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	<title>gwup &#124; die skeptiker &#187; Homöopathie</title>
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	<description>... denken kritisch seit 1987.</description>
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		<title>Wer heilt, hat recht?</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 20:14:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Amardeo Sarma</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) Was ist von dem Standardargument der Homöopathen „Wer heilt, hat recht“ zu halten? Eine kritische Betrachtung von Amardeo Sarma. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Teil 1: Die Gebetsmühle</strong></p>
<p>&#8220;Wer heilt, hat recht&#8221; ist ein Standardargument aus der alternativen Medizin.</p>
<p>Das Argument scheint schlagend – aber korrekterweise sollte es heißen: „Wer dabei war, hat recht“. Die Frage, <em>welche Therapie</em> – wenn überhaupt – bei der „Heilung“ eine Rolle gespielt hat, <em>ist ja gar nicht geklärt</em>. Nun, der „Heiler“ war dabei und beansprucht jeglichen positiven Effekt einschließlich des Placebo-Effektes für sich, und deshalb soll er recht bekommen. Ein Schelm, wer dabei an Trittbrettfahren denkt. „Wer heilt, hat recht“ ist die Gebetsmühle, mit deren Hilfe Anbieter der alternativen Medizin – ob Dr. med. oder nicht – auf Beutejagd gehen, und es funktioniert!</p>
<p>Die Vorgehensweise ist einfach: Man werbe von der regulären Medizin enttäuschte Patienten, gebe ihnen ein gutes Gefühl, rede ihnen gut zu, rede ihnen Krankheiten ein, die sie gar nicht haben, und binde sie ideologisch. Welche Quacksalber-Methode man dabei nutzt, ist eigentlich egal. <a title="Homöopathie" href="http://www.gwup.org/infos/themen/646-homoeopathie" target="_blank">Homöopathie</a> ist ein besonders guter Kandidat, weil für sie massive Medienkampagnen gelaufen sind und sie auch ihre akademischen Helfershelfer hat, die ihnen notfalls den Stempel „wissenschaftlich“ aufdrücken. Wer darauf nicht anspricht, dem kann man ja indische oder chinesische Medizin anbieten.</p>
<p>Nun kann nichts mehr schief gehen. Wenn doch, liegt es an der verteufelten „Schul“-Medizin. Möglicherweise hat ein Arzt, berechtigt oder unberechtigt, eine Therapie mit vielen Nebenwirkungen verordnet. Bereits durch das Absetzen dieser Behandlung fühlt sich der Patient besser – ob ihm dies langfristig dienlich ist, sei dahingestellt: Erfolg Nummer eins. Wenn es dem Betroffenen trotz Beginn der alternativen „Behandlung“ schlecht geht – aber nur dann! – liegt es an der „Erstverschlimmerung“. Geniale Ausreden für Misserfolge! Sind Krankheiten eingebildet oder eingeredet, kann man sie ohnehin mit dubiosen Messmethoden als „geheilt“ erklären und als Erfolg abhaken. Bei anderen Beschwerden warte man nur ab – geht es dem Patienten, aus welchen Gründen auch immer, besser, ist es ebenfalls ein Erfolg. Auch bei dem natürlichen Auf und Ab einer Krankheit kann man durch „Anpassen“ der Scheintherapie immer einen Erfolg buchen. Stirbt der Kranke, war die Vergiftung durch die „Schul“-Medizin schuld. Egal, was passiert, „der Heiler hat immer recht“, denn er ist dabei, und alle Erfolge (von wo auch immer) sind sein Verdienst, alle Misserfolge dagegen ein Problem der „Schul“-Medizin – oder Resultat einer „Erstverschlimmerung“.</p>
<p>Rechthaberei ist der Ausgangspunkt solcher Sprüche im Marketingprogramm der „alternativen“ Medizin, nicht Sorge um Patienten. Ein wenig Bescheidenheit und Selbstkritik wären angemessener.</p>
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		<title>GWUP im SWR-Fernsehen BW</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/08/24/gwup-im-swr-fernsehen/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 17:56:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) GWUP-Vorsitzender Amardeo Sarma im Interview bei SWR Fernsehen BW: "Fauler Zauber? Politiker wollen Homöopathie auf Kassenrezept verbieten."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Na, das ist ja endlich mal eine präzise Angabe: Homöopathie ist also besonders gefragt</p>
<ul>
<li>bei Frauen</li>
<li>in Baden-Württemberg</li>
<li>zwischen 30 und 44 Jahren.</li>
</ul>
<p>Steht so ernsthaft im Ankündigungstext der Sendung <a title="Zur Sache Baden-Württemberg" href="http://programm.ard.de/TV/swrfernsehenbw/2010/08/26/das-beste-aus--zur-sache-baden-wuerttemberg--/eid_281135979420637?monat=&amp;jahr=&amp;list=main#top" target="_self">&#8220;Zur Sache Baden-Württemberg!&#8221;</a>, die am Donnerstag (26. August) um 20.15 Uhr im SWR Fernsehen BW ausgestrahlt wird. Thema: &#8220;Fauler Zauber? Politiker wollen Homöopathie auf Kassenrezept verbieten.&#8221;</p>
<blockquote><p>Die ,homöopathischen Kügelchen&#8217; sind unwirksam, belegen viele medizinische Studien. Deshalb fordert SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach: Keine Homöopathie auf Kasse! Und das, obwohl diese Medizin besonders gefragt ist bei Frauen in Baden-Württemberg zwischen 30 und 44 Jahren.&#8221;</p></blockquote>
<p>Aber wenigstens ist der GWUP-Vorsitzende <a title="Amardeo Sarma" href="http://www.gwup.org/ueber-uns-uebersicht/vorstand/760-wiw-amardeo-sarma" target="_self">Amardeo Sarma</a> als kritische Stimme mit dabei.</p>
<p>Anschließend gibt&#8217;s eine Diskussion im <a title="SWR-Forum" href="http://www.swr.de/forum/list.php?12" target="_self">Forum</a> des Südwestrundfunks. Also: Sorgen wir doch dafür, dass</p>
<ul>
<li>alle</li>
<li>in ganz Deutschland</li>
<li>jeden Alters</li>
</ul>
<p>dort zum Ausdruck bringen, dass Homöopathie Humbug ist.</p>
<p><strong>Zum Weiterlesen:</strong></p>
<ul>
<li>Ist die Homöopathie wirkungslos? <em><a title="Ist die Homöopathie wirkungslos?" href="http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Ist-die-Homoepathie-wirkungslos/story/25596518" target="_self">Tagesanzeiger</a></em> vom 26. August 2010</li>
<li>Die Sendung auf <strong>Video</strong> gibt&#8217;s <a title="Zur Sache Baden-Württemberg" href="http://www.swr.de/zur-sache-baden-wuerttemberg/rueckblick/-/id=3477966/1il7rup/index.html" target="_self">hier</a>.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Wasser und Esoterik</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/08/21/wasser-und-esoterik/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 20:33:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) Levitiertes Wasser, Granderwasser, Lichtwasser, Wassergedächtnis ... Esoteriker jedweder Couleur begeistern sich für eine schliche Verbindung aus Sauerstoff und Wasserstoff. Was an solchen Phantastereien dran ist, erklärt ein neuer GWUP-Themeneintrag.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Nachdenkliches Heilwasser" href="http://www.sueddeutsche.de/leben/medizin-und-wahnsinn-nachdenkliches-heilwasser-1.990619" target="_self">&#8220;Nachdenkliches Heilwasser&#8221;</a> überschreibt Dr. Werner Bartens heute seine Rubrik &#8220;Medizin und Wahnsinn&#8221; in der <em>Süddeutschen Zeitung</em>. Darin erfahren wir auf gewohnt launige Weise von einem &#8211; leider nicht näher bezeichneten &#8211; Versuch in Dresden, &#8220;der dazu angetan war, zu zeigen, was wirklich im Wasser&#8221; steckt:</p>
<blockquote><p>Es ging darum, welche Auswirkungen positive wie negative Gedanken auf das Wasser haben. Unter den Augenzeugen des Experiments wurde als bekannt vorausgesetzt, dass Wasser <em>durch verschiedene Einflüsse wie Musikschwingungen, Gebete und Meditationen Informationen und Energien aufnehmen </em>kann.<br />
Der Versuchsaufbau kann nur als ausgeklügelt bezeichnet werden. Auf den ersten Wasserbehälter konnten die Kongressbesucher positive Gedanken projizieren. Um methodische Zweifel zu zerstreuen, gab es einen zweiten Wasserbehälter, auf den die Kongressbesucher negative Gedanken projizieren sollten. Als Clou muss das dritte Gefäß gelten. In diesem Behälter befand sich zur Kontrolle ,,neutrales&#8217; Wasser, auf das keinerlei Gedanken projiziert werden sollten.<br />
Der Ausgang des Versuchs ist unklar, vermutlich hat ein Saboteur fiese Gedanken an das neutrale Wasser gerichtet. Trotzdem sollte der Ansatz weiter verfolgt werden. In Wasserwerken tun sich neue Berufsfelder auf, damit künftig nicht nur Warm und Kalt aus der Leitung strömt, sondern auch ein Hahn für positives und negatives Wasser geöffnet werden kann.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das erinnert mich sogleich an eine Anfrage, die vergangene Woche an die Skeptiker erging. Und zwar nach einer gewissen <a title="Enza Maria Cicollo" href="http://himalaja-salz.gmxhome.de/entdeckung.htm" target="_self">Dr. Enza Maria Ciccolo</a>, die ein ominöses <a title="Lichtwässer" href="http://www.lichtwaesser.ch/" target="_self">&#8220;Lichtwasser&#8221;</a> propagiert und damit anscheinend eine sektenartige Anhängerschaft begeistert. Leider habe ich zu der Dame bislang nicht mehr kritische Infos als diesen italienischen <a title="Pensieri sparsi" href="http://fsblendorio.blogspot.com/2007/10/follie-dalla-rete-acque-luce-bianca.html" target="_self">Blog</a> finden können. Tipps und Hinweise sind sehr willkommen!</p>
<p>Dafür ist der GWUP-Themenbereich auf unserer Homepage soeben um den Eintrag <a title="Wasserbehandlung" href="http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/989-wasserbehandlung" target="_self">&#8220;Wasserbehandlung&#8221;</a> erweitert worden. Darin heißt es unter anderem:</p>
<blockquote><p>Esoterische Verfahren sind oft mit Namen verbunden, etwa Johann Grander (Granderwasser), Wilfried Hacheney (levitiertes Wasser), Roland Plocher (revitalisiertes Wasser) oder Masaru Emoto (Wasserkristallformen). Charakteristisch für derartige Verfahren und entsprechende Geräte ist die Behauptung, dass sie das Wasser durch Übertragung nicht näher spezifizierter Informationen, Schwingungen oder Energien verändern. Angeblich geschieht dies ohne chemische Zusätze, elektromagnetische Felder oder sonstige messbare Energiezufuhr.<br />
Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist das nicht nachvollziehbar. Wasser kann so nicht verändert werden und insbesondere keine Information aufnehmen, speichern oder abgeben.&#8221;</p></blockquote>
<p><strong>Zum Weiterlesen:</strong></p>
<ul>
<li>Das Gedächtnis des Wassers, <em><a title="Das Gedächtnis des Wassers" href="http://www.gwup.org/images/stories/pdf/skeptiker/2008/wasser_gedaechtnis.pdf" target="_self">Skeptiker</a></em> 2/2008</li>
<li>Zaubertricks mit Wasser, <em><a title="Zaubertricks mit Wasser" href="http://diewahrheit.at/uncategorized/zaubertricks-mit-wasser" target="_self">diewahrheit</a></em> am 8. Juni 2010</li>
</ul>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://blog.gwup.net/2010/08/21/wasser-und-esoterik/' layout='default' show_faces='false' width='400' action='like' colorscheme='light' /></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Homöopathie: Brauchen wir &#8220;mehr Forschung&#8221;?</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/08/08/homoopathie-brauchen-wir-mehr-forschung/</link>
		<comments>http://blog.gwup.net/2010/08/08/homoopathie-brauchen-wir-mehr-forschung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 17:50:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[GWUP]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
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		<category><![CDATA[Ben Goldacre]]></category>
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		<category><![CDATA[Besondere Therapierichtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Skepsis]]></category>

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		<description><![CDATA[(gwup) Brauchen wir einfach nur "mehr Forschung", um zu beweisen, dass Homöopathie doch funktioniert? Mitnichten. Die Sache ist längst erledigt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a title="Homöopathie in der Kritik" href="http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&amp;id=77721" target="_self"><em>Deutsche Ärzteblatt</em> </a>widmete sich in einer der letzten Ausgaben erneut der Homöopathie-Kritik. In dem Beitrag von Dr. Marc Meißner heißt es unter anderem:</p>
<blockquote><p>Kernproblem der Diskussion ist zum einen der fehlende wissenschaftliche Nachweis, dass homöopathische Mittel tatsächlich wirken. Für jede Studie, die Befürworter der Heilmethode als Nachweis anführen, wissen Kritiker mindestens eine zu nennen, die das Gegenteil zeigt. Zum anderen fehlt auch eine schlüssige Erklärung, wie Homöopathie überhaupt wirken könnte.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das ist richtig. Der vielleicht bedeutendste Aspekt der Homöopathie ist: Es besteht keinerlei Mangel an Daten und an soliden Studien dazu (erst recht nicht an unsoliden). Präzisieren wir diesen Punkt aus <a title="Kritiker der GWUP" href="http://www.gwup.org/infos/themen-nach-gebiet/303-kritiker-der-gwup?catid=113%3Askeptikerorganisationen" target="_self">Sicht der GWUP </a>noch etwas:</p>
<ul>
<li>Es gibt keine theoretische Begründung, warum Homöopathie funktionieren sollte. Alle diesbezüglichen Ansätze haben sich als nicht stichhaltig herausgestellt.</li>
<li>Es gibt eine theoretische Begründung, warum Homöopathie nicht funktionieren sollte.</li>
<li>Es gibt etliche gescheiterte (weil fehlerhafte) theoretische Begründungen, warum sie funktionieren sollte.</li>
<li>Es gibt keinen empirischen Beleg dafür, dass Homöopathie funktioniert. Je besser die Studie, desto ungünstiger fällt sie in der Regel für die Homöopathie aus.</li>
<li>Es gibt empirische Belege dafür, dass sie nicht funktioniert.</li>
<li>Es gibt etliche gescheiterte (fehlerhafte) empirische Belege dafür, dass Homöopathie funktioniert.</li>
</ul>
<p>Schlechter kann die argumentative Lage (empirisch wie theoretisch) für ein Weltbild kaum aussehen. Aber könnte das nicht vielleicht bedeuten, dass wir einfach &#8220;mehr Forschung&#8221; brauchen, wie Homöopathie-Fans gerne formelhaft argumentieren?</p>
<p><span>Lassen wir darauf den englischen Arzt und Autor <a title="Die Wissenschaftslüge" href="http://www.amazon.de/Die-Wissenschaftsl%C3%BCge-Pseudo-Wissenschaftler-schwer-machen/dp/3596185106/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1281289358&amp;sr=8-1" target="_self">Ben Goldacre </a>antworten: </span></p>
<blockquote><p><span>Kaum jemand weiß, dass dieser Satz <em>Wir brauchen mehr Forschung</em> seit vielen Jahren aus dem <em>British Medical Jou</em>rnal verbannt wurde, weil er nichts Neues beiträgt: Man darf sagen, welche Art von Forschung fehlt, worüber geforscht und wie und was gemessen werden soll, und warum man der Meinung ist, dass diese Forschung fehlt, aber der beiläufig hingeworfene, scheinbar aufgeschlossene Ruf nach <em>mehr Forschung</em> ist eine bedeutungslose Floskel und wenig hilfreich.</span></p>
<p><span>Es hat über hundert randomisierte, kontrollierte Studien zum Thema Homöopathie gegeben, doch jetzt ist es an der Zeit, damit abzuschließen. Homöopathische Mittel wirken nicht besser als Placebos, soviel wissen wir jetzt. Jetzt können wir uns interessanteren Studien zuwenden.&#8221;</span></p></blockquote>
<p><span>Der Artikel im <em>Ärzteblatt</em> endet mit der Feststellung:</span></p>
<blockquote><p>Unabhängig davon, wie die Diskussion um die Homöopathie ausgeht: Auf die Finanzlage der Kassen wird sich dies kaum auswirken. Nach dem Arzneiverordnungsreport 2009 gab die GKV 2008 weniger als neun Millionen Euro für homöopathische Mittel aus. Angesichts von fast 30 Milliarden Euro, die jährlich für Medikamente gezahlt werden, ein verschwindend geringer Betrag.&#8221;</p></blockquote>
<p>Mag sein. Aber bedeutsam ist, dass die <a title="Besondere Therapierichtungen" href="http://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/2_zulassung/zulArten/besTherap/bestherap-node.html" target="_self">&#8220;besondere Therapierichtung&#8221;</a> Homöopathie endlich öffentlich diskutiert wird. Denn augenfällig funktioniert in der Außenseitermedizin die Patientenaufklärung nicht &#8211; und wird auch von homöopathisch tätigen Ärzten anscheinend nicht geleistet.</p>
<p>Die wenigsten Patienten, die sich homöopathisch behandeln lassen, wissen, was Homöopathie eigentlich ist. Eine Umfrage eines Homöopathika-Herstellers und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) von 2006 erbrachte, dass &#8220;die meisten Befragten&#8221; in der Homöopathie eine &#8220;natürliche und sanfte Heilmethode&#8221; sehen, die &#8220;die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Sie denken bei homöopathischen Arzneimitteln an natürliche Inhaltsstoffe und das Fehlen von Nebenwirkungen.&#8221;</p>
<p>Dass der Verband klassischer Homöopathen Deutschlands e.V. diesen Wortlaut der Umfrage auf seiner Homepage zitierte, ist ein Beleg dafür, dass die Homöopathie vorwiegend über ein gut aufgebautes Image verkauft wird &#8211; nicht über Tatsachen. Mutmaßlich wäre es vielen Anwendern/Verkäufern von Homöopathie wohl selber peinlich, ihren Patienten das verquaste Gedankengebäude der Homöpathie und ihrer &#8220;geistartigen Kräfte&#8221; auseinanderzusetzen.</p>
<p><strong>Zum Weiterlesen:</strong></p>
<ul>
<li>Der Wissenschaftsbegriff der Homöopathie, <a title="Der Wissenschaftsbegriff der Homöopathie" href="http://ht.ly/2q2ye" target="_self"><em>WissensLog</em>s</a> am 15. August 2010</li>
<li>Ärzte zweifeln an Globuli, <em><a title="Ärzte zweifeln an Globuli" href="http://www.apotheke-adhoc.de/11653.html" target="_self">Apotheke adhoc</a></em> am 20. August 2010</li>
<li>Der Patientenfreund, <em><a title="Der Patientenfreund" href="http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/der-patientenfreund/" target="_self">taz</a></em> am 18. August 2010</li>
<li>Ist Homöopathie wirkungslos? <em><a title="Ist die Homöopathie wirkungslos?" href="http://www.medicalblogs.de/2010/08/ist-die-homoopathie-wirkungslos/" target="_self">Die Welt der medizinischen Blogs</a></em> am 26. August 2010</li>
</ul>
<p><span> </span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum gibt es den Placebo-Effekt?</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/07/23/warum-gibt-es-den-placebo-effekt/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 17:07:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[GWUP]]></category>
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		<category><![CDATA[Selbstheilungskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Skepsis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.gwup.net/?p=3194</guid>
		<description><![CDATA[(gwup) Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesärztekammer hat eine Stellungnahme zum Thema „Placebo in der Medizin“ herausgegeben. Doch eine Frage bleibt darin unbeantwortet: Wenn der Körper so große Selbstheilungskräfte hat – wieso werden diese erst bei einer (Schein-) Behandlung aktiviert?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kraft der Placebo-Effekte löst immer wieder Erstaunen aus &#8211; so auch in der aktuellen Veröffentlichung <a title="Placebo in der Medizin" href="http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/StellPlacebo20101.pdf" target="_self">„Placebo in der Medizin“</a>, herausgegeben von der Bundesärztekammer (BÄK).</p>
<p>Doch stellen wir damit eigentlich die richtige Frage? Nein, meint der Psychologe <a title="Nicholas Humphrey" href="http://www.humphrey.org.uk/" target="_self">Nicholas Humphrey</a>, emeritierter Professor an der London School of Economics. Denn aus evolutionärer Sicht sind enorme Selbstheilungskräfte geradezu selbstverständlich – schließlich gibt es für Tiere in der Natur keine Ärzte oder Krankenhäuser: Wer sich nicht selbst heilt, geht unter. Auch unsere Alltagserfahrung zeigt, dass die meisten Verletzungen und Krankheiten von selbst wieder verschwinden. Die Frage ist also vielmehr: Warum heilt sich der Körper nicht stets sofort, wieso ist die Erwartungshaltung so wichtig?</p>
<p>Aus evolutionärer Sicht hat die sofortige Heilung nicht unbedingt höchste Priorität. Sicherlich ist es besser, gesund als krank zu sein. Doch andererseits kostet etwa die Bekämpfung einer Grippe den Körper viel Energie – jeder, der einmal hohes Fieber hatte, weiß das. Daher muss unser Organismus stets die Vorteile einer schnellen Heilung gegen den Aufwand des Heilungsprozesses abwägen</p>
<p>Was nun besser ist, kommt auf die äußeren Umstände an. Für unsere in freier Natur lebenden Vorfahren könnte beispielsweise gegolten haben: Wenn genügend Nahrung zur Verfügung steht und keine Gefahr droht, dann kann der Körper es sich leisten, eine Krankheit gründlich zu bekämpfen und dafür viel Energie aufzuwenden. Anders stellt sich die Situation dar, wenn es kalter Winter ist, Nahrungsmangel herrscht und stets mit Angriffen von wilden Tieren gerechnet werden muss. Dann ist es wohl sinnvoller, nicht alle Energie in die Kuration von Krankheitszuständen zu stecken, sondern diese nur einigermaßen unter Kontrolle zu halten.</p>
<p>Anders ausgedrückt: Ob der Körper seine Ressourcen in Heilungsprozesse investiert, hängt vor allem davon ab, welche Lebenssituation für die nähere Zukunft zu erwarten ist. Im Laufe der Evolution könnte es daher vorteilhaft gewesen sein, dass die Selbstheilungskräfte des Menschen von der Aussicht und der Hoffnung auf eine gute Perspektive beeinflusst werden – der erste Schritt zum Placebo-Effekt.</p>
<p>Heutzutage leben wir nicht mehr in der Gefahr, während einer Erkrankung von wilden Tieren angegriffen zu werden. In den allermeisten Fällen wäre also die vollständige Heilung die vorteilhaftere Option. Warum sind dennoch nicht alle Selbstheilungskräfte aktiv? Das hat etwas mit der Art und Weise zu tun, wie der Gesamtorganismus aus Körper und Psyche die Zukunftsaussichten beurteilt. Auch hier zieht Humphrey wieder eine Verbindung zu evolutionären Strukturen.</p>
<p>Eine detaillierte, rationale Analyse des Kommenden kann nur durch höhere kognitive Prozesse geleistet werden. Diese aber sind aufwändig, weil unser Gehirn für derart komplexe Aufgaben wiederum viel Energie benötigt. Außerdem bleiben möglicherweise keine geistigen Kapazitäten für andere wichtige Aufgaben übrig.</p>
<p>Für die Beurteilung der Zukunftsaussichten – und damit für die Entscheidung, wie viel Energie in die Selbstheilung gesteckt wird – ist es ontogenetisch mithin Erfolg versprechender, nur einige wenige simple Punkte mit unmittelbarem Bezug zur Daseinssituation ins Kalkül zu ziehen. Etwa: Ist es kalt? Gibt es genug zu essen? Sind wir allein? Schon aus dieser kurzen Auflistung wird deutlich, dass es bei dem Checkup der Chancen primär um die beiden Variablen „Hoffnung“ versus „Verzweiflung“ geht. Und eben daraus resultiere nun das Phänomen, dass alles, was Hoffnung erzeugt, die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und unterstützt.</p>
<p>Diese Mechanismen haben sich Humphrey zufolge herausgebildet, weil sie für unsere Vorfahren gute Überlebensperspektiven boten. Der Placebo-Effekt sei also indirekt eine Folge evolutionär sinnvoller Verhaltensmuster und laufe auch im modernen Menschen noch auf niedriger kognitiver Ebene, sozusagen intuitiv, ab.</p>
<p><strong>Zum Weiterlesen:</strong></p>
<ul>
<li>Aufmarsch der Globulisierungsgegner, <em><a title="Aufmarsch der Globulisierungsgegner" href="http://news.doccheck.com/de/article/200391-aufmarsch-der-globulisierungsgegner/#comment_form" target="_self">DocCheck-News</a></em> am 23. Juli 2010</li>
<li>Der Sinn des Placebo-Effekts, <em><a title="Warum gibt es den Placebo-Effekt?" href="http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/824-warum-gibt-es-den-placebo-effekt" target="_self">Skeptiker</a></em> 2/2001</li>
<li>Die Macht der bösen Gedanken, <a title="Die Macht der bösen Gedanken" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/1137260/" target="_self">Deutschlandfunk</a> am 14. März 2010</li>
<li>Placebos &#8211; Boten aus dem Nichts, <em><a title="Placebos - Boten aus dem Nichts" href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/placebos-boten-aus-dem-nichts-1.983212" target="_self">Süddeutsche Zeitung</a></em> am 3. August 2010</li>
<li>Placeboeffekt: Kein Hirngespinst, <em><a title="Placeboeffekt: Kein Hirngespinst" href="http://www.faz.net/s/Rub7F74ED2FDF2B439794CC2D664921E7FF/Doc~EACC1199B62FB4A5F825E138BAA5D09C1~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_self">FAZ</a></em> am 9. August 2010</li>
</ul>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://blog.gwup.net/2010/07/23/warum-gibt-es-den-placebo-effekt/' layout='default' show_faces='false' width='400' action='like' colorscheme='light' /></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Elf Fragen an Homöopathie-Fans &#8230;</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/07/18/elf-fragen-an-homoopathie-fans/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 13:40:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Skeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Harder]]></category>
		<category><![CDATA[Prof. Jiri Hert]]></category>
		<category><![CDATA[SISYFOS]]></category>
		<category><![CDATA[Skepsis]]></category>

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		<description><![CDATA[(gwup) Welche Argumente sollten Skeptiker gegenüber Homöopathen ins Feld führen? Metastudien und Statistiken? Nein - sagt der Prager Mediziner Prof. Jiri Hert. Sondern Logik und Common Sense. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; formulierte vor einigen Jahren schon der Mediziner Prof. Jiri Hert vom tschechischen Skeptikerverband <a title="SISYFOS" href="http://www.sisyfos.cz/index.html" target="_self">SISYFOS</a> - ausgehend vom &#8220;Common Sense und der Logik&#8221;. Im <em><a title="Skeptiker 3/2005 Forum" href="http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/154-skeptiker-2005-3" target="_self">Skeptiker</a></em> schrieb Hert:</p>
<blockquote><p>Wir sollten im Falle der Homöopathie den empirischen Weg verlassen und lieber den rationalen Weg beschreiten, indem wir auf der Grundlage der gesamten Wissenschaften und der Logik sagen: Die Prinzipien der Homöopathie stehen im klaren Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und sind mit Sicherheit falsch. Die Homöopathie ist eine Pseudowissenschaft und homöopathische Präparate mit Sicherheit spezifisch unwirksam.&#8221;</p></blockquote>
<p>Für die Diskussion mit Homöopathen und deren Anhängern empfahl Hert, &#8220;auf folgende Probleme und Widersprüche hinzuweisen&#8221;:</p>
<p>1. Die Homöopathie setzt die Existenz einer spirituellen Kraft (dynamis) voraus, während die Physik nur vier Grundkräfte kennt.</p>
<p>2. Die Idee, die Wirksamkeit einer Substanz lasse sich durch Verdünnung und Schütteln erhöhen, widerspricht der Pharmakodynamik.</p>
<p>3. Alle chemischen Reaktionen sind Reaktionen zwischen Molekülen. Wenn das letzte Molekül verschwunden ist, kann keine Reaktion mehr erfolgen.</p>
<p>4. Die Übertragung einer &#8220;Information&#8221; auf das Wasser könnte, selbst wenn es sie gäbe, nicht dauerhaft sein, weil sich die Struktur von Wasser im Pico- bis Femtosekundenbereich umbildet.</p>
<p>5. Schütteln (Sukkussion) kann die Eigenschaften von Wasser nicht ändern.</p>
<p>6. Unlösbare Substanzen wie Gold oder Siliziumoxid können nicht verdünnt und damit &#8220;potenziert&#8221; werden.</p>
<p>7. Wie ist es möglich, dass eine ausgewählte Muttersubstanz dynamisiert wird, wenn sich im Wasser oder in reinem Ethylalkohol unzählige Moleküle hunderter organischer wie anorganischer Substanzen befinden, die in gleicher Weise verdünnt und geschüttelt werden? Diesem vernichtenden Einwand können Homöopathen letztlich nur durch den offenen Rückzug in die Magie begegnen.</p>
<p>8. Je exakter und sorgfältiger eine Studie durchgeführt wird, desto klarer kommt ein für die Homöopathie negatives Ergebnis dabei heraus. Können Homöopathen diese Tatsache erklären?</p>
<p>9. Wie kann es sein, dass die Homöopathie in konkurrierende Schulen zersplittert ist, die mit gegensätzlichen Methoden und Präparaten arbeiten und trotzdem alle die gleichen positiven Resultate melden?</p>
<p>10. Warum wird verlangt, die Homöopathie solle in die wissenschaftliche Medizin eingegliedert werden, wenn die Homöopathie auf einer &#8220;geistigen&#8221; Kraft beruht? Schließlich beschäftigt sich die Naturwissenschaft nur mit der materiellen Welt.</p>
<p>11. Warum treten bei der homöopathischen Arzneimittelprüfung die Symptome nur bei Gesunden auf? Und warum zeigen sich dann beispielsweise bei der Gabe von Vitamin C keine Skorbutsymptome?</p>
<p><strong><br />
Zum Weiterlesen:</strong></p>
<ul>
<li>&#8220;Diese Logik führt zurück ins Mittelalter&#8221;, <em><a title="Interview mit Prof. Edzard Ernst" href="http://diepresse.com/home/gesundheit/581907/index.do?_vl_backlink=%2Fhome%2Fgesundheit%2Findex.do" target="_self">Die Presse</a></em> vom 18. Juli 2010</li>
<li>Warum Menschen an Übernatürliches glauben, <em><a title="Magisches Denken" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,706517,00.html" target="_self">Spiegel-Online</a></em> am 18. Juli 2010</li>
<li>Bei Tieren gibt es (k)einen Placebo-Effekt, <a title="Bei Tieren gibt es (k)einen Placebo-Effekt" href="http://www.scienceblogs.de/plazeboalarm/2010/07/bei-tieren-gibt-es-keinen-placeboeffekt.php" target="_self">Plazeboalarm</a> am 21. Juli 2010</li>
<li>A 19 page strip about homeopathy, <a title="Homeopathy" href="http://darryl-cunningham.blogspot.com/2010/06/homeopathy.html" target="_self">Darryl Cunningham Investigates </a>am 28. Juni 2010</li>
<li>Die Idee der Homöopathie, <em><a title="Die Idee der Homöopathie" href="http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=10708;gartnr=91;bernr=06;seite=04;co=;suche=homöopathie" target="_self">Öko-Test</a></em> vom 27. Juli 2010</li>
<li>Homöopathie: kein sinnloser Glaubenskrieg, <a title="Homöopathie: kein sinnloser Glaubenskrieg" href="http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2010/07/homoopathie-kein-sinnloser-glaubenskrieg.php" target="_self"><em>Kritisch gedacht</em> </a>am 18. Juli 2010</li>
<li>Evidence that Homeopathy works, <a title="Evidence that Homeopathy works" href="http://www.randi.org/site/index.php/swift-blog/1052-evidence-that-homeopathy-works.html" target="_self">James Randi Educational Foundation </a>am 30. Juli 2010</li>
</ul>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://blog.gwup.net/2010/07/18/elf-fragen-an-homoopathie-fans/' layout='default' show_faces='false' width='400' action='like' colorscheme='light' /></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Homöopathie ist nicht Naturheilkunde</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/07/16/homoopathie-ist-nicht-naturheilkunde/</link>
		<comments>http://blog.gwup.net/2010/07/16/homoopathie-ist-nicht-naturheilkunde/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 05:55:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Amardeo Sarma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Esoterik]]></category>
		<category><![CDATA[GWUP]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
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		<category><![CDATA[Skeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[Allensbach]]></category>
		<category><![CDATA[Amardeo Sarma]]></category>
		<category><![CDATA[Der Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Edzard Ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg-Dietrich Hoppe]]></category>

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		<description><![CDATA[(GWUP) Nur die wenigsten wissen, dass Homöopathie nichts mit Naturheilkunde oder Pflanzenmedizin zu tun hat. Ob sie auch so populär wäre, wenn die Bevölkerung mehr über die ebenso skurrilen wie veralteteten Grundsätze der Behandlungsmethode wüsste?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angesichts der hohen Zustimmungsquoten für die Homöopathie stellt sich die Frage, <em>wozu </em>sich die Befragten eigentlich zustimmend geäußert haben. Nach einer  &#8211;  übrigens <a href="http://www.bah-bonn.de/index.php?id=178" target="_blank">im Auftrag von Homöopathen</a> durchgeführten- Allensbach-Umfrage wissen nur <a href="http://www.scienceblogs.de/diaxs-rake/2009/08/nur-17-der-deutschen-wissen-was-homoopathie-ist.php" target="_blank">17 % der Bevölkerung, was Homöopathie ist</a>. 74 % dagegen halten Homöopathie für Naturheilkunde oder glauben, dabei würden ausschließlich Pflanzenextrakte angewandt. Sie würden vermutlich staunen, welche <a href="http://www.gwup.org/images/stories/pdf/themen/inhaltsstoffe_homoeopathie.pdf" target="_blank"> Inhalts- und Grundstoffe</a> da tatsächlich verschüttelt und &#8220;potenziert&#8221; werden. Denn entgegen einem populären Irrtum nennt die homöopathische Literatur neben netten Pflänzchen auch so kuriose Stoffe wie Arsen, Plutonium, Polarstern, Vakuum, Speichel tollwütiger Hunde und Eiterflüssigkeit aus dem Krätzbläschen.</p>
<p>Auch Politiker und sogar Verbandsfunktionäre der Ärzteschaft, wie der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, gehören entweder auch zu den 74 % Unwissenden oder nutzen diese Unwissenheit offenbar aus, um <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/mediziner-halten-homoeopathie-fuer-eine-wichtige-hilfe/1883756.html" target="_blank">für Homöopathie zu werben</a>. Pseudowissenschaft ist also nicht nur in der Politik, sondern selbst in den Verbänden der Ärzteschaft, Apotheker und Krankenkassen längst hoffähig geworden.</p>
<p>Der<em> Spiegel</em>-Artikel hat heilsam gezeigt, dass der Kaiser Homöopathie nackt ist. Die Methode ist theoretisch und auch praktisch durch empirische Untersuchungen widerlegt.  Nicht die Fakten, sondern die jahrzehntelange Lobbyarbeit der homöopathischen Industrie und ihrer ideologischen Helfer sind der Grund für die Verbreitung der Homöopathie.</p>
<p>Edzard Ernst, der im englischen Exeter die weltweit erste Professur für Komplementärmedizin  innehatte, hält die &#8220;wissenschaftlichen&#8221; Vertreter der Homöopathie nicht einfach für verblendet oder realitätsfremd. Er ist sich im <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,706257,00.html" target="_blank"><em>Spiegel</em></a> sicher: &#8220;Viele lügen wie gedruckt&#8221; und &#8220;nutzen sie ihre Kenntnis der Wissenschaft, um die Leute hinters Licht zu führen&#8221;.</p>
<p>Die aktuelle öffentliche Diskussion ist gut, auch wenn einige auf ihr baldiges Ende hoffen mögen.  Sie wird helfen, die verschrobene und überholte Ideologie der Homöopathie aus dem Nebel der Marketingsprüche ins Licht zu bringen.</p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://blog.gwup.net/2010/07/16/homoopathie-ist-nicht-naturheilkunde/' layout='default' show_faces='false' width='400' action='like' colorscheme='light' /></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hahnemann: Scharlatan in der höheren Potenz</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/07/15/hahnemann-scharlatan-in-der-hoheren-potenz/</link>
		<comments>http://blog.gwup.net/2010/07/15/hahnemann-scharlatan-in-der-hoheren-potenz/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 20:48:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Harder</dc:creator>
				<category><![CDATA[GWUP]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Skeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Harder]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsches Medizinhistorisches Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelblindtest]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Ernst Friederich Wahrhold]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Fritz Dross]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Marion Maria Ruisinger]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Wilhelm von Hoven]]></category>
		<category><![CDATA[Gottfried Eisenmann]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Jakob Reuter]]></category>
		<category><![CDATA[Nürnberger Kochsalzversuch]]></category>
		<category><![CDATA[Prof. Michael Stolberg]]></category>
		<category><![CDATA[Samuel Hahnemann]]></category>
		<category><![CDATA[Skepsis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.gwup.net/?p=3155</guid>
		<description><![CDATA[(gwup) Die Narrheit sei nun zum Modeartikel geworden, urteilten schon im 19. Jahrhundert Ärzte über die Homöopathie. Der Streit zwischen Allopathen und Alternativheilern führte 1835 gar zum „Nürnberger Kochsalzversuch“ – dem ersten Doppelblindtest der Medizingeschichte. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder mal gibt’s Streit um die <a title="Homöopathie als Kassenleistung streichen" href="http://www.gwup.org/infos/nachrichten/985-gwup-homoeopathie-als-kassenleistung-streichen" target="_self">Homöopathie</a> – so wie schon vor 175 Jahren, als die Huschi-Fuschi-Methode sich in Deutschland verbreitete. Der Würzburger Arzt und Politiker <a title="Gottfried Eisenmann" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Eisenmann" target="_self">Gottfried Eisenmann</a> entrüstete sich seinerzeit:</p>
<blockquote><p>Solange die Hahnemanie in den Köpfen einiger Weniger spukte und etwa noch dem einem oder andern halbverhungerten Stiefsohne Äskulaps als Leiter zum Brotkorb diente, da ließ man sich die Sache gefallen. Doch nun ist die Narrheit zum Modeartikel geworden &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p>Mit dieser unzweideutigen Einstellung zum Thema Homöopathie stand Eisenmann keineswegs allein. In der reichen Handelsmetropole Nürnberg, wo der anämische Adel bei dem Homöopathen Johann Jakob Reuter ein- und ausging, tat sich insbesondere Medizinalrat Friedrich Wilhelm von Hoven als entschiedener Kritiker der Hahnemann-Jünger hervor. Unter dem  Pseudonym „Dr. Ernst Friederich Wahrhold“ brachte von Hoven 1834 die Schrift <a title="Auch Etwas über die Homöopathie" href="http://epub.ub.uni-muenchen.de/2796/1/Reising.a.850.pdf" target="_self">„Auch Etwas über die Homöopathie“</a> in Stellung. Daraufhin entspann sich ein gelehrter Disput zwischen den beiden Arzt-Kollegen, berstend von Sotissen und Gossip.</p>
<p>Einen Eindruck davon gab’s bei der <a title="Der Streit um die Homöopathie" href="https://www.ingolstadt.de/dmm/?page_id=9" target="_self">Veranstaltung</a> „Der Streit um die Homöopathie“ im <a title="DMHI" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Medizinhistorisches_Museum" target="_self">Deutschen Medizinhistorischen Museum </a>zu Ingolstadt, wo der Erlanger Medizinhistoriker <a title="Dr. Fritz Dross" href="http://www.gesch.med.uni-erlangen.de/mitarbeiterinnen/fritz-dross.shtml" target="_self">Dr. Fritz Dross </a>in die Rolle des Medizinalrats von Hoven/Wahrhold schlüpfte und Museumsdirektorin PD Dr. <a title="Dr. Marion Maria Ruisinger" href="http://www.gesch.med.uni-erlangen.de/mitarbeiterinnen/marion-maria-ruisinger.shtml" target="_self">Marion Maria Ruisinger </a>den Part des Johann Jakob Reuter übernahm. In einer szenischen Lesung dokumentierten sie den historischen Schlagabtausch, der vor allem eines deutlich machte: „Dass es in 200 Jahren nicht gelungen ist, neue Argumente gegen die Homöopathie zu finden“, wie Dross nach dem Dialogstück feststellte.</p>
<p>In der Tat, denn die Repliken des Streitgesprächs klingen ziemlich heutig und seien im Folgenden auszugsweise wiedergegeben (Orthografie originalgetreu):</p>
<p><strong>Wahrhold:</strong> &#8220;Was gegen sie <em>(die Homöopathie; Anm. d. Autors)</em> zu sagen ist, ist längst gesagt. Sie ist wissenschaftlich geprüft, sie ist scherzhaft und satyrisch behandelt worden; ich könnte nichts thun, als das bereits Gesagte wiederholen … Daß ihr Sturz nicht schon jetzt erfolgt ist, kommt lediglich daher, dass ihr Urheber nicht nur weit mehr versprochen hat, als die Urheber früherer Systeme, sondern auch besser, als jeder andere, die Leichtgläubigkeit der Menschen zu benutzen verstanden hat &#8230; <br />
Wie viele Charlatans auch zu allen Zeiten aufgetreten sind, keiner, weder ein religiöser noch ein medicinischer, hat eine so große Rolle gespielt wie Hahnemann, kein Paracelsus, kein Cagliostro, kein Meßmer, kein Gaßner, kein Hohenlohe. Das waren nur Charlatans gewöhnlicher Art, er ist ein Charlatan in der höhern Potenz &#8230;&#8221;</p>
<p><strong>Reuter:</strong> &#8220;Keine Sylbe höre ich davon, daß jede homöopathische Arznei ein specificum gegen eine bestimmte Krankheitsform sey. Kann der Blinde fordern, daß man seinem Urtheile über die Farben glaube? Und in der That, Herr Doctor, Schriften von Homöopathen scheinen in ein nicht viel näheres Verhältniß zu Ihnen gekommen zu seyn, als die Farben zum Blinden …&#8221;</p>
<p><strong>Wahrhold:</strong> &#8220;Also noch einmal: die Homöopathen geben eigentlich gar keine Arzeneyen. Sie überlassen die Heilung ihrer Kranken lediglich der Natur … Daß eine so unsinnige, den ersten Grundsätzen der Physik, und selbst dem gesunden Menschenverstand zuwiderlaufende Lehre by Layen und Aerzten Beyfall fand, ist leicht zu begreifen. Sie ist auf die Unwissenschaft und Aberglauben berechnet, und was vermag bey den meisten Menschen mehr, als das Wunderbare, Unbegreifliche, Unsinnige?&#8221;</p>
<p><strong>Reuter:</strong> &#8220;Daß die Grundsätze der Physik auf lebende Körper nicht passen, ist schon von den Allöopathen ganz klar ausgemittelt und braucht von mir nur angeführt zu werden. Es ist daher kein Vorwurf für die Homöopathie, daß sie den Gesetzen der Schwere, der Optik entgegen ist. Es giebt noch viele Kräfte in der Natur, die wir bisher nicht ahneten. Wollen wir eine neuentdeckte Kraft deßwegen wegleugnen, weil sie in unsern Erkenntnißkreis nicht paßt?&#8221;</p>
<p><strong>Wahrhold:</strong> &#8220;Sie <em>(die Homöopathie; Anm. d. Autors)</em> ist eigentlich gar keine Heilart, denn welcher vernünftige Mensch kann glauben, daß der millionste oder gar der decillionste Theil eines Arzeneystoffes noch etwas bewirken könne? &#8230; Der Glaube thut Wunder, sagt man, und solche Wunder thut auch der Glaube an die Homöopathie … Ihre Tröpfchen, Pülverchen und Kügelchen nützen nichts, weil sie nichts nützen können. Helfen sie etwas, so geschieht es, weil die Kranken an ihre Wirksamkeit glauben. Diesen Glauben dem Publikum beyzubringen, ist die große Kunst der Homöopathen.&#8221;</p>
<p>Schließlich beschwor Reuter seine Gegner, nicht alles nach Gewicht und Maß zu beurteilen und die neue Heilmethode nicht voreingenommen theoretisch, sondern praktisch zu überprüfen. Und tatsächlich kam es daraufhin zu einem Experiment, das durchaus vergleichbar ist etwa mit der <a title="Anti-Homöopathie-Kampagne" href="http://www.1023.org.uk" target="_self">Kampagne</a> „10<sup>23</sup> – Homeopathy: there‘s nothing in it“ britischer Skeptiker von 2010.</p>
<p>Mehr noch: Der <a title="Der Nürnberger Kochsalzversuch" href="http://hpathy.com/homeopathy-scientific-research/inventing-the-randomized-double-blind-trial-the-nuremberg-salt-test-of-1835/" target="_self">„Nürnberger Kochsalzversuch“</a> gilt als erster Doppelblindtest der Medizingeschichte. „Erst die Auseinandersetzung mit neuen, alternativen Heilverfahren wie dem Mesmerismus und der Homöopathie führte schließlich dazu, dass man Versuchsanordnungen ersann, die es in nie dagewesener Weise erlaubten, verfälschende Einflüsse auszuschalten, um so die Wirksamkeit der Medikamente beweisen oder widerlegen zu können“, schreibt der Würzburger Medizinhistoriker <a title="Prof. Michael Stolberg" href="http://www.medizingeschichte.uni-wuerzburg.de/stolberg.html" target="_self">Prof. Michael Stolberg </a>in einem Aufsatz im Katalog zur Homöopathie-Ausstellung <a title="200 Jahre Organon" href="http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=34029" target="_self">&#8220;200 Jahre Organon&#8221;</a> im Deutschen Medizinhistorischen Museum (bis 17. Oktober).</p>
<p>Kurz zusammengefasst: Am 19. Februar 1835 nahmen 55 Probanden im Gasthof „Zum Rothen Hahn“ in der Königstraße an dem <a title="Die Nürnberger Kochsalzversuche" href="http://www.jameslindlibrary.org/trial_records/19th_Century/lohner/lohner-tp.html" target="_self">Experiment</a> teil, das die „Nullität“ der Homöopathie beweisen sollte.  Die Probanden schluckten nach dem Vorschlag Reuters einige Tropfen einer dreißigfach „potenzierten“ Kochsalzlösung auf nüchternen Magen. Ein homöopathisches Standardwerk jener Zeit behauptete eine „15 bis 20 Tage anhaltende Wirkung“. Und auch Johann Jakob Reuter selbst versprach den Teilnehmern, dass sie „etwas Ungewöhnliches darauf fühlen werden, auch ohne Glauben“.</p>
<p>Und wie ist er nun ausgegangen, der erste „Homeopathic Challenge“ anno 1835? Ernüchternd – für die Pro-Homöopathie-Fraktion.</p>
<p>Die große Mehrheit der Versuchsteilnehmer (42) gab an, nichts Ungewöhnliches in ihrem Befinden bemerkt zu haben. Von ihnen hatten streng doppelblind 19 das homöopathische Arzneimittel und 23 &#8220;normales&#8221; Wasser eingenommen. „Die übrigen acht berichteten vor allem von leichten Unterleibsbeschwerden oder Erkältungen“, schreibt Stolberg weiter. „Fünf von ihnen hatten potenziertes Kochsalz und drei reines Wasser erhalten.“</p>
<p>Und doch: Das Ziel, die Öffentlichkeit von der Nichtigkeit der Homöopathie zu überzeugen und dem homöopathischen Treiben im Königreich und in Nürnberg selbst den Garaus zu machen, erreichten die Gegner nicht. Reuter avancierte nach Eigendarstellung gar zum „beschäftigtsten Arzt der Welt“ und protzte mit „täglich hundert Patienten“. Das zeitgenössische Publikum wiederum sah sich „einmal mehr in der Überzeugung bestätigt, dass man ärztlichen Versprechungen gleich welcher Art am besten grundsätzlich mit gesundem Misstrauen begegnete“.</p>
<p><strong>Den vollständigen Veranstaltungsbericht gibt&#8217;s im nächsten <em>Skeptiker</em>, der voraussichtlich Ende August erscheint.</strong></p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://blog.gwup.net/2010/07/15/hahnemann-scharlatan-in-der-hoheren-potenz/' layout='default' show_faces='false' width='400' action='like' colorscheme='light' /></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Homöopathie: Viel Aufregung um (fast) nichts</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/07/13/homoopathie-viel-aufregung-um-fast-nichts/</link>
		<comments>http://blog.gwup.net/2010/07/13/homoopathie-viel-aufregung-um-fast-nichts/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 15:33:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger von Rybinski</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) Es steckt (fast) kein Wirkstoff mehr in homöopathischen Medikamenten. Und sie wirken nicht besser als Placebos. Deshalb unterstützt die GWUP die Forderung von Politikern, die Homöopathie aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen zu streichen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen, Mittwoch, 14.07.2010, ab 6 Uhr früh begeht <a title="Mark Benecke" href="http://www.gwup.org/ueber-uns-uebersicht/wiw/751-wiw-mark-benecke" target="_blank">Dr. Mark Benecke</a> vor laufender TV-Kamera Selbstmord.  Für sein Ableben im Studio des SAT.1-Frühstücksfernsehens hat der bekannte Kriminalbiologe und Mitglied des <a title="GWUP-Wissenschaftsrat" href="http://www.gwup.org/ueber-uns-uebersicht/wrat" target="_blank">GWUP-Wissenschaftsrates</a> eine <a title="Homöopathie" href="http://www.gwup.org/infos/themen/646-homoeopathie" target="_blank">homöopathische </a>Überdosis gewählt. Einen Haufen Zuckerpillen also.  Homöopathen sagen: ein hilfreiches Medikament, das in Überdosen schlimme Wirkungen haben kann.</p>
<p>Um zu zeigen, dass die Kügelchen nur ein süßes Nichts auf der Zunge sind, gaben sich britischen Skeptiker und Verbraucherschützer im Januar diesen Jahres den <a title="The 10:23 'overdose' event" href="http://www.1023.org.uk/the-1023-overdose-event.php" target="_blank">Globuli-Overkill </a>. Unnötig zu erwähnen, dass sie sich nach wie vor bester Gesundheit erfreuen. Genau wie GWUP-Wissenschaftsratsmitglied <a title="Ein homöopathischer Knockout-Test" href="http://blog.gwup.net/2010/01/18/ein-homoopathischer-knockout-test/" target="_blank">Dr. habil. Rainer Wolf</a> und die Skeptiker-Kollegen von der österreichischen <a title="Gesellschaft für kritisches Denken" href="http://kritischgedacht.wordpress.com/about/" target="_blank">Gesellschaft für kritisches Denken</a>, die das Experiment ebenfalls durchgeführt haben. Wir dürfen also gewiss sein, dass uns Mark Benecke noch ein Weilchen erhalten bleibt.</p>
<p>Hahnemanns Wundermedizin ist mal wieder im Gespräch. Mit seiner aktuellen <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,705969,00.html" target="_blank">Titelgeschichte </a>&#8220;Homöopathie &#8211; die große Illusion&#8221; hat <em>Der Spiegel</em> eine breite Debatte über Sinn und Unsinn der &#8220;alternativen&#8221; Heilmethode losgetreten. Unter anderem zitiert der Artikel den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach mit den Worten: ,,Man sollte den Kassen schlicht verbieten, die Homöopathie zu bezahlen&#8221;, &#8211; übrigens etwas, was die GWUP schon <a title="Wissenschaftler kritisieren politische Untestützung der Homöopathie" href="http://www.gwup.org/infos/nachrichten/509-wissenschaftler-kritisieren-politische-unterstuetzung-der-homoeopathie" target="_blank">seit Jahren fordert</a>, einschließlich des Stopps der öffentlichen Förderung. Noch immer zahlt rund die Hälfte der gesetzlichen Kassen für die umstrittene Methode. Dass nun erstmals ein Leitmedium wie <em>Der Spiegel </em>die Homöopathie so offen kritisiert (und damit sicher viele seiner Leser vor den Kopf stößt), birgt eine gewisse Brisanz angesichts der Diskussion um knappe Kassen und einer gerade mit zahlreichen Änderungen verabschiedeten Gesundheitsreform. CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn wird in der <a title="CDU offen für Streichung von Homöopathie" href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1013554" target="_blank">Süddeutschen Zeitung </a> mit den Worten zitiert, er sei offen für die Streichung der einst unter Rot-Grün eingeführten Wahltarife. Gleichwohl melden sich auch Relativierer zu Wort. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast verwahrte sich gegen pauschale Kritik an der Homöopathie, denn diese verkenne, dass selbst die &#8220;Schulmedizin&#8221; auf die industrielle Nachahmung von kostenlosen Heilmitteln der Natur zurückgreife.  Auch stünden die Kosten für die Homöopathie in keinem Verhältnis zu denen der &#8220;Schulmedizin&#8221;.</p>
<p>Nun, dazu gibt es einiges zu sagen:</p>
<p>Erstens zeigt die ehemalige Verbraucherschutzministerin damit, dass sie den Unterschied zwischen Homöopathie und Naturmedizin offensichtlich nicht kennt (die Homöopathie ist kein Naturheilverfahren!).  Zu ihrer Verteidigung muss mal wohl erwähnen,  dass sich Künast damit einreiht in die lange Reihe von Volksvertretern, die durch Grußworte und Schirmherrschaften für Homöopathie-Veranstaltungen negativ aufgefallen sind.</p>
<p>Zweitens lenkt sie von den Gründen ab, derentwegen eine Streichung der Erstattungsfähigkeit gefordert werden. Mal abgesehen von den Gewinnspannen bei gut eingeführten Homöopathika, &#8211; bei der Herstellung wird eine Ursubstanz bis zum Nichtmehrvorhandensein verdünnt, man macht also buchstäblich mit Nichts Geld (im Gegensatz zu den oft horrenden Entwicklungskosten von Medikamenten der evidenzbasierten Medizin), &#8211; wird mit der Argumentation, dass ein unwirksames Präparat  ruhig erstattet werden sollte, weil andere Medikamente viel mehr kosten, der Verschwendung von öffentlichen Geldern Tür und Tor geöffnet.</p>
<p>Andersrum gefragt:</p>
<p>Sollten die Kassen ein wirksames Krebsmedikament, ein teures Hörgerät, eine künstliche Hüfte deshalb nicht erstatten, nur weil die Vertreter irgendeiner &#8220;alternativen&#8221;, in Tests gescheiterten Heilmethode behaupten, sie könnten viel günstigere Behandlungen anbieten?</p>
<p>Oder sollte nicht vielmehr die Wirksamkeit über die Erstattungsfähigkeit entscheiden?</p>
<p>Genau diese Argumentation wird derzeit mit dem ,,Binnenkonsens&#8221; umgangen, wonach alternative Behandlungsmethoden erstattungsfähig sind, sofern sie zum Behandlungsstandard der Therapierichtung gehören &#8211; unabhängig von einem wissenschaftlichen Wirksamkeitsbeleg. Karl Lauterbachs Vorschlag, der dieses Jahr in Großbritannien schon <a title="Aus für Homöopathie in Großbritannien" href="(http://www.gwup.org/infos/nachrichten/959-aus-fuer-homoeopathie-in-grossbritannien" target="_blank">ähnlich formuliert </a>wurde, ist richtig und längst überfällig. Dazu der GWUP-Vorsitzende Armardeo Sarma: „Gerade wenn gespart werden muss, sollte zuerst bei pseudowissenschaftlichen Therapien wie der Homöopathie angesetzt werden“. Deshalb unterstützt die GWUP Lauterbachs Forderung mit einem <a title="GWUP. Homöopathie als Kassenleistung streichen" href="http://www.gwup.org/infos/nachrichten/985-gwup-homoeopathie-als-kassenleistung-streichen" target="_blank">öffentlichen Aufruf </a>.</p>
<p>Es bleibt zu hoffen, dass diese Aufrufe diesmal längerfristig Gehör finden.</p>
<p><em>Holger von Rybinski, Inge Hüsgen</em></p>
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		<title>Globuli für Afrika</title>
		<link>http://blog.gwup.net/2010/06/14/globuli-fur-afrika/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 08:43:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger von Rybinski</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(gwup) Die "Homöopathen ohne Grenzen" exportieren westliche Pseudo-Medizin nach Afrika. Doch die Menschen in den Krisenregionen brauchen keine wirkungslosen Zuckerkügelchen, sondern erprobte Medikamente.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Deutschen Engagementspreis haben sie nicht bekommen, nicht zuletzt aufgrund von Kritik in zahlreichen Foren, etwa <a title="Homöopathen ohne Grenzen - preiswürdig oder gefährlich?" href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/11/homoopathen-ohne-grenzen-preiswurdig-oder-gefahrlich.php" target="_blank">Astrodicticum simplex</a>. Die &#8220;Homöopathen ohne Grenzen&#8221; (HOG) bemühen sich jedoch nach wie vor, die Hahnemann&#8217;sche Lehre weltweit zu verbreiten.</p>
<p><strong>So berichtet</strong> die <a title="Kleine Kügelchen, die Hoffnung nach Afrika bringen" href="http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Schwabmuenchen/Lokalnews/Artikel,-Kleine-Kuegelchen-die-Hoffnung-nach-Afrika-bringen-_arid,2162087_regid,2_puid,2_pageid,4505.html" target="_blank"><em>Augsburger Allgemeine</em></a> von einem Projekt in Kenia, bei dem eine Heilpraktikerin den Einheimischen die Zubereitung und Anwendung von homöopathischen Arzneien beibringt. Liest man den Artikel, gewinnt man den Eindruck, hier handele es sich einfach um eines von vielen privat betriebenen Entwicklungshilfeprojekten.</p>
<p><strong>Sieht man den Text genauer an</strong>, wird geschildert, wie hilfsbedürftigen Menschen, die oft weder lesen und schreiben können, mit Hilfe von Symbolkarten eingeredet wird, die wissenschaftlich völlig unbewiesene Heilslehre <a title="Homöopathie" href="http://www.gwup.org/infos/themen-nach-gebiet/646-homoeopathie?catid=77%3Akomplementaer-und-alternativmedizin-cam" target="_blank">Homöopathie</a> könne ihnen Linderung  bei Geburtswehen (ok, das behaupten deutsche Hebammen auch) sowie  - und da wird es nun wirklich kritisch &#8211; Schlangenbissen und Knochenbrüchen bringen. Ja, auch Blutungen nach einer Geburt könnten mit selbstverfertigten Globuli, in denen meist kein Bestandteil der fälschlicherweise als Wirkstoff bezeichneten &#8220;Ursubstanz&#8221; enthalten ist, gestoppt werden. Das Interesse sei groß, weil &#8220;die Menschen sehen, dass die kleinen Kügelchen wirken&#8221;. Ähnliche Projekte betreibt die Organisation ihrer <a title="HOG - Unsere Projekte" href="http://ohnegrenzen.org/projects/unsere-projekte/?L=1%27" target="_blank">Website</a> zufolge in vielen anderen von Armut und Krieg geplagten Ländern.</p>
<p><strong>Nun drängt sich die Frage auf</strong>, ob man Menschen, denen es an grundsätzlicher medizinischer Versorgung fehlt, nicht besser helfen könnte, als mit einer esoterischen Heilslehre wie der Homöopathie, die in 200 Jahren keinen wissenschaftlich wirksamen Nachweis für ihre Wirksamkeit erbringen konnte.</p>
<p><strong>Man stelle sich vor</strong>, im Nachkriegseuropa wären anstelle von Care-Paketen und Hilfe beim Wiederaufbau von Kliniken und Infrastruktur, traditionelle Heiler aus allen Teilen der Welt erschienen, um mit Beschwörungsformeln und unwirksamen Zuckerkügelchen rachitische Kinder und verwundete Kriegsheimkehrer zu beglücken. Sierra Leone beispielsweise hat noch immer unter den Auswirkungen des bis vor wenigen Jahren tobenden Bürgerkrieges zu leiden, die durchschnittliche Lebenserwartung liegt nach Angaben der <a title="Sierra Leone" href="http://www.who.int/countries/sle/en/" target="_blank">WHO</a> nur um die 40 Jahre, Durchfall stellt noch immer eine der häufigsten Todesursachen bei Kleinkindern dar. Ganz sicher benötigen diese bedauernswerten Menschen keine unwirksamen Milchzuckerkügelchen, sondern Medikamente, deren Wirksamkeit belegt ist, sowie Hilfe beim Aufbau einer zivilen Infrastruktur.</p>
<p><strong>Die &#8220;Homöopathen ohne Grenzen&#8221; &#8211; </strong>die ihren Namen an die mit dem Friedensnobelpreis gekürte Organisation &#8220;Ärzte ohne Grenzen&#8221; anlehnen, obwohl sie nichts damit zu tun haben - bitten auf ihrer Website um Spenden für ihre Projekte.</p>
<p><strong>Wer Entwicklungshilfeprojekte finanziell unterstützen will</strong>, sollte sich besser vorher beim <a title="Deutsches Zentralinstitut fpür soziale Fragen" href="http://www.dzi.de/index.htm" target="_blank">Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen</a>, getragen u. a. vom Berliner Senat und vom Bundesfamilienministerium, erkundigen, welcher Verein sinnvolle Unterstützung in diesem Bereich leistet &#8211; oder gleich an die <a title="Ärzte ohne Grenzen" href="http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/" target="_blank">Ärzte ohne Grenzen</a> spenden.</p>
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