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Warum sollte man Homöopathie nicht einfach als Placebo-Medizin akzeptieren?

Auch die Gesundheitsbloggerin Brynja Adam-Radmanic schreibt über das neue “Netzwerk Homöopathie”.

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Grundsätzlich findet die Biologin unsere Initiative gut:

Ich persönlich kann mit der Homöopathie nichts anfangen. Die Theorie dahinter ist pseudowissenschaftlich. Klinische Studien zeigen immer wieder, dass die Wirkung der Kügelchen nicht über die von Placebos hinausgeht. Und wenn Freundinnen ihre Homöopathen loben, klingt es in meinen Biologen-Ohren wie das Schwärmen für einen schamanistischen Alchemisten.”

Allerdings bringt Adam-Radmanic einige Einwände vor:

Ich denke nicht, dass meine Freundinnen sich die homöopathische Wirkung nur einbilden. Die ist durchaus da. Ja, ich bin sogar davon überzeugt, dass sie bei ihren Homöopathen etwas bekommen, das im Rest des Gesundheitssystems oft schmerzlich fehlt.”

Das sehen wir genauso.

Aber die Alternative zu “schlechter” Medizin ist eben nicht “Alternativ”-Medizin, sondern bessere Medizin.

Darauf haben wir ausdrücklich beim Pressegespräch anlässlich der “Netzwerk”-Gründung hingewiesen.

Und deshalb treten wir unter anderem für die Stärkung der “sprechenden Medizin” und eine entsprechende Vergütung von Arztgesprächen ein.

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Im aktuellen Skeptiker (4/2015) erklärt die “Netzwerk”-Koordinatorin Dr. Natalie Grams dazu:

Ich denke, die Auseinandersetzung mit „Alternativmedizin“ steht und fällt damit, wie wir in der Medizin – vor allem in der Allgemeinmedizin – dem Patienten begegnen. Die Punkte, die ich in meinem Blog genannt habe, wären ein riesiger Fortschritt.

Dann bräuchten wir uns auch keine Gedanken über ein neues Fachgebiet wie „Placebomedizin“ zu machen, weil die Patienten gar nicht mehr nach Alternativen zur evidenzbasierten Medizin suchen müssten.

Natürlich ist das auch eine Frage der finanziellen Ressourcen. Wichtig wäre, dass Hausärzte Gespräche wieder leisten können, wieder bezahlt bekommen und ihren Patienten anbieten können. Bevor diese sich anderswo Hilfe suchen.”

Des Weiteren fokussiert Adam-Radmanic auf den Nutzen von Homöopathie durch eine ausgeprägte Placebo-Wirkung:

Zwar haben Homöopathen vom Naturwissenschaftlichen her gesehen nichts zu bieten. Trotzdem scheinen sie mit ihrer windigen, 200 Jahre alten Pseudowissenschaft den Placebo-Effekt weit systematischer zu nutzen als das die normale Ärzteschaft sonst tut.”

Auch das bezweifeln wir nicht.

Schon in unseren zwölf Jahre alten “Fragen und Antworten zur Homöopathie” steht:

Welchen Sinn hat es, wenn sich Homöopathen stundenlang mit ihren Patienten beschäftigen, um individuell für sie das richtige Mittel herauszufinden?

Keinen – außer dass die intensive Zuwendung des Therapeuten die Heilungserwartung und damit die Placebo-Wirkung beim Patienten steigert. Hier kann mancher “Gott in Weiß” von Homöopathen lernen. Aber auch die Krankenkassen müssen die Bedeutung von ausführlichen Therapiegesprächen erkennen und entsprechend honorieren.”

Placebos wirken doch nur bei Patienten, die sich Krankheiten einbilden: bei labilen Personen, die sich leicht beeinflussen lassen. Und sie können nie besser wirken als “schulmedizinisch” bewährte Arzneien.

Falsch. Placebos wirken bei allen Menschen – mehr oder weniger stark.”

Und dennoch, selbst all dies eingedenk, ist die Homöopathie keine sinnvolle Placebo-Medizin, auch wenn der Gedanke von Brynja Adam-Radmanic zunächst einmal naheliegend erscheint.

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In einem Interview mit der Badischen Zeitung sagte “Netzwerk”-Initiator Dr. Norbert Aust zu diesem Punkt:

BZ: Viele Menschen schwören auf die Wirksamkeit der Homöopathika. Auch Claudia Witt kommt zum Ergebnis, dass zwar nicht nachgewiesen ist, dass die Medikamente besser wirken als Placebo. Aber ihre Schlussfolgerung ist, dass es einen anderen Wirkmechanismus gibt. Etwa die Arzt-Patienten-Interaktion.

Aust: Dass es eine psychologische Wirkung gibt, glaube ich gerne. Für den Naturwissenschaftler aber bleibt: Es fehlen die Wirkstoffe in den Medikamenten. Warum sollte man sie dann kaufen?”

Selbst wenn die Homöopathie nicht besser wirken sollte als Placebo: Kann man nicht anerkennen, dass hier ein System errichtet wurde, mit dessen Hilfe die Selbstheilungskräfte des Körpers stimuliert werden – was die Schulmedizin mit ihren engen Vorgaben oft nicht gut hinkriegt?

Wenn ich als Gesundheitswesen mit diesem Argument die Homöopathie finanziere, warum dann nicht Wunderheiler, Kartenleser, Auraheiler? Die versprechen ihren Kunden auch Hilfe.

Dass unser Gesundheitssystem kaputt gespart wurde, da gebe ich Ihnen völlig recht. Aber deshalb eine Scheinmedizin zu etablieren, halte ich für falsch. Das Problem ist doch, dass diejenigen, die uns vor Quacksalberei und Pseudowissenschaft schützen sollten, es nicht tun.

Im Gegenteil: Das Arzneimittelgesetz adelt die Homöopathie als besondere Therapierichtung, die Apothekenpflicht gaukelt eine Wirksamkeit vor, die Homöopathie wird als Wahlpflichtfach an den Universitäten gelehrt – und die Ärztekammern bieten Fortbildungen dazu an.”

Und das sehen Sie als gefährlich an?

 Ja, denn die Homöopathie ist auch mit ganz anderen Dingen verbunden: Sie ist oft ein Einstieg in die Impfskepsis, in Skepsis der Pharmaindustrie generell gegenüber.

Es gibt Homöopathen, etwa den Buchautor Jens Wurster, der mit dieser Methode gegen Tumore und Metastasen angehen will. Die US-Autorin Kate Birch spricht von homöopathischer Malariaprophylaxe, sie propagiert auch Homöopathie statt Impfen.

Homöopathie besteht nicht einfach nur aus harmlosen Kügelchen! Über den Heilpraktiker kann sie eine Brücke in die richtige Esoterik-Medizin bilden.”

Auf einen weiteren Aspekt weist Prof. Dr. Paul Enck, Professor für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Uni-Klinik Tübingen, hin:

Der große Unterschied zwischen uns Ärzten und irgendwelchen Geistheilern ist, dass wir nicht glauben, dass wir mithilfe von Placebo Krankheiten umkehren können. So etwas kann sehr gefährlich sein.”

Oder anders gesagt:

Überschätzt man diese Trittbrettfahrer-Therapien, besteht das Risiko, dass eine notwendige, wissenschaftlich bewährte Therapie versäumt wird.”

Genau solche Fälle wollen wir übrigens sammeln und dokumentieren.bol

Auch Dr. Natalie Grams warnt:

Einer der größten [Fehler] ist sicherlich, zu meinen, man könne als Homöopath die spezifische Wirkung sicher erkennen. Nein, das kann keiner. Kein Homöopath und auch sonst kein Mensch. Nicht von ungefähr wurde in der Medizin deshalb das hochkomplexe Trara der klinischen Studien etabliert.”

Der Vorschlag der Blogger-Kollegin wäre mithin nur dann eine Überlegung wert, wenn Homöopathen, Heilpraktiker und Co. sich im Klaren darüber wären und akzeptieren würden, dass sie lediglich eine Placebotherapie betreiben.

Eben dies ist aber nicht der Fall, sondern die “Alternativ”-Fraktion ist von der absoluten Richtigkeit ihrer Nonsens-Methoden völlig überzeugt – und allein diese Tatsache macht jeden Gedanken an eine verantwortungsvolle, ihre Grenzen erkennende Placebo-Medizin durch Homöopathen obsolet.

Nichtsdestotrotz wiederholen wir noch einmal: Das “Netzwerk Homöopathie” engagiert sich nicht primär “gegen” Alternativmedizin, sondern für eine transparente und richtig angewandte wissenschaftsbasierte Medizin zum Wohle der Patienten.

Deshalb würden wir uns freuen, Brynja Adam-Radmanic als unsere “natürliche Verbündete” begrüßen zu können.

Homma

Mehr zum “Netzwerk Homöopathie” gibt’s auch in diesem neuen Beitrag von Homöotology.

 Zum Weiterlesen:

  • Müssen wir Placebo-Medizin wie die Homöopathie bekämpfen? web.de am 14. Februar 2016
  • Homöopathie, Kritik und ein längst überfälliges Informationsnetzwerk, Homöotology am 12. Februar 2016
  • Homöopathie-Schadensfälle gesucht: Krankheit verschleppt? Ausgeleitet statt ausgeheilt? GWUP-Blog am 13. Februar 2016
  • Das „Netzwerk Homöopathie“: die offizielle Presseerklärung, GWUP-Blog am 1. Februar 2016
  • Nach Dummfug-Kommentar: Ein Apotheken-Portal hat seine liebe Not mit Homöopathie-Kritikern, GWUP-Blog am 9. Februar 2016
  • Homöopathie, Ganzheitlichkeit und die sprechende Medizin, GWUP-Blog am 20. April 2013
  • Die absurde finanzielle Ungleichbehandlung von Ärzten und Heilpraktikern, GWUP-Blog am 18. Juli 2014
  • Ist die “Schulmedizin” schuld an der Homöopathie? Homöopathie neu gedacht am 10.Oktober 2015
  • Placebos: Die immerselben Denkfehler der Homöopathen, GWUP-Blog am 28. Januar 2013
  • Warum Homöopathie zu wirken scheint, GWUP-Blog am 9. Oktober 2011
  • Trittbrettfahren mit Placebos, GWUP-Blog am 11. Dezember 2011
  • Placebo-Effekt und Evolution, GWUP-Blog am 7. September 2012
  • Ein „Bund“ zwischen Ärzten und Heilpraktikern? Das freut nur die Pseudomediziner, GWUP-Blog am 21. Juni 2015
  • Dr. Wurster und das rhethorische Simileprinzip, dieausrufer am 14. Februar 2016

Nicht vergessen: Heute ist Weltuntergang, haben die „Ghostbusters“ vorausgesagt

Beinahe in Vergessenheit geraten:

In “Ghostbusters 2″ von 1989 wurde der Weltuntergang vorausgesagt – für heute, den 14. Februar 2016:


Direktlink zum Video auf Youtube

Fröhlichen Valentinstag!

Zum Weiterlesen:

  • Der Weltuntergang einst und jetzt – Rückschau und Ausblick, GWUP-Blog am 1. Januar 2016
  • Was machen Apokalyptiker, wenn die Welt nicht untergeht? Einfach so weiter, GWUP-Blog am 4. Dezember 2015
  • Nostradamus 2016: Wieder mal 3. Weltkrieg, ein paar Katastrophen – aber keine Steuern mehr, Wahrsagerchecks-Blog am 14. Januar 2016
  • Prognosen 2016: Frau Teissier korrigiert sich – und sieht wieder schwarz, Wahrsagerchecks-Blog am 13. Januar 2016

Verfluchte und „besessene“ Puppen im Kino und bei eBay

Im Kino ist mal wieder Puppen-Horror angesagt:


Direktlink zum Video auf Youtube

“The Boy” ist eine Porzellanfigur, die von ihren Besitzern wie ein echtes Kind umsorgt wird:

Brahms liebt Musik, muss gefüttert und mit einem Gutenachtkuss ins Bett gebracht werden. Andernfalls könnte der Porzellanknirps ein unangenehmes Verhalten an den Tag legen. Das zumindest geben die Heelshires der neuen Nanny mit auf den Weg, bevor sie zu einem längst überfälligen Urlaub aufbrechen. Zunächst tut Greta die Hinweise als dummes Geschwätz ab, doch dann mehren sich die Anzeichen, dass die Puppe tatsächlich ein Eigenleben führt.”

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Offenkundig ist das Para-Spektakel – ähnlich wie “Chucky” – mal wieder von “Robert the doll” inspiriert, der wohl bekanntesten “haunted doll” weltweit, die sich im Key West Art and Historical Museums befindet und eine eigene Homepage plus Facebook-Seite hat:

Noch heute behaupten Angestellte des Museums, dass Robert gelegentlich zwinkere oder sich bewege. Der Aberglaube um den Fluch, der auf der Puppe lasten soll, gehe so weit, dass Besucher Robert um Erlaubnis bitten, bevor sie ihn fotografieren.”

Ähnliche Mythen ranken sich um “Annabelle”.

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Sie brachte es 2014 zu Kino-Ehren. Die Originalpuppe wird in einer verschlossenenen Glasvitrine des Warren Occult Museum in Monroe, Connecticut, aufbewahrt, welches die “Dämonologin” Lorraine Warren betreibt.

Auch außerhalb der Filmpaläste sorgen “verfluchte” Puppen immer wieder für Grusel-Feeling, wie etwa “Peggy” im vergangenen Jahr:

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Aus skeptischer Sicht lassen sich all die Roberts, Annabells, Peggys und Co. als Urban Legends, Creepypasta oder PR-Gags identifizieren.

Dolls are especially „haunted“, possibly because of their ethereal, vacant-looking expressions or permanent smiles“,

schreibt Karen Stollznow vom CSI in ihrem Buch “Language Myths, Mysteries and Magic”.

In diese Richtung weist auch die Creepypasta “The Expressionless  – Die Ausdruckslose“, die von Hoaxilla in den “HoaX-Files” aufgegriffen wird.

Die Puppenspielerin Nathalie Wendt erklärt:

Grusel kann entstehen, wenn wir wissen, dass etwas nicht lebendig ist, und wir trotzdem beim kurzen Hinschauen das Gefühl haben, wir sähen ein Lebewesen.”

Wohl deshalb sorgten mysteriöse “Grusel-Puppen” 2015 in Düsseldorf für echte Verstörung:

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Aus demselben Grund zählen das “Tal der Puppen” in Japan und die mexikanische “Puppeninsel” Isla de las Munecas zu den “gruseligsten Orten der Welt”.

Die Angst vor Puppen kann als Automatonophobie sogar Krankheitswert annehmen (angeblich davon betroffen: Channing Tatum und Ashton Kutcher).

Was indes von den “Flüchen” der dämonischen “haunted dolls” zu halten ist, illustriert ein Facebook-Eintrag bei Robert the Doll:

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Mutmaßlich ist das der wahre Grund, warum Leute bei eBay für Tausende Euro “besessene” Puppen kaufen:


Direktlink zum Video auf Youtube

Zum Weiterlesen:

  • Diese Leute kaufen bei eBay für Tausende Euro “besessene Puppen”, Vice am 12. März 2015
  • Robert the Haunted Doll: Creeping Out Floridians Since 1904, slate am 18. November 2013
  • Die wahre Geschichte hinter Annabelle, moviepilot am 9. Oktober 2014
  • “The Conjuring”: Zwei Geisterjäger im Reich der Fabel, GWUP-Blog am 18. Juli 2013
  • The Warrens: Sorting the truth from the Hollywood myth, Doubtful News am 4. Juli 2014
  • Gruselig: Wer sich ein Video dieser Puppe anschaut, soll später furchtbare Dinge erleben, Huffington Post am 22. April 2015
  • Warning: Just Looking At This Haunted Doll Reportedly Triggers Sickness… Or Not, redbookmag am 17. April 2015
  • Die gruseligsten Geschichten schreibt das Internet, Welt-Online am 30. Oktober 2015
  • Grusel-Tour in Mexiko: Insel der Zombie-Puppen, Spiegel-Online am 12. Februar 2013
  • Die Insel der gruseligen Puppen, Vice am 7. Mai 2011
  • Mysteriöse Porzellanpuppen verbreiteten Angst in US-Kleinstadt, hna am 29. Juli 2014
  • Das unheimliche Tal der Puppen, travelbook am 29. Mai 2015
  • Bilderfluch? Skeptiker auf Mythenjagd, GWUP-Blog am 3. März 2010
  • 13 dolls you wouldn’t want to sit next to on a plane, weekender am 11. Februar 2016
  • Puppengrusel, einestages am 13. Februar 2016

Homöopathie-Schadensfälle gesucht: Krankheit verschleppt? Ausgeleitet statt ausgeheilt?

Das “Netzwerk Homöopathie” auch im aktuellen Spiegel (7/2016):

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Gründungsmitglied Dr. Wolfgang Vahle erklärt auf Seite 103 die Ziele der Initiative.

In dem Interview sagt der HNO-Arzt unter anderem:

Der Glaube an sogenannte sanfte Alternativen kann sogar von einer frühzeitigen wirksamen Therapie abhalten.”

Darum geht es auch bei Homöotology. Für das “Netzwerk Homöopathie” sucht Homöotology genau solche Fälle.

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In dem Artikel heißt es:

Auf dem Informationsnetzwerk soll es ebenfalls eine Informationsseite  geben, auf der auch von negativen Fällen berichtet werden kann oder auch, wie die Homöopathie die familiären Verhältnisse beeinflusst hat und zu welchen Folgen es dadurch kam, Verschleppung von Krankheiten, negative Erfahrungen etc. Das Ganze natürlich vollkommen anonym.

Daher hier meine dringende Bitte an Sie: Teilen Sie diesen Artikel unter ihren Freunden, auf Facebook, wo immer Sie möchten.

Schreiben Sie Ihre persönlichen Erfahrungen hier auf diesem Blog oder kontaktieren Sie mich unter der im Impressum angegebenen Emailadresse, Sie brauchen Ihren Namen nicht zu nennen, einzige Bedingung ist das Hinterlassen einer gültigen Emailadresse, bei der man Sie bei Rückfragen evtl. kontaktieren könnte.

Gerne dürfen Sie mich auch auf Facebook per Privatnachricht kontaktieren, sämtliche Daten und Geschichten werden vollkommen vertraulich behandelt. Bitte keine Phantasiegeschichten, dafür ist die Sache zu ernst.”

Offenbar trifft unsere Homöopathie-Kritik einen Nerv.

Auch die Deutsche Apotheker Zeitung greift die Petition gegen die politische Schirmherrschaft des Homöopathie-Kongresses im Mai in Bremen auf.

Zum Weiterlesen:

  • Wanted – so kann es leider auch gehen. Und jetzt Sie. Homöotology am 12. Februar 2016
  • „Wir sehen mit Sorge …“: Gründungsmitglied Dr. Vahle zum Netzwerk Homöopathie, GWUP-Blog am 8. Februar 2016
  • Das „Netzwerk Homöopathie“: die offizielle Presseerklärung, GWUP-Blog am 1. Februar 2016
  • Petition gegen die politische Schirmherrschaft des deutschen Homöopathie-Kongresses, GWUP-Blog am 26. Januar 2016
  • Jens Wurster, die Dritte, Gesundheits-Check am 12. Februar 2016
  • Gesundheitssenatorin im Homöopathie-Widerspruch, DAZ.online am 12. Februar 2016
  • Comment: Spending NHS cash on homeopathy is unforgivable folly, news.stv.tv am 10. Februar 2016
  • Homöotology – das Interview, GWUP-News am 7. Februar 2016
  • Veterinary homeopathy? No thanks, edzardernst am 13. Februar 2016
  • This will make you laugh, I promise … it’s from a homeopath, edzardernst am 11. Februar 2016
  • Dr. Wurster und das rhethorische Simileprinzip, dieausrufer am 14. Februar 2016

Gravitationswellen? Verbieten! Oder Geschäfte damit machen

Schöne Satire bei den Ruhrbaronen:

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Unser charismatischer Guru sieht bereits ein neues esoterisches Geschäftsmodell herandräuen:

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Und so könnte das aussehen (via Das Goldene Brett):

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Zum Weiterlesen:

  • NRW: Gesundheitsministerin Steffens (Grüne) für Verbot von Gravitationswellen, Ruhrbarone am 12. Februar 2016
  • Wie gefährlich sind Gravitationswellen wirklich? Ruhrbarone am 12. Februar 2016
  • Eine anmaßende Gesundheitsministerin und ihr Problem mit der Naturwissenschaft, Plazeboalarm am 27. Mai 2013
  • 13 Globuli: Ministerin Steffens räumt ab beim Eso-Check, GWUP-Blog am 6. August 2013
  • Gravitationswellen: 100 Jahre brauchte es, um Albert Einstein recht zu geben, Clear Sky-Blog am 12. Februar 2016
  • Gravitationswellen – warum die Aufregung? Relativ einfach am 11. Februar 2016
  • Was sind eigentlich Gravitationswellen? Relativ einfach am 8. Februar 2016 (Teil 2/Teil 3)
  • Was können und wozu braucht man Gravitationswellen? Astrodicticum simplex am 11. Februar 2016
  • Willkommen im Zeitalter der Gravitationswellen-Astronomie! Promotion mit Interferenzen am 11. Februar 2016
  • Gravitationswellen: Die Veröffentlichung im Detail, Hier wohnen Drachen am 12. Februar 2016

Facebook und Youtube: Immer mehr Homöopathie-Kritiker melden sich zu Wort

Das freut uns:

Sogar aus dem Ausland gibt es Resonanz auf das neu gegründete “Netzwerk Homöopathie”.

Auf der Facebook-Seite “Homöopathie neu gedacht” macht Riccardo Gallina auf die italienische Initiative #‎farmaciesenzaomeopatia‬ aufmerksam (“Homöopathie-freie Apotheke”).

Die Biologin Anna Zakrisson Braeunlich verweist auf ihren Youtube-Kanal “The Imaginarium”, wo sie unter anderem Erklär-Videos zur Homöopathie präsentiert:


Direktlink zum Video auf Youtube


Direktlink zum Video auf Youtube

Dazu gibt es auch eine Facebook-Seite.

Und wer weiß, vielleicht steht bald sogar eine europaweite Vernetzung der Homöopathie-Kritiker zur Debatte.

Zum Weiterlesen:

  • Homöopathie: Erklärvideos zum „säkularen Weihwasser“, GWUP-Blog am 14. Dezember 2015
  • Das „Netzwerk Homöopathie“: die offizielle Presseerklärung, GWUP-Blog am 1. Februar 2016
  • Spart Homöopathie Kosten? GWUP-Blog am 10. Februar 2016
  • Homöopathie-Kritik: Excrementum canium C30, DocCheck am 9. Februar 2016
  • Nach Dummfug-Kommentar: Ein Apotheken-Portal hat seine liebe Not mit Homöopathie-Kritikern, GWUP-Blog am 9. Februar 2016
  • Sachverstand kontra Homöopathie und Okoubaka C6, Ratgeber-News-Blog am 5. Februar 2016
  • DZVhÄ-Größenwahn: “Homöopathie einzige effektive Hilfe für viele chronisch Kranke”, Ratgeber-News-Blog am 10. Februar 2016

Verschwörungstheorien im profil

Eine Titelgeschichte zum Thema Verschwörungstheorien gibt’s im österreichischen Nachrichtenmagazin profil (Kurzbeschreibung im profil-Videoblog).

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Mit dabei sind GWUP-Mitglied Dr. Sebastian Bartoschek und Giulia Silberberger vom Goldenen Aluhut:

profil: Was ist derzeit Ihre Lieblings-Verschwörungstheorie?

Silberberger: Die flache Erde. Kürzlich habe ich die Unterhaltung zweier Anhänger dieser Theorie auf Facebook gelesen. Der eine fragte: Warum kann ich eigentlich nicht von Gibraltar aus bis nach New York gucken? Der andere antwortete: Na wegen der Chemtrails!”

Zum Weiterlesen:

  • Sekten-Aussteigerin Silberberger: “Das hat mich zerbrochen”, profil am 10. Februar 2016
  • Verschwörungs-Parodie: „Schule der Wahrheit“ – eine alternative Bildungseinrichtung, GWUP-Blog am 6. Februar 2016
  • Verschwörungstheorien: Von der “Pressfrechheit”, FAZ am 10. Februar 2016
  • Wieso das Internet voll von Verschwörungstheorien ist, Süddeutsche am 6. Februar 2016
  • Von Aliens zur NWO: ‚Akte X‘ ist die falsche Serie zur falschen Zeit, Vice am 9. Februar 2016
  • Sollten Verschwörungstheoretiker zum Psychiater? Welt-Online am 9. Februar 2016
  • Verschwörungstheorien 2.0: Verführerischer Zündstoff, SRF am 7. Februar 2016
  • Formel gegen Verschwörungstheorien? Gedankenwerkstatt am 10. Februar 2016
  • Von der Wahrscheinlichkeit, Recht zu haben, missverstanden zu werden, zu irren oder den Sokal-Hoax-Gedächtnis-Preis 2016 zu bekommen, Gesundheits-Check am 7. Februar 2016
  • Aufklärungs-Netzwerk kämpft mit Humor gegen Verschwörungstheorien an, Südwestpresse am 8. Februar 2016
  • Der Hamster in der hohlen Erde, jetzt am 21. August 2015
  • Nazis am Südpol: Die Welt verschwört sich im Internet, Salzburger Nachrichten am 28. Januar 2016
  • Warum Verschwörungstheorien dumm und gefährlich sind, Geist und Gegenwart am 7. November 2015
  • „Flache Erde“: Porno-Starlet heizt Verschwörungsgläubige an, GWUP-Blog am 11. Januar 2016
  • „Shining“-Verschwörung: Kubrick, Zimmer 237 und die gefälschte Mondlandung, GWUP-Blog am 4. Februar 2016

Spart Homöopathie Kosten?

Homöopathie spart Kosten?

Frau Prof. Claudia Witt hat es untersucht, und Psiram kommentiert.”

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Zum Weiterlesen:

  • Homöopathie muss man sich leisten können, Psiram am 8. Februar 2016
  • Claudia Witt: Homöopathie ist unspannend und nicht wirksamer als Placebo, GWUP-Blog am 28. Juni 2015
  • “Das Lumpempack” singt über Heilpraktiker und Pseudomedizin, GWUP-Blog am 6. Februar 2016
  • Homöopathie-Kritik: Excrementum canium C30, DocCheck am 9. Februar 2016

Nach Dummfug-Kommentar: Ein Apotheken-Portal hat seine liebe Not mit Homöopathie-Kritikern

“Nerv getroffen” haben wir heute Morgen unser Posting über einen Artikel beim Online-Portal Apotheke Adhoc überschrieben – und das war anscheinend noch untertrieben.

Dem sehr passablen Beitrag über das neue “Netzwerk Homöopathie” folgte nämlich im Laufe des Tages der unterirdische Kommentar einer vollkommen ahnungslosen Redakteurin, die noch dazu als klinische Pharmazeutin zeichnet:

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Die Antworten verschiedener “Netzwerk”-Mitglieder und anderer Leser kamen prompt – sind aber offenbar nicht vollumfänglich gewünscht.

Mehrere meiner Kommentare wurden minutenschnell gelöscht. Aus unerfindlichen Gründen ist es wohl nicht erlaubt,

  • die promovierte Pharmazeutin und Redakteurin zu gemahnen, dass zum Beispiel auch der Apotheker Dr. Edmund Berndt zum “Netzwerk Homöopathie” gehört – und nicht bloß “Zauberkünstler und selbst ernannte Skeptiker”, wie die Dame sich zusammenphantasiert.

Hinweise auf den Artikel “Der Apotheker Dr. Edmund Berndt zur Unwirksamkeit der Homöopathie” und auf sein Buch “Der Pillendreh: Ein Apotheker packt aus”: gelöscht.

  • Des Weiteren ist es untersagt, einen Kommentator, der die üblichen Standard-Phrasen strapaziert, darauf hinzuweisen, dass kein Mensch “im Mittelalter” geglaubt hat, dass die Erde eine Scheibe sei, und dass Copernikus nicht “verbrannt” wurde.

Ein Hinweis auf den Spiegel-Artikel “Mittelalter und Moderne”: gelöscht.

  • Total allergisch reagiert die Redaktion anscheinend auf die Tatsache, dass es selbstredend auch bei Tieren Placebo-Effekte gibt und die Behauptung

“Bei den Tieren kann man ja wohl nicht von einem Placeboeffekt sprechen”

folglich Unfug ist.

Hinweise auf die Artikel “Homöopathie bei Kindern und Tieren”, “Bei Tieren kann es keinen Placeboeffekt geben – ein Beweis für die Homöopathie?”, “Homöopathie – auch wenn wir es leid sind”, “Argumente für Tierhomöopathie”, “Auch bei Tieren ist Homöopathie nur eine Lüge” und “Homöopathie – So wirken Placebos bei Tieren”: gelöscht.

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  • Auch auf die Nicht-Wirksamkeit der Homöopathie darf nicht aufmerksam gemacht werden.

Ein Link zu dem FAZ-Artikel “Große Homöopathie-Studie: Hilft weder gegen Migräne noch gegen Asthma”: gelöscht.

Nun ja, was will uns das bedeuten?

Natürlich waren meine Statements keineswegs frei von Polemik – als völlig angemesse Reaktion auf solch miserabel recherchierten Blödfug seitens der Frau Doktor Redakteurin:

Die Riege der Meinungsmacher ist bunt gemischt: Biologen, Hobbyzauberer, Diplom-Ingenieure und selbsternannte Skeptiker stehen an der Spitze der GWUP. Ist das die forschende Elite für unser Gesundheitswesen? Und viel wichtiger: Dürfen solche Charaktere tatsächlich eine vernichtende Meinung zu alternativen Heilmethoden herbeireden?”

Anscheinend sorgt das gerade mal eine Woche alte “Netzwerk Homöopathie” schon jetzt für jede Menge Unruhe bei den Profiteuren des Zuckerzeugs.

Erstaunlicherweise wurde der exakt dazu passende Kommentar bislang nicht gelöscht:

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 Update von 19.20 Uhr: Gerade gesehen, es gibt auch einen redaktionellen Widerspruch zu dem genannten Kommentar, und zwar “Globuli: Goldstandard von gestern”.

Zum Weiterlesen:

  • Lehren aus der Hühnerkacke, Apotheke adhoc am 9. Februar 2016
  • Nerv getroffen: Das Netzwerk Homöopathie in den Medien, GWUP-Blog am 9. Februar 2016
  • „Wir sehen mit Sorge …“: Gründungsmitglied Dr. Vahle zum Netzwerk Homöopathie, GWUP-Blog am 8. Februar 2016
  • Das „Netzwerk Homöopathie“: die offizielle Presseerklärung, GWUP-Blog am 1. Februar 2016
  • Homöopathie muss man sich leisten können, Psiram am 8. Februar 2016
  • Homöopathie-Kritik: Excrementum canium C30, DocCheck am 9. Februar 2016

Nerv getroffen: Das Netzwerk Homöopathie in den Medien

Zwei neue Medienberichte zum “Netzwerk Homöopathie”:

  • “In Deutschland geben Verbraucher pro Jahr rund 360 Millionen Euro in der Selbstmedikation für Homöopathika aus (Apothekenverkaufspreise, AVP). Dazu kommen etwas mehr als 90 Millionen Euro über Verordnungen. Führende Anbeiter sind DHU, Heel, Hevert, Pflüger, Orthim und Pascoe.”

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  • “Lange wurden Homöopathen als Alternativmediziner angesehen, für viele Mediziner und Wissenschaftler sind Homöopathen aber nichts anderes als Pseudomediziner, die unwirksame Medikamente verordnen und ihren Patienten eher schaden als helfen.”

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Update vom 9. Februar: “Nach Dummfug-Kommentar: Ein Apotheken-Portal hat seine liebe Not mit Homöopathie-Kritikern.”

Zum Weiterlesen:

  • Homöopathie-Kritiker gegen Apothekenpflicht, Apotheke adhoc am 9. Februar 2016
  • Ärzte machen Front gegen Homöopathie, gesundheits-magazin am 8. Februar 2016
  • „Wir sehen mit Sorge …“: Gründungsmitglied Dr. Vahle zum Netzwerk Homöopathie, GWUP-Blog am 8. Februar 2016
  • Das „Netzwerk Homöopathie“: die offizielle Presseerklärung, GWUP-Blog am 1. Februar 2016
  • Homöopathiekritiker starten Informations-Netzwerk, DAZ.online am 1. Februar 2016
  • Den Homöopathen soll es an die Globuli gehen, FAZ am 3. Februar 2016
  • Homöopathie-Kritiker gründen Internet-Plattform, Welt-Online am 5. Februar 2016
  • Sachverstand kontra Homöopathie und Okoubaka C6, Ratgeber-News-Blog am 4. Februar 2016
  • Homöopathie: Die Luftgitarre der Medizin, GWUP-Blog am 5. Februar 2016
  • “Das Lumpenpack” singt über Heilpraktiker und Pseudomedizin, GWUP-Blog am 6. Februar 2016
  • Homöopathie-Kritik: Excrementum canium C30, DocCheck am 9. Februar 2016
  • Nach Dummfug-Kommentar: Ein Apotheken-Portal hat seine liebe Not mit Homöopathie-Kritikern, GWUP-Blog am 9. Februar 2016




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