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Ufo-Skeptiker im Umbruch

Die Ufo-Skeptiker in Deutschland stehen vor einem Umbruch.

Darüber schreiben unisono der Blog der “Ufo-Meldestelle” und das Portal ufo-information.

CENAP-Mitbegründer Werner Walter ist schwer erkrankt und wird …

… auf nicht absehbare Zeit dem Ufo-Thema und der Szene fern bleiben. Ob überhaupt eine Rückkehr denkbar ist, bleibt offen.”

Schon seit längerem hatte Walter den Blog seiner “Ufo-Meldestelle” nicht mehr weitergeführt.

Aktuell erscheint die Seite in neuem Design, mit neuer Mail-Adresse und Hotline-Nummer.

Die CENAP-Mitstreiter Roland Gehardt und Hansjürgen Köhler kündigen überdies an, alle gedruckten CENAP-Reporte seit 1976 nach und nach zu digitalisieren und bei ufo-information.de kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Das Online-Portal selbst ergänzt dazu:

Themen wie Roswell, Rendlesham, die Belgien-Welle, der Santilli-Autopsie-Film, die Greifswald-Lichter sind nur die bekanntesten all jener Themen, die in diesen drei Jahrzehnten für Aufsehen sorgten und im Cenap Report kritisch besprochen wurden.

Oft noch interessanter werden die tiefen Einblicke in die deutsche und internationale Ufo-Szene mit all ihren Verstrickungen, oftmals Gezanke und den vielen Hintergrundinformationen sein, die Sie in keinem Ufo Buch finden können.

Zudem werden wir zahlreiche weitere einmalige Veröffentlichungen aus der Ufo Phänomen Forschung digitalisieren. Das Gesamtergebnis wird alle Facetten des Ufo Mythos berücksichtigen. Es werden keine Fragen mehr offen bleiben.

Dieses Onlinearchiv wird zudem eine Wertschätzung der geleisteten Arbeit des Cenap und insbesondere von Werner Walter darstellen. Der von 1976 bis 2002 in über 280 Ausgaben erschienene “Cenap Report” ist Ufo-Geschichte pur. Die Arbeit an diesem Onlinearchiv startet in Kürze und wird über viele Monate andauern.

Über Twitter und über Facebook können Sie sich über den Hashtag #ProjektCRA stets ein Bild über die aktuelle Entwicklung und neuesten Veröffentlichungen machen.”

Wir freuen uns über diese tolle Projekt – aber zuallererst schließen wir uns natürlich den Genesungswünschen für GWUP-Gründungsmitglied Werner Walter an.

Im Skeptiker 3/2012 hatte Werner noch “Bekenntnisse und Fazit eines Außenseiters der Ufo-Forschung” publiziert:

Für Ufo-Fans, die an echte, außerirdische Besucher glauben, bin ich seit Beginn meiner Beschäftigung ein rotes Tuch. Die Szene will und mag ganz und gar nicht, dass jemand ihre geliebte Sandburg zertrampelt.

Schade, aber Günstigeres kann ich nach über 35 Jahren Beschäftigung mit den scheinbar außerirdischen Besuchern nicht bescheinigen.

Ich tue dies als wissenschaftlicher Laie, der intensiv ehrenamtlich und unkommerziell sein halbes Leben dem sagenhaften Kupferkessel voller Gold am Ende des Regenbogens nachpirschte und nur Katzengold in der alten Blechbüchse fand.

Manche jedoch veranstalten um diesselbe Büchse noch heute ihren Tanz um das Goldene Kalb”.

Auch in zahlreichen Interviews hatte Werner immer wieder zum Thema “Ufos” Stellung genommen:


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Beim Silberjubiläum der GWUP im Oktober 2012 in Roßdorf war er ebenfalls noch mit von der Partie und stand für ein launiges Bühnengespräch über die Anfangsjahre der Skeptiker gerne zur Verfügung.

Zum Weiterlesen:

SkepKon-Vortrag “Bosnische Pyramiden” jetzt als Video

Der SkepKon-Vortrag “Die bosnischen Pyramiden” von Mirko (“Der Buddler”) Gutjahr ist jetzt als Video verfügbar:


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Mittlerweile zweifelt auch Erich von Däniken an der angeblichen Pyramiden-Entdeckung.

Zum Weiterlesen:

  • SkepKon-Rückblick: Die bosnischen Pyramiden, GWUP-Blog am 3. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Die fehlende interne Validität von Homöopathie-Studien, GWUP-Blog am 10. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Aryuveda mit Blei ist nicht gesund, GWUP-Blog am 7. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Licht des Lebens oder Eso-Irrlicht? Die Wahrheit über Biophotonen, GWUP-Blog am 14. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Der okkulte Untergrund der DDR, GWUP-Blog am 27. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Placebo-Effekte in der (Richtlinine-) Psychotherapie, GWUP-Blog am 23. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Wie tickt das Schaf? Skeptiker und Gläubige im Test, GWUP-Blog am 19. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Benzin sparen durch “magisches Zubehör” fürs Auto? GWUP-Blog am 8. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Der „Kamikaze-Ichthyosaurier“ und die Kreationisten, GWUP-Blog am 2. Juni 2014
  • SkepKon 2014: Homöopathie-Vortrag von Dr. Norbert Aust jetzt als Video, GWUP-Blog am 7. Juli 2014
  • “Placebowirkung in der Psychotherapie“ als Video von der SkepKon 2014, GWUP-Blog am 22. Juni 2014
  • “Benzinspar-Mythen” jetzt als Video von der SkepKon 2014, GWUP-Blog am 20. Juni 2014
  • Jetzt als Video: “Biophotonen”-Vortrag von der SkepKon 2014, GWUP-Blog am 1. Juli 2014
  • SkepKon 2014: “Bleivergiftung durch Ayurveda” jetzt als Video, GWUP-Blog am 2. Juli 2014
  • Skeptikerkonferenz in München, hpd-online am 6. Juni 2014
  • Engelskurse und Pseudotherapien, Wirtschaftspsychologie aktuell am 19. Juni 2014

Drei neue Plonquez-Videos zu den Verschwörungstheorien um den 11. September 2001

In der skeptischen Videoreihe “PLONQUEZ” von Florentin Will gibt es drei neue Filme, die sich um die Verschwörungstheorien zum 11. September drehen:


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Wie immer sehenswert.

Zum Weiterlesen:

  • Hoaxilla #16 – „Verschwörungstheorien zu 9/11“
  • 11. September: Bikini Babes und andere “Truther”, GWUP-Blog am 10. September 2013
  • Verschwörungstheorien um 9/11: Wahrheit und Wahn, Süddeutsche am 26. August 2011
  • Faktencheck 9/11, GWUP-Blog am 24. April 2012
  • 11. September: Warum stürzte WTC 7 ein? Teil 1
  • 11. September: Warum stürzte WTC 7 ein? Teil 2
  • 11. September: Warum stürzte WTC 7 ein? Teil 3
  • Der 11. September und die “Abseits-Gurus”, GWUP-Blog am 10. September 2011

Heiler und Medizinmänner: Wird die LMU München zur Schamanen-Schwitzhütte?

Zum Auftakt

… ruft man die Spirits um Erlaubnis, uns anzuhören. Man bittet durch Gesänge und Tänze die Spirits um Schutz und Licht.”

Dann wird ein Medizinmann …

… die ursprünglichen Energiemuster zum Positiven”

verändern.

In einem Workshop führt …

… uns Nadja Stepanova in den burjatischen Schamanimus ein und wir werden ihre Arbeit als Schamanin kennenlernen. Seit ihrer Kindheit ist sie hellsichtig, sie kann Energien sehen und deuten.”

Und schließlich lernen die Teilnehmer den “schamanischen Röntgenblick” kennen sowie “Rückführungen in alte Leben, Hellsichtigkeit und Kontakte zu Verstorbenen sowie anderen geistigen Wesen”.

Wer dann noch nicht genug hat, kann zum Beispiel erfahren, wie …

… im alten und jetzigen Aztekenreich geräuchert wird”

oder wie man “helfende Geister” ruft.

Zu den Referenten gehören Ärzte, die “Ausleitverfahren wie Aderlaß, Schröpfen, Einläufe, Blutegeltherapie und die Arten der Heilkräuteranwendungen” propagieren, sowie Schamanen, Medizinmänner und -frauen, Trancetänzer, Parapsychologen, Geistheiler, Gesundbeter, ein Jenseitsmedium sowie eine “übersinnliche” Dame, der ein “Wissenschaftliches Forschungszentrum für medizinische Biophysik” bescheinigt habe, dass sie …

… auf Grund der Spektraluntersuchung die besondere Fähigkeit hat, auch Tumorerkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems zu beeinflussen.”

All das und noch viele weitere Absonderlichkeiten verspricht der “Weltkongress der Ganzheitsmedizin”, der vom 31. Oktober bis 2. November stattfindet.

Allerdings nicht etwa auf Bali, in der sibirischen Steppe oder in Absurdistan – sondern an der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München.

Damit wirbt jedenfalls explizit das Ifomed Institut für Ganzheitsmedizin als Veranstalter:

Der Weltkongress der Ganzheitsmedizin findet in der Medizinischen Fakultät der Universität statt. Die Wiege der Schulmedizin, wo alle unsere Mediziner ihre Ausbildung erfahren haben, ist der richtige Ort das Wissen aller Heilsysteme unserer Welt zu verbinden und gemeinsam mit den Vertretern ursprünglicher Kulturen neue ganzheitliche Wege für Gesundheit und Heilung für die Welt zu erforschen und zu entwickeln.”

Kann das eigentlich wahr sein?

Eine Top-Universität des Landes gibt sich für ein bizarres Stelldichein von Humbugern her?

Wir haben die LMU angeschrieben und vom Dekan der Medizinischen Fakultät, Herrn Prof. Dr.med. Dr.h.c. Maximilian Reiser, persönlich eine Antwort erhalten.

Demnach ist ein “Weltkongress der Ganzheitsmedizin” der Hochschulspitze nicht bekannt und den Hinweis auf die Fakultät erachte man als “rufschädigend”.

Man will nun die Angelegenheit prüfen.

Und wir sind gespannt, ob die LMU ihren Ruf als Exzellenz-Uni auch in diesem Fall verteidigen kann – oder sich künftig als schamanische Schwitz-Hütte bespötteln lassen muss.

Update vom 16. Juli: “Psiram über Voodoopuppen häkeln an der LMU München”

Zum Weiterlesen:

  • Weltkongress der Ganzheitsmedizin in der Medizinischen Fakultät der Universität München, grewi-aktuell am 9. Juli 2014
  • Hochschultage als Plattform für Kreationisten-Prediger, GWUP-Blog am 12. Mai 2014
  • Zum Glück bröselt der Hörsaal, Laborjournal 2/2014
  • Impfgegner an der TU Chemnitz und Astrologen im Wiener Technikmuseum, GWUP-Blog am 18. März 2014
  • LMU: Eine Uni wird geräuchert, Psiram am 15. Juli 2014
  • Psiram über „Voodoopuppen häkeln“ an der LMU München, GWUP-Blog am 16. Juli 2014

Homöopathie-Kritik und die „unvermeidlichen“ Skeptiker

Die GWUP ist “unvermeidlich”.

Schreibt der Journalist Hans Schmidt in der aktuellen Ausgabe (7/2014) von bild der wissenschaft.

In der Rubrik “Denk-Zettel” (S. 106) macht Schmidt sich Gedanken über die “Globuli-Front”.

Dabei streift er das Ende der geplanten “Hochschule” für Homöopathie in Traunstein ebenso wie die vernichtende Homöopathie-Studie des australischen National Health and Medical Research Council und die Forderung der CDU-Politikerin Mechthild Heil nach mehr Transparenz bei Homöopathika.

Dennoch kommt Schmidt zu dem Fazit, dass “der Homöopathie das wissenschaftlich-politische Sperrfeuer kaum schaden dürfte” – trotz der “Frühlingsoffensive” des Deutschen Konsumentenbunds und der “unvermeidlichen” Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften, die “Homöopathen in die Esoterikecke stellt”.

Schmidt:

Gegen Globuli & Co ist offenbar kein Kraut gewachsen.”

Abwarten.

Zwar zitiert der aktuelle Focus (28/2014) eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Homöopathie-Union, nach der Globuli-Anwendern “Erfahrung wichtiger [ist] als Studien”.

Allerdings halten mehr als ein Drittel der Befragten (37 Prozent) kritische Berichterstattung über Homöopathie für sachlich und informativ.

Dazu schreibt heute das Online-Portal der Deutschen Apotheker Zeitung:

Auch kritische Berichte zur Homöopathie in den Medien wurden in der Umfrage thematisiert. Die Hälfte der Befragten (51 Prozent) fand, dass die Kritik für Menschen, die noch keine Erfahrung mit der Homöopathie haben, hilfreich ist.

37 Prozent aller Befragten empfanden die Kritik als sachlich, 60 Prozent wiederum für überzogen – bei den Anwendern sogar 69 Prozent.”

Das deckt sich so ziemlich mit unserer Erfahrung.

In unserem Posting “Homöopathie: Brauchen wir mehr Forschung?” vom August 2010 steht zu lesen:

Die wenigsten Patienten, die sich homöopathisch behandeln lassen, wissen, was Homöopathie eigentlich ist. Eine Umfrage eines Homöopathika-Herstellers und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) von 2006 erbrachte, dass “die meisten Befragten” in der Homöopathie eine “natürliche und sanfte Heilmethode” sehen, die “die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert.

Sie denken bei homöopathischen Arzneimitteln an natürliche Inhaltsstoffe und das Fehlen von Nebenwirkungen.”

Dass der Verband klassischer Homöopathen Deutschlands e.V. diesen Wortlaut der Umfrage auf seiner Homepage zitierte, ist ein Beleg dafür, dass die Homöopathie vorwiegend über ein gut aufgebautes Image verkauft wird – nicht über Tatsachen.”

Und genau hier setzen die Skeptiker an.

Zum Beispiel Dr. Norbert Aust von Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie.

Er besuchte unlängst den Vortrag einer “Apothekerin und Heilpraktikerin” und war über die öffentlichen Desinformationen der Dame so schockiert, dass er in seinem Blog einen Offenen Brief geschrieben hat.

Ermutigendes Zeichen:

Eine andere Apothekerin hat mittlerweile einen Kommentar dazu verfasst, in dem sie die “Propaganda-Maschinerie der Hom-Industrie” beklagt und zugleich versichert:

Bei uns empfiehlt niemand mehr Esoterik als Behandlungsmethode.”

Prima!

Denn neben dem unsäglichen “Binnenkonsens” ist die Apothekenpflicht die zweite Lebensversicherung für die Zauberzucker-Industrie.

Deshalb fordert die GWUP unter anderem …

… die Abschaffung der Apothekenpflicht für homöopathische und anthroposophische Produkte.”

Auch zum Beispiel in Australien findet diese Argumentation Unterstützung.

Und möglicherweise sind die Homöopathen dann viel schneller “mit dem Latein am Ende”, wie Hans Schmidt in bild der wissenschaft glaubt (und in der Überschrift schreibt).

Zum Weiterlesen:

  • Mit dem Latein am Ende, bild der wissenschaft 7/2014
  • Apotheke und Homöopathie – ein Vortrag, ein Erlebnis, Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie am 8. Juli 2014
  • SkepKon 2014: Homöopathie-Vortrag von Dr. Norbert Aust jetzt als Video, GWUP-Blog am 7. Juli 2014
  • Globuli raus aus Apotheken, fordert ein Pharmazeut in Australien, GWUP-Blog am 18. Juni 2014
  • Schwachfug aus der Apotheke, GWUP-Blog am 15. Dezember 2013
  • “Die Homöopathie-Lüge” – Ein Interview (Teil 2), GWUP-Blog am 23. Dezember 2012
  • Umfrage zu Homöopathie: Erfahrung wichtiger als Studien, DAZ-Online am 9. Juli 2014
  • Forderungen der GWUP an Politik, Krankenkassen und Ärzteverbände

Lichtnahrung im DRadio: Sterben statt Essen

SkepKon-Referent Johannes Fischler als kritischer Experte bei der DRadio-Wissen-Sendung

Lichtnahrung: Glauben statt Essen”

In der Ankündigung hieß es:

Es gibt Menschen, die sagen, sie könnten sich nur von Licht ernähren. Jegliche Versuche, das wissenschaftlich zu belegen, sind gescheitert. Trotzdem glauben sie fest daran, ohne physische Nahrung besser zu leben.

Thorsten Albert hat sich neun Monate lang nur von Prana ernährt, sagt er. Kein Brot, kein Gemüse, kein Obst, nichts habe er gegessen, eine Woche sogar nichts getrunken. Danach waren Saft und Tee erlaubt.

Prana kommt aus dem Hinduismus und bedeutet Lebensenergie. Dieses Prana soll die Anhänger der Lichtnahrung mit Energie, Mineralstoffen und Vitaminen versorgen: “Ich öffne mich einer neuen Ernährung. Und ich lasse nichts weg. Die physische Nahrung schon. Aber um noch mehr und intensiver, feinstofflicher und reiner ernährt zu werden.”

Valide wissenschaftliche Belege, dass sich ein Mensch ausschließlich von einer unsichtbaren Lebensenergie ernähren kann, gibt es nicht. Der gesunde Menschenverstand und alle Erkenntnisse, die man bisher über den menschlichen Körper hat, lassen zum Schluss kommen: Wer nichts isst, verhungert. Wer nicht trinkt, dehydriert.

Das ist tatsächlich auch schon passiert.

Eine Schweizerin zum Beispiel hat den Dokumentarfilm “Am Anfang war das Licht” gesehen, der behauptet, dass es wissenschaftliche Belege für die Lichtnahrung gibt. Danach versuchte sie es ohne echte Nahrung – und starb.

Jasmuheen, eine Australierin und berühmteste Verfechterin der Lichtnahrung, wollte einmal im Fernsehen zeigen, dass sie sich von Lichtnahrung ernähren kann. Nach vier Tagen musste sie wegen Dehydrierung abbrechen.

“Das Nicht-Gelingen wird in der Community tabuisiert” [sagt der Psychologe Johannes Fischler]. “Das schweißt die Involvierten wie magisch zusammen. Wir reden hier von Utopien. Und Utopien dürfen nicht real werden, denn ansonsten wäre schlagartig der ganze Spaß vorbei.”

Der Podcast zur Sendung findet sich hier.

 Zum Weiterlesen:

  • DRadio Wissen: „Lichtnahrung – Glauben statt Essen”, Ratgeber-News-Blog am 8. Juli 2014
  • Johannes Fischler bei „Lügner, Spinner, Heiler und Propheten“ im Saarländischen Rundfunk, GWUP-Blog am 18. Juni 2014
  • Lichtarbeiter und die Kunst, den Verstand abzuschalten, GWUP-Blog am 3. August 2013
  • Buch: Wie Esoterik die Köpfe leert und die Kassen füllt, GWUP-Blog am 15. April 2013
  • Tod durch Lichtnahrung, GWUP-Blog am 25. April 2012
  • Am Anfang war das Licht, GWUP-Blog am 27. Oktober 2010
  • Am Ende war kein Licht, Kritisch gedacht am 3. Januar 2011
  • Am Anfang war das Licht: Die Blutwerte des Wunderyogis, Kritisch gedacht am 20. November 2010
  • Am Anfang war das Licht: Von Lichtnahrung, Quantenmystik und Zuschauermanipulation, Kritisch gedacht am 20.9.2010
  • Lichtfasten macht dumm, naklar.at
  • Lichtnahrung: Was will uns der Herr Professor sagen? GWUP-Blog am 17. März 2013
  • Lichtverschmutzung ist kein Lebensmittelskandal, GWUP-Blog am 8. März 2013
  • Magerkost bei ORF 1: “Am Anfang war das Licht”, GWUP-Blog am 5. März 2013
  • Michelle Pfeiffer wäre fast eine Lichtesserin geworden, GWUP-Blog am 4. November 2013

Brain-Gym/Edu-Kinestetik bei „Außer Sinnen“ in Nürnberg

Die aktuelle Ausgabe des Magazins Schule & Wir bespricht “Die zehn populärsten Irrtümer der Pädagogik”.

Darunter subsumiert die Zeitschrift des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst auch Edu-Kinestetik:

Einige Anbieter auf dem Bildungsmarkt werben damit, mit ihrer Methode könne jeder Schüler alles erreichen, was er will, und das auch noch ohne Mühe und mit viel Spaß. Die Methoden reichen vom „Neurolinguistischen Programmieren“ über „Edu-Kinestetik“ bis hin zum „Superlearning“ – um nur einige populäre Konzepte zu nennen.

Alternative Methoden sind „in“ – auch im Bildungsbereich – und versprechen allesamt großartige Erfolge. Wissenschaftlich fundiert sind die wenigsten von ihnen.

Und sie können über eines nicht hinwegtäuschen: Menschen, Kinder sind unterschiedlich. Sie haben jeweils andere Lernvoraussetzungen, andere Schicksale, andere persönliche Voraussetzungen und Begabungen.

Im Sport oder in der Musik käme niemand auf die Ideen zu behaupten, jeder könne Weltrekord laufen oder ein Starpianist werden, am besten auch noch ganz ohne zu trainieren oder zu üben.“

“Gymnastik fürs Gehirn? Brain-Gym/Edu-Kinestetik auf dem Prüfstand” ist auch das nächste Thema der Veranstaltungsreihe “Außer Sinnen – Paranormales und Skepsis” in Nürnberg.

Am Dienstag (15. Juli) ist Dr. Barbro Walker am Nicolaus-Copernicus-Planetarium zu Gast:

Bewegung ist das Tor zum Lernen“, „Unser Schulsystem richtet sich zu sehr auf kognitive Aspekte des Lernens und vernachlässigt den Körper“, „Kinder benötigen eine alternative, ganzheitliche und natürliche Lernhilfe“.

Unter Verwendung solcher oder ähnlich wohlklingender Slogans wird eine Lern- und Behandlungstechnik propagiert, die sich Brain-Gym® (auch: Edu-Kinestetik oder Edu-Kinesiologie) nennt.

Brain-Gym® hat innerhalb der letzten 15 Jahre in großem Umfang Einzug in die deutsche Bildungslandschaft gehalten und wird von vielen Pädagogen vor allem in Schulen und Kindergärten angewandt.

Kernstück sind bestimmte Bewegungs-, Gedanken- und Druckpunkttechniken, mit denen „energetische Störungen“ im kindlichen Körper ausbalanciert werden sollen. Hierdurch werden unter anderem angeblich Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten gemildert sowie das „Gehirnpotenzial“ des Lernenden erweitert.

Brain-Gym® verspricht demnach nicht nur Hilfe bei bestehenden Problemen, sondern darüber hinaus auch generelle Leistungssteigerungen. Die Methode beruht nach Auskunft ihrer Anbieter auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Gehirnforschung und der Neurowissenschaften.

Im Vortrag soll Brain-Gym® gründlich unter die Lupe genommen werden. Welche Theorie verbirgt sich hinter dieser Technik und auf welchen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen beruht sie?

Handelt es sich hier wirklich um einen wissenschaftlich fundierten Ansatz, mit dem beispielsweise Lernschwierigkeiten angemessen begegnet werden kann?”

Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr, der Eintritt kostet 7 €.

Darüber hinaus stehen bei “Außer Sinnen 2014″ noch “Vampire” (Dr. Mark Benecke, 29. Juli) auf dem Programm.

Zum Weiterlesen:

Krebs-Scharlatane: Wenn Patienten den Tumor ärgern

Noch heute und morgen gibt es den Stern (28/2014) mit der Titelgeschichte “Gefährliche Heiler” zu kaufen.

Stern-Redakteur Dr. med. Bernhard Albrecht besuchte dafür mit der vorgeblichen Krebspatientin “Katja” incognito 20 Heilpraktiker und Alternativmediziner.

Ein illustrativer Auszug:

Die Praxis des radikalen Chirurgieskeptikers John Switzer am Starnberger See in Bayern hat nichts mit dem gemein, was man sich unter einer Arztpraxis vorstellt […]

Der Arzt musterte Katja: „Sie haben den Tumor geärgert, indem Sie eine Probe daraus haben entnehmen lassen“, sagte er. „Wenn Sie meine Schwester wären, hätte ich lhnen das nicht geraten.”

So steige das Risiko, dass der im Körper streue. Deshalb sei auch die Operation so gefährlich […]

Der Starnberger Arzt überreichte uns dazu einen Artikel aus einem Esoterikmagazin. Darin bestätigten namhafte Krebsforscher diese Gefahren, sagte er.

Ich ging den Quellen des Artikels nach und gelangte zum Epidemiologen Michael Retsky an der US-amerikanischen Universität Harvard, der mit einem internationalen, hochrangigen Team von Fachleuten seit vielen Jahren die verborgenen Gefahren von Operationen bei Krebs erforscht.

Seine Hypothese: Unter bestimmten Umständen kann die Krebsoperation „schlafende Tochtergeschwülste“ im Körper früher erwecken – und so bei manchen Patienten die Lebenserwartung verkürzen.

Dabei spielten Entzündungsstoffe eine Rolle, die der Körper in Reaktion auf die OP-Wunde freisetze.

Die Wissenschaftler lehnen Operationen trotzdem keineswegs ab. Ihr Lösungsvorschlag ist verblüffend und passt nicht zu den Verschwörungstheorien vieler Alternativmediziner: Patentfreie Medikamente, die dem Aspirin verwandt sind, unterdrücken offenbar die unerwünschte Entzündung.

Unser Starnberger Arzt riet mit dem Hinweis auf diese Studie Katja vom Eingriff ab.

Ich wollte es genau wissen und schickte den Studienautoren die Angaben über unseren Tumor. Ihre Antwort könnte eindeutiger nicht ausfallen. Die Patientin müsse sich umgehend operieren lassen, so Co-Autor Romano Demicheli.

Und: „Solche Scharlatane müssten strafrechtlich verfolgt werden.“

Es ist das typische Muster, das mir im Laufe meiner Recherchen häufig begegnete.

Die Schulmedizin stellt Thesen auf, entdeckt neue Therapien, verwirft sie wieder oder erforscht sie weiter. Alternativmediziner picken sich heraus, was ihnen passt, und ignorieren den Rest.

Stattdessen bauen sie ein wolkiges Gebäude von Verschwörungstheorien, wobei im Zentrum immer die Pharmaindustrie steht – ein dankbarer Gegner, der eine große Angriffsfläche bietet.

Zwischenzeitlich hat auch das Deutsche Ärzteblatt den Stern-Artikel rezipiert.

Zum Weiterlesen:

  • Enthüllungsreportage: “Gefährliche Heiler” im Stern, GWUP-Blog am 2. Juli 2014
  • Patientensicherheit: Fatale Beratung bei Brustkrebs, Dtsch Arztebl 2014; 111(27-28): A-1254 / B-1079 / C-1023
  • Homöopathie bei Krebs – es ist alles noch viel schlimmer, GWUP-Blog am 23. Juni 2014

MMS-Wahn geht weiter

Der “gefährliche MMS-Wundermittel-Wahn geht weiter”, berichtet soeben Spiegel-Online:

Eltern autistischer Kinder werden in Foren zur Therapie mit MMS gedrängt, der Internethandel floriert. Wer vor den Gefahren des Mittels warnt, wird als Lobbyist der Pharmaindustrie beschimpft. Ein Erfahrungsbericht aus dem Graubereich der Medizin.”

Zum Weiterlesen:

  • Gefährlicher “MMS-Wundermittel”-Wahn geht weiter, Spiegel-Online am 8. Juli 2014
  • “Frankfurter Ring” sagt ein MMS-Seminar ab, spinnt aber ansonsten munter weiter, GWUP-Blog am 28. Juni 2014
  • Miracle Mineral Supplement: Die chlorreichen Lügen, DocCheck News am 26. Mai 2014
  • Gefährliches „Wundermittel“ MMS: Wenn Quacksalber für giftige Chlorbleiche werben, Spiegel-Online am 4. Mai 2014
  • “Warum foltert ihr Kinder?” Die MMS-Demo in Hannover, GWUP-Blog am 28. April 2014
  • Ein “Gesundheitskongress” als Panoptikum des Grauens, GWUP-Blog am 19. April 2014
  • Vergiftungsmittel MMS, Ratgeber-News-Blog am 27. April 2014
  • The Spirit of Bullshit, Julitschka am 26. April 2014
  • Wenn es quakt wie eine Ente: Moderne Quacksalberei MMS, Pharmama am 29. April 2014
  • Die EMA approbiert ein Wunder, sagen die Wunderheiler, Psiram am 2. Mai 2014
  • Jim Humbles tödliche Geschäfte, Psiram am 6. Juni 2014

SkepKon 2014: Homöopathie- Vortrag von Dr. Norbert Aust jetzt als Video

Der SkepKon-Vortrag “Mangelnde interne Validität als Grundlage erfolgreicher Wirkungsnachweise zur Homöopathie” von Dr. Norbert Aust ist jetzt auch als Video verfügbar:


Direktlink zum Video auf Youtube

Als Ergänzung dazu sei

  1. unser Blogpost “Methodisch angreifbar, aber das Ergebnis stimmt: Die Metaanalyse von Shang et al.”
  2. beziehungsweise der Originalartikel “Betrachtungen zur Metaanalyse von Shang et al.” bei Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie

empfohlen.

Zum Weiterlesen:

  • SkepKon-Rückblick: Die fehlende interne Validität von Homöopathie-Studien, GWUP-Blog am 10. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Aryuveda mit Blei ist nicht gesund, GWUP-Blog am 7. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Licht des Lebens oder Eso-Irrlicht? Die Wahrheit über Biophotonen, GWUP-Blog am 14. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Der okkulte Untergrund der DDR, GWUP-Blog am 27. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Placebo-Effekte in der (Richtlinine-) Psychotherapie, GWUP-Blog am 23. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Wie tickt das Schaf? Skeptiker und Gläubige im Test, GWUP-Blog am 19. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Benzin sparen durch “magisches Zubehör” fürs Auto? GWUP-Blog am 8. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Die bosnischen Pyramiden, GWUP-Blog am 3. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Der „Kamikaze-Ichthyosaurier“ und die Kreationisten, GWUP-Blog am 2. Juni 2014
  • “Placebowirkung in der Psychotherapie“ als Video von der SkepKon 2014, GWUP-Blog am 22. Juni 2014
  • “Benzinspar-Mythen” jetzt als Video von der SkepKon 2014, GWUP-Blog am 20. Juni 2014
  • Jetzt als Video: “Biophotonen”-Vortrag von der SkepKon 2014, GWUP-Blog am 1. Juli 2014
  • SkepKon 2014: “Bleivergiftung durch Ayurveda” jetzt als Video, GWUP-Blog am 2. Juli 2014
  • Skeptikerkonferenz in München, hpd-online am 6. Juni 2014
  • Engelskurse und Pseudotherapien, Wirtschaftspsychologie aktuell am 19. Juni 2014




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