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	<title>gwup &#124; die skeptiker &#187; Paraphysik</title>
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	<description>... denken kritisch seit 1987.</description>
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		<title>Der Schwindler und seine Wundermaschinen</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 08:30:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Inge Hüsgen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) John Keely (1837-1898) gehörte zu den erfolgreichsten Schwindlern der Technikgeschichte. Im SKEPTIKER 3/2010 skizziert Klaus Schmeh die Karriere des "genialen Erfinders". ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eins muss man Mr. John Keely (1837-1898) aus Chester, Pennsylvania, lassen: Mit dem Gewöhnlichen gab sich der selbsternannte Erfinder nicht ab: Es musste schon eine Wundermaschine werden. Ein Motor, der bei minimalem Energieverbrauch immense Antriebskraft liefert &#8211; beinahe ein Perpetuum mobile. Behauptete Keely jedenfalls.</p>
<p>Tatsächlich fanden einige Zeitgenossen seine Pläne überzeugend. Insgesamt fünf Millionen Euro pumpten die Investoren im Laufe der Jahre in das Projekt – allerdings ohne ihr Geld je wiederzusehen oder gar den erträumten Wundermotor zu bekommen.</p>
<p>Dabei hatten sie eigentlich von Anfang an Grund zum Misstrauen, mag man sagen. Wie heißt es doch so schön: „Wenn es zu gut klingt, um wahr zu sein, dann <em>ist</em> es auch nicht wahr.“ Aber Keely war ein geschickter Handwerker und ein begnadeter Selbstdarsteller dazu. Er führte seinen Geldgebern eindrucksvolle Wundermaschinen vor, quasi als Vorgeschmack auf zukünftige, noch genialere Konstruktionen. Die angeblichen Funktionsprinzipien hüllte er freilich in undurchdringliche Wortnebel, so <a title="Klaus Schmeh" href="http://www.gwup.org/ueber-uns-uebersicht/wiw/898-wiw-schmeh-klaus" target="_blank">Klaus Schmeh</a>, der sich im aktuellen <a title="SKEPTIKER 3/2010" href="http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/993-skeptiker-2010-3" target="_blank">SKEPTIKER</a> auf die Spuren des historischen Schwindlers begibt:</p>
<blockquote><p>„So schwadroniert er von einer Theorie der sympathischen Schwingungen, von einer vibrierenden Harmonie des Weltganzen, von einer Physik der Liebe, vom Gesetz der harmonischen Vibrationen und vom Gesetz der chemischen Morphologie.“</p></blockquote>
<p>Zwar zeigten sich Zeitschriften wie der <em>Scientific American</em> mehr als skeptisch, und die  Wissenschaftler Addison Burk und Alexander Scott kamen Keely sogar auf die Schliche. Das ganze Ausmaß seiner Schwindelei offenbarte sich jedoch erst nach seinem Tod, als man bei der Untersuchung der Maschinen auf schlichte Federkonstruktionen und Druckluft-Tricks stieß.</p>
<p>Wie so oft in der Geschichte der Pseudo-Technologie, ließen sich die eisenharten Anhänger auch diesmal nicht von den Tatsachen beirren. Einer von ihnen war Rudolf Steiner, bekannt als Begründer der Anthroposophie. Noch Jahre, nachdem der Schwindel aufgeflogen war, erklärte er die Maschinenwunder durch „jene treibende Kraft, die aus dem Seelischen hervorgeht und Mechanisches in Bewegung setzen kann“.</p>
<p>Bis heute sind einige Enthusiasten von den Ideen John Keelys überzeugt. Und suchen unverdrossen nach den unerschöpflichen Energiequellen, die ihr Idol seinerzeit anzapfte&#8230;</p>
<p>Mehr lesen Sie im SKEPTIKER 3/2010.</p>
<p>SKEPTIKER 3/10 erscheint Anfang September. Wie immer mit vielen Berichten, aktuellen Meldungen und Lesetipps.  </p>
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<li><a title="Was namhafte Wissenschaftler und Journalisten über den SKEPTIKER sagen" href="http://www.gwup.org/zeitschrift/687-lob-fuer-skeptiker-zeitschrift" target="_blank">Der SKEPTIKER<br />
</a>Prominente Wissenschaftler und Journalisten über die Zeitschrift</li>
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Wachsende Liste mit guter populärwissenschaftlicher Literatur</li>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Skeptiker und der Hi-Fi-Sound</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/08/29/die-skeptiker-und-der-hi-fi-sound/</link>
		<comments>http://blog.gwup.net/2010/08/29/die-skeptiker-und-der-hi-fi-sound/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 16:01:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Inge Hüsgen</dc:creator>
				<category><![CDATA[GWUP]]></category>
		<category><![CDATA[Paraphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Skeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs & Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Hi-Fi-Tuning]]></category>
		<category><![CDATA[Konstantin Meyl]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Philippe Leick]]></category>
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		<category><![CDATA[Test]]></category>
		<category><![CDATA[Twister-Stopp]]></category>

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		<description><![CDATA[(gwup) Unter dem Schlagwort Tuning kursieren neben wertvollen Kniffen und Geräten zur Klangverbesserung von Hi-Fi-Anlagen auch fragwürdige Ideen. Eine davon wurde jetzt getestet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für den alten Trick, CDs zur Klangverbesserung mit dem Filzstift zu umranden, haben Kenner bestenfalls ein müdes Lächeln übrig. Kein Wunder – war ursprünglich ja auch als <a title="Seidige Mitten, strähniger Klang" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43960848.html" target="_blank">Aprilscherz </a>gedacht. Und überhaupt: Wie sollen die aus Kunststoff und Aluminium bestehenden Silberlinge  dauerhaft (ent-)magnetisiert werden?</p>
<p>Nicht alle unsinnigen Tuning-Maßnahmen sind so leicht zu erkennen. Nicht jeder  Hi-Fi-Enthusiast weiß beispielsweise, was es mit Konstantin Meyls „neuer Physik“ auf sich hat. Genau die soll nämlich der Funktionsweise der „Twister-Stopps“ zugrunde liegen. Diese „informierten“ Glaslinsen sollen laut Hersteller „die Verwirbelung elektromagnetischer Wellen zu Potenzialwirbeln verhindern“ und auf diese Weise den Hörgenuss optimieren.</p>
<p>Physiker wie <a title="Dr. Philippe Leick" href="http://www.gwup.org/component/content/article/44-whoiswho/867-wiw-philippe-leick" target="_blank">Dr. Philippe Leick</a> werden bei diesen Stichworten skeptisch. Dass trotzdem Entwickler und Anwender aufrichtig von der Wirksamkeit der Twister-Stopps überzeugt sind, ist gar nicht unwahrscheinlich. Zu leicht hört man das, was man hören will.</p>
<p>Norbert Maurer, der Entwickler des Twister-Stopp, wollte es genau wissen und regte einen „blinden“ Hörtest an. Dabei sollten die Probanden, darunter Philippe Leick, erkennen, ob sie die Musik gerade mit oder ohne „informierte“ Twister-Stopps hörten. Das Ergebnis sei an dieser Stelle verraten:</p>
<blockquote><p>Die Trefferquote entsprach recht exakt der Verteilung, die sich durch reines Raten ergeben sollte.</p></blockquote>
<p>Mehr im  SKEPTIKER 3/2010, der Anfang September erscheint.</p>
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Wachsende Liste mit guter populärwissenschaftlicher Literatur</li>
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		</item>
		<item>
		<title>Wasser und Esoterik</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/08/21/wasser-und-esoterik/</link>
		<comments>http://blog.gwup.net/2010/08/21/wasser-und-esoterik/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 20:33:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs & Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Esoterik]]></category>
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		<category><![CDATA[Enza Maria Ciccolo]]></category>
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		<category><![CDATA[Roland Plocher]]></category>
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		<category><![CDATA[Wasserbehandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserbelebung]]></category>
		<category><![CDATA[Wassergedächtnis]]></category>

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		<description><![CDATA[(gwup) Levitiertes Wasser, Granderwasser, Lichtwasser, Wassergedächtnis ... Esoteriker jedweder Couleur begeistern sich für eine schliche Verbindung aus Sauerstoff und Wasserstoff. Was an solchen Phantastereien dran ist, erklärt ein neuer GWUP-Themeneintrag.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Nachdenkliches Heilwasser" href="http://www.sueddeutsche.de/leben/medizin-und-wahnsinn-nachdenkliches-heilwasser-1.990619" target="_self">&#8220;Nachdenkliches Heilwasser&#8221;</a> überschreibt Dr. Werner Bartens heute seine Rubrik &#8220;Medizin und Wahnsinn&#8221; in der <em>Süddeutschen Zeitung</em>. Darin erfahren wir auf gewohnt launige Weise von einem &#8211; leider nicht näher bezeichneten &#8211; Versuch in Dresden, &#8220;der dazu angetan war, zu zeigen, was wirklich im Wasser&#8221; steckt:</p>
<blockquote><p>Es ging darum, welche Auswirkungen positive wie negative Gedanken auf das Wasser haben. Unter den Augenzeugen des Experiments wurde als bekannt vorausgesetzt, dass Wasser <em>durch verschiedene Einflüsse wie Musikschwingungen, Gebete und Meditationen Informationen und Energien aufnehmen </em>kann.<br />
Der Versuchsaufbau kann nur als ausgeklügelt bezeichnet werden. Auf den ersten Wasserbehälter konnten die Kongressbesucher positive Gedanken projizieren. Um methodische Zweifel zu zerstreuen, gab es einen zweiten Wasserbehälter, auf den die Kongressbesucher negative Gedanken projizieren sollten. Als Clou muss das dritte Gefäß gelten. In diesem Behälter befand sich zur Kontrolle ,,neutrales&#8217; Wasser, auf das keinerlei Gedanken projiziert werden sollten.<br />
Der Ausgang des Versuchs ist unklar, vermutlich hat ein Saboteur fiese Gedanken an das neutrale Wasser gerichtet. Trotzdem sollte der Ansatz weiter verfolgt werden. In Wasserwerken tun sich neue Berufsfelder auf, damit künftig nicht nur Warm und Kalt aus der Leitung strömt, sondern auch ein Hahn für positives und negatives Wasser geöffnet werden kann.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das erinnert mich sogleich an eine Anfrage, die vergangene Woche an die Skeptiker erging. Und zwar nach einer gewissen <a title="Enza Maria Cicollo" href="http://himalaja-salz.gmxhome.de/entdeckung.htm" target="_self">Dr. Enza Maria Ciccolo</a>, die ein ominöses <a title="Lichtwässer" href="http://www.lichtwaesser.ch/" target="_self">&#8220;Lichtwasser&#8221;</a> propagiert und damit anscheinend eine sektenartige Anhängerschaft begeistert. Leider habe ich zu der Dame bislang nicht mehr kritische Infos als diesen italienischen <a title="Pensieri sparsi" href="http://fsblendorio.blogspot.com/2007/10/follie-dalla-rete-acque-luce-bianca.html" target="_self">Blog</a> finden können. Tipps und Hinweise sind sehr willkommen!</p>
<p>Dafür ist der GWUP-Themenbereich auf unserer Homepage soeben um den Eintrag <a title="Wasserbehandlung" href="http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/989-wasserbehandlung" target="_self">&#8220;Wasserbehandlung&#8221;</a> erweitert worden. Darin heißt es unter anderem:</p>
<blockquote><p>Esoterische Verfahren sind oft mit Namen verbunden, etwa Johann Grander (Granderwasser), Wilfried Hacheney (levitiertes Wasser), Roland Plocher (revitalisiertes Wasser) oder Masaru Emoto (Wasserkristallformen). Charakteristisch für derartige Verfahren und entsprechende Geräte ist die Behauptung, dass sie das Wasser durch Übertragung nicht näher spezifizierter Informationen, Schwingungen oder Energien verändern. Angeblich geschieht dies ohne chemische Zusätze, elektromagnetische Felder oder sonstige messbare Energiezufuhr.<br />
Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist das nicht nachvollziehbar. Wasser kann so nicht verändert werden und insbesondere keine Information aufnehmen, speichern oder abgeben.&#8221;</p></blockquote>
<p><strong>Zum Weiterlesen:</strong></p>
<ul>
<li>Das Gedächtnis des Wassers, <em><a title="Das Gedächtnis des Wassers" href="http://www.gwup.org/images/stories/pdf/skeptiker/2008/wasser_gedaechtnis.pdf" target="_self">Skeptiker</a></em> 2/2008</li>
<li>Zaubertricks mit Wasser, <em><a title="Zaubertricks mit Wasser" href="http://diewahrheit.at/uncategorized/zaubertricks-mit-wasser" target="_self">diewahrheit</a></em> am 8. Juni 2010</li>
</ul>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://blog.gwup.net/2010/08/21/wasser-und-esoterik/' layout='default' show_faces='false' width='400' action='like' colorscheme='light' /></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Traumberuf Parapsychologe</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/08/17/traumberuf-parapsychologe/</link>
		<comments>http://blog.gwup.net/2010/08/17/traumberuf-parapsychologe/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 17:44:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs & Medien]]></category>
		<category><![CDATA[GWUP]]></category>
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		<category><![CDATA[Parapsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Poltergeister]]></category>
		<category><![CDATA[Skeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Harder]]></category>
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		<category><![CDATA[Joe Nickell]]></category>
		<category><![CDATA[Massimo Polidoro]]></category>
		<category><![CDATA[Skepsis]]></category>
		<category><![CDATA[Susan Blackmore]]></category>
		<category><![CDATA[Walter von Lucadou]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.gwup.net/?p=3457</guid>
		<description><![CDATA[(gwup) Wie wird man eigentlich Parapsychologe? Und was tut ein solcher? Der "Zeit" schwebte wohl ein besonders cooler Karriere-Tipp vor. Heraus kam bei dem Artikel ziemlicher Unsinn. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Parapsychologe zu sein, ist schon ein toller Job. Da kann man mit Blaulicht durch die Straßenschluchten von New York brettern und schöne Frauen aus der Gewalt von schleimigen Spuk-Gestalten retten &#8211; so wie <a title="Ghostbusters - Die Geisterjäger" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ghostbusters_%E2%80%93_Die_Geisterj%C3%A4ger" target="_self">Dr. Venkman</a>, Dr. Stantz und Dr. Spengler.</p>
<p>Das gibt&#8217;s nur im Film? Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus? Stimmt &#8211; lesen wir jetzt sogar in der <em><a title="Stimmen aus dem Wasserkessel" href="http://www.zeit.de/karriere/beruf/2010-08/beruf-parapsychologe" target="_self">Zeit</a></em>. Und zwar in einer Rubrik, in der wir es am allerwenigsten erwartet hätten. Das Ressort &#8220;Karriere&#8221; stellt &#8220;ungewöhnliche Berufe&#8221; vor &#8211; und subsumiert darunter erstaunlicherweise auch die spannende Profession des &#8220;Parapsychologen&#8221;.</p>
<p>Porträtiert wird in dem Beitrag natürlich der Unvermeidliche himself: Dr. Dr. Walter von Lucadou. Und schon die Überschrift sorgt nicht nur bei Skeptikern für ungebremste Heiterkeit: &#8220;Stimmen aus dem Wasserkessel &#8211; Ein Fall für den Parapsychologen&#8221;.</p>
<p>Schauder! Worum geht es hier? Um dieses Anekdötchen:</p>
<blockquote><p>Allerdings kann er <em>(Lucadou)</em> nicht jedes Ereignis so leicht erklären. Gut im Gedächtnis geblieben ist ihm der Fall eines Mannes, der Stimmen aus seinem Wasserkessel vernahm, sobald er diesen auf den Herd stellte. Von Lucadou musste lange recherchieren, bis ihm auffiel, dass die Stimmen aus dem Wasserkessel eigentlich Stimmen aus einem Radio waren. Des Rätsels Lösung: Ein naher Mittelwellensender lies seinen Kessel als Empfänger fungieren, der Mann konnte mit seinem Teekessel Radio hören.&#8221;</p></blockquote>
<p>Irgendwie seltsam, dass der von den Medien wahlweise als &#8220;bekanntester Parapsychologe Deutschlands&#8221; oder &#8220;bekanntester Erforscher der Parapsychologie&#8221; titulierte Lucadou schon seit Jahrzehnten immer und stets die zwei selben Storys zum Besten gibt: entweder die vom sprechenden <a title="Die Einkleidung des Übersinnlichen" href="http://www.zeit.de/2002/14/200214_p-lucadou.xml" target="_self">Wasserkessel</a>. Oder aber die von der <a title="Spuk im Ländle" href="http://www.focus.de/intern/archiv/parapsychologie-keine-chance-fuer-spuk-im-laendle_aid_146588.html" target="_self">Kompassnadel</a>, die sich scheinbar durch &#8221;Telekinese&#8221; bewegte &#8211; in Wirklichkeit aber von der Eisenmasse eines nahen Fahrstuhls beeinflusst wurde. Wer&#8217;s nicht glaubt: einfach mal bei Google &#8220;Lucadou + Wasserkessel&#8221;  oder &#8220;Lucadou + Kompassnadel&#8221; eingeben.</p>
<p>Irgendwie scheint der Mann wenig Neues, Aufregendes, Weiterführendes, Zukunftsweisendes in seinem merkwürdigen Metier zu erleben. Nichtsdestotrotz, vor lauter Begeisterung über solche Uralt-Schmonzetten vergisst der Autor beinahe, seinem Gesprächspartner die entscheidende Frage zu stellen: Wie wird man nun eigentlich &#8220;Parapsychologe&#8221;?</p>
<p>Die Antwort darauf nimmt sage und schreibe ganze drei Sätze in dem umfangreichen Zeilenwerk ein:</p>
<blockquote><p>Durch ein oder besser mehrere Studien. Denn Parapsychologie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft. Umfangreiche Kenntnisse aus mindestens zwei unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen, beispielsweise Medizin, Psychologie oder der Physik sind notwendig.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das war&#8217;s. Und schon geht&#8217;s weiter mit der Huldigung des Meisters des Obskuranten: &#8220;Walter von Lucadou hat Physik und Psychologie studiert – und in beiden Fächern promoviert.&#8221;</p>
<p>Wow. Wir sind angemessen beeindruckt. Und was haben wir nun aus der <em>Zeit</em> über das Berufsbild des &#8220;Parapsychologen&#8221; gelernt? Annähernd gar nichts. Und deshalb werden wohl auch weiterhin zahllose &#8220;Ghostbusters&#8221;- und <a title="John Sinclair" href="http://www.gruselromane.de/frames/sinclair/" target="_self">&#8220;John Sinclair&#8221;</a>-Fans bei der GWUP anfragen, wo man denn Parapsychologie studieren könne. Kurz gesagt: nirgendwo. Auch nicht im schönen Freiburg im Breisgau.</p>
<p>Konnte man übrigens noch nie. Ein bisschen Historie:</p>
<p>Im Jahr 1950 wurde von <a title="Hans Bender" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Bender_(Psychologe)" target="_self">Hans Bender</a>, dem berühmten <a title="Der Spiegel 5/1959" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42624470.html" target="_self">&#8220;Spukprofessor&#8221;</a> und Nestor der Parapsychologie in Deutschland, das private Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene <a title="IGPP" href="http://www.igpp.de/german/welcome.htm" target="_self">(IGPP)</a> in Freiburg gegründet. 1954 übernahm Bender an der Universität Freiburg einen Lehrstuhl für Grenzgebiete der Psychologie, der 1967 in ein Ordinariat für Psychologie und Grenzgebiete der Psychologie umgewandelt wurde.</p>
<p>Nach Benders Emeritierung 1975 wurde sein Schüler Professor <a title="Johannes Mischo" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Mischo" target="_self">Johannes Mischo</a> Lehrstuhlinhaber, der sich mit verschiedenen Fragebogen- und Interviewstudien zum Thema Jugendokkultismus hervortat. Zu den Lehr- und Forschungsaufgaben der Abteilung gehörten aber in erster Linie konventionelle psychologische Fächer wie Sozial- und Persönlichkeitspsychologie. Nur etwa ein Drittel der Forschungskapazitäten beschäftigte sich mit den &#8220;Grenzgebieten&#8221;. Zu dieser Zeit konnten Studenten mit Hauptfach Psychologie eine Diplom- oder Doktorarbeit mit einer parapsychologischen Fragestellung anfertigen sowie als freiwilliges Zusatzfach &#8220;Parapsychologie/Grenzgebiete der Psychologie&#8221; für die Diplomprüfung wählen.</p>
<p>Allerdings, warnte die Uni stets, erscheine es &#8220;unrealistisch, eine alleinige Tätigkeit auf diesem Gebiet in den eigenen Lebensplan einzubeziehen&#8221;.<br />
Weshalb nicht?</p>
<blockquote><p>&#8220;Parapsychologie stellt kein selbständiges Studienfach dar und insofern gibt es kein Berufsbild des Parapsychologen. Die beste Voraussetzung für eine Arbeit und eine Beurteilung des Forschungsgegenstandes auf diesem Gebiet ist im Allgemeinen ein abgeschlossenes Studium der Sozial- oder Naturwissenschaften. Wichtig sind ferner gründliche Kenntnisse der experimentellen Methodenlehre sowie der Wissenschaftsgeschichte und -soziologie.&#8221;</p></blockquote>
<p>Gut, soweit kann man Dr. Dr. von Lucadou immerhin zugestehen, in der Ausbildung alles richtig gemacht zu haben.</p>
<p>Nach der Emeritierung Mischos 1998 war der Zeit der parapsychologischen Forschung an der Universität Freiburg indes endgültig abgelaufen. Der Lehrstuhl für Psychologie und ihre Grenzgebiete wurde in einen für Pädagogische Psychologie umgewandelt. Nach wie vor existiert jedoch das ehemalige Bender-Institut, das von der Eichhalde in großzügige Arbeits- und Laborräume in der Freiburger Innenstadt umgezogen ist. Daneben gibt es die <a title="Parapsychologische Beratungsstelle" href="http://www.parapsychologische-beratungsstelle.de/" target="_self">&#8220;Parapsychologische Beratungsstelle&#8221;</a>, die Lucadou als eine Art Einmannunternehmen für den Verein &#8220;Wissenschaftliche Gesellschaft zur Förderung der Parapsychologie&#8221; <a title="WGFP" href="http://www.parapsychologische-beratungsstelle.de/WGFP/" target="_self">(WGFP)</a> betreibt.</p>
<p><a title="James Randi Stiftung" href="http://www.randi.org/encyclopedia/parapsychology.html" target="_self">Kurse</a> in Parapsychologie &#8211; zum Teil mit dem akademischen Grad <a title="Master of Science in Parapsychology" href="http://wwwm.coventry.ac.uk/ptshortcpd/pgpt/Pages/pgpt.aspx?itemID=151" target="_self">&#8220;Master of Science&#8221;</a> &#8211; bieten noch einige Universitäten in <a title="Ghostly syllabus for new degree " href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/education/4753861.stm" target="_self">England</a> und den <a title="Parapsychology Online" href="http://ezinearticles.com/?Parapsychology-Online-Schools&amp;id=779619" target="_self">USA</a> an.</p>
<p>Warum ist &#8220;Parapsychologie&#8221; kein ordentliches Studienfach? Darüber schweigt sich der <em>Zeit</em>-Artikel leider aus. Dabei ist die Antwort eigentlich recht einfach: Weil <a title="GWUP-Thema: Parapsychologie" href="http://www.gwup.org/infos/themen-nach-gebiet/334-parapsychologie?catid=63%3Aparapsychologie" target="_self">&#8220;Parapsychologie&#8221;</a> keine <a title="Hans im Unglück" href="http://www.gwup.org/infos/themen-nach-gebiet/834-hans-im-unglueck-die-43-jahrestagung-der-parapsychological-association?catid=63%3Aparapsychologie" target="_self">Wissenschaft</a> ist.<br />
Wieso Parapsychologie relativ langweilig und vor allem weitgehend sinnfrei ist, <a title="The Advebtures of a Parapsychologist" href="http://www.amazon.de/Search-Light-Adventures-Parapsychologist/dp/1573920614" target="_self">erklärt</a> zum Beispiel die Ex-Parapsychologin <a title="Susan Blackmore" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Susan_Blackmore" target="_self">Susan Blackmore</a>. Und dass Falluntersuchungen richtig spannend sein können, wenn man skeptisch an die Sache herangeht, davon können etwa <a title="Homepage" href="http://www.joenickell.com/" target="_self">Joe Nickell </a>und <a title="Homepage" href="http://www.massimopolidoro.com/" target="_self">Massimo Polidoro</a> viele, viele Beispiele erzählen.</p>
<p><strong>Zum Weiterlesen:</strong></p>
<ul>
<li>Detektiv des Übersinnlichen &#8211; Interview mit Massimo Polidoro, <em><a title="Detektiv des Übersinnlichen" href="http://www.gwup.org/images/stories/skeptiker/artikel/2009/skeptiker-polidoro-interview.pdf" target="_self">Skeptiker</a></em> 1/2009</li>
<li>Der Tod der Parapsychologie, <em><a title="Der Tod der Parapsychologie" href="http://blog.gwup.net/2010/05/23/der-tod-der-parapsychologie/" target="_self">GWUP-Blog</a></em> am 23. Mai 2010</li>
<li>Joe Nickell: Adventures in <a title="Adventures in Paranormal Investigation" href="http://www.kentuckypress.com/viewbook.cfm?Category_ID=1&amp;Group=198&amp;ID=1403" target="_self">Paranormal Investigation</a>. University Press of Kentucky, 2007</li>
<li>Die PSI-Tests der GWUP 2009, <em><a title="Die PSI-Tests der GWUP 2009" href="http://www.gwup.org/infos/themen-nach-gebiet/922-psi-test-2009?catid=63%3Aparapsychologie" target="_self">Skeptiker</a></em> 3/2009</li>
<li>Andreas Hergovich: <a title="Der Glaube an Psi" href="http://www.amazon.de/Glaube-Psi-Psychologie-paranormaler-%C3%9Cberzeugungen/dp/3456841906" target="_self">Der Glaube an Psi</a>. Die Psychologie der paranormalen Überzeugungen. Huber, Bern 2005</li>
<li>Wolfgang Hell: Von Schafen und Ziegen. Der Sechste Sinn und die unbewusste Wahrnehmung, <em><a title="Der Skeptiker 2-2010" href="http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/981-skeptiker-2010-2" target="_self">Skeptiker</a></em> 2/2010</li>
</ul>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://blog.gwup.net/2010/08/17/traumberuf-parapsychologe/' layout='default' show_faces='false' width='400' action='like' colorscheme='light' /></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Weck up: Quantenmystik ohne Skepsis</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/06/19/weck-up-quantenmystik-ohne-skepsis/</link>
		<comments>http://blog.gwup.net/2010/06/19/weck-up-quantenmystik-ohne-skepsis/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 18:23:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) Esoteriker stürzen sich mit Begeisterung auf die Quantenphysik, um allerlei seltsame Thesen damit zu begründen. Das ist Unsinn - die Quantenphysik ist keine mystische Geheimlehre, die alles mit allem verbindet. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade von der Aufzeichnung der &#8220;Weck up&#8221;-Sendung zurückgekommen, die <a title="Weck up am 20. Juni" href="http://www.weckup.de/weckup-aktuell/aktuelle-sendung/datum/2010/06/17/20-juni-2010.html" target="_self">morgen früh</a> ausgestrahlt wird. Für jede Menge Quantenmystik sorgt darin der Schauspieler und &#8220;Erfolgreich wünschen&#8221;-Autor Pierre Franckh, der &#8211; wenig überraschend -  übersinnliche Phänomene für längst bewiesen hält und allerlei seltsame Thesen mit der Quantenphysik begründen will.</p>
<p>Überraschender schon eher, dass der eigens eingeladene &#8220;Skeptiker&#8221; &#8211; also meine Wenigkeit &#8211; keine Möglichkeit bekam, auf den Franckhschen Quantenspuk auch nur mit ein paar Sätzen einzugehen. Direkter oder gar streitbarer Widerspruch war bei diesem betont &#8220;netten&#8221; Frühstücks-Talk nicht vorgesehen.</p>
<p>Falls der eine oder andere Zuschauer sich jedoch auf die Webseite der freundlichen Skeptiker von der GWUP verirren sollte &#8211; hier ein paar Links und Infos zu jener scheinbar mystischen Geheimlehre, als welche Esoteriker die Quantenphysik gerne für sich vereinnahmen.</p>
<p>Fangen wir mal ganz von vorne und allgemeinverständlich an: </p>
<p>Bei dem Versuch, die materielle Welt mit der Psyche in Verbindung zu bringen, ziehen nicht wenige Esoteriker und auch Parapsychologen Parallelen zur Quantentheorie. Mit ihr erklären Physiker das seltsame Verhalten von kleinsten Materieteilchen, den Quanten. Denkbar sei etwa eine Art quantenmechanischer Telepathie. Sie wurde von dem österreichischen Physiker Anton Zeilinger  und seinen Mitarbeitern entdeckt. Ihnen gelang es, zwei Photonen – also Bausteine elektromagnetischer Strahlung, eine Art „Lichtteilchen“ – so miteinander zu verbinden, dass ihr Zustand immer identisch ist. Wissenschaftler nennen das „Verschränkung“.</p>
<p>Man hat diese <a title="Quantenspuk zwischen Teneriffa und La Palma" href="http://www.weltderphysik.de/de/4245.php?ni=518" target="_self">beiden Teilchen</a> mehr als 100 Kilometer voneinander entfernt deponiert: ein Photon auf La Palma, das andere auf Teneriffa, zwei Inseln mit astronomischen Beobachtungsstationen. Wurde nun an dem einen Teilchen eine Veränderung vorgenommen, vollzog das andere im gleichen Augenblick dieselbe Veränderung. Offenbar findet eine Art Informationsaustausch zwischen den Quanten statt. Also so ähnlich wie zwei Würfel, von denen der eine im selben Moment die Zahl anzeigt, die mit dem anderen gleichzeitig gewürfelt wird. Das widerspricht der klassischen Physik, der zufolge Informationen maximal mit Lichtgeschwindigkeit übertragen werden können. (Zit. nach <a title="Warum sich der Löffel biegt und die Madonna weint" href="http://www.amazon.de/Madonna-%C3%9Cbersinnliche-Ph%C3%A4nomene-irdischen-Erkl%C3%A4rungen/dp/3899942078" target="_self">Ingo Kugenbuch</a>)</p>
<p>Eine Erklärung für Psi-Phänomene wie zum Beispiel Gedankenübertragung?</p>
<p>Mitnichten. Für eine funktionierende Gedankenübertragung oder energetische Beeinflussung müssten Milliarden Teilchen in den miteinander kommunizierenden Objekten (Gehirn und Uhr beispielsweise) „verschränkt“ sein. Das sind sie aber nicht. Selbst in gezielten wissenschaftlichen Experimenten gelingt es nur unter Aufbietung aller Tricks der Experimentalphysik, die Verschränkung zweier Photonen auch nur für Sekundenbruchteile aufrecht zu erhalten. Danach sind die Teilchen schon wieder entschränkt.</p>
<p>Kurz gesagt, wir müssen zwei Aspekte der Quantenphysik unterscheiden: Geräte wie zum Beispiel ein Computer oder ein Laser funktionieren aufgrund von quantenphysikalischen Effekten. Ja sogar unser Sehen und unser Atmen, das Wirken von Medikamenten und vieles mehr beruht auf atomaren Vorgängen, die nur mit Hilfe der Quantenphysik beschrieben werden können. Insofern ist unser ganzes Leben von der Quantenphysik beeinflusst. Das ist gewissermaßen die „normale“ Quantenphysik, die beschreibt, wie die Atome miteinander umgehen.</p>
<p>Esoteriker und Grenzwissenschaftler meinen aber etwas ganz anderes. Sie beziehen sich in ihren Erklärungsversuchen für übersinnliche Phänomene auf eine „verrückte“ Quantenphysik. Und tatsächlich ist es richtig, dass die Quantenphysik Effekte zeigt, die unserer menschlichen Erfahrung völlig widersprechen und uns deshalb als „verrückt“ oder „absurd“ erscheinen.</p>
<p>Würde beispielsweise der sogenannte Welle-Teilchen-Dualismus der Quantenphysik in unserer Alltagsumgebung zum Tragen kommen, könnten wir etwas sehr Seltsames beobachten: Ein Skiläufer fährt bergab auf einen Baum zu, teilt sich vor dem Baum in zwei Hälften, fährt links und rechts um das Hindernis herum, setzt sich anschließend wieder zusammen und verschwindet ins Tal. Das würden wir als unmöglich empfinden, weil wir so etwas nie gesehen haben. (Zit. nach <a title="Martin Lambeck" href="http://www.gwup.org/ueber-uns-uebersicht/wiw/689-wiw-martin-lambeck" target="_self">Martin Lambeck</a>)</p>
<p>Aber Quanten verhalten sich mitunter so: Erst sind sie ein Körper (also ein Teilchen), dann verwandeln sie sich in eine Welle, die um ein Hindernis herumläuft, und werden danach wieder zu einem Körper. Nur: Es ist prinzipiell nicht möglich, quantenphysikalische Vorgänge, die ja nur in den allerkleinsten Elementarteilchen wirksam werden, auf Tische, Stühle, Tassen, Uhren oder auf den Menschen zu übertragen. Hier sitzen Esoteriker ihrem eigenen Wunschdenken auf. Der Physiker Prof. Martin Lambeck, Mitglied im GWUP-Wissenschaftsrat, erklärt:</p>
<blockquote><p>Die Gegenstände unserer Welt verhalten sich nicht nach den eigenartigen Gesetzen der Quantenphysik, sondern klassisch &#8230; Die Welt ist nicht holistisch, sie ist keine Ganzheit, sondern sie besteht aus Objekten, die sich wie Inseln verhalten &#8211; sie sind im Wesentlichen voneinander isoliert &#8230; Der in der Esoterik beliebte Satz ,Alles ist in allem&#8217; entfällt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Auch der Physiker <a title="Philippe Leick" href="http://www.gwup.org/component/content/article/44-whoiswho/867-wiw-philippe-leick" target="_self">Dr. Philippe Leick</a> kommt zu dem Schluss:</p>
<blockquote><p>Die Zahl an populärwissenschaftlichen Büchern, in denen versucht wird, dem geneigten Leser die ,fantastische&#8217; Welt der Quantenmechanik näher zu bringen, ist in letzter Zeit so schnell gewachsen, dass jeder Versuch, den Überblick zu behalten, zwecklos wäre. Wie die Relativitätstheorie scheint die Quantenmechanik interessanter, attraktiver als andere Gebiete der Physik, weil sie</p>
<ul>
<li>fundamental ist,</li>
<li>Phänomene behandelt, die dem gesunden Menschenverstand scheinbar widersprechen,</li>
<li>daher bei der Suche nach Antworten auf wichtige Fragen der Philosophie nicht ignoriert werden darf.</li>
</ul>
<p>Durch die Popularisierung der Quantenmechanik sind manche ihrer Fachausdrücke in die Alltagssprache übernommen worden; die ursprüngliche, mathematisch präzise definierte Bedeutung dieser Begriffe geht dabei zwangsläufig verloren &#8230;<br />
Trotz der Bedeutung und Erfolge der Quantenmechanik ist die klassische Physik &#8211; von manchen als reduktionistisch und materialistisch verschrien &#8211; aber nach wie vor das richtige Werkzeug, um Vorgänge aus dem Bereich des alltäglichen Lebens, der Biologie oder der Medizin zu beschreiben.&#8221;</p></blockquote>
<p>Es ist schon richtig: Quanteneffekte sind seltsam. Aber eben nicht jeder seltsame Effekt lässt sich mit der Quantenphysik erklären.</p>
<p><strong>Zum Weiterlesen:</strong></p>
<ul>
<li>Martin Lambeck: <a title="Irrt die Physik?" href="http://www.gwup.org/component/content/article/56-parawissenschaften-thema/717-irrt-die-physik" target="_self">Irrt die Physik?</a></li>
<li>Martin Lambeck: Was tun 20 000 deutsche Ärzte? Die Hufelandgesellschaft, das holistische Weltbild und ein Gegenentwurf. In: <a title="Skeptiker 1/2009" href="http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/861-skeptiker-2009-1" target="_self"><em>Skeptiker</em> 1/2009</a></li>
<li>Philippe Leick: Die &#8220;schwache Quantentheorie&#8221; und die Homöopathie. In: <a title="Skeptiker 3/2006" href="http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/151-skeptiker-2006-3" target="_self"><em>Skeptiker</em> 3/2006</a></li>
<li>Sven Keßen: <a title="Sven Keßen blogt" href="http://kamenin.wordpress.com/2008/04/28/einfuhrung-in-quantenphysik-verschrankung-und-die-lugen-der-esoterik/" target="_self">Einführung in Quantenphysik</a>, Verschränkung und die Lügen der Esoterik</li>
<li>Ulrich Berger: <a title="Alice im Quantenland" href="http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2009/04/lebenscode.php" target="_self">Alice im Quantenland</a></li>
<li>Ulrich Berger: <a title="Kritisch gedacht" href="http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2009/05/froboese-quantenmedizin.php" target="_self">Rolf Froböse entdeckt die Quantenmedizin</a></li>
<li>GWUP-Lexikon: <a title="Paraphysik" href="http://www.gwup.org/component/content/article/56-parawissenschaften/68-paraphysik" target="_self">Paraphysik</a></li>
<li><a title="Die Wünschelwichte" href="http://www.gwup.org/images/stories/pdf/skeptiker/2008/wuenschelwichte_bullshit.pdf" target="_self">Die Wünschelwichte</a> - Interview mit Jacky Dreksler und Hugo Egon Balder. In: <a title="Skeptiker 2/2008" href="http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/628-skeptiker-2008-2" target="_self"><em>Skeptiker</em> 2/2008</a></li>
</ul>
<p> </p>
<hr size="1" />
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://blog.gwup.net/2010/06/19/weck-up-quantenmystik-ohne-skepsis/' layout='default' show_faces='false' width='400' action='like' colorscheme='light' /></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Chi &#8211; Wunderkräfte oder Kung-Fu-Humbug?</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/06/10/chi-wunder-krafte-kung-fu-humbug/</link>
		<comments>http://blog.gwup.net/2010/06/10/chi-wunder-krafte-kung-fu-humbug/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 19:06:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Kirsch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) Was ist Chi? Macht es Kung-Fu-Kämpfer wirklich unverwundbar? Und stimmt es, dass einige wenige Karate-Meister ein geheimes Wissen darüber haben, wie sie Menschen sogar berührungslos ausknocken können? Der Physiker und Kampfsportler Dr. Holm Hümmler mit einem Gastbeitrag im GWUP-Blog ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf der 20. Skeptiker-Konferenz der GWUP in Essen sprach <a title="Dr. Holm Hümmler in der GWUP" href="http://www.gwup.org/component/content/article/44-whoiswho/680-wiw-holm-huemmler" target="_blank">Dr. Holm Hümmler</a> über Mythen und Fakten zu den mysteriösen Chi-Kräften, die oft im Zusammenhang mit asiatischer Kampfkunst erwähnt werden; in diesem Gastbeitrag fasst er seinen Vortrag für den GWUP-Blog zusammen. Dr. Hümmler ist Physiker und Kampfsportler.</strong></p>
<p><strong>Der Begriff &#8220;Chi&#8221;</strong> (andere Schreibweise: &#8220;Qi&#8221;) begegnet uns in den Medien und der Selbstdarstellung diverser Anbieter in Verbindung mit vielen scheinbar ansonsten unerklärlichen Phänomenen. Von Chi liest man im Zusammenhang mit asiatischen Kampfkünsten, der Meditation, chinesischer Medizin und Akupunktur sowie in der Architekturlehre Feng Shui. Dabei wird es einmal als besondere Harmonie oder geistige Macht beschrieben, einmal als nichtstofflicher vitaler Energiestrom, sogar als bioelektrisches Feld oder quantenphysikalische Schwingung. Mit Chi verbundene Versprechungen reichen von Unverwundbarkeit oder besonderen Kräften über Gesundheit bis zu besonderer Wohn- und Lebensqualität. Es erscheint also als Pauschalerklärung und typischer Begriff der Esoterik-Szene.</p>
<div id="attachment_3043" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.gwup.net/wp-content/uploads/2010/06/image001.png"><img class="size-medium wp-image-3043  " title="image001" src="http://blog.gwup.net/wp-content/uploads/2010/06/image001-300x300.png" alt="Alt-chinesische Kalligraphie für Chi. (Quelle: Wikimedia)" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Alt-chinesische Kalligraphie für Chi. (Quelle: Wikimedia)</p></div>
<p><strong>Um den Hintergrund zum Chi-Begriff einordnen zu können, </strong>müssen wir beachten, dass es sich nicht um ein naturwissenschaftliches, sondern um ein naturphilosophisches Konzept handelt, das auf Zeiten zurückgeht, als auch in Europa wissenschaftliches Denken nicht einmal in Ansätzen bekannt war. Daher darf es auch nicht überraschen, dass viele konkrete Aussagen des Chi-Glaubens einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhalten. Den weltanschaulichen Hintergrund bildet der Taoismus, während die (Nicht-)Weiterentwicklung des Chi-Begriffs über die Jahrhunderte eng mit den autoritären, traditionsverhafteten Lehren des Konfuzianismus verbunden ist. Der Konfuzianismus dominiert bis heute den traditionellen chinesischen Lehr- und Lernbegriff. So weist eine Tafel im Trainingsraum des Berliner Shaolin-Tempels unwissende westliche Schüler darauf hin, dass es unerwünscht ist, dem Lehrer Fragen zu stellen. Wer, wie in jedem westlichen Hörsaal ausdrücklich erwünscht, wissensbegierig nachfragt, setzt sich im traditionellen China dem Verdacht aus, die Weisheit, die vom Meister auf ihn niedertröpfelt, womöglich in Frage zu stellen.</p>
<p><strong>Wörtlich übersetzt bedeutet Chi schlicht Luft, </strong>Atem oder Dampf. In den Schriften des Philosophen Mengzi finden sich vor 2300 Jahren die ältesten bekannten Erwähnungen von Chi als Lebensenergie. Während diese Verbindung von westlich denkenden Menschen meist im Sinne einer Analogie aufgefasst wird, handelt es sich nach traditioneller chinesischer Sichtweise tatsächlich um eine Identität: Die Lebensenergie ist wortwörtlich Luft, was gerade im Feng Shui vieles klarer macht. Dass dies aus wissenschaftlicher Sicht widerlegt ist, dürfte einen modernen Chinesen kaum mehr stören als einen Europäer der Widerspruch zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und den von ihm gleichzeitig akzeptierten religiösen &#8220;Wahrheiten&#8221;.</p>
<div id="attachment_3045" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.gwup.net/wp-content/uploads/2010/06/Shaolin-Schüler.jpg"><img class="size-medium wp-image-3045   " title=" In den Kung-Fu-Schulen unweit des Shaolin-Klosters trainieren die Schüler für Shaolin-Shows, in denen übernatürliche Chi-Kräfte vorgetäuscht werden. (Quelle: Holm Hümmler)" src="http://blog.gwup.net/wp-content/uploads/2010/06/Shaolin-Schüler-300x196.jpg" alt=" In den Kung-Fu-Schulen unweit des Shaolin-Klosters trainieren die Schüler für Shaolin-Shows, in denen übernatürliche Chi-Kräfte vorgetäuscht werden. (Quelle: Holm Hümmler)" width="300" height="196" /></a><p class="wp-caption-text"> In den Kung-Fu-Schulen unweit des Shaolin-Klosters trainieren die Schüler für Shaolin-Shows, in denen übernatürliche Chi-Kräfte vorgetäuscht werden. (Quelle: Holm Hümmler)</p></div>
<p><strong>Kung Fu ist ein Sammelbegriff</strong> für alle chinesischen Kampfkünste. Daher werden eine Vielzahl von Phänomenen mit Chi in Verbindung gebracht, die ich grob in vier Kategorien zusammenfassen möchte: Kontakt-Chi, Fern-Chi, Kettenhemd-Chi und Dim Mak, die tödliche Berührung.</p>
<p><strong>Als Kontakt-Chi </strong>lassen sich Vorführungen auch seriöser Kampfkunstlehrer bezeichnen, in denen bei der Berührung zwischen zwei Kämpfern unerwartete Effekte auftreten. Hierzu gehören Effekte wie der sogenannte Inch-Punch, der unbiegsame Arm oder der unverrückbare Stand. Diese können in der Regel durch entsprechenden Muskeltonus und Schwerpunkt oder eine unerwartete Kraftrichtung erklärt werden, sind jedoch durch diese Erklärung nicht notwendigerweise einfacher erlernbar.<strong> </strong></p>
<p><strong>Fern-Chi umfasst </strong>eine Reihe Telekinese-ähnlicher Zaubertricks, kann jedoch auch im Sinne von Wurfgeschossen interpretiert werden. In diesem Fall ist auch der Nadelwurf durch eine dünne Glasscheibe hier zuzuordnen, bei dem es sich schlicht um eine sportliche Leistung handelt (die der Ausführende selbst jedoch durchaus als Ergebnis seines Chi wahrnehmen kann). <strong> </strong></p>
<p><strong>Die in China als Kettenhemd-Chi bezeichnete Unverwundbarkeit</strong> wird in Shaolin-Shows gerne vorgeführt, wobei es sich durchweg um einfache Bühnentricks handelt. Die wichtigsten sind in meinen entsprechenden Artikeln im <a title="SKEPTIKER - Zeitschrift für Wissenschaft und kritisches Denken" href="http://www.gwup.org/zeitschrift" target="_blank">SKEPTIKER</a>, der GWUP-Zeitschrift für Wissenschaft und kritisches Denken, <a href="http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/151-skeptiker-2006-3" target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.gwup.org/images/stories/skeptiker/artikel/2009/skeptiker-shaolin-kung-fu.pdf" target="_blank">hier (als PDF)</a> erklärt.</p>
<div id="attachment_3052" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.gwup.net/wp-content/uploads/2010/06/Pagodenwald.jpg"><img class="size-medium wp-image-3052" title="Den alten Meistern, die im Pagodenwald des Shaolin-Klosters bestattet sind, werden besondere Chi-Kräfte zugeschrieben. (Quelle: Holm Hümmler)" src="http://blog.gwup.net/wp-content/uploads/2010/06/Pagodenwald-300x197.jpg" alt="Den alten Meistern, die im Pagodenwald des Shaolin-Klosters bestattet sind, werden besondere Chi-Kräfte zugeschrieben. (Quelle: Holm Hümmler)" width="300" height="197" /></a><p class="wp-caption-text">Den alten Meistern, die im Pagodenwald des Shaolin-Klosters bestattet sind, werden besondere Chi-Kräfte zugeschrieben. (Quelle: Holm Hümmler)</p></div>
<p><strong>Dim Mak, die tödliche Berührung</strong>, hat eine Anzahl von Überschneidungen mit den anderen Kategorien, nimmt jedoch eine Sonderstellung ein, weil es sich dabei um ein angebliches Geheimwissen handelt, in dem neben dem Chi auch geheime Druckpunkte eine Rolle spielen sollen. Durch besonderen Chi-Fluss sollen mit leichten Berührungen der Druckpunkte oder ganz berührungsfrei starke Schmerzen, Kampfunfähigkeit oder der Tod verursacht werden. Im Westen ist Dim Mak unter anderem aus Filmen wie &#8220;<a title="GWUP bei &quot;Welt der Wunder&quot;: PSI und Ziegen" href="http://blog.gwup.net/2010/02/24/gwup-bei-welt-der-wunder-psi-und-ziegen/" target="_blank">Männer, die auf Ziegen starren</a>&#8220;, &#8220;Kill Bill&#8221; und &#8220;Tiger and Dragon&#8221; bekannt.</p>
<p><strong>Kung-Fu-Meister</strong>, die angeben, Dim Mak zu beherrschen, sind zum Teil schillernde Figuren aus der Frühzeit asiatischer Kampfkünste im Westen. Hierzu gehören zum Beispiel Guy Savelli, das Vorbild für George Clooneys Rolle in &#8220;Männer, die auf Ziegen starren&#8221; und der Großmeister des Wing-Chun-Stils im englischsprachigen Raum, William Cheung, dessen behauptete Fähigkeiten ihm bei einer Schlägerei während eines Deutschlandbesuchs wenig genützt haben. Karate-Meister George Dillman erklärte die Unfähigkeit seines Top-Schülers, den Skeptiker Luigi Garlaschelli berührungsfrei K.O. zu schlagen damit, Garlaschelli sei ein Ungläubiger und hätte den Angriff durch die Position seiner Zunge im Mund oder das Anheben seiner Zehen sabotiert.</p>
<div id="attachment_3054" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.gwup.net/wp-content/uploads/2010/06/Shaolin-Steinrelief.jpg"><img class="size-medium wp-image-3054" title="Chi-Vorstellungen sind integraler Bestandteil von Kung-Fu-Übungen, wie sie auch in Steinreliefs im Shaolin-Kloster abgebildet sind. (Quelle: Holm Hümmler)" src="http://blog.gwup.net/wp-content/uploads/2010/06/Shaolin-Steinrelief-300x197.jpg" alt="Chi-Vorstellungen sind integraler Bestandteil von Kung-Fu-Übungen, wie sie auch in Steinreliefs im Shaolin-Kloster abgebildet sind. (Quelle: Holm Hümmler)" width="300" height="197" /></a><p class="wp-caption-text">Chi-Vorstellungen sind integraler Bestandteil von Kung-Fu-Übungen, wie sie auch in Steinreliefs im Shaolin-Kloster abgebildet sind. (Quelle: Holm Hümmler)</p></div>
<p><strong>Die angeblichen Druckpunkte des Dim Mak </strong>werden in der Regel mit Akupunktur- oder Akupressurpunkten identifiziert. Durch die sehr dichte Verteilung dieser Punkte vor allem im Kopfbereich und deren uneinheitliche Lage zwischen verschiedenen Autoren muss jedoch jeder Boxer in einem durchschnittlichen Kampf (den er in der Regel überlebt) dutzende schwere Schläge auf die verschiedensten dieser Punkte erhalten. Akupunkturpunkte können also keine Erklärung für die angebliche tödliche Berührung liefern. Bruce Everett Miller, der Autor diverser, reißerisch vermarkteter, Bücher zu Dim Mak, nennt als Beispiele für solche Druckpunkte wesentlich weniger geheimnisvolle Körperstellen wie die Genitalien oder den Kehlkopf. Auch ein Artikel von Jane Hallander im &#8220;Blackbelt Magazine&#8221; nennt als praktische Beispiele für Dim Mak recht offensichtliche Techniken wie Angriffe auf Halsschlagader und Wirbelsäule, Zug-Schlag-Kombinationen oder Schläge mit Krallenbewegungen. In der Summe stellt sich Dim Mak somit entweder als Scharlatanierie oder als reißerische Darstellung tatsächlich wenig geheimnisvoller Kampftechniken dar.</p>
<p><strong>Obgleich Chi wissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht</strong> und ganz sicher keine übernatürlichen Fähigkeiten verleiht, würde ich einem ambitionierten Schüler asiatischer Kampfkünste dennoch empfehlen, sich auf das geistige Abenteuer Chi einzulassen. Chi ist Teil der Kultur, in der diese Kampfkünste entstanden sind, und die Generationen von Meistern, die die heutigen Kung-Fu-Stile entwickelt haben, haben die Funktionen ihres Körpers durch Chi erklärt. Somit bauen viele Konzepte und Erklärungen der Kampfkünste auf Chi-Vorstellungen auf. Darüber hinaus entspricht Chi zwar nicht den physiologischen Tatsachen zum menschlichen Körper, dafür aber um so besser der subjektiven Körperwahrnehmung. Chi-basierte Erklärungen können also komplexe, vor allem fließende Bewegungsabläufe mit elastischem Muskeltonus bildhaft vermitteln, die auf Basis einer physiologisch korrekten Darstellung nur schwer zu erlernen sind. Dies konnte zum Abschluss des Vortrags in einer kleinen aber erstaunlichen Partnerübung von allen interessierten Teilnehmern erprobt werden.</p>
<p><strong>Trivia: Die &#8220;Fünf-Punkte-Pressur-Herz-Explosions-Technik&#8221; in &#8220;Kill Bill&#8221;:</strong></p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" data="http://www.youtube.com/v/65hVXnfFzas"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/65hVXnfFzas" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="allowFullScreen" value="true" /></object><br /><a href="http://www.youtube.com/watch?v=65hVXnfFzas">Direktlink zum Video auf Youtube</a></p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://blog.gwup.net/2010/06/10/chi-wunder-krafte-kung-fu-humbug/' layout='default' show_faces='false' width='400' action='like' colorscheme='light' /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Feuerlaufen: Glühender Unsinn</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 13:25:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) Feuerlaufen - ein Triumph des bloßen Willens über die materielle Welt? Mitnichten, sondern bloß der übliche "Positivdenker"-Schmuh. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem das TV-Magazin <em><a title="Welt der Wunder" href="http://weltderwunder.de.msn.com/tv-sendung.aspx" target="_self">Welt der Wunder</a></em> in den vergangenen Monaten auch den <a title="PSI und Ziegen" href="http://blog.gwup.net/2010/02/24/gwup-bei-welt-der-wunder-psi-und-ziegen/" target="_self">einen</a> oder <a title="GWUP bei Welt der Wunder" href="http://blog.gwup.net/2010/04/22/urban-legends-gwup-bei-welt-der-wunder/" target="_self">anderen</a> skeptischen Moment hatte, ist heute mal wieder Huschi-Fuschi angesagt: Der Motivationstrainer Marinus Speksnijder lässt seine Teilnehmer über glühende Kohlen rennen &#8211; und darf dazu den üblichen <a title="Der mit dem Feuer tanzt" href="http://weltderwunder.de.msn.com/mensch-und-natur-article.aspx?cp-documentid=153626950" target="_self">Schmuh</a> der Positivdenker-Gilde verbreiten:</p>
<blockquote><p>Der <a title="Feuerlauf" href="http://www.agpf.de/Feuerlauf.htm" target="_self">Feuerlauf</a> ist der Schlüssel zu Mut im Allgemeinen. Hat man es geschafft, gewinnt man an Selbstbewusstsein. Und im Idealfall überträgt sich dieses Gefühl auch auf den Alltag. Wenn Sie also zum Beispiel Angst vor einem Bewerbungsgespräch haben, dann können Sie das Erfolgserlebnis des Feuerlaufs abrufen. Dann können sie denken: &#8220;Ich bin über glühende Kohlen gelaufen, also schaffe ich alles!&#8221;</p></blockquote>
<p>Nun ja, das ist von derselben Qualität wie der uralte Rat, sich beim Vorstellungsgespräch den Boss in Unterhosen vorzustellen. Ähnlich verquast geht es denn auch weiter:</p>
<blockquote><p>Ganz ehrlich, physikalisch lässt sich das Phänomen [<em>des Feuerlaufs</em>] nicht wirklich erklären. So eine Glut kann zwischen 400 und 900 Grad Celsius heiß werden. Sich dabei nicht zu verletzen, scheint an ein Wunder zu grenzen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wirklich nicht. Wie&#8217;s geht und wie man sich bei diesem leidlich sinnlosen Ritual tatsächlich fühlt, hat GWUP-Vorstandsmitglied Stefan Kirsch schon vor sechs Jahren im <em><a title="Der Skeptiker" href="http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/981-skeptiker-2010-2" target="_self">Skeptiker</a></em> (4/2004) beschrieben. Der verheißene Triumph des Geistes über die Materie entpuppte sich am Ende als Schuss in den Ofen:</p>
<blockquote><p>Alles ging sehr schnell. Ich bin etwas enttäuscht. Nicht, dass ich eine Vision des Feuergeistes, Erleuchtung oder unglaubliche Euphorie erwartet hätte &#8211; ein bisschen aufregender hatte ich mir das große Mysterium aber dennoch vorgestellt. Wenigstens hat mich der Spaß nichts gekostet. Für esoterisch motivierte Feuerläufe blättert man dagegen schnell mal Gebühren zwischen 100 bis 200 Euro auf den Tisch. Desillusioniert wasche ich mir die Asche von den Füßen und ziehe meine Schuhe wieder an. In der nächsten halben Stunde kitzeln meine Fußsohlen leicht &#8211; etwa so, als hätte ich eine längere Wanderung gemacht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Den ganzen Artikel gibt&#8217;s <a title="Mit nackten Sohlen über glühende Kohlen" href="http://www.gwup.org/component/content/article/107-sonstige-themen/774-mit-nackten-sohlen-ueber-gluehende-kohlen" target="_self">hier</a>, GWUP-Infos zum Thema Feuerlauf <a title="Feuerlaufen" href="http://www.gwup.org/component/content/article/107-sonstige-themen/638-feuerlaufen" target="_self">hier</a> und ein Video des US-Skeptikers Michael Shermer <a title="Firewalking" href="http://www.gwup.org/infos/nachrichten/140-laufen-ueber-gluehende-kohlen" target="_self">hier</a>.</p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://blog.gwup.net/2010/06/06/gluhender-unsinn/' layout='default' show_faces='false' width='400' action='like' colorscheme='light' /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Kugelblitze &#8211; Physik, Folklore, Einbildung?</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/05/24/kugelblitze-physik-folklore-einbildung/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 16:02:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) Kugelblitze sind ein klassisches Beispiel für ein existierendes, aber unerklärtes Phänomen. Ein Physiker der GWUP bringt jetzt Licht ins Dunkel. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine der häufigsten Fragen, die Skeptiker von Medienvertretern gestellt bekommen: &#8220;Gibt es eigentlich irgendein Phänomen, das Sie <em>nicht</em> erklären können?&#8221;  Dann muss man kurz und prägnant darlegten, dass Skeptiker es sehr gut ertragen können, wenn es für Phänomene (noch) keine Erklärung gibt. Was uns umtreibt, sind ungeprüfte Behauptungen.</p>
<p>Nicht immer geben Journalisten sich mit dieser Antwort zufrieden, sondern wollen dann Beispiele für unerklärte Phänomene wisssen. Wenn&#8217;s unbedingt sein muss, nehme ich dafür meistens &#8220;Kugelblitze&#8221; her. Darüber hat der Physiker Dr. Alexander Kendl in der GWUP-Zeitschrift <em>Skeptiker</em> 2/2001 einen spannenden und ausführlichen <a title="Kugelblitze - Ein Phänomen zwischen Physik und Folklore" href="http://www.gwup.org/component/content/article/107-sonstige-themen/745-kugelblitze-ein-phaenomen-zwischen-physik-und-folklore" target="_self">Beitrag</a> veröffentlicht. In seinem Fazit hieß es damals:</p>
<blockquote><p>Gibt es nun Kugelblitze? Als beobachtetes Phänomen, über welches viele, darunter auch wissenschaftlich vorgebildete Augenzeugen berichten, existieren Kugelblitze ohne Zweifel. Die Natur der Erscheinung ist aber nach wie vor ungeklärt. Die zugrunde liegenden Daten sind nicht eindeutig und zwangsläufig gegenüber verschiedenen Interpretationen offen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Neun Jahre später gibt es aktuelle Erkenntnisse zu dieser Thematik, über die heute der <em><a title="Neue Theorie zu seltenen Erscheinungen" href="http://www.stern.de/wissen/natur/neue-theorie-zu-seltenen-erscheinungen-kugelblitze-sind-bloss-einbildung-1568255.html" target="_self">Stern</a></em> berichtet. Wieder ist es GWUP-Mitglied Dr. Alexander Kendl, der in der Fachzeitschrift <em>Physics Letters A</em> eine neue Theorie vorstellt:</p>
<blockquote><p>Lange Blitzentladungen erzeugen Magnetfelder, wie sie die Medizin bei der transkraniellen Magnetstimulation (TMS) einsetzt. Bei der TMS werden Hirnbereiche angeregt, was Illusionen hervorruft &#8211; Geräusche, Gerüche oder Figuren. Beim Gewitter können die Magnetfelder die kugelförmigen Leuchteindrücke, wissenschaftlich Phosphene genannt, bewirken. Zumindest in manchen Fällen könnte dieser Effekt die ungewöhnlichen Erscheinungen erklären.&#8221;</p></blockquote>
<p>Demnach sind Kugelblitze also eine Art optische Täuschung:</p>
<blockquote><p>Tatsächlich gehen bestimmte Blitzvarianten mit Magnetfeldern einher, die sehr ähnliche Eigenschaften haben, wie die bei der TMS verwendeten, berechneten die Wissenschaftler. Blitze mit wiederholten Entladungen, die über mehrere Sekunden die stimulierenden Magnetfelder erzeugen, seien wie die Kugelblitz-Beobachtungen eher selten und träten nur in einem von hundert Fällen auf, erläutert Kendl.<br />
&#8220;Einem Beobachter, der sich im Abstand von wenigen Hundert Metern von einem langen Blitzeinschlag entfernt befindet, kann ein magnetisches Phosphen in Form eines hellen Lichtflecks für einige Sekunden erscheinen&#8221;, sagt Forscher. Und noch etwas spricht seiner Ansicht nach für diese Theorie: ihre Einfachheit. &#8220;Im Gegensatz zu anderen Theorien, die schwebende Feuerkugeln beschreiben, sind hier keine neuen und weiteren Annahmen nötig&#8221;, betont er.</p></blockquote>
<p>Die vollständige Arbeit des Wissenschaftlers vom Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik der Universität Innsbruck gibt&#8217;s <a title="Physiscs Letters A" href="http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/1005/1005.1153v2.pdf" target="_self">hier</a>.</p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://blog.gwup.net/2010/05/24/kugelblitze-physik-folklore-einbildung/' layout='default' show_faces='false' width='400' action='like' colorscheme='light' /></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Tod der Parapsychologie</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/05/23/der-tod-der-parapsychologie/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 May 2010 15:30:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) Den "Tod der Parapsychologie" verkündet das englische Skeptic-Magazine in seiner aktuellen Ausgabe. Zu Recht, wie eine Bestandsaufnahme der Psi-Forschung in der GWUP-Zeitschrift "Skeptiker" zeigt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Parapsychology: Dead or Alive?&#8221;</strong> lautet die Titelschlagzeile der aktuellen Ausgabe des englischen Magazins <em><a title="The Skeptic" href="http://www.skeptic.org.uk/magazine/thisissue" target="_self">The Skeptic.</a></em> Im Innenteil stellt der US-Psychologe Ray Hyman den Totenschein für die Parapsychologie aus. Seinen Beitrag &#8220;The Demise of Parapsychology&#8221; fasst <a title="Dr. Martin Mahner" href="http://www.gwup.org/ueber-uns-uebersicht/wiw/104-wiw-martin-mahner" target="_self">Dr. Martin Mahner</a> in der aktuellen Ausgabe der GWUP-Zeitschrift <em><a title="Skeptiker - Zeitschrift für Wissenschaft und kritisches Denken" href="http://www.gwup.org/zeitschrift" target="_self">Skeptiker</a></em> auf Deutsch zusammen:</p>
<blockquote><p>Hyman hat die Parapsychologie jahrzehntelang kritisch begleitet und wird auch von Parapsychologen als Diskussionspartner geschätzt. Nun kommt er jedoch zu dem Schluss, dass es an der Zeit sei, den Tod dieses 160 Jahre alten Unterfangens festzustellen.&#8221;</p></blockquote>
<p> Wieso? Wir Skeptiker haben stets darauf hingewiesen, dass die &#8220;Erkenntnisse&#8221; der <a title="GWUP-Themeneintrag Parapsychologie" href="http://www.gwup.org/infos/themen-nach-gebiet/334-parapsychologie?catid=63%3Aparapsychologie" target="_self">Parapsychologen</a></p>
<ul>
<li>Vorhandenes nicht erklären, dafür aber</li>
<li>Nichtvorhandenes zu erklären versuchen,</li>
<li>im Widerspruch zu gesicherten Erkenntnissen stehen und</li>
<li>kein theoretisches Gerüst vorweisen können, das auch nur unter den Parapsychologen selbst allgemein anerkannt wäre.</li>
</ul>
<p>Ursprünglich (im 19. Jahrhundert) war die Parapsychologie angetreten, wissenschaftliche Belege für die Existenz spiritueller/okkulter Phänomene zu erbringen, um die bereits damals skeptische wissenschaftliche Gemeinschaft von der Existenz von Psi zu überzeugen. Das galt bis vor kurzem weiterhin als ihr Hauptziel.</p>
<p>In den vergangenen zehn Jahren seien jedoch immer mehr Parapsychologen zu der Ansicht gelangt, dass dieses Ziel nicht zu erreichen ist, schreibt Hyman. Diese Neoparapsychologen, wie Hyman sie nennt, gäben zu, dass die Beleglage für Psi nicht nur widersprüchlich und flüchtig ist, sondern auch anerkannte wissenschaftliche Standards nicht erfüllt.</p>
<p>Während dies früher als Manko beklagt worden sei, behaupteten die Neoparapsychologen nun, dass Psi wissenschaftliche Standards grundsätzlich nicht erfüllen könne. Sie argumentieren, es gehöre zur Natur von Psi, eben nicht mit wissenschaftlicher Methodologie greifbar zu sein. Mit der daraus abgeleiteten Forderung, die wissenschaftliche Methode müsse aufgegeben beziehungsweise den Anforderungen der Parapsychologie angepasst werden, sei das ursprüngliche wissenschaftliche Ideal der Parapsychologie abhanden gekommen.</p>
<p>Wenn die Neoparapsychologen heute also das exzentrische Verhalten parapsychologischer Ergebnisse als Hinweis deuten, dass diese Unreplizierbarkeit, Unregelmäßigkeit und Flüchtigkeit zur Natur von Psi gehöre, dann gestehen sie damit das Scheitern der Parapsychologie ein. Mit ihrer Forderung, die <a title="Change the Rules!" href="http://www.gwup.org/component/content/article/113-skeptikerorganisationen/920-bericht-gwup-konferenz-2009" target="_self">wissenschaftlichen Methoden zu ändern</a> beziehungsweise aufzuweichen, um Psi zur Anerkennung zu verhelfen, wenden sie sich von der Wissenschaft ab und kehren zurück zum Okkultismus.</p>
<p>Man könne, so Hyman, in diesem Sinne also nur noch zu dem Schluss kommen, dass die Parapsychologie nach 160 Jahren das Zeitliche gesegnet hat.</p>
<p>Ergänzt wird Mahners Review des Hyman-Aufsatzes &#8220;Der Tod der Parapsychologie&#8221; durch den Themenartikel &#8220;Von Schafen und Ziegen &#8211; Der Sechste Sinn und die unbewusste Wahrnehmung&#8221; von Wolfgang Hell, Professor für Angewandte Psychologie an der Uni Münster und Zweiter Vorsitzender des GWUP-Wissenschaftsrats. In seiner Einleitung schreibt Hell:</p>
<blockquote><p>Wir können von den zum Teil in der Parapsychologie erforschten Phänomenen eine Menge über die menschliche Kognition lernen, was auch Mainstream-Psychologen, -Mediziner, -Neurophysiologen und -Biologen interessieren sollte. Die Beschränkung von Parapsychologen auf eine einzige Erklärung ist es, die mich stört. Die Parapsychologie könnte ein so spannendes Gebiet sein, das auch in der Mainstream-Wissenschaft mehr Beachtung finden würde, wenn sie diese Beschränkung aufgäbe und ernsthaft nach naturalistischen Erklärungen für ihre Befunde und Berichte suchen würde.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wie das geht und welche hoch interessanten Erkenntnisse man tatsächlich aus der seriösen Beschäftigung mit Phänomenen wie dem &#8220;Sechsten Sinn&#8221;, &#8220;Gedankenlesen&#8221; oder &#8220;Extrasensorischen Wahrnehmungen&#8221; gewinnen kann, steht ausführlich im <em>Skeptiker</em> 2/2010 zu lesen, der im Juni erscheint.</p>
<p><span style="font-family: RotisSansSerif; font-size: small;"> </span></p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://blog.gwup.net/2010/05/23/der-tod-der-parapsychologie/' layout='default' show_faces='false' width='400' action='like' colorscheme='light' /></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hifi-Tuning: Physik oder Esoterik?</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/05/06/hifi-tuning-physik-oder-esoterik/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 19:45:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) Soll man eine neue CD vor dem Abspielen mit Feng-Shui-Symbolen bemalen, um einen besseren Klang zu bekommen? Um solche und andere esoterisch angehauchten Extreme des HiFi-Tunings geht es bei der Skeptiker-Konferenz in Essen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch bis zum Wochenende läuft die <a title="High End 2010" href="http://www.highendsociety.de/deutsch/highend/highend_aktiv.php" target="_self">High End </a>in München. Allerdings spielt das Thema Hifi auch bei der <a title="Warum Menschen Unfug glauben" href="http://www.gwup.org/component/content/article/37/953-gwup-konferenz-2010-warum-menschen-unfug-glauben" target="_self">GWUP-Konferenz</a> kommende Woche in Essen eine Rolle &#8211; nämlich in dem Vortrag &#8220;Hifi-Tuning &#8211; Physik oder Esoterik?&#8221; von <a title="Philippe Leick" href="http://www.gwup.org/component/content/article/44-whoiswho/867-wiw-philippe-leick" target="_self">Dr. Phillipe Leick</a> und Malte Ruhnke. Hier die Zusammenfassung ihrer Veranstaltung am Samstag, 15. Mai, um 11.30 Uhr im <a title="Colosseum Essen" href="http://www.colosseumtheater.de/" target="_self">Colosseum</a>:</p>
<blockquote><p>Vielen Menschen ist Musik extrem wichtig. Bei ambitionierten Hifi-Freunden kommt es aber nicht nur auf die Musik an, sondern auch auf die Art ihrer Wiedergabe: Eine Anlage, die jeden Ton möglichst originalgetreu nachbildet, perfekt zur Akustik des Raumes passt und dazu noch die individuelle Haltung ihres Besitzers reflektiert, gehört in der Szene zum guten Ton.<br />
Ein Paar Lautsprecher für 10.000 Euro, einen Verstärker für 5000, ein Kabel für 1000 Euro – solche Anschaffungen gelten unter denen, die sich selbst als „High Ender“ bezeichnen, als normal. Und tatsächlich gibt es gerade bei den Audio-Komponenten, bei denen eine elektroakustische Wandlung stattfindet, etwa Lautsprecher, Tonabnehmer und Mikrofon, große Klangunterschiede, die auch aus Sicht professioneller Anwender solche Investitionen rechtfertigen. Tatsache ist auch, dass bei diesen Gerätschaften geringe Änderungen an der Aufstellung und Einstellung für den geübten Hörer bedeutende Klangunterschiede hervorrufen können.</p>
<p>Die Hifi-Hobbyisten bezeichnen das als „Tuning“, als Feineinstellung. Doch liest man unter ebenjenem Stichwort auch immer wieder von Tipps und Tricks, die auf den technisch vorgebildeten Menschen wie Esoterik wirken und nicht selten Anlass zu Spott über die gesamte Hifi-Szene geben: CDs sollten vor dem Hören entmagnetisiert und am Rande bemalt werden, die Kabel einer Hifi-Anlage werde mit speziellen Füßchen vom Boden entkoppelt, ja sogar die Aufstellung einer der Komponenten nach Feng-Shui-Regeln wurde schon empfohlen. Doch wo ist die Grenze zwischen physikalisch nachvollziehbarer Optimierung und Hokuspokus?</p>
<p>Das menschliche Gehör ist dabei keine verlässliche Hilfe, denn das Musikhören ist ein subjektives Erlebnis, und manche der proklamierten Fortschritte bewegen sich im Grenzbereich der Wahrnehmung. Oder sind schlicht nicht vorhanden, und der Hörer glaubt aufgrund der Erwartungshaltung dennoch, einen deutlichen Unterschied vernommen zu haben. Eine Haltung, die in aufwändig durchgeführten Blindtests meist zu großer Ernüchterung führt, denn der Mensch, auch der skeptisch denkende, kann im Hörtest meist weniger klar zuordnen, als er zu hören glaubt.<br />
Dieses Spannungsfeld aus realen Verbesserungsmöglichkeiten und subjektiver Fixierung auf allerkleinste Klangunterschiede hat zu einer Szene geführt, in der neben sinnvollem Zubehör auch nutzlose Accessoires zu horrenden Preisen ver- und gekauft werden. Das Spektrum reicht dabei von technisch nachvollziehbarer, lediglich überdimensionierter Technologie über Gerätschaften zur Lösung nicht vorhandener technischer Probleme bis hin zu echter Esoterik.</p>
<p>In dem Vortrag soll anhand einiger Beispiele illustriert werden, wie schwer es Hifi-Freunden mitunter gemacht wird, zwischen Physik und Esoterik zu unterscheiden, und wie fließend die Grenzen dabei sind. Ein Extremfall – „informierte“ Linsen aus schwarzem Glas, die an strategischer Stelle im Raum platziert werden müssen, um das Hörerlebnis von allerleiStörungen zu befreien – wird einerseits zeigen, wie wenig manche Tuning-Maßnahmen noch mit funktionierender Technik zu tun haben, wie vielmehr ein eigenes Überzeugungssystem sich auch bei einem scheinbar so technisch-nüchternen Hobby ausbreiten kann.<br />
Andererseits wird er aber auch Einblicke in das „Funktionieren“ der Szene geben und zeigen, wie aufwändig es ist, anhand eines objektiven, doppelblinden Hörtests zweifelsfrei zu zeigen, ob eine bestimmte Maßnahme tatsächlich zu wahrnehmbaren Klangunterschieden führt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Also: High End in Essen, um halb zwölf Uhr mittags!</p>
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