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Evolution bizarr: Großbrüstige Blondinen und US-Missen

Wer hätte das gedacht, dass türkische Kreationisten sich mal vom Playboy inspirieren lassen würden?

1987 warb das “Enthüllungs”-Magazin mit einem Playboy-lesenden Mann in Mönchskutte neben dem Slogan:

Und alles, was sie zeigen, hast Du erschaffen!”

Heute …

… [widerlegen] im türkischen Sender A9 TV großbrüstige Blondinen Darwin auf Deutsch mit Koransuren”,

schreibt Die Welt.

Und so sieht das aus:


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Bizarr.

Moderatorin Merve – pinkfarbene Lippen, schwarzer Lidschatten, gelb untermalte Augenbrauen – erklärt dann zum Beispiel: “Wir alle wissen, dass es Leute gibt, die sagen, dass alle lebendigen Dinge auf der Erde, also das Universum, die Sterne, Berge, Bäume, Fische, Insekten, Vögel, durch Zufall ins Dasein geriet”

Ihre Kolleginnen antworten mit Monologen über die “trügerischen Darwinisten”, die, “inschallah”, der Lüge überführt würden.

Merve ergänzt grammatikalisch gewagt: “Und wenn wir noch detaillierter denken, dann kommt dazu in den Gehirn, inschallah, das Protein kann ohne den Zellkern nicht entstehen.”

Apropos Gehirn:

Man mag sich ja über die “Blondinen mit Dirndl-Figur” beim Kreationisten-TV amüsieren – aber schauen wir doch mal über den großen Teich.

Bei der Wahl zur “Miss USA 2011″ wurden in der Talkrunde die Kandidatinnen gefragt, ob die Evolutionstheorie an Schulen gelehrt werden sollte.

Hier sind die Antworten der jungen Schönen:


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Die Kurzversion:


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Die Huffington Post kommentierte einigermaßen entsetzt:

Out of all the contestants in last night’s Miss USA pageant, only two affirmed they thought evolution should be taught in schools.”

Immerhin:

The winner, 21-year-old Alyssa Campanella, was one of the two”

Aber:

The rest either confused the question with evolution of species (versus the intelligent design debate), or stated that they thought both should be taught in school.”

Na prima.

Der einzige Unterschied ist, dass die “Gespräche über die Schöpfung” bei A9-TV schon im Original wie eine Realsatire wirken, während die Parodien auf “Should evolution be taught in schools?” erst gestaltet werden mussten.

Sehr lustig ist zum Beispiel “Should maths be taught in schools?”

 

Auch die Youtube-Bloggerin Cristina Rad (die 2011 beim “Denkfest” in Zürich zu Gast war), hat sich des Themas überaus vergnüglich angenommen:


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Zum Weiterlesen:

  • “Evolution ist kein Glaubensbekenntnis”, diesseits.de am 17. Februar 2013
  • Kreationisten in der Türkei auf dem Vormarsch, Deutschlandfunk am 24. September 2012
  • Konferenz-Auftakt in Berlin: Kreationismus, GWUP-Blog am 18. Mai 2012
  • WSC 2012, Tag 1: Kreationismus, Kritisch gedacht am 19. Mai 2012
  • Weltskeptiker-Konferenz: Kreationismus, dieausrufer am 18. Mai 2012
  • US-Lehrer zweifeln an Evolution, Focus am 30. Januar 2011
  • GWUP-Thema: Kreationismus
  • “Nur eine Theorie” und andere Missverständnisse über die Wissenschaft, Astrodicticum simplex am 15. Januar 2011
  • Der Unsinn der nichtreduzierbaren Komplexität, Astrodicticum simplex am 5. Dezember 2010

 

 

“Die Homöopathie-Lüge” bei “Fragen an den Autor”

So ändern sich die Zeiten.

Als ich 1996 mit “Die übersinnlichen Phänomene im Test” zum ersten Mal bei dem Radiotalk “Fragen an den Autor” zu Gast war, schien der (damalige) Moderator aufrichtig empört, dass darin auch ein Kapitel zum Thema Homöopathie zu finden ist.

Sinngemäß lautete seine Frage, was Homöopathie denn mit Ufos, Astrologie und Parapsychologie gemein habe?

Heute wissen glücklicherweise eine Menge Leute, dass die Homöopathie genau dort hingehört – auf den Kehrrichthaufen der Wissenschaftsgeschichte.

Und deshalb ist es mittlerweile auch möglich, eine ganze “Fragen an den Autor”-Sendung zu dieser Kontroverse zu machen.

Am kommenden Sonntag (17. Februar, ab 11.04 Uhr bei SR 2) sind Dr. Christian Weymayr und Nicole Heißmann auf dem Halberg in Saarbrücken, und zwar zu ihrem Buch “Die Homöopathie-Lüge”.

In der Ankündigung heißt es:

Die Homöopathie ist beliebt – auch und gerade in gebildeten und alternativen Kreisen. Ärzte und Wissenschaftler zeigen sich „aufgeschlossen“ und „pluralistisch“.

Ist das alles eine Kapitulation vor dem Irrationalen und der Unwissenschaftlichkeit? Wird hier mit verschiedenen Maßstäben gemessen? Geht es vorwiegend um Geld?

Wirken die weißen Kügelchen nur durch Einbildung? Wenn der Glaube gesund machen kann, sollte man ihn dann nicht systematisch erforschen und zur Therapie einsetzen?”

Das Ganze ist eine Call-in-Sendung, Hörerfragen können also live gestellt werden (oder vorab per Mail).

Ein aktuelles Interview mit Christian Weymayr gibt es auch in dem Blog nachdenken-bitte.

Um einen berüchtigten Pro-Homöopathie-Blog und um das, was dort verbreitet wird, geht es heute bei Kritisch gedacht.

Zum Weiterlesen:

  • Die Homöopathie-Lüge, Kritisch gedacht am 9. Dezember 2012
  • Die Homöopathie-Lüge: ein Interview (Teil 1), GWUP-Blog am 23. Dezember 2012
  • Die Homöopathie-Lüge: ein Interview (Teil 2), GWUP-Blog am 23. Dezember 2012
  • Irrtum Homöopathie – präzise analysiert und erklärt, Ratgeber-News-Blog am 1. Februar 2013
  • Die Wunderkraft des Placebo, Psiram am 11. Februar 2013
  • Zentrum der Gesundheit: Die wahnwitzigen Behauptungen, Psiram am 13. Februar 2013

Ist das zu glauben? Cartoon-Kalender sagt Papst-Rücktritt taggenau voraus

Na, wenn das kein seltsames Phänomen zwischen Himmel und Erde ist:

Der Kalender “Karicartoon 2013″ (gedruckt 2012) hat angeblich taggenau den Papst-Rücktritt vorausgesagt – die entsprechende Zeichnung hat grenzwissenschaft-aktuell heute hier veröffentlicht:

Das Kalenderblatt vom Sonntag dem 10. Februar zeigt eine Karikatur der Berliner Zeichnerin und Autorin Katharina Greve. Diese zeigt den (jetzigen?) Papst mit einem inklusive der Superzahl korrekt ausgefüllten Lottoschein vor der TV-Durchsage der gezogenen Lottozahlen sitzend und mit der Denkblase versehen: “Heiliger Strohsack! Morgen kündige ich!”

Das ist noch besser als der Blitz, der nach dem Papst-Rücktritt in die Kuppel vom Petersdom eingeschlagen ist.

Zum Weiterlesen:

  • Treffsicherer als jeder Wahrsager: Karicartoon-Kalender sagt Papstrücktritt korrekt voraus, grewi-aktuell am 12. Februar 2013
  • Prophetische Karikatur: Cartoon-Kalender sagt Papst-Rücktritt voraus, Focus-Online am 12. Februar 2013
  • Blitzeinschlag im Petersdom nach Rücktritt des Papstes, exicte-news am 12. Februar 2013
  • Skurriles zum Papst-Rücktritt: Prophetischer Comic, mysteriöser Blitz, Spiegel-Online am 12. Februar 2013

 

Wann macht es endlich “Wow” beim SETI-Projekt?

Spiegel-Online berichtet heute, dass die “erste Zielfahndung nach Außerirdischen erfolglos” verlaufen sei.

Die Rede ist vom “Search for Extraterrestrial Intelligence”-Projekt, kurz SETI genannt:

Die Preisfrage lautet: Auf wie vielen gibt es Leben, und beherbergen manche vielleicht sogar fortschrittliche Zivilisationen?

Die Alienjäger des Seti-Projekts haben jetzt einige Dutzend der Sterne belauscht, in deren Orbit das “Kepler”-Weltraumteleskop jeweils mehrere Planetenkandidaten entdeckt hatte – in der Hoffnung, Funksignale aufzufangen.

Die schlechte Nachricht: Auf eine Botschaft von Außerirdischen müssen wir Erdlinge weiter warten. Die gute Nachricht: Es gibt noch Hoffnung, und zwar reichlich.”

Eine “schöne und nicht zu lange” Dokumentation über das SETI-Institut gibt es hier:


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Aber was hat es mit dem berühmten “Wow-Signal” von 1977 auf sich?

Dazu schrieben wir im Skeptiker 1/2003:

Als aussichtsreichster Kandidat [für ein außerirdisches Funksignal] gilt das so genannte „Wow!“-Signal, das am 15. August 1977 von dem Astronomen Jerry Ehman entdeckt wurde.

Wie Tausende Male zuvor war Ehman am Radioteleskop „Big Ear“ der Ohio State University mit der Kontrolle der Computerausdrucke der Teleskopdaten beschäftigt. Plötzlich wurde er auf eine Datenkolonne aufmerksam, die sich von den übrigen in nie da gewesener Weise abhob.

„Ohne zu denken, schrieb ich ,Wow!‘ auf den Ausdruck“, erinnert sich Ehman.

Das „Wow!“-Signal erfüllte fast sämtliche Anforderungen, die Forscher von einem kosmischen Lebenszeichen erwarten: Es wurde im Bereich der 21-Zentimeter-Linie gemessen und erreichte etwa die 30-fache Stärke des Hintergrundrauschens. Es sah so aus, als wäre es an- und wieder ausgeschaltet worden.

Allein: Trotz unzähliger Wiederholungsmessungen konnte das Signal nicht reproduziert werden.

Daher zweifelt Ehman heute daran, dass es sich um eine Alien-Botschaft handelt:

“Wenn es wirklich intelligente Wesen gewesen wären, dann hätten sie das Signal wohl öfter als nur einmal gesendet. Es spricht auch manches dafür, dass es sich um ein Signal von der Erde handelt, das im Weltraum reflektiert wurde.“

Schade eigentlich.

Aber das bedeute “keineswegs, dass man die Suche nach Aliens nunmehr einstellen könnte”, schreibt der Spiegel heute.

Zum Weiterlesen:

 

Sucker Punch gegen Scientology

Gewiss, es ist überaus bedauerlich, dass die “Scientology-Jägerin” Ursula Caberta zurückgetreten ist – “aus Protest gegen eine immer weiter zurückgeschraubte Finanzausstattung”, schreibt der Tagesspiegel.

Noch vor einem Jahr war Caberta bei einer “Skeptics in the Pub”-Veranstaltung der Hamburger GWUP-Regionalgruppe zu Gast:


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Hier im Blog hatten wir zum Beispiel über ihre Kritik an dem Promi-Obskurantenduo Pierre Franckh/Michaela Merten berichtet.

Allerdings hat Scientology auch ohne Cabertas Engagement mit immer stärkerem Gegenwind zu kämpfen.

Waren es zuletzt der US-Journalist Lawrence Wright und Ron L. Hubbards Urenkel Jamie DeWolf, die mit wenig schmeichelhaften Details über den Psychokult an die Öffentlichkeit gingen, packt jetzt die Nichte des gegenwärtigen Scientology-Führers Miscavige aus, berichtet Welt-Online.

Die 29-jährige Jenna Miscavige Hill wurde in die “Glaubensgemeinschaft” hineingeboren und erzählt nun von Kinderarbeit, Verhören, Denunziation und Einschüchterung durch die organisationseigene Geheimpolizei.

Über die Rezension von Jennas Buch “Beyond Belief: My Secret Life Inside Scientology and My Harrowing Escape” hinaus schreibt der Welt-Autor:

Es ist bemerkenswert, dass weite Teile der amerikanischen Öffentlichkeit sich erst kritisch mit Scientology zu befassen scheinen, seit der Ehestreit zwischen den Schauspielern Tom Cruise und Katie Holmes (samt Scheidung) die Boulevardmedien beschäftigt.

Die Menschen bewegte der Verdacht, Holmes habe sich von Cruise getrennt, als sie fürchten musste, das gemeinsame Töchterchen Suri werde Verhören und Entfremdungstechniken ausgesetzt wie andere Scientology-Kinder.

Für jeden, der halbwegs klar bei Verstand und in der Lage ist, eine Google-Suche über Scientology zu starten, stellt sich ohnehin die Frage, wie es der Organisation offenbar immer wieder gelingt, Mitglieder und angeheiratete Partner wie Katie Holmes (und vor ihr Nicole Kidman) mit zunächst derart blinder Begeisterung zu schlagen.”

Stimmt.

Ein paar Erklärungsversuche unternimmt, wie berichtet, Lawrence Wrigh in seiner Publikation “Going Clear: Scientology, Hollywood, and the Prison of Belief”.

Immerhin ist Jenna Miscavigne Hill halbwegs zuversichtlich, dass der Spuk bald vorbei ist.

Der New York Post sagte sie:

I think it’s definitely on its way to being fully exposed. I think people are a lot more aware of it, and a lot more cautious about it.”


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Mehr Videos mit TV-Auftritten der 29-Jährigen finden sich im Blog gegen Scientology.

Zum Weiterlesen:

  • Die Nichte des Scientology-Führers packt aus, Welt-Online am 10. Februar 2013
  • Die Geister-Therapeutin: Promis und Esoterik, GWUP-Blog am 15. Oktober 2009
  • Sektenjägerin Caberta wirft hin, Süddeutsche am 7. Februar 2013

 

Das Philadelphia-Experiment

Einige brannten lichterloh. Andere wurden verrückt. Oder verschwanden für immer in einer anderen Dimension.

Nicht wenige der Besatzungsmitglieder verschmolzen gar mit ihrem Schiff, litten entsetzliche Qualen, als ihre Körper sich auflösten und inmitten fester Materie wieder Gestalt annahmen, etwa in der Außenverkleidung oder den Bodenplanken – schreckliche Folgen des „Philadelphia-Experiments“ im Oktober 1943, über das Die Welt heute berichtet.

Ziel der US-Marine war es, den Zerstörer „USS Eldridge“ im Hafen von Philadelphia mit Hilfe eines starken Magnetfelds unsichtbar zu machen. Aber etwas ging schief.

Das Schiff wurde in den weit entfernten Hafen von Norfolk teleportiert – und wieder zurück.

Doch als die „USS Eldrige“ nur wenige Sekunden nach ihrem Verschwinden wieder sichtbar wurde in Philadelphia, stellte sich heraus, dass die Besatzung den Dimensionssprung körperlich und geistig nicht verkraftet hatte.

Dafür allerdings machten die 15 älteren Herren, die im März 1999 in einem Boardwalk-Hotel in Atlantic City zu einem Veteranentreffen zusammenkamen, einen recht fidelen Eindruck.

Bill Van Allen etwa, Executive Officer und später Kapitän der „USS Eldrige“:

Ich habe keine Ahnung, wie diese Geschichte aufgekommen ist“,

erzählte Van Allen, der aus der Stadt Charlotte in North-Carolina stammt, einem Reporter von The Philadelphia Inquirer.

Seine Ex-Crew konnte ihm da nur beipflichten.

Etwa Ed Wise aus Salem im US-Bundesstaat Indiana: „Eine verrückte Schnapsidee“ nennt er das angebliche „Philadelphia-Experiment“.

Einer der größten Mythen der Parawissenschaft war für die Seeleute bei ihrem ersten Wiedersehen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs kaum ein Thema.

„Ich habe den Film gesehen“, erzählte Mike Perlstein aus Warminster, „und der ist gut. Aber es ist kein wahres Wort an der Story“.

1984 setzte Star-Regisseur John Carpenter dem „Philadelphia-Experiment“ ein filmisches Denkmal. 1993 kam die Fortsetzung in die Kinos.

Klar, wenn Leute mich danach fragen, sage ich natürlich, dass ich damals verschwunden bin“,

amüsierte sich „Eldrige“-Besatzungsmitglied Ray Perrino.

Aber nach einer Weile merken sie schon, dass ich sie bloß hochnehme.“

Schöpfer des Mythos ist kein Geringerer als der Erfinder des Bermuda-Dreiecks, Charles Berlitz. Mit seinem Ko-Autor William L. Moore veröffentlichte er 1979 das Buch „Das Philadelphia Experiment“ mit der eingangs geschilderten Story.

Das Duo berief sich dabei auf den zwielichtigen Ufo-Forscher Marris Ketchum Jessup, der wiederum 1956 einen Brief von einem angeblichen Augenzeugen des „Philadelphia-Experiments“ namens Carl Meredith Allen (oder auch „Carlos Miguel Allende“) bekommen haben will.

Dieser hatte behauptet, sogar Albert Einstein mit seiner berühmten einheitlichen Feldtheorie sei an dem bahnbrechenden Versuch beteiligt gewesen.

Nüchterne Leser von Berlitz Buch wandten sogleich ein, es sei mehr als unwahrscheinlich, dass die USA ein solch sensationelles Experiment in einem Hafen am helllichten Tag durchführen würden – vor zahlreichen anderen Schiffsbesatzungen und Hafenarbeitern in unmittelbarer Nähe.

Die Welt weist außerdem auf folgenden Umstand hin:

Die USS Eldridge befand sich im Herbst 1943 zu keinem Zeitpunkt im Hafen von Philadelphia, konnte also von dort auch nicht verschwinden.”

Sogar um ein angebliches “erstes” Philadelphia-Experiment (gewissermaßen eine Art Probelauf) im Juli 1943 ranken sich widersprüchliche Zeitangaben, die nahelegen, dass das Schiff zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht in Dienst gestellt war.

Beim „Eldrige“-Veteranentreffen 1999 konnte sich jedenfalls keiner der 15 Männer erklären, wieso Sensationsautoren sich gerade ihr Schiff aussuchten, um eine mysteriöse Schauermär darum zu stricken.

Lediglich eine unspektakuläre Anlage zum Entmagnetisieren von Schiffen gab es 1943 in der Marinewerft von Philadelphia.

Als die 15 Ex-„Eldrige“-Besatzungsmitglieder am späten Abend des 24. März 1999 wieder auseinander gingen, rief Ed Tempany aus Carteret, New York, seinen Kameraden zum Abschied noch zu:

Beam me up, Scotty!“

Zum Weiterlesen:

“Pragmatischer Waldorf” – was soll das denn sein?

Die von der GWUP initiierte Petition gegen eine geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg sorgt weiter für Schlagzeilen.

Nachdem die taz eher Sympathie für das Projekt äußerte, hat nun der Deutschlandfunk berichtet – und lässt André Sebastiani von den Skeptikern ebenso zu Wort kommen wie den Hamburger Landesschulrat Norbert Rosenboom.

Man darf heute sagen, dass alle grundlegenden Konzepte wissenschaftlich völlig überholt, wen nicht sogar widerlegt sind”,

wird Sebastiani zitiert:

Dazu zählt zum Beispiel die anthroposophische Entwicklungslehre, die davon ausgeht, dass sich die Kinder in Sieben-Jahres-Schritten entwickeln. Da gibt es dann so Stufen wie physischer Leib, Astralleib, Ätherleib.”

Rosenboom spricht derweil von einem “Versuchsballon”:

 Ein Anteil von Waldorf an der pragmatischer Stelle – wo er sinnlich ist, wo er haptisch ist, direkt auf die Natur gerichtet, direkt auf den Menschen gerichtet, auf die Praxis. Verbunden mit einem Leistungs- und Bildungsanspruch des staatlichen Regelschulwesens. Diese Anteile zu verschmelzen, darum ging es uns.”

Dumm nur, dass “ein bisschen Waldorf” nicht möglich ist, erklärt der Bildungswissenschaftler Prof. Dr. Stefan T. Hopmann in diesem Interview.

Zum Weiterlesen:

  • Widerstand gegen staatliche Waldorfschule in Hamburg, Deutschlandfunk am 8. Februar 2013
  • Erste deutsche staatliche Waldorfschule: Wirbt Christian Füller, taz, für die ‘Sekte’ Anthroposophie? Ruhrbarone am 31. Januar 2013
  • Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“, Ruhrbarone am 11. Juli 2011
  • Petition gegen eine geplante staatliche Waldorfschule, GWUP-Blog am 13. Dezember 2012
  • Waldorf-Kritiker: “Mit Esoterik löst man keine sozialen Probleme”, GWUP-Blog am 28. Januar 2013  

“FameLab” – der Weg zum Wissenschaftsruhm?

Bei der Eröffnung des Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation im Herbst letzten Jahres hieß es:

Bislang [wagen] nur Naturtalente den Dialog mit der Öffentlichkeit. Denn Kommunikation ist meist kein Teil einer wissenschaftlichen Ausbildung.”

Das mag sein – andererseits gibt es mittlerweile vielerlei Gelegenheiten für junge Wissenschaftler, ihre Forschungsergebnisse öffentlich zu präsentieren.

Da sind zum einen die Science Slams, für die GWUP-Vorstandsmitglied Dr. Julia Offe sich besonders engagiert.

Die nächsten Termine (z.B. am 12. Februar in Ulm und am 26. Februar in Berlin) finden sich hier.

Auch einige GWUP-Mitglieder slamen gerne mit:


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Zum anderen gibt es “Skeptics in the Pub”, ein ursprünglich britisches Format, das verschiedene GWUP-Regionalgruppen nach Deutschland importiert haben.

Am 26. Februar treffen sich beispielsweise die Kölner Skeptiker im Jameson Distillery Pub in der Friesenstraße, um sich mit Dr. Christian Weymayr, dem Co-Autor des Buches “Die Homöopathie-Lüge”, zu unterhalten.

Aber auch “young scientists” und sogar Stand-up-Comedians können sich hier einbringen:


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Und nicht zuletzt laufen gerade die Regionalentscheide zum FameLab Germany.

Den FameLab-KandidatInnen stehen maximal drei Minuten zur Verfügung, um eine Fachjury und das Publikum zu überzeugen. Mit auf die Bühne gebracht werden darf nur das, was die Kandidatin oder der Kandidat selbst tragen und aufstellen kann. Präsentationshilfsmittel wie Powerpoint sind nicht zugelassen.

Auch FameLab kommt aus England und wird dieses Jahr zum dritten Mal in Deutschland ausgetragen.

Die nächste Veranstaltung ist am Mittwoch (13. Februar) in Leipzig, danach kommen noch Bielefeld (2. März), München (5. März), Hamburg (9. März), Karlsruhe (15. März) und Potsdam (15. März) an die Reihe.

Und so darf man sich das vorstellen:


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Zum Weiterlesen:

  • Wissenschaft in zehn Minuten: Interview mit Julia Offe von Science Slam, Stud-Blog am 24. Mai 2011
  • Science Slam: Fröhliche Wissenschaft, geo.de am 15. Oktober 2009
  • Darm mit Charme, GWUP-Blog am 17. Juli 2012
  • Skepsis mit Knalleffekt: GWUP-Mitglieder beim Science Slam, GWUP-Blog am 15. April 2011

Verschwörungstheoretiker laufen mal wieder Amok

Für den “rechten Spinnerrand” (lunatic fringe) in den USA ist es natürlich ein Schock, dass Obama tatsächlich ernsthaft das Waffenrecht verschärfen will.

Ergo muss alles dafür getan werden, den unmitttelbaren Anlass dafür kleinzureden – oder noch besser umfänglich zu diskreditieren.

Und genau dort setzt die durchgeknallte “Wahrheitler-Bewegung” an: beim Amoklauf an der Sandy Hook Elementary Schoool, der am 14. Dezember vergangenen Jahres 28 Menschen das Leben kostete, darunter 20 Schülerinnen und Schüler.

Amoklauf? Was für ein Amoklauf?

Das Ganze sei natürlich bloß eine Inszenierung gewesen: entweder eine “Soap Opera” mit Schauspielern oder aber ein echtes Massaker, das jedoch von höchster Stelle befohlen und von Spezialkräften ausgeführt wurde, um …

… eine Rechtfertigung zu erwirken, die Waffen, die in den Händen des Volkes sind, zu beschlagnahmen.”

Und warum das Ganze?

Ganz einfach:

Rothschild hat beschlossen, aus den USA eine absolute Diktatur zu machen. Im Weg stehen u.a. abertausende schwer bewaffnete und damit gut trainierte Bürger. Viele haben sogar Kriegserfahrungen aus den vielen Kriegen, die die USA seit 1950 angestiftet haben.”

Neu sind solche aberwitzigen Phantastereien nicht – und nicht nur die USA sind davon betroffen.

Nach dem Amoklauf von Winnenden 2009 titelte der berüchtigte Kopp-Verlag:

So beginnt die Tyrannei.”

Darüber haben wir hier berichtet.

Die “Sandy Hook Truther Movement” oder kurz “Newtown Truther” berufen sich insbesondere auf dieses Youtube-Filmchen, ein …

… simple, logical video. No aliens, holigrams, rituals or anything like that, just facts!”

Wie valide diese “Fakten” sind, dazu haben unter anderem Benjamin Redford vom Skeptical Inquirer, D. J. Grothe von der James Randi Educational Foundation und David Mikkelson von der Urban-Legends-Seite snopes.com Stellung bezogen.

Und zwar in einem Artikel der Huffington Post vom 16. Januar.

Darin heißt es unter anderem:

We are hardwired to seek order in chaos, make meaning out of data noise, and it is paradoxically comforting to imagine that great tragedy is not just time and chance, but a function of some nefarious, pre-planned grand design.”

Ähnliches lesen wir bei Skeptics.de über die “verschwörungstheoretische Argumentationsstruktur”.

Mit zwei Sätzen bringt es der Schweizer Tagesanzeiger auf den Punkt:

Millionen US-Waffenfans kommen nicht mit der Diskussion über Amokläufe und Schulschiessereien klar. Darum tun sie so, als habe es das alles nicht gegeben.”

Zum Weiterlesen:

  • Der “Scherz” von den Waffenmassakern, Tagesanzeiger am 6. Februar 2013
  • Sandy Hook Conspiracy Theory Video Debunked By Experts, Huffington Post am 16. Januar 2013
  • Die verschwörungstheoretische Argumentationsstruktur, Skeptics.de am 2. Februar 2013
  • Winnenden und der “lunatic fringe”, GWUP-Blog am 13. Januar 2011

 

 

“Der Komet im Cocktailglas”: Kosmisches und Irdisches

Viel ist dieser Tage zu lesen über den Asteroiden “2012 DA14″, der am 15. Februar dicht an der Erde vorbeischrammt.

Was dabei genau passiert, hat der Astronom Dr. Florian Freistetter bei Astrodicticum simplex schon vor vier Wochen beschrieben.

Die Berner Zeitung wollte es ganz genau wissen und hat nochmal nachgefragt:

Herr Freistetter, am 15. Februar nähert sich der Asteroid 2012 Da14 der Erde. Wie knapp wird das?

Der Asteroid fliegt 30.000 Kilometer an der Erde vorbei.”

Also keine Gefahr für uns?

Nein. Das passiert immer wieder. Falls der Weltuntergang drohte, wüssten Sie das übrigens schon. Der Himmel wird von Hunderttausenden Amateurastronomen beobachtet, die hätten das schon lange gemerkt. Vertuschungsaktionen gibts nur im Kino.”

In dem Interview geht es aber nicht nur um den Himmelsbrocken 2012 DA14 – auch das neue Buch von Florian Freistetter wird kurz vorgestellt.

Es heißt “Der Komet im Cocktailglas” und handelt nach Verlagsangaben davon, “wie Astronomie unseren Alltag bestimmt”:

Vom Wasser, das von eingeschlagenen Asteroiden geliefert wurde, bis zu unserer Nahrung, die aus konvertierter Sonnenenergie besteht. Vom Fernsehbildschirm, auf dem wir die Reste des Urknalls bewundern können, bis zur Abfolge der Jahreszeiten, die wir einer gigantischen Planetenkollision verdanken.”

Der Humanistische Pressedienst schreibt in einer Rezension:

Selbst Laien, die sich nie zuvor mit diesen Themen befasst haben, denen das Weltall nur eine Hand voll uninteressanter Sterne zu sein scheint, werden sich wundern, wie nahe sie uns sind.”

Der Autor selbst sagt dazu:

In der Physik, der Mathematik und der Chemie ist es schon lange üblich, Bücher über den Alltagsaspekt zu schreiben und zu erklären, wo uns diese Wissenschaften jeden Tag ganz konkret begegnen ohne dass wir es bemerken. Die Astronomie wurde bisher immer in die fernen Winkel des Alls verbannt.

In Der Komet im Cocktailglas wollte ich das ein wenig richtig stellen und zeigen, dass wir auch die Astronomie überall im Alltag treffen können.”

Zum Weiterlesen:




Skeptiker-Konferenz 2013

Skeptiker-Konferenz 2013

NEU: Skeptiker 1/2013

SKEPTIKER 4/2012