PSI-Tests 2017 der GWUP: Die geheime Kraft der Wünschelrute ließ zu wünschen übrig

Ein Interview mit Dr. Rainer Wolf zu den aktuellen PSI-Tests der GWUP in Würzburg:

Die diesjährigen Experimente mit insgesamt drei Kandidaten sind mittlerweile abgeschlossen.

Der Versuch, ein stromführendes Kabel unter mehreren Blindkabeln zu orten, erbrachte lediglich ein Zufallsergebnis:

Der Versuch, Gegenstände – ein Stück Alufolie und ein leichtes Metallrädchen – allein mit Gedankenkraft zu bewegen, scheiterte:

Auch ein Versuch mit der Wünschelrute misslang:

Einen ausführlichen Bericht über die PSI-Tests gibt’s im nächsten Skeptiker.

Zum Weiterlesen:

  • Übersinnliche Fähigkeiten im Test, Bayern 2 am 8. August 2017
  • “Shut Eyes”: Die PSI-Tests der GWUP in der tz, GWUP-Blog am 1. August 2017
  • Warum wir nicht glauben, was uns nicht passt: eine Analyse, GWUP-Blog am 8. August 2017
  • Die Mächte wollten nicht: Psi-Tests der GWUP in Würzburg, GWUP-Blog am 26. Juli 2016
  • Wissenschaft und Blödsinn: Was wäre, wenn jemand den PSI-Test der Skeptiker bestehen würde? GWUP-Blog am 2. Dezember 2015
  • SkepKon-Video: Dr. Martin Mahner über die PSI-Tests, GWUP-Blog am 3. Dezember 2016

28 Kommentare zu “PSI-Tests 2017 der GWUP: Die geheime Kraft der Wünschelrute ließ zu wünschen übrig”


  1. 1 Ich 10. August 2017 um 07:07

    Mal ganz ehrlich, per Gedankenkraft Dinge zu bewegen und dann beim Test zu scheitern. Probiert der das denn nicht zu Hause aus? Man weiß doch vorher, ob man so etwas kann oder nicht.

    Was ich sagen will: Ich verstehe nicht, warum er sich überhaupt dem Test unterzogen hat.

  2. 2 Bernd Harder 10. August 2017 um 09:26
  3. 3 crazyfrog 10. August 2017 um 09:37

    @Ich:

    “Abduktionsforscher” ist der Mann auch noch …

  4. 4 Rüdiger Asbach 10. August 2017 um 09:38

    Guten Morgen,

    von Herrn Wolf meine ich mal gelesen zu haben, dasss alle Probanden einen Vortest machen, nach dem sie sich selbst sicher sind, dass sie an diesem Ort, zu dieser Zeit und unter den gemeinsam vereinbarten Testbedinungen ihre Fähigkeiten nachweisen können.
    Dass z. B. Muter sich dabei etwas vormachen, kann ich nachvollziehen. Ich verstehe aber nicht, wie jemand, der angeblich Telekinese – wenn auch nur mit leichten Gegenständen – beherrschen will, den Vortest zufriedenstellend bewältigt hat? Schließlich soll sich durch geistiges Wirken unmittelbar etwas bewegen – oder im Vortest bewegt haben. Somit sieht die Person doch auch augenblicklich den Effekt oder eben auch nicht.
    Wo ist der Trick bzw. die Selbsttäuschung?
    Wie lief dieser Test konkret ab?

  5. 5 Bernd Harder 10. August 2017 um 09:45

    @Rüdiger Asbach:

    Ich leite Ihre Frage gerne weiter.

    In dem verlinkten Interview sagt der Proband indes selbst:

    “Zu fünfzig Prozent gelingt mir das. Das muss reichen.”

    Da der Telekinesetest weder blind noch doppelblind ist, wurden bei dem Vortest vor Ort praktisch nur die Versuchsbedingungen und die “Situation” ausprobiert.

  6. 6 Martin Mahner 10. August 2017 um 09:56

    Vor Ort ergeben sich sehr schnell noch Faktoren, die der Kandidat zu Hause nicht berücksichtigt hat.

    So hat sich die Folie unter der Glasbedeckung nur dann bewegt, wenn der Kandidat die Hände ganz am Glas hatte. Durch die Wärmeübertragung entsteht im Glas aber natürlich ein Konvektionsstrom, der die Folie bewegt.

    Es kommt also immer wieder vor, dass wir vor Ort die Kontrollen bzw. Bedingungen aufgrund solcher nicht beachteter Einflussfaktoren noch einmal nachjustieren müssen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass ein eigener Vortest anders ausgehen kann als bei uns.

  7. 7 Ich 10. August 2017 um 10:17

    Vielen Dank, nun verstehe ich das besser. Ich hatte mir die Versuchsbedingungen einfacher vorgestellt und erwartet, dass die Ergebnisse wesentlich eindeutiger wären.

  8. 8 Pierre Castell 10. August 2017 um 12:13

    @ Ich/Bernd Harder

    Dieses angebliche Telekinese-Wunder gab es vor vielen Jahren bei dem Trickspezialisten/-Erfinder WERRY (Werner Geissler) zu kaufen. Wenn ich mich recht erinnere, war das sogar (von Könnern) unter Testbedingungen vorzuführen. Aber wenn sich Stümper an Zaubertricks ranmachen…

    Über das Interview kann ich nur grinsen. Da kann man doch mal sehen, dass es in jeder Gesellschaftsschicht Leute gibt, die “einen an der Klatsche” haben!

  9. 9 noch'n Flo 10. August 2017 um 12:14

    @ Martin Mahner:

    Ich will auch mal. Ich behaupte, das Auftreten von Trollen in Internetforen und -blogs nach der Nennung gewisser Schlüsselwörter mit 90%iger Genauigkeit voraussagen zu können.

    Reicht das, um mich für einen Eurer Tests zu qualifizieren? ;)

  10. 10 Inge Hüsgen 10. August 2017 um 12:24

    Laut Redaktion bringt der Deutschlandfunk heute Nachmittag ab 16.35 Uhr einen Beitrag über die Tests: http://www.deutschlandfunk.de/forschung-aktuell.675.de.html

    Einen TV-Bericht vom Bayerischen Rundfunk gibt es hier: http://www.br.de/nachrichten/unterfranken/inhalt/forscher-pruefen-uebersinnliche-phaenomene-100.html

  11. 11 Rüdiger Asbach 10. August 2017 um 17:12

    @ Herren Harder und Mahner
    Vielen Dank!

  12. 12 crazyfrog 10. August 2017 um 17:33

    ““Zu fünfzig Prozent gelingt mir das. Das muss reichen.”

    Der Herr “Abduktionsforscher” hat wohl eher Lotterie gespielt als sich ernsthaft testen lassen zu wollen.

  13. 13 Bernd Harder 10. August 2017 um 17:35

    Zur allgemeinen Info:

    “Abduktionen” sind angebliche Entführungen durch Außerirdische.

    @Crazyfrog:

    Ich schätze, man könnte das auch “Eigenmarketing” nennen.

  14. 14 Ich 10. August 2017 um 17:54

    Bernd Hader:
    Dazu gibt es dieses Interview:
    https://www.pressreader.com/germany/tz/20170801/282024737339856

    …er ist im Zweitberuf Heilpraktiker…
    Das ist ja schon fast Satire.

  15. 15 Bernd Harder 10. August 2017 um 19:49

    Jetzt online mit Informationen zum Telekinese-Test: Es handelte sich @Pierre Castell zunächst tatsächlich um einen Versuch mit einem “Scharlatanerieprodukt”:

    http://www.deutschlandfunk.de/parawissenschaften-telekinese-auf-dem-pruefstand.676.de.html?dram:article_id=393218

  16. 16 Ralf im Vollrausch 10. August 2017 um 22:45

    Die Vorstellung, daß es Telekinese gibt, ergibt sich -mMn- aus der Tatsache, daß wir wirklich mit unseren Gedanken Dinge verändern können – zwar nicht direkt, aber indirekt.
    Wenn ich erkenne, das ich einen keilförmigen Stein als Werkzeug verwenden kann, dann kann ich, Kraft meines Geistes etwas bewirken.

    Der “Trick” erinnert mich an eine “Lichtmühle”:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtm%C3%BChle

  17. 17 Joseph Kuhn 10. August 2017 um 23:01

    Die Tests sind wichtig, gerade auch, um besser zu verstehen, wie Selbsttäuschungen funktionieren.

    Ich hätte das Preisgeld mit der Telekinese allerdings abgeräumt: Ich bewege z.B. gleich mit der Kraft meiner Gedanken meine Beine und gehe ins Bett. Gute Nacht!

  18. 18 Pierre Castell 11. August 2017 um 07:03

    @ Bernd Harder
    Ich kann es nicht mit absoluter Sicherheit sagen, ob es sich konkret um diesen Trick handelt. Dazu müsste ich mal in alten Angebotslisten nachschauen.

    Ganz wichtig (für die, die “Werry” nicht kennen): Er entwickelte solche Tricks für “ehrliche” Zauberkünstler ausschließlich zu Unterhaltungszwecken und um zu beweisen, was alles “so geht”.

    Werry (Werner Geissler) war ein Kämpfer gegen das angeblich “Übersinnliche”. Noch vor Randi entlarvte er in Deutschland Uri Geller (auch in der Zeitschrift “Der Spiegel” und kurz vor seinem Tod nochmal in “Stern TV). Er freute sich so sehr darauf, seinen Gleichgesinnten Randi aus Amerika bei sich in Düren als Gast zu empfangen und lud ihn ein. Randi sagte fest zu, setzte Werry aber trotz Verabredung drauf und erschien nicht (und sagte den Termin leider nicht ab). Daraufhin war die Verbindung zueinander gestört – wer Werry kannte, weiß, dass er mit unzuverlässigen Menschen keinen Kontakt aufrecht erhielt.

    Mehr Infos und Videos zu Werry:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Geissler

    Ich hatte über viele Jahre regen Kontakt zu diesem wundervollem Menschen. Zeitweise telefonierten wir täglich über mehrere Stunden. Werry war eine sehr interessante Persönlichkeit. Es gäbe viel zu berichten.

    Vor Jahren war geplant, dass ich für den “Skeptiker” einen Artikel über Werry schreibe. Bisher leider noch nicht geschehen.

    Falls daran immer noch Interesse bestehen sollte, bitte ich, mir dies mitzuteilen!

    Nachdem ich soeben 12 Artikel für eine ausländische Fachzeitschrift fertigstellte, hätte ich im Herbst ein wenig Zeit;-)

  19. 19 Bernd Harder 11. August 2017 um 09:19
  20. 20 Pierre Castell 11. August 2017 um 09:55

    In dem von Herrn Harder aufgeführten Link ist zu lesen: “Die Frau, die schweben konnte, sagte kurzfristig ab!”

    Naja, auch wenn (fast) jeder ahnt, wie das gemeint ist, hätte es korrekterweise heißen müssen: “Die Frau, die vorgab, schweben zu können, sagte kurzfristig ab!”

    Das im Bericht erwähnte Trickprinzip hat übrigens in keinster Weise was mit dem von Werry zu tun!

  21. 21 Martin 11. August 2017 um 10:11

    Warum lieben wir “übersinnliche Fähigkeiten” ? Will der Mensch etwa glauben, dass es zwischen Himmel und Erde neben der Kanzlerin noch etwas anderes gibt, was ihn steuert,lenkt und leitet ? Irgendwie gab es in der Geschichte der Menschheit immer “Übersinnliche”,sprich Übermächtige Kreationen.

    Mit deren Anerkennung, soll man doch nur seine eigene Unvollkommenheit und Ohnmacht anerkennen.Nur das diese übersinnlich Mächtigen(Schamanen,Götter,Tyrannen,Herrscher etc,) wiederum sehr sinnliche Wesen und gerissene Alpha-Tiere waren…

    Dieses “übersinnliche”Geplapper soll die Menschen doch nur von der Realität des wirklichen Lebens ablenken und einlullen.Ich wüßte auch nicht wie ich in meiner Steuererklärung fürs Finanzamt “übersinnliches” abrechnen sollte…

  22. 22 Skeptikus 12. August 2017 um 09:32
  23. 23 Bernd Harder 12. August 2017 um 09:46

    @Skeptikus:

    Der Artikel ist aber nicht vollständig und endet an einer Bezahlschranke.

  24. 24 Michel 12. August 2017 um 10:55

    Na ja, 10000 Euro. Es heisst nicht umsonst im Volksmund “Das Geld versetzt Berge.” Ihr müsst mehr Preisgeld anbieten, dann funktioniert PSI.

  25. 25 Rainero 13. August 2017 um 18:27

    @ Michel
    Wie gut deine Rechnung aufgeht, zeigt(e) ja James Randis Million Dollar Challenge… ;-)

  26. 26 Pierre Castell 13. August 2017 um 21:19

    @ Rainero
    Es lag mir auf der Zunge…

  27. 27 crazyfrog 1. September 2017 um 00:33

    Die Psi-Tests beim European Skeptics Podcast:

    http://theesp.eu/podcast_archive/episode-087.html

  1. 1 Wurd's in Würzburg wunderlich? Die PSI-Tests der GWUP 2017 | Ruhrbarone Pingback am 15. August 2017 um 11:50

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