Jetzt online: Die Heilpraktiker- Debatte mit Dr. Natalie Grams im MDR-Fernsehen

Jetzt in der Mediathek:

Die “Fakt ist …”-Talkshow zum Thema Heilpraktiker mit Dr. Natalie Grams.

mdra

Es ist ein Unding, dass wissenschaftlich und lange in der Praxis ausgebildete Ärzte mit Heilpraktikern ohne geregelte Ausbildung, also medizinischen Laien, fast gleichgestellt werden – durch ein Gesetz von 1939.”

Hier geht’s zum Video.

Zum Weiterlesen:

  • Heilpraktiker: Bundesminister Gröhe sucht sein Heil im leisen Rückzug, GWUP-Blog am 8. Dezember 2016
  • Heilpraktiker sollen strenger überprüft werden. So ein bisschen jedenfalls, irgendwie, GWUP-Blog am 2. November 2016
  • “Heilpraktiker” bei Psiram
  • Karl Lauterbach kritisiert die typischen Heilpraktiker-Märchen, GWUP-Blog am 14. September 2016
  • Immer mehr Experten kritisieren die Heilpraktiker-”Ausbildung”, GWUP-Blog am 8. September 2016
  • Das INH nimmt Stellung zur aktuellen Debatte um die Rechte und Pflichten von Heilpraktikern, Informationsnetzwerk Homöopathie

8 Kommentare zu “Jetzt online: Die Heilpraktiker- Debatte mit Dr. Natalie Grams im MDR-Fernsehen”


  1. 1 nihil jie 10. Januar 2017 um 12:58

    Interessante Gesprächsrunde. Wobei ich etwas mehr von den anderen Gästen gehört hätte nicht hauptsächlich den Herrn Kugler, was natürlich nichts gegen den Inhalt des Gesagten sprach. Jedenfalls kam mir so vor als, ob Herr Kugler die hauptsächliche Redezeit hatte.

  2. 2 2xhinschauen 10. Januar 2017 um 13:33

    Der Moderator war gut vorbereitet, aber offenbar “biased”. Der hat der Heilpraktikerin Mehler einen ziemlichen roten Teppich hingelegt. Vielleicht weil er dachte, die steht allein gegen drei? Die hat die anderen drei mit ihrem halbwahren und irreführenden Kram ziemlich dominiert.

    Kugler fand ich total deplaziert. Der hat doch fast nur bagatellisiert. Seine knackigen Statements aus dem Intro (Methodenwahllosigkeit, ungeregelte HP-Ausbildung und Berufsbezeichnung) hat Natalie Grams im Gespräch mitvertreten müssen, zulasten der eigenen Kernbotschaften wie z.B. der Verbesserung der Ärzteausbildung und des Vergütungssystems.

    Die wiederholte Diskussion über die Akademisierung der HP-Ausbildung war komplett überflüssig, keine Ahnung was den Kugler da geritten hat. Eine einzige ärgerliche zeitfressende Nebelkerze, die völlig vom Istzustand ablenkt (dem eigentlichen Thema) und das Fach quasi schon in den Voradelsstand erhebt, ohne dass die Frau Mehler auch nur den Mund aufmachen musste.

    Enttäuschend die Gesundheitspolitikerin Michalk, die es fast widerspruchslos zugelassen hat, dass man ihr die Gesetzeslage erklärt statt umgekehrt, und die auch noch falsch. Die hat das später zu korrigieren versucht, aber Frau Mehler fällt ihr dabei ins Wort und der Moderator lässt das auch noch zu.

  3. 3 RPGNo1 10. Januar 2017 um 17:01

    Joachim Kugler war meiner Meinung nach eine Fehlbesetzung. Er hat die Heilpraktikerzunft ständig in Watte gepackt und ihr jede Menge Schlupflöcher offeriert. Zudem stand er Komplementätmedizin und alternativen Heilverfahren offen gegenüber, obwohl die Beweislage beiden stark widerspricht. Vielleicht sollte sich der MDR überlegen, das nächste Mal einen wirklichen Kundigen der Alternativmedizin einzuladen. Ich schlage dazu Edzard Ernst vor.

    Von Frau Mehner als Leiterin einer Heilpraktikerschule habe ich nichts anderes erwartet. Allein der von ihr skizzierte Werdegang von der Lehrerin zur Heilpratiktikein spricht Bände: Anekdoten, Scheinargumente noch und nöcher. Aber sie hatte rhetorisch durchaus was drauf und konnte sich daher gut aus der Affäre ziehen.

    Über Frau Michalk decke ich den Mantel des Schweigens. Die Frau ist gelernte Ökonomin. Warum die zur gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU ernannt wurde, wissen nur deren Parteiobere.

    Natalie Grams hat mir gut gefallen angesichts dessen, dass sie mit Joachim Kugler nur einen halbherzigen Verbündeten hatte und zudem des öfteren die seltsamen Anwandlungen des Moderators korrigieren musste.

  4. 4 skeptikus 10. Januar 2017 um 20:37

    Ich fand die Diskussion nicht schlecht.

    Oft ist das Verhältnis Skeptiker zu Esos 1:5, hier war es zwar teilweise etwas unklar, aber in der Summe doch eher kritisch….

    Verglichen mit den öden ARD-/ZDF-Talks war das mal zivilisiert und mit Argumenten. Mir hat es gefallen, ich fand auch die Sichtweise und Argumentation der Heilpraktikerin interessiert. Sie hat ja mit allen Mitteln versucht seriös zu wirken….bloß nicht esoterisch…

    tja, dann soll sie sich mal ihr Schulprogramm anschauen, voll mit unbewiesenen Verfahren der Alternativmedizin.

  5. 5 2xhinschauen 10. Januar 2017 um 22:25

    @RPGNo1, Skeptikus,
    ihr habt ja recht. Die Diskussion war durchaus oberhalb des üblichen Niveaus, wo sie sich sonst oberflächlich über Studienergebnisse streiten und damit das Fundament der Wissenschaftlichkeit insgesamt infrage stellen.

    Gleichwohl ist das Gesamtfazit beim Konsumenten m.E. dieser Sendung eher nicht so… also eben eher nicht so.

    @RPGNo1, Deinem letzten Absatz stimme ich uneingeschränkt zu. In der Gesamtkonstellation der Sendung war das diesmal wohl leider zuwenig, aber die wichtigen Punkte wurden angebracht.

  6. 6 Ralf im Vollrausch 11. Januar 2017 um 22:14

    Gerade am Sichten des Beitrages…
    Was soll das immer, mit der angeblichen Komplexität der Heilpraktikerprüfung…ich kann mich noch erinnern, daß ich mal spaßeshalber eine solche gemacht habe (im Internet) und unvorbereitet über 50% erreicht habe, obwohl ich nur ein medizinisch interessierter Laie bin.
    Mit etwas mehr Vorbereitungszeit, hätte ich bestimmt die nötige Qualifikation erreicht.
    Aber ich glaube – niemand von den Lesern hier – würde sich freiwillig von mir behandeln lassen :-)))

  7. 7 Ralf im Vollrausch 11. Januar 2017 um 22:50

    Die Gewinnmaximierung des Gesundheitssystem hat auch zur Folge, daß immer mehr Patienten ihr Heil in der Alternativmedizin suchen.
    Bei allem Respekt gegenüber Frau Dr. Grams, das Schlußwort, die “Gesprächstherapie” in der Ausbildung der Ärzte zu implementieren widerspricht diametral der “Kostenoptimierung” des Gesundheitswesen.
    Aber noch schlimmer – ist jetzt zwar OT – ist die mangelte Hygiene in den Krankenhäusern, die teils aus Kosten- und Zeitdruck nicht in voller Gänze ausgeübt werden kann.
    Wir fahren das Gesundheitswesen gegen die Wand, obwohl es eines der kostbarsten Güter ist, die wir in einer modernen Gesellschaft haben.

  8. 8 Catweazle 16. Januar 2017 um 08:09

    Mein Beileid an die Einwohner des US-Bundesstaates Massachusetts.
    http://acsh.org/news/2017/01/14/massachusetts-becomes-20th-state-where-naturopaths-can-hurt-you-10724


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