Archiv-Seite 29

“Geisterjagd” in der SZ

Die Süddeutsche Zeitung begibt sich heute auf die “Spur der Schattenmenschen”.

Markus C. Schulte von Drach interviewt Alexa Waschkau zum Thema Geisterjagd in Deutschland.

Ein Auszug:

Wie viele Geisterjäger gibt es in Deutschland? Und was sind das für Menschen?

Es sind gegenwärtig mehr als 30 Teams mit jeweils ein bis zehn Mitgliedern. Aber die Szene verändert sich ständig. Neue Gruppen werden gegründet, alte verschwinden oder spalten sich. Als Geisterjäger arbeiten ganz normale Leute im Alter von Anfang 20 bis 50 Jahren. Manche sind Akademiker, viele Handwerker sind darunter und auch Hausfrauen. Es ist ein Querschnitt durch die Bevölkerung.”

Aber stoßen die Ghosthunter tatsächlich auch auf unerklärlichen Spuk?

Sie selbst geben an, dass sie Spuk in wenigen Fällen auch nach der Untersuchung für eine mögliche Erklärung halten. Aber der Beleg für versuchte Kontaktaufnahmen aus dem Jenseits fehlt noch. Eine wichtige Motivation für viele Ghosthunter ist deshalb auch, dass sie diejenigen sein möchten, die die Existenz von Geistern endlich beweisen. Deshalb gibt es in der Szene auch immer wieder Streit und Zweifel an der Seriosität anderer Teams.”

Ist es nicht seltsam, dass in unserer aufgeklärten Gesellschaft der Glaube an Gespenster noch so verbreitet ist?

Spuk und Geister werden so lange nicht an Aktualität verlieren, wie Menschen sich Gedanken über den Tod machen und sich fragen, was danach kommt. Für viele Menschen ist das, was sie für paranormale Erfahrungen halten, ein ganz zentrales Thema. Die Ghosthunter führen uns mit ihren Aktivitäten also plastisch vor Augen, wie wichtig eine Auseinandersetzung mit diesen Fällen ist.”

 Zum Weiterlesen:

  • Geisterjäger in Deutschland, Süddeutsche Zeitung am 1. April 2014
  • Video: Lesung aus dem Buch “Ghosthunting”, GWUP-Blog am 4. März 2014
  • Neue MIZ mit Geistern und Verschwörungstheorien, GWUP-Blog am 7. Februar 2014
  • “Geisterjagd” bleibt ein weltweites Phänomen, GWUP-Blog am 2. Februar 2014
  • Technophilie und Geisterglaube, Skeptiker 4/2013
  • Neues Buch und Lesung: Ghosthunting in Deutschland, GWUP-Blog am 7. Oktober 2013
  • Überall spukt es – sogar im Büro eines Skeptikers, GWUP-Blog am 1. November 2013
  • Sebastian Bartoschek/Alexa Waschkau: Ghosthunting – Auf Spurensuche im Jenseits. Alibri-Verlag, Aschaffenburg 2013
  • “Ist da was?” – Geisterjäger in Bayern, Skeptiker 4/2009

Reich werden durch Impfen?

Louis Pasteur war “ein Betrüger” und Impfen ist “ein Verbrechen, welches die Grundlagen des biologischen Lebens zerstört”, mindestens aber “ein Milliardengeschäft ohne Wirkung”, tönt es durch die digitalen Hinterzimmer.

Dabei ist auch das monetäre “Argument” von dumpfer Schlichtheit, denn:

Es ist klar, dass Firmen bei der Herstellung der Impfstoffe etwas verdienen, alles hat einen Kostenpunkt. Aber auch eine Behandlung und ein Bett im Krankenhaus kosten.”

Und vor allem:

Wer glaubt, dass Impfbefürworter vor allem Büttel des Marburger Bundes oder der Pharmaindustrie seien und die eigenen Kinder mit kämpferischen Motto-T-Shirts instrumentalisiert, gefährdet weniger sein Leben als das der Kinder, die nichts für die Phobien ihrer Eltern können.”

Der kinderdok greift in einem aktuellen Blogpost das Thema “Kohle scheffeln durchs Impfen” ganz praktisch auf und rechnet vor, wie unermesslich reich er mit Impfungen wird:

Ein Honorar von 7 Euro für eine Einzelimpfung bis hin zu 19 Euro für eine Kombinationsimpfung beinhaltet

1) Kosten für die Bevorratung der Impfstoffe (eine logistische Sache, sonst müssten die Eltern stets den Impfstoff selbst in der Apotheke holen – und die Kühlkette im heißen Sommer einhalten) – also Bereitstellung mindestens eines übergroßen Impfstoff-Kühlschranks mit Umluft, idealerweise mit Kühltemperaturüberwachung mit Online/SMS-Benachrichtung bei Ausfall – kostet Geld
2) Impfstoffausfallsversicherung (wenn die Putzfrau den Stecker zieht)
3) Impfaufklärung der Eltern (die Dauer bestimmen die Eltern, das kann auch schon mal länger gehen)
4) Impfplanung (Terminvergaben etc)
5) Untersuchung des Impflings (komplett)
6) Durchführung der Impfung (incl. Kanülen, Desinfektion, evtl. Glucose bei Säuglingen)
7) Dokumentation in Impfheft, Karteikarte und (optional) einem speziellen Impfbuch der Praxis
8) Achja – und Honorar für die getane Arbeit, für Arzt und MFA.

Achja – und wenn 3) oder 5) negativ ausfallen, weil die Eltern doch nicht impfen möchten oder der Impfling krank ist – gibt’s gar kein Geld. Für eine Impfberatung an sich – also mit offenem Ausgang – gibt es im übrigen im Abrechnungssystem der Gesetzlichen Krankenkassen keine Abrechungsziffer, d.h. das ist sowieso eine Gratisleistung des Arztes.”

Derweil hat Psiram läuten hören, dass jemand den berüchtigten Impfgegner Stefan Lanka beim Wort nimmt und die 100 000 Euro für sich reklamiert, die Lanka für einen Nachweis ausgelobt hat, dass das Masernvirus wirklich existiert.

Die Sache gehe jetzt vor Gericht.

Zum Weiterlesen:

  • Kohle scheffeln durchs Impfen, Kids and me 2.0. am 30. März 2014
  • Stefan Lanka: 100.000 Euro für einen kleinen Beweis, Psiram am 30. März 2014
  • Die Impf-Wut, Die Neue Südtiroler Tageszeitung am 3. Juni 2013
  • Die Irrationalität der Impf-Gegner, Welt-Online am 4. Juli 2013
  • Warum noch immer Kinder an Masern sterben? Darum! Christian Buggischs Blog am 22. Juli 2013
  • Ideologische Impfgegner verschulden Masern in München und Berlin, WeiterGen am 4. Juli 2013
  • Vom gefährlichen Ego-Trip der Impfgegner, Cicero am 7. Juli 2013
  • Kreuzzug gegen die Schulmedizin, FAZ am 16. März 2010
  • Jenny McCarthy, ein Shitstorm und die Frage nach der besten Impfaufklärung, GWUP-Blog am 17. März 2014
  • Autismus: Evans Großmutter widerspricht Jenny McCarthy, GWUP-Blog am 14. Januar 2014
  • Mit Witz und Betroffenheit gegen aggressive Impfgegner, GWUP-Blog am 11. August 2013
  • “Buffy” kämpft jetzt für die Keuchhusten-Impfung, GWUP-Blog am 16. Juni 2013
  • Kinderarzt zu Impfgegnern: “Get Out of My Office”, GWUP-Blog am 5. Februar 2014
  • Why I vaccinate my kids, Aetiology am 13. März 2014
  • Masern für 100 000 Euro? Ruhrbarone am 1. April 2014

Homöopathie bei Plasberg

Auch bei hart aber fair am Montag (31. März, 21 Uhr, ARD) geht es um das Thema Homöopathie und Co.:

Deutsche Ärzte sind Weltmeister beim Operieren, aber gleichzeitig boomt das Geschäft von Heilern und Homöopathen. Ein Widerspruch? Ist nur medizinische Wissenschaft wahr, sind die sanften Alternativen Humbug? Oder ahnen viele Menschen, dass Heilung Zeit, Zuspruch und manchmal Wunder braucht?”

An der Diskussion nehmen Dr. Eckart von Hirschhausen und Dr. Christian Weymayr (“Die Homöopathie-Lüge”) teil.

Zum Weiterlesen:

  • Eckart von Hirschhausen im Stern: Magie und Medizin, GWUP-Blog am 6. März 2014
  • „Wunderheiler”: Das neue Bühnenprogramm mit Eckart von Hirschhausen, GWUP-Blog am 1. Dezember 2013
  • Skeptiker auf Kuschelkurs, daz-augsburg.de am 30. November 2013
  • “Die Homöopathie-Lüge” – ein Interview (Teil 1), GWUP-Blog am 23. Dezember 2012
  • “Die Homöopathie-Lüge” – ein Interview (Teil 2), GWUP-Blog am 23. Dezember 2012
  • Interview mit Dr. Christian Weymayr bei Nachdenken bitte
  • Homöopathen-Kritik an den Skeptikern: Geht’s noch ein bisschen peinlicher? GWUP-Blog am 16. März 2014

Was taugt ein “Studium” der Homöopathie? Gar nichts.

Auch die Ärztezeitung Medical Tribune berichtet über die geplante Homöo-Akademie in Traunstein:

Neues Homöopathie-Studium nur Etikettenschwindel?”

Einige perlende Sätze daraus:

Der akademische Grad des Bachelor, mit dem die Studenten den Studiengang absolvieren, so wird versprochen, eröffne auch Möglichkeiten, die bisher nur Heilberufen mit akademischem Grad vorbehalten seien. Welche das sein sollen, konnte Medical Tribune nicht herausfinden.”

Tatsächlich räumt die Akademieleitung ein, dass die rund 22 000 Euro teure “Ausbildung” nicht einmal zum Heilpraktiker qualifiziert:

Akademieleiterin Wilhelm bestätigte MT: Ein erfolgreicher Studienabschluss bedeutet noch keine Zulassung zum Heilpraktiker-Beruf. Ohne die im Heilpraktikergesetz vorgeschriebene amtsärztliche Prüfung wird niemand Heilpraktiker.

Und die Bayerische Landesärztekammer erklärt, dass dieses Studium auch nicht für die Zusatzbezeichnung Homöopathie tauge.”

Fragt sich also, welchen Grund es überhaupt gibt, an der “Hochschule für Homöopathie” zu “studieren”?

Nicht ganz verwunderlich, dass sich bislang nur “eine sehr kleine Gruppe” für die Zauberkurse interessiert.

Allerdings hat sich ein kleiner Fehler in den ansonsten guten MT-Artikel eingeschlichen:

Bayern unterstützt das Projekt mit 500 000 Euro.”

Nein, die bayerische Landesregierung hat lediglich den Umbau des Gebäudes (das ehemalige Annette-Kolb-Gymnasium) mit einer halben Million bezuschusst, wie man hier nachlesen kann.

Kleiner Spaß am Rande: Die (wahre) Geschichte vom Rückruf für sechs homöopathische Mittel in den USA, weil diese Wirkstoffe enthalten, amüsiert mittlerweile auch deutsche Zeitungsleser.

Die Süddeutsche Zeitung zitiert dazu einen Kritiker:

Lasst die Zuckerpillen im 19. Jahrhundert, wo sie hingehören.”

Zum Weiterlesen:

  • Neues Homöopathie-Studium nur Etikettenschwindel? Medical Tribune am 27. März 2014
  • Homöo-Akademie: Start mit minimalem “Kunden”-Interesse! Ratgeber-News-Blog am 27. März 2014
  • Homeopathic remedies recalled for containing real medicine, Wired am 25. März 2014
  • Hilfe, ein Wirkstoff im Kügelchen, SZ-Online am 27. März 2014
  • Was wird Ihr Studienabschluss in Zukunft noch wert sein, wenn …, Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie am 13. März 2014
  • Akademische Globulisierung, Kritisch gedacht am 28. März 2014

Leuchtende Madonna – solved

Leuchtfarbe mit Zinksulfid.

Das ist die banale Lösung für das “Wunder” der leuchtenden Marienstatue in Belgien.

Die Daily Mail schreibt dazu:

A team of scientists from the science faculty at Liege university discovered the Madonna was glowing in the dark because it had been covered with paint containing zinc sulphide on an unknown date.

Dr Rudi Cloots, who led the university team said: This chemical has a luminous effect and is the reason for the strange light. It’s no miracle.”

Nutzt sich schnell ab, dieser Trick.

Zum Weiterlesen:

  • Mystery of glowing Virgin Mary statue visited by hundreds in Belgium is solved, Daily Mail am 26. März 2014
  • Oh Wunder: Und wieder leuchtet eine Marienstatue, GWUP-Blog am 14. März 2014
  • Leuchtende Madonnen – solved, GWUP-Blog am 29. September 2013
  • Mystery of Belgium’s Glowing Virgin, CFI am 2. April 2014

Homöo-Akademie in der SZ

Auch die Süddeutsche Zeitung berichtet heute im Bayern-Teil über die geplante “Hochschule für Homöopathie” in Traunstein.

Ein Auszug:

Diese Woche beginnt der Akademie-Betrieb mit einem Kurs für Abiturienten ohne Vorkenntnisse.

Kritiker bezeichnen die Hochschule und den Studiengang als “Hokuspokus” wie aus einem Harry-Potter-Roman, mit der Zauberschule namens Hogwarts. Deshalb sprechen sie von “Hogwarts an der Traun”.

Einer der hartnäckigsten Gegner der Homöopathie ist die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP). “Die geplante Hochschule für Homöopathie in Traunstein ist akademischer Etikettenschwindel und verleiht einer Pseudowissenschaft höhere Weihen”, sagt ihr Vorsitzender Amardeo Sarma.”

Zum Weiterlesen:

  • Ärger um die Kügelchen-Akademie, SZ-Online am 27. März 2014
  • Traunstein: “Arschtritt” für die Homöopathie gefordert, GWUP-Blog am 4. März 2014
  • Jetzt online zeichnen: Petition gegen geplante Homöo-Akademie, GWUP-Blog am 1. März 2014
  • Kein Kommentar: Das Schweigen der Homöopathen zur Homöo-Akademie, GWUP-Blog am 26. Februar 2014
  • GWUP kritisiert die geplante Homöo-Akademie, GWUP-Blog am 22. Januar 2014
  • Die Homöo-Akademie im Fokus der Medien, GWUP-Blog am 25. Februar 2014
  • Die Homöo-Akademie in der Presse: “geistlose Beschäftigung”, GWUP-Blog am 22. März 2014
  • Homeopathic remedies recalled for containing real medicine, Wired am 25. März 2014
  • Hersteller homöopathischer Mittel ruft homöopathische Mittel zurück, weil sie echte Medizin enthalten, Indub.io am 27. März 2014

Elitäre Strahlung im Boden?

Über Wünschelruten haben wir in letzter Zeit häufig diskutiert.

Jetzt hat GWUP-Vorstand Dr. Florian Aigner einen Artikel darüber bei futurezone verfasst:

Wasseradern: Böse Strahlen aus dem Boden

Ein Auszug:

Dummerweise widersprechen die Behauptungen über die geheimnisvollen Strahlen aus dem Boden so ziemlich allem, was die Physik über Strahlung weiß.

Die Wasseraderstrahlen nehmen offenbar mit zunehmender Entfernung zu (in oberen Stockwerken ist eine Wasserader unterm Bett ganz besonders böse), sie lassen sich mit bestimmten Kristallen entschärfen oder ins Positive umkehren, und ihre Wirkung hängt anscheinend davon ab, ob der Wasserfluss von Menschen gemacht wurde.

(Über die schädliche Strahlung von Kanalrohren und Abflussleitungen unterm Bett hat sich schließlich noch nie jemand beschwert.)

Gerne wird behauptet, es handle sich um eine bestimmte Sorte elektromagnetischer Strahlung – das kann aber nicht sein, denn die könnten wir mit sensiblen Messgeräten höchst genau detektieren. Dasselbe gilt für Teilchenstrahlung. Das macht aber die Wasseraderstrahlung noch viel großartiger, denn dann muss es sich wohl um eine neue, der Physik unzugängliche Form der Strahlung handeln.

Keine profane Strahlung, die von jedem popeligen, dahergelaufenen Techniker gemessen werden kann, sondern eine elitäre Strahlung, die sich nur besonderen, eingeweihten, feinfühligen Menschen erschließt.”

 Zum Weiterlesen:

  • Wasseradern: Böse Strahlen aus dem Boden, futurezone.at am 25. März 2014
  • Warum Wünschelrutengehen keine Wissenschaft ist, GWUP-Blog am 17. November 2013

Yogische und andere “Flieger”

Nach den vielen ernsten Themen der vergangenen Wochen mal etwas eher Kurioses (von der Offenen Facebook-Gruppe der GWUP):

Die “Yogischen Flieger” des indischen Gurus Maharishi Mahesh Yogi (Transzendentale Meditation) sorgten mit ihren albernen Hopsereien immer schon für gepflegte Heiterkeit:


Direktlink zum Video auf Youtube

“A Turkish man he thinks he can fly” namens Uçan Adam Sabri versucht sich seit einiger Zeit ebenfalls darin, die Schwerkraft zu überwinden – mit anfechtbarem Ergebnis:


Direktlink zum Video auf Youtube


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Schon blöd, die Sache mit den Naturgesetzen.

Vielleicht ist das Ganze aber auch nur ein Witz.

Zum Weiterlesen:

Homöopathie-Faltblatt: GWUP korrigiert DZVhÄ

Wie bereits hier berichtet, hat der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) eine “korrigierte Version” unseres Homöopathie-Faltblatts vorgelegt.

Dazu hat Dr. Norbert Aust eine ausführliche “Korrektur der Korrektur des DZVhÄ am GWUP-Faltblatt” verfasst.

Teil 2 ist jetzt erschienen.

Darin heißt es unter anderem:

Wir sind die gesamten von der DZVhÄ angebrachten Korrekturen durchgegangen. Nicht eine erwies sich als stichhaltig.

Positiv an der Aktion ist zu sehen, dass der DZVhÄ in kurzer Form offenbar seine gesamte Sichtweise zur Homöopathie dargestellt hat und damit Gelegenheit gegeben hat, am realen Beispiel zu argumentieren.”

Zum Weiterlesen:

The Rap Guide to Evolution

Seit 2009 tritt der kanadische Rapper Baba Brinkman mit seiner Show “The Rap Guide to Evolution” auf, einer Vertonung von Darwins “On the Origin of Species”:


Direktlink zum Video auf Youtube

Auf der Webseite des Committee for Skeptical Inquiry (CSI) ist jetzt ein ausführliches Interview mit dem Hip-Hopper erschienen.

Die Skeptikern Kylie Sturgess fragt Brinkman darin unter anderem nach den Gründen für den weltweiten Erfolg von “The Rap Guide to Evolution”.

Seine Antwort:

Die Leute sind einfach bereit für diese Art von Präsentation.

Viele Menschen interessieren sich für die Evolution, wissen aber nicht so genau, was der aktuelle Erkenntnisstand ist und welchen Geltungsbereich die Evolutionstheorie nun wirklich hat.

Ich denke, gerade dieser Teil meiner Performance verfängt beim Publikum – dass ich Darwins Ideen nicht nur erkläre, sondern hochleben lasse und zeige, wie die Evolutionstheorie uns heute inspirieren und bestärken kann.”

Rap-Musik sei für dieses Ziel geradezu ideal, denn:

Rap behandelt zwischenmenschliche Konflikte, Statuskämpfe und das immerwährende Wetteifern, etwa um den passenden Geschlechtspartner. Man könnte also sagen, dass Rapper immer schon die Evolution vertont haben, wenn sie von Frauen, Rivalitäten und solchen Dingen singen […]

Menschliches Verhalten folgt einer evolutionären Logik und Rap bringt dies in besonderer Weise zum Ausdruck, weil die Songs aus einer Abfolge von schrillen persönlichen Bekenntnissen bestehen, die den Hörern zugleich universell gültige Absichten und Strategien von lebenden Organismen im Allgemeinen vermitteln, heruntergebrochen auf den Einzelfall des vortragenden Rappers und seiner Geschichte.”

Nicht verwunderlich, dass Brinkman von einem “strong negative feedback from the creationist side” berichtet.

Apropos Evolutionsleugner:

In seinem Blog Gedankenwerkstatt nimmt sich Skeptiker-Autor Dr. Thomas Grüter “Die Argumente des Kreationismus” vor.

Zum Weiterlesen:

  • Rapping Evolution – An Interview With Baba Brinkman, CSI am 20. März 2014
  • Atheismus rappt, Zeit-Online am 14. August 2013
  • CD review: Baba Brinkman, “The Rap Guide to Evolution: Revised”, Scientific American am 31. März 2013
  • Evolution bizarr: Großbrüstige Blondinen und US-Missen, GWUP-Blog am 16. Februar 2013
  • Vince Ebert: Evolution, GWUP-Blog am 22. Dezember 2013
  • GWUP-Thema: Kreationismus
  • Intelligent Design – Eine Alternative zur naturalistischen Wissenschaft? Skeptiker 3/2003
  • Gott pfuscht auch, Zeit-Wissen am 14. August 2008
  • Mensch, was für eine Fehlkonstruktion, Zeit-Online am 24. Dezember 2013
  • Und Gott schuf Darwins Welt: Schöpfung, Evolution und der Protest des Kreationismus, Brights-Blog am 9. März 2014
  • Wissenschaftsmarketing – nicht nur für Skeptiker, GWUP-Blog am 12. Januar 2014
  • Kreationismus auf dem Vormarsch? Gedankenwerkstatt am 7. März 2014
  • Argumente des Kreationismus und ihre Widerlegung, Gedankenwerkstatt am 21. März 2014




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