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Nach Todesfällen: Politiker fordern schärfere Gesetze für Heilpraktiker

| 102 Kommentare

Tut sich endlich was?

Nach den Todesfällen in einer „alternativen Krebsklinik“ in Brüggen-Bracht (Nordrhein-Westfalen) fordern Politiker schärfere Gesetze für Heilpraktiker.

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Als „unfassbar“ bezeichnet der Vorsitzende des Bundestags-Gesundheitsausschusses, Edgar Franke (SPD), die Vorfälle.

„Es ist die Frage, ob Heilpraktiker die fachliche Eignung für onkologische Therapien haben“, erklärt er auf Nachfrage. „Wir müssen gewährleisten, dass Scharlatane keine Menschen therapieren dürfen.“

Der Fall könne als Anlass genommen werden, den Rahmen für die Befugnisse von Heilpraktikern neu zu regeln. Das sei Aufgabe des Bundesgesetzgebers, sagt er. „Das Heilpraktikergesetz muss überarbeitet und geschärft werden.“

Ähnlich äußerten sich der stellvertretende Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Rudolf Henke (CDU), die gesundheitspolitische Sprecherin der Linken-Fraktion, Kathrin Vogler, und der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz gegenüber DAZ-Online.

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Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP im NRW-Landtag, Susanne Schneider, hat eine kleine Anfrage an die Landesregierung und Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) gestellt, berichten die Ruhrbarone:

Die naturheilkundliche Qualifizierung erfolgt ohne jede staatliche Aufsicht.

Zu den vermittelten Therapieformen zählen Geistheilung, Homöopathie, Reinkarnationstherapie, Magnetfeldtherapie, Pyramidenenergiebestrahlung und Nosodentherapie.

Für die meisten Therapien gibt es keine vorgeschriebenen Standards und sie sind wissenschaftlich weder fundiert noch anerkannt. Potentielle Patienten können daher kaum zwischen einem seriösen Anbieter und einem Scharlatan unterscheiden. Daher mehrt sich auch die Anzahl der Heilpraktiker, die eine einheitliche Ausbildung für ihren Berufsstand fordern.

So überschätzen einzelne Heilpraktiker ihre eigenen Kompetenzen oder stellen Esoterik über wissenschaftliche Erkenntnisse.“

Und plötzlich ist Anousch Muellers „Unheilpraktiker“-Buch brandaktuell.

Zum Weiterlesen:

  • Politiker fordern schärfere Gesetze für Heilpraktiker, DAZ.Online am 17. August 2016
  • Fast jeder Trottel kann Heilpraktiker werden, Ruhrbarone am 17. August 2016
  • „Irgendwas mit Heilpraktikerin“: Pseudo-Promi drängt in die Pseudomedizin, GWUP-Blog am 16. August 2016
  • Interview mit Anousch Mueller: Sollten wir uns den Besuch beim Heilpraktiker künftig sparen? GWUP-Blog am 1. Juli 2016
  • Skeptiker-Interview mit Anousch Mueller, GWUP-Blog am 14. Juni 2016
  • Von der Gutgläubigkeit hin zu Faktendenken: Anousch Müller über ihr Buch „Unheilpraktiker“, GWUP-Blog am 15. Mai 2016
  • Die Hyaluron-Party ist vorbei: Drei tote Patienten einer alternativen Krebsklinik in NRW, GWUP-Blog am 5. August 2016
  • Tote Krebspatienten: Durfte der Heilpraktiker das ungetestete Arzneimittel verabreichen? DAZ.Online am 17. August 2016

102 Kommentare

  1. Hoffentlich folgen auch tatsächlich Taten auf die Worte. Ich drücke mal die Daumen.

  2. Es ist ein Skandal, dass wirklich alles in Deutschland geregelt ist, aber man lässt solch unzureichend ausgebildete Menschen auf Patienten los. Unglaublich. Aber welcher Politik könnte Stimmen gewinnen mit der Forderung die gesetzliche Situationen zu ändern?? Wo bleiben die mutigen Politiker, die das RICHTIGE tun, einfach weil es getan werden muss.

  3. Wir Skeptiker sollten den Faden dieser aktuellen Berichterstattung aufnehmen und nicht mehr loslassen.

    Herr Gröhe sieht sich zunächst einmal nicht zuständig – vor einiger Zeit der Verbraucherschutzminister auch nicht, der verwies auf den Gesundheitsminister, wie Anousch Mueller mir berichtete.

    Ja verdammt noch mal, was ist das für ein Kinderkram? Sind wir beim Einwohneramt, zwischen einem Zuständigkeitsstreit zwischen dem Buchstaben G und S? Wie können gestandene Bundesminister so etwas kommunizieren? Immerhin verbreten ja aktuell sowohl der Innenminister als auch der Justizminister auch außenpolitische Statements…

    Ja dann setzt euch doch zusammen, Gröhe und Schmidt, macht eine Agenda und lasst eure Leute das ausarbeiten! So hab ich das mal gelernt. Macht man das heute nicht mehr so? In die Tonne mit dem Heilpraktikergesetz und her mit einer Negativliste der vom Verbraucherschutz ausdrücklich nicht empfohlenen Pseudomethoden!

    Es gibt nur eine Wissenschaft, die durch Hypothese, Theorie und Falsifizierung charakterisierte auf empirischer Basis. In dieses Wissenschaftsverständnis hat sich die moderne Medizin -mit allen Unzulänglichkeiten, die Menschenwerk anhaften- längst eingegliedert.

    Einen hiervon losgelösten Zweig der Heilkunde daneben, ohne wirklich ausgebildete Menschen, unter Verwendung von im günstigsten Falle unwirksamen Methoden und vielfach mehr als nahe der Esoterik, brauchen wir nicht und sollten wir nicht tolerieren.

    Das Heilpraktikergesetz sollte schon 1939 nur eine erste Stufe sein, das Wirken von jedermann an jedermanns Zipperlein einzuschränken und langfristig auch den Status des Heilpraktikers abzuschaffen und damit die Ausübung der Heilkunde nur akademisch ausgebildeten Ärzten vorzubehalten.

    Allein aus den Kriegswirren heraus ist es hierzu nicht mehr gekommen. Das Heilpraktikergesetz hat sich sozusagen unbemerkt in die Rechtsordnung der Bundesrepublik herübergerettet und sitzt eigentlich seitdem auf der Sünderbank und wartet auf seine Aburteilung.

    Aber o Wunder – niemand kennt mehr die Entstehungsgeschichte und es wird auch noch als positive deutsche Besonderheit wahrgenommen.
    Viele Nachbarstaaten lachen diesbezüglich über uns.

    Weg mit diesem Unsinn, das wäre nicht nur für die Volksgesundheit nützlich. Gleich den Binnenkonsens zugunsten der „besonderen Therapieenrichtungen“ noch mit entsorgen – und dem System steht auch wieder Geld für Wichtigeres zur Verfügung.

    Also bitte, wer auch immer in Berlin, alle zusammen oder einer federführend – hier ist was zu tun!

  4. Ein typisch deutscher Vorschlag: Man will die Leute vor ihrer eigenen Dummheit schützen. Das ist arrogante Besserwisserei.

    Die Quatschkategorie „Heilpraktiker“ gibt es extra für Leute, die an Quatsch glauben. Laßt ihnen doch den Spaß. Manchmal muß man eben für schlechte Entscheidungen einen hohen Preis zahlen.

    Wer medizinisch behandelt werden will, geht zum Arzt. Wer quacksalberisch behandelt werden will, geht zum Heilpraktiker.

  5. Im Schweizer Radio SRF3 fand dessen Haussatiriker Peter Schneider kürzlich – wie ich finde – sehr passende Worte zu den Vorfällen in Brüggen-Bracht. Auf die Schlagzeile „Vier Todesfälle nach alternativer Krebsbehandlung“ konterte er trocken:

    „Die hilft doch auch nur bei ALTERNATIVEM Krebs.“

    Ich finde, das kann man problemlos auch auf die restliche sog. „Alternativmedizin“ ausweiten.

  6. Und wer gestaltet diese Ausbildung dann? wenn die Homöopathen-Sekte da wieder mitmischt, ist doch nix gewonnen… Aber eine Ausbildung nach strengen (wissenschaftlichen!) Maßstäben wär ne feine Sache.

  7. Übrigens: die Ausbildung zum Fliesenleger dauert drei Jahre. Nur, um mal die Relationen zu verdeutlichen…

  8. @Tim:

    << Ein typisch deutscher Vorschlag: Man will die Leute vor ihrer eigenen Dummheit schützen. Das ist arrogante Besserwisserei. << Ok, heißt: Gurtpflicht, Helmpflicht, Tempolimits, Fußgängerampeln, Alkoholausschankverbot für Minderjährige, Krankenversicherungspflicht etc. - alles arrogante Besserwisserei?

  9. @ Bernd Harder

    Wir sprachen erst mal nur von Heilpraktikern.

  10. @Tim:

    Wir sprachen davon, Menschen vor ihrer eigenen Dummheit zu schützen und ob das „arrogante Besserwisserei“ ist.

    Darüber hinaus hat Ihre Argumentation eine entscheidende Lücke, im Vergleich zu den anderen Sachen, die ich aufgezählt habe:

    Die allermeisten Leute wissen schlicht nicht, dass Heilpraktiker Quacksalber sind. Es ist vielen gar nicht bekannt, dass da keinerlei Ausbildung, Kontrolle etc. dahintersteckt.

    Und selbst wenn man es ihnen sagt, können das viele gar nicht glauben, dass so etwas in Deutschland möglich ist.

    Folglich kann man auch keine eigenverantwortliche Wahl treffen, wenn solche Informationen gar nicht präsent sind.

  11. verschärft …. Bedeutet das,dass Heilpraktiker irgendeinen schwachsinnigen Kurs verpflichtend belegen müssen? das ändert nichts- und Geistheiler, Kirlianfotografen, Chiropraktiker, Akupunkteure, Handaufleger sind weiterhin erlaubt?

    warum fallen Homöopathathika nicht unter die Zuständigkweit der EMEA?

  12. @cassabdra:

    << Bedeutet das,dass Heilpraktiker irgendeinen schwachsinnigen Kurs verpflichtend belegen müssen? << Das sollte es eben gerade nicht bedeuten.

  13. @ Bernd Harder

    Man kann sich heute besser denn je informieren, und die wohlmeinende Überheblichkeit gegenüber dem unwissenden Bürgern in so vielen Bereichen geht mir ziemlich auf den Senkel. Das ist die beste Strategie, wenn man sich langfristig Trottel heranzüchten möchte.

    Besser ist, schon früh das kritische Denken zu fördern. Das muß der Wahlansatz jedes Skeptikers sein.

  14. @Tim:

    Man „kann“ vieles, aber es wird ja offensichtlich nicht gemacht.

    Ihre Haltung könnte man daher ebenso als „arrogante Besserwisserei“ bezeichnen.

    Fakt ist: Meine 82-jährige Oma informiert sich garantiert nicht im Internet, was genau ein Heilpraktiker ist und darf, sondern sie verlässt sich darauf, dass das in Deutschland eine zuverlässige, ungefährliche, geregelte und kontrollierte Sache ist (Zitat: „Das wäre doch Betrug, wenn das stimmen würde, was Du (die Skeptiker) sagst.“)

    Eben. Genau das ist es. Und deshalb brauchen wir auch Gesetze – neben der Aufklärung, die wir leisten.

  15. Dass Heilpraktiker ihr Unwesen fast völlig ungeprüft treiben dürfen (und keinerlei staatlichen Aufsicht unterliegen, ja noch nicht einmal Patientenakten führen müssen), ist ein Skandal.

    Alle Politiker, die diesen unhaltbaren Zustand endlich bekämpfen wollen, verdienen unsere uneingeschränkte Unterstützung – denn Wählerstimmen gewinnen kann man so nämlich nicht.

    Wer sich öffentlich gegen diese professionellen Scharlatane stellt, gewinnt keinen Beliebtheitswettbewerb und handelt sich als Politiker nur Ärger ein. Um so mehr Respekt gebührt denen, die es gern anpacken wollen! Diese Todesfälle sind ja nur die bekanntgewordene Spitze des Eisbergs.

    Hoffentlich wird die mediale Aufmerksamkeit das Problem mal in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken.

  16. @Bernd Harder @Tim
    Eventuell könnte man sich auf folgendes einigen:

    Man läßt die Heilpraktiker einfach als freischaffende Künstler/Illusionisten/Schamanen/Wahrsager/Zuckerverordner durchgehen und der Staat verbietet jede Honorarzuwendung durch Krankenkassen und den Zuckerkugelverkauf in Apotheken.

    Ausserdem muss natürlich das Heilpraktikergesetz abgeschafft werden, ebenso der Binnenkonsens, der dem ganzen noch einen offizellen seriösen Touch verleiht.

    Der Staat hat sich also in keinster Weise mit diesem Thema zu befassen, weder durch Gesetze noch durch Verordnungen, aber auch nicht durch Verbote. Für Astrologen etc. gibt es sowas ja auch nicht.

    Schäden, die dann durch Heilpraktiker, Homöopathen etc. verursacht werden, kann der Geschädigte dann über den normalen Rechtsweg vor Gericht bringen.

    Der Staat hat hier vollkommen neutral zu sein, offizielle Regelungen in diesem Bereich geben diesem Gewerbe den seriösen Touch, den sie immer anstreben, siehe Apothekenpflicht.

  17. @ Werner
    „Man läßt die Heilpraktiker einfach als freischaffende Künstler/Illusionisten….durchgehen.“

    Nein, so nicht.

    Illusionisten sind ehrliche Menschen/Künstler – sie sagen nämlich, dass sie täuschen!

    Heilpraktiker sagen das nicht!

  18. Heilpraktiker dürfen per Gesetz keine Geschlechtskrankheiten behandeln. Bislang hat auf diesem Feld noch niemand ihre tätige Mithilfe vermisst.

    Dasselbe träfe auch zu, wenn sie auch von der Behandlung anderer, schwerer Erkrankungen ausgeschlossen wären.

    Es gibt genug grippale Infekte, Spannungskopfschmerzen, Schlafstörungen, Sodbrennen und Rückenschmerzen, bei denen sie sich austoben (und abkassieren) könnten, ohne Schaden anzurichten (und ohne Nutzen auch).

  19. Wenn es weiter nix ist:

    Starben Patienten eines alternativen Krebszentrums am Niederrhein an dort verabreichten Mitteln? Gegen den Praxisinhaber ermittelt die Staatsanwaltschaft offenbar in rund 70 Fällen wegen fahrlässige Tötung.

    http://www.focus.de/gesundheit/news/mehr-opfer-als-bislang-angenommen-alternatives-krebszentrum-staatsanwaltschaft-ermittelt-in-70-todesfaellen_id_5838484.html

  20. Hier fehlen eindeutig weitere Informationen zu den Vorfällen.
    Vielleicht handelte es sich bei den Krebspatienten um hoffnungslose Fälle, denen die Schulmedizin nicht weiterhelfen konnte? Dann wären sie such ohne Einfluss der Heilpraktiker gestorben.

    Ob man Heilpraktiker braucht, ist natürlich eine andere Sache. Aber auch hier gibt es solche und solche – ich war lange bei einem Heilpraktiker in Behandlung, der durch regelmäßiges aber schonendes Einrenken mein Hohlkreuz weitestgehend normalisieren konnte.

    Auch hier ist es wichtig, skeptisch zu sein und nicht alle Heilpraktiker über einen Kamm zu scheren – auch wenn es sicherlich schwarze Schafe gibt

  21. @gast:

    << Aber auch hier gibt es solche und solche << Wie schon mehrfach erklärt: Das trifft das Problem nicht. Eine unseriöse Methodik auf obskurer Grundlage kann man nicht seriös ausüben, völlig unabhängig von der persönlichen Integrität der Person oder deren Absichten. << denen die Schulmedizin nicht weiterhelfen konnte? << Aus welchem Grund denken Sie, dass Heilpraktiker solchen Patienten weiterhelfen können? Todkranke abzuzocken spricht nicht gerade für diese Zunft.

  22. @ gast
    Sie haben aber sehr seltsame Ansichten!

  23. Fakt ist: Niemand hier im Forum ist intelligent genug die HP Prüfung zu schaffen. Aber jeder hält Heilpraktiker für Idioten.

    Meine Herausforderung an alle Klugscheißer und Skeptiker: Poster eure Zulassung als HP hier und ich glaub euch das die Prüfung jeder Depp schafft. Bis dahin: Klappe halten und Pillen schlucken.

    Danke.

  24. @Bernd Hader
    Ich kenne mich nicht im Detail mit der Ausbildung zum Heilpraktiker aus, aber da ist schon mehr dran als esoterisches Gelaber.

    Ich sagte nicht, dass Heilpraktiker Todkranken weiterhelfen können, doch hier werden Heilpraktiker für Todesfälle verantwortlich gemacht und das kann ich ohne nähere Informationen nicht hinnehmen.

    Da der Artikel sehr einseitig ist, wollte ich damit nur aufzeigen, dass nicht alle Heilpraktiker Quacksalber sind und durchaus Menschen helfen können.

    Mir persönlich hat ein Heilpraktiker wie gesagt sehr mit einem Rückenleiden geholfen, und dieser Erfolg ist messbar.

    Daher kann ich der Aussage, Heilpraktiker seien generell unseriös nicht zustimmen, auch wenn die uneinheitliche Ausbildung sicherlich problematisch ist

  25. @Gast

    „Dann wären sie auch ohne Einfluss des (UN)Heilpraktikers gestorben“

    Na dann…ist ja alles klar

    Dieser läppischen und dennoch Menschenverachtenden Argumentation bin ich schon mehrfach begegnet

    Freiwild für die Schwurbel-Szene, mit der Verzweiflung schwer Kranker als Geschäftsmodell

    Mit Methoden, für die jeder Arzt, für den Rest seines Lebens am Kreuz hängt
    Aber vorher noch 10.000 Euronen zahlen, bitte schön

    Es gibt keine Schulmedizin, es gibt DIE Medizin.

    Der Rest ist eine Erfindung derer, die sich als blutige Laien, gerne in die Nähe der echten Medizin stellen wollen

    Nicht wenige (UN)Heilpraktiker präsentieren sich auf ihren Homepages z.B. mit Stethoskop um den Hals und versuchen so den Eindruck eines Mediziners zu erwecken

    Die ganze Branche ist eine gigantische Blender-Nummer und ich kann es nicht oft genug sagen: Die Szene für alle die, wo es halt nicht wirklich zu einer echten Tätigkeit im Bereich der Gesundheit gereicht hat, aus welchen Gründen auch immer

  26. @gast:

    < < Ich kenne mich nicht im Detail mit der Ausbildung zum Heilpraktiker aus, aber da ist schon mehr dran als esoterisches Gelaber. << Es gibt überhaupt keine "Ausbildung" zum Heilpraktiker. Ein Heilpraktiker muss überhaupt nichts "können", sondern nur eine Überprüfung bestehen, bei der es im Kern darum geht, Multiple-Choice-Fragen auswendig zu beantworten. << Mir persönlich hat ein Heilpraktiker wie gesagt sehr mit einem Rückenleiden geholfen, und dieser Erfolg ist messbar. << Wer oder was in diesem Fall konkret "geholfen" hat, können Sie nicht wissen. In diesen beiden Artikeln geht es zwar um Homöopathie, die Aussage ist aber auf alle pseudomedizinischen Verfahren übertragbar: http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/standpunkte/104-neu-der-mir-hat-die-homoeopathie-aber-geholfen-fehlschluss

    http://homoeopathie-neu-gedacht.blogspot.de/2015/06/aber-mir-haben-die-kugelchen-echt.html

    < < Daher kann ich der Aussage, Heilpraktiker seien generell unseriös nicht zustimmen << Die Methodik und die Verfahren sind unseriös, nicht der Heilpraktiker als Person - das hatte ich bereits mehrfach erwähnt.

  27. @Die Wahrheit:

    Die Leute hier im Forum haben sich lieber sechs bis zehn Jahre lang zum Facharzt oder in einem anderen Gesundheitsberuf mit anerkanntem Curriculum, Fortbildungspflicht und ständiger behördlicher Kontrolle ausbilden lassen, da bleibt für Heilpraktiker-Firlefanz keine Zeit.

    << Klappe halten und Pillen schlucken. << Danke, besser könnten Sie die anti-wissenschaftliche, verschwörungstheoretische "Wir sind die Guten und die anderen nur dumme Pharma-Junkies"-Phantasiewelt kaum zum Ausdruck bringen, in der Sie und Ihre Kollegen leben. Bitte, gern geschehen.

  28. < < Als Konsequenz nach Todesfällen in der Praxis eines Heilpraktikers sollte die Tätigkeit von Heilpraktikern eingeschränkt werden, sagt CDU-Gesundheitspolitiker Rudolf Henke DAZ.online. Im Interview erläutert er, dass Patienten wohl oft die Kompetenzen von Alternativmedizinern überschätzen. Die Heilpraktiker-Erlaubnis solle nicht mehr so undifferenziert vergeben werden - auch um Tragödien zu verhindern. << https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/08/17/die-heilpraktiker-erlaubnis-sollte-begrenzt-werden

  29. @Gast:

    Bei einem Hohlkreuz gibt es nichts zum „Einrenken“, da hat der Heilpraktiker Unsinn erzählt.

    Mehr Glück als Verstand gehabt, kann man da nur sagen.

  30. Ich würde auch nicht behaupten, dass Heilpraktiker auf jedem Fall Idioten sind.
    Schließlich nutzen sie clever ein Geschäftsmodell und die Unwissenheit der Kunden, über ihren tatsächlichen Status und (nicht)fachlichen Hintergrund
    Trotzdem sind und bleiben es medizinische Laien

    Habe vor geraumer Zeit im Gespräch einen (UN)Heilpraktiker, der gerne Ernährungsberatung verkauft hat, „getestet“ auf Kenntnisse im Bereich Physiologie, Stoffwechsel,Biochemie
    Es war erschütternd, jeder Abiturient, mit dem entsprechenden LK ist besser

    Der hat dann, in die Ecke getrieben, ähnlich polemisch und aggressiv
    reagiert.
    Die Pharma-Höflinge wollen nur alle in die Chemie treiben
    Einfache und schlichtes Feindbild
    Passt zwar nie zur Realität, macht aber nichts

    Und das der (UN)Heilpraktiker mit 3-Bromopyruvat synthetische Chemie in Reinkultur spritzt…. ignorieren wir einfach mal

    Ob in NRW was passiert, habe ich keine so große Hoffnung
    Die zuständige Ministerin zeichnet sich bisher nicht aus durch kritischen Umgang mit der Pseudo-Heiler-Branche
    Da braucht es Druck von außen

  31. @Gast2 Dann müssen Sie ja auch Chiropraktik für Unsinn halten.
    Ich kenne mich mit den Begrifflichkeiten nicht aus, aber ich hatte nun einmal ein starkes Hohlkreuz sowie diverse verschobene Wirbel und einen Hüftschiefstand, der die Fehlhaltung mit verursacht hat.

    Sie können über Heilpraktiker denken, was Sie wollen, aber ich sehe und spüre den Erfolg in diesem Fall selbst. Das kann niemand abstreiten.

    @berndhader Ich kann also nicht wissen, ob mir eine Behandlung hilft oder nicht? Diese Aussage halte ich für ziemlich vermessen.
    Wenn es um Homöopathie und ähnliches geht, stimme ich Ihnen absolut zu, aber wenn man z.B. einen Hüftschiefstand hat und dieser behoben wird, merkt man das ganz deutlich (z.B. an der Beinlänge).

    Nur weil die Überprüfung Ihrer Meinung nach in Form dieses Multiple Chouce Testes unzureichend ist, heißt das nicht, dass nicht eine Ausbildung stattgefunden hat.

  32. Wozu die Aufregung?
    Solange ein Hausarzt 9.- Euro für das Gespräch erhält, wird sich an den katastrophalen Zuständen so schnell nichts ändern. Mit zwei Homöopathie-Patienten pro Tag kann ein Arzt, der sich in die Abhängigkeit der DZHAE-Mitgliedschaft begibt, einen zusätzlichen Jahresumsatz von 160.000.- Euro erzuckern. Budgetfrei versteht sich.

    Pecunia non olet.

  33. @gast:

    < < Ich kann also nicht wissen, ob mir eine Behandlung hilft oder nicht? << Ich würde Sie bitten, etwas genauer zu lesen, auch die angegebenen Links. Was ich gesagt habe: Sie können nicht wissen, was genau die empfundene Besserung/Linderung ausgelöst hat und welchen bzw. ob überhaupt die Maßnahmen des HP daran einen/welchen Anteil haben. << Nur weil die Überprüfung Ihrer Meinung nach in Form dieses Multiple Chouce Testes unzureichend ist, heißt das nicht, dass nicht eine Ausbildung stattgefunden hat. << Klar, das kann ein Wochenend-Seminar sein, das kann ein Fern-"Lehrgang" sein, das kann alles Mögliche sein, und so ein "Zertifikat" sieht halt nett aus an der Wand, aber mehr auch nicht. Nichts davon hat etwas mit einer "Ausbildung" zu tun, die auch nur annähernd vergleichbar mit einem seriösen Gesundheitsberuf ist. Da Sie ausdrücklich Chiropraktik erwähnen: << Die Ausbildung zum Chiropraktiker ist in Deutschland nicht geregelt. Chiropraktik wird oft von Heilpraktikern angewendet, bei Tieren kann dies jeder sich dazu berufen fühlende Laie tun, wie z. B. Tamme Hanken, der damit Pferde und Hunde behandelt. Es gibt keine wissenschaftlich fundierten Nachweise, dass durch Chiropraktik Störungen des Bewegungsapparates und andere Krankheiten geheilt werden können. In der medizinischen Fachliteratur sind hunderte von Fällen wiedergegeben, in denen Chirotherapie besonders im Halsbereich zu schweren Nebenwirkungen geführt hat. Die Gefahren der Chiropraktik liegen vor allem darin, wenn sie bei organischen Problemen an Gelenken oder der Wirbelsäule (zum Beispiel bei Tumoren, Gelenkschäden oder Bandscheibenvorfällen) angewendet wird. Von leichten Nebenwirkungen (z.B. muskelkaterähnliche Schmerzen) bis hin zu Todesfällen sind zahlreiche Zwischenfälle chiropraktischer Therapien dokumentiert. Chirotherapie scheint bei akuten Rückenschmerzen zu helfen – aber nur wenn keine Nerven gereizt sind und keine schweren Krankheiten zugrunde liegen. Eindeutige Belege gibt es aber nicht. Bei chronischen Kreuzschmerzen deuten einige Studien an, dass die Methode kurzfristig Besserung beschert. << https://www.psiram.com/ge/index.php/Chiropraktik

    http://www.stern.de/gesundheit/ruecken/therapie/chirotherapie-wenn-die-knochen-knacken-3424156.html

    Nicht zu verwechseln mit einem Chirotherapeuten:

    < < Chirotherapeuten sind ausschließlich Ärzte, die durch Weiterbildung und Prüfung diese Zusatzbezeichnung erworben haben. << Auch hier stellt sich mir die Frage: Aus welchem Grund scheut ein "Heilpraktiker/Chiropraktiker", der - im ungünstigsten Fall - lebensgefährliche Manipulationen am Patienten vornimmt, ein Medizinstudium oder eine Ausbildung zum Physiotherapeuten? Woher kommt diese Hybris, ohne nennenswerte Qualifikation an Menschen herumpfuschen zu wollen?

  34. gast: Sie schildern in vager begrifflicher Unklarheit einen Mischmasch von vielfältigen Symptomen und Problemen, die detailliert abgeklärt werden müssten. Strapazieren Sie Ihr Glück nicht über – guter Rat, kostenlos!

    Wiederholung: Ein Hohlkreuz kann man nicht „einrenken“, da rät ein guter Arzt v.a. zur Muskelkräftigung.

    And that’s the point!

    Schöner Satz aus dem Link von @Bernd Harder:

    „Wer gute Erfahrung mit der Chirotherapie macht, geht gern wieder hin – und versäumt oft, selbst etwas zu tun. Schließlich sind ein, zwei kurze Sitzungen beim Arzt weniger aufwendig als regelmäßiges Training.“

    Das ist es, das AHA-Erlebnis beim Heilpraktiker!

    Endlich ein Wohlfühl-Therapeut, der keine Eigeninitiative wie Muskeltrainung verordnet sondern anstrengungslose passive Heilung verspricht.

    Der Preis dafür: Abhängigkeit, kurzfristige Linderung für viel Geld, keine Heilung oder langfristige Perspektive.

  35. @Gast:

    „aber wenn man z.B. einen Hüftschiefstand hat und dieser behoben wird, merkt man das ganz deutlich (z.B. an der Beinlänge).“

    Hallo, kleine Anmerkung:

    Ein Beckenschiefstand ist eine Folge einer Beinlängendifferenz.

    Wenn der Beckenschiefstand behandelt wird, ändert das an der Beinlänge überhaupt nichts.

    Die Beinlänge kann man nur mit Einlagen oder Sohlenverstärkung ausgleichen, und das kann auch den Beckenschiefstand positiv beeinflussen.

    Eventuell verwechselst Du Ursache und Wirkung.

  36. Zum Thema Chiropraktiker hätte ich auch noch was
    http://www.beobachter.ch/justiz/artikel/der-fall_der-griff-an-den-hals/

    Einfach mal komplett durchlesen und wirken lassen

    Alles dabei, schwerste Folgeschäden bis hin zur völligen Uneinsichtigkeit des Täters und dem finanziellen Desaster für den Betroffenen

    Und wie schon erwähnt, kommt gar nicht so selten vor, das Thema geht nur nie auf die große mediale Reise
    Ärzte und Pharma zu verprügeln ist besser zu vermarkten und populär im Zeitgeist

    Die paar Menschen, die eh gestorben wären, Wayne interessiert das denn schon, oder?
    Sollen sich alle nicht so anstellen.

    Ist doch der Tenor der Heil-Trolle und ihrer Anhänger
    Schließlich müssen die (Un)heiler auch von was leben, ist caritativ zu sehen…also im Sinne der Schwurbler

  37. Ich kenne viele Fälle denen schulmediznische Ärzte nicht helfen konnten aber die von Heilpraktikern gerettet wurden. Heilpraktiker dürfen nämlich Methoden anwenden die Ärzten verboten sind!!!

  38. Gast:

    a) Legen Sie sich bitte einen anderen Nick zu, da Sie laut IP nicht identisch sind mit dem „Gast“, der bereits hier kommentiert.

    b) Behaupten Sie blanken Unsinn.

    Wenn Sie das anders sehen: Belege, bitte.

  39. Ich kenne auch welche, die viele Fälle kennen. Gar nicht so selten vom Heulpraktiker selbst verbreitet

    Nennt man anekdotische Evidenz.. Hält in der Regel keiner näheren Betrachtung stand

    Und das (UN)Heiler Methoden anwenden, die allen anderen verboten sind, ist wahrhaftig kein Qualifikation-Kriterium. Sondern ein großer Teil des Problems

    Kostet nur Menschenleben, so what

  40. quote: „Ich kenne viele Fälle denen schulmediznische Ärzte nicht helfen konnten aber die von Heilpraktikern gerettet wurden. Heilpraktiker dürfen nämlich Methoden anwenden die Ärzten verboten sind!!!“

    Heilpraktiker sind im besten Fall Esoteriker und im schlechtesten Fall Kurpfuscher und Schlangenölverkäufer. Unsere Nachbarn aus Österreich sind glücklicherweise viel klüger: Dort ist (Un-)heilpraktikertum verboten.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Heilpraktiker

  41. @ gast:

    „wenn man z.B. einen Hüftschiefstand hat und dieser behoben wird, merkt man das ganz deutlich (z.B. an der Beinlänge)“

    Es gibt jede Menge Möglichkeiten der Manipulation am Stützapparat des Menschen, bei denen gaaanz tolle Behandlungserfolge vorgetäuscht werden können. Bestes Beispiel: die sog. „Dorn-Therapie“. (https://www.psiram.com/ge/index.php/Dorn-Therapie)

    @ Gast:

    „Heilpraktiker dürfen nämlich Methoden anwenden die Ärzten verboten sind!!!“

    Welche zum Beispiel?

  42. @noch’n Flo:

    Die Beschreibung von „Gast“ klingt in der Tat danach:

    „Die Dorn-Therapie soll behandlungsbedürftige funktionelle Beinlängendifferenzen korrigieren.“

    Die Idee hinter der Dorn-Methode „wird von Fachleuten aus Sicht der wissenschaftlichen Medizin als Beleg für mangelndes medizinisches Grundlagenwissen und ein gänzlich unpassendes Denkmodell angesehen“.

    Besser kann man die Heilpraktiker-Zunft kaum beschreiben.

  43. @ Martina Rheken:

    „Wenn der Beckenschiefstand behandelt wird, ändert das an der Beinlänge überhaupt nichts.

    Die Beinlänge kann man nur mit Einlagen oder Sohlenverstärkung ausgleichen“

    Eben. Die Beinlänge ist definiert als Strecke vom Trochanter major bis zum Aussenknöchel. So lange dazwischen kein Knochenwachstum stattfindet, ändert sich auch nichts an der Beinlänge.

    Man kann aber durchaus einen Behandlungserfolg vortäuschen. Gut in folgendem Ausbildungsvideo der Dorn-Therapeuten zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=Sd0lDa1lj5Y

    @ gast:

    Wo bitteschön hat in diesem Video nun ein Knochenwachstum stattgefunden? Schliesslich wird ja behauptet, es sei eine Beinlängendifferenz „ausgeglichen“ worden.

  44. @noch’n Flo:

    << Wo bitteschön hat in diesem Video nun ein Knochenwachstum stattgefunden? Schliesslich wird ja behauptet, es sei eine Beinlängendifferenz “ausgeglichen” worden. << Göttliche Kräfte, die walten doch in jeder HP-Praxis.

  45. Mir ist unbegreiflich, dass dieser Schwachsinn von „Gast“ hier veröffentlicht wird. Der hat doch nicht alle Tassen im Schrank!

    Herr Harder, auf seine provokanten Kommentare einzugehen, ist aus meiner Sicht pure Zeitverschwendung. Was dieser „Gast“ an Kommentaren von sich gibt, ist für mich Spinnerei pur…

  46. @Pierre Castell:

    Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben …

  47. Gast:[ZIT]
    Ich kenne viele Fälle denen schulmediznische Ärzte nicht helfen konnten aber die von Heilpraktikern gerettet wurden. Heilpraktiker dürfen nämlich Methoden anwenden die Ärzten verboten sind!!! [/ZIT]

    Und ich kenne viele Fälle, in denen Heilpraktiker solange rumgemacht haben, bis die Kundschaft dann im Krankenhaus verstorben ist, weil es für jegliche kurative Behandlung zu spät war.

    Und nein, Ärzten ist nichts verboten. Sie können nur in Regress genommen werden, wenn sie völlig neben der Kappe agieren, was Heilpraktiker kaum jucken muss, die gelten ja vor Gericht als Laien und dokumentieren, was sie getan haben, müssen sie auch nicht.

    Ich bin dafür, Flugpraktiker einzuführen. Prüfung an einem PC mit Flugsimulatorsoftware. Die dürfen dann Leute wie Sie in einem Verkehrsflugzeug rumfliegen, zu einem Start wird es schon reichen. Und dann kleinen Looping fliegen. Dürfen ausgebildete Piloten nicht.

    Wünsche guten Flug.

  48. @ Groucho
    Sehr guter Kommentar von Ihnen!

    Bei Schreibern wie „gast“ würde ich mir wünschen, dass sie nur unter ihren Klarnamen und Gesichtsfoto schreiben dürften.

    Mir ist zwar bekannt, dass es viele Esospinner gibt. Aber ich bin mir sicher, dass in Foren „auch“ oft Personen schreiben, die – wie ich schon erwähnte – nur provozieren wollen und sich ins Fäustchen lachen, wenn dann zahlreiche Kommentare folgen.

    Denn so strohdumm bzw. gestört kann man doch nicht sein. Nicht wahr, Gast?

  49. Wie Bernd Harder schon so schön geschrieben hat: Das ist ein Forum von Ärzten, nicht von Heilpraktikern.
    Und den Ärzten sind Heilpraktiker ein verständlicher Dorn im Auge, rütteln sie doch an ihrem Geschäftsmodell.
    Ärzte glauben, ein Alleinrecht auf medizinisches Wissen zu besitzen. Dabei braucht es kein langes Studium, um Verständnisse für den menschlichen Körper zu erwerben. Das Studium braucht es vielleicht, um komplizierte Operationen auszuführen, aber das möchte auch kein Heilpraktiker.
    Anders als Ärzte, die unter Druck von Kammern, Kassen, Chefärzten und Pharmagiganten stehen, können Heilpraktiker noch den Patienten in den Mittelpunkt stellen.
    Heilpraktiker haben auch den Blick über den Tellerrand und sind nicht in der vergeistigten Wissenschaftsgläubigkeit gefangen wie die akademische Schulmedizin.
    Von daher ist es logisch, dass die vereinigte Ärzteschaft diese Konkurrenz mit allen unlauteren Methoden zu bekämpfen versucht. Aber der Kampf wird vergeblich sein, denn der aufgeklärte Mensch vertraut seine Gesundheit lieber dem unabhängigen Streiter als dem Widerstreiter an.

  50. @Kritischer Denken:

    Ach Gottchen, der übliche Blödsinn, wenn die Argumente ausgehen.

    Die Arztpraxen sind so knallvoll, dass gesetzliche Zwangsmaßnahmen zur Terminvergabe erwogen werden.

    Kein Arzt hat Angst vor einer Heilpraktiker-„Konkurrenz“.

    Die Wut kommt eher daher, wenn Patienten mit schweren Erkrankungen vorstellig werden, die wochen- oder monatelang von einem Heilpraktiker mit irgendeinem Quatsch „behandelt“ worden sind, und der Arzt dann versuchen muss, zu retten, was noch zu retten ist.

    << Heilpraktiker haben auch den Blick über den Tellerrand << Das Phantasialand ist für Sie ein Blick über den Tellerrand? Sie setzen sich wohl auch auf einen Teppich und rufen dreimal "Flieg", wenn Sie verreisen wollen. << Aber der Kampf wird vergeblich sein, denn der aufgeklärte Mensch vertraut seine Gesundheit lieber dem unabhängigen Streiter als dem Widerstreiter an. << Wow, der Heldenmythos der Heilpraktiker! Lesen Sie besser mal Medizin-Fachbücher, anstatt "Herr der Ringe".

  51. Das gleiche kann ich behaupten: Polemik und Spott anstelle von Argumenten!
    Die Arztpraxen sitzen voll, weil die Menschen von der Industrie und der Gesundheitsindustrie zur Krankheit erzogen werden. Nicht die Heilung, sondern die Chronifizierung der Krankheit steht im Mittelpunkt. Von einem der Krankheit entflohenen Menschen profitiert niemand. Von einer lebenslangen Tabelettenverschreibung lebt Arzt und Industrie! Entsprechend werden Krankheiten erfunden, umdefiniert und die Grenzen der Gesundheit immer enger gezogen.
    Die Aufgabe des Arztes ist nicht mehr Retten, das haben längst andere übernommen. Die Aufgabe des Arztes ist den Menschen so am Leben zu erhalten, dass er gesund genug zum überleben ist, aber krank genug um in der Abhängigkeit des Systems zu bleiben.
    Der Heilpraktiker ist von diesem System nicht abhängig. Er hat Zugriff auf Wissen und Möglichkeiten, die nie anerkannt werden, da sie die Ketten der Krankheit sprengen. Daran hat das System, das die Maßstäbe bestimmt, kein Interesse und wird es immer als falsch und schädlich brandmarken und bekämpfen. Gut ist für sie nämlich nicht, was dem Mensch, sondern der Maschinerie nutzt!

  52. @Kritischer Denker:

    << Die Aufgabe des Arztes ist den Menschen so am Leben zu erhalten, dass er gesund genug zum überleben ist, aber krank genug um in der Abhängigkeit des Systems zu bleiben. << Ich wünsche Ihnen, dass Sie nie ernsthaft krank werden - ich würde mich nämlich weigern, so einen Vollhonk zu behandeln. Ansonsten bestätigen Ihre Ausführungen alle Erkenntnisse zum Thema "Heilpraktiker": Antiwissenschaftliche Verschwörungstheoretiker mit esoterischem Komplett-Hau und Allmachtsphantasien. Ich werde Ihren Kommentar verschiedenen Politikern zuleiten, damit die endlich mal einen authentischen Eindruck von der kranken und menschenverachtenden Gedankenwelt dieser Zunft bekommen.

  53. Ärzte haben nicht das alleinige Recht auf medizinisches Wissen, aber sie haben eben das Wissen.

    Erworben in einem langen und sehr intensiven theoretischen und praktischen Ausbildung
    Beides haben HP nicht

    Und dass sie die Notwendigkeit der Dauer und Intensität in Abrede stellen, ist nur der bescheidene Versuch, die fehlenden Standards und die limitierten Möglichkeiten der Protagonisten zu legitimieren.

    Vom fehlenden Verständnis für die menschliche Physiologie ganz zu schweigen
    Es wird seine Gründe haben, warum die Messlatte so niedrig liegt in der Branche

    Und das Recht, Wissen zu erwerben, hat jeder.

    Warum nutzen sie es nicht auf die erforderliche Art und Weise. Wie es praktiziert wird, unterliegt aus guten Gründen Beschränkungen
    Bedauerlicherweise nicht oder nur bedingt für die Schwurbel-Branche. Und was daraus entsteht, können wir jetzt verfolgen.

    Wer wie ich in die Versorgung Schwerst-Kranker, wie auch in der Palliativ-Arbeit eingebunden ist und weiß, welche komplexen Problemstellungen bei medizinischen, psychologischen und sozialen Faktoren Einfluss nehmen, soll tatenlos zuschauen wie diese Menschen und ihre Angehörigen von Heilern mit Versprechungen geködert werden. Die das dann notfalls auspendeln.

    NIEMALS

    Wie selbstgerecht und melodramatisch, der aufgeklärte Mensch.

    Ganz große Kino.

  54. @ Kritischer Denker:

    Haben Sie irgendwelche verbotenen Substanzen eingenommen?

  55. Ich schon wieder!!

    „Von einem der Krankheit entflohenen Menschen profitiert niemand“

    Das ist betriebswirtschaftlich und volkswirtschaftlich völliger Blödsinn. Davon haben sie also auch kein Ahnung.
    Wozu auch? Warum gerade dort?

    Auch wenn es Herr Harder eigentlich erschöpfend behandelt hat:

    Das böse System, nee iss klar

    Die einzige Säulen des Weltbildes, die groteske Fixierung auf die böse Farmer-Industrie…
    Ein Sammelsurium von Behauptungen und Unterstellungen

    PS:
    Danke an Herrn Harder, dass er ein paar grobe Rechtschreibfehler korrigiert hat.
    Ich sollte nicht zwischendurch, im Vorbeilaufen, schreiben
    Aber ab und an muss ich auch arbeiten
    Die Gelder der Farmer fließen nicht mehr so, es ist ein Kreuz

  56. @Lanzelot:

    << Davon haben sie also auch kein Ahnung. << Nö, das ist einfach billigstes schwarz-weiß/gut-böse Verschwörungsdenken. Musterhaft. Danke dafür, Sie ahnen gar nicht, wie sehr!

  57. @Pierre Castell:

    Wieso verbotene Substanzen? Es genügt schon einmal Klebstoffschnüffeln oder ein Bissen vom Fliegenpilz. Beides ganz legal. ;)

  58. PS: Ob dem „Kritischen Denker“ die Ironie bewusst wird, dass er gerade diesen Nickname verwendet?

  59. Sie spotten und sie feixen, doch sie erkennen nicht! Keine Sorge Herr Harder, in ihre Hände würde ich mich nie begeben. Und Lazarus der die Toten erweckt, sie verkennen gar, dass sie Leiden schaffen indem sie es dämpfen anstatt zu heilen.
    Wie früher der Pfaffe die Gläubigen in die Kirche führte um ihnen das Heil zu verkaufen, so führt der Arzt die Menschen in seine Wartezimmer um ihnen das Heil in Pillenform zu versprechen.
    Doch es ist das falsche Heil, nicht das Heil in HEILkunde, und auch nicht die Kunde in HeilKUNDE, sondern der Kunde! Rom heißt heute New York. Wer sich gegen das System ausspricht, wird ausgegrenzt.
    Was wir wissen – ein Tropfen. Was wir nicht wissen – ein Ozean. Der Mensch braucht keine wissenschaftlichen Lügen, er ist sein eigenes Wunder.

  60. @Kritischer Denker:

    Ein herzliches „Amen“ für diese Phrasen-Predigt.

    Danke, Ihre „Kommentare“ werden der Knüller bei meinem nächsten Vortrag – bitte mehr!

  61. @kritischerr denker:

    „Heil, nicht das Heil in HEILkunde, und auch nicht die Kunde in HeilKUNDE“

    Genau, das Heilpraktikergesetz stammt aus der Nazi-Zeit. Du bringst es gut auf den Punkt, dreimal „Heil“.

    https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2010/03/10/heilpraktiker-ein-betriebsunfall-der-geschichte/

  62. Herr Harder, tun sie, was sie nicht lassen können. Wobei es klüger wäre, sie würden lassen, was sie nicht tun können.
    Vergessen sie aber alles eines nicht: Es waren Verbrechen im Namen der Wissenschaft, im Auftrag einer Human-Medizin, begangen durch Ärzte. Dieses Blut klebt an ihren Händen, nicht an unseren!

  63. @Kritischer Denker:

    Ich überlasse Sie jetzt Ihrer geistigen Verwirrung und freue mich auf die Reaktionen aller, die hier und bei meinen Vorträgen erfahren, dass Ärzte und Wissenschaftler von Heilpraktikern als „Verbrecher“ tituliert werden.

    Sie haben der Heilpraktiker-Zunft einen großen Dienst erwiesen, herzlichen Dank dafür.

    Ihre Online-Daten habe ich natürlich auch, falls jemand eine Rufmord-Klage erwägt.

  64. @Kritischer Denker:

    Sag mal, du bist nicht zufällig der „Bibel-Toni“ von Scienceblogs? Der hat sich nämlich auch mal gerne missionarisch ausgetobt. Und wurde dann folglich permanent geblockt.

  65. @RPGNo1:

    Denkbar, aber vermutlich nicht:

    << Wie früher der Pfaffe die Gläubigen in die Kirche führte um ihnen das Heil zu verkaufen << Das passt nicht zum Bibel-Toni alias "wahrheitsliebender" etc. Aber so Typen gibt es halt überall.

  66. Ok, der Lazarusvergleich hat mich ein wenig irritiert. Aber auf alle Fälle haben wir eine Person vor uns, die unter massiven Komplexen zu leiden scheint, wenn ich mir das Geschwafel so anschaue.

  67. Wenn ich ohne Vorbereitung innerhalb von 30 Minuten die auf verschiedenen Seiten im Internet aufgeführten 60 Prüfungsfragen beantworte und mehr als die Hälfte richtig ist, kann die Prüfung nicht allzu schwer sein.

    Immerhin habe ich außer einem Erste-Hilfe-Kurs keinerlei medizinischen Kenntnisse – und ich werde mir auch keine aneignen, da vertraue ich lieber auf die Kompetenz approbierter Ärzte.

    Das Problem mit dem Heilpraktikerunwesen ist, dass die normalen Leute es gar nicht glauben wollen, wenn ihnen erzählt wird, welche Qualifikation ein Heilpraktiker vorweisen muss, um eine Praxis zu eröffnen – nämlich so gut wie gar keine.

    Und interessanterweise wird erst jetzt in der Öffentlichkeit bemerkt, dass beim Heilpraktiker doch auch Leute versterben. In der Regel sieht es nämlich so aus, dass beim Heilpraktiker die Überlebenden gezählt werden und beim Arzt die Toten. Gestorben wird übrigens im Krankenhaus und nie beim Heilpraktiker, so ist es leichter, auf die böse Medizin zu schimpfen.

    Wenn jemand glaubt, ohne Medizinstudium Menschen gesundheitlich helfen zu wollen, dann wäre eine Ausbildung zum Rettungssanitäter, zur Krankenschwester oder zum Altenpfleger doch ideal. Aber da verdient man wohl zu wenig, es hat was mit körperlicher Arbeit zu tun und man muss womöglich auf ausgebildete Ärzte hören.

    Als überzeugter Verfechter einer vernünftigen Berufsbildung erwarte ich vom Gesetzgeber ein Gesetz, das besagt, dass es keine neuen Zulassungen für Heilpraktiker mehr gibt und den derzeitig praktizierenden Heilpraktikern untersagt wird, invasive Eingriffe vorzunehmen sowie Medikamente oder das, was sie dafür halten, an ihre Kunden weiterzugeben oder zu verschreiben.

  68. @Habra:

    << es hat was mit körperlicher Arbeit zu tun und man muss womöglich auf ausgebildete Ärzte hören. << Guter Punkt. Das Problem ist ja, dass Heilpraktiker die Deutungshoheit über die Ursachen von Erkrankungen beanspruchen und sie wollen natürlich eigenmächtig Diagnosen stellen und völlig unkontrolliert Therapien einleiten. Das gehört zum Selbstverständnis.

  69. Kritischer „Denker“:
    [ZIT]Heilpraktiker haben auch den Blick über den Tellerrand[/ZIT]

    Versuchen Sie doch erstmal, überhaupt in den Teller reinzukommen.

  70. @ Kritischer Denker:

    „Dabei braucht es kein langes Studium, um Verständnisse für den menschlichen Körper zu erwerben. Das Studium braucht es vielleicht, um komplizierte Operationen auszuführen, aber das möchte auch kein Heilpraktiker.“

    Warum gibt es dann in der Medizin so viele verschiedene Fachrichtungen? Weil es für einen Einzelnen inzwischen unmöglich geworden ist, das GESAMTE medizinische Wissen der Menschheit zu erlernen, er muss sich zwangsläufig auf ein Teilgebiet der Medizin spezialiseren, um in diesem gute Arbeit leisten zu können.

    Wollte sich ein Medizinstudent wirklich ein UMFASSENDES medizinisches Wissen um den Menschen aneignen, wäre er längst im Rentenalter, bevor er sich auch nur zum Abschlussexamen angemeldet hätte.

    In den ersten zwei Jahren des Medizinstudiums (vorklinischer Studienabschnitt) lernt der angehende Mediziner erst einmal, wie der GESUNDE Körper funktioniert. Dann ein Jahr lang (erster klinischer Studienabschnitt), wie ganz allgemein Krankheiten entstehen und wie man sie erkennt. Und dann nochmal zwei Jahre lang (zweiter klinischer Studienabschnitt), wie man DIE WICHTIGSTEN dieser Krankheiten behandelt, bevor er dann im dritten klinischen Studienabschnitt (praktisches Jahr) unter Aufsicht mit der Anwendung dieser Kenntnisse beginnt.

    Und all das soll man Deiner Meinung nach also auch in viel kürzerer Zeit erlernen können?

    Zugegeben: Ich kann meinen Patienten die Grundlagen einer Krankheit auch in 5-10 Minuten erklären (was ich als eines der wichtigsten MErkmale eines guten Arztes erachte – durch die in Deutschland geltende Gebührenstruktur bleibt aber genau dafür oft keine Zeit im Praxisalltag). Aber auch nur, weil es für den Patienten irrelevant ist, wie genau sein z.B. Bluthochdruck oder Diabetes auf pathophysiologischer und pathobiochemischer Ebene funktioniert. Ich muss zwangsläufig vereinfachen.

    Heilpraktiker hingegen haben oft nicht einmal den blassesten Schimmer, wie genau eigentlich die von ihnen behaupteten Wirkungen ihrer Therapien eintreten sollen.

    Hätten sie diese – und ein zumindest grundlegendes Wissen über das Funktionieren des menschlichen Körpers – würden sie in kürzester Zeit selber erkennen, was für einen Dummfug sie anbieten.

    „Die Arztpraxen sitzen voll, weil die Menschen von der Industrie und der Gesundheitsindustrie zur Krankheit erzogen werden.“

    Die Arztpraxen in Deutschland sind voll, weil es in der Mentalität der Deutschen liegt, wegen jedem kleinen Fliegenschiss zum Arzt zu rennen (und am liebsten gleich ein Krankschreibung mitzunehmen). Statistisch gesehen hat jeder Deutsch pro Jahr 18 Arztkontakte. Damit sind die Deutschen Weltmeister im zum-Arzt-gehen.

    Hier in der Schweiz sind es nur 3.6 Arztkontakte pro Jahr und Einwohner. Damit haben die Eidgenossen die wenigsten Arztkontakte von allen Industrieländern. Der Schweizer an sich lässt sich auch höchst ungern krankschreiben. „Schuld“ daran ist der sehr ausgeprägte Gemeinsinn in der Schweiz: man will der Gesellschaft nicht unnötig zur Last fallen, man will seine Kollegen nicht im Stich lassen usw.

    Deshalb ist die medizinische Versorgung in der Schweiz deutlich besser als in Deutschland, bei gleichzeitig niedrigeren Krankenkassenbeiträgen. Und ich als Arzt habe im Schnitt 15-20 Minuten Zeit pro Patient. Es ist also in Deutschland in erster Linie ein politisches Problem – was aber nun wirklich nicht neu ist.

    @ Groucho:

    „Versuchen Sie doch erstmal, überhaupt in den Teller reinzukommen.“

    Ich habe vor kurzem mal über den Tellerrand geschaut: da war Tisch!

  71. Wobei: der Teller ist doch sowieso nur eine grosse Illusion. Die wahre Weisheit des Universums findet sich immer noch in den Sossenflecken auf der Tischdecke, den Resten vom Frühstücksei und in den vielen kleinen Milchbrei-Bröckchen, die das pangalaktische Riesenbaby mal wieder in einem Wutanfall über der lokalen Gruppe ausgekötzelt hat.

  72. Kritischer „Denker“:

    [ZIT]Was wir wissen – ein Tropfen. Was wir nicht wissen – ein Ozean. [/ZIT]

    Wenn unser Wissen nur ein Tropfen ist, woher wollen Sie dann den Ozean überhaupt kennen und quantifizieren?

    Schwätzer.

  73. „Aber da verdient man wohl zu wenig, es hat was mit körperlicher Arbeit zu tun und man muss womöglich auf ausgebildete Ärzte hören.“

    Nicht nur der Verdienst ist maßgebend. Man sollte nicht das Bedürfnis nach sozialem Status vergessen.

    Pflegekräfte leisten zwar echte und wertvolle Arbeit im medizinischen Bereich, sind aber eben nur Angestellte, die sich die Füße platt rennen, ohne viel Anerkennung.

    Sich mit dem Stethoskop um den Hals ablichten lassen, mit pseudo-medizinischem Kauderwelsch den Eindruck eines Quasi-Mediziners zu machen, ist eine ganz andere Liga

    Ich komm mir aber in der Diskussion mit Pseudo-Heilern immer vor wie auf dem Kinderkarussell, dreht sich im Kreis. Der Kleine kommt vorbei, du kannst etwas sagen und winken, schwupp ist er weg.

    Kommt aber immer wieder. Und wenn er absteigen soll, wird er zickig

    Und in dem Fall zahlen kranke Menschen das Ticket.

  74. @ Unkritischer Denker:

    „Es waren Verbrechen im Namen der Wissenschaft, im Auftrag einer Human-Medizin, begangen durch Ärzte. Dieses Blut klebt an ihren Händen, nicht an unseren!“

    Sie beziehen sich auf die Medizinverbrechen im Nationalsozialismus?

    Eine interessante Pilatus-Strategie, mit der Sie da Ihre reinen deutschen Hände in Unschuld waschen, indem Sie sich von den „Ärzten“ wie von einer fremdartigen Spezies abgrenzen.

    Bitte erläutern Sie doch auch noch, wie Sie sich von Himmlers Heilkräuter-Plantage im KZ Dachau abgrenzen, da funktioniert das mit dem Feindbild Wissenschaft nämlich nicht so richtig.

  75. @ Joseph Kuhn:

    „Sie beziehen sich auf die Medizinverbrechen im Nationalsozialismus? “

    Ich denke, der ach-so-kritische Denker bezieht sich da eher auf den Contergan-Skandal oder so. Oder ganz allgemein auf die Erfindung der Chemotherapie. Oder das Impfen.

  76. Bitter, wenn der Hrsg. seinem Redakteur in den Rücken fällt:

    „Heilpraktiker haben ihre Aufgaben in unserer Gesellschaft, die meisten arbeiten gewissenhaft und kennen ihre Grenzen. Und: schwarze Schafe gibt es auch bei Ärzten, Apothekern, Heilpraktikern – und Politikern.“

    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/08/20/mein-liebes-tagebuch

  77. @crazyfrog:

    Anscheinend weht der Wind von da her:

    << Mein liebes Tagebuch, es gibt auch einige Apotheker, die eine Zusatzausbildung zum Heilpraktiker absolviert haben. <<

  78. hat sich die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) jetzt mal dazu geäußert oder die Grünen selbst? Vielleicht auf Facebook?

  79. @ Bernd Harder:

    Och, der ist doch nur stinkig, weil er den Ärzten einen Teil seiner Einkünfte abtreten soll. Und das nur, weil die durchschnittliche deutsche Apotheke ein fast doppelt so gutes Betriebsergebnis pro Jahr hereinholt, wie die durchschnittliche deutsche Landarztpraxis.

  80. Aber sehr lustig der Artikel „Drogenrausch aus dem Blumenbeet?“ mit dem ich-weiss-nicht-wievielten Aufguss der Legende, man könne durch das Rauchen von Gartenhortensien irgendwie high werden. Besonders hat mich dann ja der einzige Kommentar unter dem Artikel geflasht:

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    samt Telefonnummer, eMail- und Skype-Adresse. Da lacht doch das Kiffer-Herz.

  81. So; nachdem ich mich jetzt über TAGE hier durchgearbeitet habe, mal fix 2 Anmerkungen:

    ————–

    @RPGNo1:
    „Heilpraktiker sind im besten Fall Esoteriker und im schlechtesten Fall Kurpfuscher und Schlangenölverkäufer. Unsere Nachbarn aus Österreich sind glücklicherweise viel klüger: Dort ist (Un-)heilpraktikertum verboten.“

    … ähm … unsere Nachbarn aus Österreich haben vielleicht kein „deutsches“ Heilpraktiker(un)wesen – sie aber bei all den munter treibenden wissenschaftsfeindlichen Esoterik-Blüten in diesem sympathischen nierenförmigen Land an der Donau pauschal als „viel klüger“ zu bezeichnen halte ich aber doch für gewagt.

    Kürzlich (Achtung, Anekdote) bei einer einzigen Übernachtung in dem Hotel über ein Bachblüten-Seminar, einen Bruno-Gröning-Kreis und an JEDEM Wasserhahn über Werbung für das verbaute Wasserbelebungs-System gestolpert. Gruselig,

    ————

    @Bernd Harder:
    „Das Phantasialand ist für Sie ein Blick über den Tellerrand?“

    Das Phantasialand ist natürlich KEIN „Blick über den Tellerrand“ – sondern Deutschlands zweiterfolgreichster Freizeitpark, in der Nähe von Köln.

    Der hat zwar sogar einen „Mystery“-Themenbereich, setzt bei der Berechnung seiner Achterbahnen aber auf knallharte Wissenschaft und macht auch keinerlei Hehl daraus, dass seine wunderschönen Kulissen nur künstliche Fassade sind.

    Sie haben den Namen in der Vergangenheit glaube ich schon mal im Zusammenhang mit esoterischem Geschwurbel genutzt; mich irritiert das dann immer…

  82. @ crazyx
    Dass mein geliebtes Phantasialand hier mal „zum Thema“ werden könnte, hätte ich nicht gedacht;-)

    Für mich ist das Phantasialand in Brühl übrigens der beste Park in Deutschland. Kein anderer Freizeitpark hat auch nur annähernd so gute Shows wie das Phantasialand!

  83. @ Pierre Castell:

    Das mit den Shows mag sein, aber der beste Freizeitpark in Deutschland ist und bleibt der „Europa-Park“. :P

  84. Apropos Zusatzausbildung: Mein klarer Favorit ist Dr. Steinmetz

    http://hp-steinmetz.de/

    Da kann man auch gleich seine Staupe-Impfung auffrischen lassen. Homöopathisch – versteht sich.

  85. @crazyx
    In Bezug auf das (Un-)heilpraktikertum sind die Österreicher klüger. Punkt.
    Was andere esoterische Blüten angeht, das wird in diesem Artikel nicht diskutiert und dazu habe ich auch keinen Kommentar abgegeben. Ich denke aber, dass wir Deutschen den Österreichern da in nichts nachstehen. Zur Schweiz kann eventuell Mitkommentator noch’n Flo etwas beitragen.

  86. @Dr. Hans-Werner Bertelsen
    Frau Doktor hat schon als „klassische“ Veterinärin die Tiere homöpathisch behandelt und dann ihr (Nicht-)Wissen auf Menschen ausgedehnt? Nie ist ein Exorzist da, wenn man einen benötigt. Die Dame ist doch eindeutig besessen. xD

  87. Der Europa-Park hat das Phantasialand in vielen Bereichen kopiert!

    Ich denke, man kann auch generell nicht vom “besten” Park sprechen, da alles auch eine Geschmacksache ist. Für Sie ist der Europa-Park der beste Park, für mich eben das Phantasialand.

    Im Übrigen wäre das Phantasialand auch heute noch wie früher der größte Freizeitpark, wenn die Stadt Brühl weiteres Land zur Verfügung stellen würde, was aber u. a. durch die Anwohner bedingt leider nicht machbar ist.

  88. @ Pierre Castell:

    „Im Übrigen wäre das Phantasialand auch heute noch wie früher der größte Freizeitpark, wenn die Stadt Brühl weiteres Land zur Verfügung stellen würde, was aber u. a. durch die Anwohner bedingt leider nicht machbar ist.“

    Ich war zwar bislang nur 1x im Phantasialand (vor 9 Jahren), aber ich fand es durchaus sehr beeindruckend, wie durch geschickte Gestaltung und Verzahnung der Flächen der verschiedenen Attraktionen die Illusion eines viel grösseren Parks erzeugt wird.

    @ RPGNo1:

    „Zur Schweiz kann eventuell Mitkommentator noch’n Flo etwas beitragen.“

    Ist hier eher noch schlimmer: hierzulande dürfen sich die Heilpraktiker in manchen Kantonen sogar als „Naturarzt“ bezeichnen, was dem unbedarften Patienten eine Qualifikation vorgaukelt, die definitiv nicht vorhanden ist.

  89. @Noch’n Flo
    „hierzulande dürfen sich die Heilpraktiker in manchen Kantonen sogar als “Naturarzt” bezeichnen, was dem unbedarften Patienten eine Qualifikation vorgaukelt, die definitiv nicht vorhanden ist.“
    Oje, das ist ja gruselig. Ein Schlangenölverküfer im Quadrat sozusagen.

  90. Auch hier geht nichts voran:

    „Vor rund einem Jahr starben drei Menschen – eine Niederländerin (43), ein Niederländer (55) und eine Belgierin (55) – kurz nach einer Behandlung in einem alternativen Krebszentrum in Brüggen-Bracht im Kreis Viersen. Ein Heilpraktiker hatte für die Behandlung den experimentellen Wirkstoff 3-Bromopyruvat (3-BP) eingesetzt. Seither ermittelt die Staatsanwaltschaft Krefeld gegen ihn wegen fahrlässiger Tötung in drei Fällen – bislang noch ohne Resultat.“

    http://www.rp-online.de/nrw/krebstherapie-aerzte-kritisieren-heilpraktiker-aid-1.6976095

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