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Masern-Prozess: Lanka scheitert mit einem Befangenheitsantrag

Eine erneute juristische Schlappe hat der Virenleugner und Impfgegner Stefan Lanka beim sogenannten Masern-Prozess hinnehmen müssen.

Das Landgericht Ravensburg lehnte einen Befangenheitsantrag Lankas gegen den Gutachter Prof. Andreas Podbielski ab.

Der Krankenhaushygieniker und Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene der Universität Rostock soll kären, ob die vom Kläger David Bardens vorgelegten Publikationen tatsächlich die Existenz des Masernvirus belegen.

Auf der Webseite von Bardens Homburger Anwältin Dr. Caroline Gebhardt steht zu lesen:

Herr Dr. Lanka hat argumentiert, der Sachverständige sei als verantwortlicher Verfasser des „Hygiene-Merkblatts Masern“ der medizinischen Fakultät für Mikrobiologie der Universität Rostock nicht unvoreingenommen.

Dieser Ansicht folgte das Gericht nicht: Es sei nicht ersichtlich, dass sich der Sachverständige bereits mit der Auffassung des Herrn Dr. Lanka auseinander gesetzt und sich hierzu bereits ein Urteil gebildet habe.

Wann Podbielskis Expertise vorliegen wird, ist noch offen.

Bis das Gutachten erstellt ist, könne es eher “Monate als Wochen” dauern.

Zum Weiterlesen:

  • Masern-Prozess: Es geht in die nächste Runde – mit einem Gutachten, GWUP-Blog am 24. April 2014
  • Gibt es das Masern-Virus? Der Prozess Bardens vs. Lanka, GWUP-Blog am 10. April 2014
  • Der Masern-Prozess und David Bardens bei Hoaxilla, GWUP-Blog am 21. April 2014
  • “Hinter mir die Wissenschaft”, Ruhrbarone am 10. April 2014
  • Masernprozess: Marla Glen & ein Gutachter, Ruhrbarone am 24. April 2014

Die „HoaX-Files“ bald als Buch – und beim SkepKon- Publikumstag am 29. Mai

Die Hoaxilla-Folgen gibt es bald als Buch.

The HoaX-Files”

soll im November erscheinen.

In der Ankündigung heißt es:

Der erfolgreiche Podcast jetzt auch als Buch! In der bekannten Art und Weise gehen Alexa und Alexander Waschkau urbanen Legenden, Mythen und Hoaxes auf den Grund.

Insbesondere Freunde der düsteren Legenden dürften in diesem Band auf ihre Kosten kommen: Vom Slenderman über Vampire bis zu Waverly Hills gibt es hier allerlei Hoaxilla-Episoden in überarbeiteter Form zum Schmökern und Gruseln.

Das Besondere am Buch ist eine exklusive Rahmengeschichte, die die einzelnen Themen verbindet und einen ungewöhnlichen Einblick in das Hoaxilla-Universum gibt. Diese innovative Mischung aus Sachbuch und fiktionaler Kompenente bietet etwas völlig Neues. Seid gespannt.”

Heute in einer Woche (Donnerstag, 29. Mai) sind Hoaxilla beim “Publikumstag” der SkepKon 2014 in der Münchner Freiheiz-Halle zu Gast.

Ab 14 Uhr sprechen Alexa und Alexander über “Münchner Mythen und Mysterien”.

Der Eintritt kostet 5 Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Am Freitag (30. Mai) gibt’s dann ab 20 Uhr ein großes Hoaxilla-Hörertreffen im Augustinerkeller, genannt “PodKon 2014″.

Mit dabei sind auch Sebastian Bartoschek vom Bartocast sowie die Macher von SkeptoTalk (“Esoterik macht albern”), angegraben, dem PottCast und andere.

Wiederum einen Tag später (Samstag, 31. Mai) findet ab 19.30 Uhr eine Lesung in München statt, mit Hoaxilla, Sebastian Bartoschek und Sven Rudloff.

Klingt nach drei tollen skeptischen Tagen in der bayerischen Landeshauptstadt.

Wie gesagt:

Los geht’s an Christi Himmelfahrt um 14 Uhr in der Freiheiz-Halle mit dem “Publikumstag” der SkepKon 2014.

Abends steigt dann ab 20.15 Uhr die erste Skeptische Nerd Nite.

Wer sich dafür stilvoll einkleiden möchte: Hier ist der Online-Shop zur Konferenz.

Zum Weiterlesen:

  • Skeptische Nerd Nite mit Panthern, Chemtrails und PickUp-Artists in München, GWUP-Blog am 18. Mai 2014
  • Am 28. Mai in München: “Skeptics, to the Pub!”, GWUP-Blog am 18. Mai 2014
  • Der “Publikumstag” 2013, GWUP-Blog am 13. Mai 2013
  • “Geistergeschichten” bei der SkepKon, GWUP-Blog am 11. Mai 2014
  • “Der Buddler” bei Hoaxilla – und bei der SkepKon, GWUP-Blog am 12. Mai 2014

Neues von der Merkel-Raute

Über die verschwörungstheoretischen Spekulationen zur “Merkel-Raute” haben wir vor einem Jahr schon berichtet.

Jetzt hat der bekannte Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich in der Zeitschrift ART eine Deutung veröffentlicht, die ebenfalls ohne Illuminaten, Freimaurer oder Okkultismus auskommt:

Weil diese Geste vielfältig deutbar ist und wegen ihrer Platzierung in der Mitte des Körpers besondere Bedeutsamkeit suggeriert, genügt es manchen nicht, darin etwas Profanes ausgedrückt zu sehen.

Vielmehr wollen sie mehr darin erkennen.

Damit jedoch überhöhen sie Macht metaphysisch und legitimieren sie in Kategorien, die einer Demokratie eigentlich fremd sein sollten – und die mit einer so nüchternen Kanzlerin wie Angela Merkel erst recht nichts zu tun haben.”

So unaufgeregt kann man es auch sehen.

Allenfalls fürs Kabarett birgt die “Merkel-Raute” wohl noch Potenzial:


Direktlink zum Video auf Youtube

Zum Weiterlesen:

  • Was die Raute bedeutet, ART 3/2014
  • Kanzlerin Merkel und die Psychologie von Verschwörungstheorien, GWUP-Blog am 4. Mai 2013
  • Geistiger Amoklauf der “Truther”, Chemtrails und das Ende von HAARP, GWUP-Blog am 17. Mai 2014
  • Und was haben die Illuminaten damit zu tun? Alles! MIZ 4/2013
  • TV-Kritik: “Neues aus der Anstalt”, Hamburger Abendblatt vom 2. November 2013

Skeptische Nerd Nite mit Panthern, Chemtrails und PickUp-Artists in München

Was hat es mit der “Skeptischen NerdNite” zum Abschluss des SkepKon-Publikumstags am 29. Mai (Christi Himmelfahrt) in München auf sich?

Nerd Nites stehen unter dem Motto “It’s like discovery channel with beer”.

In München gibt es das Format seit 2009:

Nerd Nite ist eine Veranstaltungsreihe in München, bei der jeweils 2-3 Referenten ein etwas abseitiges Thema in einer Bar vortragen, dem sie sich mit Leidenschaft widmen und in dem sie Expertise angehäuft haben.”

Eine “Bar” ist es diesmal nicht, sondern die Freiheiz-Halle bei der Donnersberger-Brücke, aber die Themen stehen jetzt fest:

  • “Mein Freund Gustav – der deutsche Yeti: Das Rätsel der schwarzen Phantompanther (Bernd Harder)
  • „Und bist du nicht willig, so brauch ich NLP“: Die pseudowissenschaftlichen Methoden der PickUp-Artists (Dr. Claudia Preis)
  • Chemtrails – Zwischen Meteorologie und Verschwörungstheorie (Dr. Holm Hümmler)

Kein Vortrag dauert länger als 20 Minuten, los geht’s um 20.15 Uhr.

Der Eintritt kostet 7 €, da die Veranstaltung unabhängig von der SkepKon läuft.

Zum Weiterlesen

  • Der Panther kommt näher! GWUP-Blog am 18. Juli 2013
  • “Superman kriegt sie alle. Clark Kent gar keine”, jetzt.de am 23. Juni 2008
  • “Pick-Up Artists“: Du bist ja ein ganz kleines Mädchen, FAZ am 29. September 2012
  • Der Zweifel an der Natur des Mannes, Zeit-Online am 26. April 2013
  • Chemtrails: Luxustod von unseren Steuergeldern, GWUP-Blog am 1. März 2014
  • SkepKon 2014 bei muenchen.de
  • Facebook-Seite der Skeptischen NerdNite
  • Why I Write About (and Debunk) the Chemtrail Conspiracy Theory, The Vane am 27. Mai 2014

Am 28. Mai in München: “Skeptics, to the Pub!”

Erstmals findet am Vorabend der Skepkon ein großes Kennenlern-Treffen der GWUP-Regionalgruppen und aller Frühanreiser statt.

Wann? Mittwoch, 28. Mai 2014, ab 20 Uhr

Wo? Augustiner-Keller, Arnulfstraße 52, München (nahe HBF)

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – einfach zwanglos vorbeikommen!

Zum Weiterlesen:

Verschwörungstheorien bei Domian: “Bleib hart!”

Noch eine Ergänzung zu unserem gestrigen Post “Geistiger Amoklauf der Truther”:

Bei “Domian” ist eine Frau in der Leitung, deren 63 Jahre alte Schwester von Verschwörungstheorien besessen ist.


Direktlink zum Video auf Youtube

Domian spricht von einer Art “Sektenwesen” und rät seiner Anruferin, klare Grenzen im Umgang und in der Kommunikation zu setzen:

Bleib hart!”

In diesem Zusammenhang ein Hinweis auf die Webseite

Wie faschistisch sind die Infokrieger?”

Zum Weiterlesen:

  • Geistiger Amoklauf der “Truther”, Chemtrails und das Ende von HAARP, GWUP-Blog am 17. Mai 2014
  • Wie faschistisch sind die Infokrieger?Antifaschismus 2.0.
  • Und was haben die Illuminaten damit zu tun? Alles! MIZ 4/2013
  • Verschwörungstheorien und ihre Anhänger, 1Live am 13. April 2012
  • Wie sich Verschwörungstheorien auf Facebook verbreiten, Technology Review am 15. Mai 2014

Geistiger Amoklauf der “Truther”, Chemtrails und das Ende von HAARP

Zum Thema School Shootings kursieren diverse widerliche Verschwörungstheorien, hierzulande zum Beispiel über Winnenden und in den USA über den Amoklauf an der Sandy-Hook-Grundschule.

Letzt genannte Tragödie im Dezember 2012 beschäftigt immer noch abgedrehte “Truther”, die davon ausgehen, dass das Ganze entweder eine Inszenierung mit Schauspielern gewesen ist.

Oder aber eine False-Flag-Operation der Regierung, um danach eine Verschärfung der Waffengesetze durchsetzen zu können.

Vor einigen Tagen hat ein “Truther” eine Gedenktafel für das damals sieben Jahre alte Sandy-Hook-Opfer Grace McDonnell von einem Schulhof in Mystic, Connecticut, gestohlen.

Der Mutter des toten Mädchens teilte er mit, dass es gar keinen Amoklauf gegeben und ihre Tochter nie existiert habe.

Es gibt keine Worte, um das angemessen zu kommentieren.

Immerhin könnte den Verschwörungsfreaks ein anderes Spielfeld bald genommen werden – denn die HAARP-Anlage in Gakono/Alaska soll im Sommer dicht machen.

Für die angebliche “Erdbebenwaffe” (tatsächlich ein Forschungsprogramm zur Untersuchung der oberen Atmosphäre) gibt es wohl kein Budget mehr.

In Schweden wiederum hat ein “Grünen”-Politiker den wissenschaftlichen Dienst des Parlaments auf “Chemtrails” angesetzt.

Und kam daraufhin zu der Überzeugung:

Chemtrails probably don’t exist, and probably can’t exist.”

Ein aktueller Artikel im Magazin Technology Review fördert zudem eine interessante Erkenntnis zutage:

Überraschenderweise sind diejenigen, die alternative Nachrichten konsumieren, weil sie die “Massenmanipulation” des Mainstreams umgehen wollen, für falsche Behauptungen am zugänglichsten.”

Zum Weiterlesen:

  • Sandy Hook ‘Truther’ Tells Victim’s Mother Her Daughter Never Existed, Huffington Post am 12. Mai 2014
  • Vandal steals memorial honoring Newtown victim, calls girl’s mother to say shooting was hoax, Daily News am 14. Mai 2014
  • Winnenden und der “lunatic fringe”, GWUP-Blog am 13. Januar 2011
  • Sandy Hook: Verschwörungstheoretiker laufen mal wieder Amok, GWUP-Blog am 9. Februar 2013
  • “Ghoulish”: Antwort auf die Sandy-Hook-Verschwörung, GWUP-Blog am 1. März 2013
  • Ufo- und Waffen-Narren, GWUP-Blog am 2. Mai 2013
  • Die “Truther”: Unter Verschwörern, Zeit-Online am 6. Dezember 2012
  • Air Force prepares to dismantle HAARP ahead of summer shutdown, Anchorage Daily News am 14. Mai 2014
  • The Military Is Winding Down Creepy-Sounding Ionosphere Research in Alaska, slate.com am 15. Mai 2014
  • HAARP: Erdbeben auf Knopfdruck? GWUP-Blog am 7. September 2011
  • Hoaxilla #57 – “Erdbebenmaschinen”
  • HAARP: Erdbebenwaffe, Gedankenkontrolle – oder ganz normale Wissenschaft? Astrodicticum simplex am 4. August 2010
  • Swedish MP ordered chemtrail probe, The Local am 17. April 2014
  • Chemtrails: Luxustod von unseren Steuergeldern, GWUP-Blog am 1. März 2014
  • Neues Plonquez-Video und ein Aussteiger-Interview zum Thema „Chemtrails“, GWUP-Blog am 5. April 2014
  • Wie sich Verschwörungstheorien auf Facebook verbreiten, Technology Review am 15. Mai 2014
  • Newtown school board greets Sandy Hook skeptics with silence, ctpost am 7. Mai 2014

“Scientabilität” oder klinische Evidenz – oder beides?

In einem aktuellen Beitrag im Blog von Prof. Edzard Ernst geht es um eine Art “Scientabilitäts”-Debatte.

Allerdings nimmt Ernst keinen direkten Bezug auf die Forderung von Dr. Christian Weymayr, sondern rekurriert auf einen älteren Artikel in dem Fachjournal Evaluation & the Health Professions:

Is evaluating complementary and alternative medicine equivalent to evaluating the absurd?”

Bereits in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung vor zwei Jahren hatte Ernst die Homöopathie als “grenzenlos unplausibel” eingestuft:

Wir verstehen die Naturgesetze gut genug, um zu wissen, dass sie keine Grundlage hat. Ohne Wirkstoffmoleküle gibt es auch keine Wirksamkeit.

Und wenn Sie sich die klinischen Studien in ihrer Gesamtheit anschauen, dann kommen Sie unweigerlich zu dem Schluss, dass die Wirksamkeit für kein einziges Leiden belegt ist.

Das alles ist so überzeugend, dass man sagen sollte: Jetzt ist Schluss damit.”

Selbiges gelte für Bach-Blüten, Schüßler-Salze, anthroposophische Medizin etc.

In seinem jetzigen Artikel

Evaluating the absurd: a waste of time or a necessary step towards progress?

stellt Ernst diesen Ansatz partikulär zur Diskussion.

Der emeritierte Professor für Alternativmedizin schreibt, dass er die wissenschaftliche Plausibilität einer Methode nicht zur alleinigen Bewertungsgrundlage machen wolle, weil es Gründe dafür geben könnte, auch “das Absurde” einer Evaluierung zu unterziehen – etwa wenn noch nicht alle relevanten Fakten bekannt sind, auf die sich das Verdikt “Implausibel” stützt.

Ernsts Hauptargument ist aber der Demonstrationscharakter:

Wenn eine implausible alternative Heilmethode sehr populär ist, haben wir die Verantwortung, diese wissenschaftlich zu testen, um zu zeigen, was es damit wirklich auf sich hat.

Tun wir das nicht, werden die Verfechter des Verfahrens mit minderwertigen “Studien” positive Ergebnisse postulieren und diese entsprechend promoten.”

Nun mag man freilich einwenden, dass Homöopathen und Co. ohnehin genau so vorgehen, völlig unabhängig von der objektiven wissenschaftlichen Studienlage.

Und dass genau aus diesem Grund das Konzept der “Scientabilität” durchaus sinnvoll sein könnte, um das gegenseitige Zerpflücken von “positiven” und “negativen” Studien durch die Skeptiker einerseits und die Homöopathen auf der anderen Seite zu beenden.

Und stattdessen die Auseinandersetzung von der klinischen Forschung in die Grundlagenforschung zu verlagern, wo sie möglicherweise besser aufgehoben ist.

Gleichwohl Ernst sich nach eigenem Bekunden dieser Auffassung in der jüngeren Vergangenheit mehr und mehr angenähert hat, möchte er die klinische Evidenz einer Heilmethode aber noch nicht ganz beiseite wischen:

I’d be interested to learn your views on this tricky issue.”

Zum Weiterlesen:

  • Evaluating the absurd: a waste of time or a necessary step towards progress? edzardernst am 15. Mai 2014
  • Is evaluating complementary and alternative medicine equivalent to evaluating the absurd? Evaluation & the Health Professions, June 2010
  • Homöopathie, Scientabilität, das Frollein Doktor und die Belege, GWUP-Blog am 15. Januar 2014
  • Darüber lachen und vergessen? Homöopathie und Scientabilität, GWUP-Blog am 8. Januar 2014
  • Sind Homöopathie-Studien irrelevant oder Was bedeutet “Scientabilität”? GWUP-Blog am 19. Juni 2013
  • Kritiker werden als extreme Skeptiker abgestempelt, Süddeutsche am 23. November 2012
  • Die Homöopathie-Hydra, Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie am 3. Mai 2014

Verschwörung: Bielefeld gibt’s immer noch nicht

Achim Held, der Erfinder der “Bielefeld-Verschwörung”, war beim “Publikumstag” der GWUP-Konferenz 2010 in Essen zu Gast und plauderte mit uns über seinen skurrilen Einfall.

Jetzt ist ein Interview mit ihm bei einestages erschienen.

Ein Auszug:

Held: Bielefeld hat es aus reinem Zufall erwischt. 1993 feierten wir in einem Kieler Studentenwohnheim. Auf der Party war auch ein Student, der aus Bielefeld stammte. “Bielefeld gibt es gar nicht”, meinte aus Spaß spontan ein Bekannter. Die Idee haben wir dann immer weiter gesponnen.

Dazu kamen Zufälle, die uns weiteren Stoff lieferten. Im Herbst 1993 waren wir zum Beispiel auf dem Weg von Kiel nach Essen auf der A2. Rund um Bielefeld gab es zu diesem Zeitpunkt eine große Baustelle, so dass wirklich alle Ausfahrten Richtung Bielefeld mit orangefarbenem Band durchgestrichen waren.

Da haben wir gescherzt: “Wir sind wirklich einer Verschwörung auf der Spur – Bielefeld gibt es nicht!”

Und hier geht’s zur Originalseite der “Bielefeld-Verschwörung”.

Zum Weiterlesen:

  • “Ich habe die Bielefeld-Verschwörung unterschätzt”, Spiegel-Online am 15. Mai 2014
  • Der Mann hinter der großen Bielefeld-Verschwörung, Welt-Online am 25. Januar 2013
  • Wie sich Verschwörungstheorien auf Facebook verbreiten, Technology Review am 15. Mai 2014
  • Skeptiker im Unperfekthaus, hpd-online am 14. Mai 2010
  • Verschwörung: Paris Hilton und die Illuminaten, GWUP-Blog am 17. April 2008
  • Und was haben die Illuminaten damit zu tun? Alles! MIZ 4/2013

Rabenhorst-Fruchtsäfte: Wer entstört die Barcode-Gegner?

Deutliche Worte findet der Zeit-Wirtschaftsredakteur Marcus Rohwetter zur Unsitte der Firma Rabenhorst, den Barcode auf den Saft-Packungen zu “entstören”:

 Rabenhorst sieht das Thema nach eigenen Angaben neutral. Und erfreulich pragmatisch! Weil die Kunden es wollten, habe man den Querstrich halt aufgedruckt, teilt man mit.

Kost’ ja nix. Und recht so! Wo man doch immer fordert, Unternehmen sollten auf die Bedürfnisse der Konsumenten eingehen.

In diesem Fall drängen sich dann aber doch Fragen über die Kundschaft auf: Beeinträchtigt der Konsum von Fruchtsäften jene Hirnareale, die für klares Denken zuständig sind?

Oder müsste, wer den Begriff der “Entstörung” ernst nimmt, nicht ganz woanders ansetzen?”

 Zum Weiterlesen:

  • “Barcode-Entstörung”, Zeit-Online am 30. April 2014
  • Peterstaler Schwarzwaldperle: Entstört oder gestört? GWUP-Blog am 2. Dezember 2013 (mit vielen Links)




NEU: Skeptiker 2/2014

SKEPTIKER 2/2014