Wie man Quatsch erfindet: Mythos 11. März

Vor einigen Tagen bekam ich eine Anfrage von der neuen Nachrichtenagentur dapd:

Ob ich denn nicht vielleicht ein paar Verschwörungstheorien zum 11. März kennen würde?

Ich kann mich an meine Antwort nicht mehr im Detail erinnern – aber ich glaube, sie lautete schlicht:

Nein.”

Ein Artikel ist natürlich trotzdem erschienen – schließlich ereigneten sich die Katastrophe von Fukushima, der Amoklauf von Winnenden und die Terroranschläge von Madrid jeweils an einem 11. März.

Was das eine mit dem anderen zu tun hat?

Keine Ahnung.

Und nicht mal der Autor selbst scheint das zu wissen.

Zitat aus dem Beitrag (dessen Ursprung ich bei dapd vermute, die Quelle ist allerdings nicht eindeutig ersichtlich, jedoch finden sich darin einzelne Passagen aus unserem schriftlichen E-Mail-Interview – wenn auch leider nicht die kritischen Einwände):

Die Zahl 11 ist schuld. Sie soll fast so gefährlich sein wie die 13. Schließlich ist die 11 die kleinste zweistellige Primzahl. Wem das noch nicht gefährlich genug ist, der sollte wissen, dass die 11 auch für Sündhaftigkeit steht. Sie zählt nämlich um eins mehr als die Zehn Gebote. Verschwörungstheoretiker bereitet deshalb ein Datum mit der Zahl 11 Unbehagen.”

Welche “Verschwörungstheoretiker” das sind und was diese wo genau behaupten, bleibt völlig offen.

Anscheinend hat der besagte Journalist auch sonst niemanden gefunden, der Verschwörungstheorien zum 11. März kennt.

Nun könnte man angesichts dieser eindeutigen Faktenlage natürlich auch ganz simpel von einem geplanten Beitrag zu dieser Thematik Abstand nehmen.

Aber stopp, halt!

Ist da nicht noch irgendwas mit Weltuntergang dieses Jahr oder so?

Klar – und genau das ist die Lösung, wenn man aus Nichts 40 Zeilen schinden muss:

Verschwörungstheoretiker haben auf Basis dieser Katastrophen bereits den Tag des Weltuntergangs berechnet: Addiert man den 11.09.01 mit dem 10.03.11, erhält man das Datum 21.12.2012. Dass die Katastrophe in Fukushima aber erst am 11.03.11 stattgefunden hat, stört bei solchen Theorien wenig.

Lieber lässt man sich von der Gegenprobe überzeugen: Addiert man die einzelnen Ziffern des Weltuntergangs am 21.12.2012, erhält man in der Summe – die 11!”

Wow!

Sehr überzeugend – wenn wir mal außer Acht lassen, dass nicht “Verschwörungstheoretiker” den Tag des Weltuntergangs “berechnet” haben, sondern dieses Datum von der Langen Zählung des Maya-Kalenders vorgegeben wird beziehungsweise der Thompson-Korrelation folgt.

Oder dass dieses Beispiel (“Addiert man den 11.09.01 mit dem 10.03.11, erhält man das Datum 21.12.2012.”) nun denkbar schlecht ist, um einen “Mythos 11. März” (so die Headline) zu begründen.

Ein Kommentator bei tz-Online bringt das Ganze schön auf den Punkt:

hier ein weiterer beweis, dass die zahl 11 unglück bringt: jedes jahr am 11.11. um 11 uhr 11 ist faschingsbeginn, eine größere katastrophe gibt es nicht.”

Nun ja, abgesehen von solchen Medienberichten vielleicht.

Zum Weiterlesen:

 

 

30 Kommentare zu “Wie man Quatsch erfindet: Mythos 11. März”


  1. 1 Auggie Smith 11. März 2012 um 18:40

    Verschwörungstheorie zum 11.03. und dem Amoklauf von Winnenden?
    Gibt’s doch! Andreas Hauss weiss Rat und geht damit hausieren:

    http://www.videogold.de/winnenden-ein-amoklauf-vortrag-von-andreas-hauss/

    Natürlich aufgezeichnet und in die Welt getrötet von NUOVISIO TV!

    Es ist so unglaublich zynisch, wie dieses traurige Ereignis zum Spielball für selbsternannte Truther und Verschwörungstheoretiker wurde!

  2. 2 Bernd Harder 11. März 2012 um 18:52

    Hallo Auggie,

    ja, gewiss gibt es VT, die sich auf ein Ereignis beziehen, das *am* 11.3. stattgefunden hat, und einen Artikel speziell zu Winnenden haben wir ja auch bei “Zum Weiterlesen” angegeben.

    Es gibt aber keine VT, die *alle* unterschiedlichen Ereignisse, die je am 11.3. stattgefunden haben, miteinander verbindet, oder eine numerologische/astrologische/konspirologische oder sonstige Begründung dafür, *warum* der 11.3. ein besonderer Tag sein soll – und nur darum geht es in dem dapd-Beitrag.

  3. 3 Andreas B. 12. März 2012 um 12:22

    Das mit dieser Datumsarithmethik ist mal wieder so ein typischer Fall von “was nicht passt wird passend gemacht”.

    Die Aussage “Addiert man den 11.09.01 mit dem 10.03.11, erhält man das Datum 21.12.2012.” ist ja wohl totaler Quatsch. Das funktioniert nur wenn man nicht die Jahre 2001 und 2011 meint, sondern die Jahre 1 und 11 (und im Ergebnis 12). Ansonsten bekäme man ja das Jahr 2001 + 2011 = 4012; und über einen Weltuntergang in 2000 Jahren bräuchte sich wohl keiner von uns irgendwelche Sorgen zu machen, selbst wenn er wirklich stattfinden würde…

  4. 4 Ralf 12. März 2012 um 16:40

    …toll…das mit dem Datumsrechnen…Wie war das 2010? 1990 + 1974 – 1954 = 2010 und wurden wir da Weltmeister? ;-)

  5. 5 Nao 13. März 2012 um 08:42

    Naja, soviel sei dem Journalisten doch zugestanden: Die Datumsrechnerei ging letztes Jahr um den 11. März tatsächlich mehrfach durch Communities wie zum Beispiel Twitter.

  6. 6 tim 13. März 2012 um 12:17

    In dem verlinkten Artikel gibt tz-online “lot” als Urheber an. Nicht die dapd. Dieser Blogpost erweckt aber den Eindruck, der tz-online-Artikel komme von dapd (“trotzdem erschienen”). Das ist nicht der Fall.

    “Mythos 11. März” ist kein dapd-Artikel. Sondern ein Boulevard-Produkt von tz-online. Boulevardmedien erfinden so einen Quatsch, das ist auch ihr Job. dapd ist da doch seriöser. Woher kommt der Eindruck, “Mythos 11. März” stamme von der dapd?
    Grüße
    tim

  7. 7 Bernd Harder 13. März 2012 um 12:38

    @tim: Der Artikel ist nicht von der tz “erfunden” worden, sondern am selben Tag in zahlreichen Medien erschienen, was üblicherweise Kennzeichen eines Agentur-Beitrags ist.

    << “Mythos 11. März” ist kein dapd-Artikel. <<

    Woher wissen Sie das?

  8. 8 tim 13. März 2012 um 14:03

    “Üblicherweise Kennzeichen eines Agentur-Beitrages” könnte auch auf einen Artikel aus der Feder einer PR-Agentur oder einer freien Texterschmiede hinweisen, jedenfalls weist das Merkmal “am selben Tag in zahlreichen Medien erschienen” nicht automatisch auf dapd noch auf eine andere Presseagentur hin sondern höchstens auf irgendeine Art Textdienst oder auf einen freien Journalisten, wobei mir in diesem Fall die Bezeichnung “freier Texter” angenehmer wäre.

    Und wo bleibt die Unterscheidung zu den anderen Presseagenturen, die in der BRD üblich sind? Es könnte ja auch afp, dpa oder rtr sein. Warum muss der Bericht von dapd stammen?

    Ich gehe aus zwei Gründen davon aus, dass das kein dapd-Artikel ist.

    Grund a: Er ist nicht im aktuellen dapd-Agenturticker zu finden. Gut, könnte aus dem Archiv stammen, dafür gibt es aber keine Hinweise.

    Grund b: Der Stil entspricht nicht einer professionellen Presseagentur, den die genannten in der Regel pflegen (dpa, dapd, afp, rtr). Mit “Stil” meine ich nicht den Satzbau oder das Thema sondern den Inhalt, und selbst dapd verbreitet nicht so einen – entschuldigung – offensichtlichen Unsinn. Jedenfalls haben sie’s in der Vergangenheit nicht getan.

    Kriegsentscheidend ist aber nicht die Frage, warum ich der Meinung bin, dass es NICHT von dapd stammt, sondern warum Sie der Meinung sind, dass der Text von dapd stammt. Dafür habe ich noch keinen Beleg gesehen.
    Grüße
    tim

  9. 9 Bernd Harder 13. März 2012 um 14:12

    @tim:

    mit wem ich “krieg” führe, entscheide ich ganz gerne selbst …

    Vielleicht könnten Sie deshalb mal kurz umreißen, was Sie eigentlich wollen bzw. worum es Ihnen geht?

  10. 10 tim 13. März 2012 um 14:17

    den Einwand “mit wem ich ‘krieg’” führe verstehe ich nicht.

    ich will einen beleg für Ihre Behauptung, der verlinkte Artikel “Mythos 11. März” stamme von dapd. Diese Behauptung stellen Sie in diesem Blogpost indirekt auf (“Vor einigen Tagen bekam ich eine Anfrage von der neuen Nachrichtenagentur dapd” – “Ein Artikel ist natürlich trotzdem erschienen”).

    Grüße
    tim

  11. 11 Bernd Harder 13. März 2012 um 14:19

    @tim:

    Dann würde ich Ihren Kommentar mal auf Wörter wie “kriegsentscheidend” durchsehen.

  12. 12 tim 13. März 2012 um 14:41

    oh mann, jetzt nehmen Sie’s doch nicht gleich persönlich. Ich dachte, bei der gwup kommt kritisches Denken gut an?

    Grundsätzlich find ich’s ja begrüßenswert, Texte wie den “Mythos” ein bisschen an den Pranger zu stellen. Unzulässig ist bloß die Behauptung, x oder y sei der Urheber, wenn dafür kein Beleg gereicht wird. Erst recht, wenn man sich das Stichwort “Skeptiker” auf die Fahnen schreibt.

    Aber nix für ungut, ich wollte keine schlechte Stimmung machen.
    Grüße
    tim

  13. 13 Bernd Harder 13. März 2012 um 14:45

    @tim:

    nein, ist schon ok.

    sorry, ich wollte nicht unhöflich sein, hatte nur einen bestimmten verdacht, den ich ungern ausbreiten würde …

  14. 14 sven 13. März 2012 um 15:11

    @Bernd Harder

    Das finde ich als Vorbeisurfender jetzt doch ironisch.

    tim wollte wissen, wie Du darauf kommst, daß dapd die Meldung verbrochen hat. Aufgrund des Anrufes und der prompt publizierten Verschwörungstheorie hast Du wohl geschlossen, daß es dapd war.

    Mit dem Themenbereich dieses Blogs ist Dir vertraut, daß Korrelation ungleich Kausalität ist. Doch anstatt kurz zuzugeben, daß Du einen Bock geschossen hast gibt’s Rumeierei – wie bei jeder Verschwörungstheorie.

  15. 15 Bernd Harder 13. März 2012 um 15:14

    @sven: wenn’s dich beruhigt, werde ich den artikel entsprechend aktualisieren.

    Aber mal im Ernst: Glaubst Du wirklich, ich hätte nur die beiden von Dir vermuteten Gründe für meine “Annahme”?

  16. 16 sven 13. März 2012 um 15:20

    Ich muß mich nicht beruhigen – ich grinse immer noch.

    Und wieso hast Du nicht gleich damit herausgerückt?
    Geheimwissen?

  17. 17 Bernd Harder 13. März 2012 um 15:24

    @sven: meinst Du, dass mir Kollegenschelte übermäßigen Spaß macht?

  18. 18 tim 13. März 2012 um 15:51

    Svens Einwand ist berechtigt und treffender formuliert, als es mir gelungen ist.

    Dunkle Hinweise auf Geheimwissen (“glaubst du wirklich, ich hätte nur die beiden von Dir vermuteten Gründe”) und Verweise auf andere Gebiete (“Kollegenschelte”) sind nicht hilfreich.

    Es geht hier auch gar nicht um Kollegenschelte. Es geht um saubere Arbeit, in diesem Fall Textarbeit. Auch wenn “gwup.net” kein reguläres journalistisches Angebot wie etwa eine Tageszeitung ist, sollte es sich doch mit dem Mindestmaßstab für journalistische Qualität (etwa Quellenangaben) messen lassen. (Andernfalls braucht das Blog nicht anzutreten.) Ich will’s aber auch mal anders erklären.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kritik häufig als persönlich gemeint empfunden wird. Das geht so weit, dass es bei der Lufthansa ein anonymes Fehler-Meldesystem gibt, zum Beispiel einen anonymen Briefkasten. Dort kann jeder, der eine Schlamperei oder unsaubere Arbeit beobachtet hat, den Fehler melden. Der wird dann behoben. Die Lufthansa-Leute wollen halt bloß jeden möglichen Fehler erwischen, bevor ihre Maschinen abheben. Sanktionen für die Leute, die den Fehler gemacht haben, spielen im dem Moment keine Rolle, und das ist aus meiner Sicht auch richtig so. Hauptsache, die Mühle kommt heil wieder runter. Ich bitte, meine Kritik in diesem Sinne zu verstehen – nicht als persönlichen Angriff, sondern als Verbesserungsvorschlag.

    Es geht nicht um “Kollegenschelte” oder Strafe, sondern um eine Behauptung, die sich als nicht stichhaltig erwiesen hat, und dann auch noch aus einer Richtung, die für eben jenes Prinzip der Stichhaltigkeit eintritt.

    Naja. Jetzt habe ich doch wieder das ganz große Fass aufgemacht. Verzeihung.
    tim

  19. 19 Bernd Harder 13. März 2012 um 15:56

    @tim:

    << Es geht nicht um “Kollegenschelte” oder Strafe, sondern um eine Behauptung, die sich als nicht stichhaltig erwiesen hat. <<

    Das ist aber bis jetzt nur *Deine* Auffassung dazu – ich habe mehrfach gefragt, woher Du das weißt?

    << Dunkle Hinweise auf Geheimwissen (“glaubst du wirklich, ich hätte nur die beiden von Dir vermuteten Gründe”) <<

    Was bitte ist daran “dunkel”, wenn ich den m.E. entscheidenden Grund auf Deine/Eure Anregung hin explizit im Beitrag ergänzt habe?

  20. 20 tim 13. März 2012 um 16:10

    Hmm, vielleicht bin ich ja auch grad ein bisschen langsam im Kopf. Das kommt vor, wäre also möglich. In dem Fall bitte ich um Nachsicht und um Hilfe.

    Aber ich habe noch keinen prüfbaren Beleg gefunden für die Behauptung, der Text “Mythos” komme von dapd.

    Nicht derjenige ist in der Beweispflicht, der eine lückenhafte Argumentation aufdeckt. Sondern derjenige, der eine Behauptung aufstellt.

    tim

  21. 21 Bernd Harder 13. März 2012 um 16:15

    Gut, dann danke ich Euch sehr herzlich für Eure konstruktive Kritik und Anregungen und gestehe, dass meine Behauptung lediglich auf Indizien beruht.

  22. 22 sven 13. März 2012 um 16:23

    @Bernd Harder

    Das da hast Du wohl eingefügt:

    “Zitat aus dem Beitrag (dessen Ursprung ich bei dapd vermute, die Quelle ist allerdings nicht eindeutig ersichtlich, jedoch finden sich darin einzelne Passagen aus unserem schriftlichen E-Mail-Interview – wenn auch leider nicht die kritischen Einwände)”

    Und das obwohl es mich nicht beruhigen konnte …

    So macht wenigsten Deine Antwort von 15:24 Sinn. Du solltest aber nicht erwarten, daß nach jedem Kommentar der Text neu gelesen wird.

  23. 23 tim 13. März 2012 um 16:32

    Vielleicht hat sich der Autor von “Mythos 11. März” ja auch als dapd-Schreiber ausgegeben, obwohl das gar nicht stimmt.
    Womöglich ist es jemand, der als freier Journalist arbeitet, gelegentlich für dapd, und das Geschreibsel “Mythos” nicht an dapd verkaufen konnte, weil die ihm da den Vogel gezeigt haben – zurecht.

    In diesem Fall gehören Sie, Herr Harder, zu den Geschädigten, weil sie sich mit Ihren Antworten Arbeit gemacht haben, ohne namentlich zitiert zu werden – und weil sie getäuscht wurden über den Kontext, in dem Ihre Zitate erscheinen sollen.

    Jedenfalls wird der Schluss “Mythos”–>dapd deutlich nachvollziehbarer und klarer durch den Zusatz “dessen Ursprung ich bei dapd vermute, die Quelle ist allerdings nicht eindeutig ersichtlich, jedoch finden sich darin einzelne Passagen aus unserem schriftlichen E-Mail-Interview – wenn auch leider nicht die kritischen Einwände”.

    Das ist dann allerdings ein Fall für die Qualitätssicherung bei dapd, denn ich als Medium (z.B. Chefredakteur einer Zeitung oder einer Presseagentur) würde es nicht wollen, dass sich jemand als dapd-Mitarbeiter ausgibt, um von Experten Zitate für bestenfalls fragwürdige Texte zu bekommen.

    Mir scheint, da ist noch einiges im Busch. Und es ist nicht die “11″. :)
    tim

  24. 24 Bernd Harder 13. März 2012 um 16:44

    @tim:

    es ist nett, dass Sie mich trösten wollen, aber vielleicht habe ja auch einfach ich einen Fehler gemacht.

    Trotzdem ist Ihre Vermutung in der Tat nicht unplausibel.

    Wie gesagt, drei Gründe für meine Annahme:

    - Anfrage eines dapd-Journalisten (?) Anfang März.
    - Der einzige Artikel, der am 11.3. zu dem Thema erscheint, wird mehrfach wortgleich verbreitet.
    - Einzelne Passagen darin stammen aus unserem Mail-Wechsel, darunter *eine* Sache, die mir für einen Zufall zu exklusiv erscheint.

  25. 25 Bernd Harder 13. März 2012 um 17:31

    @Sven:

    << Du solltest aber nicht erwarten, daß nach jedem Kommentar der Text neu gelesen wird. <<

    Nö, deshalb habe ich die Ergänzung ja im Kommentar angekündigt.

  26. 26 Roman H. 15. März 2012 um 16:36

    Haben Sie ein Problem damit, aus Ihrer Metadiskussion auf die Faktenebene zurückzukehren?
    Wenn Sie dies oder jenes als “Quatsch” definieren, meinen beitrag löschen und auch sonst schön weiter unverbindlich plaudern wollen, dann sagen Sie es doch. Es gibt aber doch GRÜNDE, weshalb
    a) diese Nummern und Zahlenmystik Unsinn ist – einige haben Sie schon angeführt
    b) weshalb aber eben gerade dieser Quatsch ernsthafte Diskussionen über reale Ereignisse kontaminiert.
    Nochmals: eine simple Prüfung allein des Filmchens “die letzten Sekunden des Tim K.” ergibt, dass es -zig Fragen zu “Winnenden” gibt. [..]

    So wie zur “Wattestäbchenaffäre” oder zum Bubackmord, so wie zum Celler Loch oder zur sog. “NSU”. Und Antworten gibt es dabei natürlich auch schon – die passen allerdings nicht in den mainstream und werden deshalb mal mit Mystikquatsch vermischt oder schlicht -gelöscht. Wie hier. Pfui Teufel: Sie wollen “skeptisch” sein?

  27. 27 Bernd Harder 15. März 2012 um 17:55

    @Roman H.:

    Ich habe Ihren “Kommentar” gelöscht, weil wir eine gewisse Qualitätskontrolle sicherstellen wollen.

    Dazu gehört u.a. der Grundsatz: Wer hier irgendwelche Youtube-Filmchen als “Beweis” für dieses oder jenes postet, macht sich lächerlich und disqualifiziert sich selbst. Das wollte ich Ihnen ersparen.

    Ich habe mir Ihr Filmchen sogar angesehen: Alles, was ich dem entnehmen konnte, waren Aussagen wie “Dieses Bild/diese Szene/diese Geste/diese Körperhaltung” von diesem oder jenem Polizeibeamten o.ä. sieht so aus, als ob … Und deshalb muss das dieses und jenes bedeuten!”

    Das hat nichts mit Fakten zu tun, sondern mit Spinnereien.

    Wenn Sie sich blamieren wollen, tun Sie das gerne woanders.

    Wenn Sie alles außer dem Blöd-im-Kopp-Verlag als “Mainstream” sehen möchten – leben Sie gerne weiter in Ihrer konspirologischen Traumwelt.

  28. 28 Stefan 16. März 2012 um 00:29

    @Roman H: Der pöhse “Mainstream” ist manchmal auch nur deshalb so weit verbreitet, weil er schlicht die Realität abbildet und die Mehrheit der Menschen – zumindest gelegentlich – nicht auf Schwachsinn hereinfällt. So gehört es heute beispielsweise zum Mainstream, dass die Erde um die Sonne kreist und dass man nach verhagelten Ernten nicht unbedingt gleich ein paar rothaarige Damen anzünden muss. Das war nicht immer so, heute ist es aber Teil der Mehrheitsmeinung. Und das ist gut so.

  29. 29 Roman H. 19. März 2012 um 11:51

    Wie unsouverän, Herr Harder!
    Sie kehren mit der Zensur Ihre Agenda heraus – damit müssen Sie dann allerdings klarkommen, dass man Sie darauf ansprechen wird. :-))

  30. 30 Bernd Harder 19. März 2012 um 12:06

    @Roman H.: Nennen Sie es “Zensur” – wir nennen es Qualitätskontrolle.

    Falls man mich darauf ansprechen wird, verweise ich einfach auf Ihre zahlreichen gespeicherten Mails, welche trefflich die völlige Unfähigkeit von Verschwörungstheoretikern zu jedweder kritischen Diskussion illustrieren.

    Es ist doch immer wieder dasselbe:

    - Werden Sie aufgefordert, Beweise für Ihre Behauptungen vorzulegen, kommen irgendwelche Links zu irgendwelchen youtube-Filmchen. Dazu hatte ich bereits Stellung genommen.
    - Wird Ihnen widersprochen, ist Ihr Gegenüber dumm und naiv und völlig dem “Mainstream” hörig, was immer das in unserer Medienlandschaft sein soll.
    - Werden Ihre inhaltslosen Bölk-Kommentare gelöscht, gehört das zu unserer “Agenda”, sprich: Wir sind natürlich Teil der gigantischen Verschwörung, von der Sie halluzinieren.

    Sie wollen nicht diskutieren, sondern predigen. Sie sind auch kein Aufdecker, sondern ein A-Priori-Gläubiger, der lediglich “Beweise” für seinen Glauben sucht und nur solche “Argumente” gelten lässt, die seinen Glauben bestätigen.

    Und so weiter, und so fort.

    Also stehlen Sie doch bitte anderen Leute die Zeit.

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