Video: Heilpraktiker-Kritik bei Plusminus und nano

Gestern Abend bei Plusminus:

pluss

Heilpraktiker sind keine Ärzte, dennoch diagnostizieren und behandeln sie Krankheiten.

Um als Heilpraktiker tätig zu sein, genügt eine bestandene Prüfung beim Amtsarzt des örtlichen Gesundheitsamts. Selbst Heilpraktikerverbände fordern dringend eine Reform der Ausbildung.”

Hier geht’s zum Video (zirka acht Minuten).

wie

Eine ähnliche Sendung gab es im April bei 3sat – mit einer schönen Einschätzung vom “Wie jetzt?”-Team Alexandra und Martin.

Zum Weiterlesen:

  • So gefährlich sind Heilpraktiker in Deutschland, Stern-Online am 1. Mai 2017
  • Heilpraktiker: Bundesminister Gröhe sucht sein Heil im leisen Rückzug, GWUP-Blog am 8. Dezember 2016
  • Interview mit Anousch Mueller: Sollten wir uns den Besuch beim Heilpraktiker künftig sparen? GWUP-Blog am 1. Juli 2016
  • Skeptiker-Interview mit Anousch Mueller, GWUP-Blog am 14. Juni 2016
  • Von der Gutgläubigkeit hin zu Faktendenken: Anousch Müller über ihr Buch „Unheilpraktiker“, GWUP-Blog am 15. Mai 2016

8 Kommentare zu “Video: Heilpraktiker-Kritik bei Plusminus und nano”


  1. 1 Christian Becker 11. Mai 2017 um 05:50

    Aber die Prüfung ist doch soooo schwer.
    Im Chor, in dem ich singe, sitzt eine Frau neben mir, die gerade die “Ausbildung” zur Heilpraktikerin macht.
    Wenn man die so reden hört, dann ist das ja eigentlich wie ein Medizinstudium… und soo viel zu lernen und so.

    Gut, wenn man sich bei einer Heilpraktikerschule anmeldet, die tausende von Euro verlangt, dann sollte man auch erwarten, dass da Stoff vermittelt wird, egal ob der dann für die Prüfung relevant ist.

    Wenn man auf den Multiple-Choice-Test verweist, den manche Heilpraktikerschulen (ist das dann eigentlich Schulmedizin) im Internet veröffentlichen, heißt es oft, dass das nur eine Auswahl sei und der eigentliche Test viel schwerer.

    Wenn ich es nicht als totale Geldverschwendung ansehen würde, würde ich mich da gerne mal anmelden und sozusagen verdeckt ermitteln.
    Andererseits haben wir ja schon “Unheilpraktiker”, so dass der Käse eigentlich gegessen ist.

  2. 2 nihil jie 11. Mai 2017 um 09:07

    Gestern kam auch auf 3sat eine andere Sendung mit dem Titel “Heilen jenseits der Schulmedizin”

    https://www.3sat.de/page/?source=/dokumentationen/180197/index.html

  3. 3 Bernd Harder 11. Mai 2017 um 10:05

    @nihil jie:

    Werbesendung für Voodoo und Co.

  4. 4 nihil jie 11. Mai 2017 um 10:31

    @Bernd Harder

    Ja, war auch meine Einschätzung. Ich habe es nicht geschaut, weil ich um diese Uhrzeit nicht zuhaue war. Habe nur die Werbung zur Sendung gesehen.

  5. 5 Catweazle 11. Mai 2017 um 14:51

    Prüfung beim Amtsarzt klingt für mich fast nach Bockschein oder Deppertentest.

  6. 6 nota.bene 12. Mai 2017 um 13:24

    Die Frage der “HP-Prüfung” ist auch auf der Skepkon angesprochen und von einem Zuhörer richtig beantwortet worden. Trotzdem erlaube ich mir, meinen fachkundigen (sic!) Senf noch dazu zu geben.

    Tatsächlich wird kein “heilpraktisches Wissen” abgefragt, denn so etwas gibt es bekanntlich nicht. Die Prüfung, die in Baden-Württemberg übrigens nicht von den Gesundheitsämtern, sondern den vier Regierungspräsidien abgenommen wird, dient ausschlißlich der “Gefahrenabwehr”. Die angehenden HP sollen nachweisen, dass sie in der Lage sind, ernsthafte Krankheiten, die ihren Horizont übersteigen, zu erkennen oder zumindest zu erahnen, um ihre Patienten dann an richtige Ärzte weiterschicken zu können. Ob allerdings je eine Evaluation dieser Prüfung stattgefunden hat, weiß ich nicht.

  7. 7 Ute Parsch 13. Mai 2017 um 11:39

    @nota.bene

    “”Die Prüfung, (…) dient ausschließlich der “Gefahrenabwehr”. Die angehenden HP sollen nachweisen, dass sie in der Lage sind, ernsthafte Krankheiten, die ihren Horizont übersteigen, zu erkennen oder zumindest zu erahnen, um ihre Patienten dann an richtige Ärzte weiterschicken zu können.””

    Kenne ich auch so. Nur habe ich nie geschafft, rauszukriegen, auf welcher gesetzlichen Regelung diese Aussage beruht. Aus dem Heilpraktikergesetz, das ja bekanntlich fast auf einen Bierdeckel passt, geht es so nicht wirklich hervor.

    Wenn mir da ein HP in einer Diskussion widerspricht, nachdem ich das so gesagt habe: Auf welche Paragraphen (oder sonst was Offizielles) kann ich denn da verlinken?

  8. 8 Maria Katz 13. Mai 2017 um 21:22

    @Ute Parsch: Das steht in den jeweiligen Ausführungsbestimmungen der Länder, die übrigens alle aus den letzten Jahren stammen bzw. geändert wurden. Beispiel Bayern: https://www.verkuendung-bayern.de/allmbl/jahrgang:2010/heftnummer:2/seite:21

Kommentieren




NEU: Skeptiker 2/2017

SKEPTIKER 4/2016

GWUP im Social Web

Aktuelle Kommentare