet werden, um wirklich sicherzugehen, dass alles jederzeit überall vorhanden ist.

    Dann sind elektrische Wecker mit Netzkabel sicher harmloser, weil die ja nichts senden müssen, oder?

  6. 6 noch'n Flo 2. Juni 2017 um 14:06

    @ gnaddrig:

    “Dann sind elektrische Wecker mit Netzkabel sicher harmloser, weil die ja nichts senden müssen, oder?”

    Bist Du jeck? Sobald Du den Wecker in die Steckdose steckst, wird er doch erst Teil der riiiiiesigen von mir oben erwähnten hochgeheimen Hochleistungssendeanlage. Und das Kabel selbst stört alle ernergethischen Harmoniefelder in Deinem Schlafzimmer.

  7. 7 noch'n Flo 2. Juni 2017 um 14:50

    Ach ja, und das mit der Redundanz der gesendeten Informationen ist auch so eine Sache. Da müssen sehr spezifische relativistische Effekte berücksichtigt werden – denn wenn alle Wecker immer und immer wieder dasselbe Zeitsignal aussenden, obwohl die Zeit bei jeder Übertragung wieder um einen Bruchteil voranschreitet, hängen wir ganz schnell in einer Zeitschleife fest… Zeitschleife fest… Zeitschleife fest… Zeitschleife fest… Zeitschleife fest…

    Die dazu benötigte Rechenleistung jedes einzelnen Weckers ist enorm. Würde man weltweit alle Wecker zusammenschalten, könnte man in Millisekunden auch komplexeste Klimasimulationen laufen lassen. Was aber auch keinen Sinn machen würde, denn wir würden dann ja (s.o.) in einer Zeitschleife festhängen… Zeitschleife festhängen… Zeitschleife festhängen… Zeitschleife festhängen…

  8. 8 gnaddrig 7. Juni 2017 um 18:40

    @ noch’n Flo: Hm, Zeitschleifeifeifeifeife, da könnte ihc mir hübsche Lifestyle-Anwendungen vorstellen. Der eine perfekte Schluck Kaffee/Cognac/Whisky/Bier/Rotwein/was-auch-immer ließe sich damit vielfach genießen. Ein ganzer Abend mit einem Schluck Lieblings-was-auch-immer…

  9. 9 Ralf im Vollrausch 7. Juni 2017 um 22:08

    Euer Gelaber geht mir auf den Wecker ;-)
    Funkwecker senden nicht, sondern empfangen nur…aber das wißt ihr ja.
    Ich wohne in relativer Nähe zu Mainflingen und hier ist es so stark, so daß meine innere Uhr sich daran ausrichten kann…Uhren kennen wir hier nicht, das Signal ist so stark, daß alle Uhrengeschäfte in der Umgebung pleite gingen (ja, ich weiß, das hört ein Schweizer nicht gern, gelle Flo ;-))

  10. 10 noch'n Flo 8. Juni 2017 um 07:49

    @ gnaddrig:

    Mann, da macht man einen epochalen Durchbruch in der Physik, und Du denkst nur ans Saufen.

    @ Ralf i.V.:

    Wieso sollte ich das nicht gerne hören? Was meinst Du wohl, wer Eure Sendeanlage betreibt? Und wenn Ihr es am allerwenigsten erwartet, stellen wir Euch plötzlich die Sommerzeit ab, dann kommt Ihr immer und überall eine Stunde zu spät. Dann seid Ihr für immer unsere Sklaven. Muahahahahahahaaah!

  11. 11 gnaddrig 9. Juni 2017 um 19:39

    @ Ralf i. V.: Pech gehabt, da musst Du einfach durch. Wirf einfach ein paar Schlechte Laune C30 ein, dann passt das schon ;)

    @ noch’n Flo: Immer diese Genussfeindlichkeit. Puritaner?

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