Lehrreicher Lehrfilm: Chemtrails – Die Wahrheit

Unterhaltsamer Clip aus der YouTube-Reihe “Tommys lehrreiche Lehrfilme”:


Direktlink zum Video auf Youtube

Allerdings findet sich auch hier ein klassischer Lapsus von gutmeinenden Chemtrail-Aufklärern:

Jedoch sind Markus und seine Chemtrail-Freunde nun der Meinung, dass das, was man da am Himmel sieht, eben keine einfachen Kondensstreifen sind, sondern dass da von der Regierung absichtlich Chemikalien versprüht werden, welche das Klima beeinflussen oder zu einer Reduktion der Bevölkerung beitragen sollen.”

Ersteres – ja.

Letzteres – eher nicht.

Der Fokus der Chemtrail-Verschwörungstheorie ist das Klima, der Klimawandel und der Einfluss des Menschen darauf”,

erklärt Jörg Lorenz, der die Online-Portale chemtrail-fragen und chemtrailbilder betreibt:

Die alten Ziele wie Reduzierung der Menschheit oder ähnliches werden nur noch selten genannt und dann auch eher von denen, die schon lange an Chemtrails glauben und/oder ganz tief in der Spirale der Verschwörungstheorien drinstecken […]

Für Chemtrail-Gläubige sind Kondensstreifen Geoingeneering, explizit das Sonnenstrahlungsmanagement. Das wird häufig falsch dargestellt. Und damit viel kaputtgemacht.”

Lorenz sieht die krititische Aufklärung über Chemtrails aktuell vor neuen Herausforderungen.

Welche das sind und wie wir darauf reagieren sollten, erklärt er in einem ausführlichen Skeptiker-Interview. Das Heft erscheint im Juni.

Zum Weiterlesen:

  • Video: Walulis über Chemtrails, GWUP-Blog am 14. April 2017
  • „Chemtrails“ sind bloß Homomutatus-Wolken, GWUP-Blog am 2. April 2017
  • Vortragsvideo: Chemtrails – Weltverschwörung oder Wetterphänomen? GWUP-Blog am 4. Februar 2017

6 Kommentare zu “Lehrreicher Lehrfilm: Chemtrails – Die Wahrheit”


  1. 1 noch'n Flo 18. Mai 2017 um 15:54

    Moooment mal: das mit der Bevölkerungsreduktion hört man durchaus noch recht oft von Chemmies. Und dann wird häufig noch ein anderer “Grund” genannt: Gedankenkontrolle.

  2. 2 Bernd Harder 18. Mai 2017 um 16:25

    @noch’n Flo: Es werden vereinzelt alle möglichen Gründe genannt, die aber nichts mehr mit dem Kern dieser VT zu tun haben.

  3. 3 Jörg 18. Mai 2017 um 20:17

    Ja, wie Bernd schon schreibt. Es ist auch etwas die Frage, wo man die Chemtrail-Gläubigen beobachtet. In fb-Gruppen wie der Aktiv- oder der Altnickel-Gruppe wird man das naturgemäß konzentrierter lesen, weil dort sehr viele von den alten Chemtrail-Gläubigen dabei sind, vor allem auch eher die aktiven und fanatischen.

    Aber solche Gruppen sind nicht die einzigen Orte, wo sich die Chemtrail-Gläubigen tummeln. Bei Seiten von Medien, bei Meteorologen usw. treten die auch auf und da sieht es anders aus. Dort kommen sie zu gezeigten Bildern mit Geoengineering – weil das präsent ist und weil die Streifen und die Wetterphänomene als Folgen des GE entsprechend der VT genau das sein sollen.

    Ähnlich sieht das bei Mails aus, die hier ankommen. Da gibt es natürlich die Extreme(n), da gibt es die Fanatiker und da gibt es auch die Morddrohungen. Aber überwiegend werden Fragen zu dem gestellt, was die angeblichen Symptome des GE betrifft. Manche von denen, die an Chemtrails glauben, glauben noch nicht mal an eine Verschwörung.

  4. 4 Christian Becker 19. Mai 2017 um 06:31

    “Für Chemtrail-Gläubige sind Kondensstreifen Geoingeneering, explizit das Sonnenstrahlungsmanagement. Das wird häufig falsch dargestellt. Und damit viel kaputtgemacht.”

    Das ist schlicht falsch. Es wird ja oben schon gesagt, dass es auch die gibt, die meinen, damit sollte die Bevölkerung dezimiert werden. Dass die (zum Glück) nicht in der Mehrzahl sind, ist ja begrüßenswert.
    Wenn man aber kritisch über die Chemtrails berichtet, sollte man doch auch diese Facette beleuchten.
    Es wäre wohl angebracht, darauf hinzuweisen, dass der Bevölkerungsreduktionstheorie nur relativ wenige angehören.

    Und natürlich sollte man bei einer Diskussion mit Chemmies erst einmal abklären, welche Sorte man da vor sich hat, bevor ihnen vorwirft, sie meinten die Bevölkerung werde damit vergiftet.

  5. 5 Jörg 19. Mai 2017 um 09:28

    Das ist leider das, was durch Verallgemeinerungen meist vernachlässigt wird:

    »Und natürlich sollte man bei einer Diskussion mit Chemmies erst einmal abklären, welche Sorte man da vor sich hat, bevor ihnen vorwirft, sie meinten die Bevölkerung werde damit vergiftet.«

    Aber genau das muss bei der Aufklärung berücksichtigt werden.

    Ansonsten darf man Teilströmungen nicht mit dem eigentlichen Inhalt vermischen. Wenn man sich mal die Entwicklung der VT seit Mitte der Neunziger bis jetzt ansieht, wird man im Mittelpunkt immer die Linie Geoengineering sehen. Stetter (wird im Interview auch benannt) hat das in seinem Dokument als Zusammenfassung der bisherigen VT im englischsprachigen Raum zusammengefasst:

    1. Seht nach oben! => Streifen
    2. Was ist das? => Geoengineering
    3. Beweise => Wettermanipulation, Düsen an Flugzeugen usw.
    4. Folgen => Kollateralschäden

    Punkt 1 wurde auch bei uns seit 2011 noch ergänzt, weil die Streifen immer öfter auch von anderen Seiten gezeigt wurden, so dass man – beginnend mit Kieler Studie – auch im deutschsprachigen Raum gleich zu Punkt 2 kommen konnte. Selektive Wahrnehmung nicht auf die Streifen, sondern selektive und subjektive Wahrnehmung auf die nun vorhandenen Dokumente zum GE.

    Was sieht man denn bei öffentlichen Auftritten der Chemmies (Demos, Märkte, sonstige Veranstaltungen? „Stop Geoengineering/Stop Chemtrails!“

    Was sieht man in Kommentaren bei Threads wie diesen: https://www.facebook.com/groups/Hobbygaertner/permalink/318462121914069/? Geoengineering.

    Das ist immer noch der Bereich, mit dem neues Fußvolk gewonnen werden soll. Auch, wenn es im deutschsprachigen Raum zwischenzeitlich etwas schwächelte und sich neue Teilströmungen gebildet hatten, von denen wir natürlich auch immer noch etwas mitbekommen. Mehr dazu im Interview.

    Wir haben zwei Möglichkeiten:

    – Wir können uns darauf beschränken, was wir in den Chemmie-Gruppen lesen. Das sind gehäuft absurde Aussagen. In den Chemmie-Gruppen. Lustig ist das natürlich, so dass das oft verallgemeinert wird und auf einmal als Chemtrail-VT gilt. Leider ist das die gängige Praxis.

    – Wir können aufklären, indem wir am Zugangspunkt der VT tätig werden. Und das ist dort, wo neues Fußvolk gewonnen wird. Und das ist nun mal die Problematik Geoengineering. Aber das ist nun mal leider auch nicht so lustig.

    Nehmen wir mal als Beispiel Gutemann mit seinem ausgeklügelten Geschäftsmodell: Auch der hat das mit dem Geoengineering fleißig verbreitet. Geld verdienen konnte man mit den Behauptungen dazu natürlich kaum, also hat er noch den ganzen Mumpitz mit dem Fallout und den Krankheiten aufgenommen – und dagegen konnte man Mittelchen verkaufen. Dass er diesen Unfug verbreitete, zeigte also weniger seine Dummheit, sondern eher seine Cleverness, anderen Leuten was anzudrehen. Man findet also auch bei ihm alle möglichen Aussagen, die aber um den eigentlichen Kern herumgebaut wurden.

    BTW: Ich merke das immer gut bei Twitter. Zeigt man was Lustiges (also Screenshots absurder Aussagen durch Chemmies), hagelt es Retweets noch und noch. Zeigt man aber Zitate, wie neues Fußvolk gewonnen wird, bleibt es relativ ruhig. Immer wieder wird so deutlich: darüber lachen? Ja. Sich mal wirklich damit auseinandersetzen? Nö.

  6. 6 MaHa 23. Mai 2017 um 15:24

    Nett, aber viel zu schnell zusammengeschnitten. Da fehlen Pausen zwischen den Sätzen.

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