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Es geht weiter: „Der Arzt und die Impfgegner“, Teil V

Wir haben ihn kommen sehen – den fünften Akt der Tragikomödie “Der Arzt und die Impfgegner”.

Hier ist er:

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Zum Weiterlesen:

  • Der Arzt und die Impfgegner – eine Tragikomödie in (vorerst) vier Akten, GWUP-Blog am 26. Februar 2016
  • Jetzt auf Deutsch: „Immun: Über das Impfen – von Zweifel, Angst und Verantwortung“, GWUP-Blog am 1. März 2016

ARD: Falsche Heilversprechen in der Krebsmedizin

Bei [W] wie Wissen gab’s heute nochmal eine Kurzfassung der ARTE-Undercover-Reportage “Krebs: Das Geschäft mit der Angst” zu sehen:

Falsche Heilversprechen in der Krebsmedizin”

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Daneben behandelte die Sendung den Placebo-Effekt, Alternativmedizin und Heilpraktiker.

Hier geht’s zum Video.

Zum Weiterlesen:

  • Pseudomedizin: Die Schäden sind vielfältig und verheerend, GWUP-Blog am 2. Oktober 2015
  • “Mein Studentenmädchen” gegen Krebs, GWUP-Blog am 21. September 2015
  • Alternativmedizin und der Krebstod der “Wellness Warrior”, GWUP-Blog am 10. März 2015
  • Scharlatane und falsche Heiler, GWUP-Blog am 23. März 2015
  • Die dubiosen Geschäfte der Wunderheiler, Stern-Online am 24. März 2015
  • Homöopathie bei Krebs – es ist alles noch viel schlimmer, GWUP-Blog am 23. Juni 2014
  • Undercover-Doku bei ARTE: Krebs – Das Geschäft mit der Angst. Gefährliche Folgen alternativer Behandlung, GWUP-Blog am 13. Oktober 2015
  • „Die Unheiler“ fordern weitere Todesopfer, GWUP-Blog am 18. Dezember 2015
  • Die heillosen Praktiker demnächst als Buch, GWUP-Blog am 3. März 2016

Fukushima: Realitätsverlust in Deutschland und Österreich

Von Amardeo Sarma

In Radio, Fernsehen und Printmedien wird fünf Jahre nach dem Tsunami in Japan der Opfer der Fukushima-Katastrophe gedacht. Stets erwecken die Autoren dabei den Eindruck, als hätten wir es primär mit einer „Atom-Katastrophe“ zu tun.

Ein kurzer Realitätscheck: Was ist wirklich passiert und was ist die tatsächliche Bilanz nach fünf Jahren?

Zunächst gab es das Erdbeben und den Tsunami. 20 000 Menschen verloren ihr Leben und Hunderttausende ihr Zuhause. Dies war eine menschliche Tragödie unvorstellbaren Ausmaßes. Doch scheint dies in der Berichterstattung in Deutschland und Österreich, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle zu spielen.

Dann gab es die Kollateralschäden durch den Tsunami: Kernkraftwerke in Fukushima wurden zerstört, Radioaktivität entwich, Tausende wurden evakuiert und die Betreiber werden noch lange mit den Folgen zu kämpfen haben. Die Auswirkungen hätten nicht so schwer sein müssen. Die Betreiber hatten sich nicht an international geforderte Sicherheitsauflagen gehalten.

Die Bilanz der Fukushima-Katastrophe trotz der Schlampereien der Betreiber: Bis heute ist kein einziger Mensch an den Folgen der Radioaktivität gestorben. Der Wissenschaftliche Ausschuss der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen der atomaren Strahlung (UNSCEAR) schreibt:

It is unlikely to be able to attribute any health effects in the future among the general public and the vast majority of workers from exposure to radiation following the leaks and explosions at the earthquake-damaged power plant in March of 2011.

Groß berichtet wurde darüber, dass inzwischen eine Krebs-Erkrankung “sehr wahrscheinlich aufgrund der radioaktiven Strahlung nach der Kernschmelze” von den Behörden bestätigt wurde. Ob dieser Fall tatsächlich mit der Radioaktivität zusammenhängt, ist unklar. Für den betroffenen früheren Angestellten des Kraftwerks ist die Leukämie-Diagnose unabhängig von der Ursache eine persönliche Katastrophe.

Kurz nach dem Unfall gab es zudem Berichte, die Häufigkeit von Schilddrüsenkrebs bei Kindern in Fukushima habe zugenommen.

Wie auch nach dem Tschernobyl-Unfall belegt, treten solche Fälle erst zirka fünf Jahre nach dem Kontakt mit der Strahlung auf. Erst dann wäre mit einer Erhöhung der Häufigkeit von Schilddrüsenkrebs zu rechnen.

Betroffene in Fukushima wurden sehr schnell mit Jod versorgt, um ein Aufnahme von radioaktivem Jod zu verhindern. Krebs dürfte aus diesem Grund wenig wahrscheinlich sein. Selbst wenn es einen Zusammenhang gäbe, würde man diesen erst in den kommenden Jahren entdecken können. Die jetzigen Berichte erzeugen lediglich Angst, die gesundheitliche Folgen für die Betroffenen haben.

Für den heutigen Tag ist der wissenschaftliche Konsens eindeutig: Es gibt in der Fukushima-Umgebung kein erhöhtes Aufkommen von Schilddrüsenkrebs im Vergleich zu anderen Gebieten, und es gibt keinen Anlass, die entdeckten Fälle auf die Radioaktivität zurückzuführen.

Gegensätzliche Veröffentlichungen, wie von Tsuda et al., stießen auf wissenschaftlichen Widerspruch. Ein Beispiel ist der Brief von Timothy J. Jorgensen im selben Journal. Er schreibt:

Publishing studies that use ecologic study designs without acknowledging the issue of ecologic fallacy is a disservice to the people of Fukushima who have already suffered greatly, and who do not need the added burden of groundless worry about their risk of thyroid cancer – a risk level that most epidemiologists would consider very small, notwithstanding the Tsuda study

Noboru Takamura schreibt nach Vergleichsstudien mit der gleichen Methodologie wie Tsuda et al., dass die Ergebnisse andernorts in Japan nicht von Fukushima abweichen:

These results show that the prevalence of thyroid cancer detected by advanced ultrasound techniques in other areas of Japan does not differ meaningfully from that in Fukushima Prefecture.

Betrachten wir die Bilanz der Fukushima-Präfektur: Keine Toten aufgrund der Radioaktivität in Fukushima, aber mehr Opfer aufgrund von Stress und anderen Krankheiten infolge des Erdbebens und des Tsunamis, als direkte Opfer:

Stress and other illnesses related to the 2011 quake and tsunami had killed 1,656 people in Fukushima Prefecture as of Wednesday, outnumbering the 1,607 whose deaths were directly tied to disaster-caused injuries, according to data compiled by the prefecture and local police.

Die Frage, die jetzt interessant ist: Wie viele Opfer, nicht nur Tote, gibt es aufgrund einer unberechtigten Angst und Panik? Es wird manchen Umweltaktivisten nicht gefallen, aber diese Zahl übertrifft bei weitem die Folgen der Atomunfälle selbst:

  • 60 meist ältere Menschen verloren ihr Leben aufgrund einer unnötigen Evakuierung aus Krankenhäusern in Fukushima.
  • Nach den massenhaften Screenings in Fukushima haben viele Eltern aufgrund der verbreiteten Panik die Schilddrüsen ihrer Kinder selbst bei weniger problematischen Tumoren komplett entfernen lassen. Dadurch sind diese Kinder lebenslang auf Hormon-Präparate angewiesen.
  • Viele Menschen könnten längst in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren. Die Strahlung in der Gegend ist überwiegend AlphaBeta-Strahlung (durch Jod, Caesium), die relativ ungefährlich ist, wenn sie von außen auf den Körper einwirkt. Alpha- und Betastrahler, die eingeatmet oder mit der Nahrung aufgenommen werden, sind indes sehr schädlich.

Das Trauma vieler Menschen war und ist vermeidbar und die verbreitete Panik verhindert, dass sie wieder ein normales Leben führen können. Im Übrigen gilt dies auch für Tschernobyl, wo es tatsächlich Todesopfer zu beklagen gab.

Ein aufschlussreiches Interview hat die Pathologin Prof. Geraldine Thomas vom Imperial College in London gegeben:


Direktlink zum Video auf Youtube

Warum gibt es keine solche Stimmen im deutschsprachigen Raum?

Nun: Die Angst der Menschen ist real und sie kann wirklich krank machen. Damit müssen wir umgehen und die Betroffenen ernst nehmen. Es ist aber wenig hilfreich, wenn durch eine tendenziöse Berichterstattung der Medien und von ideologisch starren Umweltorganisationen eine unbegründete Angst und Panik weiter angeheizt wird. Deutschland und Österreich sind hier besonders problematisch.

Schaut man darüber hinaus auf die Folgen der Anti-Atom-Bewegung allgemein, dann ist noch viel mehr aufzuzählen:

  • In einem Paper schreibt der weltbekannte Klimaforscher James Hansen, wie viele Leben Kernenergie vermutlich gerettet hat und retten könnte, wenn dies nicht durch die Übermacht der sogenannten Umweltverbände verhindert würde:

Using historical production data, we calculate that global nuclear power has prevented about 1.84 million air pollution-related deaths and 64 gigatonnes (Gt) CO2-equivalent greenhouse gas (GHG) emissions that would have resulted from fossil fuel burning. Based on global projection data that take into account the effects of Fukushima, we find that by midcentury, nuclear power could prevent an additional 420,000 to 7.04 million deaths and 80 to 240 GtCO2-eq emissions due to fossil fuels, depending on which fuel it replaces.

  • Weltweit kommt die Reduzierung der CO2-Emissionen nicht voran. Auch Deutschland wird sehr wahrscheinlich seine Ziele verfehlen. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass viele allein auf erneuerbare Energien setzen, die nicht schnell genug als Ersatz zur Verfügung stehen. Sowohl der „Atomausstieg“ als auch die Weigerung, nicht auf die neuesten, viel sicheren Kernkraftwerke der Generationen III, III+ und IV zu setzen und gleichzeitig beschleunigt aus Kohle auszusteigen, kann unsere aller Zukunft ruinieren.

Offenbar ist man bereit, tatsächliche Opfer in hoher Zahl durch die fossile Verbrennung in Kauf zu nehmen, um möglichen Opfern in weitaus geringerer Zahl vorzubeugen.

Es wird Zeit, über die Folgen für die Menschen in aller Welt zu sprechen, für die irrational und unwissenschaftlich agierenden Politiker und Umweltorganisationen die Verantwortung tragen.

Zum Weiterlesen:

  • UNSCEAR: No Immediate Health Risks from Fukushima Nuclear Accident Says UN Expert Science Panel, United Nations Information Service am 31. Mai 2013
  • Chernobyl and Fukushima – where are we now? Journal of Radiological Protection am 12. März 2016
  • Computer Model Predicts Fewer Than 200 Deaths from Fukushima Radiation, Scientific American am 17. Juli 2012
  • Fukushima evacuation has killed more than earthquake and tsunami, survey says, NBC News am 10. September 2013
  • Fukushima stress deaths top 3/11 toll – Uncertainties amid nuclear crisis acutely felt by elderly, The Japan Times am 20. Februar 2014
  • Thyroid Cancer Detection by Ultrasound Among Residents Ages 18 Years and Younger in Fukushima, Japan: 2011 to 2014, Epidemiology, 5. Oktober 2015
  • Screening For Thyroid Cancer after the Fukushima Disaster – What Do We Learn From Such An Effort? Epidemiology, 9. März 2016
  • Quantification of the increase in thyroid cancer prevalence in Fukushima after the nuclear disaster in 2011 – a potential overdiagnosis? Japanese Journal of Clinical Oncology, 10. Januar 2016
  • Nope – There’s No Thyroid Cancer Epidemic in Fukushima, The Breakthrough am 18. Oktober 2015
  • Prevented Mortality and Greenhouse Gas Emissions from Historical and Projected Nuclear Power, Environmental Science & Technology 2013, 47 (9), pp 4889–4895.
  • Nuclear power may have saved 1.8 million lives otherwise lost to fossil fuels, may save up to 7 million more, Scientific American am 2. April 2013

Skeptics in the Pub Köln: „Personalpsychologie in Unternehmen“

Die Psychologin Nadine Pfeiffer referiert bei Skeptics in the Pub Köln zum Thema

Personalpsychologie in Unternehmen – Wissenschaft oder Hokuspokus?”

Aus der Ankündigung:

In Unternehmen gibt es zahllose Beispiele für zweifelhafte personalpsychologischer Methodiken, wie typologische Eignungsdiagnostik, pseudotherapeutische Beratungsansätze, NLP, Organisationsaufstellung. Auch bei der klassischen Personalauswahlverfahren sind Unternehmen oft sehr kreativ und schießen nicht selten über das Ziel hinaus.

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Die Gründe für die enorme Verbreitung dieser Ansätze sind so vielfältig wie nachvollziehbar, denn in Unternehmen müssen Entscheidungen getroffen werden und vielen Managern, Personalern und Führungskräften fehlt es an Wissen über geeignete Methodiken und nicht an guter Absicht. Die Unsicherheit ist groß, genau wie die Tragweite der zu treffenden Entscheidungen.

In ihrem Vortrag liefert Nadine Pfeiffer einen Überblick über die am weitesten verbreiteten Ansätze und legt dar, welche Anforderungen an eine seriöse Personalauswahl und -entwicklung gestellt werden sollten.”

Wann? Dienstag, 15. März, 19.30 Uhr

Wo? Herbrand’s, Herbrandstrasse 21, 50825 Köln

Zum Weiterlesen:

  • Coaching: Wirksame Methode oder esoterische Managerbespaßung? Skeptiker 4/2015
  • Skepkon-Video 2015: Coaching zwischen Profession und Konfession (Prof. Dr. Uwe P. Kanning)
  • Obskure Personalauswahl: Gescheitert am Schädeldeuter, Spiegel-Online am 4. Mai 2010

Wahrsagerei im MDR

Am Donnerstag Abend (10. März, 20.15 Uhr) geht es bei dem Verbrauchermagazin “Voss & Team” im MDR unter anderem um Wahrsagerei:

Wie Zukunftsdeuter ihre Kunden verunsichern.”

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Als kritischer Experte ist der Psychologe Sebastian Bartoschek dabei.

Anschließend gibt’s den Beitrag in der ARD-Mediathek.

Zum Weiterlesen:

  • Sehnsucht Sicherheit: GWUP- Wissenschaftsrat Wolfgang Hell über Wahrsager, GWUP-Blog am 28. Dezember 2015
  • Wahrsagerei: Gib mir die Kugel, Berliner Zeitung am 10. Januar 2016
  • Sind Hellseher sympathisch? GWUP-Blog am 30. September 2012
  • Sind Hellseher seriös? GWUP-Blog am 1. Oktober 2012
  • Sind Hellseher anerkannt? GWUP-Blog am 2. Oktober 2012
  • Sind Hellseher Schwindler? GWUP-Blog am 2. Dezember 2012
  • Evelyn Störzner: Ein weiterer Fall der „Vermisstenhellseherin“ – und Gegenbeispiele zur Warnung, GWUP-Blog am 10. August 2015
  • “Mein Horoskop stimmt immer!” Ja und? GWUP-Blog am 4. Mai 2013 (mit zahlreichen Links zum Thema Hellsehen und Wahrsagen)
  • Zwischen Wahrsagerei und Wahrheit, Sebastian-Bartoschek-Blog am 4. August 2011

Phantome, Killer und obskure Gestalten: US-Skeptiker schreibt Buch über „Bad Clowns“

“Böse Clowns” sind eines unserer abseitigsten Lieblingsthemen.

Nicht nur wegen der Urban Legends um die unangenehmen Maskenträger – auch mysteriöse Phantom-Clowns sorgen immer wieder für kollektives Unbehagen, hierzulande ebenso wie in Großbritannien und in den USA.

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Eine Ausstellung zum Thema “Böse Clowns” gab es bereits, einen (englischsprachigen) Wikipedia-Eintrag ebenfalls.

Jetzt hat der amerikanische Skeptiker Benjamin Radford ein ganzes Buch über “Bad Clowns” geschrieben.

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Bad clowns-those malicious misfits of the midway who terrorize, haunt, and threaten us-have long been a cultural icon. This book describes the history of bad clowns, why clowns go bad, and why many people fear them.”

Die Kindle-Version ist bereits erhältlich, die gedruckte Ausgabe erscheint im April.

Einen Interview-Podcast mit Radford zu “Bad Clowns” gibt’s bei Skepticality.

Zum Weiterlesen:

  • Benjamin Radford: Bad Clowns. The University of New Mexico Press, Albuquerque 2016
  • “Bad Clowns”: Interview mit Benjamin Radford, Skepticality am 16. Februar 2016
  • Mit den Clowns kam das Grauen, GWUP-Blog am 9. März 2010
  • Wer hat Angst vor den bösen Clowns? GWUP-Blog am 21. Oktober 2009
  • “Sommerloch-Clown” enttarnt? GWUP-Blog am 20. Oktober 2013
  • Halloween-Nachklapp: Stitches – Der böse Killerclown, GWUP-Blog am 1. November 2012
  • Frankreichs böse Clowns, FAZ am 31. Oktober 2014
  • Die Grimasse des Realen, Zeit-Online am 7. November 2014
  • Ausstellung “Böse Clowns”, Ruhrbarone am 12. September 2014
  • Krusty säuft, Pennywise tötet Kinder, Deutschlandradio Kultur am 25. September 2014
  • Is the Creepy Staten Island Clown a Publicity Stunt? livescience am 26. März 2014
  • Creepy Clowns Reportedly Stalk UK Children, Discovery am 19. Oktober 2015
  • The Creepy Mystery of the Phantom Clowns, Mysterious Universe am 29. Oktober 2015
  • When Pennywise Was Real: The Phantom Clown Scare of 1981, Blumhouse am 4. Januar 2016
  • Those Elusive Phantom Clowns, Fortean Times am 3. August 2007

Angstmacher aus Rottenburg: Kopp-verlag bei „ttt“

Gestern Abend bei titel thesen temperamente:

Angstmacher aus Rottenburg – Der Kopp-Verlag in der Kritik”


Direktlink zum Video auf Youtube

Buchreport schreibt zu dem Sechs-Minuten-Beitrag:

Die Kultursendung „ttt ­– titel thesen temperamente“ (ARD) hat sich in ihrer Ausgabe am Sonntag den Kopp-Verlag genauer angesehen und sowohl Autoren des Verlags als auch Kritiker zu Wort kommen lassen. Entstanden ist ein kritisches Porträt über einen Verlag, der sich zwischen Ufo-Literatur und politischem Populismus bewegt.

„Klingt soweit fast lustig. Ein bisschen Verschwörung, ein bisschen krude Thesen. Doch dazu gesellt sich eins: Angst schüren“, heißt es recht früh in dem 6-minütigen Stück, das in der ARD-Mediathek abrufbar ist.

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„ttt“ geht darin der Frage nach, was die Leser mit Titeln wie „Deutschland vor dem Kollaps“ oder „Der direkte Weg in den Dritten Weltkrieg“ kauften und ob man den Autoren „wirklich jede These abkaufen“ könne.

Im Laufe des Beitrags kommt Kopp-Autor Peter Orzechowski zu Wort, Verleger Jochen Kopp, der den Verlag 1993 gegründet hat, hat sich ebenfalls geäußert, allerdings nicht vor der Kamera. Seine Botschaft: Er wolle keine Ängste schüren, den Meinungen und Sorgen derer eine Plattform bieten, die anderswo nicht gehört würden.

Politikwissenschaftler Claus Leggewie hält dagegen: Solche Verlage befeuerten Ängste, die Bücher lieferten kein Rezept für die Zukunft. „Das ist ein Krisenbeschleuniger und kein Krisenretter.“

Zum Weiterlesen:

  • Die Arbeit eines russischen Trolls, Deutschlandfunk am 3. März 2016
  • Warum wir gegen gröhlende Wutbürger kämpfen müssen, Welt-Online am 4. März 2016
  • Russia Today Deutsch: Die Stimme des Kremls in Deutschland, Tagesspiegel am 6. März 2016
  • Rechtspopulistische Gesprächsstrategien – Eine Übersicht, netz-gegen-nazis am 4. März 2016
  • “Rothschilds profitieren von Asyl”: Antijüdische Gerüchte im Netz, derStandard am 7. März 2016
  • Offener Brief an die Leipziger Buchmesse, nocompact am 2. März 2016
  • Kopp-Verlag ist „Prüffall“ für den Verfassungsschutz, GWUP-Blog am 2. Dezember 2015
  • Knaur trennt sich von Gerhard Wisnewksi. Kopp nimmt ihn auf, hat aber Marketing-Probleme, GWUP-Blog am 14. Januar 2016

Homöopathie-Video: „Warum können wir uns sicher sein, dass sie nicht funktioniert?“

Neues Erklärvideo bei Youtube:

Was ist Homöopathie, und warum können wir uns sicher sein, dass sie nicht funktioniert?”


Direktlink zum Video auf Youtube

Zum Weiterlesen:

  • „Typisch ungelöste Konflikte“: Youtuber nimmt Germanische Neue Medizin aufs Korn, GWUP-Blog am 1. März 2016
  • Facebook und Youtube: Immer mehr Homöopathie-Kritiker melden sich zu Wort, GWUP-Blog am 11. Februar 2016
  • Homöopathie: Erklärvideos zum „säkularen Weihwasser“, GWUP-Blog am 14. Dezember 2015
  • Homöopathen in der Defensive: Rechtfertigungsversuche zeigen nur Argumentationslosigkeit, GWUP-Blog am 3. März 2016
  • Die gefälschte Frisur von Donald Trump und die homöopathische Vernunft, Gesundheits-Check am 5. März 2016
  • Homöonazis gegen Wissensfreiheit: Unsere Forderung: Löscht sämtliche Einträge zur Homöopathie in der Wikipedia, FSMoSophica am 6. März 2016

Video: Auf der Spur mysteriöser Todesfälle bei Scientology

Letzten Samstag bei ZDFinfo:

Scientology: Auf der Spur mysteriöser Todesfälle”


Direktlink zum Video auf Youtube

ZDFinfo begibt sich in einer Dokumentation auf die Spur von drei mysteriösen Todesfällen im Umfeld des weltweit aktiven Psychokonzerns. Clearwater, das als Mekka der Scientologen gilt, spielt auch eine Rolle im ungeklärten Todesfall der Tierärztin Biggi Reichert aus Bayern [...]

Weshalb mussten diese Menschen sterben? Welche Rolle spielt Scientology bei den Todesfällen? Und warum stellen sowohl US-amerikanische als auch deutsche Behörden häufig ganz plötzlich ihre Ermittlungen ein? ZDFinfo auf der Suche nach Antworten auf rätselhafte Fragen.”

Zum Weiterlesen:

  • Scientology gewinnt Leah Remini als Gegnerin – und verliert die Gemeinnützigkeit in den Niederlanden, GWUP-Blog am 26. Oktober 2015
  • “Going Clear“-Dokumentarfilm: ein Meilenstein der Scientology-Kritik, GWUP-Blog am 28. Januar 2015
  • Justizskandal: Warum starb Jeremiah? Die Zeit am 19. November 2015

Evokids: Auch Religionslehrer interessieren sich für die Unterrichtsmaterialien

Das Projekt “Evolution in der Grundschule” startet durch:

Bei der europäischen Bildungsmesse “Didacta 2016″ in Köln …

…. gab es viele anregende Diskussionen zu unserem Unterrichtsmaterial für den Evolutionsunterricht an Grundschulen. Interessant war dabei, dass sich gerade auch Religionslehrerinnen und -lehrer für unsere Unterrichtseinheiten interessierten, da es ihnen peinlich ist, die biblische Schöpfungsgeschichte zu lehren, ohne den Schülerinnen und Schülern zugleich die Tatsache Evolution in adäquater Weise zu vermitteln.”

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In Düsseldorf überreichte die Evokids-Projektgruppe 100 “Big Family”-Bücher und -Filme an das Schuldezernat der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt.

Berichte darüber brachten die Rheinischen Post und die Westdeutsche Zeitung, ein kurzes Video findet sich auf der Facebook-Seite vom “Düsseldorfer Aufklärungsdienst”.

Zum Weiterlesen:

  • Düsseldorf: Evolution macht Schule, hpd am 1. März 2016
  • Grundschüler lernen die Evolution, rp-online am 29. Februar 2016
  • Evolution oder Kreationismus? Stuttgarter Nachrichten am 7. September 2015
  • Evolutionsbuch „Big Family“ nur bei „guten Buchhändlern und Versandhandlungen” erhältlich, GWUP-Blog am 22. Dezember 2015
  • Jetzt bestellen: Die Evokids-Box mit Unterrichtsmaterialien zum Thema Evolution, GWUP-Blog am 10. November 2015
  • Video und kostenlose Exemplare von „Die phantastische Reise in die Vergangenheit“ für Schulen, GWUP-Blog am 10. Dezember 2015
  • Unterrichtsmaterialien für „Evolution in der Grundschule“ jetzt kostenlos downloaden, GWUP-Blog am 26. Januar 2016
  • Exquisitely detailed 520 million-year-old fossil shows individual nerves, Washington Post am 29. Februar 2016




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