Wir schreiben 2012 und die Junghexe heißt Leona

Gerade eben mal im aktuellen Mädchen-Heft (Nr. 16/2012) meiner Großnichte geblättert – und mit einem tiefen Seufzer wieder sinken lassen.

Auch anno 2012 gibt’s anscheinend keine anderen Teeny-Themen als “Mysteriöse Phänomene, Magie und Zauberei”, illustriert an der 18-jährigen Leona, die sich selbst für eine Hexe hält.

Für eine “weiße” Hexe natürlich, die …

… ihre Kräfte” einsetzt, um anderen Menschen zu helfen oder sie zu heilen”.

Da hätte Leona eigentlich gleich mal mit der Autorin dieses Schwachfugs anfangen können, die vollkommen ernsthaft zwischen “Hexe, Magier oder einfach Spinner” differenzieren möchte, dabei aber solche Passagen aufs Papier zaubert:

Wir verstehen nur Bahnhof und haken nach, wie das gemeint ist. Daraufhin weiht sie [Leonas Mutter] uns mit einem Beispiel aus ihrem langjährigen Berufsleben als Hexe in dieses Mysterium ein:

“Um einer jungen Frau zu helfen, die massive familiäre Probleme hatte, schickte ich eine Freundin zu ihr nach Hause. Der Weg mit dem Auto führte sie durch einen dunklen Wald. Und weil sie sich ängstigte, begleitete ich sie mental von zuhause aus, indem ich Kerzenmagie anwendete. So wurde sie auf der ganzen Fahrt über von einem weißen Lichtstrahl begleitet, der ihr den Weg wies.”

Eine Story, die uns beeindruckt, aber nicht mehr stutzig macht.”

Nö, warum auch? Das kenne ich – nur heißt bei mir dieser weiße Lichtstrahl schlicht “Autoscheinwerfer”.

Sehr süß auch der Rat der Mädchen-Redaktion an die Leserinnen zur weltbewegenden Frage:

Was kannst du gegen Schwarze Magie unternehmen?”

Ganz einfach:

Hole dir zunächst Rat und Unterstützung bei einer Vertrauensperson, z.B. bei Eltern, Lehrern, Geistlichen, zur Not auch bei einer qualifizierten Jugendpsychologin oder einer weißen Hexe!”

Haben wir das richtig verstanden: “Zur Not” tut’s auch eine qualifizierte Jugendpsychologin – aber eine “weiße Hexe” ist eindeutig der bessere Ansprechpartner?

Womöglich sogar Leonas Hexenmammi himself, “Valene” genannt, die “bereits am Telefon für Staunen” bei der Journalistin sorgt:

Noch bevor wir ihr den Grund unseres Anrufs mitteilen konnten, wusste sie nämlich bereits:

“Schön, dass Sie darüber schreiben wollen, dass die weiblichen Mitglieder unserer Familie alle das Hexen-Gen haben”,

begrüßte uns die sympathische Frau lachend. Seltsam!”

Nicht wirklich, sondern eher eine abgekartete Win-Win-Situation, denn auch die Mädchen-Autorin Caroline DeClair firmiert als “Astrologin” und beglückt diverse Frauenzeitschriften mit Horoskopen.

Immerhin – wir wollen nicht ungerecht sein – ist gegenüber zahllosen ähnlichen Artikeln über kesse Junghexen in den vergangenen Jahrzehnten ein kleiner Fortschritt zu beobachten: Das Standard-Thema “Liebeszauber” wird eindeutig kritisch abgehandelt:

Und Liebeszauber, mit denen man einen Jungen in sich verliebt machen kann?

“Nein, nein”, wehrt Leona ab, “diese Rituale gehören zur schwarzen Magie.”

Der Grund: Vielleicht zaubert man sich so die Zuneigung eines Jungen her, der für ein anderes Mädchen bestimmt war, und pfuscht dem Schicksal auf diese Weise in sein Handwerk.

“Und diese Liebe ist auch nichts wert. Wer will schon mit einem Typen zusammen sein, der nur in einen verliebt ist, weil er verzaubert wurde?”,

macht uns die hübsche Junghexe plausibel klar. Und sie warnt uns eindringlich, dass dies auch für Schulnoten und alle anderen Vorteile gilt, die man durch Zaubersprüche und Rituale erzwingen kann.”

Okay, so ähnlich steht das auch in meinem Buch “Die X-Teens” von 2001 (übrigens äußerst günstig hier zu haben).

Im selben Jahr sind übrigens auch zwei Skeptiker-Artikel erschienen, auf die wir nun einfach verweisen möchten, anstatt der Hexe Leona noch weiter Raum zu geben.

Zum Weiterlesen:

  • Im Tiefflug durchs Kühlregal, Skeptiker 1/2001
  • “Teddybären-Okkultismus”: Interview mit Wolfgang Hund, Skeptiker 1/2001
  • “Mädchen, warum wollt ihr Hexen sein?”, GWUP-Blog am 13. März 2010
  • Bernd Harder: Geister, Gothics, Gabelbieger. Alibri-Verlag, Aschaffenburg 2005

27 Kommentare zu “Wir schreiben 2012 und die Junghexe heißt Leona”


  1. 1 Vicky 22. Juli 2012 um 21:20

    Du kennst wohl nicht “Bibi Blocksberg”! Sonst wüsstest Du, dass es wirklich Hexen gibt (Folge 1 – Hexen gibt es doch).

    “Und diese Liebe ist auch nichts wert. Wer will schon mit einem Typen zusammen sein, der nur in einen verliebt ist, weil er verzaubert wurde?”

    Genau das Gleiche sagt auch Barbara Blocksberg, die Mutter von Bibi, und die ist auch Hexe (Folge ? – Bibi verliebt sich). Also ist das eindeutig korrekt ;)

    Und sie warnt uns eindringlich, dass dies auch für Schulnoten und alle anderen Vorteile gilt, die man durch Zaubersprüche und Rituale erzwingen kann.

    Auch das kann man bei Bibi Blocksberg erfahren (öfters sogar). Ich sehe, durch die Hörspiele wird man bestens vorbereitet auf eine Karriere als “weiße Hexe”.
    Und dass jetzt bloß keiner auf die Idee kommt zu behaupten, Bibi Blocksberg gäbe es gar nicht wirklich – ich habe Tonaufnahmen, die ihre Existenz beweisen!

  2. 2 Bernd Harder 22. Juli 2012 um 21:23

    @Vicky: Muss ich mal meine Großnichte fragen …

    Oder sollten wir Ihren Hinweis vielleicht sogar in die Richtung werten, dass diese “Mädchen”-Story schlicht und einfach gefakt ist bzw. aus der “Literatur” zusammengeschustert wurde?

  3. 3 Pierre Castell 22. Juli 2012 um 22:15

    Bibi Blocksberg habe ich schon mit großem Vergnügen als Zeichentrickserie im Fernsehen gesehen (ich glaube im Kinderprogramm der ARD).

  4. 4 Sommerloch 22. Juli 2012 um 22:23

    Hi, ich bin’s!

  5. 5 Vicky 22. Juli 2012 um 23:40

    Tut mir leid dass das nicht so gut rüber kam. Ja, sämtliche Aussagen der obigen Zitate kann man in den ersten fünf, maximal zehn Bibi Blocksberg Hörspielen finden (die sind aus den 80ern), deshalb denke die “Hexe” ist – ob bewusst oder unbewusst – von Bibi Blocksberg abgepaust. Es ist zwar nicht unmöglich, aber doch sehr unwahrscheinlich, dass die Redaktion von ‘Mädchen’ an Hexen glaubt, also würde ich schon denken, dass es ein “Fake” ist (genau wie die für eine solche Zeitschrift obligatorischen Psycho-Tests).

    Übrigens darf man mich gerne duzen, ich sieze im Internet auch höchst selten jemanden.

  6. 6 datengammelstelle 23. Juli 2012 um 05:56

    Wenn es nur ein weißer Lichtstrahl war, muss der Wagen dringend in die Werkstatt. – Na, egal.

    Wenn mich jemand von einer Zeitschrift anruft, wird er sich sehr wahrscheinlich so melden:
    “Meine Name ist Otto Normalverbraucher von der Zeitschrift Schlauch und Gießkanne…”
    Was wird der wohl von mir wollen? Mir ein Abo andrehen oder, weil ich gerade eine 50 Kg Runkelrübe in meinem Garten gezogen habe, mich interviewen. – Kann ich jetzt auch hellsehen?

  7. 7 Bernd Harder 23. Juli 2012 um 10:34

    Hi Vicky,

    << Tut mir leid dass das nicht so gut rüber kam. <<

    Doch, gewiss, war doch alles ok und verständlich – die Frage dazu kam ja von mir.

  8. 8 Hans-Werner 23. Juli 2012 um 11:13

    Ob sich solche gelangweilten westlichen Wohlstands-Spinnerinnen eigentlich darüber im Klaren sind, dass ihre “Hexereien” eine Beleidigung aller Opfer von sehr realen Hexen-Verfolgungen sind?

    http://articles.cnn.com/2011-12-13/middleeast/world_meast_saudi-arabia-beheading_1_executions-saudi-arabia-religious-police?_s=PM%3AMIDDLEEAST

  9. 9 Christoph 23. Juli 2012 um 14:01

    Ich finde die ständige Eigenwerbung für die Bücher von Bernd Harder auf diesem blog und im Skeptiker-Heft langsam unerträglich! Wenn man sich schon permanent als Presse-Wächter und Wahrer von Qualitätsjournalismus aufspielt, dann sollten wenigstens die eigenen Bücher über “bunte”-niveau hinausgehen… X-Teens?! Hmm, ja alles klar echt!

  10. 10 Bernd Harder 23. Juli 2012 um 14:14

    @Christoph: Wissen Sie was – Setzen Sie sich einfach hin und schreiben Sie im Schnitt 20 Blog-Artikel für die GWUP im Monat, mit einem Zeitaufwand, den ich gar nicht mehr beziffern kann, und ohne jede Vergütung, in der Freizeit, wie wär’s?

    Dann würde ich auch ganz schnell bei Ihnen auf der Matte stehen und mich über die “ständige” Eigenwerbung beklagen …

    Erstens findet diese “Eigenwerbung” nur dann statt, wenn es um ein Thema geht, zu dem ich schon mal ein Buch geschrieben habe (und das sind leider ziemlich viele).

    Zweitens veröffentliche ich jederzeit gerne eine Rezension von Ihnen zu den “X-Teens”, welches eines der ganz wenigen Jugendbücher ist, das das Wagnis eingeht, sich kritisch mit “übersinnlichen Phänomenen” zu beschäftigen, und auch explizit für Jugendliche geschrieben ist.

    Und schreiben Sie gerne auch dem Verlag, der für qualifizierte Titel-Vorschläge sicher sehr dankbar ist, weil dort im Lektorat und im Marketing nur Idioten arbeiten …

    < < schon permanent als Presse-Wächter <<

    Auch dafür haben Sie sicher gaaaanz viele Belege und Beispiele, oder?

  11. 11 trixi 23. Juli 2012 um 14:20

    @Christoph: Du hast echt ‘nen Knall, oder?

  12. 12 Hans-Werner 23. Juli 2012 um 14:26

    Hallo Christoph,

    prima, gratuliere Dir! Hoch qualifizierte Kritik!

    Genau so verkrault man zielsicher die wenigen Aktiven in einem ehrenamtlichen Verein, an denen eh schon alles hängenbleibt.

    Willst Du den Blog hier künftig selber schreiben? Bin gespannt!

  13. 13 Martina Rheken 23. Juli 2012 um 14:38

    Christoph, ich weiß nicht, wie alt du bist.

    wenn du älter als 40 bist, wüsstest du, dass es mal eine Zeit gab, wo man *gar keine* skeptischen Bücher in Deutschland kaufen konnte – weil es gar keine gab.

    Herr Harder ist einer der wenigen Autoren, die talentiert und vernetzt genug waren, um das grundlegend zu ändern und Verlage davon zu überzeugen, auch kritische Gegenstimmen zu den gehätschelten Bestseller-Autoren wie Däniken, Byrne, Paungger/Poppe etc.pp. zu veröffentlichen.

    Insofern ist dein Kommentar, tut mir Leid, kindisch, ärgerlich und dämlich.

  14. 14 Pierre Castell 23. Juli 2012 um 14:54

    @ Christoph

    Nennen Sie einige Passagen aus dem von Ihnen kritisierten Buch…

    Nun bin ich aber mal sehr gespannt!!!

  15. 15 X-Teen 23. Juli 2012 um 14:58

    @ Chhristof: you wrote: “dann sollten wenigstens die eigenen Bücher über “bunte”-niveau hinausgehen… X-Teens?! Hmm, ja alles klar echt!”

    Von “Zielgruppen” und einer entsprechenden Ansprache hast du schon mal was gehört, oder?

  16. 16 Kurt Barlow 23. Juli 2012 um 15:16

    @Christoph: Dein Kommentar ist auch deswegen so hoch qualifiziert, weil es die “X-Teens” nur noch antiquarisch gibt und Herr Harder daran null komma null gar nichts verdient.

    Ich hatte schon vor geraumer Zeit einige Exemplare für sehr wenig Geld gebraucht erworben, als Unterrichtslektüre für meine Schulklasse, und kann es nur empfehlen!

  17. 17 Pierre Castell 23. Juli 2012 um 16:35

    @ Christoph

    Kann Herrn Barlow nur zustimmen! Den Link, den Bernd Harder zu seinem Buch setzte, führte (wenn ich das richtig gesehen habe und mich nicht irre)zu einem Portal, bei dem man das Buch gebraucht schon ab 0,01 Euro erwerben konnte!!!

    Hallo? Christoph? Geht´s noch?

    Selbst wenn Herr Harder durch seine “Eigenwerbung” einige Bücher mehr verkauft, dann hätte er sich das mehr als verdient. Ich bewundere ihn für seine Motivation und seinem unermüdlichen Fleiß, hier im Blog immer wieder neue interessante Themen ins Licht zu rücken und damit uns allen mit viel Sachkenntnis KOSTENLOS bereichert.

    Christoph, ich habe eine für Sie geeignete Website gefunden: vip.de

    Der Lesestoff dort ist besser für Sie geeignet, als die anspruchsvollen Artikel und Bücher von Bernd Harder.

  18. 18 dr. andreas garitz 23. Juli 2012 um 19:05

    auch wenn man als erwachsener wissenschaftler nicht unbedingt im mädchenheft der nichte blättern muss, tut in diesem fall ein aufklärerischer blick hinein offensichtlich ganz gut, nicht zwangsweise einem selber, aber vielleicht den stammleserinnen, die diesem mist ständig ausgesetzt sind.

    denn hier und da mal so eine art “stiftung warentest” für solche medien einzuführen ist ehrenhaft und wichtig. keineswegs aber als “pressewacht” misszuverstehen, denn das impliziert zensur oder verbot oder ähnliches. so ewtas fordert keiner, aber wenn es um die verbreitung gefährlicher dummheiten geht, dann sollte man aufstehen und ewtas über die fakten hinzufügen.

    haben sie, herr @christoph, mal drüber nachgedacht, wer das sonst tun soll btw. tut ? Es ist nur recht und billig, wenn diejenigen, die diese arbeit leisten auch mal darauf hinweisen dürfen, was sie sonst schon so geschrieben haben. das nennt man in der wissenschaft auch “quellenangabe” bzw. “weiterführende literatur!

  19. 19 Pierre Castell 23. Juli 2012 um 19:28

    Vielleicht sollte Christoph mal zuerst das Buch “Die X-Teens” lesen, bevor er es kritisiert. Würde mich nämlich nicht wundern, wenn er das Buch nur vom Titel her kennt.

    Obwohl ich schon deutlich die 50ziger Grenze überschritten habe und somit nicht zur Zielgruppe gehöre, werde ich mir das Buch besorgen und erwartungsvoll lesen. Bin nämlich ziemlich neugierig geworden;-)

    Habe das Buch aktuell heute abend für 2,99 Euro INCL. VERSAND bei Amazon entdeckt.

  20. 20 skeptikus 23. Juli 2012 um 20:44

    Ich muss auch Schmunzeln. Herr Harder veröffentlicht seit Jahren kritische Bücher mit dem Ziel Menschen damit zu erreichen. Wenn er dick Kohle machen wollen würde, dann würde er wohl kaum skeptische Bücher schreiben. Aber selbst wenn, warum soll er nicht auf seine Bücher verweisen? Das passiert völlig dezent und ich müsste sogar überlegen, wann mir das letzte mal ne Werbung von ihm im Skeptiker ins Gesicht gesprungen ist……

    Also weiter so, spannender Blog und schöne Bücher.

  21. 21 Ralf 23. Juli 2012 um 23:48

    für einen richtig wirkungsvollen Liebeszauber, verweise ich auf meinem Kommentar:
    http://blog.gwup.net/2011/05/12/und-wieder-ist-freitag-der-13-2/
    Ich finde die Unterteilung in Weiße und schwarze Magie dilettantisch. Wahre Profis, kennen die Magia Universalis. Ein Beispiel:
    Wenn ich einen Dämon beschwören will, dann muß ich mich schützen, dafür begebe ich mich in einen sogenannten “Schutzkreis”. Meistens stehen in diesem Kreis Namen von Engeln, der Dämon kann dann nicht in den Schutzkreis, also benötige ich “weißmagische” Schutzkräfte.

  22. 22 gnaddrig 24. Juli 2012 um 11:04

    Haben wir das richtig verstanden: “Zur Not” tut’s auch eine qualifizierte Jugendpsychologin – aber eine “weiße Hexe” ist eindeutig der bessere Ansprechpartner?
    Ich verstehe die Passage so, dass eine Weiße Hexe gleichrangig mit qualifizierten Jugendpsychologinnen genannt werden (“zur Not auch bei einer qualifizierten Jugendpsychologin oder einer weißen Hexe!”).

    Das ist zwar eigentlich eine Unverschämtheit studierten Psychologinnen gegenüber, andererseits haben sie zumindest an dieser Stelle ihre weiße Hexe nicht besonders gut positioniert. Da dürfte eine unsorgfältige Formulierung beim Korrekturlesen durchgerutscht sein…

  23. 23 Bernd Harder 24. Juli 2012 um 11:07

    @gnaddrig: Ja, ich denke auch, dass da in der Abfolge der “Experten” was durcheinander geraten ist.

  24. 24 Jörg 24. Juli 2012 um 14:39

    Also ich versteh das auch so, dass man zur Weißen Hexe und zur Jugendpsychologin “zur Not” gehen kann. Höherwertig in der Aussage sind Eltern, Lehrer und Geistliche. Was die Aussage aber nun wirklich nicht besser macht. Zur Psychologin nur zur Not, ansonsten zum Pfarrer? Meine Güte, und dem dann was von “Ich bin eine Hexe” erzählen. Der holt am Ende den Exorzisten…

  25. 25 FMH 24. Juli 2012 um 22:57

    Ich habe während meiner alten Zeit als Geisteswissenschaftler den ein oder anderen Vortrag zu diesem Thema gehört und auch ein paar Artikel aus der ethnologischen Perspektive gelesen. Im Grunde ist es eine Religion, bei welcher man sehr gut nachvollziehen kann, aus welchen Quellen ihre Schöpfer ihre Ideen genommen haben, wobei auch eine ganze Menge braune Esoterik darin war. Dennoch war die Einschätzung zumeist so, dass es sich um eher harmlosen Humbug handelt, da es wenig Institutionen gibt und die eigenen Autoritäten immer wieder in Frage gestellt werden. Für die meisten ist es – im Gegensatz zur Alternativmedizin – sowieso nur eine Phase in der Jugend und wird deshalb häufig mit anderen Jugendkulturen gleichgestellt, was allerdings auch nicht richtig ist.
    “Mostly Harmless” könnte man nach Adams sagen, und ein paar weitere Magisterarbeiten für Ethno- und Soziologen.

  26. 26 tjm 25. Juli 2012 um 21:36

    “Womöglich sogar Leonas Hexenmammi himself, ‘Valene’ genannt, die bereits am Telefon für Staunen” bei der Journalistin sorgt”

    Ich glaube, das sollte “herself” heißen… oder ist die Hexenmammi ein Hexenpappi?

  27. 27 Bernd Harder 26. Juli 2012 um 10:22

    @tjm: Danke, Sie haben natürlich Recht.

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