Was kostet Homöopathie? Viel mehr, als behauptet wird

Schon vor fünf Jahren haben wir “Das Märchen vom Kostendämpfer Homöopathie” seziert.

2015 bestätigte eine Kostenanalyse auf der Basis von 44 500 gesetzlich versicherten Patienten:

Compared with usual care, additional homeopathic treatment was associated with significantly higher costs. These analyses did not confirm previously observed cost savings resulting from the use of homeopathy in the health care system.”

pedia

Zu diesem Thema ist jetzt der erste Teil einer “Homöopedia”-Serie erschienen, die beleuchten soll, welche Kosten bei einer homöopathischen Behandlung tatsächlich entstehen:

Die Stiftung Warentest hat ermittelt, dass die in der Praxis real anfallenden Kosten einer homöopathischen Behandlung beim Heilpraktiker nicht selten erheblich höher ausfallen als im Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) genannt und entsprechend nur anteilhaft von Kassen oder Beihilfe erstattet werden.”

Zum Weiterlesen:

  • Homöopedia: Kosten einer homöopathischen Behandlung beim Heilpraktiker
  • Das Märchen vom “Kostendämpfer Homöopathie”, GWUP-Blog am 13. November 2012
  • Can Additional Homeopathic Treatment Save Costs? A Retrospective Cost-Analysis Based on 44500 Insured Persons, PLoS One am 31. Juli 2015
  • Heilpraktiker: Bundesminister Gröhe sucht sein Heil im leisen Rückzug, GWUP-Blog am 8. Dezember 2016
  • Karl Lauterbach kritisiert die typischen Heilpraktiker-Märchen, GWUP-Blog am 14. September 2016
  • Homöopathie am Sonntag, GWUP-Blog am 5. März 2016

7 Kommentare zu “Was kostet Homöopathie? Viel mehr, als behauptet wird”


  1. 1 uwe hauptschueler 6. März 2017 um 18:29

    Homöopathie scheint beihilfefähig zu sein.

    Was mich interessiert ist ob Beamte, die Homöopathie abrechnen, mehr oder weniger krankheitsbedingte Fehlzeiten haben als welche die keine Homöopathie abrechnen?

    Ich vermute bei Homöopathieanwendern mehr Fehlzeiten weil meiner Meinung nach der Anteil an Hypochonder dort höher ist.

  2. 2 Udo Endruscheit 6. März 2017 um 22:10

    Homöopathie und auch HP-Leistungen sind in der Tat beihilfefähig.

    Was mir als “Beihilfeberechtigtem” immer dann sauer hochkommt, wenn ich bei der ersten Beihilfeabrechnung des Jahres vom Erstattungsbetrag erst einmal 300 Euro als “Kostendämpfungspauschale” abgezogen bekomme.

  3. 3 Den Fo 7. März 2017 um 09:16

    Was hat Homöopathie mit Hypochonder zu tun? Bin Beamter, finde Homöopathie gut und am wenigsten krank und krank geschrieben in meiner Arbeitsgruppe. …

  4. 4 Bernd Harder 7. März 2017 um 09:46

    @Den Fo:

    Was gewiss nicht an der Homöopathie liegt.

  5. 5 crazyfrog 7. März 2017 um 10:24

    Sogar ntv wacht auf:

    Sammelstudie zur Homöopathie: Globuli machen nicht gesund

    http://www.n-tv.de/wissen/Globuli-machen-nicht-gesund-article17108021.html

  6. 6 Bernd Harder 7. März 2017 um 14:02

    @Den Fo:

    Ihre persönliche Erfahrung ist (wie nahezu keine persönliche Erfahrung, “Gefühl” oder ähnliches) nicht verallgemeinerbar:

    < < Die Patienten, die Homöopathie in Anspruch nahmen, verursachten binnen 18 Monaten deutlich mehr Kosten als eine vergleichbare Gruppe von Patienten, die dies nicht tat. Zum einen lag das an Mehrkosten für Therapie und Medikamente. Zum anderen aber waren die Patienten, die zusätzlich homöopathisch behandelt wurden, länger krankgeschrieben. << http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/homoeopathie-warum-zahlt-die-krankenkasse-a-1137637.html

  7. 7 Ralf im Vollrausch 9. März 2017 um 22:59

    Gibt es wirklich Arbeitsgruppen bei Verbeamtenden?

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