Chemtrails aus der Sicht eines Verkehrspiloten

Interessanter Bericht beim Austrian aviation.net:

Ch

Dipl.-Ing. Heinz Bohlender, Flugingenieur und ehemaliger Flugkapitän, schreibt:

Im Universum des vermeintlich allwissenden Internets fand ich kürzlich zum Thema Chemtrails folgendes Statement:

„I haven’t seen a global airline NOT participating in this program.”

Damit meint der amerikanische Fernseh-Wetterexperte Scott Stevens wohl, dass alle internationalen Fluggesellschaften Chemtrails versprühen.

Habe ich da etwa in über dreißig Berufsjahren im Cockpit diverser Boeings und Airbusse etwas versäumt? Oder sollten die etwa hinter meinem Rücken Gerätschaften und Chemikalien in meinen Flieger eingebaut haben, von denen ich nie etwas auch nur zu erahnen vermochte?

Wer sind eigentlich DIE? Ist damit auch mein ehemaliger Arbeitgeber gemeint? Haben vielleicht die  Copiloten, als ich auf Toilette war, heimlich einen mir unbekannten Schalter betätigt, um Chemikalien abzulassen? Dann wären auch sie Teil eines Komplotts.

Oder aber, Steve Scott, der nachweislich einen Airbus nicht von einer Boeing unterscheiden kann, lügt. Übrigens betreibt Lufthansa keine einzige B767.

Da stellen sich Fragen über Fragen.  Man wird  einer Flut von Bildern und „Statements“ ausgesetzt  und ist völlig verunsichert. Schließlich geht es auch um die eigene Gesundheit. Vielleicht kann ich Ihnen aber mit Fachwissen, Fakten und ein wenig gesundem Menschenverstand helfen, sich Ihr eigenes Bild zu machen.

Dazu möchte ich Ihnen zwei Szenarien beschreiben.”

Oder gibt es vielleicht gar keine Flugzeuge, wie dieser Artikel nahelegt?

Zum Weiterlesen:

  • Spektakuläre neue Chemtrail- Beweise? Nope, GWUP-Blog am 5. Februar 2016
  • Die Flugverkehrverschwörung, Rückseite der Reeperbahn am 7. Februar 2016
  • Die heute-show über Chemtrails und das Buch einer Aussteigerin, GWUP-Blog am 18. Mai 2015
  • Wieso das Internet voll von Verschwörungstheorien ist, Süddeutsche am 6. Februar 2016
  • The ‘Chemtrail Conspiracy’, Skeptical Briefs Volume 18.3, September 2008
  • A Million Poisoning Planes, CSI am 14. August 2013
  • Chemtrails oder die Suche nach der Wahrheit im historischen Kontext, Mimikama am 6. Februar 2016
  • Chemtrails vergiften den Himmel, aber mit Zigaretten kann man sich schützen, derStandard am 1. September 2015
  • Verschwörungs-Parodie: „Schule der Wahrheit“ – eine alternative Bildungseinrichtung, GWUP-Blog am 6. Februar 2016

5 Kommentare zu “Chemtrails aus der Sicht eines Verkehrspiloten”


  1. 1 Ralf 9. Februar 2016 um 20:07

    Ja, es ist schon schwerverdaulich, wenn man ein Teil einer Verschwörung ist und nichts davon weiß ;-)
    Ich wohne schon “immer” in relativer Nähe zu Frankfurt a.M. und ich kenne eigentlich keine Wolken, sondern nur “Chemtrails”, wenn ich in den Himmel schaue… :-)
    Das erste mal in meinem Leben, sah ich den wahren Himmel, als Eyjafjöll 2010 den Flugverkehr lahmlegte…das war der Himmel auf Erden.
    Was ich eigentlich sagen will – ich spüre bis jetzt noch keine Auswirkungen der Chemikalien, denen ich massiv ausgesetzt wäre…meine ich jedenfalls :-D

  2. 2 rambaldi 10. Februar 2016 um 13:43

    Piloten sind doch automatisch Bestandteil der CT-Verschwörung, genau wie Bielefelder zur Bielefeldverschwörung gehören.

  3. 3 crazyfrog 2. Mai 2016 um 22:40

    Popcorn, ein Pilot legt sich mit einer Chemtrail-Gruppe auf Facebook an:

    http://abload.de/img/pilotfcus2.png

  4. 4 noch'n Flo 3. Mai 2016 um 10:21

    @ crazyfrog:

    Danke für den Link, ich habe gerade Tränen gelacht. Ganz grosses Damentennis.

  5. 5 klauszwingenberger 3. Mai 2016 um 11:30

    Warten wir’s mal ab, ob das immer nur zum Lachen bleibt.

    Ich habe radikalisierte Tierrechtler bei Rempeleien vor einem Schuhgeschäft gesehen, des Leders wegen. Wir haben über randalierende Reichsheinis lesen müssen, die Gerichtsvollzieher “verhaften”. “Befreiungsaktionen” für Nutztiere waren schon mal da.

    Anschläge auf Kliniken, in denen Schwangerschaften abgebrochen werden, haben wir erlebt, und wir werden erleben, dass Radikalveganer den Reformhäusern die Scheiben einwerfen, und sei es des anthroposophischen Mondscheinkäses wegen.

    Bei solchen anaeroben Kulturen steht immer die Möglichkeit im Hintergrund, das eigene Gewaltpotential zu entdecken und dann das Recht in die eigene Hand zu nehmen. Man landet dort ja erst, wenn man den Sinn für Maß und Ziel verloren hat.

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