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Alle Jahre wieder: Fasten und die gefährlichen „Schlacken“

Zwei Lesetipps zum alljährlichen Aschermittwochs-Fasten-Hype à la Focus und Co.:

GPSP

Zeitlich befristetes Fasten soll und kann offenbar das seelisch-körperliche Wohlbefinden steigern. Diese Stimmungsverbesserung scheint nicht einfach eine direkte Folge der Gewichtsabnahme zu sein. Wahrscheinlich geht das Wohlgefühl eher auf neurobiologische Veränderungen zurück.

Die Studien können freilich kaum unterscheiden, was auf das Konto des kalorienreduzierenden Fastens selber geht und welche Rolle die Abkehr von Alltagsroutinen spielt.

Fastenkuren sind mit vielfältigen Formen des bewussten Verzichts verbunden, deren jeweilige Auswirkungen unklar sind: kein Büro, Warteschlangen, Autoverkehr, E-Mail, Internet – stattdessen Ruhe, Spaziergänge, Lesen und sich mit gesunder Lebensweise auseinandersetzen.”

detox

Es gibt keine „Schlacke“, die sich im Körper ansammelt. Wäre das der Fall, hätten wir ein gewaltiges Problem und wären wohl in kurzer Zeit tot.

Detox-Kuren entfernen keine Gifte aus unserem Körper – sie entfernen nur eine Menge Geld aus unserem Bankkonto.”

Zum Weiterlesen:

  • Fasten – Heilfasten – Entschlacken – Entgiften, Gute Pillen, schlechte Pillen 2/2016
  • Der Detox-Schwindel, futurezone am 21. Februar 2017
  • Warum “Entschlacken” Unsinn ist, GWUP-Blog am 2. Januar 2012
  • Skeptisches Entschlacken, GWUP-Blog am 23. Januar 2010
  • “Schlacken” gibt es nicht, GWUP-Blog am 26. April 2011
  • Detox: Der Mythos von der bösen Schlacke, SPON am 5. April 2013

Verschwörungstheorien: Zwei Interviews mit Professor Butter

Nach dem aktuellen Spiegel (9/2017) bringt auch das Schweizer Newsportal watson heute ein Interview mit Professor Michael Butter von COMPACT zum Thema Verschwörungstheorien (siehe auch Skeptiker 1/2016).

Der Tübinger Kulturhistoriker weist darin auf ein eher wenig beachtetes Gefahrenpotenzial von Verschwörungstheorien hin:

Sie führen letztendlich dazu, dass berechtigte Kritik an Regierungen delegitimiert wird.”

watson: Können Sie das erklären?

Im Zusammenhang mit 9/11 etwa gibt es einen ganzen Strauss an politischen Handlungen der US-Regierung, die man durchaus kritisieren kann und soll, allen voran die Instrumentalisierung des Anschlags, um politische Ziele voranzutreiben und eine Agenda durchzusetzen. Mit Verschwörungstheorien wie derjenigen, dass 9/11 ein Inside-Job war, untergräbt man aber diese legitime Kritik.”

butter

Eine durchaus bemerkenswerte Aussage unter dem Aspekt, dass Verschwörungsgläubige sich selbst gerne als “Wahrheitssucher” sehen und einige wenige Forscher Verschwörungstheorien verharmlosen, indem sie ihnen ein “aufklärerisches Potenzial” zusprechen.

Zudem plädiert Butter für die Beibehaltung des Begriffs “Verschwörungstheorien” auch in der Forschung:

Der Begriff Verschwörungstheorie wird von allen Seiten kritisiert.

Ja. Natürlich fühlen sich Leute, die an Verschwörungstheorien glauben, nicht ernst genommen, wenn man ihre Überzeugungen als Verschwörungstheorien bezeichnet. Umgekehrt gibt es in der Wissenschaft die Kritik, dass man mit dem Terminus «Theorie» Ideen und Anschauungen adelt, die Humbug sind.”

Also bleibt es bei der “Verschwörungstheorie”.

Ich glaube, wir kommen nicht drum herum. Nicht zuletzt, weil schnell der Vorwurf einer angeblichen Mainstream-Wissenschafts-Strategie ertönen würde, wenn wir den Begriff mit einem anderen ersetzen würden.”

Zum Weiterlesen:

  • “Verschwörungstheorien sind ein Riesenbusiness”, watson am 1. März 2017
  • Verschwörungstheorien: Wieso plötzlich so viele Menschen den größten Irrsinn glauben, Der Spiegel 9/2017
  • Mit Wissenschaft gegen Verschwörungstheorien, Frankfurter Rundschau am 28. Februar 2017
  • Im Kampf gegen Verschwörungstheorien, Frankfurter Rundschau am 21. Februar 2017
  • Vor 325 Jahren in Neuengland: Auftakt der Hexenprozesse von Salem, DRadio Kultur am 1. März 2017
  • Neue Studie: Ausgrenzung führt zu Verschwörungstheorien, GWUP-News am 19. Februar 2017
  • Verschwörungstheorien und Online-Hass: GWUP bei Europarat-Ausschuss in Berlin, GWUP-Blog am 14. Februar 2017
  • „Verschwörungstheorien“, NSA und CIA: Skeptiker-Interview mit Professor Michael Butter, GWUP-Blog am 15. März 2016
  • Spiegel zu Verschwörungstheorien, GWUP-News am 26. Februar 2017
  • Was 9/11-Truther lesen sollten, Die Tiefe am 6. September 2016

Neu in der „Homöopedia“: die Avogadrogrenze

Neuer Eintrag in der “Homöopedia”:

avo

Der Artikel erklärt nicht nur die bekannte Tatsache, dass in homöopathischen Hochpotenzen keinerlei Wirkstoff mehr enthalten ist, sondern klärt auch einige häufige Missverständnisse im Zusammenhang mit der Avogadrogrenze.

So ist die Avogadrogrenze keine einheitliche feste Größe, sondern eine Wahrscheinlichkeitsaussage, die auch von der jeweiligen Ausgangssubstanz abhängt. Zudem ist die Annahme einer gezielten Wirksamkeit homöopathischer Arzneien schon mehrere Potenzstufen unterhalb der  Avogadrogrenze wissenschaftlich unplausibel.

Zum Weiterlesen:

  • Was Homöopathen zu wissen glauben, mikka luster am 28. Februar 2017
  • Homöopathie: nichts als „Zucker gewordener Betrug?“, GWUP-Blog am 26. Februar 2017
  • Wie gefährlich kann Homöopathie werden? DocCheck am 28. Februar 2017
  • Homöopedia: “Potenzieren”

Jetzt erhältlich: „HoaX-Files 2“

Nach diversen Verzögerungen ist jetzt der zweite Band der “HoaX-Files” erhältlich.

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Nach Band 1 “Horror, Spuk und Bloody Mary” begeben sich Alexa und Alexander nun auf die Suche nach den ruhelosen Toten. Sie zeigen unter anderem, wie der moderne Vampir Graf Dracula entstanden ist, was hinter den spiritistischen Sitzungen des 19. Jahrhunderts steckt und erklären den Lesern, wie man sich am besten auf die Zombie-Apokalypse vorbereiten kann.

Auch die fiktionale Rahmengeschichte um Faustus und das geheimnisvolle Goetheportrait geht weiter.

Der Weg führt die Hoaxillas nach Wien, ins Herz des einstigen Habsburgerreiches, in dem der Vampirglaube so lebendig war, wie kaum an einem anderen Ort. Wer die beiden auf ihrer Reise durch weitere unheimliche Themen aus dem Podcast begleiten möchte, muss sich hüten, denn eins ist sicher: Die Toten reiten schnell.

Zum Weiterlesen:

  • Alexa & Alexander Waschkau: The HoaX-Files II. JMB-Verlag, 200 Seiten, 14,95 €
  • Diese 7 Podcasts machen euch schlauer, wired am 17. Februar 2017
  • Hamburger wollen mit Podcast Wahrheit verbreiten, RTL Nord am 28. Februar 2017

Homöopathie: nichts als „Zucker gewordener Betrug?“

Die Augsburger Allgemeine blamiert sich mal wieder mit ihrer hemmungslosen Homöopathie-Begeisterung (löscht aber immerhin diese Nonsens-Behauptung nach einem dezenten Hinweis von Dr. Christian Lübbers):

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Der Jurist Heinrich Schmitz fragt sich bei den Kolumnisten, ob Homöopathie nicht als gewerbsmäßiger Betrug einzustufen sei.

In die Politik setzt der Rechtsanwalt und Blogger indes wenig Hoffnung:

Da es auch nicht verboten ist, sich gegen Kopfschmerzen eine heiße Frikadelle in die Stirn zu nageln oder auch nachweislich krebserregende Substanzen zu inhalieren, wird der Gesetzgeber sich schwer tun, diesen kugelförmigen Unsinn einfach zu verbieten. Das würde höchstens den Preis der dann auf dem Schwarzmarkt gehandelten Wundermittel erhöhen.

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Aber aufklären müsste er vielleicht mal und das nicht nur in homöopathischen Dosen, sondern mit deutlichen Worten.

Erstaunlich, dass unsere Politiker sich da so zurückhaltend verhalten. Fürchten die vielleicht Wählerstimmen zu verlieren?”

Es ist nicht mehr zu übersehen:

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Zum Weiterlesen:

  • Im Wunderland der Globuli, die kolumnisten am 25. Februar 2016
  • Das Bollwerk der Homöopathen wankt, watson am 25. Februar 2017
  • Homöopatische Abgründe: Wenn Globuli den Tod bringen, GWUP-Blog am 22. Februar 2017
  • “Homöopathische Impfungen” – gibt es das? Informationsnetzwerk Homöopathie
  • Der DZVhÄ und das Ringen um Akzeptanz oder sollte Russland schlauer sein? Homöotology am 17. Februar 2017

Was tun Impfgegner gegen Masernausbrüche? Sie lesen keine Zeitungen mehr

Man hat’s aber auch schwer so als Impfgegner-Mutti. Wie soll man bloß mit den ganzen Meldungen von Masern-Ausbrüchen umgehen, derzeit etwa in Duisburg, Leipzig, Frankfurt und Limburg?

Ganz einfach: Man liest keine Zeitung mehr.

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Das ist kein Witz, sondern die Drei-Affen-Taktik von Impfverweigerern:

Von den Ausbrüchen bekomme ich nichts mit, da wir uns nicht mit Medien beschäftigen.“

Realitätsleugnung gelingt halt am besten mit fest zugedrückten Augen – und gegen die aufkeimende Furcht (“Natürlich habe ich Angst vor Infektionen und Folgeerkrankungen”) summt man tapfer die Anything-Goes-Melodie:

Jeder soll es so machen, wie das Mutterherz es einem sagt.“

Ach wirklich?

Die passende Antwort darauf gibt heute Erzählmirnix:

Himpf

Verständlich, dass zum Beispiel in Berlin gerade wieder über eine Impfpflicht debattiert wird. Auch derStandard kommentiert unmissverständlich:

Es ist arrogant zu behaupten, Krankheiten seien sinnvoll, um den Körper zu stärken. Das, liebe Impfgegner, nennt sich Sozialdarwinismus und bedeutet, dass nur die Stärksten überleben sollen.

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Wer das Risiko sucht, kann das gerne in anderen Bereichen ausleben, doch die Gesellschaft wegen Ignoranz, Egoismus und fehlgeleiteter Ideologie in Mitleidenschaft zu ziehen, ist grob fahrlässig.

Medizinische Errungenschaften wie Immunisierungen sind Meilensteine für die Gesamtbevölkerung, Solidarität ist hier überlebenswichtig. Ob ein Appell an die Vernunft ausreicht, um die Impfmoral zu heben, ist fraglich. Viele Gegner scheinen sich vor allem gegen rationale Argumente immunisiert zu haben.

Eine Impfpflicht mag kompromisslos wirken, doch ist sie unumgänglich.”

Einen anderen Vorschlag lesen wir im Kommentarbereich von Dinge, die Impfgegner sagen:

Impfpflicht ist eigentlich gar nicht so das Thema. Es sollte dringend Biologieunterrichtspflicht geben. Mit jährlicher verpflichtender Auffrischungsprüfung, gekoppelt an alle Sozialleistungen.”

Irgendwie nachvollziehbar, angesichts solcher kognitiver Impfgegner-Meilensteine:

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Apropos Erreger: Dass es zwischen Impfungen und Autismus keinerlei Zusammenhang gibt, ist belegt (eine schöne Info-Grafik zum Thema gibt es hier).

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Dafür könnte möglicherweise eine Herpes-Infektion in der frühen Schwangerschaft das Risiko für Autismus erhöhen.

Also ein Virus.

Ein Virus!? Wir sind jetzt schon auf die geistigen Verrenkungen und Leugnungsreflexe der Impfgegner gespannt.

Zum Weiterlesen:

  • Kann Herpes Autismus verursachen? spektrum am 24. Februar 2017
  • Mehr Autismus durch Herpes-Infektion? scinexx am 24. Februar 2017
  • Herpes virus may be a trigger for autism, Science am 22. Februar 2017
  • Studie: Kein Autismus durch Impfungen, aber in Italien lässt sich damit gut Geld verdienen, GWUP-Blog am 22. April 2015
  • Impfgegner geben Studie in Auftrag – und sind „nicht glücklich“ mit den Ergebnissen, GWUP-Blog am 11. Oktober 2015
  • An Masern erkranktes Baby in Klinikum, Berliner Morgenpost am 16. Februar 2017
  • Impfpflichtdebatte – nicht schon wieder, macht erst mal den ÖGD fit! Gesundheits-Check am 20. Dezember 2015
  • Die Diskussion um die Masernimpfpflicht: Ein politisches Placebo? Gesundheits-Check am 3. März 2015
  • Impfpflicht – pro und contra, Gesundheits-Check am 26. Februar 2015
  • Impfen macht krumme Finger, man wird blind und es schädigt das Rückenmark, GWUP-Blog am 21. Februar 2017
  • Impfung und Herdenschutz: Nachricht einer besorgten Mutter, Die Erde ist keine Scheibe am 21. Februar 2017
  • MMR vaccine and autism – more high quality evidence that they are unrelated, The Skeptical Raptor am 21. Februar 2017
  • Vaccines cause autism debate – it only exists in the minds of vaccine deniers, The Skeptical Raptor am 20. Februar 2017

Integrative Medizin in „Bild der Wissenschaft“: Apfeltorte mit Bologneser Sauce

Was soll man zu diesem neuerlichen Einhorn-Pups von Bild der Wissenschaft groß schreiben?

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Keine Ahnung von Garnix bringt es fürs Erste auf den Punkt:

Wenn ich Bologneser Sauce in eine Apfeltorte mische, ist das nicht integrativ. Sondern einfach eine Sauerei.”

Im Weiteren könnte man noch das Fazit des heutigen Spiegel Online-Artikels “Was wir von der Homöopathie lernen müssen” anführen:

Statt Alternativmedizin braucht Deutschland eine Medizin, die Patienten auf der Basis wirksamer Therapien und Medikamente behandelt. Der Placeboeffekt gehört dazu. Homöopathische Arzneien nicht.”

Zum Weiterlesen:

  • Wir finden uns heute hier zusammen …, Keine Ahnung von Garnix am 22. Februar 2017
  • Was wir von der Homöopathie lernen müssen, Spiegel-Online am 24. Februar 2017
  • Ein „Bund“ zwischen Ärzten und Heilpraktikern? Das freut nur die Pseudomediziner, GWUP-Blog am 21. Juni 2015
  • Homöopathie: Brauchen wir “mehr Forschung”? GWUP-Blog am 8. August 2010
  • Die Homöopathie und die Versorgungsforschung, GWUP-Blog am 9. November 2012
  • Claudia Witt: Homöopathie ist unspannend und nicht wirksamer als Placebo, GWUP-Blog am 28. Juni 2015
  • Impf-Debatte: Offener Brief an “bild der wissenschaft”, GWUP-Blog am 4. Juli 2016
  • Konstruktiver Austausch: bild der wissenschaft antwortet auf den Offenen Brief, GWUP-Blog am 18. Juli 2016

Homöopathische Abgründe: Wenn Globuli den Tod bringen

Morgen (Donnerstag, 23. Februar) in der gedruckten Ausgabe der Süddeutschen Zeitung:

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SZ-Gesundheitsredakteur Dr. Werner Bartens schreibt über eine aktuelle Dokumentation der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA, Behörde für Lebens- und Arzneimittel), nach der zwischen 2006 bis 2016 fast 400 Fälle von massiven Nebenwirkungen nach der Einnahme homöopathischer Zahn-Tabletten für Kleinkinder aufgetreten sind:

Für den Fall, dass sie nicht helfen, schaden homöopathische Mittel wenigstens nicht, so die verbreitete Annahme. Schließlich sind die Kügelchen und Tinkturen dutzendfach verdünnt, oft bis kein Molekül Wirkstoff mehr enthalten ist.

Auch das ist ein fataler Irrtum, wie das Schicksal des neun Monate alten Mädchens zeigt, das als Fall 10723317 bei der FDA dokumentiert ist. Vor dem Einschlafen bekam die Kleine homöopathische Zahntabletten.

Als die Mutter nach einer Stunde nach ihrer Tochter sah, lag sie tot in der Krippe.”

SZZZ

Ursache dafür waren hochgiftige Pflanzen als “Ursubstanz”, unsaubere Arbeit bei der Herstellung und Schwankungen in der Wirkstoffkonzentration. Dann können die “gefährlichen Lügen” der Homöopathie sogar tödlich sein.

Die deutsche Gesundheits-Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz gefällt sich derweil darin, die Homöopathen wohlfeil zu beschirmen.

Die FAZ brachte es vor fünf Tagen auf den Punkt:

Wo immer man ins Wespennest Homöopathie sticht, man stößt auf Abgründe, nicht nur auf wissenschaftliche.”

Zum Weiterlesen:

  • Das Risiko der weißen Kügelchen, Süddeutsche am 23. Februar 2017
  • Tragic FDA reports of sick babies reveal toll of homeopathic products, arstechnika am 21. Februar 2017
  • 10 tote Babies durch homöopathisches Zahnprodukt, Psiram am 21. Februar 2017
  • FDA confirms elevated levels of belladonna in certain homeopathic teething products, FDA am 27. Januar 2017
  • Homeopathic remedies harmed hundreds of babies, families say, as FDA investigated for years, statnews am 21. Februar 2017
  • Homöopathie ist doch sanft und natürlich – wieso sollte sie schaden können? Informationsnetzwerk Homöopathie
  • “Lachanfall”: Homöopathen und ihre Wattwurmsymptome, GWUP-Blog am 17. Februar 2017
  • Wieso beschirmt Staatssekretärin Widmann-Mauz einen Homöopathie-Kongress? Laborjournal am 21. Februar 2017
  • Homeopathy sells dangerous lies to patients, The Age am 8. Februar 2017
  • Kügelchen? Njet! FAZ am 17. Februar 2017

„Jeder Einzelne und die Menschheit als Ganzes braucht die Fähigkeit zu kritischem Denken“

Interessante theoretische Betrachtung zum Thema “Kritisches Denken” in der Schule.

Autorin ist die ehemalige Gesamtschul- und Gymnasiallehrerin Lisa Rosa.

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Gewiss bin ich nicht die einzige, die einen Großteil ihres Lebens dafür gebraucht hat, etwas so Grundlegendes wie vernünftig denken zu lernen, was zu meiner Schul-und Studienzeit entweder als angeboren vorausgesetzt oder vor denen, denen es nicht „in die Wiege gelegt“ war, offensichtlich geheim gehalten wurde.

Und vermutlich haben es andere viel schneller doch noch (selbst) gelernt und schon viel früher im Leben gekonnt als ich. Aber eines scheint mir heute sicher:

Jeder Einzelne und die Menschheit als Ganzes braucht diese Fähigkeit zu kritischem Denken in hohem Ausmaß

Denn um die komplizierten Probleme – meiner Meinung nach vor allem gesellschaftlicher Art – lösen zu können, ist nicht nur mehr Zusammenarbeit, sondern außerdem die Zusammenarbeit vernünftig(er) denkender Menschen nötig.

Mehr Menschen als bisher, möglichst alle, müssen kritisch denken lernen. Und sie müssen verstehen, dieses Denken überall – nicht nur auf einer Forschungsstelle im Labor – anzuwenden.”

Zum Weiterlesen:

  • Kritisch Denken Lernen für alle – Kern der Literacy von heute und morgen, shift am 17. Februar 2017
  • “Fake-News wirken durch pure Wiederholung”, Zeit-Online am 11. Februar 2017
  • Immun gegen Unsinn, Süddeutsche am 23. Januar 2017
  • Fake News: Worum es geht und was wir tun können, Heinrich Böll Stiftung am 20. Februar 2017
  • Fake News: Grenzen sich seriöse Journalisten aktiv (genug) von unseriösen ab? Relativ einfach am 18. Februar 2017
  • Why Facts Don’t Change our Minds, The New Yorker am 27. Februar 2017

Alles wegen uns: Ken Jebsen stottert und die Chemtrailqueen hyperventiliert

Einfach nur bizarr, die Welt der Verschwörungstheoretiker.

jabs

Ken Jebsen scheitert mehrfach daran, das simple Kürzel “GWUP” auszusprechen.

Und die “Chemtrailqueen” und “Goldener Aluhut”-Gewinnerin Maria den Breejen giftet gegen die Teilnahme der GWUP an der Berliner Konferenz zu Online-Hass und Verschwörungstheorien letzten Montag.

chemss

Heute berichtet das Jugendportal “Mitmischen” von bundestag.de über die Konferenz, auch wieder mit GWUP-Interview.

bt

Und wenn die “Chemtrailqueen” jetzt Schnappatmung bekommt – die Kondensstreifen sind’s nicht.

Zum Weiterlesen:

  • Skeptiker: Ein bisschen wie Verbraucherschützer, mitmischen am 21. Februar 2017
  • Verschwörungstheorien und Online-Hass: GWUP bei Europarat-Ausschuss in Berlin, GWUP-Blog am 14. Februar 2017
  • Psiram, Ruhrbarone und GWUP enttarnt (wieder mal), Niederrheiners Blog am 18. Februar 2017
  • Reptilien-Menschen: Berliner Hotel will Verschwörungstheoretiker ausladen, Berliner Morgenpost am 21. Februar 2017
  • Neue Studie: Ausgrenzung führt zu Verschwörungstheorien, GWUP-News am 19. Februar 2017
  • Ausgeschlossenheit verstärkt Verschwörungsmentalität, spektrum am 21. Februar 2017
  • Wer einsam ist, liebt Verschwörungen, DRadio Wissen am 18. Februar 2017
  • Verschwörungstheorien: Der Kampf gegen die Welt des Wahns, Berliner Zeitung am 21. Februar 2017
  • Verschwörungstheorien II – Gespräch mit Sebastian Bartoschek, freie-radios.net am 16. Februar 2017
  • Trump im Paralleluniversum: Verschwörungstheoretiker-in-Chief, Spiegel-Online am 19. Februar 2017
  • Trump spricht japanischer Regierung Beileid für Godzilla-Angriff aus, Der Postillon am 20. Februar 2017
  • “Inszenierter Terror”: Die Geistesblitze des Ken Jebsen, GWUP-Blog am 11. Januar 2015
  • Beate Zschäpe hört U2 und Ken Jebsen kann nichts dagegen tun, GWUP-Blog am 11. Februar 2015
  • Wer Chemtrails für Quatsch hält, soll in der Hölle brennen, GWUP-Blog am 27. Januar 2017
  • Sind Verschwörungstheoretiker “vernünftiger“? Natürlich nicht, GWUP-Blog am 18. Januar 2015




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