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Skeptiker-Vortrag in Freiburg: „Homöopathie ent-täuscht?“ mit Dr. Norbert Aust

Prima – auch im schönen Freiburg im Breisgau findet sich eine Skeptiker-Gruppe zusammen.

Und es gibt sogar schon eine erste öffentliche Veranstaltung zu vermelden:

Dr. Norbert Aust referiert am 3. Juli (Donnerstag) zum Thema

Homöopathie ent-täuscht?”

Aus der Ankündigung:

Viele sprechen darüber, aber nur wenige haben eine deutliche Vorstellung davon, was darunter zu verstehen ist. Schon die Abgrenzung zu anderen, ähnlichen Therapieformen ist oftmals nicht klar.

Die Diskussion, ob es sich bei der Homöopathie um eine wirksame Heilmethode handelt oder nur um Scharlatanerie, ist in vollem Gange.

Der Buchautor Dr. Norbert Aust bietet mit seinem Vortrag sachliche und auf Fakten beruhende Informationen zu verschiedenen Gesichtspunkten der Homöopathie an. Dabei geht es um die Herstellung der Arzneimittel, um deren Wirkungsweise und Erklärungsmodelle.

Der Vortrag beschäftigt sich ebenso mit der Arzneimittelprüfung und der von den Patienten erlebten positiven Wirkung. Ein Blick auf aktuelle Forschungsergebnisse rundet das Bild ab.

Der Zuhörer soll auf diese Weise in die Lage versetzt werden, die oft verzerrten Aussagen von Homöopathie-Anhängern einer fundierten Beurteilung zu unterziehen.”

  • Beginn: 19 Uhr
  • Ort: Universität Freiburg, KG1, Raum 1231, Platz der Universität 3
  • Eintritt: 5 €

Zum Weiterlesen:

„Außer Sinnen“ in Nürnberg: Ghosthunting – Die bizarren Methoden der Geisterjäger

Nächster Termin der Veranstaltungsreihe “Außer Sinnen – Paranormales und Skepsis” in Nürnberg:

Am Dienstag (1. Juli) ist der Psychologe und Journalist Sebastian Bartoschek mit

Spurensuche im Jenseits – Die bizarren Methoden moderner Geisterjäger”

am Nicolaus-Copernicus-Planetarium zu Gast:

Ghosthunting – Geisterjagd. Klingt spannend, spooky, strange. In jedem Fall amerikanisch.

Nach dem Vorbild der US-Serie „Ghost Hunters“ gehen auch hierzulande immer mehr Menschen auf die Parapirsch. Die Ghosthunter selbst sehen ihre Tätigkeit dabei als wichtig, wissenschaftlich, wirkungsvoll an.

Unbestritten ist: Menschen haben Spukerlebnisse – und leiden darunter. Sie hören Geräusche und Stimmen, spüren Wesenheiten, sehen Schatten und Schemen – wo eigentlich nichts ist. Oder doch? Wie kommt das?

Sind es wirklich Geister Verstorbener, die noch schnell eine Nachricht loswerden wollen? Paralleluniversen, die unseren Raum durchdringen? Sind die Spukopfer gar alle psychisch gestört?

Oder wieso sollte sich sonst mit Sebastian Bartoschek ein Psychologe daran machen, etwas zur Klärung dieser Fragen beizutragen?

Eine Reise durch die Welt von Spuk, Wahrnehmung und vielleicht unklärbaren letzten Fragen.”

Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr, der Eintritt kostet 7 €.

Darüber hinaus stehen bei “Außer Sinnen 2014″ noch “Brain-Gym/Edu-Kinestetik” (Dr. Barbro Walker, 15. Juli) und “Vampire” (Dr. Mark Benecke, 29. Juli) auf dem Programm.

Zum Weiterlesen:

Diskussion mit Impfgegnern: Religiöser Eifer und die Verteidigung der Vernunft

Wer starke Nerven hat, dem sei ein Artikel bei schockfaktor.de empfohlen:

Besuch bei den Impfgegnern”

Der Autor schildert darin eine mehrtätige Debatte mit Impfgegnern bei einer einschlägigen Facebook-Gruppe.

Richtig heiß wird es, als eine junge Frau in die Runde fragt, ob sie ihre 13 Monate alte Tochter nach einer Bagatellverletzung gegen Tetanus impfen lassen soll.

Am Ende zieht der Autor für sich das Fazit:

So weit mein Bericht aus den Untiefen der Impfgegnerschaft. Ich habe einiges gelernt und verstehe nun besser, wie Impfgegner ticken. Der Preis dafür waren einige Stunden manifester Unerfreulichkeit und einige Erkenntnisse, die ich lieber nicht gehabt hätte.

Mir ist völlig klar: Ich habe es hier nicht mit den Vordenkern der Szene zu tun gehabt. Sofern es intelligentes Leben gibt auf dem Impfgegnerplaneten, dann ist es woanders.

Ich glaube aber dennoch, dass ich die wesentlichen “Argumente” der Szene erlebt und hier wiedergegeben habe [...]

Zwei wesentliche Punkte bleiben in meinem Bericht noch offen. Erstens die Frage, was gegen all das getan werden kann. Im Wesentlichen denke ich: Reden, Konfrontieren und die Diskussion nicht scheuen.

Für mich ist klar: Das hier ist keine Debatte um Extrempositionen, aus man sich heraus halten sollte, weil das schlau und vernünftig ist. Inzwischen geht es um die aktive Verteidigung der Vernunft. Impfgegner sind nicht mehr nur eine kleine Minderheit von Spinnern, die ignoriert werden kann.

Sie sind eine große Minderheit von Spinnern und eine noch viel größere Anzahl von Leuten, die ihre simplen Antworten gern übernehmen, weil sie sonst keine bekommen, oder sie aus nachvollziehbaren Gründen nicht verstehen oder akzeptieren können.

Sie drücken Angst und Zweifel in die öffentliche Wahrnehmung, die dort haften bleiben, wo keine Gegenrede ist [...]

Der zweite offene Punkt betrifft die Frage, was die Impfgegner antreibt. Darauf will ich hier nicht mehr ausführlich eingehen, das tue ich ggf. gesondert.

Verkürzt würde ich sagen: Es gibt verschiedene Rollen im Kabinett der Impfgegner und sie haben unterschiedliche Motivationen.

Gemein haben sie eine Art religiösen Eifer.”

Zum Weiterlesen:

  • Besuch bei den Impfgegnern, schockfaktor.de
  • “Für Impfen” bei Facebook, GWUP-Blog am 5. April 2014
  • “Die Impf-Lüge” als Video – und wieder die Autismus-Mär, GWUP-Blog am 3. Juni 2014
  • Fatales Natürlichkeitsdenken der Impfgegner, GWUP-Blog am 11. Mai 2014
  • Reich werden durch Impfen? GWUP-Blog am 31. März 2014
  • Kinderarzt zu Impfgegnern: “Get Out of My Office”, GWUP-Blog am 5. Februar 2014
  • Skeptiker als Pharma-Söldner? GWUP-Blog am 21. April 2013
  • Die falsche Angst, Zeit-Online am 5. Mai 2014
  • Die Irrationalität der Impfgegner, GWUP-Blog am 6. Juli 2013
  • 20 häufige Impfgegner-Argumente: Was ist dran? GWUP-Blog am 18. Juli 2013

SkepKon-Rückblick: Placebo- Effekte in der (Richtlinien-) Psychotherapie

Ein Passant in einer fremden Stadt fragt:

Wo geht’s denn hier zum Bahnhof?”

Ein Psychoanalytiker antwortet:

Sie meinen diese dunkle Höhle, wo immer etwas Langes rein- und rausfährt?”

Ein Verhaltenstherapeut:

Heben Sie den rechten Fuß, schieben Sie ihn nach vorn. Setzen Sie ihn auf. Sehr gut! Hier haben Sie ein Bonbon!

Ein Systemischer Familientherapeut:

Ich frage mich, was Ihre Mutter dazu sagen würde, wenn Ihr Vater diese Frage stellt?”

Ein Gestalttherapeut:

Du, lass es voll zu, dass du zum Bahnhof willst.”

Was als klassischer Psychologenwitz mit vielen weiteren Antwortvarianten durchs Internet geistert, hat einen durchaus ernsten Hintergrund:

Von etwa 600 Psychotherapieverfahren sind nur drei als sogenannte Richtlinienverfahren in Deutschland zugelassen, erklärte Dr. Robert Mestel bei der SkepKon 2014 in München.

Lediglich Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie gelten als “hinreichend und gesichert wirksam” und werden von den Versicherungsträgern erstattet.

Aber was unterscheidet die Theorien und Wirksamkeitsbelege dieser drei Verfahrensgruppen von den nicht zugelassenen Therapien?

Auf diese Frage gab Mestel, Leiter der Abteilung Forschung/Qualitätssicherung an der Helios-Klinik Bad Grönenbach, unbequeme Antworten.

Der Psychologische Psychotherapeut würdigte die Arbeiten von Colin Goldner und Heike Dierbach zur Scharlatanen-Szene, betonte aber zugleich, dass eine Abgrenzung anhand von Wirksamkeit oder Wirksamkeitsfaktoren kaum möglich sei.

Selbst zwischen einem geduldigen Zuhörer (wie etwa einem Barkeeper) und einem ausgebildeten Psychotherapeuten verlaufe nur eine “extrem dünne” Grenze, die man “nahezu beliebig” ziehen könne.

Komme beispielsweise zu der Höflichkeitsfloskel “Wie geht’s dir?” noch die minimal tiefergehende Frage “Was sagt deine Frau dazu?” oder “Sagt sie das immer?” ins Spiel, könne man ein Kneipengespräch bereits als “Coaching”, “Beratung”, “Seelsorge” oder ähnliches deklarieren.

Psychotherapie verschiedenster Couleur sei nachgewiesen sehr wirksam, gerade auch im Vergleich zu anderen medizinischen Interventionen, aber:

Bei den meisten Störungen wirken alle untersuchten Therapien gleich gut!”

Der Hintergrund:

In einigen – nicht allen – Meta-Analysen fand man, dass hunderte kontrollierte Studien zwischen den Verfahren im Mittel über alle untersuchten Störungsbilder/Krankheiten kaum Unterschiede zeigen. Daraus schließen die Forscher, dass alle Schulen, die bisher untersucht wurden, etwa gleich gut wirken.

Wie kann das sein?  Und gibt es auch in der Psychotherapie eine Placebowirkung?

Darauf fokussierte Mestel seinen SkepKon-Vortrag.

In der Tat kommen auch in der Richtlinien-Psychotherapie dieselben Effekte zum Tragen wie etwa bei der Homöopathie, zum Beispiel Spontanheilungen:

Der Spontanverlauf der Erkrankung ,leichte bis mittelschwere Depression’ über zirka sechs bis acht Monate kann ebenso wenig beeinflusst werden wie der einer Grippe”,

erklärte Mestel.

Was konkret bedeutet:

Wenn Sie eine Depression bekommen, dann haben Sie mit 80-prozentiger Sicherheit nach zwei Jahren keine mehr.”

Aufgrund der längeren Wartezeiten auf einen Therapieplatz sei sogar “jeder siebte Patient schon geheilt, bevor er den Psychotherapeuten auch nur gesehen hat”.

Aus diesen und einigen anderen Gründen wirken alle Behandlungsformen bei leichten bis mittelschweren Depressionen gleich gut, egal ob Antidepressiva, Online-Therapien oder Sport.

Auch der Placebo-Effekt spiele in der Psychotherapie eine ebenso große Rolle wie in der Medizin, also der unspezifische Kontakt mit dem Therapeuten, dessen Aufmerksamkeit, die Erklärung der geplanten Vorgehensweise etc.

Und je teurer die Behandlung (bei Selbstzahlertherapien), desto wirksamer werde sie vom Patienten empfunden.

Einige Richtlinien-Psychotherapien erreichten sogar “nur” Placebo-Effektstärken, sagte Mestel, und nannte unter anderem die Stabilisierungstherapie nach Luise Reddemann bei Traumafolgestörungen.

Das Fazit des Psychologischen Psychotherapeuten:

Mainstream-Psychotherapien wirken über alle psychischen Störungen gleich gut, obwohl sich die Verfahren extrem unterscheiden – aber kein Therapeut will das hören, weil die meisten zutiefst von ihrer eigenen Methode überzeugt sind.”

Zudem glaubten annähernd 90 Prozent der Psychotherapeuten von sich, dass sie zu den 25 Prozent der Besten ihres Fachs gehören. Eine Selbstsicht, die 2012 im Journal of Consulting & Clinical Psychology erschreckend deutlich widerlegt wurde.

Falls die Studien keine methodischen Fehler oder Unterlassungen aufweisen (ein Vorwurf, der von einigen Therapieforschern erhoben wird), dann gibt es im Wesentlichen zwei Erklärungsmöglichkeiten:

a) Die verschiedenen Verfahren der Psychotherapie zapfen lediglich verschiedene allgemeine Wirkfaktoren an.

b) Oder aber nur gemeinsame Faktoren wirken, wie Placebo, Beziehung etc.

Die Bedeutsamkeit dieser verschiedenen Wirkfaktoren einer Psychotherapie  könne quantitativ wie folgt geschätzt werden:

  • Placebo-Effekte: 15 Prozent
  • Therapietechnik: 15 Prozent
  • Therapeutische Beziehung: 30 Prozent
  • Außertherapeutische Veränderung: 40 Prozent

Für Mestel sind das geradezu “skandalöse Befunde”:

Nicht evidenzbasierte Verfahren werden bezahlt, unabhängig von Wirksamkeitsbelegen, andererseits kommen Methoden trotz hervorragender Evidenz nicht in die Kassenversorung. Besitzstandswahrung und fragwürdige Traditionen zählen offenbar mehr als Fakten und Nachweise.”

Der SkepKon-Referent sprach sich dafür aus, Psychotherapeuten primär “sehr gut in Diagnostik zu trainieren”, damit sie die bedeutsamen psychischen Störungen, wie Angst- und Zwangsstörungen, Dissozialität, Schizophrenie etc., reliabel erkennen.

Als First-Line-Therapie sollten dann nur evidenzbasierte und empirisch überlegene Verfahren zur Anwendung kommen.

Für alle restlichen “Breitband-Misch-Störungsgruppen” (rund 70 Prozent) sei eine schrankenlose Therapiefreiheit akzeptabel, weil die Wirkung der verschiedenen Methoden dafür als nahezu identisch angesehen werden kann.

Abschließend forderte Mestel den “evidenzbasierten Psychotherapeuten”:

Anstatt des Verfahrens sollte der Therapeut individuell evaluiert werden.”

Den Skepkon-Vortrag von Dr. Robert Mestel “Wirkfaktoren in der (Richtlinien-) Psychotherapie? Wie viel abergläubisches Ritual und Placebowirkung ist da drin?” gibt es hier auch als Video.

Zum Weiterlesen:

  • „Placebowirkung in der Psychotherapie“ als Video von der SkepKon 2014, GWUP-Blog am 22. Juni 2014
  • “Benzinspar-Mythen” jetzt als Video von der SkepKon 2014, GWUP-Blog am 20. Juni 2014
  • Engelskurse und Pseudotherapien, Wirtschaftspsychologie aktuell am 19. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Wie tickt das Schaf? Skeptiker und Gläubige im Test, GWUP-Blog am 19. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Licht des Lebens oder Eso-Irrlicht? Die Wahrheit über Biophotonen, GWUP-Blog am 14. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Die fehlende interne Validität von Homöopathie-Studien, GWUP-Blog am 10. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Benzin sparen durch “magisches Zubehör” fürs Auto? GWUP-Blog am 8. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Aryuveda mit Blei ist nicht gesund, GWUP-Blog am 7. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Die bosnischen Pyramiden, GWUP-Blog am 3. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Der „Kamikaze-Ichthyosaurier“ und die Kreationisten, GWUP-Blog am 2. Juni 2014
  • Skeptikerkonferenz in München, hpd-online am 6. Juni 2014
  • Vorsicht Seelenpfuscher, GWUP-Blog am 18. Mai 2013
  • Warum Homöopathie zu wirken scheint, GWUP-Blog am 9. Oktober 2011
  • Placebo-Effekt und Evolution, GWUP-Blog am 7. September 2012

Bruno-Gröning-Fans beim Roten Kreuz und ein renitenter Lokaljournalist

Schlecht:

Wieder einmal hat eine angesehene Institution bedenkenlos Scharlatanen die Tür geöffnet.

Der DRK-Kreisverband Friedberg (Hessen) stellte seine Räume dem Bruno-Gröning-Freundeskreis für eine öffentliche Werbeveranstaltung zur Verfügung.

Kommentar eines Sprechers:

Die mögen seltsame Ansichten haben, das ist aber nichts, was verboten ist oder gegen Gesetze verstößt.”

Heißt wohl: Die Saalmiete wird bezahlt, also schaut man weg, wenn eine wundergläubige Obskurantensekte sich beim Roten Kreuz einen seriösen Anstrich zu geben versucht.

Gut:

Ein Lokaljournalist war keineswegs gewillt, den Nonsens des Bruno-Gröning-Kults widerspruchslos über sich ergehen zu lassen.

Seinen Artikel “Rauswurf bei der Sekte” kann man hier nachlesen.

Zum Weiterlesen:

  • Rauswurf bei der Sekte, Wetterauer Zeitung am 22. Juni 2014
  • Wenn „Geistheiler Nikolaus” wohlfeile Märchen über Bruno Gröning erzählt, GWUP-Blog am 2. Oktober 2013
  • Hoaxilla #133 – „Bruno Gröning“ vom 25. August 2013
  • Impfgegner an der TU Chemnitz und Astrologen im Wiener Technikmuseum, GWUP-Blog am 18. März 2014
  • TU Chemnitz wirft Impfgegner raus, Laborjournal 4/2014

Homöopathie bei Krebs – es ist alles noch viel schlimmer

Über Homöopathie bei Krebs haben wir schon öfter geschrieben – unter anderem im Zusammenhang mit der Skandalsendung “Medizin oder Mogelpackung?” im Bayerischen Fernsehen.

Tatsächlich ist alles noch viel schlimmer, als wir dachten.

Bei den Ausrufern schreibt merdeister über den berüchtigten Krebshomöopathen Jens Wurster, der in einem englischsprachigen Online-Portal unglaubliche Behauptungen über Krebsentstehung und homöopathische Behandlungsmöglichkeiten von sich gibt.

Von Wurster schlägt merdeister eine Brücke zum Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte:

Man merkt vielleicht, wie angepisst ich bin.

Immer wenn ich denke, die Homöopathen sind ja ganz niedlich mit ihren Ohrensesseln in den Praxen und Kügelchen in der Hand, werde ich darauf gestoßen, was für menschenverachtende Ideen sich unter dem Dach des DZVhÄ sammeln können.

Dabei ist den Mitgliedern wahrscheinlich nicht mal klar, was für einen gefährlichen geistigen Müll sie da vertreten. Klar ist ihnen jedoch komischerweise, dass sie sich auf offiziellem Parkett nicht ganz in die Karten schauen lassen dürfen.

Politiker lassen sich dann von den warmen Worten ganzheitlich einwickeln und entschlafen sanft. Das haben sie mit homöopathischen Krebspatienten gemeinsam.”

Zum Weiterlesen:

  • Hamers Ideen zu Krebs beim DZVhÄ? dieausrufer am 22. Juni 2014
  • Homöopathie gegen Krebs? GWUP-Blog am 15. Juni 2013
  • Die Banerji-Protokolle: Homöopathie gegen Krebs? GWUP-Blog am 2. Juli 2013
  • Nein, Homöopathie heilt keine “ernsten Krankheiten”, GWUP-Blog am 12. Juni 2013
  • Der Wahnsinn: Homöopathie gegen Krebs und Bach-Blüten bei Kindesmissbrauch, GWUP-Blog am 17. November 2013
  • Behandlung von Krebspatienten mit Homöopathie, Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie am 15. Juni 2013
  • Homöopathische Krebsbehandlung nach den Banerji-Protokollen, Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie am 30. Juni 2013
  • Ist die Wirksamkeit der Homöopathie endlich wissenschaftlich bestätigt? Oder: Heilt Homöopathie Krebs? skeptiker.ch am 24. April 2013
  • Homöopathie: Wenn Skeptiker Hoffnungen zerstören, GWUP-Blog am 18. April 2013

„Die Auseinandersetzung zwischen Skeptikern und Esoterikern“ in Bayern 2

Eine hochinteressante Sendung gab es heute Abend in Bayern 2.

Zündfunk Generator berichtete eine Stunde lang über “Die Auseinandersetzung zwischen Skeptikern und Esoterikern”:

Die Wahrheit der Anderen”

Aus der Ankündigung:

Tarotkarten, Heilsteine, Aura Soma: Laut Umfragen ist bei uns jeder Dritte offen gegenüber Esoterik. Das ruft verstärkt ihre Feinde auf den Plan: die Skeptiker, die sich der Ratio verschrieben haben. Wir begeben uns in ideologische Minenfelder.”

Der Autor Ralph Glander besuchte unter anderem die SkepKon 2014 in München und interviewte einige Teilnehmer.

Vermutlich auf den “Publikumstag” gemünzt ist dieser Satz der Offsprecherin:

Die Themen werden oft unterhaltsam und mit beißender Ironie vorgetragen. Skeptiker sind redselige Menschen, die ihre naturwissenschaftliche Sicht mit einer fast schon poppigen Leichtigkeit und Souveränität anreichern können.”

Danke, das freut uns!

In dem Hörfunk-Feature werden auch einige Themen aus der GWUP-Historie gestreift, etwa die Auseinandersetzungen mit Edgar Wunder und mit Claus Fritzsche.

Ausführlich Stellung dazu nimmt GWUP-Vorsitzender Amardeo Sarma.

Darüber hinaus sind Ausschnitte aus der Laudatio von Mario Sixtus auf den “Goldenes Brett”-Gewinner 2012, Prof. Harald Walach, zu hören.

Als GWUP-Kritiker kommen Walach selbst (der leicht beleidigt klingt) und Eberhard Bauer vom Freiburger IGPP (der die Skeptiker als “Kultbewegung” sieht und nur sich selbst für wahrhaft “skeptisch” hält) zu Wort.

Die Sendung kann hier nachgehört werden.

Zum Weiterlesen:

„Placebowirkung in der Psychotherapie“ als Video von der SkepKon 2014

Ein weiteres Video von der SkepKon 2014 ist online.

Der Psychologische Psychotherapeut Dr. Robert Mestel referiert zum Thema:

Wirkfaktoren in der (Richtlinien-)Psychotherapie? Wie viel abergläubisches Ritual und Placebowirkung ist da drin?”

Mestel ist Leiter der Abteilung Forschung/Qualitätssicherung an der Helios-Klinik Bad Grönenbach.


Direktlink zum Video auf Youtube

Eine schriftliche Zusammenfassung des Vortrags gibt es hier.

Zum Weiterlesen:

  • SkepKon-Rückblick: Placebo-Effekte in der (Richtlinien-) Psychotherapie, GWUP-Blog am 23. Juni 2014
  • “Benzinspar-Mythen” jetzt als Video von der SkepKon 2014, GWUP-Blog am 20. Juni 2014
  • Engelskurse und Pseudotherapien, Wirtschaftspsychologie aktuell am 19. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Wie tickt das Schaf? Skeptiker und Gläubige im Test, GWUP-Blog am 19. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Licht des Lebens oder Eso-Irrlicht? Die Wahrheit über Biophotonen, GWUP-Blog am 14. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Die fehlende interne Validität von Homöopathie-Studien, GWUP-Blog am 10. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Benzin sparen durch “magisches Zubehör” fürs Auto? GWUP-Blog am 8. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Aryuveda mit Blei ist nicht gesund, GWUP-Blog am 7. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Die bosnischen Pyramiden, GWUP-Blog am 3. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Der „Kamikaze-Ichthyosaurier“ und die Kreationisten, GWUP-Blog am 2. Juni 2014
  • Skeptikerkonferenz in München, hpd-online am 6. Juni 2014
  • Skeptische Nerd Nite mit Panthern, Chemtrails und PickUp-Artists in München, GWUP-Blog am 18. Mai 2014
  • Foto: “Volles Haus am Publikumstag der SkepKon”

“Guru Leaks“ in Frankfurt mit dem Meister des Sheng-Fui

Frankfurt ist unsere nächste Konferenzstadt: Die SkepKon 2015 findet vom 14.-16. Mai in der Mainmetropole statt.

Bis dahin gibt es noch viel zu tun – wer die Skeptiker vor Ort unterstützen möchte, ist herzlich zum nächsten Stammtisch eingeladen, und zwar am Mittwoch (25. Juni) ab 19.30 Uhr im Cafe Albatros.

Drei Tage später (Samstag, 28. Juni) steht eine gemeinsame Veranstaltung der Rhein-Main-Skeptiker und der Giordano-Bruno-Stiftung auf dem Programm:

Guru Leaks! Ein Guru berichtet live von seinen zweifelhaften Praktiken”

Zu Gast ist Lorenz Meyer, selbsternannter und fremdbestimmter Guru und Initiator der Sheng-Fui-Bewegung:

Er berichtet von seinem spirituellen Wirken im Internet. Erfahren Sie alles über Bestellungen beim Universum, den kubanischen Wahrsager Fidel Astro, den ausgewilderten esoterischen Disclaimer und warum ein österreichisches Hotel mit Sentenzen eines falschen fernöstlichen Philosophen wirbt.

Erleben Sie, wie ein homöopathisches Unternehmen in einer feindlichen Übernahme die Kommentarspalten des Meisters übernehmen wollte, die Stiftung Warentest ihn der Barcode-Verschwörung bezichtigte, von seinem Triumph über eine Bundesanstalt und vieles, vieles mehr.

Und als Zugabe winkt ein Best-of-Hass-Mails und Antworten auf Fragen, die nie gestellt wurden.

Achtung: Die Veranstaltung könnte Bestandteile von Satire enthalten.”

Los geht’s um 19.30 Uhr im Saalbau Gallus, Frankenallee 111.

Zum Weiterlesen:

„Benzinspar-Mythen“ jetzt als Video von der SkepKon 2014

Den SkepKon-Vortrag “Kraftstoff sparen durch magisches Zubehör fürs Auto?” von Dr. Philippe Leick gibt’s jetzt auch als Video:


Direktlink zum Video auf Youtube

Zum Weiterlesen:

  • Engelskurse und Pseudotherapien, Wirtschaftspsychologie aktuell am 19. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Wie tickt das Schaf? Skeptiker und Gläubige im Test, GWUP-Blog am 19. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Licht des Lebens oder Eso-Irrlicht? Die Wahrheit über Biophotonen, GWUP-Blog am 14. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Die fehlende interne Validität von Homöopathie-Studien, GWUP-Blog am 10. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Benzin sparen durch “magisches Zubehör” fürs Auto? GWUP-Blog am 8. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Aryuveda mit Blei ist nicht gesund, GWUP-Blog am 7. Juni 2014
  • SkepKon-Rückblick: Die bosnischen Pyramiden, GWUP-Blog am 3. Juni 2014
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  • Skeptische Nerd Nite mit Panthern, Chemtrails und PickUp-Artists in München, GWUP-Blog am 18. Mai 2014
  • Foto: “Volles Haus am Publikumstag der SkepKon”




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