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„Freie Energie“-Experimente frei Haus aus dem Souvenirshop des Deuschen Museums

| 10 Kommentare

Unvergessen die Homöopathie-Debatte mit dem Deutschen Museum in München.

Jetzt hat der Physiker Dr. Holm Hümmler mal den Souvenirshop des Museums unter die Lupe genommen – und einige seltsame Sachen gefunden:

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Natürlich gibt es diese Produkte nicht nur im Shop des Deutschen Museums, aber wer solche Bücher und „Lernpakete“ verkauft, übernimmt damit eine Verantwortung und verbindet seinen eigenen Leumund mit dem seiner Produkte. Das gilt vor allem, wenn man erkennbar ein überschaubares Sortiment ausgewählter Angebote vermarktet.

Deswegen ist es auch ein Unterschied, ob man solche Produkte beim Kopp Verlag, bei Amazon oder beim Deutschen Museum bestellen kann.“

Zum Weiterlesen:

  • Quanten- und schlimmerer Quark im Shop des Deutschen Museums, Relativer Quantenquark am 3. August 2016
  • Homöopathie im Deutschen Museum – jetzt wird’s peinlich, GWUP-Blog am 7. Juli 2013
  • Homöopathie im Deutschen Museum, GWUP-Blog am 5. Mai 2013

10 Kommentare

  1. Dazu fällt mir ein: Geht es dem Deutschen Museum finanziell so schlecht, dass sie solche zumindest zweifelhaften Experimentierkästen anbieten? Oder wollen sie damit am esoterischen Rand um neue Besucher fischen?

    Das wirft leider ein schlechtes Licht auf ein ansonsten hochinteressantes Museum.

    Auf einer Klassenfahrt konnten wir mal einen Tag das Museum besuchen. Selbst dieser Tag hat einen nur oberflächlichen Eindruck über die Ausstellungstücke gebracht.

    Das Experiment mit dem Faraday’schen Käfig hat mich damals sehr beindruckt.

  2. @Bernd Harder:

    Klasse. Freundliches Meckern hilft also manchmal :)

  3. Das Deutsche Museum ist leider kein Einzelfall.

    Im Shop des Senckenberg-Museum Frankfurt gab es mal ein Buch über „Heilsteine“. Esoterik pur. Immerhin wurde dieses Machwerk nach meiner email-Beschwerde (cc an den Museumsdirektor) sofort entfernt.

    Aber dass es überhaupt in so einer Stätte der Bildung zu finden war, finde ich schlimm genug.

  4. Hartnäckig sind sie ja, die Naturverachter und Spinner. Wenn man ohne Anstrengungen Menschen von Falschem überzeugen kann, dann sollte es doch auch möglich sein, sich einen exponierten Platz unter den Naturwissenschaften zu erschleichen.

    Hat jemand mal in die neueste Auflage des Gerthsen reingeschaut? Könnte doch sein, dass sie es da auch versucht haben, mit ihrer beschränkten gewandten Theorie?

  5. Hm, ich bin mir nicht sicher, ob es fair ist,so kleine Shops für ihr fragwürdiges Sortiment zu kritisieren, bei Amazon aber mit den Schultern zu zucken. Unterm Strich macht jetzt der Museumsshop ein bisschen weniger Umsatz und Amazon wieder ein bisschen mehr.

  6. @Spacedude:

    << Natürlich gibt es diese Produkte nicht nur im Shop des Deutschen Museums, aber wer solche Bücher und „Lernpakete“ verkauft, übernimmt damit eine Verantwortung und verbindet seinen eigenen Leumund mit dem seiner Produkte. Das gilt vor allem, wenn man erkennbar ein überschaubares Sortiment ausgewählter Angebote vermarktet. Deswegen ist es auch ein Unterschied, ob man solche Produkte beim Kopp Verlag, bei Amazon oder beim Deutschen Museum bestellen kann. <<

  7. Heute hat das Deutsche Museum bereits mitgeteilt, dass der Shopbetreiber diese Angebote aus dem Sortiment nehmen wird. (Von Dr. Hümmler auf Twitter geteilt). Die Kritik hat schnell gewirkt.

  8. Super Reaktion . Keine unreflektierten Rechtfertigungen, sondern klare Kante gezeigt .

  9. Schnelle Reaktion, super, das ist dem Museum wiederum hoch anzurechnen.

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