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	<title>gwup &#124; die skeptiker &#187; Vampire</title>
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	<description>... denken kritisch seit 1987.</description>
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		<title>Interviews mit Vampiren</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 12:33:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) Eine angeblich echte belgische Vampir-Familie sorgt beim Fantasy-Filmfest für Lacher. Doch "Real Vampires" gibt es tatsächlich. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Apropos <a title="Fantasy-Filmfest/Filme" href="http://www.fantasy-filmfest.de/fantasy/pages/filme.html" target="_self">Fantasy-Filmfest</a>: Im Programm findet sich ein weiterer Beitrag, der annähernd ein GWUP-Thema in Szene setzt: <a title="Vampires" href="http://leftfieldventures.com/2009/vampires/" target="_self">&#8220;Vampires&#8221;</a>, eine Pseudo-Doku (&#8220;Mockumentary&#8221;) über eine <a title="Movie Rewiev - Vampires" href="http://efilmcritic.com/review.php?movie=21203&amp;reviewer=371" target="_self">Familie von &#8220;echten&#8221; Vampiren</a>, die unerkannt in einer belgischen Wohnsiedlung lebt.</p>
<p>Mit &#8220;echten&#8221; Vampiren beschäftigen sich in Deutschland der Kriminalbiologe <a title="Forensic Research" href="http://www.benecke.com/" target="_self">Dr. Mark Benecke</a>, Mitglied im GWUP-Wissenschaftsrat, und die Psychologin Lydia Ewelin Benecke. Ein ausführliches <a title="Vampyre ohne Bis(s)" href="http://blog.gwup.net/2010/07/15/vampyre-ohne-biss/" target="_self">Interview</a> mit den beiden gibt&#8217;s im nächsten <em>Skeptiker</em>, der Anfang September erscheint. Darin berichten die Düster-Experten unter anderem von ihren Gesprächen mit Frauen und Männern, die sich selbst als Vampire betrachten. Was hat es damit auf sich? Mark Benecke:</p>
<blockquote><p>Echte Vampyre – das „y“ im Namen markiert den Unterschied zu den Vampiren aus Film und Literatur – sind eine zahlenmäßig sehr kleine Subkultur, die weltweit nur wenige tausend Anhänger hat. Es handelt sich um Menschen, die von Zwängen, Ängsten und manchmal auch Blutdurst oder Energiehunger getrieben werden.<br />
Das mag befremdlich klingen, aber ich kenne mehrere „echte“ Vampyre und finde sie sehr sympathisch. Darüber hinaus halte ich sie, wenn sie sich – wie jeder andere auch – ihre Schwächen eingestehen, für durchaus entspannt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Und welche Bedeutung hat Blut für &#8220;Vampyre&#8221;? Lydia Ewelin Benecke:</p>
<blockquote><p>Die Blutfetischisten unter den Vampyren sind primär auf den sexuell erregenden Effekt aus, den sie bei der intensiven Beschäftigung mit Blut oder beim Bluttrinken verspüren. Darüber hinaus gibt es unterschiedliche Gründe und Motive bei denjenigen, die sich selbst unter den Oberbegriff Vampyre subsumieren.<br />
Sehr verbreitet ist etwa die Vorstellung, über das Blut die Energie anderer Menschen zu ziehen – also die eigenen, zu schwachen Energiereserven auffüllen zu können. Die bereits genannten Energievampire, eine Untergruppe in der Vampyr-Subkultur, belassen es sogar weitgehend bei der bloßen Vorstellung dieses Energietransfers und verzichten dabei vollständig oder zumindest teilweise auf Blut.&#8221;</p></blockquote>
<p>Was Benecke&amp;Benecke vom &#8220;Bis(s)-Boom halten, und noch vieles mehr, steht im <em>Skeptiker</em>. Bis dahin werfen wir schnell noch einen Blick auf das skandalumwitterte Vampir-Cover der aktuellen US-Ausgabe des <em>Rolling Stone</em>-Magazins: <a title="True Blood" href="http://www.serienjunkies.de/news/true-blood-28060.html" target="_self">&#8220;Porn Buffy&#8221;</a>. Ein Video dazu gibt&#8217;s <a title="Nackt bis aufs Blut" href="http://www.stern.de/lifestyle/leute/serienstars-aus-true-blood-nackt-bis-aufs-blut-1595362.html" target="_self">hier</a>.</p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://blog.gwup.net/2010/08/21/interviews-mit-vampiren/' layout='default' show_faces='false' width='400' action='like' colorscheme='light' /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Vampyre ohne &#8220;Bis(s)&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 18:33:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) Bis(s) es niemand mehr sehen kann: Heute startet der dritte "Twilight"-Teil mit dem goldäugigen Kuschelvampir Edward in den Kinos. Was ist der Grund für den Erfolg der seltsam blutleeren Buch- und Filmreihe von Stephenie Meyer? Ein Interview mit den Düsterexperten Dr. Mark Benecke und Lydia Ewelin Benecke. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute startet der dritte &#8220;Twilight&#8221;-Teil: &#8220;Eclipse &#8211; Bis(s) zum Abendrot&#8221;. Mit den klassischen Vampirstreifen der legendären britischen Produktionsfirma &#8220;Hammer&#8221; haben die pappsüßen Kitschfilme um den Kuschelvampir Edward Cullen nichts mehr gemein. Warum nicht? Wir sprachen mit der Psychologin Lydia Ewelin Benecke und dem Kriminalbiologen Dr. Mark Benecke, Autoren des Buches &#8220;Vampire unter uns!&#8221;</strong></p>
<p><em>„Dracula“ war in Bram Stokers Erzählung von 1897 ein Erotomane auf dem Kreuzzug gegen die Tabus und Prüderie des viktorianischen Zeitalters – Liebhaber und Verführer, Blutsauger und Zerstörer. Liest man aktuelle Vampir-Romane, hat man das Gefühl, in einer Fotolove-Story der </em>Bravo<em> zu blättern.</em></p>
<p><strong>Lydia Ewelin Benecke: </strong>Das ist richtig. Der Sunnyboy-Vampir Edward Cullen aus der „Bis(s)-Reihe zum Beispiel verkörpert nichts anderes als den klassischen Märchenprinzen. Er wird als überirdisch attraktiv dargestellt, ist moralisch hochstehend und stets um das Seelenheil seiner menschlichen Partnerin Bella besorgt, die er allzeit aus gefährlichen Situationen rettet. Ganz im Gegensatz zu „Dracula“, der als egoistisches, triebgesteuertes Wesen auftritt, christliche Werte verabscheut und die von ihm begehrte Frau Mina nicht beschützen, sondern besitzen will.</p>
<p><em>Mithin war der Vampir à la „Dracula“ eine subtile literarische Metapher für Sexualität. Heute scheinen die „Bis(s)“-Romane eher der Gegentrend zur viel zitierten Übersexualisierung der Gesellschaft zu sein.</em></p>
<p><strong>Lydia Ewelin Benecke: </strong>Beide Romankonzepte bedienen die Grundbedürfnisse ihrer Zeit – und die sind in der Tat völlig gegensätzlich. „Dracula“ steht für das wilde, rücksichtslose Ausleben sexueller Bedürfnisse, symbolisiert durch das Beißen und Aussaugen. Edward dagegen tut alles, um seine blutlüsternen – also sexuellen – Triebe im Zaum zu halten. Beide, Dracula wie Edward, waren beziehungsweise sind Idole, besonders bei weiblichen Lesern. Möglicherweise hat das etwas mit Grundbedürfnissen zu tun, die in der Realität nicht befriedigend werden.</p>
<p><em>Welche Bedürfnisse treiben denn die „Fanpires“ von „Bis(s)“ und „Twilight“ um?</em></p>
<p><strong>Lydia Ewelin Benecke: </strong>In der Vergangenheit fanden Wünsche nach Selbsterfüllung und sexueller Freiheit ihren Ausdruck in den Phantasien um die amoralische und zügellose Gestalt des Grafen Dracula. In unserer heutigen Gesellschaft haben glücklicherweise auch Frauen mannigfaltige Möglichkeiten zur Selbstentfaltung – im Beruf ebenso wie in Partnerschaft und Sexualität. Die Kehrseite dieser Entwicklung ist aber, dass Beziehungen oft eben nicht ein Leben lang halten und dass der konservative Traumprinz, der Sex, Treue, Romantik und Sicherheit gleichermaßen garantiert, eher ein Auslaufmodell ist.<br />
Aus dieser Perspektive ist nachvollziehbar, dass ein Romanheld wie Edward, der seine Triebe im Griff hat und Sex nur in einer gefestigten Liebesbeziehung praktiziert, viele Leserinnen mehr anspricht als der hemmungslose Dracula – dessen Lebensstil in einer heutigen Großstadt vermutlich kaum mehr auffallen würde.</p>
<p><strong>Dr. Mark Benecke: </strong>Das kann ich unterstreichen. Meiner Erfahrung nach handelt es sich bei den harten „Bis(s)“-Fans weniger um Menschen, die sexuell zu wenig erleben – das vielleicht auch –, sondern eher einen unerfüllten Wunsch nach vollkommener Nähe haben. Dieses Motiv wird durch das Vampirische nach wie vor bedient: ewige Liebe.</p>
<p><em>Das könnte man wohl durchaus positiv sehen – wenn die „Bis(s)“-Autorin Stephenie Meyer nicht gerade bekennende Mormonin wäre, die an der Brigham Young Universität im Mormonenstaat Utah studiert hat. Einer Institution, deren „Ehrenkodex“ unter anderem außereheliche und homosexuelle Beziehungen untersagt.</em></p>
<p><strong>Lydia Ewelin Benecke: </strong>Ja, die Cullen-Familie in der „Bis(s)“-Reihe lebt im Einklang mit mormonischen Grundwerten. Der dreizehnte Glaubensartikel der Mormonen fasst diese Einstellung so zusammen: „Wir glauben, dass es recht ist, ehrlich, treu, keusch, gütig und tugendhaft zu sein und allen Menschen Gutes zu tun (&#8230;). Wenn es etwas Tugendhaftes oder Liebenswertes gibt, wenn etwas guten Klang hat oder lobenswert ist, so trachten wir danach.“<br />
Damit steht der Lebensstil der Cullens in strengem Kontrast zu den anderen Vampiren, die „böse“ sind und ihre Triebe ohne Rücksicht auf Menschenleben ausagieren. Die Vampire in den „Bis(s)“-Romanen sind stereotype Figuren, rigide in Gut und Böse eingeteilt. Stephenie Meyers Botschaft ist mithin typisch für ihren mormonischen Glauben: Sündige Regungen müssen mithilfe starker moralischer Überzeugungen kontrolliert werden.<br />
Andererseits ist die Idee, christliche Werte und Moralvorstellungen in eine Vampir-Geschichte zu verpacken, gar nicht so neu. Auch in Bram Stokers „Dracula“-Roman behalten die Werte, Normen und Institutionen der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung die Oberhand: Der Kampf gegen die verdrängten Triebe wird am Ende durch Draculas Vernichtung gewonnen.</p>
<p><em>Euer Buch „Vampire unter uns!“ möchte erklärtermaßen dem Vampir-Thema „ein wenig Real Life“ beigeben. Tatsächlich besteht die Vampir-Szene nicht aus jugendlichen „Bis(s)“-Fans. Was sind und tun „echte“ Vampire?</em></p>
<p><strong>Dr. Mark Benecke: </strong>Echte Vampyre – das „y“ im Namen markiert den Unterschied zu den Vampiren aus Film und Literatur – sind eine zahlenmäßig sehr kleine Subkultur, die weltweit nur wenige tausend Anhänger hat. Es handelt sich um Menschen, die von Zwängen, Ängsten und manchmal auch Blutdurst oder Energiehunger getrieben werden. Das mag befremdlich klingen, aber ich kenne mehrere „echte“ Vampyre und finde sie sehr sympathisch.<br />
Darüber hinaus halte ich sie, wenn sie sich – wie jeder andere auch – ihre Schwächen eingestehen, für durchaus entspannt. Niemand von den Vampyren findet die weichgespülten „Bis(s)“-Romane oder „Twilight“- Filme gut. Kein Wunder, denn bei den echten Vampyren geht es wie in allen „identity groups“ um viel tiefer gehende Seelenregungen.</p>
<p><strong>Das vollständige Interview gibt&#8217;s im nächsten <em>Skeptiker </em>zu lesen, der voraussichtlich Ende August erscheint.</strong></p>
<p><strong>Zum Weiterlesen:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Vampire unter uns!" href="http://www.amazon.de/Vampire-unter-uns-Mark-Benecke/dp/3939459240" target="_self">Vampire unter uns!</a>, Edition Roter Drache, Rudolstadt 2009</li>
<li>Der wahre Vampir trinkt nur Blutkonserven, <em><a title="Vampirkunde" href="http://www.welt.de/kultur/article8480440/Der-wahre-Vampir-trinkt-nur-Blutkonserven.html" target="_self">Die Welt</a></em> vom 15. Juli 2010</li>
<li>&#8220;Die Zeit der Kuschelvampire ist angebrochen&#8221;, <em><a title="Die Zeit der Kuschelvampire" href="http://www.welt.de/kultur/article8446425/Die-Zeit-der-Kuschelvampire-ist-angebrochen.html" target="_self">Die Welt</a></em> vom 14. Juli 2010</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Bis(s) zur GWUP-Konferenz &#8230;</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/04/28/biss-zur-gwup-konferenz/</link>
		<comments>http://blog.gwup.net/2010/04/28/biss-zur-gwup-konferenz/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 09:51:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) Wieso sind Vampire heute Teenie-Idole? Diskutieren Sie diese Frage in zwei Wochen bei der GWUP-Konferenz in Essen mit den beiden Experten Dr. Mark Benecke und Ewelin Wawrzyniak. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; sind es jetzt nur noch zwei Wochen. Zum <a title="GWUP-Konferenz 2010" href="http://www.gwup.org/component/content/article/37/953-gwup-konferenz-2010-warum-menschen-unfug-glauben" target="_self">Auftakt</a> an Christi Himmelfahrt (Donnerstag, 13. Mai) gibt&#8217;s im <a title="Unperfekthaus" href="http://www.unperfekthaus.de/" target="_self">Unperfekthaus</a> in Essen unter anderem ein Gespräch über Vampire &#8211; mit dem Kriminalbiologen <a title="Dr. Mark Benecke" href="http://www.benecke.com/" target="_self">Dr. Mark Benecke</a> und der Psychologin <a title="Vampire unter uns" href="http://www.amazon.de/Vampire-unter-uns-Mark-Benecke/dp/3939459240" target="_self">Ewelin Wawrzyniak</a>.</p>
<p>Möglicherweise geht es dabei auch um die Frage, wieso Vampire heute Teenie-Idole sind. Darüber jedenfalls machen sich heute die <em><a title="Gewagt gefragt" href="http://www.stern.de/wissen/mensch/gewagt-geantwortet-wieso-sind-vampire-heute-teenie-idole-1561848.html" target="_self">Stern</a></em>-Leser so ihre Gedanken. Einige Antworten:</p>
<blockquote><p>Weil Teenies schon immer auf die Kombination von Liebe, Sex und Tod abgefahren sind. Frag Romeo und Julia&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>Weil Vampire die einzigen sind, die in einer immer gefühlskälter werdenden Gesellschaft noch wahre Liebe und düstere Romantik verkörpern.&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>Weil die modernen Vampire alles verkörpern, was Frau will: unsterbliche Schönheit, Kraft, Macht, gute Manieren und die gewisse Faszination des Mystischen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wer die Vampir-Experten Wawrzyniak/Benecke zu diesem Thema befragen möchte, sei herzlich zum &#8220;Publikumstag&#8221; der Skeptiker-Konferenz 2010 eingeladen!</p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://blog.gwup.net/2010/04/28/biss-zur-gwup-konferenz/' layout='default' show_faces='false' width='400' action='like' colorscheme='light' /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Vampire bei der Skeptiker-Konferenz</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/04/05/vampire-bei-der-skeptiker-konferenz/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Apr 2010 20:13:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) Interviews mit Vampiren gibt's nicht nur in der Bild-Zeitung. Bei der GWUP-Konferenz im Mai in Essen ist der bekannte Kriminalbiologe und Nachtwesenforscher Dr. Mark Benecke zu Gast. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die etwas andere Karfreitags-Geschichte gab&#8217;s in der <em>Bild</em>-Zeitung: <a title="Irrer Vampir-Kult in Deutschland" href="http://www.bild.de/BILD/news/2010/03/30/vampir-kult-mitten-in-deutschland/hier-trinkt-vampir-anhaenger-rafael-menschenblut.html" target="_self">&#8220;Irrer Vampir-Kult in Deutschland&#8221;</a>, und dazu (hach, wie originell &#8230;) ein <a title="Interview mit einem Vampir" href="http://www.bild.de/BILD/news/2010/03/30/vampir-kult-mitten-in-deutschland/hg-interview-mit-einem-vampir/blutsauger-rafael-lebt-in-deutschland.html" target="_self">&#8220;Interview mit einem Vampir&#8221;</a>.<br />
Als Experte durfte der Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke <a title="Sind die Blutsauger gefährlich?" href="http://www.bild.de/BILD/news/2010/03/30/vampir-kult-mitten-in-deutschland/hg-kriminalbiologe-mark-benecke/sind-blutsauger-gefaehrlich.html" target="_self">zwei Sätze</a> zu der bizarren Story beisteuern. Das GWUP-Wissenschaftsratsmitglied hat während seiner Arbeit für das Office of Chief Medical Examiner der New Yorker Polizei die Vampir-Szene im Meat Packing District, dem ehemaligen Schlachthaus-Bezirk am westlichen Ende der Zehnten Straße, ausgeforscht:</p>
<blockquote><p>In diesem verlassenen Viertel gab es bis vor kurzem noch große und dustere Räume für wenig Geld zu mieten. Die Blut-Fete im Prolog des Filmes <em>Blade</em> könnte dort gedreht worden sein&#8221;</p></blockquote>
<p>schreibt Benecke in seinem Buch <a title="Vampire unter uns" href="http://www.amazon.de/Vampire-unter-uns-Mark-Benecke/dp/3939459240" target="_self">&#8220;Vampire unter uns&#8221;</a>. In einem aktuellen <a title="Benecke-Interview" href="http://wiki.benecke.com/index.php?title=2009_Gothic:_Dr_Mark_Benecke" target="_self">Interview</a> dazu erklärt Benecke:</p>
<blockquote><p>Die Ausformungen des Vampirismus sind total verschieden: von kauzigen U.S.-Omas, die in Transsylvanien ewige und unsterbliche Liebe suchen, über Akademiker, die im Albanischen nach Sprachwurzeln des Begriffs &#8220;Vampir&#8221; forschen, bis hin zu Sanguinarien und Romantik-Goth-Kids aus der Szene. Ist also total diversifiziert, weltweit. Die Amis haben gerne Clans und Coven, in Deutschland sehe ich mehr Kontakte zur Schwarzen Szene, die es in dieser Form in den USA ja nicht gibt und so weiter. Im Schwarzen sehen nur Schwarze gut, aber es gibt da echt ein irres Spektrum an Vampirmotiven. Jeder betont was anderes.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wer mehr darüber hören will, ist herzlich zum <a title="Warum Menschen Unfug glauben" href="http://www.gwup.org/component/content/article/37/953-gwup-konferenz-2010-warum-menschen-unfug-glauben" target="_self">&#8220;Publikumstag&#8221;</a> der GWUP-Konferenz am 13. Mai in Essen eingeladen. Dort gibt&#8217;s eine Stunde lang Vampir-Talk mit Benecke und seiner Co-Autorin Ewelin Wawrzyniak.</p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://blog.gwup.net/2010/04/05/vampire-bei-der-skeptiker-konferenz/' layout='default' show_faces='false' width='400' action='like' colorscheme='light' /></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Grün ist der Werwolf</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/01/31/grun-ist-der-werwolf/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 13:06:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) Werwölfe - triebgesteuerte Tiermenschen oder ökobewegte Naturburschen? Vor dem Deutschlandstart des Remakes von "The Wolfman" werden auch Monster in politische Schubladen gesteckt. Doch jenseits von solcherlei fragwürdigen Zuschreibungen sind Lykantrophen vor allem eins: faszinierende Sagengestalten. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie kann ich einen gewissen „Tom“ verstehen, der unlängst einen Artikel bei <em>Welt-online</em> wie folgt kommentierte:</p>
<blockquote><p>„<strong>Zombies</strong> links, <strong>Vampire</strong> rechts? Schwachsinn! Ich hab keine richtige politische Meinung, bin erst 13, aber ich mag beide, besonders die <strong>Zombies</strong>. Welcher Idiot denkt sich denn politische Meinungen für die Monster aus?!“</p></blockquote>
<p>Tja, da ist zum einen der englische Kulturkritiker Sam Leith, der diese These von den <strong>elitären Vampiren</strong> und den <strong>proletarischen Zombies</strong> in der Zeitschrift <a title="Prospect" href="http://www.prospect.org/cs/articles?article=the_left_and_the_living_dead" target="_self"><em>Prospect</em> </a>vertreten hat. Aber auch der <em>Stern</em> beteiligt sich an solchen wohlfeilen Blödeleien und schreibt in einer Rezension des neuen Douglas-Preston-Romans <a title="&quot;Cult - Spiel der Toten&quot;" href="http://www.droemer-knaur.de/buecher/Cult+-+Spiel+der+Toten.191895.html" target="_self">„Cult – Spiel der Toten“</a>:</p>
<blockquote><p> „Mehr Zombies braucht das Land! Weg mit all den Vampiren. Nieder mit den <strong>blaublütigen Parasiten</strong>, die ihre Herrschaft nur durch Aussaugen der niederen Klassen sichern können … Wir freuen uns auf den Aufstand der Zombie-Massen. <strong>Erhebt euch, Untote dieser Welt</strong>. Bald sind Wahlen in Nordrhein-Westfalen.“</p></blockquote>
<p> Ah ja. Vorher ist aber noch der Starttermin von <a title="&quot;The Wolfman&quot;" href="http://movies.universal-pictures-international-germany.de/wolfman/" target="_self">„The Wolfman“</a> (11. Februar). Viel mehr würde mich deshalb interessieren, in welche politische Kategorie denn dieses <strong>sabbernde Fellknäuel</strong> passt? Darauf hat zum Beispiel <a title="Die Welt" href="http://www.welt.de/kultur/article5746968/Rechte-Vampire-faszinieren-mehr-als-linke-Zombies.html" target="_self"><em>Die Welt</em> </a>eine Antwort:</p>
<blockquote><p> „Offenbar gibt es auch eine Art dritten Weg: nicht nur den proletarischen Zombie und den elitären Vampir, sondern auch <strong>den engagierten Werwolf</strong>. Bei Stephenie Meyer ist dieser Werwolf Indianer und Naturkind qua Geburt – nicht Porschefahrer, sondern <strong>Abenteurer unter freiem Himmel</strong>, in Jack Wolfskin gewissermaßen … Wenn also der Zombie links ist und der Vampir rechts, dann ist <strong>der neue Werwolf grün.“</strong></p></blockquote>
<p> Grün also. Na, von mir aus. Meine Beziehung zu Werwölfen ist sowieso eher unterentwickelt. Ich weiß nur noch, dass mein allererstes <strong>John-Sinclair-Heftchen</strong> „Die Werwölfe von Wien“ (Band 45) hieß und dass in der kultigen SWR 3-Radiocomedy „Feinkost Zipp“ eine knurrende und kettenrasselnde <strong><a title="&quot;Frau Werwolf&quot;" href="http://www.frau-werwolf.de/" target="_self">„Frau Werwolf“</a></strong> mitspielte.</p>
<p> Was ist eigentlich das Faszinierende am <a title="Review of the Wolfman" href="http://www.csicop.org/specialarticles/show/review_of_the_wolfman/" target="_self">Werwolf-Mythos</a>?</p>
<blockquote><p> „Die Doppelgesichtigkeit, <strong>dieses Janusköpfige</strong>“, erklärt der Literaturwissenschaftler <a title="Uwe Schwagmeier" href="http://www.wissenschaft-online.de/artikel/907640" target="_self">Uwe Schwagmeier</a>. „In manchen Filmen ist es möglicherweise auch die Freiheit, die ausgelebte <strong>Triebhaftigkeit</strong>, das Unangepasstsein, das <strong>Leben ohne schlechtes Gewissen</strong>. Das ist ein anderes körperliches Erleben, das auch an <strong>Erotik</strong> gekoppelt sein kann.“</p></blockquote>
<p> Also so wie in <a title="&quot;Das Tier&quot;" href="http://www.youtube.com/watch?v=iCmIr6OgtYg" target="_self">„Das Tier“</a>, über den das „Lexikon des Horrorfilms“ indes bissig urteilt: „<strong>Ede Wolf</strong> und die drei kleinen Schweinchen finden wir da wirklich amüsanter.“</p>
<p> Was gibt es aus GWUP-Sicht sonst noch zum Thema Werwolf zu sagen? Wenig – <strong>außer dass im Hunsrück einer rumläuft.</strong> Jedenfalls wollen viele dort stationierte US-Soldaten schon mal einen Lykantrophen gesehen haben. <strong>In echt.</strong></p>
<p>Darüber haben wir sogar schon mal gebloggt. Also einfach <a title="hier" href="http://blog.gwup.net/2009/04/05/skeptiker-jagt-werwolf-the-morbach-monster/" target="_self">hier</a> weiterlesen: „SKEPTIKER jagt Werwolf: <strong>The Morbach Monster“</strong>.</p>
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		<title>Dracula &#8211; Biss nach München</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/01/06/dracula-biss-nach-munchen/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 18:49:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) Hätten Sie's gewusst? Bram Stoker ließ seinen Gruselklassiker "Dracula" ursprünglich nicht mit einer Reise nach Transsilvanien beginnen, sondern in einem Dorf nahe München. Die Ortschaft namens Pachem hat es tatsächlich gegeben - bis sie der Legende nach im Erdboden versank ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <strong>Frankenstein-Monster</strong> haben die freundlichen Skeptiker von der GWUP vergangene Woche historisch-literarisch korrekt in <a title="Ghosthunter auf Burg Frankenstein" href="http://blog.gwup.net/2009/12/30/ghosthunter-auf-burg-frankenstein/" target="_self">Ingolstadt </a>verortet. Und <strong>Dracula?</strong></p>
<p>Gehört nach <strong>Transsilvanien,</strong> klar.</p>
<p>Und doch &#8230; beginnt Bram Stokers Düster-Klassiker seit jeher mit den Worten: &#8220;<a title="Dracula/Chapter 1" href="http://en.wikisource.org/wiki/Dracula/Chapter_1" target="_blank">3. Mai, Bistritz.</a> <strong>Verließ München</strong> um 8.35 Uhr morgens am 1. Mai.&#8221;</p>
<p><a title="Vampire: Biss zum letzten Tropfen ..." href="http://www.festspielhaus.biz/januar_10.html">München? </a>Genau, vom <strong>Bahnhof der bayerischen Landeshauptstadt</strong> bricht der englische Anwaltsgehilfe Jonathan Harker im Jahr 1883 zu seiner verhängnisvollen Reise auf.</p>
<p>Ist das alles? Durchaus nicht. Das Eingangskapitel des Romans, welches ausführlich <strong>Harkers Aufenthalt in München</strong> beschreibt, wurde aus der Druckfahne gestrichen.</p>
<p>Warum, dazu gibt es mindestens drei Vermutungen: Möglicherweise war dem <strong>Verlag Arnold &amp; Constable</strong> das Manuskript zu lang, weshalb der Prolog an der Isar ersatzlos wegfiel. Oder es hatte etwas damit zu tun, dass Stokers Einstieg an die <strong>Vampirnovelle &#8220;Carmilla&#8221;</strong> von Sheridan Le Fanu erinnerte. Oder aber der ursprüngliche &#8220;Dracula&#8221;-Auftakt war <strong>einfach zu gruselig</strong> &#8211; dahingehend soll sich jedenfalls Stokers Ehefrau Florence geäußert haben.</p>
<p>Möglicherweise hatte die <strong>Autoren-Gattin</strong> ja Recht.</p>
<p>Wer es genau wissen möchte, dem sei die Kurzgeschichte <a title="Gruselkabinett, Folge 16 - Draculas Gast" href="http://www.titania-medien.de/cms/hoerspiele/37-gruselkabinett/73-gruselkabinett-folge-16-draculas-gast.html" target="_blank">&#8220;Draculas Gast&#8221;</a> empfohlen. Denn unter diesem Titel wurde das <strong>Einleitungskapitel später separat veröffentlicht</strong>. Einen lesenswerten Artikel zu den Hintergründen veröffentlichte <em>P.M. History</em> in einer Sonderausgabe zum <strong>850. Stadtjubiläum Münchens</strong> vor zwei Jahren.</p>
<p>Die Story: Bei einer Spazierfahrt per Kutsche vom <strong>Hotel &#8220;Vier Jahreszeiten&#8221;</strong> in der Maximilianstraße hinaus ins Münchner Umland gerät Jonathan Harker in ein verlassenes Dorf, auf dem ein <strong>unheimlicher Fluch</strong> lastet. Der Kutscher verweigert den Dienst. Harker geht zu Fuß weiter. <strong>Ein Schneesturm</strong> zieht auf.</p>
<p><strong>Mitten in der Walpurgisnacht</strong> vom 30. April auf den 1. Mai findet sich der junge Mann schließlich auf einem Friedhof wieder, vor dem Mausoleum einer <strong>Gräfin Dolingen aus Graz</strong>. Harker entdeckt ihre unverweste Leiche, ein Blitz schlägt ein &#8211; und die zu ewigem Leben <strong>verdammte Vampirin</strong> stürzt sich fauchend auf ihn &#8230;</p>
<blockquote><p>&#8220;Das <strong>Vampirdorf</strong>, in dem Harker ankommt, hat seine reale Entsprechung in dem <strong>Dorf Pachem</strong>, das in einem der zahlreichen Kriege zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert von der Landkarte verschwand&#8221;, recherchierte die P.M.-Autorin Felicia Englmann zu dieser gänsehauterregenden<strong> Episode</strong>.</p>
<p>&#8220;Es lag im Osten von München, zwischen Riem und Berg am Laim, wo heute die Pachemstraße daran erinnert. Der Sage nach ist es <strong>mit Mann und Maus in der Erde versunken</strong>, und an windstillen Tagen soll man früher auf den Feldern das Peitschenknallen und Glockengeläut aus der <strong>unterirdischen Siedlung</strong> gehört haben.&#8221;</p></blockquote>
<p>Aus den Fängen der <strong>blutgierigen Gräfin</strong> wird Jonathan Harker schließlich von Dracula himself gerettet &#8211; in Gestalt eines <strong>weißen Wolfes,</strong> der ihn schützt und wärmt, bis man ihn auf dem abgelegenen Friedhof findet. Die Retter waren durch ein Telegramm an den Concierge des &#8220;Vier-Jahreszeiten&#8221;-Hotels alarmiert worden, als Absender zeichnet wiederum <strong>Dracula persönlich</strong>.</p>
<p>Doch während wir im Fall <strong>des Frankenstein-Monsters</strong> zumindest mit einigem Fug und Recht vermuten können, was es mit Ingolstadt als Schauplatz auf sich hat, tappen wir <strong>in Sachen &#8220;Dracula&#8221; im Dunkeln</strong>.</p>
<blockquote><p>&#8220;Den Grund aber, warum Bram Stoker <strong>gerade München als Ausgangspunkt</strong> für die berühmteste Vampirgeschichte aller Zeiten wählte, hat er mit ins Grab genommen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Zum Weiterlesen:</p>
<ul>
<li>Felicia Englmann: &#8220;Denn die Toten reiten schnell!&#8221; P.M. History Special Nr. 1 (850 Jahre München), Seite 64-65.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Vampire mit und ohne Biss</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2009/12/08/vampire-mit-und-ohne-biss/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 16:02:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) Edward aus der "Bis(s)"-Saga ist Lieblingsvampir aller Teenager. Mit "echten" Vampiren hat sich dagegen GWUP-Wissenschaftsratsmitglied Dr. Mark Benecke beschäftigt.  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wird man eigentlich &#8220;Film-Experte des Vatikans&#8221;?</p>
<p>Keine Ahnung, aber eine Grundvoraussetzung dafür scheint die Fähigkeit zu sinn- und ziellosem Geschwurbel zu sein.</p>
<p>Jedenfalls zitiert das Online-Portal <em>kath.net</em> einen gewissen <a title="KATH.NET - Katholischer Nachrichtendienst" href="http://www.kath.net/detail.php?id=24609" target="_blank">Franco Perazzolo</a> zur Vampir-Romanze <strong>Twilight -New Moon</strong> wie folgt:</p>
<p>&#8220;Die Serie ist eine explosive Mischung aus Bildern, die eine totale Leere verbergen.&#8221;</p>
<p>Ah ja. Nach dieser semantischen Meisterleistung hebt der &#8220;Mitarbeiter des Päpstlichen Kulturrates&#8221; gar noch ins Allgemeine ab:</p>
<p>&#8220;Vampirfilme sind eine Mischung aus Exzessen, die immer mehr junge Generationen anziehen. In der Twilight-Serie spielt das ästhetische Element eine besonders große Rolle. Wunderschöne Frauen und Männer verwandeln sich in schreckliche Masken. Das ist eine ideale Mischung, um die Kinos mit dem alten Trick der entgegengesetzten Extreme zu füllen.&#8221;</p>
<p>Verstehe.</p>
<p>Gut, ich hätte es vielleicht um Nuancen anders formuliert, <a title="Bullshit-Generator" href="http://homepageberatung.at/cont/junk/bullshit_generator/index.php" target="_blank">etwa so</a>:</p>
<p>&#8220;Wie <strong>gebildeten Kreisen</strong> längst bewusst, vervollständigt die finigiert zentrierte Modelanalyse des Interimsfachbereiches eine <strong>terminiert endokrine Überreaktion</strong> der energetisch positivierten Kommerzialisierung.&#8221;</p>
<p><a title="Sinnfreie Sätze - Multimediaxis" href="http://www.multimediaxis.de/showthread.php?p=2453628" target="_blank">Oder so</a>:</p>
<p>&#8220;Oma&#8217;s Großmutterkind macht <strong>Kabinenerdbeeren in der Waschanlagenfirma</strong>, wo die teuren Aprikosendermatologen auf die Zahnpastasauce warten.&#8221;</p>
<p>Vielleicht kann ich dem ganzen &#8220;Biss&#8221;-Hype aber auch bloß deshalb nichts abgewinnen, weil mein Lieblingsfilm noch aus den verstaubten 1970er-Jahren stammt: <strong><a title="Nur Vampire küssen blutig" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nur_Vampire_k%C3%BCssen_blutig" target="_blank">Nur Vampire küssen blutig</a></strong>. Mit der unglaublichen <a title="Yutte Stensgaard" href="http://porkepyn.com/docs/yuttecol3.jpg" target="_blank">Yutte Stensgaard</a>. &#8220;Die Dracula-Saga als <strong>tragische Liebesgeschichte</strong>&#8220;, schrieb damals der <em>film-dienst</em> dazu (auch eine katholische Einrichtung, aber ohne Lizenz zum Dummlabern).</p>
<p>Ganz ähnlich äußert sich aktuell auch <a title="&quot;Man glaubt wieder an Untote&quot;" href="http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article5460566/Man-glaubt-wieder-an-Untote.html" target="_blank">Dr. Mark Benecke</a> zum <strong>Vampir-Boom</strong>. Der Kriminalbiologe wurde dieser Tage von der <em>Welt</em> interviewt. &#8220;<strong>Liebe ist das absolute und zentrale Motiv im Vampirismus</strong>&#8220;, sagte Benecke dem Blatt, &#8220;Dass bei der Bis(s)-Saga und auch beim viktorianischen Dracula der Sex etwas Drängendes, weil Unterdrücktes ist, finde ich recht, sagen wir mal, spannungsgeladen und angemessen.&#8221;</p>
<p>Übrigens hat Benecke, Mitglied im GWUP-Wissenschaftsrat, gerade ein Büchlein mit dem Titel <strong>Vampire unter uns</strong> veröffentlicht. Darin zeichnet er unter anderem seinen Vortrag bei der GWUP-Konferenz 2008 in Darmstadt über &#8220;<strong>Die ruhelosen Toten</strong>&#8221; nach: &#8220;Die mittelalterlichen Beschreibungen von Zeichen für Vampirismus &#8211; wenn Särge geöffnet wurden &#8211; sind sehr ähnlich den Veränderungen, die man bei der natürlichen Verwesung eines Leichnams beobachten kann &#8230;&#8221;</p>
<p>Das ist natürlich <strong>etwas stärkerer Tobak</strong> als der &#8220;<a title="Biss zum bitteren Ende" href="http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/5603/biss_zum_bitteren_ende.html" target="_blank">gutgeduschte Pseudo-Vampir</a>&#8221; Edward aus der Biss-Reihe, dem man eigentlich bloß noch ein barsches <strong>&#8220;Friss Staub, Sauger!&#8221;</strong> hinterherrufen möchte.</p>
<p>Wieso glauben Skeptiker nicht an Vampire? Natürlich nicht nur wegen Beneckes Studien zu verwesenden Leichnamen und bedauernswerten Menschen, die an <strong>missverstandenen Krankheiten</strong> litten.</p>
<p>Der amerikanische <em><a title="Cinema Fiction vs. Physics Reality - Ghosts, Vampires, and Zombies" href="http://www.csicop.org/si/show/cinema_fiction_vs._physics_reality/" target="_blank">Skeptical Inquirer</a></em> hat vorgerechnet, dass ein einziger Vampir bei nur <strong>einem Blutopfer monatlich</strong> die gesamte Weltbevölkerung binnen 30 Monaten komplett in <strong>vampirische Existenzen</strong> verwandeln würde. Kurz gesagt:</p>
<p>&#8220;The <strong>nonexistence of vampires</strong> is necessary for human existence. Apparently, whoever devised the vampire legend <strong>had failed his college algebra</strong> and philosophy courses.&#8221;</p>
<p>Link zum Thema:</p>
<ul>
<li><a title="Cultural notebook: days of the undead" href="http://www.prospectmagazine.co.uk/2009/11/cultural-notebook-3/" target="_blank">Cultural notebook: Day of the undead</a></li>
</ul>
<p>Zum Weiterlesen:</p>
<ul>
<li>Mark Benecke, Kathrin Sonntag, Nastassia Palentskaya (2009): <a title="Vampire unter uns" href="http://astore.amazon.de/gwupdieskept-21/detail/3939459240" target="_blank">Vampire unter uns.</a> Edition Roter Drache.</li>
</ul>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://blog.gwup.net/2009/12/08/vampire-mit-und-ohne-biss/' layout='default' show_faces='false' width='400' action='like' colorscheme='light' /></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>GWUP in taz: Dr. Benecke über Parawissenschaften</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2009/05/18/gwup-hamburg-taz-benecke-parawissenschaften/</link>
		<comments>http://blog.gwup.net/2009/05/18/gwup-hamburg-taz-benecke-parawissenschaften/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 May 2009 19:39:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Kirsch</dc:creator>
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		<guid isPermaLink="false">http://blog.gwup.net/?p=401</guid>
		<description><![CDATA[(gwup) Der Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke referiert bei der GWUP-Konferenz in Hamburg am 21. Mai 2009 über die sogenannte "spontane menschliche Selbstentzündung". Mit der "taz" sprach der Forensiker über Parawissenschaften, selbsternannte Vampire und das Übersinnliche ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dr. Mark Benecke</strong> ist nicht nur einer der renommiertesten Forensiker Deutschlands und als Autor durch Print, Funk und Fernsehen bekannt, sondern auch Mitglied im Wissenschaftsrat der gemeinnützigen Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V., kurz <a title="Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V." href="http://www.gwup.org" target="_blank">GWUP</a>. Vom 21. bis 23. Mai 2009 tagt die GWUP &#8211; die größte und älteste Skeptiker-Organisation im deutschsprachigen Raum &#8211; in Hamburg. Dr. Benecke hält dann einen Vortrag über spontane menschliche Selbstentzündung (SHC). Die <a title="Kriminalbiologe über Parawissenschaften: &quot;Vampire haben meine Sympathie&quot;" href="http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/%5Cvampire-haben-meine-sympathie%5C/" target="_blank">taz</a> nahm das zum Anlass für ein kleines Interview mit dem GWUP-Mitglied:</p>
<p><strong>taz: Herr Benecke, beim Kongress der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Erforschung von Parawissenschaften (GWUP) werden Sie einen Vortrag zur &#8220;Spontanen menschlichen Selbstentzündung&#8221; (SHC) halten. Dabei sollen Menschen ganz plötzlich von innen heraus verbrennen und nur die äußeren Gliedmaßen übrig bleiben. Wie erforschen Sie so etwas?</strong></p>
<p><strong>Mark Benecke: </strong>Früher konnten wir keine Fälle direkt angucken, sondern unsere Informationen nur aus der Literatur und den Polizeiakten rausziehen. Dann haben die Leute angefangen, mir zu schreiben und mich auf Fälle hinzuweisen, schließlich konnten wir sogar eine Frau in Belgien besuchen, die eine solche &#8220;Selbstentzündung&#8221; überlebt hatte. Darüber werde ich auch meinen Vortrag halten.</p>
<p>Normalerweise glaube ich Zeugen zwar nichts, dort war aber die eigene Familie dabei, dazu ein ganz unbeteiligter Mensch und die Leute im Krankenhaus, daran gibt es also nichts zu rütteln. Auch durch die Presse ging es nicht. Das Ganze ist vor zirka vier Jahren geschehen, und wir haben bis jetzt an der Aufklärung gearbeitet. Wir haben in den letzten Jahren auch neue Zündquellen für diese Fälle gefunden, beispielsweise aus Brandbomben des Zweiten Weltkriegs. [...]</p>
<p>Das ganze Interview mit Dr. Mark Benecke von der GWUP lesen Sie hier auf taz.de (18.05.2009): <a title="taz: Kriminalbiologe über Parawissenschaften: &quot;Vampire haben meine Sympathie&quot;" href="http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/%5Cvampire-haben-meine-sympathie%5C/" target="_blank">Kriminalbiologe über Parawissenschaften: &#8220;Vampire haben meine Sympathie&#8221;</a>.</p>
<p><strong>Links zum Thema:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Programm zur GWUP-Konferenz 2009 in Hamburg" href="http://www.gwup.org/infos/veranstaltungen/gwup-konferenz-2009" target="_blank">Programm zur GWUP-Konferenz 2009 in Hamburg</a><br />
Alle Veranstaltungen vom 21. bis 23. Mai 2009 auf einen Blick</li>
<li><a title="# Presse-Infos zur GWUP-Konferenz 2009 in Hamburg" href="http://www.gwup.org/component/content/article/37-veranstaltungen/855-gwup-konferenz-2009-presseraum" target="_blank">Presse-Infos zur GWUP-Konferenz 2009 in Hamburg</a><br />
Pressemitteilungen und Interviews mit den Referenten</li>
<li><a title="Online-Anmeldung zur GWUP-Konferenz 2009" href="http://www.gwup.org/%20index.php?option=com_chronocontact&amp;chronoformname=anmeldung_konferenz_2009" target="_blank">Online-Anmeldung</a><br />
Melden Sie sich hier zur GWUP-Konferenz 2009 in Hamburg an</li>
<li><a title="Kriminalbiologe über Parawissenschaften" href="http://log.handakte.de/22565/kriminalbiologe-uber-parawissenschaften/" target="_blank">Kriminalbiologe über Parawissenschaften</a><br />
Handakte WebLAWg, 18.05.2009</li>
<li><a title="GWUP in Hamburg: Skeptiker öffnen ihre Archive" href="http://blog.gwup.net/2009/04/10/gwup-hamburg-skeptiker-programm-mystery/" target="_self">GWUP in Hamburg: Skeptiker öffnen ihre Archive</a><br />
gwup | die skeptiker, 10.04.2009</li>
<li>Dr. Mark Benecke (1998): <a title="Spontaneous Human Combustion. Thoughts of a Forensic Biologist." href="http://wiki.benecke.com/index.php?title=1998_Skeptical_Inquirer:_Spontaneous_Human_Combustion" target="_blank">Spontaneous Human Combustion. Thoughts of a Forensic Biologist.</a> In: Skeptical Inquirer 2/1998</li>
</ul>
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