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Meta-Analysen in der Homöopathen-Zauberwelt

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Das Internet-Portal der Deutschen Apotheker Zeitung hatte kürzlich über den GWUP-Flyer zur Homöopathie und die Kritik des DZVhÄ daran berichtet.

Jetzt greift der Mitherausgeber der Deutschen Apotheker Zeitung Peter Ditzel das Thema noch einmal in seinem persönlichen Wochenrückblick auf.

Ditzel schreibt in seinem Online-Tagebuch:

Immer wieder amüsant, zu sehen, wie Welten und Lebensanschauungen aufeinander prallen.

Hier die reine naturwissenschaftliche Lehre der Skeptiker, die von „hochverdünnter Wissenschaft“ sprechen, Homöopathie-Lehrgänge als „Jodel-Diplom“ bezeichnen, kurzum von Homöopathie so viel halten wie Steakliebhaber von einem Tofuwürstchen.

Auf der anderen Seite die Magic-Voodoo-Zauberwelt der Homöopathen, die eine 50:50 Wahrscheinlichkeit eines Heilerfolgs zum Credo der Wirksamkeit machen.

So hat die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP/Die Skeptiker) unlängst ein mehrseitiges Faltblatt herausgegeben, in dem sie ihre Kritik an der Homöopathie zusammenfasst. Die Homöopathen wiederum sind mit dem Rotstift durchs Faltblatt gegangen und haben versucht, den Skeptikern ihre eigenen wissenschaftlichen Behauptungen um die Ohren zu schlagen.

Mein liebes Tagebuch, Wissenschaft und Glaube lassen sich nicht auf einen Nenner bringen. Solange es die Homöopathie gibt, solange werden wir diese Diskussionen führen.“

Mag jeder herauslesen, was er möchte, aber ich denke, damit können wir Skeptiker weit besser leben als die Homöopathen.

Derweil hat sich Dr. Norbert Aust von Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie eine Veröffentlichung vorgenomnmen, auf die der DZVhÄ in seiner GWUP-Kritik explizit Bezug nahm:

Homeopathy: meta-analyses of pooled clinical data“

von R. G. Hahn, Professor für Anästhesie und Intensivmedizin an der Universität von Linköping.

Auf diese Arbeit verweisen Homöopathen gerne, wenn sie versuchen, die angeblichen „Falschaussagen“ der Skeptiker zu bekritteln.

Austs Fazit:

Auch wenn man Hahns Kritik an Metaanalysen akzeptiert – das, was die Homöopathen aus der Arbeit herauslesen, steht aber ganz offensichtlich nicht drin.“

Zum Weiterlesen:

 

 

3 Kommentare

  1. Passt ganz gut hierher: ein Beitrag von Edzard Ernst zur Thema: Wie man sich die Torpfosten passend zurechtschiebt.

    http://edzardernst.com/2014/02/the-alchemists-of-alternative-medicine-part-3-the-non-conclusive-method/

    Wem gehören die Ergebnisse der Trials, in denen Homöopathika gerade mal so eben Placebostandard erreichten?

  2. Bitte auch mal lesen, denn ich glaube nicht, dass uns allein die Schulmedizin mit ihren extremen Nebenwirkungen heilen wird: http://www.naturheilt.com/medikamentenskandal/
    http://www.aerzteblatt.de/archiv/49746/ADHS-Homoeopathische-Behandlung-wirksam
    Sehr gut zu diesem Thema auch das Buch der Schulmedizinerin Dr. med. Irene Schlingensiepen“ Homöopathie für Skeptiker: Wie sie wirkt, warum sie heilt, was belegt ist“. Die Medizinerin ist erst durch die trotz starker Medikamente schweren Asthmaanfälle mit anhaltender Atemnot ihres jüngsten Sohnes auf die Homöopathie „gestoßen worden“, denn ihre Ausbildung war äusserst klassisch, alternative Medizin kam praktisch nie vor.Sie hatte, wie sie schrieb:“..ein klar geordnetes medizinisches Weltbild.“

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