SkepKon-Rückblick: Benzin sparen durch „magisches“ Zubehör fürs Auto?

Warum eigentlich gibt es noch kein Wasserauto?

Mehr noch: Wieso wurde ein Wasserauto-Erfinder unlängst sogar wegen Betrugs verurteilt?

Für das Internet-Portal weltverschwoerung.de ist die Sache klar:

Solange es Öl gibt, solange wird alles andere unterdrückt werden. Die Ölkonzerne werden alles daran zu setzen, deine Erfindung entweder zu zerstören oder sie dir abzukaufen und unter Verschluss zu halten.”

Und wenn nicht die Ölkonzerne, dann die Autoindustrie – diesselbe Branche, die eine Vielzahl weiterer revolutionärer Techniken unter Verschluss hält, mit denen die gebeutelten Verbraucher Benzin sparen könnten, wie etwa magnetische Kraftstoffaktivierung oder Spritsparkarten.

Bei der SkepKon 2014 in München ging der Physiker Dr.-Ing. Philippe Leick solchen Benzinspar-Mythen auf den Grund.

Leick, selbst in der in der Forschungsabteilung eines großen Automobilzulieferers tätig, sieht in seinem Arbeitsbereich wenig Raum für eine großangelegte Konspiration:

Die Autoindustrie ist nicht gerade der beste Ort, wo man die Unterdrückung neuer Techniken vermuten sollte. Denn es gibt einen intakten Wettbewerb – Sie können von zig verschiedenen Herstellern Autos kaufen, die im Wesentlichen das Gleiche leisten.

Die Konzerne kommen aus den unterschiedlichsten Ländern, einschließlich einiger neuer Player aus China und Indien. Die Hersteller stehen unter einem enormen Preisdruck und haben mit immer schärferen gesetzlichen Auflagen zu kämpfen.

Mir scheint es nicht plausibel, dass unter diesen Rahmenbedingungen jemand auf eine revolutionäre Technik verzichtet, die ihm einen enormen Markt- und Imagevorteil sichern würde.”

Sodann ging der SkepKon-Referent in die Details.

Ein Auto, das ausschließlich mit Wasser betankt wird, sei nichts anderes als ein Perpetuum Mobile erster Art. Denn Wasser ist kein Energieträger, als Endprodukt der vollständigen Verbrennung von Wasserstoff kann man es sogar mit Fug und Recht als Abgas bezeichnen.

Das hat “Erfinder” wie Stanley Meyer, den eingangs erwähnten Daniel Dingel oder die japanische Firma Genepax indes nicht davon abgehalten, Pläne für solche “Wasserautos” verschiedenen Investoren anzudrehen.

Was ist daraus geworden?

Meyer und Dingen wurden wegen Betruges verurteilt, Genepax ist 2009 von der Bildfläche verschwunden.

Nichtsdestotrotz erfreuen sich Bauanleitungen für „Wasserautos“ im Internet gleichbleibender Beliebtheit.

Hauptantrieb für solche Vehikel bleibt ein konventioneller Diesel- oder Benzinmotor. Durch Zugabe des sogenannten Brown‘schen Gases soll aber der Wirkungsgrad erheblich gesteigert werden.

Trotz gegenteiliger Beteuerungen der Freien-Energie-Szene handelt es sich dabei jedoch um nichts anderes als Knallgas, ein detonationsfähiges Gemisch aus Wasser- und Sauerstoff, erzeugt im Fahrzeug selbst durch Elektrolyse von Wasser.

Um Wasser in einer Elektrolysezelle aufzuspalten, muss aber mindestens die Energie aufgewendet werden, die später bei der Verbrennung des Knallgases wieder frei wird.

„Nebenbei“ damit ein Fahrzeug anzutreiben, erfordert bereits einen Wirkungsgrad der Elektrolyse von über 100 Prozent. Wenn diese Energie dann aber noch in Form von Verbrennungswärme frei wird, sieht die Energiebilanz besonders bescheiden aus, da Wärme niemals vollständig in mechanische Energie umgewandelt werden kann.

Tatsächlich kann für den Gesamtprozess von der Verbrennung bis zur Elektrolyse bestenfalls ein Wirkungsgrad um 15 Prozent angenommen werden.

Wenig überraschend ist daher das Fazit der US-Wissenschaftszeitschrift Popular Mechanics: Keines der Selbstbaukits zur Erzeugung von Wasserstoff an Bord des Fahrzeugs konnte in einem Test die versprochenen Vorteile einlösen.

Dabei ist das „Doping“ eines Verbrennungsmotors durch Wasserstoff keinesfalls abwegig und durchaus Gegenstand aktueller Forschung.

Aufgrund seiner Zündwilligkeit und der sehr hohen Flammengeschwindigkeit kann Wasserstoff eigentlich als idealer Brennstoff gelten. Selbst kleine Mengen sollen die Verbrennung in einem Benzinmotor positiv beeinflussen können, wie einer aktuellen Facharbeit zu entnehmen ist.

Doch für die Erzeugung von Wasserstoff an Bord eines Fahrzeugs ist die Elektrolyse ein besonders ineffizienter Weg.

Gängige Bausätze für Brown‘s Gas kommen mit grob 240 W nicht über die Leistung eines kleinen Stabmixers hinaus – und erzeugen damit nur einen Bruchteil der Menge, die für einen echten Durchgriff auf die Verbrennung notwendig wäre.

Zum Vergleich: Der Benzinverbrauch bei konstanten 100 km/h entspricht einer Gesamtleistung um 40 kW.

Sehr beliebt ist auch das „Aktivieren“ des Kraftstoffs, führte Leick weiter aus.

Dies soll durch eine besondere Anordnungen von Magneten geschehen, wie zum Beispiel in einem US-Patent von 2001 beschrieben. Oder aber durch ganz andere, oft nicht näher spezifizierte oder offenkundig pseudowissenschaftliche Verfahren.

Der behauptete Wirkmechanismus soll dabei unter anderem zu folgenden Effekten führen:

  • Ausrichtung der Kraftstoff-Moleküle im (Magnet-) Feld
  • Aufbrechen von Kraftstoff-Clustern, lösen von Wasserstoffbrücken
  • einer „erhöhten Unruhe der Elektronen“
  • Cracken von Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen ermöglicht Andocken von Sauerstoff
  • Aktivierung, Ionisation von Molekülen

All das wiederum soll zu einer schnelleren und vollständigeren Verbrennung führen.

Und damit zu einer höheren Leistung des Motors, geringeren Emissionen und einem um bis zu 20 Prozent  reduzierten Verbrauch.

Von magnetischen Feldern geht immerhin eine reale Wirkung aus. Kraftstoffe sind nicht vollkommen unmagnetisch, sondern – wie jede andere Substanz auch – diamagnetisch und werden daher aus Magnetfeldern herausgedrückt.

Manche Moleküle können im Magnetfeld sogar ausgerichtet werden.

Diamagnetismus ist aber die schwächste Form des Magnetismus und die auftretenden Kräfte sind dementsprechend gering, wie Leick vorrechnete: Selbst mit den stärksten Neodym-Magneten schafft man es nicht annähernd, gegen die allgegenwärtige thermische Unordnung anzukommen.

Für andere der oben aufgeführten Effekte führte der Physiker ähnliche Argumente ins Feld, denn die erforderliche Energie ist für das Aufbrechen von chemischen Bindungen oder das Ioniseren von Molekülen um ein vielfaches höher als für ein „einfaches Ausrichten“.

Deshalb nimmt es kaum wunder, dass kontrollierte Tests der vermeintlichen Spritspar-“Innovationen” bislang stets negativ ausgegangen sind.

Trotzdem schwören nicht wenige Anwender auf ihre vollkommen wirkungslosen Gadgets – wie kann das sein?

Leicks Erklärung:

Die allerwenigsten Autofahrer können den eigenen Kraftstoffverbrauch zuverlässig bewerten. Die Werte schwanken erheblich und hängen sowohl vom eigenen Fahrverhalten als auch von nicht beeinflussbaren Faktoren wie der Strecke, dem Verkehr und dem Wetter ab.”

Bei einem Test mit einem Mitarbeiter in seinem eigenen Unternehmen ist Leick sogar einer Art “Placebo-Effekt” auf die Spur gekommen:

Manch ein Fahrer verändert nach dem Einbau der Wunderapparaturen unbewusst seine Fahrweise.”

Außerdem:

Diverse Anbieter empfehlen neben ihrem „magischen“ Zubehör zugleich eine konservativere Fahrweise oder eine Umprogrammierung des Motorsteuergerätes. Das sogenannte Chip-Tuning könne durchaus wirkungsvoll sein, zeitige aber nicht nur Vorteile.

Bessere Verbrauchswerte (oder höhere Leistung) können mit einer geringeren Lebensdauer des Motors, schlechteren Abgasemissionen oder erhöhten Motorgeräuschen einhergehen. Nicht umsonst muss ein  Chip-Tuning durch anerkannte Prüfer (wie TÜV oder DEKRA) abgenommen und in den Fahrzeugpapieren eingetragen werden.

Und woran erkennt man nun reine Abzocke?

If it’s too good to be true, it probably is”,

zitierte Leick das Mantra des gesunden Misstrauens:

  • Verspricht ein Anbieter Verbesserungen in allen Aspekten, ist das ein sicheres Anzeichen dafür, dass keines dieser Versprechen gehalten wird.
  • Die Werbung besteht vor allem aus Erfahrungsberichten.
  • Nebenbei wird eine Umprogrammierung des Motorsteuergeräts empfohlen.
  • Soll das Produkt mit allen Motortypen funktionieren, hat der Anbieter sich sehr wahrscheinlich überhaupt nicht mit den technischen Details beschäftigt, denn:

Die Unterschiede in der Bauart moderner Motoren seien derart groß, dass es an ein Wunder grenzte, wenn die gleiche Methode allen Brennverfahren auf die Sprünge helfen könnte.

Die Anbieter bekümmere das jedoch wenig, sie …

… empfehlen ihre Produkte häufig sogar für Öl- und Gasheizungen.”

Das häufig gegebene Versprechen einer „vollständigeren Verbrennung“ stehe zudem in augenfälligem Kontrast zu der Tatsache, dass in heutigen Motoren die Verbrennung bereits zu annähernd 100 Prozent vollständig ist.

Bezogen auf den eingesetzten Kraftstoff handele es sich bei den Schadstoffen im Abgas (abgesehen von CO2, neben Wasser das einzige Endprodukt einer vollständigen Verbrennung) selbst vor der Abgasnachbehandlung um Spurenelemente.

Leick abschließend:

Eine „schnellere Verbrennung“ kann unter bestimmten Umständen tatsächlich zu einer höheren Effizienz führen. Ob der Fahrer damit glücklich würde, ist aber eine andere Frage, denn die niedrigeren Verbrauchswerte würde er sich aller Voraussicht nach mit erhöhten Verbrennungsgeräuschen und Stickoxid-Emissionen erkaufen.”

Funktionierende Benzinspar-Tipps gibt es zum Beispiel hier oder hier.

Den SkepKon-Vortrag “Kraftstoffsparen durch magisches Zubehör fürs Auto. Übersicht und physikalische Hintergründe” von Dr. Philippe Leick finden Sie hier auch als Video.

Zum Weiterlesen:

75 Kommentare zu “SkepKon-Rückblick: Benzin sparen durch „magisches“ Zubehör fürs Auto?”


  1. 1 Beobachter 6. November 2014 um 13:20

    Könnte Herr Leick vielleicht mal was dazu sagen – wie hat sich denn de facto der Kontakt zum “Erfinder” gestaltet ?
    Was kam dabei heraus ?

    Sind “Erfindung/Erfinder” überhaupt ernst zu nehmen ?

    Nix Genaues weiß man nicht …

  2. 2 Pierre Castell 6. November 2014 um 14:24

    @ Ricardo
    “Dass aber auch die Wissenschaft oftmals Hemmungen hat, einem sagen wir mal in deren Augen “Nichtwissenschaftler” etwas zu bescheinigen, liegt in der Ungläubigkeit und in dem Neid, der nicht mehr unabhängigen Wissenschaft, die sich oft im Bann und der Gunst der Großkonzerne befindet!”

    Was für eine Aussage!
    Ganz schön zusammengestrickt…

  3. 3 Ricardo 6. November 2014 um 20:21

    @Gerry:
    Die Erfindung ist bereits vor einigen Monaten auf dem Rollenprüfstand getestet (TÜV Lambsheim, Vito 2,2 CDI, 25min bei Tempo 130 km/h mit 9,8% Einsparung) und die Wirkung ist mittlerweile so ausgereift, dass es jeder testende Fahrer sofort nach dem Einbau merken kann, was da vor sich geht!

    Das Beschleunigungsvermögen ist enorm verbessert, die Diesel werden im Lauf extrem leise und die Benziner im Drehzahlkeller bärenstark!

    Eine Testung beim TÜV oder bei einer UNI ist der einzig gangbare und aussagefähige Beweis. Dies ist jetzt der nächste Schritt, um dem “Gerede um den heißen Brei” ein Ende zu setzen und um effizient vermarkten zu können!

    @Pierre Castell:
    In Teilbereichen tritt man in Konkurrenz zur forschenden Wissenschaft, was zu Hemmungen und Vernebelungen führt, durch die man als Outsider nicht hindurch kommt, wenn man sich nicht verkaufen will! Da könnte der Erfinder einiges zu sagen, aber es sicher nicht machen wird!

  4. 4 gnaddrig 7. November 2014 um 09:31

    @ Ricardo: Wenn der TÜV Lambsheim das getestet hat, gibt es darüber doch sicher was Schriftliches? Irgendeine Bescheinigung, ein Testprotokoll o.ä. des TÜV Lambsheim, aus der die Testmodalitäten und erzielte Einsparung hervorgehen? Da hätte man ja immerhin eine Diskussionsgrundlage.

  5. 5 rambaldi 7. November 2014 um 10:29

    Mal zurück zum Artikel…

    “Für das Internet-Portal weltverschwoerung.de ist die Sache klar:”

    Das ist keine Meinung des Portals sondern die Äußerungen eines Forumsbenutzer, so genau sollte man dann doch sein.

  6. 6 vincent 7. November 2014 um 11:34

    “…auf dem Rollenprüfstand getestet (TÜV Lambsheim…)”
    und
    “Eine Testung beim TÜV oder bei einer UNI ist der einzig gangbare aussagefähige Beweis.”

    Also was denn jetzt?
    Hat der TÜV jetzt einen repräsentativen Test vorgenommen oder nicht?

  7. 7 Ricardo 7. November 2014 um 11:57

    @ gnaddrig: Die Testung erfolgte auf eine Einladung einer Lichtensteiner Unternehmensgruppe, die die Tests bezahlt haben. Die Ermittlung der Ersparnis ergab sich aufgrund des genommenen Istwertes und der Differenz mit dem Gerätetyp, mittels Ausliterung. Die versprochenen Ergebnisse wurden nicht ausgehändigt (notarieller Zeuge), da keine Übereinkunft zu einer Zusammenarbeit mit dieser Gruppe gefunden wurde. Als weitere interessante Wirkung, ergab sich bei einem Fahrzeug 1,9 TDI ohne Russpartikelfilter, bei Vollgasfahrten im 5.Gang im Beschleunigungsvorgang von 120 auf 150 km/h, eine NOX-Minderung, im Vergleich, um 50%!

    Der TÜV in Lambsheim ermittelt nur im NEFZ-Zyklus, mit Messung der Kohlenstoffbilanz im Abgas. Die Prozedur ist genormt und bei positiver Testung kann ein Gutachten erstellt werden, welches die Spritersparnis attestiert!

    Hinsichtlich der Testmethode hat mir der Erfinder mitgeteilt, dass ihm egal sei, wie getestet würde. Mit der Reife der Technik kann sowohl der NEFZ, als auch die Aussenfahrmethode verwendet werden, um die positive Wirkung zu dokumentieren!

    Und noch eines, da ich weder verwandt noch verschwägert mit dem Erfinder bin, möchte ich zum Ausdruck bringen, dass ich persönlich 100% überzeugt bin und viele weitere meiner Bekannten auch, die diese Technik bereits erfolgreich einsetzen!

    Ich möchte daran erinnern, dass mittlerweile über 3 Monate ins Land gegangen sind. Herr Leick möchte testen oder wie sieht´s jetzt aus. Nicht dass ich Druck machen möchte, aber ich möchte das hier zum Abschluss bringen. Wie schnell ist nichts getan. Schließlich sind wir hier nicht in einer politischen Debattierrunde, sondern es geht um knallharte wissenschaftliche Fakten, die darauf warten, überprüft zu werden!

    RICARDO

  8. 8 gnaddrig 7. November 2014 um 13:17

    Also was denn jetzt?
    Hat der TÜV jetzt einen repräsentativen Test vorgenommen oder nicht?

    Und wenn, wieso soll eine aussagekräftige Überprüfung dann am Desinteresse ausgerechnet der Skeptiker scheitern? Wenn der Test beim TÜV stattgefunden hat und der von Ihrem Erfinder behauptete Effekt nachgewiesen wurde, ist das Kind doch in trockenen Tüchern. Dann ist ein möglicher Test an einer Universität oder einem wissenschaftlichen Institut doch ein Spaziergang.

    Vorausgesetzt natürlich, der Test wurde so aufgesetzt, dass eventuell gemessene Effekte eindeutig auf den Apparat Ihres Erfinders zurückzuführen sind. Das müsste sich aber recht einfach zeigen lassen, wenn man den dazugehörigen Papierkram des TÜV sichtet.

  9. 9 Ricardo 10. November 2014 um 11:12

    Wir wollten und würden gerne der GWUP den Vortritt lassen…

    Ok, die will, kann oder darf nicht…

    …oder sie hat kein Interesse an positiven Testungen an:

    Spritsparwundern, Wasserbelebung, Bioenergetik, Bioresonanz…

    Es kann ja nicht sein, was nicht sein darf!

    Oder?

    Insofern sagen wir hier einmal endgültig

    AUF WIEDERSEHEN

    und weiterhin noch viel Entspannung und Genuss im Nichtglauben wollen!

  10. 10 Bernd Harder 10. November 2014 um 11:21

    @Ricardo:

    << Spritsparwundern, Wasserbelebung, Bioenergetik, Bioresonanz... << Endlich kommt das lange erwartete Esoteriker-Outing. << im Nichtglauben wollen! << Können Sie mal einen Satz schreiben, ohne sich selbst zu widersprechen? Was genau wollen Sie: wissen oder "glauben"?

  11. 11 Pierre Castell 10. November 2014 um 11:41

    @ Bernd Harder
    “Endlich kommt das lange erwartete Esoteriker-Outing.”

    Klingt oberklug, aber ich hatte das schon letzte Woche nach seinen ersten Mails vermutet…

  12. 12 Beobachter 10. November 2014 um 14:07

    Trotz offensichtlichem “Esoteriker-Outing” hätte ich doch mal gern Philippe Leick von der GWUP dazu gehört und kann meinen Kommentar von weiter oben nur wiederholen:

    “Könnte Herr Leick vielleicht mal was dazu sagen – wie hat sich denn de facto der Kontakt zum “Erfinder” gestaltet ?
    Was kam dabei heraus ?
    Sind “Erfindung/Erfinder” überhaupt ernst zu nehmen ?
    Nix Genaues weiß man nicht …”

    Ich würde mir ungern unterstellen lassen –
    “Ok, die will, kann oder darf nicht…” ;-)

  13. 13 Ricardo 10. November 2014 um 19:55

    Noch ein kurzes Schlusswort, damit sich die Wogen ein wenig glätten. Auch wenn nach Meinung der GWUP ein Esoteriker die Bühne betreten hat, ist es festzustellen, dass es hier nicht um die Meinung von Wissenschaftler oder Nichtwissenschaftler, Esoterikern und Niohtesoteriker, Gläubigen oder nicht glauben Wollende geht.

    Es geht um den Fortschritt und um die Evolution!

    Den liebe Leute solltet ihr nicht verschlafen, denn wie zu vermuten, gibt es den oder die wissenschaftlichen Beweise zur Wirksamkeit dieser Spritspartechnik.

    Herrn Leick trifft hier keine Schelte, denn wir alle sind letztendlich Zwängen ausgesetzt, was unsere berufliche Situation betrifft!

    Machen Sie ein Schlussstrich unter diesem Blog-Beitrag, denn hier ist wirklich die Luft raus!

    In diesem Sinne alles Gute!

  14. 14 Beobachter 11. November 2014 um 02:52

    @ Ricardo:

    Meine persönliche Meinung:
    Sie haben gescholten; auf die GWUP und Herrrn Leick, und jetzt machen Sie einen Rückzieher, “weil die Luft raus ist”.

    Wenden Sie sich mit Ihren “zu vermutenden wissenschaftlichen Beweisen zur Wirksamkeit dieser Spritspartechnik” an die Autoindustrie; die wird Ihnen und Ihrem “Erfinder” die Füße küssen angesichts dieser “fortschrittlichen und evolutionären” Innovation.

    Oder vermarkten Sie Ihre “Erfindung” selbst und reihen sich ein in die Unzahl schon bestehender Firmen, die mit Humbug-Produkten den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen.

    Dazu braucht`s nur ein “gutes” PR-Geschäftsmodell, damit potentielle Käufer daran glauben.

    Auch in diesem Sinne alles Gute!

  15. 15 vincent 11. November 2014 um 12:35

    @Beobachter
    Tja, so sehe ich das auch.

    Wenn “die Erfindung” bald zwischen Wasserenergetisierern und Wünschelruten in der Auslage liegt, findet man auch ganz sicher Käufer, die dann auch schwören, jetzt weniger sprit zu verbrauchen.

    Nur – Millionär wird er wohl nicht werden, der “Erfinder”.
    Warum wohl?

    Aber ich lasse mich immer noch gerne eines besseren belehren und nehme alles zurück, sobald – sagen wir der ADAC oder zumindest Stiftung Warentest eine uneingeschränkte Kaufempfehlung mit plausiblen Erläuterungen veröffentlicht.

    Und: Schluss ist dann, wenn hier nichts mehr passiert und nicht weil irgendjemand das so möchte.

  16. 16 Pierre Castell 11. November 2014 um 13:54

    @ Ricardo
    “Machen Sie ein Schlussstrich unter diesem Blog-Beitrag, denn hier ist wirklich die Luft raus!”

    Auch ich stimme Beobachter zu.

    Ihnen gehen die Argumente aus und darum wollen Sie einen Schlussstrich ziehen. Mann, oh Mann…

    Geht´s noch?

  17. 17 gnaddrig 11. November 2014 um 16:43

    Wg. Schlussstrich: Warten wir weiter auf den großen Durchbruch einer Freie-Energie-Maschine oder eines Energiesparwunders. Ich hoffe, Bier und Chips gehen dieses Jahrtausend nicht aus…

  18. 18 Philippe Leick 11. November 2014 um 18:51

    Bitte entschuldigt, dass ich erst jetzt kommentiere, ich hatte hier eine Zeit lang nicht mitgelesen.

    Erstmal möchte ich klarstellen, dass ich persönlich großes Interesse an einem Test habe, diesen aber nicht in alleinregie oder privat durchführen kann.

    Für einen seriösen Test ist einiges an Ausrüstung erforderlich.

    Natürlich bin ich auch gewissen “beruflichen Zwängen” ausgesetzt – geeignete Prüfstandsmotoren oder Fahrzeuge stehen nirgends einfach herum. Auch die GWUP hat solche Versuchsträger nicht, das kann sie sich als Verein auch gar nicht leisten.

    Ich brauche daher Partner, die den Versuch unterstützen.

    Das braucht Zeit, und – offen gesagt – gibt es bis jetzt auch keine Einigung. Ich bin aber noch am Ball.

    Auch will ich nicht verheimlichen, warum ich keine Namen nenne: Weil jede seriöse Institution natürlich und zu recht Angst hat, durch Test eines Unfug-Produktes den eigenen Ruf zu beschädigen. Dafür habe ich viel Verständnis, Negativbeispiele gibt es genug.

    Daher muss Vertrauen aufgebaut bzw. ein Modus gefunden werden, wie man vorgehen kann.

    Was ich alleine kurzfristig machen könnte: Wenn wieder ein Test wie in Lambsheim “ohnehin” stattfindet, würde ich ihn gerne beobachten. Dazu würde ich auch (sofern es mir möglich ist) zum Ort des Versuchs reisen.

    Andererseits – und das muss ich Ricardo bzw. seinem Bekannten ankreiden – konnte mir noch niemand irgendein Versuchsprotokoll schicken. Es muss doch mehr geben als den Test in Lambsheim?

    Ich verlange wohlgemerkt nichts zum Aufbau des Produktes, sondern nur eine Dokumentation der internen Versuche, die die Wirkung belegt haben wollen.

    Die Frage ist doch berechtigt: Wie systematisch wurde dabei vorgegangen? Welche Maßnahmen wurden getroffen, um Selbsttäuschung (wozu es genug Möglichkeiten gibt) zu erschweren?

    Es ist, da mir (trotz mehrfacher Nachfrage) nichts dergleichen vorliegt, nicht möglich, das “Niveau” der Behauptung zu bewerten.

    Die Ausführungen auf der Webseite sind für mich – trotz Physikstudium und mittlerweile fast 14 Jahren in der Branche – nur verwirrend.

    Und daher nicht gerade vielversprechend.

  19. 19 Ricardo 11. November 2014 um 20:08

    @ Dr. Leick: Es wird Ihnen niemand einen Vorwurf machen, dass Sie etwas nicht kennen oder verstehen, von dessen Existenz die Wissenschaft nicht überzeugt oder nicht informiert ist. Ein Wissenschaftler darf sich den Luxus erlauben zu sagen, dass er nicht alles kennen und wissen muss, gerade auch in Bezug auf neue wissenschaftliche Fakten.

    Ihre Einschätzung ist nur eine Vermutung und beruht nicht auf eine Erfahrung oder einem Kenntnisstand!

    Der Erfinder hat Ihnen eine Referenz von einem Spediteur genannt, den unter anderen in der Vergangenheit die Treuhand platt gemacht hat, da er sich gegen den Willen der Lobby aufgelehnt hat. Ein Mann, der das Herz auf dem rechten Fleck hat und gerade seinen Weg geht und sehr genau bewerten kann, was mit seinem Fahrzeug passiert, da er ein Maschinenkenner ist. Es gibt KFZ-Meister die beschreiben, wie ein 1,4 TDI Fahrleistungen mit der Technik zeigt, die Motoren gleich kommen, wie dem eines Fahrzeuges mit einem 2,0 TDI-Motor!

    Herr Leick, probieren Sie es doch selber einmal im Stillen aus und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Wovor haben Sie Angst?

    RICARDO

  20. 20 Bernd Harder 11. November 2014 um 20:13

    @Ricardo:

    << Herr Leick, probieren Sie es doch selber einmal im Stillen aus und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Wovor haben Sie Angst? << Es fällt mir zunehmend schwer, nachzuvollziehen, warum Sie beständig an Emotionen wie "Angst", "Ehre" etc. appellieren, aber nichts Konkretes vorlegen, etwa die Protokolle, um die Herr Leick ersucht hat. Was Sie fühlen, glauben, meinen, ist für die Sache vollkommen irrelevant. Auch was andere (auch "KFZ-Meister") fühlen, glauben, meinen, tut nichts zur Sache. Gerade auf die zahlreichen Selbsttäuschungsmöglichkeiten haben verschiedene Kommentatoren doch mehrmals aufmerksam gemacht. Da gibt es nichts "im Stillen" mal eben so "auszuprobieren", wenn Sie einen handfesten *Beweis* wollen. << Ein Wissenschaftler darf sich den Luxus erlauben zu sagen, dass er nicht alles kennen und wissen muss, gerade auch in Bezug auf neue wissenschaftliche Fakten. << Es gibt doch noch gar keine FAKTEN. << Ihre Einschätzung ist nur eine Vermutung und beruht nicht auf eine Erfahrung oder einem Kenntnisstand! << "Erfahrungen" sind keine Fakten, und Ihr persönlicher "Kenntnisstand" muss keineswegs korrekt und allgemein akzeptiert sein. Sie argumentieren lupenrein esoterisch, wie schon öfter angemerkt.

  21. 21 Ricardo 11. November 2014 um 20:25

    Dieser Verein hat über 1000 kluge Köpfe und einen mit einem besonders prägnaten Wissensstand in Bezug auf die Verbrennung von Kraftstoff!

    Erstens kann Herr Leick für sich selber sprechen und zweitens Herr Harder sind Sie einer der Hardliner in dem Verein, der neue Strukturen nicht zulässt!

    Warum beschäftigen Sie sich nicht mit den Werwölfen und lassen einmal die anderen eine Erfahrung machen, die sie ganz für sich behalten können. Der Erfinder und meine Wenigkeit wird keine Namen nennen und nichts berichten, wenn der oder die Tester werden möchten!

    Wovor Herr Harder haben Sie Angst?

  22. 22 gnaddrig 11. November 2014 um 21:12

    Es gibt doch noch gar keine FAKTEN.

    Jei, so salopp dahingeschrieben, das ist gefährlich. Jetzt kommt bestimmt bald wer und sagt: “Siehste, sogar die Skeptiker geben zu, dass es Fakten überhaupt gar nicht gibt. Da hat der Harder sich verplappert, und hinterher müssen sie das irgendwie wieder wegreden. Wird aber nicht gehen, die Wahrheit ist draußen, genau wie bei Schäuble und der Nichtsouveränität der Bundesrepublik.”

  23. 23 Philippe Leick 11. November 2014 um 22:07

    @ Bernd: Vielen Dank für deinen letzten Kommentar – ich hätte es nicht besser auf den Punkt bringen können.

    @ Ricardo:
    << Ihre Einschätzung ist nur eine Vermutung und beruht nicht auf eine Erfahrung oder einem Kenntnisstand! <<
    Bitte nicht vergessen: Physikstudium, Promotion im Maschinenbau, annähernd 14 Jahre Forschungserfahrung. Aber sicher ist es mein Grundverständnis von Thermodynamik, welches mich daran hindert, offensichtliche Wahrheiten zu erkennen!

    Es gibt einen einfachen Grund, warum ich den angegeben Spediteur (bisher) nicht kontaktiert habe: Weil ich mir davon nichts verspreche.

    Ich glaube gerne, dass der Mann sein Herz am rechten Fleck hat und sich mit Motoren gut auskennt. Aber das schützt ihn in nicht davor, sich in etwas zu verrennen oder sich zu täuschen (und erinnert an das Argument, eine UFO-Sichtung müsse wahr sein, nur weil sie von einem Polizisten oder Piloten kommt).

    So hart es klingt: Die wissenschaftliche Beweiskraft von Anekdoten ist nahezu Null. Inbesondere dann, wenn sie sich gegen die Hauptsätze der Thermodynamik stellen.

    Wenn schon der Erfinder mich nicht überzeugen konnte: Warum sollte ich dann bei einem Kunden nachfragen? Weshalb es aber nach wie vor Kontakt gibt, ist die zugesicherte Bereitschaft, sich einem kontrollierten Test zu stellen.

    Und meine Bereitschaft, dies – soweit es mir möglich ist – zu unterstützen.

    Auch meiner eigenen "Er-Fahrung" misstraue ich auf diesem Gebiet. Auf mein Fahrgefühl (und meine Fähigkeiten als Autofahrer) kann ich mir nicht allzuviel einbilden.

    Auf öffentlichen Autobahnen werde ich kaum unmittelbar nacheinander mit und ohne Verbrennungsoptimierer Vollgas geben.

    Mein Eindruck vom eigenen Benzinverbrauch (sehr subjektiv gemessen beim Bezahlen an der Tankstelle, gelegentlich sehr schlecht gemessen vom Bordcomputer) schwankt so sehr, dass ein systematischer Vergleich daraus kaum abzuleiten ist.

    Das ist letztendlich der Grund, warum ich auf kontrollierte Tests bestehe.

    Die auf diesem Gebiet leider eben nicht "einfach so" oder "im stillen Kämmerlein" von Privatleuten durchgeführt werden können.

  24. 24 Bernd Harder 11. November 2014 um 22:44

    @Ricardo:

    << Warum beschäftigen Sie sich nicht mit den Werwölfen und lassen einmal die anderen eine Erfahrung machen, die sie ganz für sich behalten können. << Dann behalten Sie doch bitte Ihre "Erfahrungen" einfach für sich. Eben dieses können oder wollen Sie aber doch gar nicht, oder warum versuchen Sie hier seit Tagen, mit zunehmend inhaltslosen Mails verzweifelt irgendwelche Reaktionen auf Ihre angeblichen "Erfahrungen" zu provozieren? << Der Erfinder und meine Wenigkeit wird keine Namen nennen und nichts berichten, wenn der oder die Tester werden möchten! << Sie begreifen wirklich immer noch nicht, dass das nichts mit einem belastbaren, echten "Test" zu tun hat, oder? << Herr Harder sind Sie einer der Hardliner in dem Verein, der neue Strukturen nicht zulässt! << Sie überschätzen uns. Würde Ihre "Erfindung" etwas taugen, wären Sie längst Multi-Millionär, auch ohne die Skeptiker. << Wovor Herr Harder haben Sie Angst? << Vor so seltsamen und abgedrehten Zeitgenossen, die erst in ermüdender Breite behaupten, etwas "wissenschaftlich testen" zu wollen, aber nie etwas liefern, und am Ende bloß noch von persönlichen "Erfahrungen" schwurbeln und meinen, diese zum Maß aller Dinge machen zu können. Dafür gibt es übrigens das schöne Wort "Erfahrungsfundamentalismus", und der ist genauso beängstigend wie jedweder Fundamentalismus. Und wissen Sie was? Jetzt beenden wir das Ganze hier mal langsam, Spam-Order ist ab sofort aktiviert. Melden Sie sich wieder, wenn sie irgend etwas Diskutables vorzuweisen haben, zum Beispiel die Protokolle, um die Herr Leick den Erfinder mehrfach ersucht hat. Denn ich glaube langsam, Sie wollen gar keinen Test, sondern eine Art Blanko-Beglaubigung von uns oder von einem namhaften Institut für irgendwelchen Unsinn, den Sie oder Ihr nebulöser"Erfinder" sich ausgedacht haben. Bewerben Sie sich doch einfach beim Nobelpreis-Komitee, wenn Ihnen die GWUP zu blöd ist. Da gibt es auch viel mehr Geld zu holen.

  25. 25 Pierre Castell 12. November 2014 um 08:56

    @ Philippe Leick
    “Bitte nicht vergessen: Physikstudium, Promotion im Maschinenbau, annähernd 14 Jahre Forschungserfahrung.!”

    So etwas “vergessen” Esoteriker sehr gerne;-)

    Was sind schon handfeste Fakten, langjährige Erfahrung und ordentliche Wissenschaft gegen den Glauben von Ricardo…

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