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Neuer „Reichsbürger“-Wahn: Die Vier-Cent-Briefe

| 73 Kommentare

Über die „Reichsbürger“ und ihre seltsamen Ansichten, etwa zu Ufos oder Chemtrails, haben wir schon öfter berichtet.

Auch über den angeblich fehlenden Friedensvertrag, weswegen hierzulande immer noch Kriegszustand sei.

Und da Blödheit wohl grenzenlos ist, haben die Reichis jetzt einen neuen Dreh gefunden, mit dem sie beweisen wollen, dass „wir Deutsche Kriegsgefangene sind“:

69 Jahre nach Kriegsende ist Deutchland noch besetzt und hat keinen Friedensvertrag.Frau Merkel interessiert das nicht, sie ist ja nur die chefin der Gmbh Bundesrepublik Deutschland.“

Offiziell „abgesegnet“ werde dieses Orthografie-befreite Statement „durch die Deutsche Post“.

Wie das?

Ganz einfach (zuvor sollte man allerdings genügend Abstand zwischen Kopf und Tischplatte bringen):

Auf einer Facebook-Seite zeigen die Jungs einen Brief, der lediglich mit vier Cent frankiert ist und der dennoch ordnungsgemäß befördert und dem Empfänger zugestellt worden ist.

Im Kaiserreich kostete dereinst ein Brief fünf Pfennig Porto, ergo … gelten die Gesetze aus dem Kaiserreich noch immer und es existiert gar keine Bundesrepublik Deutschland.

Dass das Ganze dem völligen Hirnfraß nahe kommt, darauf haben auf der besagten Facebook-Seite schon der eine oder andere Postzusteller und bei der Offenen Facebook-Gruppe der GWUP auch andere Kommentatoren hingewiesen, zum Beispiel:

Also ich habe in den 90ern und auch zu Beginn des neuen Jahrtausends Postkarten in der BRD verschickt, auf denen entweder eine BRAVO Briefmarke drauf war, oder ich hab einfach Zacken draufgemalt. Die mit den BRAVO Briefmarken kamen zu über 90 Prozent an, die mit gemalten Zacken zu ca. 80 Prozent.“

Der „Reichsbürger“-Watchblog ironleafs hat die Pressestelle der Deutschen Post um eine Stellungnahme gebeten und zieht folgendes Fazit:

Der Beweis der Reichsdeppen ist also kein Beweis. Er beweist höchstens, dass den Postbediensteten das Erheben das Nachportos zu mühsam ist und, dass solche Briefe, da sie nur vereinzelt auftauchen, trotzdem befördert werden.

Sollten die Staatsleugner jetzt dazu übergehen, diese Methode massenhaft anzuwenden (was mangels Masse an Staatsleugnern eher unwahrscheinlich ist), wird die Masche ziemlich schnell nicht mehr funktionieren.“

Zum Weiterlesen:

  • Die Reichsdeppen und das Briefporto, ironleafs am 13. Mai 2014
  • Der Berliner Ufo-Akten-Prozess und die Reichsdeppen, GWUP-Blog am 9. November 2013
  • Reichsbürger und Chemtrails, GWUP-Blog am 1. September 2013
  • Die „Reichsbürger“ und der fehlende Friedensvertrag, GWUP-Blog am 4. Januar 2014
  • Reichsdepp quält Bundeswahlausschuss, aargks/pro Logik am 14. März 2014
  • Reichsburgerwochen-Dessert: Keiner traut sich, aargks/pro Logik am 1. März 2014

73 Kommentare

  1. Ich fühle mich gerade sehr an die sog. „Briefmacken“ des Winfried Bornemann ( http://de.wikipedia.org/wiki/Winfried_Bornemann ) aus den 1980er- und 1990er-Jahren erinnert. Der hat ja seine Scherzbriefe auch immer wieder gerne mit selbstgezeichneten Briefmarken verschickt (die übrigens unter Sammlern heutzutage sehr begehrt sind – insbesondere die, die als Beweis für den Postlauf einen Poststempel tragen).

    Also alles nichts Neues.

  2. Hallo! Und danke, für die Erwähnung (eine Ehre!).

    Nur eine Richtigstellung:

    ironleafs alias Eisenblatt ist der Reichsbürger/Neonazi der die Seite eisenblatt.net betreibt.

    Mein Watchblog befasst sich sehr viel mit ihm, daher habe ich den watchblog Eisenfraß und mich Eisenfresser genannt. Nur zur Klarstellung!

    Skeptische Grüße

    Eisenfresser

  3. @Eisenfresser:

    Verzeihung – dann hätte ich doch den vollständigen Namen Ihres Blogs nennen müssen:

    ironleafs und andere „Volksbetrüger“

    UT:

    Die Wahrheit über „Volksbetrüger“ und Reichsdeppen

  4. Hallo

    Warum ist die Erwähnung der „Orthografie“ in diesem Zusammenhang notwendig? Sind es nicht eher die „Nicht-Skeptiker“ und „Starrköpfe“ die auf diese Weise argumentieren, wenn ihnen die Argumente ausgehen? Denn wer nicht mal richtig schreiben kann, kann auch nicht Recht haben!

    Leider leide ich auch unter eine LRS und bin gleichzeitig Skeptiker. Geht das etwa nicht?

    Als Skeptiker sollte ich den Inhalt von der Repräsentation unabhängig betrachten.

    Ist nicht bös‘ gemeint, sondern nur eine Anregung.

    lg, Flatty

  5. Hallöchen!

    Zu „Reichsbürgern“ (die habe ich eigentlich für einen schlechten Scherz gehalten), Ufos und Chemtrails enthalte ich mich der Stimme, aber folgendes zum Friedensvertrag:

    Bevor ihr hier groben Unfug erzählt könnt ihr mir doch sicher eine Kopie dieses nicht vorhanden Papiers zeigen, oder?

    Über der Welt lacht die Sonne, über Deutschland aber die ganze Welt!

    Mike, TmoWizard

  6. @TmoWizard:

    < < Über der Welt lacht die Sonne, über Deutschland aber die ganze Welt! << Ich glaube, den Spruch habe ich schon in den 1970er-Jahren bei einer Karnevalsveranstaltung gehört. Den 2+4-Vertrag können Sie hier nachlesen: http://www.hdg.de/lemo/html/dokumente/DieDeutscheEinheit_vertragZweiplusVierVertrag/index.html

    https://blog.gwup.net/2014/01/04/reichsburger-und-friedensvertrag/

  7. @Bernd Harder
    als würde ein überzeugter Reichspinsel den 2+4 Vertrag als Argument akzeptieren. Drum herum hat man selbstvertsändlich ein frühliches Gebäude aus Halbwahrheit, glatten Lügen, missverstandenen Begebenheiten und grober Falschinterpretationen gestrickt. Das wäre doch viel zu einfach :-)
    Noch lustiger ist, mit welchen wilden Argumenten negiert wird, dass die BRD eine Verfassung hätte.

  8. Die Adresse auf dem „Brief“ rückt die Idioten buchstäblich deutlich dichter „nach Hause“ als mir lieb ist. Castrop-Rauxel ist eine mittelgroße Stadt (für hiesige Verhältnisse also: eine Kleinstadt) mitten im Ruhrgebiet. Also quasi… nebenan. Mäh.

  9. Es hätte Charme, wenn irgendwer bei der Post einen alten Reichspoststempel rauskramen und den Leuten auf ihre 4-Cent-Briefe hauen würde. Was dann für ein Jubelsturm durch die Reichsblogosphäre gehen würde…

    Aber mal was anderes: Ein Brief mag zu Kaisers Zeiten mal 5 Pfennig Porto gekostet haben. Jetzt frankieren sie statt 60 mit 4 Cent und sehen das als Beweis, dass das Kaiserreich fortbesteht oder wenigstens die damaligen Gesetze und Regelungen noch gültig sind? Was haben denn heutige 4 Cent mit damaligen 5 Pfennig zu tun?

  10. Die Reichsdeppen setzen des Kaisers Pfennige mit den Pfennigen der verhassten BRD gleich. Und 5 Pfennige sind ungefähr 3 cent. Und da der durchschnittliche Reichsdepp zu blöd ist, 1-cent-Marken aus dem Automaten zu holen, kauft er zwei 2-cent-Marken (die gibt es).

    So funktioniert Reichsdeppenlogik!

  11. „Was haben denn heutige 4 Cent mit damaligen 5 Pfennig zu tun?“

    Natürlich gar nichts. In dem verlinkten Weltpostvertrag heißt es ja Gebühren-Befreiung für Kriegsgefangene, nicht Reduzierung. Ein Kommentator unter dem Facebook-Link kam ja auch mit 3 Cent durch, was aber auch keinen stutzig gemacht hat.

    Diese Befreiung gilt ja auch für Postpakete bis 5 Kilo.
    Wenn das mal kein ebay-Powerseller spitz kriegt…

  12. so gerade und logisch können reichsbürger nicht denken.
    die idee mit dem alten stempel ist faszinierend („aufgestanden der kaiser kommt“)
    wäre ein lacherfolg.
    und bitte nicht vergessen damals als ein ei 1 pf kostete war das porto mit 5 pf nicht gerade billig, und ertspricht witzigerweise dem heutigen porto (rund 80 c)

  13. als Philatelist der Hinweis – der Sortiermaschine ist es wurscht was wo klebt – solange es fluoreszierend ist. Das Nachporto kassiert der Briefträger nach eigneem Gusto…

  14. „und bitte nicht vergessen damals als ein ei 1 pf kostete war das porto mit 5 pf nicht gerade billig, und ertspricht witzigerweise dem heutigen porto (rund 80 c)“

    Habe auch mal geschaut wie die Preise um die Jahrhundertwende waren.

    Interessanterweise hat sich gar nicht viel geändert.

    Einen Brief zu verschicken kostet eigentlich nicht mehr als vor 115 Jahren, inflationsbereinigt.

    Porto wie zu Willhelms Zeiten läge wohl auch bei 50-60€ ct.

    Ist aber auch wurst, da dieser Reichsdepp das wohl sowieso von ebenso spinnerten Amis abgekupfert hat.

    Siehe Kommentare beim Eisenfresser.

  15. @Eisenfresser: Klar, das Porto war damals einstellig, da sind wir mit 4 Cent in der richtigen Größenordnung, muss also stimmen.

    @JolietJake: Stimmt, das mit den Kriegsgefangenen hatte ich vergessen. Die Reichshelden sind ja alle übriggebliebene Angehörige der Wehrmacht und sitzen in der von den Alliierten als Kriegsgefangenenlager betriebenen BRID GmbH als Kriegsgefangene ein.

    Aber wieso kleben sie dann überhaupt noch Marken? Wenn man schon argumentiert, man sei von den Portogebühren befreit, kann man die Briefe doch ganz ohne Porto verschicken. Würde ich jedenfalls machen. Oder haben sie Mitleid mit den armen BRID-Postschergen und spenden großmütig doch ein paar Cent pro Brief?

    Und wie ist es eigentlich mit den Telefonkosten? Es wird Zeit, dass die Reichshelden sich des schreienden Unrechts mit den Telefonrechnungen annehmen und darauf bestehen, ihre Telefonanschlüsse beim Reichspostministerium zu beantragen und ihre Telefonrechnungen an dieses zu bezahlen…

  16. @ gnaddrig:

    „Es wird Zeit, dass die Reichshelden sich des schreienden Unrechts mit den Telefonrechnungen annehmen und darauf bestehen, ihre Telefonanschlüsse beim Reichspostministerium zu beantragen und ihre Telefonrechnungen an dieses zu bezahlen…“

    Stimmt, denn bei der Telekom bekommen sie ja keinen. Weil es die Telekom nämlich gar nicht gibt. Weil die Telekom der Rechtsnachfolger eines Staatsunternehmens ist.

    Den Staat gibt es aber gar nicht. Ergo gibt es auch die Telekom nicht.

    (Puh, so langsam bekomme ich ein Gespür für Reichsdeppendenke. Ist aber anstrengend – wie kann man das nur den ganzen Tag lang durchhalten ohne durchzuknallen? Ach ja, richtig: gar nicht.)

  17. @noch’n Flo: Neineinein, die Telekom gibt es sehr wohl, sie ist aber NICHT der Rechtsnachfolger eines Staatsbetriebs (bzw. eines angeblichen Ministeriums), sondern eine von den Alliierten in betrügerischer Absicht aufgezogene Firma, die seit der angeblichen Umwandlung von einer obersten Bundesbehörde („Bundesministerium für Post und Telekommunikation“) in eine börsennotierte Firma.

    Damit haben die Alliierten ein wenig die Maske fallen lassen. Die werden denken, dass wir nach sechzig Jahren Gehirnwäsche verpeilt genug sind, das nicht zu durchschauen, und für 98% der Bevölkerung stimmt das ja auch. Wären da nicht die Reichshelden!

    Diese räuberische Geldabschöpforganisation gehört also abgeschafft und das (insgeheim natürlich immer noch scheintot existierende) Reichspostministerium stattdessen wiedererweckt. Und insofern hast Du recht, die Telekom kann gar keine Telekommunikationsdienstleistungen bereitstellen, weil sie ja nur unser gutes Geld abschöpfen soll.

    Wer in den vergangenen Jahrzehnten hierzulande telefoniert hat, ist einer von Chemtrailern versprühten Psychodroge auf den Leim gegangen. So ist das nämlich!

  18. @ gnaddrig:

    Verfügt das Reichspostministerium eigentlich über Internet-Technologie?

  19. Nö, die gab’s ja anno 45 noch nicht. Da wird noch drehscheibengewählt, im Stillgestanden.

  20. Die Reichsdeppen haben was anderes gefunden: Deutschland ist ein riesiges Kriegsgefangenenlager und daher muss Post garnicht frankiert werden!

    http://eisenfrass.wordpress.com/2014/05/16/eisenblatt-das-porto-und-die-kriegsgefangenen/

  21. @ gnaddrig:

    „Nö, die gab’s ja anno 45 noch nicht. Da wird noch drehscheibengewählt, im Stillgestanden.“

    Tja, dann bekommen die Reichis aber so einige Probleme: können sich nicht mehr so gut austauschen, nicht mehr ihren Dummfug verbreiten, nicht mehr so einfach irgendwelche Dokumente mit Beweischarakter ausgraben…

    da wird sich dann wohl bald die Spreu vom Weizen trennen.

  22. @ noch’n Flo: Klar ist das eine Herausforderung. Aber das ganze Weltbild ist ja ausgesprochen prekär, da kommt man um Widersprüchlichkeiten nicht herum. Bestenfalls können sie sich aussuchen, wo die logischen Lücken klaffen sollen. Aber die ganz harten werden sich von solchen Widrigkeiten sicher nicht aus der Spur bringen lassen.

  23. Faktenreich und rhetorisch brilliant wird die Sache mit den 4-Cent-Briefen hier in einem gut 18-minütigen Video aus reichsbürgerlicher Sicht erklärt:
    Klartext: Brief für 4 Cent verschicken, andere Antworten oder wie blöd bist du? | Kulturstudio.

    Ab 12:30 erklärt der Homo Kritikus den Begriff kognitive Dissonanz. Ab 15:40 wird die Hauptstadtlüge gnadenlos durchleuchtet.

    Ich weiß echt nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Weinen wahrscheinlich.

  24. Kann mir bitte jemand sagen, warum im GG der Artikel 146 steht, wenn wir doch schon eine Verfassung haben?

  25. @ desperado:

    Das bezieht sich auf den Fall, dass das Volk eine NEUE Verfassung haben will.

  26. @ noch’n Flo

    Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir keine Verfassung haben,
    denn im GG in Art.146 in der Fassung vom 29.September 1990 steht:

    Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

    Hier wird doch ganz eindeutig unterschieden zwischen GG und Verfassung.

  27. @ desperado:

    Bevor hier noch größere Wortklauberei getrieben wird: so einen Unterschied gibt es nicht.

    In der Staatsrechtslehre gibt es „Grundgesetzesrecht“ nicht. Wohl aber Verfassungsrecht.

    Spricht man von „formellem Verfassungsrecht“, bedeutet das eine Verfassung im formellen Sinn, das heißt eine Verfassung in Gesetzesform. Spricht man von „materiellem Verfassungsrecht“, bedeutet das die Gesamtheit der Rechtsnormen, die Aufbau und Tätigkeit des Gemeinwesens regeln.

    In diesem Sinne ist das GG selbstverständlich „Verfassung“, auch wenn es nicht drüber geschrieben steht. Das GG regelt die Grundsätze der Staatsorganisation und zusätzlich, weil es der verfassungsgebenden Versammlung nach der zivilisatorischen Katastrophe des Nationalsozialismus ehrlich am Herzen lag, die Garantie persönlicher Grundrechte, in die der Staat nicht ohne weiteres eingreifen soll.

    Das Bundesverfassungsgericht nennt sich auch völlig zu Recht so, wie es sich nennt.

    Es ist, pardon, Rabulistik, aus Art 146 GG einen Unterschied ablesen zu wollen. Unsere aktuelle Verfassung heißt Grundgesetz, das ist alles.

  28. @ desperado:

    Na, auf welche „kommissarische Reichsregierung“ bist Du denn hereingefallen?

  29. @ desperado: In dem von Ihnen zitierten Artikel 146 des Grundgesetzes steht nur, dass die derzeit gültige Verfassung (das Grundgesetz) ihre Gültigkeit verliert, wenn und sobald eine vom gesamten deutschen Volk in freier Entscheidung beschlossene neue Verfassung in Kraft tritt.

    Ob das je passiert, steht dahin. Bisher läuft es mit dem Grundgesetz als Verfassung ja ganz gut, und eine Verpflichtung zur Schaffung einer neuen Verfassung bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen (Deutschland frei und geeint) ist dort ja nicht festgeschrieben.

    Und bis eine solche neue Verfassung beschlossen ist, bleibt eben das Grundgesetz als Verfassung Deutschlands in Kraft.

  30. Und selbst wenn das Grundgesetz in irgendeinem Sinn keine Verfassung sein sollte, es tut den Job einer Verfassung. Es regelt genau das, was Verfassungen eben so regeln. Da ist die Überschrift irrelevant.

    „Verfassung“ ist der Gattungsname dieser Sorte Gesetz, „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“ (glaube ich, aus dem Gedächtnis zitiert) ist der konkrete Titel der im Moment in Deutschland gültigen Verfassung.

    Das ist wie mit einem Handy – Deutschland hat ein iPhone, und Sie behaupten, Deutschland habe kein Smartphone. Dabei ist das iPhone ganz klar ein Smartphone.

  31. “ dass wir keine Verfassung haben, denn im GG in Art.146″

    Wow, ist das gut…

  32. Hier sind nur Realitätsverweigerer unterwegs!

    Bitte zeigt mir doch mal, dass es eine Gründungsurkunde der BRD gibt.

    Und für euch Klugscheißer, die über das Deutsche Reich lachen. Hier ein Urteil vom Bundesverfassungsgericht:

    Die meisten von Ihnen glauben, dass das Deutsche Reich nach dem Krieg untergegangen sei.

    Das Bundesverfassungsgericht sieht das anders, in den Urteilen 2BvL6/56, 2Bvf1/73 und 2BvR373/83 wurde festgestellt, dass das Deutsche Reich in den Grenzen vom 31.12.1937 existent ist.

    Wollt ihr die Urteile vom BVG auch leugnen?

  33. @Hans:

    Hauptsache Du hast es mit der Realität, was?

    Eine Gründungsurkunde der BRD gibt es nicht, weil Staaten im Allgemeinen keine haben. Ein Staat ist kein Verein.

    Die Urschrift des Grundgesetzes, das eine Verfassung ist, liegt im Bundesarchiv.

    Punkt 2:

    „In dem Prozess ging es um die Frage, ob die Bundesrepublik Deutschland die Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reiches ist.

    Das Bundesverfassungsgericht sagte Nein, denn das Deutsche Reich hat nie aufgehört zu existieren. Die Reichsidioten hören an dieser Stelle auf, das Urteil zu zitieren.

    Wenn man aber dann die Begründung liest, stellt es sich ganz anders dar.

    Damit man Rechtsnachfolger werden kann, muss der Vorgänger aufhören zu existieren. Eine natürlich Person muss zum Beispiel sterben. Das BVerfG hat jedoch festgestellt, dass das Reich nie gestorben ist. Es wurde 1945 seiner ausführenden Organe beraubt und erhielt sie 1949 wieder. Gleichzeitig hat das Reich 1949 einen neuen Namen angenommen und zwar „Bundesrepublik Deutschland“.

    Das das so ist, hat das BVerfG übrigens schon 1957 bestätigt. Dort ging es darum, ob der Vertrag den das heilige Stuhl mit dem Reich geschlossen hat, gültig ist, da die BRD mit dem Reich identisch ist.

    1987 hat das BVerfG erneut bestätigt, dass die BRD und das Reich identisch sind, da dies auch von den anderen Staaten bestätigt wurde. Als Beispiel wurde genannt, dass alle Welt es für selbstverständlich hielt, dass die BRD die Schulden des Reiches begleicht und zwar als eigene Schuld und nicht als übernommen Schuld, denn eine Schuldübernahme wurde nie vereinbart.

    Fazit

    Das Reich existiert heute noch. So wie Verona Feldbusch heute Verona Pooth heißt, so heißt das Deutsche Reich heute Bundesrepublik Deutschland.“

    Heißt:

    Es gibt unter Juristen die herrschende Meinung, dass die Bundesrepublik völkerrechtlich identisch mit dem Deutschen Reich ist. Das bedeutet aber keinesfalls – egal, was gewisse Kreise behaupten mögen – daß seine Verfasstheit in irgendeiner Weise weiterbestünde oder gar – was aus dieser Richtung auch gerne behauptet wird – die Bundesrepublik nicht legitimiert wäre.

    http://www.gutefrage.net/frage/gerichtsurteil-ueber-das-deutsche-reich

  34. @Bernd Harder: http://www.gutefrage.net... soll für dich also eine seriöse Quelle sein? Einfach nur lächerlicher :-D

    Okay, gehen wir davon aus, dass die BRD = Deutsches Reich ist, *lol*. Wieso steht dann im Personalausweis unter Staatsangehörigkeit: „Deutsch“ und nicht „Bundesrepublik Deutschland“???

    Und noch was. Im Personalausweisgesetz – PAuswG, beim § 5 (2) steht:
    (2) Der Personalausweis enthält neben der Angabe der ausstellenden Behörde, dem Tag der Ausstellung, dem letzten Tag der Gültigkeitsdauer, der Zugangsnummer und den in Absatz 4 Satz 2 genannten Daten ausschließlich folgende sichtbar aufgebrachte Angaben über den Ausweisinhaber:

    1. Familienname und Geburtsname,
    2. Vornamen,
    .
    .
    .
    10. Staatsangehörigkeit, usw.

    Wenn ich jetzt in den Perso sehe, steht da Vorname und Nachname. Nachname ist falsch, es müsste Familienname heißen. Aus diesen Gründen, ist der Personalausweis ungültig und kann zurückgegeben werden. Wieso werden diese 2. Fehler nicht behoben? 1. Fehler: Staatsangehörigkeit , 2. Fehler: Nachname???

  35. @Hans:

    Ihr Reichsheinis seid einfach süß!

    gutefrage.net soll für dich also eine seriöse Quelle sein? Einfach nur lächerlicher << "Gute Frage" ist überhaupt keine Quelle, sondern ein Portal. Die "Quelle" sind diejenigen, die dort antworten, und in diesem Fall ist die Antwort richtig. Netter Versuch, nennt man übrigens "umgekehrtes Autoritätsargument", kannst Du mal googeln, dann lernst Du mal was. << Wieso steht dann im Personalausweis unter Staatsangehörigkeit: "Deutsch" und nicht "Bundesrepublik Deutschland"??? << Grammatik ist nicht so Dein Ding, was? << Aus diesen Gründen, ist der Personalausweis ungültig und kann zurückgegeben werden. << Dann gib ihn doch zurück - oder glaub nicht alles, was der verurteilte Volksverhetzer "Honigmann" so schreibt.

  36. @Bernd Harder: Zitat: „Eine Gründungsurkunde der BRD gibt es nicht, weil Staaten im Allgemeinen keine haben. Ein Staat ist kein Verein.“

    Diese Aussage ist wirklich neu für mich. Weil es ein Staat ist, braucht es keine Gründungsurkunde. Hm… wenn es keine Gründungsurkunde hat, dann es ist eine Firma, bzw. ein kriminelles Konstrukt, dass ohne Beweise vorgibt, dass es ein Staat sei.

    Also müsstest du auch an den Weihnachtsmann glauben, da es ihn tatsächlich gibt.

  37. @Hans:

    << Diese Aussage ist wirklich neu für mich. << Könnte/sollte man aber wissen, wenn man abenteuerliche Behauptungen aufstellt.

  38. @Hans: Geh schön spielen, ist doch schönes Wetter draußen.

    Hier ist Feierabend für dich.

  39. @ Hans:

    Lass mich raten – man hat Dir Deinen Führerschein entzogen wegen zuvielen Punkten in Flensburg bzw. Fahren unter Alkoholeinfluss, und Du hast Dir flugs bei den Reichis einen neuen gekauft? Du verweigerst Steuerzahlungen und Begleichung von Strafbefehlen, weil die Reichis Dir einreden, die ausstellenden Behörden wären nicht existent?

    Du baust Cannabis an, weil das im „Teutschen Raich“ nicht verboten war, Deine pöhsen, pöhsen örtlichen Behörden sind aber leider anderer Meinung und haben Dir Deine Pflänzchen weggenommen?

    Oder auf welche andere Weise meinst Du, Dich der Staatsgewalt der Bundesrepublik Deutschland entziehen zu müssen? Tja, so leid mir das tut: Du bist schlichtweg auf Betrüger hereingefallen.

    Hast wahrscheinlich einen nicht unbedeutenden Teil Deiner Hartz-IV-Unterstützung den Reichis in den Rachen geworfen (zumindest den, den Du noch nicht versoffen hast), wobei Du auch überhaupt kein Problem damit hast, diesen überhaupt von der von Dir und Deinesgleichen sogenannten „BRD GmbH“ zu beziehen, obwohl diese ja Eurer Meinung nach gar nicht existent ist?

    Ist schon komisch: wenn Ihr Reichsdeppen vom Staat profitieren könnt, tut Ihr das liebend gerne und sofort. Aber wehe, dieser Staat will mal etwas von Euch und klopft Euch auf die Finger – dann geht sofort das grosse Heulen und Zähneklappern los.

    Sorry, aber Typen wie Du sind für mich nur eines: Sozialschmarotzer!

  40. In Abwandlung eines meiner Lieblingszitate:

    „Immer, wenn Du glaubst, dümmer geht’s nicht mehr, kommt von irgendwo ein Reichi her.“

    q.e.d.

  41. @trixi:

    Vermutlich treffend:

    „Es gibt die Irren, aber wir haben auch gesicherte Erkenntnisse, das sich darunter Neonazisten befinden.“

    http://www.deutschlandfunk.de/eigene-waehrung-und-steuern-verweigern.862.de.html?dram:article_id=268271

  42. @ noch`n Flo:

    Mit Ihrer Bemerkung hier bzgl. Hartz-IV verunglimpfen/diffamieren Sie eine ganze Bevölkerungsgruppe und unterstellen dieser Sozialschmarotzertum, blanke Dummheit, „Bildungsferne“, Rechtsextremismus etc.

    Analog dazu könnten Sie allen Schwulen (auch eine Bevölkerungsgruppe) Kinderschändertum, HIV-Erkrankung, Tuntenhaftigkeit etc. unterstellen.

    Beides entspricht der Karikatur eines Klischee-Bildes und Bildzeitungsniveau.
    Und es hat nichts mit Ironie, Sarkasmus und „Humor“ zu tun – sondern ist einfach nur bescheuert, sorry.

    Offenbar üben Sie sich hier in mehreren Kommentator-Rollen – Blogs als „Spielwiese“ ?!

  43. @ Beobachter:

    Wenn ich sage „unter Hartz-IV-lern gibt es Deppen“, wo diffamiere ich damit gleich ALLE Hartz-IV-ler?

    Ich habe lediglich einem Reichsdeppen den Spiegel vorgehalten – die Interpretation, dass ich damit noch mehr Leute gemeint haben könnte, stammt eindeutig von IHNEN.

    Bitte künftig beachten. Firma dankt!

  44. @ Beobachter:

    Offenbar üben Sie sich hier in mehreren Kommentator-Rollen

    Die da bitte wären?

  45. @ Beobachter
    Sie sprechen mir aus der Seele.
    Auch mir fällt auf, dass „noch´n Floh“ in mehreren Persönlichkeitsstrukturen tätig ist. Was soll das?

    Einerseits fachlich wirkende, andernseits sehr aggressive Kommentare, die provozieren sollen und von einem gewissen Hass und Frust zeugen.

  46. @noch´n Flo
    Ein solcher Kommentar ist definitiv ein Eigentor erster Güte und gibt allen Recht, die der Meinung sind, hier wird nicht diskutiert, sondern ´runtergemacht.
    Danke dafür.

  47. @ Hans: Was hat die terminologische Spitzfindigkeit Nachname vs. Familienname denn mit der Gültigkeit des Personalausweises zu tun?

    Warum sollte es Familienname heißen müssen? Weil Ihnen das besser gefällt?

    Kann außerdem gut sein, dass es ein Bundesgesetz gibt, in dem geregelt ist, was auf dem Perso zu stehen hat und wie es zu heißen hat.

    Und zur Staatsangehörigkeit: Wenn da statt „Bundesrepublik Deutschland“ nun „Deutsch“ steht, was soll das beweisen?

    Da steht nämlich auch nicht „Deutsches Reich“ oder so (ich nehme an, darauf wollten Sie hinaus).

    Die Angabe „Deutsch“ sagt einfach, dass die betreffende Person die Staatsangehörigkeit des derzeit einzigen deutschen Staates hat.

    Ob dieser Staat Deutsches Reich heißt, Sozialistische volksrepublik Deutschland, Kalifat Germanistan oder eben Bundesrepublik Deutschland, ist dabei völlig unerheblich.

    Das mit der Gründungsurkunde ist übrigens niedlich. Wer wollte denn festlegen und vorschreiben, dass ein anständiger Staat eine Gründungsurkunde zu haben hat? Die Weltregierung, die Bilderberger, die Illuminaten, oder wer?

    Gibt es im Völkergesetzbuch einen Paragraphen, der die Erstellung einer Gründungsurkunde fordert?

    Wenn ein Staat sich formell konstituieren will, muss er Staatsgebiet/Grenzen festlegen und die Staatsgründung öffentlich erklären. Gern wird an dieser Stelle eine wenigstens vorläufige Verfassung in Kraft gesetzt oder eine Nationalversammlung einberufen, die dann eine Verfassung erstellen und ein Staatsoberhaupt wählen soll.

    Spätestens wenn andere, idealerweise alle, Staaten diesen neuen Staat anerkennen, ist er unzweifelhaft existent. Eine Gründungsurkunde ist zwar denkbar, aber anscheinend nicht vorgesehen.

    [Offenlegung: Ich habe mich für den letzten Absatz schamlos bei Wikipedia bedient.]

  48. @Vincent:

    << ibt allen Recht, die der Meinung sind, hier wird nicht diskutiert, sondern ´runtergemacht. << Das tut mir aber Leid, wenn die "Reichsbürger" dieser Meinung sind ...

  49. @ Bernd Harder:

    Wenn nur die „Reichsbürger“ dieser Meinung sind, wär`s mir wurscht; wenn es aber auch viele andere wären, wär`s schade …

  50. @beobachter:

    Wenn es so wäre, müssen wir gemeinsam daran arbeiten.

  51. Eine GmbH mag eine Gründungsurkunde haben; notariell beurkundet und dem Handelsregister vorgelegt. Ein Staat hat keine. Wahrscheinlich ist den Reichsvögeln da etwas durcheinander gekommen.

  52. @ klauszwingenberger: Das passt aber sehr schön zum reichsbürgerlichen Brauch, von Beamten die Vorlage ihrer „Bestallungskurkunde“ zu verlangen, sonst seien sie gar nicht legitimiert und als amtsanmaßende Hallodris zu ignorieren.

    Oder das Katz- und Mausspiel mit dem Dienstausweis derselben Beamten, der eigentlich Amtsausweis heißen müsste (oder umgekehrt).

  53. @ Alexander:

    Auch mir fällt auf, dass “noch´n Floh” in mehreren Persönlichkeitsstrukturen tätig ist.

    Vielen Dank für die Ferndiagnose, sehr interessant.

    Einerseits fachlich wirkende, andernseits sehr aggressive Kommentare, die provozieren sollen und von einem gewissen Hass und Frust zeugen.

    Der Frust ist eigentlich immer da, nur manchmal kaschiere ich ihn besser. Nach manch hartem Arbeitstag habe ich dazu bisweilen aber keine Lust. Gestern kam noch erschwerend ein sehr nerviges Gespräch mit einer völlig naiven Impfgegner-Mami dazu.

    Aber Reichis sind aus meiner Erfahrung sowieso lernresistent.

    Und Spott haben sie allemal verdient.

  54. @ noch`n Flo:

    Meine persönliche Meinung:

    Frust und Stress sind kein Grund und keine Rechtfertigung für Rundumschläge übelster Art – ganz egal, wem gegenüber.
    Und es haben viele Leute, nicht nur Ärzte, einen harten Arbeitsalltag und/oder sonstige(n) Frust, Stress und Dauerbelastung.
    Oder beanspruchen Sie als Arzt einen Sonderstatus?

    Esoteriker, Verschwörungstheoretiker, Pseudomediziner etc. sind auch „lernresistent“ – also könnten Sie aus dem gleichen Grund öffentlich genauso provokant, beschimpfend und hämisch über sie herziehen.
    Abgesehen davon, dass es einfach schlechter Stil ist, bringt es nichts – außer dass man sich vielleicht wohler fühlt, wenn man sich verbal (hier: schriftlich) ausgekotzt hat.
    Aber das kann man auch zu Hause machen … – oder sich einen Sandsack ins Wohnzimmer hängen, zum Abreagieren …

    P.S.: Ich brauche in solchen Fällen (bei Wut, Frust, Stress) viel frische Luft und setze mich auf`s Fahrrad …

  55. @ Beobachter/noch´nen Floh

    Was mich an dem besagten Kommentar von noch´nen Floh erheblich stört, ist dieses indirekte miteinbeziehen von Randgruppen, die auch schon ohne solche Polemik genug Probleme haben.

    Schlimm, dieses Schubladendenken.

    Von Hartz-4-Empfänger bis zu Alkoholkranken, was kommt als nächstes?

    „Der Frust ist eigentlich immer da, nur manchmal kaschiere ich ihn besser!“

    Noch,nen Floh, es wäre besser, Sie würden den anscheinend permanent vorhandenen Frust nicht kaschieren, sondern beseitigen!

  56. @ Beobachter:

    Oder beanspruchen Sie als Arzt einen Sonderstatus?

    Mit Sicherheit nicht. Nebenbei: was hat mein Beruf damit zu tun (abgesehen von dem Umstand, dass ich durch ihn fast täglich mit unwissenschaftlichem Nonsens konfrontiert werde)?

    Esoteriker, Verschwörungstheoretiker, Pseudomediziner etc. sind auch “lernresistent” – also könnten Sie aus dem gleichen Grund öffentlich genauso provokant, beschimpfend und hämisch über sie herziehen.

    Das kommt immer darauf an. Wenn diese so selbstgefällig aufschlagen, wie Hans, dann empfinde ich die Provokation durchaus als probates Mittel.

    Abgesehen davon, dass es einfach schlechter Stil ist, bringt es nichts – außer dass man sich vielleicht wohler fühlt, wenn man sich verbal (hier: schriftlich) ausgekotzt hat.
    Aber das kann man auch zu Hause machen … – oder sich einen Sandsack ins Wohnzimmer hängen, zum Abreagieren …

    Es hat – bei pseudomedizinischen Themen – einen anderen Nebeneffekt: in Foren und Blogs kann ich solchen Leuten all das sagen, was ich vergleichbaren Patienten in meiner Praxis nicht sagen kann.

    @ Pierre Castell:

    Was mich an dem besagten Kommentar von noch´nen Floh erheblich stört, ist dieses indirekte miteinbeziehen von Randgruppen, die auch schon ohne solche Polemik genug Probleme haben.

    Schlimm, dieses Schubladendenken.

    Von Hartz-4-Empfänger bis zu Alkoholkranken, was kommt als nächstes?

    Diese sind aber nun einmal die primäre Zielgruppe der Reichis, das ist kein Klischee, sondern spiegelt die Realität ziemlich genau wieder. Das hat auch nichts mit Schubladendenken zu tun.

    Kleine Anekdote am Rande: vor eineinhalb Jahren hatte meine Schwester mit ihrer Familie (unverschuldet) einen schweren Autounfall. Es stellte sich dann heraus, dass dem Unfallgegner wegen Fahren unter Alkoholeinfluss der Führerschein schon vor einiger Zeit entzogen worden war.

    Daraufhin hatte er sich bei einer der vielen „Kommissarischen Reichsregierungen“ einfach einen neuen gekauft und ist einfach weiter Auto gefahren (welches einem „Kumpel“ von ihm gehörte).

    Da er aber keinen gültigen Führerschein besass, weigerte sich die Versicherung des Autobesitzers, den Schaden zu übernehmen. Am Fahrzeug der Familie meiner Schwester war Totalschaden entstanden (zum Glück wurden die Insassen nur leicht verletzt – der modernen Sicherheitstechnik sei Dank!), der Wagen war nicht einmal 1 Jahr alt und die Familie hatte sogar noch einen Kredit deswegen am Laufen.

    Plötzlich stand die Familie meiner Schwester ohne Auto und mit Schulden von rund 10’000 Euro da – keine Chance, ein neues Auto anzuschaffen (wenn ich ihnen dann nicht unter die Arme gegriffen hätte).

    Beim Unfallgegner fand sich übrigens nicht eine Spur von Unrechtsbewusstsein. Und da er von Hartz IV lebt, wird da wohl auch auf absehbare Zeit nichts zu holen sein.

    Das ist die üble Seite der Reichsdeppen. Und dieser Fall ist beileibe kein Einzelfall.

    Verstehen Sie jetzt, warum ich da nicht still sein kann (von den anderen Aspekten der KRRen, allen voran dem dumpfen Rechtsnationalismus, mal ganz zu schweigen)?

    Samthandschuhe sind im Umgang mit Reichis absolut nicht angebracht, die muss mal als das demaskieren, was sie sind.

  57. @ noch´nen Floh
    Ihr geschilderter Fall: SCHLIMM!

    Ich verachte Menschen, die sich ans Steuer setzen, obwohl sie Alkohol getrunken haben. Das Ungerechte dabei ist, dass in den Fällen, in denen alkoholisierte Autofahrer jemanden zu Tode fuhren, sie selbst oft gar nicht oder nur leicht verletzt wurden.

    Ganze Familien wurden so schon zerstört.

    Das hört und liest man immer wieder.
    Und wenn solche Typen dann nur eine Geld- oder Bewährungsstrafe bekommen, könnte ich explodieren.

    Vielleicht sollte ich mich intensiver mit dem Thema „Reichsdeppen“ beschäftigen, um Sie besser verstehen zu können…

    Selbstverständlich habe ich auch was gegen (gesunde) Arbeitsverweigerer, also Hartz-4-Abzocker. Aber Ihr Kommentar hat mir dennoch nicht gefallen.

  58. @ noch´nen Floh
    Ich meinte natürlich Ihren Kommentar von gestern um 19:30 Uhr
    (der mir nicht gefallen hat).

  59. @ noch`n Flo:

    Abschließend – und wieder meine persönliche Meinung:

    Sie wollen beeindrucken – wie auch immer.
    Entweder durch Schimpftiraden, Insider-Geplänkel, „Satire“-Schlagworte, Fachwissen …
    Es geht Ihnen nicht um Diskurs, Meinungsaustausch und darum, eine Sache voran zu bringen, sondern um Selbstdarstellung.
    Ich erwarte von einem Blog, besonders bei den Skeptikern, eine sachliche Auseinandersetzung, wo das bessere/stichhaltigere Argument zählt – Luft ablassen kann man wie gesagt woanders.

    Ihrer Schwester (vorausgesetzt, die Story stimmt überhaupt) hätte das auch mit jedem anderen betrunkenen Autofahrer passieren können – das ist NICHT reichsdeppenspezifisch.
    Und fehlendes Unrechtsbewusstsein gibt es auch ÜBERALL.
    Kein Grund, um eine große, populäre Schublade zu füllen mit „Reichis“, Alkoholikern, Kiffern, Hartz IV-lern, Sozialschmarotzern – fehlen nur noch Schwule, Asylanten und zickige Feministinnen.
    Gibt`s noch was?

    Ich habe allmählich keine Lust mehr, mich mit Ihnen überhaupt noch auseinanderzusetzen – und schon gar nicht über Fragen des Diskussionsstils.

    Schönen Feiertag …

  60. @ Beobachter
    „…vorausgesetzt, die Story stimmt überhaupt…“!

    Nicht ganz freundlich, diese Bemerkung.

    Angenommen, die Story stimmt (davon gehe ich aus).

    Können Sie sich vorstellen, wie sich noch´nen Floh dann jetzt nach Ihrer Bemerkung fühlt? Versetzen Sie sich bitte mal in seine Lage.

  61. Beobachter/Noch’n Flo et all.:

    Ich würde gerne anregen, dass wir uns vielleicht lieber wieder mehr auf unsere „gemeinsamen“ Ziele und unser gemeinsames Engagement konzentrieren sollten …

  62. @ Bernd Harder:

    Völlig richtig …

    Ich bitte zu bedenken, dass ich nur – wenn auch heftig – reagiert habe.

  63. @ Pierre Castell:

    Selbstverständlich habe ich auch was gegen (gesunde) Arbeitsverweigerer, also Hartz-4-Abzocker. Aber Ihr Kommentar hat mir dennoch nicht gefallen.

    Okay, damit kann ich leben.

    @ Beobachter:

    Sie wollen beeindrucken – wie auch immer.

    Das wird Sie vielleicht überraschen, aber ich nehme mich selber so überhaupt nicht ernst. Meine Ziele und die Werte, welche ich vertrete, umso mehr. Aber ich selbst bin m.E. eigentlich völlig unwichtig.

    Sie sind – zugegebenermassen – allerdings nicht der Erste, der diesem Trugschluss erlegen ist (das sei zu Ihrer Entschuldigung angemerkt).

    Entweder durch Schimpftiraden, Insider-Geplänkel, “Satire”-Schlagworte, Fachwissen …

    Sorry, aber ich kann Ihnen da nicht so wirklich folgen…

    Es geht Ihnen nicht um Diskurs, Meinungsaustausch und darum, eine Sache voran zu bringen, sondern um Selbstdarstellung.

    Es ist schade, dass Sie so über mich denken. Ich sage einfach, was ich meine. Ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube. Was ist daran so falsch, offen zu sein (was uns Skeptikern die Esos ja immer wieder gerne vorwerfen, dass wir dies nicht wären)?

    Ich erwarte von einem Blog, besonders bei den Skeptikern, eine sachliche Auseinandersetzung, wo das bessere/stichhaltigere Argument zählt – Luft ablassen kann man wie gesagt woanders.

    Wo – bitteschön – steht diese Regel geschrieben?

    vorausgesetzt, die Story stimmt überhaupt

    Soll ich hier die Fotos vom Unfallauto posten? Oder welchen Beweis würden Sie denn überhaupt akzeptieren?

    Ihre implizite Unterstellung ist nahe an der Ehrenrührigkeit.

    Und fehlendes Unrechtsbewusstsein gibt es auch ÜBERALL.
    Kein Grund, um eine große, populäre Schublade zu füllen mit “Reichis”, Alkoholikern, Kiffern, Hartz IV-lern, Sozialschmarotzern – fehlen nur noch Schwule, Asylanten und zickige Feministinnen.

    Sorry, aber in meinen Augen haben Sie ein RICHTIG GROSSES Problem. Bitte unterlassen Sie künftig Ihre ungerechtfertigten Unterstellungen.

    Nebenbei: ich bin seit mehr als 25 Jahren selber passionierter Kiffer (kann dies aber mit meinem Leben als niedergelassener Arzt und Familienvater auch problemlos vereinbaren). Aber mit diesem Eingeständnis werde ich mich mutmasslich aus Ihrer Sicht nur weiter abqualifizieren, (Nebenbei: wo habe ich eigentlich Kiffer erwähnt?)

    Ich habe allmählich keine Lust mehr, mich mit Ihnen überhaupt noch auseinanderzusetzen – und schon gar nicht über Fragen des Diskussionsstils.

    Dito.

    Ich bitte zu bedenken, dass ich nur – wenn auch heftig – reagiert habe.

    „Nur“ reagiert – ja sischa!

    @ Pierre Castell:

    Angenommen, die Story stimmt (davon gehe ich aus).

    Davon können Sie auch gerne ausgehen. Und ebenfalls von dem Umstand, dass dies in der jüngeren Vergangenheit nicht meine einzige Begegnung mit Reichis war.

    @ Bernd Harder:

    Ich würde gerne anregen, dass wir uns vielleicht lieber wieder mehr auf unsere “gemeinsamen” Ziele und unser gemeinsames Engagement konzentrieren sollten …

    100% Zustimmung!

  64. @Bernd Harder:

    Ja, es war schon etwas weinerlich hier die letzten Tage.

    Entspannt euch wieder ein bisschen!

  65. @ noch´nen Floh

    Wie ich schon erwähnte: Ich glaube Ihnen!

    Solche schlimmen Dinge erfindet niemand, es sei denn, er ist krank!

  66. Mal was aktuelles dazu:

    „Die Bundesrepublik Deutschland muss Bürgern des selbst ernannten “Freien Deutschland” keinen Unterhalt zahlen, auch wenn diese sich bei uns als Kriegsgefangene empfinden“:

    http://www.lawblog.de/index.php/archives/2014/08/06/keine-gefangenen/

  67. Hmpf, jetzt schnappens bei uns auch über.
    http://fm4.orf.at/stories/1743783/

  68. Mir hat jetzt übrigens ein Kommentator auf Kulturstudio (hier) dankenswerterweise erklärt, wie sie auf die 4 Cent kommen:

    Im Weltpostvertrag steht als Porto für den Standardbrief 25 Centime. Man nimmt also den Fanzösischen Franc zum letzten verfügbaren Kurs (d.h. dem am 31.12.1998 festgelegten Wechelkurs) und rechne die 25 Centime in Euro um. Das sind 0,038 Euro, also gerundet 4 Cent. Ganz simpel.

  69. Im Kaiserreich kostete dereinst ein Brief fünf Pfennig Porto

    Kleine Anmerkung: Für die Beförderung eines Standardbriefs im Jahr 1892 verlangte die Reichspost 10 Pfennig (Quelle, gefunden bei Wikipedia, Stichwort Reichspost). Die 5 Pfennig waren das Porto für einen Ortsbrief (das waren Briefe, deren Empfänger in demselben Zustellbezirk wohnte, in dem der Brief aufgegeben wurde). Der Ortsbrief ist irgendwann abgeschafft worden, es gibt seitdem nur noch Standardbriefe, die für das gesamte Inland gleichviel kosten. Also kann man sich auf diesen Tarif auch nicht mehr berufen.

    Und der Zusammenhang zwischen 5 Pfennig und 4 Cent ist auch allenfalls kabbalistisch herzuleiten. Nicht dass das bestimmte Leute abhalten würde, aber in diesem Fall haben sie viel, viel direkter gerechnet…

  70. Laut einigen Blogs muß das mit dem 3cent Porto ja schon Massenhaft funktioniert haben.
    Die Sache mit der BRD und dem Lügenkonstrukt kann dabei dahin gestellt bleiben.

    Ich bin die Sache nämlich mal anders angegangen und habe mich gefragt was mit der in Klammern zu setzenden Postleitzahl auf sich hat.
    Das jetzige System der PLZ ist ja ein Konstrukt der Deutschen Post AG.

    Was würde jetzt geschehen wenn ich die Postleitzahl weglasse ? Bedeutet dies, ich gehe mit privaten DP AG keinen Vertrag ein ( dann sind deren AGB hinfällig) ?
    Wenn dem so ist müßte die DP AG den Brief im Sinne einer Verwaltung transportieren; m.W. ist die DP AG ja der Rechtsnachfolger der deutschen Bundespost.

    Müßten dann die Briefe nach dem Weltpostvertrag transportiert werden ?
    In diesem Falle braucht man auch nicht auf dem (ur)alten zurückgreifen , sondern auch auf den aktuellen:
    http://www.transportrecht.de/transportrecht_content/1145517132.pdf

  71. @ Gast: Ich frage mich, wieso die Post einen Brief überhaupt befördern soll, wenn der Absender durch besondere Markierung (oder gern auch durch Weglassen) der Postleitzahl zum Ausdruck zu bringen versucht, dass er mit der Post gar keinen Vertrag eingehen will. Kein Vertrag – keine Dienstleistung.

    Davon abgesehen kommt der Vertrag sicherlich durch Aufgeben des Briefs zustande, also durch Einwurf in einen Briefkasten oder Abgabe bei der Post.

    Und selbst wenn man durch eckige Klammern o.ä. erreichen sollte, dass kein Vertrag mit der Post zustandekommt – wieso sollte die Post so einen Brief „im Sinne einer Verwaltung“ dann befördern wollen/sollen/müssen?

    (Damit will ich nicht Ihnen an den Karren fahren, die Frage geht eher an die 4-Centler, die ja immer wieder so oder so ähnlich, jedenfalls auf dem Niveau „argumentieren“.)

    Das passt alles hinten und vorne nicht.

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