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Chupacabra: Mysteriöser Vampirköter oder Legende?

Der Februar war mal wieder ein Chupacabra-Monat.

In Texas wurde ein solcher “Ziegensauger” angeblich fotografiert, in Oklahoma und wiederum in Texas gar erschossen.

Die Behörden indes sprechen in allen drei Fällen von einem räudigen Kojoten.

So war es auch bei der einzigen Chupacabra-Sichtung, über die sogar Der Spiegel berichtete:

2007 fand die Texanerin Phylis Canion 26 tote blutleere Hühner auf ihrer Farm in Cuero, Texas.

Der staunenden Weltöffentlichkeit präsentierte sie sogleich den Übeltäter: einen leibhaftigen Chupacabra, der auf einer einsamen Landstraße 140 Kilometer von San Antonio überfahren worden war.

Diese vampirartige Spezies wird für den bizarren Tod unzähliger Hunde, Katzen, Hühner, Kühe, Pferde und anderer Tiere verantwortlich gemacht. Man findet dann nur noch die grausam verstümmelten Kadaver, aus denen das Blut gesaugt und verschiedene Organe herausgerissen wurden.

Deshalb heißt der Chupacabra auch „Ziegensauger“.

Eine Schönheit sei Canions seltsamer Fund in der Tat nicht gerade, schrieb das deutsche Nachrichtenmagazin:

Hundeartig ist er, wenn auch so gut wie unbehaart. Mächtige, filmvampirhafte Zähne trägt er im langen Maul.“

Was für ein Wesen konnte dieser “Vampirköter” sein?

Eine Kreuzung „aus drei oder vier“ Tierrassen, mutmaßte die passionierte Jägerin Phylis Canion, es „könnte Wolf mit drin sein“.

Vielleicht sei der, zumindest aber ihr Chupacabra eine Art Mutation oder Kreuzung, die eine Vorliebe für Blut entwickelt habe, statt seine Beutetiere zu fressen.

Der Tierarzt Travis Schaar, der Gelegenheit hat, Canions Fundtier zu begutachten, war sich da aber nicht so sicher:

Ich will nicht behaupten, dass das kein Chupacabra ist. Meiner Meinung nach ist der Chupacabra nur einfach ein Hund.“

Absonderliche Hunderassen gibt es im Mittleren Westen der USA und in Süd- und Mittelamerika tatsächlich eine ganze Menge.

Insbesondere extrem kurzfellige, sogar nackte Hunde sind dort nicht selten, auch wenn …

… bisher keine 20-Kilo-Züchtungen aufgefallen sind, die aussehen wie eine Mischung aus Hyäne, afrikanischem Wildhund, Erdferkel und Chihuahua“,

reportierte Spiegel-Online.

Experten der University of California in Davis machten sich schließlich an eine DNA-Analyse des Ziegensaugers. Und identifizierten den vermeintlichen Chupacabra als „sehr hässlichen Kojoten”.

Genauer gesagt als räudigen Kojoten, der seinen absonderlichen Anblick dem Milbenfraß verdankt. Die allermeisten Video- und Fotoaufnahmen von „Chupacabras“, die im Internet kursieren, zeigen wohl solche kranken Tiere.

Im Jahr 2009 setzte sich der CSI-Falluntersucher Benjamin Radford auf die Spur des geheimnisumwitterten “Chupacabras”.

Der Kryptozoologie-Experte und “MonsterTalk”-Podcaster reiste bis nach „Chupacabra Paradise“, genauer gesagt in den Urwald von Nicaragua, wo es einige besonders eindrucksvolle Sichtungen des „Goat Suckers“ gegeben haben soll.

Am Ende hatten Radford und sein Team zwar so manches blutsaugende Tier getroffen – Moskitos, Blutegel, Vampirfledermäuse –, die Fahndung nach dem Ziegensauger aber blieb erfolglos:

No sightings, no tracks, no reports“,

hielt Radford in seinem Expeditionsbericht fest.

Im Sommer 2011 legte Radford ein ganzes Buch über seine jahrelange Beschäftigung mit dem Thema vor.

Nach zahllosen Zeugenbefragungen, Interviews und eigenen Nachforschungen ist der Paranormal Investigator überzeugt, dass die Attacken des angeblichen Ziegensaugers auf das Konto von wilden Hunden gehen. Und das mysteriöse Tiersterben stets natürlichen Umständen geschuldet gewesen seien.

„Ausgesaugte“ Opfer habe es in keinem einzigen Fall gegeben, immer hätten die Veterinäre und Forensiker noch Blut in den Kadavern nachweisen können. Lediglich die Unkenntnis über elementare biologische Verwesungsvorgänge habe zu dieser Legendenbildung geführt.

Aber was ist mit den vielen Beschreibungen des Chupacabras?

Der echsenähnlichen Mimikry, der ledrigen, graugrünen Haut, den kräftigen Hinterbeinen, auf die das Wesen sich manchmal erhebt, den rotglühenden Augen und den Stacheln auf dem Rücken?

Auch darüber machte Radford sich seine Gedanken – und fand eine erstaunliche Parallele.

Der erste Steckbrief des Chupacabra wurde im August 1995 von Madelyne Tolentino in Puerto Rico skizziert. Die Zeichnung, die nach ihren Angaben entstand, zeigt ein Geschöpf, das viele von uns kennen.

Und zwar aus dem Kino.

Es handelt sich offenkundig um den Mensch-Alien-Klon „Sil“ in dem Hollywoodfilm „Species“, dargestellt von Natasha Henstridge.

Und wann hatte der Science-Fiction-Streifen in Puerto Rico Premiere? Genau vier Wochen vor der allerersten Sichtung des Chupacabra durch Madelyne Tolentino.


Direktlink zum Video auf Youtube

Die Ausbreitung der Chupacabra-Sichtungen von Puerto Rico aus weist zudem alle Merkmale einer Wandersage auf.

Jeder nicht gleich erklärbare Überfall auf Haustiere wird sogleich dem Chupacabra in die Schuhe geschoben. Und je häufiger darüber berichtet wird, desto mehr Sichtungen gibt es.

Vermutlich handelt es sich bei den Chupacabras um verschiedene Raubtiere, die gelernt haben, wie leicht sich Haustiere reißen lassen.

Den Rest erledigen die Phantasie von Menschen, die im Dunkeln irgendetwas nicht genau gesehen haben, sensationsgierige Medien, gefälschte Bilder und das Internet.

Und zum Schluss: Auch die neueste Hoaxilla-Folge dreht sich um die legendäre Kreatur.

Zum Weiterlesen:
  • Hoaxilla #151 – ‘Chupacabra’ vom 3. März 2014
  • Latest chupacabra nonsense – A Texas inbred, Doubtful News am 4. Februar 2014
  • Over enthusiastic guys kill a mangy coyote, Doubtful News am 11. Februar 2014
  • Mangey coyote makes headlines as chupacabra in Texa, Doubtful News am 26. Februar 2014
  • Chupacabra: Vampir-Köter in Texas, Spiegel-Online am 1. September 2007
  • Chupacabra And/Or Very Ugly Coyote? strangemag.com am 14. Juli 2007
  • Tracking the Goat Sucker, Fortean Times im Januar 2010
  • Benjamin Radford: Tracking the Chupacabra – The Vampire Beast in Fact, Fiction and Folklore. University of Mexico Press, Albuquerque 2011
  • Is Natasha Henstridge The Chupacabra?Badass Digest am 17. Januar 2012
  • Every friggin’ dead thing is “CHUPACABRA”! Doubtful News am 28. Juli 2013
  • Der blutrünstige Ziegensauger, Süddeutsche am 17. Mai 2010
  • Bernd Harder: Sie sind mitten unter uns. Herder-Verlag, Freiburg 2012

Jetzt online zeichnen: Petition gegen die geplante Homöo-Akademie in Traunstein

Nach den zahlreichen kritischen Medienberichten über die geplante “Hochschule für Homöopathie” in Traunstein gibt es jetzt auch eine Petition

Gegen die Akkreditierung des BSc/MSc Homöopathie-Studiengangs der Homöo-Akademie Traunstein.”

In der Begründung heißt es:

Weder die für die Genehmigung des Studiengangs zuständigen Behörden (Senat Berlin, Wissenschaftsministerium Bayern) noch die für die Akkreditierung zuständige Akkreditierungsagentur prüften die geforderte Wissenschaftlichkeit des Studiengangs. Vielmehr berufen sich die Genehmigungsbehörden und Akkreditierungsagenturen dabei wechselseitig auf die Verfahren der jeweils anderen Stelle [...]

Die klassische Homöopathie beruht ausschließlich auf den Schriften ihres Gründers Samuel Hahnemann aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die vorbehaltlos als korrekt vorausgesetzt werden. Die im o.g. Studiengang vermittelten “empirisch fundierten Kenntnisse in der Homöopathie” widersprechen jedoch sämtlichen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und dem Grundprinzip der evidenzbasierten Medizin [...]

Die Akkreditierung eines solch offensichtlich unwissenschaftlichen Studiengangs an einer deutschen Privathochschule und die damit verbundene Gleichstellung der Studienabschlüsse unterminiert die Glaubwürdigkeit unseres Bildungssystems in massiver Weise und kommt einem Schlag ins Gesicht aller Studenten ernsthaft wissenschaftlicher Studiengänge gleich.

Die Möglichkeit der Vergabe der akademischen Titel “Bachelor of Science” bzw. “Master of Science” für die Studien der nach wissenschaftlichem Maßstab ausgewiesen falschen Thesen Samuel Hahnemanns ist eine bodenlose Frechheit! Letzteres diskreditiert die Arbeit von sämtlichen an seriösen Universitäten und Hochschulen forschenden Wissenschaftlern!”

Die Petition kann online hier gezeichnet werden.

Im Blog Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie erklärt Dr. Norbert Aust, dass …

… die Berliner Kultusverwaltung im Jahr 2012 bei der Prüfung des Studiengangs ‘Complementary Medicine and Management, Vertiefungsrichtung Homöopathie EUH’ der Steinbeis Hochschule Berlin nicht die nötige Sorgfalt [hat] walten lassen.”

Zum Weiterlesen:

  • Kein Kommentar: Das Schweigen der Homöopathen zur Homöo-Akademie, GWUP-Blog am 26. Februar 2014
  • Neuer Studiengang für Homöopathie, SWR 2 am 24. Februar 2014
  • Chiemgauer Zuckerkugel: Nur echt mit Zertifikat, GWUP-Blog am 18. Februar 2014
  • GWUP kritisiert die geplante Homöo-Akademie, GWUP-Blog am 22. Januar 2014
  • Neue Infos aus Traunstein zu Lehrkörper und Studium, Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie am 10. Februar 2014
  • Umstrittenes Homöopathie-Studium, Spiegel-Online am 17. Februar 2014
  • Homöo-Akademie wartet auf Genehmigung, chiemgau24 am 19. Februar 2014
  • Fehlentscheidung: Berliner Senat genehmigte Homöopathie-Studiengang, Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie am 1. März 2014
  • Hogwarts an Spree und Traun: Berliner Senat bestätigt Genehmigung, Feuerwächter am 2. März 2014

Vortragsvideo: Traditionelle Chinesische Medizin

SkepKon-Referentin und Skeptiker-Autorin Claudia Graneis, die bei Cloudpharming bloggt, hat bei den Rhein-Ruhr-Skeptikern einen Vortrag über Traditionelle chinesische Medizin gehalten, die “so traditionell gar nicht ist”.

Hier ist das Video:


Direktlink zum Video auf Youtube

Zum Weiterlesen:

  • Skepkon 2013: Globuli und Pharmazie – eine Liebesgeschichte? GWUP-Blog am 19. Mai 2013
  • “Homöopathie in der Pharmazie” von Claudia Graneis (Teil 1), BlooDNAcid am 8. Oktober 2012
  • “Homöopathie in der Pharmazie” von Claudia Graneis (Teil 2), BlooDNAcid am 5. November 2012
  • “Heiße Luft für Hebammen” von Claudia Graneis, BlooDNAcid am 15. März 2013
  • Claudia-Graneis-Interview: “Homöopathie ist gefährlich”, GWUP-Blog am 15. Mai 2013
  • Zauberzucker aus der Apotheke, GWUP-Blog am 23. November 2012
  • Claudia Graneis: So war die Skepkon – für mich, Cloudpharming am 16. Mai 2013
  • Mythen der Traditionellen Chinesischen Medizin, GWUP-Blog am 20. Juni 2012
  • „Die Traditionelle Chinesische Medizin ist in Wirklichkeit ein Kunstprodukt“, Basler Zeitung am 26. Mai 2012
  • Kate Moss, geile Ziege: GWUP-Blog am 5. Dezember 2010
  • Claudia Graneis: Heiße Luft für Hebammen, Skeptiker 1/2013
  • Claudia Graneis: Globuli und Pharmazie, Skeptiker 2/2013

Chemtrails: Luxustod von unseren Steuergeldern

In der Rubrik “Wissenschaft & Blödsinn” hat GWUP-Vorstand Dr. Florian Aigner bei futurezone.at einen Artikel zum Thema “Chemtrails” geschrieben:

Man will uns alle vergiften!”

Ein Auszug:

Was allerdings wieder mal völlig übersehen wird: Der wahre Skandal liegt ganz wo anders. Es geht bei den Chemtrails um eine ganz unglaubliche Verschwendung von Steuergeld.

Wenn die Regierungen der Welt sich gemeinsam verschworen haben, die Welt zu vergiften und uns alle unter ihre Kontrolle zu bringen – hätte sich das nicht billiger machen lassen?

Muss man dafür wirklich eine Verschwörung inszenieren, an der hunderttausende (vermutlich gut bezahlte) Personen aus dem Flugwesen und aus der Wissenschaft beteiligt sein müssen?

Klar, man hätte uns auch über die Nahrung oder über das Trinkwasser vergiften, oder die bösartigen Substanzen gleich hier auf der Erde in die Luft pumpen können. Das wäre effizient, einfach und billig – aber nein! Unsere politische Elite muss unbedingt die Luxusvariante wählen und die gefährlichen Stoffe aus dem Flugzeug versprühen.

Und das mitten in einer Wirtschaftskrise! Von unserem Steuergeld!”

Zum Weiterlesen:

  • Chemtrails: Man will uns alle vergiften! futurezone am 25. Februar 2014
  • Chemischer Schnee tötet uns, GWUP-Blog am 5. Februar 2014
  • Unglaubliches Phänomen: Ein skeptisches Chemtrail-Buch, GWUP-Blog am 30. Mai 2013
  • Sichere Zeichen, Skeptics.de am 7. April 2013
  • Die dümmste aller Verschwörungstheorien: Chemtrails, Der Nesselsetzer am 21. November 2012
  • Informiert euch über Chemtrails! Astrodicticum simplex am 22. Juni 2012
  • “Chemtrails”, Hoaxilla-Podcast Nr. 54 vom 28. August 2011
  • A Milllion Poisoning Planes, CSI am 14. August 2013
  • The Chemtrail Conspiracy, Skeptical Inquirer Vol. 18.3, September 2008
  • Curious Contrails: Death from the Sky? Skeptical Inquirer Vol. 33.2, März/April 2009

Prof. Oberhummer im Focus: Homöopathen bekehren

“Science Buster” und GWUP-Wissenschaftsratsmitglied Prof. Heinz Oberhummer heute bei Focus-Online:

Wie Sie einen überzeugten Homöopathen bekehren.”

Ein Auszug:

Eine geplante Hochschule für Homöopathie im bayrischen Traunstein schlägt derzeit hohe Wellen. Sie wird jetzt schon von Homoöpathie-Gegnern spöttisch „Hokus-Pokus-Universität“ genannt. Dort soll es möglich sein, einen akademischen Grad zu erlangen.

Für viele ist das aber eine Beleidigung für die Universitätslehrer und Forscher an anderen Hochschulen und Universitäten [...]

Ich kenne viele Menschen, die der Homöopathie vertrauen. Es war mir aber bisher nicht möglich, nur einen einzigen von seinem Glauben an die Homöopathie mit dem Argument: „Das ist aber wissenschaftlich nicht erwiesen!“ abzubringen.

Daher verwende ich neuerdings sanftere Methoden, um Gläubige der Homöopathie zu überzeugen, dass diese nicht wirken kann.”

Zum Weiterlesen:

  • Wie Sie einen überzeugten Homöopathen bekehren, Focus-Online am 27. Februar 2014
  • Kein Kommentar: Das Schweigen der Homöopathen zur Homöo-Akademie, GWUP-Blog am 26. Februar 2014
  • 10 000 Klicks für unser Video “Homöopathischer Vollrausch”, GWUP-Blog am 1. September 2012
  • Homöopathie: Parallelwelt ohne Naturgesetze, GWUP-Blog am 2. Februar 2011
  • Homöopathie: Wenn Skeptiker Hoffnungen zerstören, GWUP-Blog am 18. April 2013

Kein Kommentar: Das Schweigen der Homöopathen zur Homöo-Akademie

Was soll man dazu sagen?

Sowohl die künftige Leiterin der Traunsteiner Homöo-Akademie als auch der Fachbereichsleiter “Theorie und Praxis der Homöopathie”, die beiden Heilpraktiker Anja Wilhelm und Josef Karl Graspeuntner, haben sich geweigert, vor der Kamera ein Statement zu der geplanten Zauberschule abzugeben – ebenso wie der Präsident der Steinbeis-Hochschule Berlin und Ehrenkurator der Steinbeis-Stiftung, Prof. Johann Löhn.

Das war vor wenigen Wochen noch ganz anders – und sicher die größte Überraschung in dem Beitrag “Streit um Homöopathie-Studium in Traunstein”, der eben bei “Kontrovers” im Bayerischen Fernsehen lief.

Ansonsten durfte Oberbürgermeister Manfred Kösterke kurz vom “Image als Bildungsstadt” träumen – sehr hübsch konterkariert von der Moderatorin, die den Fünfeinhalb-Minuten-Film als “Nachricht aus der närrischen Zeit” ankündigte.

Dr. Norbert Aust von Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie legte ruhig und sachlich die Kritik der Skeptiker an dem Projekt “Hochschule für Homöopathie” dar, während die Off-Sprecherin “den Trick dahinter” erklärte, nämlich die Sache mit den Steinbeis-Transfer-Instituten und dem daraus resultierenden Kompetenz-Wirrwarr der politisch Verantwortlichen.

Hier geht’s zum Sendungsvideo mit Anmoderation (erster Beitrag), hier nur zum Beitrag.

Zum Weiterlesen:

  • Neuer Studiengang für Homöopathie, SWR 2 am 24. Februar 2014
  • Chiemgauer Zuckerkugel: Nur echt mit Zertifikat, GWUP-Blog am 18. Februar 2014
  • GWUP kritisiert die geplante Homöo-Akademie, GWUP-Blog am 22. Januar 2014
  • Neue Infos aus Traunstein zu Lehrkörper und Studium, Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie am 10. Februar 2014
  • GWUP: Ortstermin, Nutzhirn am 22. Februar 2014
  • Hogwarts an der Spree: Steinbeis-Hochschule Berlin, Feuerwächter  am 15. Dezember 2013
  • Neues von der Homöo-Akademie, GWUP-Blog am 12. Dezember 2013

„Dämokratie“: Skeptics in the Pub in Augsburg

“Skeptics in the Pub” erstmals in Augsburg:

Am Montag (3. März) trifft sich die GWUP-Regionalgruppe um 19 Uhr im Annapam-Keller “Hempels” zu dem Vortrag

Deutschland – eine Dämokratie?”

Der Mediävist Jens Frommknecht berichtet über eine christlich-fundamentalistische Splittergruppe in der Fuggerstadt, die er ein Jahr lang als “Maulwurf” ausforschte.

Neben kuriosen Begegnungen und Begebenheiten fokussiert Frommknecht auf die politische Einstellung der Sektenmitglieder, die glauben, in einer Art “Dämokratie” zu leben.

Anschließend findet der monatliche Stammtisch statt.

Gäste sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

Zum Weiterlesen:

Impf-Diskussion: Werner Gruber vs. Bert Ehgartner

Interessante Diskussion gestern Abend beim österreichischen Privatfernsehen Puls 4:

Grippe, Masern, HPV-Infektion: Schadet Impfen mehr als es nützt?”

Mit von der Partie: “Sciene Buster” Werner Gruber und Impfkritiker Bert Ehgartner:


Direktlink zum Video auf Youtube

An einer Pro-und-Contra-Diskussion zum Thema “Impfen” hat sich unlängst auch die österreichische Zeitung Der Standard versucht.

Psiram kommentiert hier die beiden Artikel.

Parallel dazu erklärt die Wissenschaftsjournalistin Emily Willingham bei Forbes, wie man “in fünf einfachen Schritten” eine Verschwörungstheorie (exemplarisch eine Anti-Impf-Theorie) erfolgreich lanciert.

Zum Weiterlesen:

  • Harmlose Masern und Anthroposophie bei derstandard.at, Psiram am 25. Februar 2014
  • Hyping Your Conspiracy Theory In 5 Easy Steps, forbes.com am 25. Februar 2014
  • Kinderarzt zu Impfgegnern: “Get Out of My Office”, GWUP-Blog am 5. Februar 2014

Die Homöo-Akademie im Fokus der Medien

Die geplante “Hochschule für Homöopathie” in Traunstein gerät zunehmend in den Fokus der Medien – wenn auch anders, als die Initiatoren sich das vorgestellt haben.

Gestern hat Dr. Christian Weymayr (“Die Homöopathie-Lüge”) ein Interview dazu bei SWR 2 gegeben, das man sowohl nachlesen als auch nachhören kann.

Ein Auszug:

Was kritisieren Sie an dem Studiengang in Traunstein?

Das Ganze ist im Grunde eine Fortbildungsschule für Heilpraktiker, und das wird mit einem akademischen Mantel beschönigt, aufgewertet, man redet vom Master und Bachelor, von Hochschule, von „akademisch“, so werden gleichzeitig alle die ernsthaften Studiengänge, die sich wissenschaftlichen Standards verpflichtet fühlen und an ganz normalen Hochschulen angesiedelt sind, diskreditiert.”

Aber es gibt doch harte Zulassungskriterien für so einen Studiengang, da kann man sich doch nicht einfach das Etikett „Bachelor“ oder „wissenschaftlich“ umhängen?

 Das kann ich nicht beantworten, es gibt bei dem Fall viele Fragen: was heißt „staatlich anerkannt“, wie ist das Akkreditierungsverfahren abgelaufen, wie geschützt ist der Begriff „Bachelor“, wer waren die Gutachter? Das müsste man klären. Aber ich glaube, es wird ein ganzes etabliertes wissenschaftliches System ad absurdum geführt, wenn eine Institution Homöopathie unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit lehren kann.”

Morgen (Mittwoch, 26. Februar) ist Dr. Norbert Aust von Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie um 21 Uhr in der BR-Sendung “Kontrovers” zu Gast:

Streit um Homöopathie-Studium in Traunstein.”

Aus der Ankündigung:

Wir lehren die klassische Homöopathie auf Hochschulniveau”, heißt es auf der Internetseite der neuen Homöo-Akademie in Traunstein. Aber wie geht das? Kritiker sehen in Homöopathie allenfalls eine Pseudowissenschaft. Akademischer Etikettenschwindel?”

Und einen GWUP-Ortstermin in Traunstein gab es auch zwischenzeitlich.

Zum Weiterlesen:

  • Neuer Studiengang für Homöopathie, SWR 2 am 24. Februar 2014
  • Chiemgauer Zuckerkugel: Nur echt mit Zertifikat, GWUP-Blog am 18. Februar 2014
  • GWUP kritisiert die geplante Homöo-Akademie, GWUP-Blog am 22. Januar 2014
  • Neue Infos aus Traunstein zu Lehrkörper und Studium, Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie am 10. Februar 2014
  • GWUP: Ortstermin, Nutzhirn am 22. Februar 2014

Klehr verliert vor Gericht

Der umstrittene “Krebsarzt” Nikolaus Klehr hat vor Gericht eine weitere Schlappe einstecken müssen:

Der Münchner Arzt darf seine Eigenblut-Präparate nicht mehr produzieren – auch wenn sich verzweifelte Patienten auf die teure Therapie einlassen”,

berichtet heute die Süddeutsche Zeitung:

Der selbsternannte Krebsarzt liegt seit den 1990er Jahren mit Gesundheitsbehörden und Justiz im Clinch: Im Mittelpunkt stehen seine angeblichen Killerzellen gegen Krebstumore – ein weltweit lukratives Geschäft.

Immer wieder lassen sich verzweifelte Patienten auf die sehr teure Spezial-Therapie ein. Das Klinikum Großhadern hatte aber schon frühzeitig festgestellt, dass es sich bei dieser vermeintlichen Krebsfresser-Mixtur vor allem um “verdünntes angeronnenes Blutplasma” handle.”

Zum Weiterlesen:

  • Arzt darf angebliche Krebs-Killerzellen nicht mehr herstellen, Süddeutsche am 25. Februar 2014
  • Klehr verliert gegen angeblichen Esowatch-Betreiber, GWUP-Blog am 15. Dezember 2012




NEU: Skeptiker 3/2014

SKEPTIKER 3/2014