Homöopathie: Glaubensmedizin und Verschwörungstheorie

Heute in der Jungen Welt:

jw

Existiert der wissenschaftliche Nachweis der Wirksamkeit einer therapeutischen Maßnahme, die über den Placebo-Effekt hinausgeht, sollte man konsequent von Medizin sprechen. Da die Paramedizin keine der Qualitätskriterien erfüllt, statt dessen vom Glauben der Patienten lebt – etwa an die heilsame Wirkung von Globuli (Homöopathie) oder Mistelprodukten (anthroposophische Medizin) –, sollte man von Glaubensmedizin sprechen.

Das wäre insoweit konsequent, da hinter den Therapiemaßnahmen geschlossene Welt- und Menschenbilder stecken, die einer stärkeren Thematisierung und kritischen Hinterfragung bedürften. Die real vorhandenen aktuellen Probleme im Gesundheitswesen dürfen unter keinen Umständen als Argument für eine glaubensmedizinische Ausrichtung therapeutischer Maßnahmen herangezogen werden.

Die Aufgabe wissenschaftlicher Standards in der Medizin käme einem Rückschritt in die Zeit vor der Aufklärung gleich, wo Quacksalberei weit verbreitet war.”

In dem Dossier “Fakten zu den Akten?” der österreichischen Nachrichtenagentur APA-Science wird Dr. Natalie Grams zum Thema Homöopathie zitiert:

Die Homöopathie ist sozusagen die erste Verschwörungstheorie mit gesellschaftlicher und politischer Adelung der vollen Akzeptanz.”

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