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Flyer und Abstract-Broschüre zur Skepkon 2015 jetzt online

Noch knapp zwei Monate bis zur XXIV. GWUP-Konferenz “Skepkon 2015″ in Frankfurt.

Den Programmflyer gibt’s online hier.

Auch die Abstract-Broschüre findet sich jetzt als PDF auf der Skepkon-Homepage.

Zum Weiterlesen:

  • Skepkon 2014 in München: Alle Vorträge und Videos, GWUP-Blog am 23. August 2014

3sat: Evolutionsforschung ist mehr als Knochenarbeit

Heute Abend (Donnerstag, 5. März) läuft in 3sat die letzte Folge der Wissenschafts-Doku

Die Entwicklungsgeschichte des Menschen”

Nach “Der Fisch in uns” und “Das Reptil in uns” gibt es um 20.15 Uhr “Der Affe in uns”:

Neil Shubin hat eine Mission: Er will sogenannte Brückentiere der Evolution finden.

Einmal im Jahr hält es den Leiter des Instituts für organische Biologie und Anatomie an der Universität von Chicago nicht mehr in den kleinen Räumen seines Labors.

Dann macht er sich in die entlegensten Regionen der Welt auf, um nach Überresten von Lebewesen vergangener Erdzeitalter zu suchen. Er will Fossilien finden, die uns die fehlenden Teile im großen Puzzlespiel der Evolution liefern können.

Tiere, die halb Fisch, halb Amphibie oder halb Reptil, halb Vogel sind, die die Merkmale verschiedener Gruppen in sich vereinen und als Bindeglieder zwischen verschiedenen Tierarten, Klassen oder gar Tierstämmen fungierten.

Und das ist richtige Detektivarbeit – heute genauso wie im 19. Jahrhundert, als Charles Darwin die Evolutionstheorie begründete.”

“So unterhaltsam kann Wissenschaft im Fernsehen sein”, schreibt die Frankfurter Rundschau dazu.

Und die WAZ ergänzt:

Die Evolution wird für den Zuschauer so anschaulich wie selten zuvor und wir erfahren: Im Körper des Menschen ist die Geschichte des Lebens auf dieser Erde verborgen. Er trägt das Vermächtnis von Tieren in sich, die Hunderte von Millionen Jahren vor uns lebten.”
Alle drei Folgen von “Die Entwicklungsgeschichte des Menschen”gibt es in der 3sat-Mediathek.

Zum Weiterlesen:

  • Unterhaltsame Wissenschaft, Frankfurter Rundschau am 5. März 2015
  • “Der Fisch in uns” – 3sat bietet Evolution für Einsteiger, derwesten am 3. März 2015
  • Lehrreiche Reihe über die Ursprünge der Menschheit, NOZ am 4. März 2015
  • Evokids: Evolution schon in der Grundschule lehren, GWUP-Blog am 26. Juni 2014
  • The Rap Guide to Evolution, GWUP-Blog am 23. März 2014
  • Antidot gegen Kreationisten-Irrsinn, GWUP-Blog am 12. August 2010
  • “Zeit der Zweifler”: National Geographic zum Thema Wissenschaftsfeindlichkeit, GWUP-Blog am 1. März 2015
  • Der „Kamikaze-Ichthyosaurier“ und die Kreationisten, GWUP-Blog am 2. Juni 2014
  • Vince Ebert: Evolution, GWUP-Blog am 22. Dezember 2013
  • Vince Eberts “Evolution” in 3sat – und im “Skeptiker”, GWUP-Blog am 29. September 2014
  • Evolutionsforschung: “Mein Rat: Heiraten Sie eine Nigerianerin”, Zeit-Wissen 3/2009
  • Gattung Homo viel älter als gedacht, Süddeutsche am 5. März 2015
  • Älter war noch kein Homo, Zeit-Online am 4. März 2015
  • Mensch 400 000 Jahre älter als bislang gedacht, FAZ am 5. März 2015

„Die Psychotricks der Gurus“ bei Maischberger jetzt online

Die “Maischberger”-Sendung

Die Psychotricks der Gurus: Glauben, Glück, Gehirnwäsche?”

ist jetzt online:


Direktlink zum Video auf Youtube

Und darum geht’s:

Sie sind auf Sinnsuche oder wollen ihr Leben Gott widmen und geraten in die Fänge von Glaubensgemeinschaften. Doch die Heils- und Glücksversprechen, die viele Menschen anlocken, erfüllen sich meist nicht.

Stattdessen herrscht blinder Gehorsam, Sektenmitglieder werden kontrolliert, mit Psychotricks oder körperlicher Gewalt unterdrückt. Kritische Fragen sind tabu.

Warum haben dennoch Sekten mit ihrem oft schlichten Weltbild einen solchen Zulauf?”

Zum Weiterlesen:

  • Emotionslos über Sekten, Frankfurter Rundschau am 4. März 2015
  • Goodbye, Jehova: Wie Misha Anouk von der „bekanntesten Sekte der Welt“ loskam, GWUP-Blog am 7. November 2014
  • Wie Misha Anouk die bekannteste Sekte der Welt verließ, Stern-Online am 23. Februar 2015
  • “Going Clear“-Dokumentarfilm: ein Meilenstein der Scientology-Kritik, GWUP-Blog am 28. Januar 2015
  • “King of Queens”-Star steigt bei Scientology aus, GWUP-Blog am 12. Juli 2013
  • Sucker Punch gegen Scientology, GWUP-Blog am 11. Februar 2012

„Magic in the Classroom“: Ein skeptisches eBook nicht nur für Lehrer und Dozenten

Das neue eBook

Magic in the Classroom: Using Extraordinary Claims to Teach Critical Thinking”

steht bei der James Randi Educational Foundation zum kostenlosen Download bereit:

Magic in the Classroom is a collection of essays by educators across the curriculum who are using extraordinary claims to teach critical thinking.

Editor Robert Blaskiewicz gathers the contributions of fourteen authors from the James Randi Educational Foundation’s Swift Blog who write on topics ranging from popular culture, psychology, linguistics, evolution, exobiology, history, folklore, and many more.

Together these essays represent the work of a vibrant skeptical culture in education that is bringing critical thinking skills to students across the curriculum.”

Im Vorwort bringt der Herausgeber Robert Blaskiewicz seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die 154-Seiten-Aufsatzsammlung Lehrer und Dozenten dazu anregen möge, die kritisch-skeptische Betrachtung von populären Themen wie Alternativmedizin, Verschwörungstheorien, Evolutionsleugnung und vieles mehr zum Unterrichtsgegenstand zu machen.

Weitere “JREF in The Classroom Lessons” (zu Themen wie Pareidolie, Power Balance oder ESP) gibt es hier.

Anregungen für skeptischen Unterricht finden sich auch in dem Portal The Skeptical Teacher und natürlich in den Büchern und Mappen von Wolfgang Hund.

Zum Weiterlesen:

  • New eBook: Magic in the Classroom, JREF am 24. Februar 2015
  • Skepsis macht Schule: Ein Wünschelruten-Test am Freisinger Gymnasium, GWUP-Blog am 18. August 2014
  • Skeptiker macht Schule: Teenager als Mythbuster, GWUP-Blog am 6. September 2009

Lotto-Tipps vom Skeptiker

Womit kann man Physiker schockieren?

Indem man ihnen erzählt, dass man Lotto spielt.

Nichtsdestotrotz gibt GWUP-Vorstandsmitglied Dr. Florian Aigner in seiner aktuellen Kolumne Wissenschaft & Blödsinn Tipps fürs Ankreuzen – streng wissenschaftlich, versteht sich:

Noch immer glauben viele, man könne den Zufall mit Hilfe von Statistik überlisten. Eine Zahl, die seit Monaten nicht gezogen wurde, muss doch endlich mal drankommen!

Das ist natürlich Blödsinn – der Zufall hat kein Gedächtnis. Wenn in zwölf Runden hintereinander immer die Zahl 28 gezogen wird, hat das keinen Einfluss auf die nächste Runde.

Aber Achtung: Das bedeutet nicht, dass jeder Tipp gleich gut ist.

Genau mit dem Argument, dass die Gewinnchance für alle Zahlenkombinationen gleich ist, tippen nämlich viele Leute hübsche regelmäßige Muster – etwa die Zahlen eins bis sechs, oder eine Diagonale am Lottoschein.

Sollte man mit einem solchen Tipp dann tatsächlich gewinnen, muss man mit vielen anderen Leuten teilen, die genau dieselbe grandiose Überlegung angestellt haben. Eine Zahlenkombination ohne erkennbare Struktur ist daher besser.

Die Gewinnwahrscheinlichkeit bleibt gleich, aber der zu erwartende Gewinn ist höher.

Populär ist es auch, sich durch Geburtsdaten bei der Zahlenauswahl inspirieren zu lassen. Man sollte daher auch hohe Zahlen größer als 31 mit dabei haben, auch das senkt die Wahrscheinlichkeit, den Gewinn teilen zu müssen.”

Zum Weiterlesen:

  • Wie man im Lotto gewinnt, futurezone am 24. Februar 2015
  • Ist das zu glauben? Cartoon-Kalender sagt Papst-Rücktritt taggenau voraus, GWUP-Blog am 12. Februar 2013

Hauptsache „alternativ“ und „anders“ – auch wenn es um Leben und Gesundheit geht

Warum misstrauen so viele Leute ihrem Arzt und glauben stattdessen C-Promis wie Jenny McCarthy oder Gwyneth Paltrow, dass Impfungen gefährlich und Vaginal-Dampfbäder gesund seien?

Ich verstehe es nicht”,

bekennt der Medizin-Blogger DocBastard bei The Daily Beast.

Den Versuch einer Erklärung wagt der anonym schreibende Arzt dann aber doch – auf den ihn seine achtjährige Tocher bringt:

In der Schule waren die coolen Kids immer die Rebellen, die sich Autoritäten widersetzt und ihr eigenes Ding gemacht haben. Nur Nerds folgten den Regeln und taten, was von ihnen verlangt wurde.

Könnte es sein, dass diese Einstellung sich auf die Medizin übertragen hat?

Jetzt verstehe ich es.

Die Schulmedizin ist nämlich genau das: konventionell, konformistisch, Mainstream. Aber heutzutage will niemand mehr “konventionell” oder “normal” sein.

“Alternative” Medizin dagegen – das ist cool, hip, angesagt. Weil sie “anders” ist, irgendwie.

Und das “Andere”, das “Alternative”, das muss einfach besser sein als das Gewöhnliche.

Deshalb ist es auch vollkommen egal, dass “Alternativmedizin” nicht wirkt. Denn “Alternativmedizin”, die wirkt, wäre ja keine Alternativmedizin mehr, sondern nur noch Medizin [...]

Es spielt überhaupt keine Rolle, dass Medikamente belegbar genau das vollbringen, wofür sie entwickelt worden sind. Es tut nichts zur Sache, dass ernsthafte Nebenwirkungen dabei seltener sind als ein Sechser im Lotto. Wen kümmert es, dass Ibuprofen die Kopfschmerzen zuverlässig zum Verschwinden bringt?

Ich verstehe es.

Impfstoffe enthalten schrecklich klingenden Zutaten wie Aluminium und Formaldehyd.

Und sicher haben auch Sie schon von einem Freund gehört, dass Impfungen Autismus verursachen. Oder Sie lesen alternative Webseiten, auf denen steht, dass die Impfstoffe gar nicht wirklich funktionieren und dass sauberes Wasser und Hygiene die ganzen schlimmen Krankheiten verdrängt haben.

Und natürlich ist es Ihnen völlig egal, dass die Menge an Aluminium in einem Impfstoff geringer ist als in einem Stück Obst.

Und dass Formaldehyd ein natürliches Zwischenprodukt des Stoffwechsels ist und Sie in Ihrem Körper viel mehr Formaldehyd haben, als Sie mit einer Impfung je bekommen können.

Und Sie ignorieren geflissentlich die Tatsache, dass Impfstoffe Hunderte Millionen Todesfälle verhindert haben [...]

Ich verstehe es.

Klar, Naturheilmittel sind natürlich. Und “natürlich” ist automatisch besser.

Cyanide und Uran sind auch natürlich. Oder Pockenviren. Macht sie das besser?

Ihr Handy ist von Menschen zusammengeschraubt worden, also unnatürlich. Macht es das schlechter?

Aber ich verstehe es.

Sie wollen keine “verarbeiteten” Lebensmittel essen, weil unsere Vorfahren auch keine hatten. Dass die Menschen in der Steinzeit bestenfalls 35 Jahre alt geworden sind, wir heute aber weit über 80 – tut nichts zur Sache.

Sie kaufen nichts, wo “3-Methylbutyraldehyde” und “Benzaldehyd” drin ist, weil Sie sich nicht von der Industrie vergiften lassen wollen. Dass diese Chemie aus der Natur auch in Blaubeeren vorkommt – es interessiert Sie nicht.

Also ja, ich verstehe es.

Es ist cool, anders zu sein.

Aber wissen Sie was? Wenn Sie wirklich anders sein wollen, ziehen Sie Ihre Hose über den Kopf. Tragen Sie eine flippige Sonnenbrille. Malen Sie Ihr Auto mit grünen und lila Streifen an.

Aber lassen Sie um Himmels willen die Finger von “alternativer” Medizin.

Glauben Sie nicht jedem Honk, der irgendwas im Internet verzapft. Und bilden Sie sich bitte nicht ein, dass Sie medizinisches Fachwisssen besitzen, nur weil sie googeln können.

Eine echte medizinische Ausbildung dauert je nach Fachrichtung zehn Jahre oder länger. Glauben Sie mir, mit einer Suchanfrage von 0,452 Sekunden bei Google können Sie da nicht gleichziehen.

Und schon gar nicht ersetzen Pseudo-Promis oder das Internet ein vertrauenvolles Gespräch mit dem Arzt, dessen einziges Interesse Ihrer Gesundheit gilt.”

In seinem eigenen Blog geht DocBastard auch auf die aktuelle Impf-Debatte ein:

Dass im Jahr 2015 noch irgendjemand glauben kann, die Erde sei flach, ist mir ebenso vollkommen unverständlich wie die Auffassung, dass Impfungen nicht zu den besten Erfindungen in der Geschichte der Menschheit gehören.”

Im Folgenden dokumentiert DocBastard einen Mail-Wechsel mit einem überzeugten Impfgegner – was uns sehr bekannt vorkommt und auch andere Kollegen schon versucht haben, etwa hier und hier.

Am Ende hat DocBastard seinen Kontrahenten “Geary” so weit, dass dieser einräumt:

While I can’t say for sure that the use of vaccines has never caused a case of Autism, I also can’t say that it has. I’m not sure anyone can confidently say yes or no on either side, can they?”

Simple Antwort des Doc:

Yes, we can.”

Zum Weiterlesen:

  • Why You Trust the Internet More Than Your Doctor, The Daily Beast am 26. Februar 2015
  • The Vaccine “Debate”, DocBastard am 22. Februar 2015
  • Poor, poor pitiful Andy (Wakefield): Dissed again, this time by the Oregon Senate Committee on Health Care, Respectful Insolence am 26. Februar 2015
  • „Amy Farrah Fowler“ will keine Impfgegnerin mehr sein, GWUP-Blog am 11. Februar 2015
  • Jenny McCarthy‘s Body Count und das Anti-Impf-Gefasel nerviger Pseudo-Promis, GWUP-Blog am 6. Juli 2014
  • Natur ist gut und Chemie böse, GWUP-Blog am 13. Oktober 2013
  • Fatales Natürlichkeitsdenken der Impfgegner, GWUP-Blog am 11. Mai 2014
  • Andrew Wakefield ist kein Opfer, sondern Täter der Anti-Impf-Bewegung, GWUP-Blog am 21. Juli 2014
  • Reich werden durch Impfen? GWUP-Blog am 31. März 2014
  • Immun gegen die Wissenschaft, Cicero am 28. Februar 2015
  • “Zeit der Zweifler”: National Geographic zum Thema Wissenschaftsfeindlichkeit, GWUP-Blog am 1. März 2015
  • Grüne Medizinkritik: Achtung, Impf-Mobber! Spiegel-Online am 3. März 2015
  • Die “jüdische Verschwörung” gegen die Zaubermelodie Mein Studentenmädchen, Psiram am 3. März 2015
  • Die Diskussion um die Masernimpfpflicht: ein politisches Placebo? Gesundheits-Check am 3. März 2015
  • Why People Fly from Facts, Scientific American am 3. März 2015

Camp Quest: Sommerspaß und kritisches Denken am Bodensee

Tolle Sache:

Auch in diesem Jahr laden die Schweizer Skeptiker und die Freidenker-Vereinigung der Schweiz zu “Camp Quest” ein:

ein wissenschaftlich-humanistisches Sommerlager für neugierige Kids im Alter von 9 bis 15 Jahren.”

Es findet statt vom 26. Juli bis 1. August in Tägerwilen am Bodensee.

Ziel des Ferienprojekts ist es unter anderem, Neugierde auf Wissenschaft zu wecken und kritisches Denken zu fördern.

In diesem Jahr stehen ein Besuch der Sternwarte Kreuzlingen sowie Ausflüge zum Affenberg Salem und zum Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen auf dem Programm.

Daneben gibt’s “Experimente, Spiel, Sport und Lagerfeuer”.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt. Zur Anmeldung geht es hier.

Zum Weiterlesen:

Rotglühende Augen und riesige Flügel: der Mottenmann

Focus-Online berichtet heute über “Das Monster von Point Pleasant/West Virginia: den “Moth Man” (Mottenmann).

Diese kryptozoologische Rarität wird als menschenähnliche Gestalt mit rotglühenden Augen beschrieben, die statt Füßen Vogelkrallen, keinen Hals und riesige Mottenflügel von etwa drei Metern Spannweite haben soll.

Sowohl in “The HoaX-Files – Horror, Spuk und Bloody Mary” als auch in “Sie sind mitten unter uns. Die Wahrheit über Vampire, Zombies und Werwölfe” findet sich ein Kapitel zum Mottenmann.

Aus letztgenanntem Buch stammt der folgende Text:

Roger Scarberry, seine Frau und ein befreundetes Ehepaar sehen diese unheimliche Erscheinung am 15. November 1966 gegen 23.30 Uhr im stillgelegten TNT-Distrikt, einem Munitionslager aus dem Zweiten Weltkrieg um Point Pleasant in West Virginia.


Direktlink zum Video auf Youtube

Ein graues Wesen mit zwei gefalteten Flügeln und einer Größe von etwa zwei Metern steht auf zwei kräftigen menschlichen Beinen vor ihnen und starrt mit glühenden Augen dem Fahrzeug der Vier entgegen.

Die Augen scheinen direkt auf dem Körper zu sitzen.

Scarberry drückt das Gaspedal durch, aber der Mottenmann fliegt hinterher und kann mühelos mit dem Auto mithalten, scheinbar ohne die Flügel zu bewegen, während er schaurige Schreie ausstößt.

Dem Sheriff von Mason County geben Mr. und Mrs. Scarberry und Mr. und Mrs. Mallette folgende Beschreibung:

Er war etwas größer als ein normaler Mensch, obwohl er aussah, als handele es sich um eine Mischungen aus Mann und Fledermaus.“

Um die zwei Meter oder mehr sei das Wesen groß gewesen, und es hatte große Flügel.

Außerdem, so Rogers Frau Linda, besitze die Kreatur hypnotisierende Augen:

Große rote Augen, wie Autobremslichter.“

Weitere Zeugen melden sich, darunter eine Frau, die ihren Vater über die Route 2 in West Virginia den Ohio River entlang chauffierte:

Ich bremste ab, und als wir näher kamen, sahen wir, dass die Gestalt viel größer war als ein gewöhnlicher Mann. Eine große, graue Gestalt. Sie stand mitten auf der Straße.

Dann entfaltete sie auf ihrem Rücken ein Paar Flügel, die sich praktisch über die ganze Breite der Straße erstreckten. Es sah aus, als stünde dort ein kleines Flugzeug.

Dann hob sie steil ab und verschwand binnen Sekunden außer Sicht. Wir waren beide vor Schreck erstarrt.“

Immer wieder taucht der fabulöse „Mothman“ auf.

Nach einer Motte wurde da ein Lebewesen getauft, das 1,50 bis 2,10 Meter groß sein mochte, ohne Arme, aber mit Flügeln, die auf dem Rücken zusammengefaltet waren, wenn sie nicht gebraucht wurden“,

fassen die Phänomen-Forscher Janet und Colin Bord zusammen.

Es hatte keinen Kopf, zwei hellrot leuchtende Augen von fünf bis acht Zentimetern Durchmesser saßen direkt auf den Schultern. Es war grau, doch ist unbekannt, ob das die Farbe seiner Kleidung oder seines Fells beziehungsweise seiner Haut war.

Niemand kam ihm nahe genug, um das festzustellen.

Im Flug schlugen seine Flügel nicht, aber es konnte sehr schnell fliegen, wohl über 100 Meilen in der Stunde. Es gab einen quiekenden Ton von sich, der an eine Maus erinnerte.

Tatsächlich also ein sehr merkwürdig klingendes Lebewesen!“


Direktlink zum Video auf Youtube

Der Spielfilm „Die Mothman-Prophezeiungen“ mit Richard Gere in der Hauptrolle verdichtet 2002 die Fama dahingehend, dass …

… Mottenmänner immer vor großen Tragödien besonders oft an den entsprechenden Orten gesehen werden“.

Auch der CSI-Chefermittler Joe Nickell begegnet dem Mottenmann immer wieder an „entsprechenden Orten“.

Und zwar in Ställen, alten Türmen, verlassenen Gebäuden und Abbruchhäusern.

Große, leuchtende Augen? Geräuschloses Fliegen? Spitze Schreie? Nächtliches Erscheinen?

Für Nickell und andere Skeptiker ist klar, dass es beim „Mottenmann“ in Wahrheit um Schleiereulen handelt.

Diese Vögel könnten im Dunkeln als zwei bis drei Meter große Wesen erscheinen, wenn die Schatten und Strukturen unter der Eule entsprechend geartet seien.

Weit hergeholt?

Nicht unbedingt, wenn wir uns zum Beispiel diesen Erfahrungsbericht im Online-Forum Allmystery vergegenwärtigen:

Zum Mottenmann fällt mir eine nette Geschichte ein. Als meine beste Freundin bei mir übernachtet hat, haben wir nachts in so ‘nem Buch gelesen, in dem seltsame Geschichten drin stehen, die angeblich alle real passiert sind. Da stand auch was vom Mottenmann. Mit seinen leuchtenden roten Augen und was der alles so gemacht hat.

Dann, mitten in der Nacht, wachte meine Freundin schreiend auf. Sie hatte so seltsame Geräusche gehört, ein Knurren und Kratzen. Wir guckten dann aus irgendeinem Grund in die Richtung, wo mein Fernseher steht, und fingen beide an zu schreien.

Naja, mein Fernseher hat ‘ne Standby-Leuchte, die genauso rot glimmt wie die Augen vom Mottenmann. Wir haben das Gerät dann für den Rest der Nacht nach draußen in den Flur verbannt. Und das Geräusch, das sie gehört hatte, kam von meiner Katze.“

Man kann sich also leicht täuschen.

In “The HoaX-Files” ergänzen Alexa und Alexander Waschkau, dass es der para-gläubige Autor John A. Keel war, der ein Brückenunglück im Dezember 1967 bei der Kleinstadt Point Pleasant in West Virginia dem Erscheinen des Mottenmanns zuschrieb und dieses zusammen mit diversen Ufo-Sichtungen und anderen “unerklärlichen” Ereignissen zu dem Buch “The Mothman Prophecies“ verarbeitete.

Mittlerweile verdienen die Bewohner von Point Pleasant an der Geschichte mit und veranstalten jährlich das “Mothman Festival”, über das das Reiseportal Travelbook ausführlich berichtet.

Zum Weiterlesen:

  • In West Virginia treibt der Mothman sein Unwesen, Focus-Online am 2. März 2015
  • Das Rätsel um das Monster von West Virginia, Travelbook am 26. Februar 2015
  • Mothman Revisited:
 Investigating on Site, Skeptical Inquirer Vol. 12.4, December 2002
  • Kino: “Mothman Prophezeiungen”, Süddeutsche am 17. Mai 2010
  • Hoaxilla #62 – “Mothman” vom 23. Oktober 2011
  • Alexa & Alexander Waschkau: The HoaX-Files – Horror, Spuk und Bloody Mary. JMB-Verlag, Hannover 2014
  • Bernd Harder: Sie sind mitten unter uns. Die Wahrheit über Vampire, Zombies und Werwölfe. Herder, Freiburg 2012

Alien statt Einhorn im Garten

Eine Art “Einhorn-Paradigma”, nur mit Aliens statt mit einem Einhorn im Garten, hatte letzte Nacht Harald Lesch bei “Frag den Lesch” zu beantworten:

Gestern habe ich einen Außerirdischen in meinem Garten gesehen.

Vor vielen Generationen ist ein Raumschiff mit annähernd Lichtgeschwindigkeit von einem entfernten Planeten losgeflogen. Die Nachkommen der ersten Besatzung sind jetzt auf der Erde gelandet.

Können Sie beweisen, dass ich lüge?”

Die Antwort gibt’s hier:


Direktlink zum Video auf Youtube

Zum Weiterlesen:

  • Ufo-Talk mit Dr. Philippe Leick: Interstellare Reisen, GWUP-Blog am 13. April 2014
  • Mysteriöse Schatten: Wer reparierte den Rover auf dem Mars? GWUP-Blog am 1. Februar 2015
  • “Der Drache in meiner Garage” – die komplette Rezension, Astrodicticum simplex am 20. September 2009
  • Prinzip Skepsis: Interview mit Dr. Martin Mahner, National Geographic 3/2015

Homöopathie-Kritik im Radio mit Dr. Norbert Aust

Dr. Norbert Aust von Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie war heute bei Radio Corax zu hören:

Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis für die Wirksamkeit homöopathischer Arzneien – das ist eine These der Kritiker der Homöopathie.

Der Ingenieur Dr. Norbert Aust ist der Betreiber des Blogs “Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie” und prüft mit naturwissenschaftlichen Methoden die Theorien und Behauptungen zur Homöopathie.”

Hier geht’s zum Podcast.

Zum Weiterlesen:

  • Allein unter Globulisten: Kritiker Norbert Aust bei „Science meets Homeopathy“ in Berlin, GWUP-Blog am 23. Februar 2015
  • SkepKon-Rückblick: Die fehlende interne Validität von Homöopathie-Studien, GWUP-Blog am 10. Juni 2014
  • In Sachen Homöopathie: Interview mit Dr. Norbert Aust im Skeptiker, GWUP-Blog am 14. September 2014
  • “Zeit der Zweifler”: National Geographic zum Thema Wissenschaftsfeindlichkeit, GWUP-Blog am 1. März 2015
  • Prinzip Skepsis: Interview mit Dr. Martin Mahner, National Geographic 3/2015




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