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False Memory Syndrom: 25-Frauen-Award von Edition F für Dr. Julia Shaw

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Die deutsch-kanadische Rechtspsychologin Dr. Julia Shaw gehört zu den Gewinnerinnen der 25-Frauen-Awards 2017 von Edition F.

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Bei der Ausschreibung der Online-Business-Lifestyle-Plattform Edition F gemeinsam mit Zeit-OnlineGründerszene und dem Handelsblatt ging es um …

… Frauen, deren starke Ideen jetzt und in Zukunft maßgeblich daran beteiligt sind, unser Leben im Positiven zu verändern.

Es sind Wissenschaftlerinnen, Entwicklerinnen, Gründerinnen, Künstlerinnen und freischaffende Frauen, die nachhaltige Konzepte entwerfen, um unsere Industrie grüner zu machen, oder Ideen, wie wir unsere Meere vom Plastik befreien können, die Krankheiten etwas entgegensetzen oder leichter heilbar machen, die uns besser mit einander vernetzen, Hilfsangebote schaffen, neue Technologien entwickeln und unser Wissen schlichtweg erweitert haben.“

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In der Award-Begründung für Julia Shaw heißt es:

Wenn es darum geht, wem wir zu 100 Prozent vertrauen können, würden die meisten wahrscheinlich sich selbst und ihr Gedächtnis nennen. Denn wenn wir uns an eine Begebenheit erinnern können, muss es ja passiert sein.

Die Rechtspsychologin Dr. Julia Shaw hat das Gegenteil bewiesen und uns damit mehr oder weniger gezeigt, dass wir nicht mal uns selbst glauben können. In einer von ihr und ihrem Team durchgeführten Studie überzeugte sie 70 Prozent ihrer Probanden davon, ein Verbrechen begangen zu haben, das tatsächlich niemals stattgefunden hat.

Damit lässt sie uns nicht nur an uns selbst zweifeln, sondern auch an der Richtigkeit vieler Verhörmethoden – und damit auch vieler Urteile.“

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Shaw befasst sich in der Tradition von Elizabeth Loftus mit Erinnerungstäuschungen und dem „False Memory Syndrom“. Gestern sendete nano den Beitrag „Das Gedächtnis ist leicht zu manipulieren“ über ihre Arbeit (zirka sechs Minuten).

Eine Rezension ihres Buches „Das trügerische Gedächtnis“ gab es im Skeptiker 1/2017.

Im November ist Julia Shaw beim „Denkfest“ in Zürich zu Gast.

Zum Weiterlesen:

Ein Kommentar

  1. Und hoffentlich erleben wir sie mal bei einer Skepkon

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