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Skeptics in the Pub in Augsburg: „Schlafschafe vs. Truther“

Die Augsburger Skeptiker laden am kommenden Montag (8. Juni) zu einem Vortrag ein:

Schlafschafe vs. Truther – Verschwörungsglaube im Internet-Zeitalter”

Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Annapam-Keller “Hempels” (Bäckergasse 23), der Eintritt ist frei.

Zum Weiterlesen:

  • Sind Verschwörungstheoretiker “vernünftiger“? Natürlich nicht, GWUP-Blog am 18. Januar 2015

„The Nightmare“: Geister, Aliens und Schlafparalyse

Am Wochenende hat der Film “The Nightmare” in den USA Premiere.

Der Streifen ist eine Art Horror-Dokumentation über das Phänomen der Schlafparalyse, das auch für vermeintlich paranormale Erfahrungen wie Alien-Abduktionen oder Geistererscheinungen verantwortlich gemacht wird.


Direktlink zum Video auf Youtube

Vice hat mit dem Regisseur Rodney Ascher gesprochen:

Welche sind denn die gängigsten Figuren, die Menschen im Traum sehen?

Der dreidimensionale Schattenmann ist wahrscheinlich die am weitesten verbreitete. Viele Menschen beschreiben eine ganz ähnliche Figur, aber mit einem Hut – sie nennen ihn den Hut-Mann. Es gibt noch einen weiteren Hut-Mann, der irgendwie mit Ufo-Geschichten zu tun hat, wie genau habe ich aber noch nicht verstanden.

Menschen berichten auch von einer alten Hexe oder einem Mantelmann, der dem Sensenmann nicht unähnlich ist. Sonst gibt es auch noch schwarze Katzen, Spinnen.”

Das alles klingt furchtbar, aber gibt es auch Menschen, die eine Schlafparalyse ohne Angst durchleben?

Es gibt eine ganze Menge Menschen, die ihren Frieden damit geschlossen haben. Sie sehen es als Tor zu luziden Träumen und außerkörperlichen Erfahrungen.

In einer Online-Diskussion schrieb einer: „Wenn du doch einfach entspannst und keine Angst hast, dann kann dieser Schattenmensch zu deinem Lotsen werden.” Darauf antworteten aber andere sofort: „Bist du verrückt? Das sind Dämonen! Du heißt sie in deinem Zimmer willkommen wie ein Feuer in deinem Haus.”

Meine letzte Schlafparalyse hatte ich während der Arbeit an diesem Film und ich dachte mir nur, „Oh! Schlafparalyse! Es passiert gerade.” Ich versuchte also, mich zu entspannen und dem Geschehen aufmerksam zu folgen. Ich hatte keine Angst, es war mehr wie eine abgefahrene Lichtshow.”

Zum Weiterlesen:

  • Der reale Horror einer Schlafparalyse, Vice am 29. Mai 2015
  • Aliens beim House-Arzt, GWUP-Blog am 13. März 2010
  • Surreales Treffen mit Aliens, GWUP-Blog am 27. Januar 2013
  • Entführt von Außerirdischen? Hoaxilla-Podcast Nr. 72 vom 15. Januar 2012
  • Zwischen Traum und Realität – Entführt von Außerirdischen, Astrodicticum Simplex am 27. August 2009
  • Entführung durch Außerirdische, GWUP-Infos
  • Bewegungslosigkeit beim Aufwachen – Schlaflähmung, Süddeutsche am 4. März 2013
  • Abduction by Aliens or Sleep Paralysis? Skeptical Inquirer Vol. 22.3, May/June 1998

Vor Ken Jebsen ziehen alle den Aluhut

Irgendwie scheint er gar nicht so richtig total beliebt zu sein, der Herr

Ich kann sehr provozierend sein, ich spreche sehr schnell, ich verwirre die Leute zum Teil, ich bringe zu viel Grundwissen mit, ich bin neugierig, ich gehe nach vorne, ich trinke zu viel Kaffee, ich schlafe zu wenig, ich will mehr – ich bin Waldorfschüler”

Ken Jebsen.

Gerade hat ihm “Uwe Wöllner” (aka Christian Ulmen) ein paar Okidokis geflüstert, da legt Lars Paulsen vom Youtube-Kanal SRSLY nach:


Direktlink zum Video auf Youtube

Sein Video “Ich kritisiere Ken Jebsen” ist keine analytische Offenbarung, aber dass der vorgeblich “neutrale Berichterstatter” Jebsen “im Endeffekt nichts weiter als ein Demagoge ist”, der komplexe Probleme “gefährlich zu simplifizieren versucht”, kann schon mal gesagt werden.

Aufschlussreich ist zudem, dass auch “Alternativmedien”, die Jebsen stets als alleinseligmachendes Pendant zur “Lügenpresse” preist, sich kritisch mit Jebsen und Co. beschäftigen – neben SRSLY zum Beispiel die Facebook-Gruppen Die Kentrail-Verschwörung oder Aluhut für Ken.

Und auch die eine oder andere Nominierung für den “Goldenen Aluhut” dürfte Jebsen sicher sein, ein Negativ-Spaßpreis für die absurdeste Verschwörungstheorie des Jahres, der erstmals im Oktober verliehen wird.

Zum Weiterlesen:

  • “Inszenierter Terror”: Die Geistesblitze des Ken Jebsen, GWUP-Blog am 11. Januar 2015
  • Beate Zschäpe hört U2 und Ken Jebsen kann nichts dagegen tun, GWUP-Blog am 11. Februar 2015
  • KenFM: “Rassistischer Zionismus”, derfreitag am 21. April 2014

Kinderärzte weisen Impfgegner freundlich an, sich eine andere Praxis zu suchen

Vor einem Jahr haben wir über einen amerikanischen Kinderarzt berichtet, der keine Kinder von Impfverweigerern als Patienten annimmt.

Der Beitrag wurde kontrovers diskutiert – nichtsdestotrotz macht das Beispiel Schule.

In der Facebook-Gemeinschaft Dinge, die Impfgegner sagen ist jetzt die fassungslose Reaktion einer Impfgegnerin dokumentiert worden, deren Tochter genau das bei ihrer Kinderärztin erlebt hat:

praxis

Auch der Kinderdok bekennt sich in einem aktuellen Posting dazu, die Gattin eines impfunwilligen Verschwörungsgläubigen ersucht zu haben, sich mit ihrem kleinen Sohn nach einer anderen Arztpraxis umzuschauen, während …

… der Vater weiter im Hintergrund seine Theorien ins Publikum lamentierte. Er redete noch weiter, als ich schon längst den Raum verlassen hatte. Ab einem bestimmten Punkt hatte alle Empathie ein Ende.”

Das können wir nur unterstreichen.

Wer sich von der glühenden Humanität und dem Charme der Impfgegner überzeugen mag, braucht nur mal die Reaktionen dieser Zeitgenossen auf ein Vox-Interview mit dem Impfaktivisten Bill Gates zu lesen.


Direktlink zum Video auf Youtube

Zum Beispiel:

Gegen Bill Gates war A.H. ein Chorknabe bezüglich Eugenik und größenwahnsinnigen Ideen.”

Oder:

Der alte Narr sollte sich ins Bett legen und ans Sterben denken!”

Übrigens: Der jüngste Masern-Ausbruch wird heute aus Barntrup (Kreis Lippe) gemeldet.

Zum Weiterlesen:

  • Nanu Nano, kinderdok am 29. Mai 2015
  • Kinderarzt zu Impfgegnern: “Get Out of My Office”, GWUP-Blog am 5. Februar 2014
  • Wider die Allesversprecher, GWUP-Blog am 18. Juni 2013
  • Impfen bei Lesch und in den Medien: “Wir merken nicht, dass Impfungen uns schützen“, GWUP-Blog am 11. Mai 2015
  • Skepkon-Video: 100 000 Euro für den Beweis der Existenz des Masernvirus – im Ernst?!? GWUP-Blog am 23. Mai 2015
  • Bill Gates warnt vor einer Bedrohung, die schlimmer ist als Kriege und Umweltkatastrophen, Huffington Post am 27. Mai 2015
  • Künstler pro Impfen: „The Art of Saving a Life“, GWUP-Blog am 17. Januar 2015

Skepkon-Video: Bettina Wurche über Twi’leks und andere Wesen im Star-Wars-Universum

Ein weiteres Video von der Skepkon 2015 ist online, diesmal vom Publikumstag.

Die Biologin Bettina Wurche spricht als blauer Twi´lek über

Die nicht ganz extraterrestrischen Lebewesen in Star Wars


Direktlink zum Video auf Youtube

Wurche betreibt auch den Science-Blog Meertext, wo es aktuell zum Beispiel einen Beitrag über “Jurassic World” gibt, der diesen Monat in Deutschland startet.

Zum Weiterlesen:

  • Skepkon-Video: 100 000 Euro für den Beweis der Existenz des Masernvirus – im Ernst?!? GWUP-Blog am 23. Mai 2015
  • Physik und Technik bei Star Wars (Teil 1), Meertext am 1. Dezember 2013
  • Physik und Technik bei Star Wars (Teil 2): Das Lichtschwert, Meertext am 3. Dezember 2013
  • Das war die Skepkon 2015, hpd am 20. Mai 2015

Homöopathie wirkt doch – nicht

Wenigstens sind Homöopathen immer für einen Lacher gut.

Eine groß angelegte Metastudie der australischen Gesundheitsbehörde “National Health and Medical Research Council”, welche die Unwirksamkeit der Schüttel-Methode belegt, gilt unseren Globulisten selbstverständlich als irgendwie unwissenschaftlich.

Die Diplomarbeit einer “frisch gebackenen” Ärztin an der Medizinischen Universität Wien hingegen wird als “hervorragende Arbeit” gefeiert – natürlich deswegen, weil sie angeblich einen “signifikanten Therapievorteil zugunsten der Homöopathie” zeigt.

Und weil die Negativschlagzeilen in Sachen Homöopathie kein Ende nehmen, hängt man der jungen Medizinerin schnell noch eine Auszeichnung um, die ein bisschen Publicity bringen soll, nämlich den “Dr. Peithner Sonderpreis für Forschung in der Homöopathie”.

Auch das ist gute Tradition bei den Homöopathen, ebenso wie das Selberbacken von “positiven” Studienergebnissen.

Dass auch diese sondergepriesene Diplomarbeit (“Und Homöopathie wirkt doch!”) kaum das Papier wert ist, auf dem sie ausgedruckt wurde, erklärt Dr. Norbert Aust bei Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie:

Entgegen der Darstellung in der zugehörigen Pressemitteilung überzeugt die Arbeit nicht, denn die vorliegende Literatur wurde offenbar doch unvollständig aufgearbeitet. Die Bewertung der Studienqualität ist zumindest fragwürdig, denn in den vier Studien, die auch von Mathie et al. in einem früheren Review betrachtet wurden, widersprechen sich die Beurteilungen komplett.

Hier gilt die Kritik aber eher denjenigen, die diese sehr umfangreiche Aufgabe als Diplomarbeit vergeben haben, als der Studentin, die in einem festen und engen Zeitrahmen die Arbeit irgendwie zu Ende bringen musste, um überhaupt ihr Studium abschließen zu können.

Als Ergebnis der Metaanalyse ergibt sich ein ‘Trend zugunsten der Homöopathie’ – was einen Misserfolg der Metaanalyse bedeutet, denn es ist nicht gelungen, für die Homöopathie einen statistisch signifikanten positiven Effekt über Placebo hinaus aufzuzeigen.

Die in einer Untergruppe tatsächlich vorgefundenen gelungenen Nachweise, dass die Homöopathie gleichwertig zu wirksamen Medikamenten sei, beruhen ausschließlich auf falsch ausgewerteten Studien oder einem verzerrenden Studiendesign.

Diese Arbeit bestätigt eher die Aussagen der Homöopathiekritiker als sie zu widerlegen: Es gibt keine belastbare Evidenz zugunsten der medikamentösen Wirkung homöopathischer Präparate und ein in einzelnen Studien auftretender Effekt verschwindet mit zunehmender Studiengröße.”

Zum Weiterlesen:

  • Wirksamkeit der Homöopathie mal wieder nachgewiesen, Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie am 29. Mai 2015
  • Homöopathie ist gutes Marketing, wirkt aber trotzdem nicht, GWUP-Blog am 11. März 2015
  • Homöopathie ist nicht besser als Placebo, Zeit-Online am 12. März 2015
  • Eine (vorsichtige) Verteidigung der Homöopathie-Fraktion, Vice am 11. März 2015
  • Homöopathie: „Neue Gedanken“ dazu von einem Kassenvertreter und einer Ärztin, GWUP-Blog am 19. Mai 2015
  • Homöopathie ist „Scharlatanerie im weißen Kittel“ – und wirkt auch nicht bei Tieren, GWUP-Blog am 28. April 2015
  • Homöopathie wirkt auch dann nicht, wenn man ihr einen Preis verleiht, GWUP-Blog am 1. Oktober 2013
  • A further strong nail in the coffin of homeopathy, edzardernst am 29. Mai 2015

Medizin: Wie können wir wissen, was wirkt und was nicht?

Interessanter Artikel im Blog der Schweizer Skeptiker:

Evidenzbasierte Medizin, oder: Wie wir wissen können, was wirkt und was nicht”

Ein Auszug:

Evidenzbasierte Medizin ist im Grunde ein reichlich einfaches Konzept, das sich aus verhältnismässig sparsamen Prämissen ergibt:

Wir anerkennen, dass der Mensch ein evolutionär entstandener Teil der Natur ist; wir anerkennen, dass wir Menschen als Angehörige unserer Spezies nach natürlichen Gesetzlichkeiten funktionieren; wir anerkennen, dass diese geteilten natürlichen Funktionsweisen von uns Menschen bedeuten, dass auch Gebrechen und damit auch medizinische Behandlung für diese Gebrechen nach natürlichen Gesetzlichkeiten funktionieren.

Diese sparsamen Prämissen sind nicht etwa Glaubenssätze, sondern Annahmen, die soweit sehr gut empirisch gestützt sind: Alles, was wir im Allgemeinen über die Natur wissen, und alles, was wir im Besonderen über medizinische Fragen wissen, spricht für diese sparsamen Annahmen.

Das bedeutet nicht, dass es keine alternativen, widernatürlichen Weltsichten geben darf wie jene der nicht-evidenzbasierten Medizin. Wenn nicht-evidenzbasierte medizinische Verfahren aber den Anspruch erheben, wirksam zu sein, gleichzeitig aber eine wissenschaftliche Prüfung der Wirksamkeit ablehnen, muss im Mindesten folgende Frage geklärt werden:

  • Wie, wenn nicht evidenzbasiert-wissenschaftlich, kann zuverlässig überprüft werden, ob die behauptete Wirkung tatsächlich vorhanden ist?”

Zum Weiterlesen:

  • Evidenzbasierte Medizin, oder: Wie wir wissen können, was wirkt und was nicht, skeptiker.ch am 26. Mai 2015
  • Kann man Magie mit klinischen Studien testen? GWUP-Blog am 5. Oktober 2014
  • Esoterisches Ärzte-Bashing, Mythen und die Erwiderungen 2, GWUP-Blog am 12. April 2015
  • Esoterisches Ärzte-Bashing, Mythen und die Erwiderungen 1, GWUP-Blog am 11. April 2015
  • Wider die Allesversprecher, GWUP-Blog am 18. Juni 2013
  • Videos zur Geschichte der Evidenzbasierten Medizin beim EbM-Netzwerk

Eso-Schmarrn und Wissenschaft

Seit einem halben Jahr schreibt der Astronom und Science-Blogger Dr. Florian Freistetter die Kolumne So ein Schmarrn im Online-Portal derStandard.

In der aktuellen Folge antwortet Freistetter auf einige typische Vorhaltungen, mit denen sich auch andere Esoterik-Kritiker immer wieder konfrontiert sehen, zum Beispiel “Nicht alles, was nicht greifbar ist, ist auch nicht existent” oder “Wissenschaft ist dogmatisch”.

Ein Auszug:

Als im Jahr 1998 Astronomen entdeckten, dass sich das Universum immer schneller ausdehnt, war das genau das Gegenteil von dem, was bis dahin alle erwartet hatten.

Dieses Phänomen der Dunklen Energie passte in keine der damaligen Theorien, und es fehlt bis heute der Nachweis über einen plausiblen Mechanismus, der die Beobachtungen erklärt. Aber – und das ist der große Unterschied zu den esoterischen Behauptungen! – es gibt keinen Zweifel daran, dass dieses Phänomen tatsächlich existiert.

Alle Daten zeigen klar, dass sich das Universum tatsächlich immer schneller ausdehnt, weswegen die Suche nach einer Erklärung für die Natur der Dunklen Energie ein seriöser und sinnvoller Teil der Wissenschaft ist.

Bei esoterischen Lehren wie der Homöopathie dagegen fehlt bis heute der Nachweis, dass hier überhaupt ein Phänomen existiert, das einer Erklärung bedarf. Jede vernünftig durchgeführte Studie zeigt, dass Homöopathie nicht besser wirkt als ein Placebo.

Placebos werden in der Medizin allerdings schon seit langer Zeit erforscht, und es ist daher nicht nötig, sich mit irgendwelchen obskuren homöopathischen Wirkmechanismen auseinanderzusetzen.

Gleiches gilt für Astrologie, Erdstrahlen, Geister und so weiter.”

Ein prima Essay, wie man seltsame Behauptungen beurteilt, und warum man manche einfach so verwerfen kann (demonstriert an einem phantastischen, aber allgemeingültigen Beispiel), gibt es hier:

Warp Drives and Scientific Reasoning”

Zur Erinnerung: Am Donnerstag (4. Juni) ist Freistetter bei “Skeptics in the Pub” in Hamburg zu Gast:

Was ist dran an der Astrologie? Ein Überblick aus astronomischer Sicht”

Zum Weiterlesen:

  • “Dieser Mann schreibt Schmarrn in Reinkultur”, derStandard am 26. Mai 2015
  • Astrologie mit Florian Freistetter bei Skeptics in the Pub in Hamburg, GWUP-Blog am 25. Mai 2015
  • Was ist der Unterschied zwischen Sternbildern und Sternzeichen? Astrodicticum simplex am 25. Mai 2015
  • Warp Drives and Scientific Reasoning, Preposterous Universe am 26. Mai 2015

Ein „zynisches Schrottbuch“ bei der (L)Esostunde: Das Sekret von Rhonda Birne

Claudia und Cornelius rezitieren für ihre (L)Esostunde aus der “Bibel der Schwachsinns”, wie ein Tagesspiegel-Kritiker Rhonda Byrnes “The Secret” nannte:

Wir haben eine neue (L)Esostunde geboren. Es ist eine wichtige (L)Esostunde, denn sie offenbart das Geheimnis, nach dem die ganze Welt gesucht hat: die Frage, wie man mit einem solchen zynischen Schrottbuch so viel Geld scheffeln kann.”

Zu Recht nennen die beiden Podcaster die krude Wünsch-Dir-was-Schwarte durchgängig “Das Sekret”, denn widerwärtiger kann Esoterik kaum daherkommen.

Ein ausgezeichnetes Gegenbuch zu dem Wünschel-Schmarrn von Byrnes, Mohr, Franckh und Co. haben übrigens die Showleute Hugo Egon Balder und Jacky Dreksler geschrieben.

Im Skeptiker gab’s dazu ein ausführliches Interview.

Zum Weiterlesen:

  • (L)Esostunde 22: Das Sekret vom 27. Mai 2015
  • Wünschelwichte: GWUP in der “Bunte”, GWUP-Blog am 6. November 2010
  • Die Wünschelwichte: Interview mit Hugo Egon Balder und Jacky Dreksler zu ihrem Buch “Wunschbullshit im Universum”, Skeptiker 2/2008
  • Dreksler & Balder: “Das ist doch alles Bullshit”, GWUP-Blog am 7. Juni 2008
  • Das wahre Geheimnis, hpd am 26. Oktober 2007
  • Lila Pickel für Wünschelwichte und „Positiv-Denken“-Autoren, GWUP-Blog am 13. Januar 2015
  • Wenn das Universum einen Porsche liefert, Hugo-Stamm-Blog am 24. Januar 2015

Esoterik: „Hinz und Kunz als Heiland“ und die Videoberichte einer Szene-Aussteigerin

Schönes Interview (“Hinz und Kunz als Heiland”) mit Johannes Fischler in der Tiroler Tageszeitung:

Wie viel Geld ist auf dem Esoterikmarkt zu holen?

In Deutschland lassen sich zwischen 20 und 25 Milliarden Euro pro Jahr mit Esoterik verdienen – fast so viel wie mit Pornographie und fast dreimal so viel wie mit Bier. Apropos, nach mancher Recherche inkognito musste ich ein Bier trinken gehen, um das Erlebte zu verdauen.”

Warum besuchen erwachsene Menschen solche Veranstaltungen?

Das hat mit der Narzissmus-Epidemie unserer Gesellschaft zu tun: viel Selbstverliebtheit, der Drang, sich selbst zu verwirklichen, sich als auserwählt zu sehen. „Smile or die“, lächle oder stirb, lautet die Devise.

Verlierer seien selbst schuld. Wer sich nur positiv genug programmiert, erwächst quasi zum Übermenschen. Berauscht von diesem Dunst, wird man empfänglich für freudige Botschaften von Lichtwesen.

Es bleibt aber nicht bei den Erwachsenen. Viele Eltern sehen in ihren Kindern wiedergeborene spirituelle Heilsbringer, so genannte Indigo-Kinder. Auch für den Nachwuchs gibt es maßgeschneiderte Esoterik, geraubte Kindheit inklusive.”

Selbiges berichtet auch die Schweizer Szene-Aussteigerin Rebecca Mülhauser in vier Videos (die Eso-Rhetorik wirkt allerdings noch stark nach – die beginnende Selbsterkenntnis der jungen Frau ist nichtsdestotrotz beachtenswert):


Direktlink zum Video auf Youtube


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Zum Weiterlesen:




NEU: Skeptiker 2/2015

SKEPTIKER 2/2015

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